Heiliger Clemens I. – 23. November

Fest des hl. Clemens I. – Papst und Martyrer

Clemens, ein Römer, der Sohn des Faustinus, stammte aus dem Stadtteil beim Berge Cälius. Er war ein Schüler des heiligen Petrus. Paulus erwähnt ihn in seinem Brief an die Philipper; er schreibt da: Ich bitte auch dich, treuer Gefährte, nimm dich ihrer an; sie haben ja mit mir für das Evangelium gearbeitet, auch mit Clemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens stehen. Er verteilte die sieben Stadtbezirke unter sieben Notare und wies einem jeden einen bestimmten Bezirk zu; sie sollten mit größter Sorgfalt alles sammeln und auszeichnen, was die Märtyrer gelitten und gewirkt hatten. Er schrieb auch selbst mehrere gediegene, nützliche Bücher und erklärte darin die christliche Lehre.

Papst Clemens I., auch Clemens Romanus bzw. Clemens von Rom (* um 50 in Rom; † 97 (oder 101)

Durch seine Lehrtätigkeit und die Heiligkeit seines Lebens bekehrte er viele zum Glauben an Christus. Darum wurde er von Kaiser Trajan in die einsame Stadt Cherson, jenseits des Schwarzen Meeres, verbannt. Dort fand er 2000 Christen vor, die ebenfalls von Trajan verurteilt worden waren. Sie mußten dort Marmorblöcke brechen und behauen, litten dabei aber an Wassermangel. Da betete Clemens und stieg dann auf einen nahen Hügel. Auf dessen Höhe erblickte er ein Lamm, das mit dem rechten Fuß auf eine Quelle erquickenden Wassers hindeutete, die dort sprudelte. Dort konnten sie alle ihren Durst löschen. Auf dieses Wunder hin bekehrten sich viele Ungläubige zum christlichen Glauben und hatten von da ab große Ehrfurcht vor der Heiligkeit des Clemens.

Trajan geriet darob in Wut und sandte Soldaten hin mit dem Auftrag, Clemens mit einem Anker am Halse in das tiefe Meer zu werfen. Dies geschah denn auch. Während die Christen aber am Ufer beteten, wich das Meer drei Meilen zurück. Da gingen sie hinein und fanden dort ein Häuschen aus Marmor in der Form eines Tempels und darin einen Steinsarg, in dem der Leib des Märtyrers ruhte. Daneben lag der Anker, mit dem er versenkt worden war. Auf dieses Wunder hin nahmen die Anwohner den christlichen Glauben an. Sein Leib wurde später zur Zeit des Papstes Nikolaus I. nach Rom übertragen und in der ihm selbst geweihten Kirche beigesetzt. Auch auf jener Insel wurde zu seiner Ehre eine Kirche geweiht an der Stelle, wo wunderbarerweise die Quelle entsprungen war. Er regierte als Papst 9 Jahre, 6 Monate und 6 Tage; er nahm zwei Weihen vor im Monat Dezember und weihte dabei 10 Priester, 2 Diakone und 15 Bischöfe für verschiedene Orte.

Kirchengebet

Ewiger Hirte, schau huldvoll auf Deine Herde;
behüte und schütze sie immerfort
durch Deinen hl. Martyrer und Papst Clemens,
den Du der ganzen Kirche als Hirten gewährt hast.
Durch unsern Herrn.

Quellen: Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962

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