Niedere Weihen im Zisterzienserkloster Hohenfurth – UPDATE:

UPDATE:

Den beiden Fraters Bernardus und Raphael wurde am Samstag, 19.12.2020, im Zisterzienserkloster Vissy Brod (Hohenfurth) die Niederen Weihen erteilt. Weihespender war der ehemalige und letzte Abt der Trappisten-Abtei Mariawald, Dom Josef Vollberg.

Frater Raphael:

„Die niederen Weihen bedeuten traditionell ein schrittweises Wachsen in der priesterlichen Berufung und helfen auch dabei, die Berufung weiter abzuklären. Als Ostiarier wird man dazu ermahnt, Sorge zu tragen, dass das Heilige geschützt wird – gerade in Zeiten der Anschläge auf Kirchen von aktueller Bedeutung. Der Lektor darf offiziell die Lesungen (Epistel, Propheten) in der hl. Messe vortragen und wird daran erinnert, dass er auch in seinem eigenen Lebenswandel das umsetzen soll, was er liest. Der Exorzist wird als Befehlshaber über die bösen Mächte bezeichnet. Er soll vor allem die schlechten Regungen in sich selbst beherrschen lernen. Die regelrechte Austreibung böser Geister, wozu Jesus ja die Jünger schon beauftragt hat, ist rechtlich nur speziell dazu vom Bischof beauftragten Priestern erlaubt. Der Akolyth ist ursprünglich der Kerzenträger und Ministrant, ein Amt, das wir natürlich schon ausüben. Hier geht es aber um eine besondere Nähe zur eucharistischen Handlung. Das Licht ist Symbol dafür, dass wir für andere Licht sein sollen („Ihr seid das Licht der Welt.“), auch in unserer heutigen Welt, in der es viel Dunkelheit gibt, besonders wichtig.“

Um das Gebet für die beiden Priesteranwärter wird gebeten!

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Der aus Deutschland stammende Zisterziensermönch
Frater Raphael O.Cist.

erhält am heutigen 19. Dezember 2020

in seinem Kloster Hohenfurt in Tschechien
die Niederen Weihen

Es sind dies die Weihen
– des Ostiariers (Türhüters),
– des Lektors,
– des Exorzisten und
– des Akolythen.

Den Niederen Weihen folgen, so Gott will, alsbald die Weihe zum Subdiakon, die bereits zu den Höheren Weihen zählt. Danach folgen die Weihe zum Diakon und zuletzt die Weihe zum Priester.

Gott segne Frater Raphael O.Cist.!

Prozession im Kreuzgang des Zisterzienserklosters Hohenfurth.

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Quatember-Samstag im Advent

Wie uns der hl. Papst Leo der Große bezeugt, war es zu seiner Zeit Brauch, die Nacht vom Quatember-Samstag auf den Sonntag in gemeinsamem Gottesdienst zuzubringen. Abgabe des Zehnten (von der Ölernte), Lesungen, Gebete und Erteilung der heiligen Weihen füllten die Nacht aus. Der Sinn dieser Feier war der: aus der Nacht der Sünde und Gottferne hin zum Lichte, zur Sonne, zu Christus. Nach altem Brauch werden während der heutigen Meßfeier in Bischofskirchen die heiligen Weihen erteilt. Dies geschieht bei den angegebenen Stellen.

Ausgenommen sogenannte „Konventmessen“ sowie Meßfeiern, in denen die heiligen Weihen erteilt werden, kann heute bei allen übrigen Meßfeiern der zelebrierende Priester die Vormesse kürzen. Alle Texte von der II. Lectio bis zur VI. Oratio einschließlich dürfen dann entfallen. Auf das I. Graduale folgt dann „Dominus vobiscum – Et cum spiritu tuo“ und (ohne „Flectamus genua – Levate“) sogleich „Oremus“ und die II. Oratio; an sie werden allenfalls noch Tagesgedächtnisse angefügt; dann folgt alsbald die Epistola und alles Weitere, wie angegeben.

Introitus (Ps. 79,4,2)

Veni, et ostende nobis faciem tuam, Domine, qui sedes super Cherubim: et salvi erimus. (Ps. ibid. 2) Qui regis Israel, intende: qui deducis, velut ovem, Joseph.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Veni et ostende (usque ad Ps.).

Komm, zeige uns Dein Angesicht, o Herr, der Du thronest über den Cherubim, und wir sind gerettet. (Ps. ebd. 2) Hab acht, Du Hirte Israels, der Du gleich einem Schäflein Joseph weidest.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Komm, zeige uns (bis zum Ps.).

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