CORONA-Impfung – Verwendung von Zelllinien, die von abgetriebenen Föten stammen

Moraltheologisches Urteil nach den festgelegten Prinzipien

Da einige der vorgeschlagenen Impfstoffe nicht mittels fetaler, aus Abtreibungen stam-menden Zelllinien hergestellt wurden, stellen sie unter diesem Gesichtspunkt keinerlei moralisches Problem der Anwendung dar. Sie sollten daher anderen vorgezogen werden.

Diejenigen Impfstoffe, bei deren Herstellung sittlich problematisches Präparat verwendet wurde, sollten so weit wie möglich außen vor bleiben.

Was aber, wenn sich eine Person in einem bestimmten Fall in der Notwendigkeit sieht, sich impfen zu lassen, und keinen Impfstoff erhalten kann, dessen Herstellung auf die Verwendung fetaler Zelllinien verzichtet hat? Dies kann aus gesundheitlichen Gründen (gefährdete ältere Menschen) der Fall sein oder wegen der beruflichen Situation (exponiertes medizinisches Personal) oder aus beruflichen Gründen, wie z.B. bei Flugreisen, da es bereits mindestens eine Fluggesellschaft – in diesem Fall Qantas – gibt, die angekündigt hat, für die Aufnahme eines Fluggastes eine Impfung zu verlangen, sobald die Impfstoffe verfügbar sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Forderung bald von vielen Fluggesellschaften aufgegriffen wird.

Da eine Mitwirkung mit der Sünde nur sehr entfernt und der angeführte Grund hinreichend schwerwiegend ist, ist es in diesen Fällen möglich, einen solchen Impfstoff einzusetzen. Es bleibt die Aufgabe eines jeden Einzelnen, Rat einzuholen und zu beurteilen, ob dies wirklich notwendig ist.

Es muss verdeutlicht werden, dass wir uns hier im Bereich eines Urteils der Klugheit befinden, das nicht für alle und in allen Fällen einheitlich sein kann. Die Moraltheologie sagt, was erlaubt und was verboten ist. Sie gibt die Grundsätze vor. Aber es liegt an der persönlichen Klugheit, deren Anwendung von Fall zu Fall zu beurteilen.

Was die Elemente außerhalb dieser Frage [der Rechtmäßigkeit je nach Herkunft und Zube-reitung des Impfstoffs] betrifft, so gehören sie in den Bereich der persönlichen Meinung. Weil die Richtigkeit einer persönlichen Meinung nicht absolut bewiesen werden kann, ist es wie bei jeder Meinung sinnlos und unmöglich, sie allen aufzwingen zu wollen. Es steht jedem frei, seine Meinung zu haben über die Herkunft von Covid-19, über die Art und Weise, wie damit umgegangen wird, über die Impfpolitik dieses oder jenes Landes, über Impfungen im Allgemeinen; aber all diese Elemente ändern nichts an der hier gegebenen moraltheologischen Schlussfolgerung.

Lesen Sie mehr darüber:

Ist der Impfstoff gegen Covid-19
moralisch unbedenklich?

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Ist der Impfstoff gegen Covid-19 moralisch unbedenklich

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Ein Kommentar zu „CORONA-Impfung – Verwendung von Zelllinien, die von abgetriebenen Föten stammen

  1. Ich glaub es schlichtweg nicht: „Zu beachten ist auch, dass nicht die Verwendung der Fötuszellen selbst schuldbar ist, denn sie hätten auf erlaubte Weise beschafft werden können, nämlich bei einer Fehlgeburt. Schuldbar ist die Tatsache, dass sie durch eine schlechte Handlung erlangt wurden: durch eine Abtreibung.“
    Ich bin kein Mediziner, aber mein Hausverstand sagt mir, dass das nicht stimmt. Tote sind für weiteren medizinischen „Gebrauch“ nicht verwertbar. Die Definition des Hirntodes wurde extra eingeführt, um an die Organe von Komapatienten zu kommen. Daraus schließe ich, dass auch ein abgetriebener Mensch bestenfalls für die Kosmetikindustrie genutzt werden kann. Die Zellen mussten entnommen werden, BEVOR die Abtreibung stattfand. Es macht gar keinen Sinn auf eine Fehlgeburt zu warten und dann Zellen zu entnehmen.
    Das Prinzip ist absolut satanisch. Einem Menschen Zellen entnehmen, ihn daraufhin oder im Zuge der Zellentnahme zu töten, aus diesen Zellen einen Impfstoff zu produzieren und diesen dann gesunden Christen zu verabreichen, ist absolut antichristlich. Frühe Christen entschieden sich lieber fürs Martyrium, ehe sie einen Götzen anbeteten. Heutige Christen werfen für eine Flugreise schon alle Prinzipien über Bord.
    Eine weitere Frage, die mich beschäftigt, ist die Frage, was mit der Seele dieser Föten passiert. Oder überhaupt mit den Seelen der Menschen, die im Zuge einer Organentnahme versterben. Können diese Seelen ihren weiteren Weg gehen, so lange noch Organe ihres materiellen Körpers am Leben sind? Gibt es darauf eine lehramtliche Antwort?

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