Die Gesellschaft steht vor der Wahl

Die Gesellschaft steht vor der Wahl: Weiter die Vater-Mutter-Kinder-Familie als überholt diffamieren, Familien mit mehr als zwei Kindern in die Armut treiben, immer mehr unglückliche Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen hervorbringen und so unendlich viel Leid und unlösbare gesamtgesellschaftliche Probleme zu produzieren – oder die Existenzbedingungen der Familie tatsächlich zu fördern. Dazu muss sich die Politik endlich dem Würgegriff familienzerstörender Ideologien und ihrer Lobbys entwinden. 70 % der Kinder wachsen in Deutschland auch heute noch bei ihren verheirateten Eltern auf und mehr als die Hälfte aller Ehen wird nicht geschieden. Sie müssen gestärkt werden, denn die Familie ist gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte „die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat“.

Konkrete staatliche Maßnahmen für die Familie könnten unter anderem sein:

– Der Schutz des Lebensrechts des Kindes ab der Empfängnis
– Familiengründungsdarlehen und Eigenheimförderung mit progressiver Reduktion der Rückzahlung pro Kind
– Progressive Steuerminderung pro Kind bis zur völligen Steuerbefreiung
– Echte Wahlfreiheit zwischen Eigenbetreuung und Fremdbetreuung kleiner Kinder durch gleichwertige finanzielle Förderung
– Angemessener Rentenanspruch für die Jahre der häuslichen Kinderbetreuung
– Wirksame Förderung des Wiedereinstiegs in den Beruf nach den Zeiten der Kinderbetreuung
– Familienkunde statt Sexualerziehung in der Schule

Es gibt in Europa ein Land, das die meisten dieser Maßnahmen in den letzten Jahren umgesetzt hat und damit als „Labor“ für ihre Wirksamkeit gelten kann – Ungarn. Die Erfolge zeigen, dass familienfördernde Maßnahmen in wenigen Jahren zu spektakulären Veränderungen führen können: Die Zahl der Scheidungen ist um fast ein Viertel gesunken, die Zahl der Eheschließungen um annähernd die Hälfte gestiegen. Die Abtreibungen sind um ein Drittel gefallen und die Geburtenrate ist von 1,23 Kindern pro Frau auf 1,5 Kinder gestiegen. Das erhält zwar noch nicht den Bestand der Bevölkerung, doch die Weichen sind umgestellt.

Auch wenn die Politik in den meisten anderen Ländern der Familie weiterhin die materiellen und sozialen Grundlagen entzieht, kann niemand einen Mann und eine Frau daran hindern, ihr eigenes Familienbiotop zu schaffen. Dafür braucht es eine Lebensvision, Entschlossenheit, Mut und Vertrauen in die guten Kräfte des Lebens.

(aus: Gabriele Kuby – Die verlassene Generation)

Gabriele Kuby
Die verlassene Generation
Fe-Medienverlag 2020
368 Seiten; 17,80 Euro
ISBN: 978-3863572761

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