Volles und ganzes JA zueinander

Wenn die wechselseitige Prüfung mit einem vollen und ganzen Ja zueinander bestanden ist, „bis dass der Tod euch scheidet“, dann ist das Fundament gelegt, auf dem das Familienhaus gebaut werden kann.

Ein Haus aus Stein ist wünschenswert, ein Haus aus Liebe das Entscheidende.

Es soll von Kinderlachen erfüllt sein – von Spiel und Arbeit, von Fürsorge und Gespräch, von Streit und Versöhnung, von Freunden der Kleinen und der Großen, von Musik und Festen, von unverbrüchlichem Zusammenhalt – mit einem Wort von Leben.

Die Liebe der Eltern zueinander schafft das Feld, in dem Kinder wachsen und gedeihen können. Sie halten diese Liebe für selbstverständlich und unauflöslich, denn daraus sind sie entstanden.

Familienbande sind stark und belastbar. Wenn sie dennoch reißen, werden Kinder bis ins Mark enttäuscht. Sie verdienen es, davor bewahrt zu bleiben.

Eltern, die ihre Kinder zu gesunden, leistungs- und liebesfähigen Menschen heranbilden wollen, wird dies nur gelingen, wenn sie nicht tun, was „alle“ tun und sich von der staatlichen und medialen Propaganda nicht in die Irre führen lassen.

Sie werden das Kind in die Mitte stellen und ihre Lebensplanung darauf ausrichten, dass die elementaren Bedürfnisse des Kindes erfüllt werden.

Sie werden das kleine Kind nicht kollektiver Fremdbetreuung ausliefern, denn wie könnten sie das Lächeln des Säuglings, den ersten Schritt, die ersten Worte versäumen?

Wie könnten sie sich der Erfahrung der bedingungslosen Liebe des Kindes berauben und dem Kind nicht ihre bedingungslose Liebe als Vater und Mutter schenken?

Wie könnten sie das Urvertrauen des Kindes vielleicht für immer schädigen?

Sie werden die Unschuld und Reinheit ihrer Kinder verteidigen und nicht zulassen, dass durch die Sexualisierung in Kindergarten und Schule ihr Schamgefühl gebrochen und ihre Seele abgestumpft wird, sodass die Vision von Ehe und Familie verdunkelt wird und die charakterlichen Voraussetzungen nicht grundgelegt werden.

Sie werden nicht hinnehmen, dass die Geschlechtsidentität ihres Kindes als Mädchen oder Junge absichtsvoll unterminiert wird.

Sie werden ihre elterlichen Erziehungsrechte in Kindergarten und Schule verteidigen und sich dagegen wehren, dass sie durch familienfeindliche Kinderrechte geschmälert werden. Sie werden ihren Kindern den Reichtum des realen Lebens zugänglich machen: Entdeckung der Natur, Begeisterung für Sport und Musik, Entfaltung der Begabungen, Förderung des wissensdurstigen Lernens, handwerkliche Fertigkeiten, echte, statt virtueller Freunde.

Sie werden Medienkompetenz vermitteln, sodass die Medien den Aufgaben und Lebenszielen der Kinder dienen, anstatt zu einem schalen, Sucht erzeugenden Ersatz für unbefriedigten Lebenshunger zu werden.

Sie werden alles tun, um ihre Kinder vor der Schändung ihrer Seele durch Pornografie oder gar sexuellen Missbrauch zu bewahren.

Sie sind entschlossen, an den Konflikten in ihrer Ehe zu wachsen und sich nicht scheiden zu lassen.

Welch eine Herausforderung!

(aus: Gabriele Kuby – Die verlassene Generation)

Gabriele Kuby
Die verlassene Generation
Fe-Medienverlag 2020
368 Seiten; 17,80 Euro
ISBN: 978-3863572761

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