Bekenntnis – Reue – Bitte

Allmächtiger, ewiger Gott,
ich bekenne Dir,
dem nichts verborgen ist,
alle meine Sünden,
die ich von den Tagen
meiner Kindheit an
bis auf diese Stunde,
und besonders in diesem Monat,
wider Deine göttliche Majestät
und das Heil meiner armen Seele
begangen habe.
Du weißt, wie nachlässig ich
mein geistliches Leben geführt,
wieviel Gutes ich unterlassen
und wie sehr und wie oft ich
gegen Dich in Gedanken,
Worten und Werken
gesündigt habe.

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(Nun nenne einige deiner Sünden und bekenne sie vor Gott, besondersdie Verfehlungen gegen […] (deine Standespflichten) und gegen das Schweigen. Über diese und alle deine Sünden betrübe dich herzlich.)

Nun folgt ein Reuegebet.
Dann heißt es:
Wirf dich auf den Boden in Form des Kreuzes nieder
und sprich von Grund deines Herzens:

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Allerliebster Herr Jesu Christe!
Sieh, da liege ich vor Dir,
gebe und opfere mich
mit allen meinen Sünden
in Deine grundlose Barmherzigkeit,
in das Verdienst Deines bitteren
Leidens und Sterbens,
in Deine heiligen fünf Wunden,
in das Mitleid und Verdienst
Deiner heiligen Gebärerin,
der hochgebenedeiten
Jungfrau Maria,
und aller Heiligen,
und ich opfere mich Dir
als eine Gefangene
und ewige Dienerin.
Deinen Dienst
will ich nie verlassen.

O du gütiger, barmherziger
Herr Jesu Christe!

Erbarme Dich über mich
arme, unwürdige Sünderin,
die Du mit Deinem
kostbaren Blut erlöst hast.

Erbarme Dich meiner
in der Zeit der Gnade
und Barmherzigkeit,
damit ich in der Zeit
des Jüngsten Gerichtes
nicht verdammt werde.

Vergib mir barmherzig
und verzeih, was ich je
gegen Dich getan habe.
Mache mich zu einer nützlichen,
Dir wohlgefälligen Dienerin
und behalte mich ewig
in Deiner Gnade.

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Ein Gebet aus dem Gebetbuch der Caritas Pirckheimer
(es folgen noch mehrere Aufopferungsgebete und Vaterunser …)

Aus: Theologisches 7/8 2012: Magdalena Gmehling, Glaubensstarke Kämpferin für Wahrheit und Recht, zum 480. Todestag der Caritas Pirckheimer. – (1467-1532).

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