Ich bin katholisch!

Willemin, der neben mir geht und etwas Besonderes in meinem Gesichtsausdruck bemerkt zu haben scheint, sieht mich mit der Eindringlichkeit eines Diagnostikers an:

„Ja, was hast du denn?“

„Ich bin katholisch“,
und als hätte ich Angst, mich nicht klar genug ausgedrückt zu haben, füge ich hinzu:

„apostolisch, römisch“,
damit mein Bekenntnis vollständig sei.

„Du hast ja die Augen ganz aufgerissen.“

– „Gott existiert und alles ist wahr.“

 

Am 8. Juli 1935 um 17.10 Uhr betritt der berühmte französische Journalist und perfekte Atheist André Frossard (1915-1995) nichts ahnend die Kapelle der Schwestern von der Sühnenden Anbetung in der Rue d‘ Ulm in Paris. Um 17.15 Uhr verlässt er sie als „katholischer, apostolischer, römischer Christ, emporgehoben, getragen, erfasst und fortgerissen von einer Woge unausschöpflicher Freude“. Erst 35 Jahre später wagt Frossard, darüber zu berichten. Die Offenbarung, die er beschreibt, ist ebenso einzigartig wie universell, sie galt an diesem Ort und in diesem Augenblick ihm allein und ist doch dieselbe Gotteserfahrung, die jeder Mensch zu jeder Zeit machen kann, ja gewiss macht – selbst wenn sie unbemerkt bleibt oder anders gedeutet wird.

 

André Frossard
Gott existiert.
Ich bin ihm begegnet
FE-Medienverlag 2020
176 Seiten; 8,95 Euro
ISBN: 978-3863572587

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