Segne meine Feinde, o Herr!

Auch ich vergebe ihnen und verfluche sie nicht!
Die Feinde haben mich zu deiner Umarmung geführt,
mehr als die Freunde.
Die Freunde haben mich an die Erde gebunden,
die Feinde haben mich von der Erde losgelöst
und alle meine Erwartungen, der Welt gegenüber, zerstört.
Die Feinde haben mich zu einem Fremden gemacht,
dem Weltlichen gegenüber, und
zu einem fremden Bewohner der Welt.
So wie ein gejagtes Tier eher einen sicheren Schutz findet,
als ein ungejagtes Tier, so habe auch ich,
durch die Feinde verfolgt, den sichersten Zufluchtsort gefunden,
indem ich mich unterhalb deines Gotteshauses niederließ,
wo weder Freunde noch Feinde
meine Seele erschlagen können.

(Hl. Nicolaij von Zica)

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