Gewähre, dass ich durch Maria zu dir komme!

»Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.« – Dieser Satz der Genesis gilt für einen Priester ebenso wie für die Laien. Im Leben eines jeden Priesters muss es eine Frau geben. Diese Frau trat bei meiner Geburt in mein Leben. Als ich als Säugling getauft wurde, legte meine Mutter mich auf den Altar der Gottesmutter in der St.-Mary’s-Kirche in El Paso, Illinois, und weihte mich ihr.

Ein kleines Kind ist sich dieses Zeichens nicht bewusst, somit war ich mir dieser Weihe nicht bewusst – doch das Zeichen war immer da. Wie ein Stück Eisen vom Magneten angezogen wird, so fühlte ich mich zu ihr hingezogen, bevor ich sie kannte, aber nie zu ihr allein, ohne Christus.

Als ich im Alter von zwölf Jahren meine erste heilige Kommunion empfing, weihte ich mich Maria bewusst. Obwohl ich mich nicht an die genauen Worte meines Gebetes erinnern kann, ähnelten sie sicher dem Motto, das ich dann für mein bischöfliches Wappen gewählt habe:

Da per matrem me Venire.
Gewähre, dass ich durch Maria zu dir komme.

Das Gebetbuch zu meiner Erstkommunion mit einem Perlmuttumschlag enthielt die Lauretanische Litanei, die ich als Junge begann, jeden Abend zu beten, was ich bis heute beibehalten habe.

Die Berufung zum Priestertum war in meinen Gedanken immer vorhanden. Ich bat um ihre Fürsprache, um dieses Amtes würdig zu sein und vor großen Abstürzen bewahrt zu bleiben.

Schon in der ersten Klasse schlug uns eine Ordensschwester vor,
dass wir oben auf jede Seite die Initialen
J. M.J.
setzen sollten, um unsere Hingabe an
»Jesus, Maria und Josef« auszudrücken.

(Fulton J. Sheen, Autobiografie 360)

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