Paul vom Kreuz – 28. April

Der hl. Paul vom Kreuz (1694-1775) ist der Gründer des Passionisten-Ordens.

Bereits in jungen Jahren ist er mit dem Leiden massiv konfrontiert worden. Seine Eltern hatten sechzehn Kindern das Leben geschenkt. Von diesen Kindern sind elf vor dem sechsten Lebensjahr gestorben. Was das für die Familie bedeutete, können moderne Menschen kaum verstehen. Vor allem für die Mutter war es ein unsägliches Leid. Doch ist Sie an diesem Leiden nicht zerbrochen. Im Glauben an Gott, im Glauben an den leidenden und gekreuzigten Herrn Jesus Christus hat sie Kraft und Trost erfahren. Diesen, existentiell vollzogenen Glauben hat sie an ihre Kinder weiter gegeben. Paul vom Kreuz wuchs in einer Familie auf, die tief im christlichen Glauben verwurzelt war. Die Mutter hat in Paul vom Kreuz gleichsam den Boden bereitet, dass Gott ihm eine besondere Gnade, ein Charisma schenken konnte. Das Leiden Christi war in seinem Leben das Zentrum seines Denkens und Handelns.

Ich möchte der ganzen Welt sagen, dass man doch erkenne, welch große Gnade Gott in seinem Erbarmen erweist, wenn er Leiden schickt, vor allem, wenn das Leiden ohne Trost ist. Denn dadurch wird die Seele wie Gold im Feuer gereinigt. sie wird schön und leicht, um so den Höhenflug zu ihrem höchsten Gut anzutreten, das heißt, zur seligen Umformung zu gelangen, ohne es jedoch wahrzunehmen. Sie trägt das Kreuz mit Jesus und weiß es nicht.