Jenseits des Begreifens

„Steigt der Geist auf unerklärliche Weise zu dem Einen auf, der jenseits des Begreifens ist, so ist es ihm unmöglich, sich nicht in diesen zu verlieben. Denn er begegnet einer unsäglichen und unbegreiflichen Schönheit, die aus Ihm entströmt wie aus einer mächtigen Quelle. In diesem Zustand, eingetaucht ins göttliche Licht, ähnelt der Geist einem Fischernetz, das wegen des Gewichts der vielen Fische, die es enthält, zu reißen droht. In Staunen steht der Geist vor Gottes Schönheit und ist berauscht wie von Wein. Wie von Sinnen gerät er außer sich und wird er von einer Bewunderung erfasst, die alles Begreifliche übersteigt; denn er ist außerstande, die Schau solch außergewöhnlicher Schönheit über aller Schönheit zu ertragen. Darum ist er von der Liebe Banden gebunden und brennt er vor lauter Durst nach Gott“

(Hl. Kallistos. Philokalie, Kap. 24)

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