Basilius der Große – Heiliger der ungeteilten Kirche

Basilius von Caesarea (um 330-379) – Mönch, Asket, Bischof und Kirchenlehrer. Mit seinem Bruder Gregor von Nyssa und dem gemeinsamen Freund Gregor von Nazianz ist er einer der drei kappadokischen Kirchenväter; mit Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomos einer der heiligen drei Hierarchen.

Aus einem Brief des hochseligen Basilius:

Diejenigen, die früher für ein anderes Glaubensbekenntnis eingenommen waren und nun mit den Rechtgläubigen in Verbindung treten wollen oder auch erst jetzt zum erstenmal die Unterweisung im Worte der Wahrheit verlangen, muß man in dem Glauben unterrichten, der von den seligen Vätern in der einst zu Nizäa versammelten Synode niedergeschrieben worden ist. Dasselbe dürfte sich auch für die empfehlen, die vermutlich gegen die gesunde Lehre sich stellen, und die ihre ketzerische Gesinnung mit scheinheiligen Ausflüchten bemänteln. Auch für sie genügt das vorliegende Symbolum. Entweder werden sie ihre geheime Krankheit heilen, oder sie werden sie in der Tiefe verbergen, dann aber selbst das Gericht für den Betrug zu tragen haben, uns aber die Verantwortung leicht machen am Tage des Gerichtes, wann der Herr „das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird” […] Denn klar und deutlich haben sie mit den Worten „Licht vom Lichte” zum Ausdruck gebracht, daß ein anderes das zeugende Licht sei und ein anderes das gezeugte, aber gleichwohl Licht und Licht, so daß nur von einer und derselben Wesenheit die Rede ist. Wir wollen nun auch das Nizänische Symbolum selbst vorlegen:

„Wir glauben an Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, und an Einen Herrn Jesum Christum, den eingebornen Sohn Gottes, geboren aus dem Vater, d. h. aus der Wesenheit des Vaters, Gott aus Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott, erzeugt und nicht erschaffen, wesenseins mit dem Vater, durch den alles geworden ist, sowohl was im Himmel, als auch was auf Erden ist, der wegen uns Menschen und um unserer Erlösung willen herabgestiegen ist, Fleisch angenommen hat und Mensch geworden ist, gelitten hat, auferstanden ist am dritten Tage, aufgefahren in den Himmel und wiederkommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Und an den Hl. Geist. Die aber, die sagen: Es war einmal, da er nicht war, und er war nicht, ehe er geboren war, und er sei aus dem Nichtseienden geworden, oder die behaupten, der Sohn Gottes sei aus einer andern Hypostase oder Wesenheit, oder veränderlich oder wandelbar, diese belegt die katholische und apostolische Kirche mit dem Banne.”

(Glaubensbekenntnis von Basilius, das Eustathius, Bischof von Sebaste, unterschrieben hat.)

Entnommen der Bibliothek der Kirchenväter.

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