Die Liebesurkunde

Am 28. April 1668 verfasste der heilige Johannes Eudes eine Urkunde und unterzeichnete sie mit seinem eigenen Blut. Die letzten Zeilen dieser Urkunde, die – so verfügte der Heilige – ihm mit in sein Grab gelegt wurden, lauten:

Dies sind die Bedingungen des Kontraktes der heiligen Verbindung, welche ich auf Deine Eingebung mit Dir einging, o Königin des Himmels, als der heiligsten Braut meines Geistes und meines Herzens. Ich bitte Dich von Neuem, sie genehm zu halten und zu besiegeln mit dem Blut Deines jungfräulichen Herzens, sowie ich dieselbe mit meinem Blut unterzeichnen will und sehnsüchtig wünsche, sie zu bezeugen mit dem letzten Blutstropfen meines Herzens. Bewirke, wenn es Dir gefällt, daß sie auch genehmigt und angenommen werde von Deinem anbetungswürdigen Vater, der auch mein Vater ist, von Deinem Sohn Jesus, meinem Erlöser, und von Deinem Bräutigam, dem Heiligen Geist, von Deinem Vater, dem heiligen Joachim, von Deiner Mutter, der heiligen Anna, von Deinem Bräutigam, dem heiligen Joseph. Möchten Dein guter Engel, der heilige Gabriel, und mein heiliger Engel, der heilige Johannes der Täufer, der heilige Johannes der Evangelist und alle Heiligen, welche zu Dir, als Du auf Erden lebtest, eine besondere Zuneigung hatten, sich als Zeugen unterzeichnen, und möge der Heilige Geist das ewige Siegel seiner göttlichen Liebe darauf drücken. Amen, amen. Fiat, fiat (Es geschehe, es geschehe).