Todestag: 23. September

Ein Beichtkind klagte Pater Pio:
„Seit einiger Zeit werde ich von unreinen Gedanken gequält. Es ist mir schon lästig.”
„Das ist die Sühne für die Strafen, die du für deine Sünden verdient hast. Wenn du nicht willst, kommst du ins Fegfeuer.”
„Nein, nein, ich will nicht ins Fegfeuer. Ich möchte aus Liebe sterben.”
Lächelnd sprach der Pater:
„Na, also!”

Am 23. September 1968 stirbt der Kapuziner Pater Pio. Geboren wurde er als Francesco Forgione am 25. Mai 1887 in Pietrelcina. 1903 ward er Novize bei den Kapuzinerorden. Die Priesterweihe empfing er im Jahr 1910.

1916 kam er ins Kapuzinerkloster San Giovanni Rotondo. Ab 1918 zeigten sich auf seinem Körper die Wundmale Jesu, – Stigmata. Obwohl die Ordensoberen versuchten, dies geheim zu halten, konnte es nicht verhindert werden. Fortan reisten Gläubige von weither, um bei ihm zu beichten, danach zur Hl. Messe zu gehen und seine Predigten zu hören. Pater Pio besaß die Seelenschau. Seitens der kirchlichen Oberen erfährt er Widerstand und schon 1922 wurden seine priesterlichen Tätigkeiten eingeschränkt. Sogar die öffentliche Zelebration der Heiligen Messe wurde ihm verboten. Der heilige Papst Johannes XXIII. soll über ihn gesagt haben, er richte eine „enorme Verwüstung der Seelen“ an. Die Gläubigen aber kamen weiterhin in Scharen zu ihm. Er besaß auch die Gabe der „Bilokation“, das heißt, Pater Pio konnte an zwei Orten gleichzeitig sein, was mehrfach bezeugt ist.

Als Pater Pio 1968 starb, wurde er in der Krypta der Klosterkirche San Giovanni Rotondo in Anwesenheit von hunderdtausend Menschen bestattet. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1999 selig und 2002 heilig.

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