Albert der Große – 15. November

Albert wird vor 1200 (wahrscheinlich 1193) in Lauingen an der Donau geboren. 1222 hält er sich in Oberitalien auf, wo er bei seinem Onkel wohnt und an der Universität Padua sein Studium beginnt (die 7 Künste und Medizin). Er besucht Venedig und erlebt das schwere Erdbeben von Brescia.

1223 tritt Albert unter dem Einfluß des Ordensmeisters Jordan von Sachen, des Nachfolgers des Ordensgründers Dominikus, in den Dominikanerorden ein. Er absolviert sein Noviziat im Dominikanerkloster Köln. 1224 legt er die Profeß ab und beginnt das Theologiestudium in Padua. Anschließend wird er 1228 zum Priester geweiht.

Albert ist 1230/40 Lektor der Theologie und Philosophie in den Klöstern Hildesheim, Freiburg, Regensburg und Straßburg. 1242 wird er zum Studium an der Universität Paris geschickt. Er wird 1245 Magister der Theologie. Hier sehen wir ihn als Lehrer von Thomas von Aquin. Im Jahr 1248 geht er mit Thomas von Aquin nach Köln und gründet dort, nach Pariser Vorbild, die Hauptschule, ein Studium generale seines Ordens.

Von 1254-1257 ist Albert Provinzial der deutschen Ordensprovinz. Danach lebt er wieder in Köln und unterrichtet an der Ordensschule. Er wird 1260/62 Bischof von Regensburg. 1261/62 reist er nach Italien (Viterbo, Orvieto) um Papst Urban IV. um Entlassung vom Bischofsamt zu bitten. Der Papst ernennt ihn 1263 zum päpstlichen Legaten und zum Kreuzzugsprediger, ein Amt, das er nach 1264, nach dem Tod von Urbans IV., niederlegt. Ab 1264 lebt Albert in verschiedenen deutschen Dominikanerklöstern (Würzburg, Köln …). 1268 reist er nach Pommern von wo er 1270 zum letztenmal nach Köln zurückkehrt.

Hier stirbt er am 15. November 1280 in seiner Zelle an Altersschwäche. Drei Tage später wird Albert in einem Holzsarg vor den Stufen des Hauptaltars der Dominikanerkirche beigesetzt.

1931 wird Albert heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erklärt. Seine Gebeine ruhen heute in der Krypta der Kirche St. Andreas in Köln.

Grab des hl. Albertus Magnus
in der Krypta von St. Andreas, Köln