Gott tut nichts vergeblich

Was immer oder wo immer ich bin,
nie kann ich verworfen werden.
Wenn ich krank bin, soll meine Krankheit ihm dienen,
wenn Drangsal über mich kommt, soll sie seinen Willen tun,
und wenn ich traurig bin, soll mein Leiden ihm dienstbar sein.

Meine Krankheit, meine Ratlosigkeit und Not sind vielleicht die notwendigen Ursachen irgendeines großen Zweckes, der unser Begreifen übersteigt. Gott tut nichts vergeblich.

Er mag mir ein langes Leben schenken oder es bald enden, er weiß, was er will.
Er mag mich meiner Freunde berauben
und mich in die Fremde schicken,
mir die Einsamkeit zur Gefährtin geben,
mir den Mut nehmen,
die Zukunft vor mir verhüllen –
er weiß,
wozu es gut ist.

(aus: J.H. Newman. Betrachtungen und Gebete)

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