Stärkung für die in der Kirche Verfolgten

Daher ermahnen wir Euch, den Mut nicht senken zu lassen in den Trübsalen, sondern Euch zu erneuern in der Liebe zu Gott und den Eifer von Tag zu Tag zu steigern in der
Überzeugung, daß in Euch der Rest des Glaubens erhalten werden muß, den der Herr bei seiner Ankunft auf Erden finden wird.

Und mögen auch die Bischöfe aus ihren Kirchen vertrieben sein, so soll Euch das nicht erschüttern.
Mögen auch Verräter aus der Mitte des Klerus erstanden sein, so soll das Euer Vertrauen auf Gott nicht schwachen.

Es sind nicht die Namen, die uns selig machen, sondern der hl. Entschluß und die aufrichtige Liebe zu unserem Schöpfer.
Bedenkt, daß auch in den Anschlägen gegen unseren Herrn die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes in ihrer Arglist sich zusainmmenfanden, und nur wenige im Volke gefunden wurden, die seine Lehre aufrichtigen Herzens annahmen, und daß es nicht der große Haufen ist, der selig wird, sondern die Auserwählten Gottes.

Deshalb möge Euch nie die Volksmasse schrecken, die wie Meerwasser von den Winden hin und her getrieben wird.
Denn wenn auch nur einer gerettet wird, wie Lot zu Sodoma, so muß er bei der rechten Gesinnung bleiben –
in der unerschütterlichen Hoffnung auf Jesus Christus;
denn der Herr wird seine Heiligen nicht verlassen.

(Mahnwort des hl. Basilius im Jahre 376 an die von den Arianern verfolgten Mönche. – Aus der Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 46)

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