Aloysius – ein heiliger Jesuit – 21. Juni

Der Heilige Aloysius wurde am 1. März 1568 in Italien als ältester Sohn des Grafen Ferdinand von Gonzaga geboren. Er wuchs im Schloss Castiglione in der Nähe von Mantua auf. Bereits als Kind betete er viel, doch sein Vater wollte davon nichts wissen. Er schickte ihn schon im Alter von acht Jahren, zusammen mit seinem jüngeren Bruder, an verschiedene Fürstenhöfe. Aloysius lernte die Vergnügungen des Hoflebens wie Turniere und Tanzbelustigungen kennen. Doch fand er dabei keinerlei Freude. Dieses Leben schien ihm oberflächlich. Er war nur wegen seines Vaters, der ihn dazu verpflichtet hatte, dabei. Weiterhin betete Aloysius viele Stunden am Tag und in der Nacht.

Einige Jahre später wollte er sich der Gesellschaft Jesu anschließen, was sein Vater nicht wollte, da er als Erstgeborener sein Nachfolger werden sollte. Aloysius aber wollte die Erbfolge nicht antreten. Nach zwei Jahren erteilte sein Vater ihm endlich die Erlaubnis, Jesuit zu werden.

Nachdem er eingetreten war scheute er sich nicht, auch die niedrigigsten Dienste zu tun. Er versuchte jedem zu dienen und zu helfen wo er konnte. Trotz Magen- und Gallenschmerzen, Sclaflosigkeit und häufigen Kopfschmerzen, kniete er viele Stunden vor dem Kreuz. Als die Pest um sich griff, widmete er sich sofort mit seiner ganzen Kraft den Kranken. Er hatte keine Angst vor einer Ansteckung und brachte sie Kranken in Hospitäler.

Aloysius starb drei Monate nach dem Krankheitsausbruch im Alter von 23 Jahren am 21. Juni 1591.

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