Heiliger Johannes Gualbertus – 12. Juli

Der hl. Johannes Gualbertus (Gualbert, Walbert) wurde um das Jahr 995 geboren und starb am 12. Juli 1073. Er ist der Stifter des Vallombrosaner-Ordens, der als Zweig des Benediktinerordens gilt.

Johannes Gualbertus kam einst nach Camaldoli, wo der hl. Romualdus lebte und der Ordenszweig der Camaldulenser entstand. Im Jahr 1038 kam er an einen Ort, der Aqua Bella hieß, ein stilles Tal, umgeben von hohen Bergen, die diesen Ort von der Welt trennten. Dieser Platz schien ihm gut für ein Kloster geeignet. Zahlreiche Quellen durchzogen die Landschaft, die von vielen Weiden beschattet wurde. Hier beschloss Johannes Gualbertus zu bleiben und nannte den Ort Vallombrosa; Vallis umbrosa – Schattental.

Johannes errichtete, als sich Schüler um ihn scharten, abgesonderte Zellen. So entstand die Gründung eines Klosters, das aus so vielen einfache Hütten bestand wie hier Mönche lebten: die „Eremitage von Valombrosa“. Johannes Gualbertus wurde ihr Abt. Die Mönche trugen ein graues Ordenskleid und lebten nach der damals noch strengen Regel des hl. Benedikt. Abt Johannes führte jedoch weitere Strengheiten hinzu.

Papst Leo IX., besuchte ihn und „kehrte mit noch größerer Verehrung für ihn“ zurück. Die Päpste Stephan IX. und Alexander II. schätzten ihn sehr hoch; letzterer besonders auch wegen seines energischen Auftretens gegenüber dem damals verbreiteten Laster der Simonie.

Obwohl Johannes Gualbertus viele Jahre an Magenschmerzen litt, die er geduldig ertragen hat, erreichte er ein sehr hohes und gesegnetes Alter von 88 Jahren. Er starb am 12. Juli 1073.

Papst Cölestin III. nahm ihn im Jahre 1193 in die Schar der Heiligen auf.

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