NEU „Maria Frieden“

Statt großer Abtei nun kleines Klösterchen: Maria Frieden in Steinfeld

Am 22. Juni 2022 verließen die Trappistinnen von Maria Frieden ihr geliebtes Kloster in Dahlem, um fortan im ehemaligen Kloster der Benediktinerinnen in Steinfeld zu beten, zu leben und zu arbeiten.

Im Ursprungskloster musste alles verpackt werden

Die Äbtissin der klein gewordenen Trappistinnen-Gemeinschaft, die 11 Schwestern umfasst – unter denen sich auch zwei ehemalige Eremitinnen befinden, die viele Jahrzehnte in einer „Klause am Bodensee“ lebten und nun wieder zurückgekehrt sind -, schreibt: „Inzwischen sind die Kisten ausgepackt und wir sind langsam vertraut mit den Räumlichkeiten.“

Als Abteikirche dient die Kapelle

Äbtissin Maria Gratia erinnert an die „zurückgezogene Lebensweise“ der Schwestern. Auch in der neuen Heimstatt in Steinfeld sei es „nicht vorgesehen“, Seelsorge zu betreiben oder Kurse zu geben. „Die Konstitutionen weisen auf die strenge Klausur und das Leben des Gebetes und der Stille hin.“ Ohne Zurückgezogenheit, so die Äbtissin, sei ein solches Leben nicht möglich.

Im Zentrum des Lebens der Trappistinnen von Maria Frieden stehen auch im neuen Kloster sieben Gebetszeiten, die Heilige Messe und die geistliche Lesung (Lectio divina).

Da das ehemalige Gästehaus der Benediktinerinnen, die vor einigen Jahren ein neues und altengerechtes Haus auf dem Bonner Venusberg bezogen haben, heute zum Gästebetrieb der „Werke der Salvatorianer gemeinnützige GmbH“ gehört, haben die Trappistinnen kein eigenes Gästehaus mehr. „Wer eine Weile hier wohnen will muss ausweichen“ und in der Nähe ein Zimmer buchen. Doch gibt es zwei Sprechzimmer für Besucher. Die Kapelle, wo auch das Offizium gesungen wird, ist frei zugänglich.

Bei ihrem Umzug von Dahlem nach Steinfeld erhielten die Schwestern viel Unterstützung durch Freunde, Verwandte und Bekannte. „Natürlich sind wir weiterhin dankbar für Spenden und Zuwendungen, denn es ist nicht leicht, mit Handarbeit den Lebensunterhalt zu verdienen und dabei mehrere pflegebedürftige Mitschwestern zu versorgen“.

Äbtissin Maria Gratia richtet ein „großes Dankeschön an alle, die uns auf diesem Weg begleitet haben und weiter begleiten werden!“

Glöcknerin
Chorgebet im neuen Chorgestühl

Die Trappistinnen sind dankbar, nach vielen Jahren wieder einen Pater aus dem eigenen Orden als Hausgeistlichen zu haben. P. Christian Keller ist nach Zwischenstationen in Mariawald und Koningshoeven Konventuale der belgischen Abtei Sint Sixtus (Westvleteren). Der aus dem Rheinland stammende Mönch wurde 2020 zum Priester geweiht.

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