Über das Messopfer

Alle guten Werke zusammen erreichen nicht den Wert eines einzigen Meßopfers, denn sie sind die Werke der Menschen; die Messe aber ist Gottes Werk. Mit ihr verglichen, bedeutet selbst das Opfer des Märtyrers nichts. Hier gibt der Mensch Gott sein Leben hin; in der Messe ist es Gott, der Seinen Leib und Sein Blut für den Menschen opfert.

Auf das Wort des Priesters steigt der Herr vom Himmel und schließt sich in die kleine Hostie ein. Gottes Blick wendet sich zum Altar. „Hier ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.“ Den Verdiensten dieses Opfers kann er nichts verweigern.

Oh wie wunderbar! Nach der Wandlung ist der liebe Gott hier bei uns wie im Himmel. (…) Wenn man uns sagte, um diese oder jene Stunde würde ein Toter auferweckt, wie schnell kämen da die Leute zusammen, um das zu sehen!

Aber ist nicht die Wandlung, wodurch Brot und Wein in das Fleisch und Blut Gottes verwandelt werden, ein viel größeres Wunder als eine Totenerweckung?

Wir sollten jedesmal wenigstens eine Viertelstunde darauf verwenden, uns für die heilige Messe gut vorzubereiten. Angesichts der tiefen Verdemütigung Christi im Sakrament der Eucharistie sollten auch wir uns vorher vor dem lieben Gott verdemütigen und unser Gewissen erforschen; denn, um einer Meßfeier gut beizuwohnen, müssen wir im Stande der Gnade sein.

(aus: Frossard, Janine. Ausgewählte Gedanken des heiligen Pfarrers von Ars, 1979)

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