Wer ist der ANTICHRIST

In seinem ersten Brief des hl. Johannes wird die Gestalt des ANTICHRISTS zusammen mit zwei anderen Feinden der Christen erwähnt:
– der BÖSE (1 Joh 2,13): „Ich schreibe euch, Väter, daß ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, Jünglinge, daß ihr den Bösen besiegt habt.
– die WELT (1 Joh 2, 15): „Liebt nicht die Welt, noch was in der Welt ist!

Zwischen diesen drei Subjekten besteht eine enge Verbindung: die einzelnen als Antichrist bezeichneten Personen, die Jesus verleugnen und so die Gemeinde gespalten haben, stellen eine kollektive Macht dar:
– die Welt, die sich der Liebe des Vaters verschlossen hat und sich von der Macht des Bösen leiten lässt. Und in diesem Sinn erhält der Antichrist, der sich vom Bösen, – von Satan – leiten lässt, seine wesentliche, eschatologische Dimension, die uns zur Apokalypse zurückführt.

Das offenbare kirchliche Ereignis, das Schisma aufgrund von Häresie, wird in seiner Dramatik als eschatologisches Ereignis offenbart:
– hinter den Sünden der Antichristen steht das Wirken des Bösen, der gegen das messianische Reich kämpft; seine Auflehnung, die zu seiner Niederlage bestimmt ist.

Der Böse – SATAN – weiß, dass der Herr bereits gesiegt hat.
Doch gerade das Näherrücken der endgültigen Offenbarung des Sieges Christi bewirkt, dass er, der Teufel, im Verlauf der Geschichte die Jünger Jesu immer heftiger und wütender verfolgte; vgl. Offb 12, 12:

Darum freut euch, ihr Himmel und ihr, die in ihm wohnt! Doch wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch mit großem Zorn hinabgestiegen, weil er weiß, wie wenig Zeit ihm verbleibt.

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