In den Staub der Erde geschrieben

Die Ehebrecherin und andere Sünder

„Jesus ging fort auf den Ölberg; und früh Morgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich, und lehrte sie. Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber führten ein Weib hinzu, welches im Ehebruch ertappt worden war, stellten es in die Mitte, und sprachen zu ihm:
Meister! dieses Weib ist auf frischer Tat im Ehebruch ergriffen worden. Nun hat uns Moses im Gesetze befohlen, solche zu steinigen; was sagst du also?

Dies sprachen sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen könnten.

Jesus aber bückte sich nieder, und schrieb mit dem Finger auf die Erde.

Als sie nun auf ihre Frage an ihn bestanden, richtete er sich auf, und sprach zu ihnen:

Wer ohne Sünde ist unter euch, werfe zuerst den Stein auf sie!

Und er bückte sich abermals, und schrieb auf die Erde.

Da sie es aber hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, von den Ältesten angefangen; und Jesus blieb allein zurück, und das Weib, das in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf, und sprach zu ihr:

Weib! wo sind die, welche dich anklagten? Hat niemand dich verdammet?

Das Weib sprach: Niemand, Herr!
Da sagte Jesus: Auch ich werde dich nicht verdammen.
Gehe hin, und sündige fortan nicht mehr!

(Johannes 8, 1-12)

Samstag nach dem 3. Fastensonntag

Nun können wir uns fragen:
Was hat Jesus eigentlich in den Staub der Erde geschrieben?

Bei dem Propheten Jeremia erhalten wir womöglich die Antwort:

„O du Hoffnung Israels, o Herr!
Alle, welche dich verlassen,
müssen zuschanden werden;
die von dir abfallen,
werden in den Staub geschrieben,
weil sie den Herrn,
die Quelle lebendigen Wassers,
verlassen haben.“

Und weiter heißt es:

„Heile mich, Herr!
So werde ich geheilt werden;
hilf mir,
so wird mir geholfen sein;
denn du bist mein Lobpreis.“

(Jer 17,13-14)

Es werden wohl die Namen der Ankläger gewesen sein, die mit den Steinen warfen, deren Sünden Jesus aber ebenso kannte und auch ihnen vergeben wollte wie der Ehebrecherin.

„Gehe hin, und sündige fortan nicht mehr!“

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 17/28

Satan bindet niemand,
ohne dass du in der Nähe wärst
und er zu dir rufen könnte
und du geschwind seine Fesseln durchschneiden
und ihn losmachen würdest.

Niemand wird von ihm so gejagt,
dass du fern wärest,
dass du, gerufen, nicht im selben Moment
bei ihm wärst und ihn retten würdest.

Wegen all dem hasst dich dein Hasser,
denn du hast ihn immer
mehr gehasst.
Er hasst dich, weil du dich
ihm die ganze Zeit entgegenstellst.
Er hasst dich, weil er den hasst,
der dich gegeben hat.
Sowohl du
bist sein Gegner,
als auch dein Herr stellt sich gegen ihn.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 16/28

Wer würde dich nicht lieben, Buße,
beladen mit allen Gütern?
Außer Satan, der dich hasst,
weil du seinen Reichtum plünderst,
seinen Besitz zerstörst, ihn arm machst.

Du lässt ihn gestraft sein
durch die Vergeblichkeit seines bemühten Tuns.

Du sonderst ihn ab von den Erben,
die ihm nicht gehörten,
sondern die er gefangen hatte.

Dieser hasst dich wahrhaftig,
weil du ihm auch immer entgegenstehst!

Niemand fällt in seine Hände
und wird als Beute sein Fraß,
wenn du über ihn kommst.

Niemand hängt zwischen Satans Zähnen,
ohne dass du diese Zähne zerschlagen
und ihn herausziehen würdest,
wenn er dich ruft.

Nicht einmal das gibt es,
dass einer schon von ihm verschlungen wäre
und in seinem Bauch zu dir schreit,
ohne dass du diesen Bauch aufbrechen würdest,
ihn hinaus zu lassen.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 15/ 28

Sie geht neben allen Engeln,
und wo immer diese einen Menschen
zu disziplinieren haben –
sie lässt es verstreichen bei denen,
die sie lieben.

Sie steht an Gottes Tür,
und alle Güter, die dort herauskommen,
zweigt sie für ihre Hausgenossen ab.

Sie ist die Anwältin der Straffälligen:
Wann immer sie sich
an sie wandten und sie baten,
stellte sie sich vor sie.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 14 / 28

Sie ist Gebärende,
deren Mutterleib nie unfruchtbar ist.
Wer an Unfruchtbarkeit leidet, gehe zu ihr,
er wird geliebte Kinder empfangen.
Sie ist Pförtnerin an der Tür des Schöpfers.

Noch jeder, über den dieser ein Urteil sprach, konnte zu ihr treten und sie bitten, und sie ging hinein und erwirkte seinen Freispruch. In ihren Händen liegt das Träufeln des Himmels.

Wenn dem Land Regen fehlte, und es bei ihr Hilfe suchte, würde sie sie öffnen und es tränken.

Sie geht neben dem Todesengel des Lagers (2 Kön 19,35):
Wann immer die Menschen zu ihr schrien,
träte sie hinzu und hielte ihn zurück.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 13 / 28

Sie ist Tempel für unreine Völker.
Sie werden von ihr mit der Heiligkeit ausgestattet,
das „Heilig“ zu singen (Jes 6,3.5).
Sie ist Haus und Bleibe für die Geschundenen,
und macht sie zu Erben im Königreich.
Sie ist Kammer von allen Schätzen,
und wer an ihre Tür klopft,
erhält, was er braucht.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 12 / 28

Sie ist ein Meer, das alle Unreinheit abwäscht,
sie ist ein Brennofen, der alles Befleckte läutert.
Sie ist ein Feuer, das alles Unkraut verzehrt,
sie ist Wasser, das die heilige Saat wachsen lässt.
Sie ist ein Garten, der seine Bewohner erfreut,
sie ist eine Wüste, die alle Aufständischen in Schrecken versetzt.
Sie ist Land, das die Kinder des Lichts aufwachsen lässt,
in ihrer Hand ist ein Becken für den,
der sich verschmutzt hat.
Sie ist Amme für die Säuglinge unter den Himmelskindern,
und Erzieherin der Erben Christi.
Sie ist Burg, die alles birgt, was darin ist, sie ist Krieger,
der alle heimführt, die gefangen waren.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 11 / 28

Sie betritt den Friedhof und besucht die Sterblichen.

Und ein jeder, den der Tod verschlungen hat,
kann unter ihre Fittiche kommen,
denn sie wird den Tod zerreißen,
o dass er dessen Bauch verlassen kann.

Sie sieht die Blinden,
die tagsüber an ihren Toren weinen;
sie zieht sie herein und lässt sie
das Licht der Freude sehen.
Sie sieht die Opfer, die Satan getötet hat,
und ruft sie und erweckt sie
mit der vorläufigen Auferstehung.

Sie ist das Schatzhaus der Kinder unseres Heilands,
worin die Schätze ihrer Mühen aufbewahrt werden.

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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UMKEHR – Johannes von Dalyatha – 10 / 28

Sie ist das Pflaster des himmlischen Heilers,
und wer sie auf sein krankes Glied legt,
wird zur Stunde gesund.

Sie schneidet nicht mit dem Skalpell,
und schmerzt nicht durch Ausbrennen der Entzündung.

Ihre Wirkstoffe sind mit Barmherzigkeit angerührt,
und mit weichem Material verbindet sie die Wunden.
Ein tödliches Mittel sind Vergnügungen
und Freizügigkeit in den Händen Satans,
aber Heilmittel des Lebens ist
die Buße in den Händen Christi.

Jeder, der aus dem Kelch des Mörders getrunken hat,
komme herbei und trinke
das Heilmittel des Lebensspenders von allem,
und lebe ohne Ende!

Quelle: Johannes von Dalyatha: Briefe. Aus der syrisch-aramäischen Sprache übersetzt von Matthias Binder, Beuroner Kunstverlag, Beuron 2020, ISBN: 978-3870713683.
HIER

Johannes Saba von Dalyatha lebte zwischen 690 und 780. Er wurde in einem Dorf der Provinz Beit Nouhadra, das heute nördlich von Mossoul im Irak liegt, geboren. Um 710 beginnt er sein Noviziat im Kloster Mar Yuzadaq. Nach sieben Jahren Ausbildung darf er sein Einsiedlerleben in den Bergen von Dalyatha beginnen, einem einsamen Ort auf über 4.000 m Höhe, der an der Grenze zwischen der heutigen Türkei und dem Irak liegt. Dort verbringt Johannes den größten Teil seines Lebens.

Erst gegen Ende seines Lebens verlässt er die unwirtliche, karge Hochgebirgswelt und geht in sein früheres Kloster Mar Yuzadaq zurück. Hier schließen sich ihm weitere Brüder an. Johannes wird Abt einer Mönchsgemeinschaft und baut gemeinsam mit seinen Brüdern das Kloster Arqol auf. Bald leben hier bis zu vierzig Brüder, denen er eine Lebens- oder Mönchsregel übergibt.

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