† 23. September 1968 – Pater Pio vor der Stigmatisation

Noch kurz vor seiner Stigmatisation beschreibt Pater Pio am 6. September 1918 in einem Brief an Pater Agostino seinen Zustand, der schon so lange Zeit angehalten hat:

Was ist bloß geschehen?
Satan weicht nicht von meiner Seite mit seinen lebhaften Versuchungen, und ich schaue immer untätig zu, weil ich unfähig bin, mich seiner zu entledigen durch einen Willen, den ich mir energisch wünschte.

Der Feind stürmt weiter vor, weiter und immer weiter und weiter, und er trifft mich im Innersten. Der heilige Gehorsam, der als letzter Pfeiler die zusammenstürzende Burg noch aufrecht hielt, ist nun auch in Gefahr. Mein Gott! …

Was wird mit diesem deinem Geschöpf geschehen?

Die Versicherungen gehen im Sturm der Ängste und der Qualen unter, denn der, welcher allmächtig ist, kann das Licht und den Eindruck des Trostes zerstören, eben weil die Seele in den Qualen bleiben muß, und nach dem Tropfen Honig ist sie gezwungen, den Kelch der bittersten Bitternis an die Lippen zu setzen, um ihn weiter, bis zur Neige, auszutrinken.

O Gott der Liebe, so mögen sich denn deine ewigen und gerechten Ratschlüsse an deiner Kreatur erfüllen, doch laß ihr die Kraft, contra spem [gegen alle Hoffnung] zu hoffen!

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† 23. September 1968 – Das wundersame Sterben von Pater Pio

Am 20. September 1968, dem 50. Jahrestag der Stigmatisierung von Pater Pio, zelebrierte dieser die Heilige Messe.

Zwei Tage später, am 22. September 1968, feierte er mit seinen zahlreichen Gebetsgruppen sein letztes Heiliges Messopfer und brach am Ende zusammen. Trotzdem verbrachte er danach noch den ganzen Tag im Beichtstuhl.

Am 23. September 1968, um 2:30 Uhr nachts, verstarb er. In einer feierlichen Prozession von tausenden von Menschen aus aller Welt wurde er am 26. September 1968 zur letzten Ruhestätte begleitet. Pater Pio lebte und starb in San Giovanni Rotondo.

Früh morgens, schon vor 6 Uhr am 22. September 1968, so berichtet es der Kapuzinerpater Domenico, sah er, als er die Kirche öffnete, Pater Pio an seinem Platz im Chor vor dem Volto Santo in der Kirche von Manoppello.

Pater Domenico sprach zu Pater Pio:
„Pater Pio, was machst du hier?“
Dieser erwiderte:
Ich kenne mich selbst nicht mehr, bete für mich.“
Sie beteten eine Weile, dann sagte Pater Pio:
„Auf Wiedersehen im Paradies!“
Pater Domenico darauf:
„Gelobt sei Jesus Christus!“
Darauf verschwand Pater Pio.

Genau zu dieser Stunde zelebrierte Pater Pio die heilige Messe in San Giovanni Rotondo, das etwa 200 KM entfernt liegt. Wie konnte er gleichzeitig in Manoppello sein?

Pater Pio hatte seit 1905 die Gabe der Bilokation, d. h. er konnte gleichzeitig an zwei Orten zugegen sein. Dies ist oft bezeugt.

Pater Leonardo, der bei der letzten Heiligen Messe von Pater Pio Subdiakon war, bestätigt, dass Pater Pio kurz vor 6 Uhr am Altar zusammengebrochen ist.

In diesen Augenblick begann für Pater Pio der Weg durch das „Tal des Todes“. Nicht die eigenen Verdienste öffnen uns den Himmel, sondern nur Jesus Christus. „Keiner kommt zum Vater außer ducrch mich!“ (Joh 14,6).

Darum kam Pater Pio zum Volto Santo nach Manoppello.
Er musste in das Angesicht des Siegers schauen,
der ihn am frühen Morgen
am Ufer der Ewigkeit erwartete.

(Vgl. Sr. Petra-Maria Steiner. Pater Domenico de Cese. 2018)

Volto Santo Manoppello – Photo Paul Badde

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† 23. September 1968 – Herzreliquie von Pater Pio in Mönchengladbach

Am kommenden Montag, dem 24. September 2018, wird im Anschluss an die Heilige Messe im tridentinischen Ritus den Gläubigen angeboten, den persönliche Segen des Priesters mit einer Berührungsreliquie des Herzens vom heiligen Pater Pio zu empfangen.

Die Herzreliquie Pater Pios ist keine unbekannte, denn bei der diesjährigen legendären internationalen Fusswallfahrt von Notre-Dame Paris nach Chartres wurde diese in feierlicher Prozession durch Kapuziner übertragen. Für viele moderne Menschen entsteht möglicherweise eine innere Abwehrhaltung bei der Vorstellung einer Herzreliquie. Wer die unverkrampfte, aber ehrfürchtige Reaktion der überwiegend 17.500 jugendlichen Pilger der Wallfahrt erlebt hat, dem kann Pater Pio, dem „hochherziger Ausspender der göttlichen Gnade“ das Herz öffnen und es berühren.

Herzliche Einladung nach
St. Maria Rosenkranz, Mönchengladbach!

17:15 Aussetzung und Rosenkranzgebet.
Beichtgelegenheit.
Sakramentaler Segen.
18:00 Heilige Messe im tridentinischen Ritus.
Einzelsegen mit einer Berührungsreliquie des Herzens vom heiligen Pater Pio.

http://altemessemg.blogspot.com/

Heiliger Pater Pio. Bitte für uns.

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