Fundamentaler Unterschied

Die Volkssprache zerstört das Heilige in der Liturgie.
Sie hebt die Distanz auf,
die ein wesentlicher Ausdruck der Transzendenz ist.

Der fundamentale Unterschied
zwischen der modernen Musik
und dem Gregorianischen Choral:
Erstere spricht die Ebene der Emotionen an,
der Cantus firmus
greift nicht auf die Gefühle zurück,
sondern auf das, was jenseits von ihnen liegt,
was über Empfindungen und Emotionen hinausgeht.

(Vgl.: Geschichte des abendländischen Mönchtums, EOS 2017)

kiedrich_pfarrkirche_choralbuch

Beispiel für muttersprachliches Kirchenlied

+

 

Advertisements

Endlich gibt es Benediktiner im Kloster Reichenstein

Die Zeiten, in denen sich die Kirche befindet, könnten nicht spannender, ja dramatischer sein. Im Vatikan lebt ein Papst im Gästehaus, Kardinäle bekriegen sich, katholische Bischöfe werden abgesetzt, populistische und dem Mainstream genehme Positionen werden von bischöflichen Würdenträgern propagiert usw.

Der gestrige Samstag, der 14. Oktober 2017 ist ein denkwürdiger Tag geworden, – vielleicht nicht so sehr für Rom und den Vatikan, eher für die katholische Kirche in Deutschland und hier besonders für seine klösterliche Landschaft. In dem kleinen Mittelgebirge, der EIFEL, das sich im äußersten Westen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befindet, ereigneten sich an diesem Tage zwei Ereignisse, die symptomatisch sind für die Situation in der Kirche, vor allem jener der südwestlichen europäischen Länder und besonders Deutschlands.

Am gleichen Tag wird in der Zisterzienserabtei Himmerod bekanntgegeben, dass dieses altehrwürdige Kloster, das vom heiligen Bernhard selbst in der Südeifel bei Wittlich im Bistum Trier gegründet wurde, aufgehoben.

Gleichzeitig wird in der Nordeifel bei Monschau die alte Klosteranlage Reichenstein seiner neuen Bestimmung übergeben: ab sofort ist es ein Kloster für Benediktiner. Von Mönchen aus dem französischen Bellaigue wurde das neue Kloster, das dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht ist, in den letzten neuneinhalb Jahren soweit Instand gesetzt, dass nun das monastische Leben beginnen kann.

+
PAX
BENEDICTIO
NOVI MONASTERII
IMMACULATI
CORDIS MARIAE
REICHENSTENII
DIE XIV OCTOBRIS
MMXVII
+
U.I.O.G.D.
+

Nach der Terz in der Kirche zogen die Mönche unter Psalmengesang und Gebeten zum Klostertor und von dort, nachdem offiziell die Schlüssel zum Kloster übergeben waren, durch alle regularen Räume des Klosters (Sakristei, Kapitelsaal, Küche, Vorratskeller, Refektorium, Bibliothek, Mönchszellen, Werkstätten und Gästehaus), um den Segen Gottes bis in die kleinsten Winkel zu tragen. Der Klostersegnung folgte ein feierliches Hochamt, zelebriert vom Prior des Mutterklosters Bellaigue, Pater Matthäus Haynos. Das Meßformular der Festmesse war entnommen dem Fest „Vom Unbefleckten Herzen Mariens“ (22. August). Der Hl. Messe schlossen sich im Klosterhof einige Grußworte an, aus denen die Mönche wie die Gäste entnehmen konnten, dass das nun beginnende neue Mönchsleben in Kloster Reichenstein hoch willkommen ist. Der Obere des neuen Klosters ist Pater Bernhard Huber. Nach einem gemeinsamen Tischgebet wurde für alle Anwesenden Speis und Trank angeboten. Danach war noch reichlich Zeit für Gespräche.

Nach Vesper und Sakramentsandacht traten all jene, die nicht zum Kloster gehörten, den Heimweg an. Danach wurde das Klostertor geschlossen und damit befinden sich nun die Mönche dort, wo sie gerne sein möchten: in der Einsamkeit ihrer Klausur.

Mögen das stille und verborgene Leben der Mönche von Reichenstein, sowie ihre Gebete, der Kirche Gottes, insbesondere auch dem Bistum Aachen, in dessen Diözese es liegt, reiche Frucht bringen und in den Herzen der Gläubigen sich segensreiches auswirken.

Instrumente der Einsegnung und der Schlüssel des Klosters

Die folgenden Fotos mögen einige Eindrücke von der Übernahme des Klosters durch die Benediktinermönche wiedergeben.

Dachreiter der Klosterkirche von Reichenstein am frühen Morgen im Nebel
Klosterkirche und Pfortenhaus
Prozession bei der Einsegnung der regularen Klosterräume
Vollbesetzte Klosterkirche Reichenstein am 14. Oktober 2017
re. Pater Matthäus Haynos, mi. Pater Bernhard Huber – sie lauschen den Grußworten nach der Heiligen Messe

+

 

 

 

Brandaktuell: Himmerod wird aufgelöst

Presseinformation der Abtei Himmerod vom 14. Oktober 2017: Der Konvent des Zisterzienserklosters Himmerod wird aufgelöst.

Das Kapitel der Zisterzienserkongregation hat nach intensiven Beratungen den Beschluss zur Auflösung getroffen. Das Kloster Himmerod wird in den Besitz des Bistums Trier übergehen.

Himmerod wurde einst vom heiligen Bernhard selbst gegründet (1134). Nach der Aufhebung des Zisterzienserklosters durch Napoleon verfiel das Kloster zu einer Ruine. Nach dem ersten Weltkrieg kaufte der Trappist Vitus Recke aus Mariastern in Bosnien, nachdem er aus politischen Gründen aus seinem Kloster vertrieben wurde, das verfallene Kloster Himmerod und begann „mit eigenen Händen“ mit dem Neuaufbau eines Zisterzienserklosters. Von 1937 bis 1959 war Vitus Recke (24.11.1887-18.1.1959) der erste Abt der Abtei Himmerod in neuerer Zeit. Er war auch der Erbauer der Abteikirche, die 1962 fertiggestellt wurde und erst 1974 einen Hochaltar bekam.

Gedenktafel für Vitus Recke in der Abteikirche
Abteikirche von Himmerod
Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel

Abt Johannes Müller ist der letzte Abt von Himmerod.
Er bläßt das Licht aus.
Anläßlich des Bernhardsfestes am 20. August diesen Jahres: „Ich träume von einer Rückkehr zu den Quellen. … ich wäre sicher viel zu schwach, um ein solches Ideal zu leben. Aber ich träume trotzdem davon. Weil es mir gut täte, ganz einfach zu werden und ohne all die Dinge, die ich für lebensnotwendig halte. Weil es gut wäre, wesentlich zu werden. Die Erfahrung, dass es nicht weiter geht, ist erstmal schmerzlich. Weil sie nach Scheitern schmeckt – und wir wollen doch erfolgreich sein. … Das Loslassen seines Besitzstandes als Chance für neues Leben zu begreifen – gar nicht so leicht. Aber auch gar nicht so schlecht.“

Ich wünsche den verlassenen Mönchen Gottes Segen.
Und Kloster Himmerod? … – eine klösterliche Zukunft!

Der letzte Abt von Himmerod – Abt Dr. Johannes G. Müller OCist

+

 

Das hochzeitliche Gewand der heiligmachenden Gnade

Das Hochzeitsmahl ist bereitet –
aber nicht für alle.

19. Sonntag nach Pfingsten

Erneuert euch in eurer inneren Gesinnung und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist, in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Darum leget ab die Lüge und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten; denn wir sind Glieder untereinander.
Wenn ihr in Zorn geratet, so sündigt nicht; laßt die Sonne nicht untergehen über eurem Zorne.
Gebt dem Teufel nicht Raum.
Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr; vielmehr arbeite er und erwerbe sich so mit seinen Händen Hab und Gut, um den Dürftigen davon mitteilen zu können.
(Epistel, Eph. 4,23-28)

+

Jesus sprach: Das Himmelreich ist gleich einem König, der seinem Sohne Hochzeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; doch sie wollten nicht kommen.

Seine Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten alle herbei, die sie fanden, Böse und Gute; und der Hochzeitssaal füllte sich mit Gästen. Nun kam der König herein, um die Gäste zu sehen. Da erblickte er dort einen Mann, der kein hochzeitliches Kleid anhatte

‚Freund, wie bist du hereingekommen ohne hochzeitliches Kleid?‘ Dieser aber verstummte. Da sprach der König zu den Dienern: ‚Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die Finsternis draußen; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.‘ Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt.
(Evangelium, Matth. 22,1-14)

+

 

Verwundet von der Liebe Gottes: Maria von Mörl

Als der „Gesellenvater“ Adolph Kolping Maria in Kaltern besuchte, sagte er:
Ja, auch ich kann sagen, ich habe eine Heilige gesehen.

Eine Buchempfehlung

„Sie kniete auf ihrem Bett in ein weißes Kleid gehüllt, ihre Haare flossen aufgelöst über ihre Schultern herab; die Hände waren gefaltet, das Haupt emporgerichtet, die Augen zum Himmel gewandt, das Antlitz von einem schönen Glanz belebt, das ganze Wesen versunken in himmlischer Anschauung.“

Diese Beschreibung der Jungfrau Maria von Mörl überliefert uns der Zeitzeuge Propst Richardi aus Bozen. Damit wird gleichzeitig ihre künftige künstlerische Darstellung dokumentiert, derer sich verschiedene Künstler annahmen. Es gibt nur ein einziges Foto, das von Maria von Mörl angefertigt wurde; dasjenige, als sie auf ihrem Totenbett lag, also nach dem 11. Januar 1868. Sie war 55-jährig im Rufe der Heiligkeit gestorben.
Der Schweizer Franziskanerpater Gottfried Egger legt mit seinem schmalen Bändchen „Verwundet von der Liebe Gottes“, welches im Miriam-Verlag erschienen ist, das „Leben und die Spiritualität der stigmatisierten Maria von Mörl“ vor. Kaum jemand ist berufener, dieser stigmatisierten Dulderin aus Kaltern in Südtirol ein Zeugnis auszustellen als Pater Gottfried, der bereits seit 2012 als Postulator und ab 2016 als Bischöflicher Delegat für den Seligsprechungsprozess für das Bistum Bozen-Brixen verantwortlich ist. Dass der Churer Bischof Vitus Huonder das Vorwort dazu geschrieben hat, zeichnet sowohl den Autor aus als auch Maria von Mörl, über die er ein Zitat von Adolph Kolping, den Gesellenvater aus Kerpen bei Köln, der selber Maria in Kaltern besuchte, zu Wort kommen lässt: „Ja, auch ich kann sagen, ich habe eine Heilige gesehen.“

Maria von Mörl wurde am 16. Oktober 1812 in Kaltern geboren. Die Familie entstammte dem Tiroler Uradel, doch der Vater vernachlässigte die Sorge um die Güter, die sich am Kalterer See befanden, und so gab es immer wieder wirtschaftliche Schwierigkeiten. Maria hatte einen älteren Bruder und mehrere jüngere Geschwister. Durch den frühen Tod der Mutter, die kurz nach der Geburt ihres jüngsten Kindes starb, musste Maria schon als 15-jährige Verantwortung für die Familie übernehmen, obwohl sie selber, seit einem Treppensturz im Alter von drei Jahren, nie mehr richtig gesund ward. Eindrucksvoll beschreibt der Autor diese schwere Zeit wie auch die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und Religiosität. Dankbar wird der Leser wahrnehmen, dass Maria von Mörl in der Person des Franziskaners Johann Kapistran Sojer einen verständnisvollen wie unterscheidungsfähigen geistlichen Führer haben durfte. Ab 1834 zeigten sich bei ihr die Wundmale Christi, die erst wieder bei ihrem Tod verschwanden.

Sowohl die Stigmatisierung als auch ihre ekstatischen Zustände, die schon viel früher einsetzten, führten dazu, dass tausende Menschen aus nah und fern zu ihr kamen, um sie zu sehen. Unter den Besuchern waren neben vielen Bischöfen auch künftige Selige, wie der bereits genannte Adolph Kolping, oder die Ordensgründerin Sr. Klara Fey, die im Jahr 2018 in Aachen seliggesprochen wird. Außer kirchlichen Würdenträgern sind auch weltliche Personen zu nennen, wie neben solchen von königlichen und kaiserlichen Höfen etwa auch die Publizisten Johann Joseph Görres und Clemens Brentano. Allen ihren Besuchern versprach Maria stets, dass sie für sie und ihre Anliegen beten würde.

Der zweite Teil des Büchleins ist der „Spiritualität der Maria von Mörl“ gewidmet. Hier werden u. a. Aufzeichnungen und Briefe sowie Zeugenberichte dokumentiert. Auch einige Visionen von Maria werden dargestellt.

Das sicher nicht nur für einige wenige fromme Seelen geschriebene Buch, das vielmehr auch geistlich Suchenden empfohlen werden kann, beinhaltet auch einige Gebete von Maria von Mörl. Eines lautet: „Mein Gott, bewahre mir doch in meinem Herzen immer einen Platz, wo die Welt nicht eindringen und ich bei Dir verweilen kann.“

Erstveröffentlicht bei kath.net

P. Gottfried Egger OFM
Verwundet von der Liebe Gottes – Maria von Mörl
Miriam-Verlag 2017
Taschenbuch
144 Seiten; 7,80 Euro
ISBN-13: 978-3874494144

HIER direkt bestellen

 

 

 

+

 

Es kam der 13. Oktober 1917 – Fatima, das Sonnenwunder

„Am 13. Oktober werde ich ein großes Wunder wirken,
damit alle glauben,
dass ich wahrhaftig erschienen bin.“

Es kam der 13. Oktober – das Sonnenwunder

Das Wunder war für 12 Uhr angesagt, in Portugal war es wegen der kriegsbedingten Sommerzeit 13.30 Uhr. Darüber informiert der wohl präziseste Augenzeugenbericht des Naturwissenschaftlers Prof. Dr. José Maria de Almeida Garrett von der Universität von Coimbra:

„Es muss etwa 13.30 Uhr gesetzlicher Zeit und 12.00 Uhr nach dem Sonnenstand gewesen sein, als sich an der Stelle, an der sich die Kinder befanden, eine feine, schlanke, bläuliche Rauchsäule in etwa 1,80 Metern über ihren Köpfen erhob und auf ihrer Höhe endete. Dieses Phänomen, das mit bloßem Auge klar zu erkennbar war, dauerte einige Sekunden. Da ich nicht auf die Uhr schaute, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob es länger oder kürzer als eine Minute dauerte. Der Rauch verschwand plötzlich, um ein paar Augenblicke später zum zweiten und dritten Mal aufzutauchen.

Plötzlich hörte ich Schreie aus tausenden von Kehlen, und ich sah, wie sich die Menge von dem Punkt, dem bis jetzt ihre Aufmerksamkeit gegolten hatte, abwandte und in entgegengesetzter Richtung zum Himmel aufschaute. (Bild-B) Wenige Augenblicke vorher hatte die Sonne die dichte Wolkendecke, hinter der sie sich bisher verborgen hatte, durchbrochen und schien klar und intensiv. Ich folgte mit meinem Blick allen jenen Augenpaaren und sah die Sonne als Scheibe, klar umrissen, strahlend, leuchtend, ohne dem Auge weh zu tun.

Ich stimmte mit dem Vergleich, den ich in Fátima hörte, wonach die Sonne wie eine matte Scheibe aus Silber aussah, nicht überein. Die Farbe war klarer, intensiver, leuchtender, sie hatte etwas vom Glanz einer Perle. Sie glich auch durchaus nicht dem Mond in einer klaren Nacht. Man spürte, dass sie ein lebender Körper war. Sie war weder sphärisch wie der Mond noch hatte sie die gleiche Farbe, den gleichen Ton oder die gleiche Schattierung. Sie sah aus wie ein glänzendes Rad aus Perlmutt. Man kann auch nicht sagen, dass man die Sonne durch Nebel sah (denn es gab keinen Nebel zu dieser Zeit).

Bezeichnungen wie undurchsichtig, diffus oder verschleiert treffen auch nicht zu. Sie spendete Fátima Licht und Hitze und erschien in klaren Konturen mit deutlich sichtbarem Rand. Der Himmel war übersät von hellen Zirruswölkchen, die hie und da die Himmelsbläue freigaben, und manchmal stand die Sonne ganz auf blauem Hintergrund. Die Wolken zogen von West nach Ost, aber sie verdunkelten das Licht der Sonne nicht. Man gewann den Eindruck, als wanderten sie hinter der Sonne vorbei, obgleich sie sich manchmal rosa getönt oder durchsichtig blau zeigten, als sie an der Sonne vorbeizogen. Es ist bemerkenswert, dass man seine Augen auf diesen Glutofen und sein Licht richten konnte, ohne Schmerz zu empfinden, mit Ausnahme von zwei Unterbrechungen, als die Sonne leuchtende Hitzestrahlen aus­sandte, die uns zwangen, den Blick abzuwenden. (Bild-C, D, E) Das Phänomen dauerte zirka 10 Minuten.

Die Sonnenscheibe blieb aber nicht ruhig am Himmel stehen, sie sandte nicht das Licht eines Himmelskörpers aus, sondern drehte sich in irrem Wirbel um sich selbst. Plötzlich ertönten Angstschreie aus der Menge. Die Sonne schien sich, wild drehend, vom Firmament zu lösen und auf die Erde zu stürzen, als wollte sie uns mit ihrer gigantischen Glut vernichten. Das Gefühl während dieser Augenblicke war entsetzlich. (Bild-F)

Während des Sonnenphänomens, das ich jetzt in allen Einzelheiten beschrieben habe, wechselten die Farben in der Atmosphäre. Als ich zur Sonne schaute, stellte ich fest, dass sich rings um mich alles verdunkelt hatte. Ich richtete meine Augen zuerst auf die nächstgelegenen Objekte und dann weiter bis zum Horizont. Alle Gegenstände rings um mich hatten die Farbe von Amethysten angenommen. Eine Eiche neben mir warf einen Schatten in dieser Farbe auf die Erde.

Ich fürchtete, meine Netzhaut habe Schaden genommen, allerdings eine unwahrscheinliche Erklärung, denn in diesem Falle sähe man ja nicht alles purpurn gefärbt. Ich schloss die Augen und bedeckte sie mit den Händen, um den Lichteinfall zu unterbrechen. Nun stellte ich mich mit dem Rücken zur Sonne und öffnete die Augen. Die Landschaft hatte jedoch die purpurne Farbe wie zuvor – eine Sonnenfinsternis war das aber auch nicht! Während ich noch zur Sonne schaute, stellte ich fest, dass die Atmosphäre wieder klar geworden war. Kurz darauf hörte ich einen Bauern in meiner Nähe erstaunt ausrufen: Seht, diese Frau ist ganz gelb! Und wirklich, alles rings um mich, nah und fern, sah aus wie alter, gelber Damast. Die Leute sahen aus, als hätten sie die Gelbsucht, und ich erinnere mich noch, dass es mich etwas amüsierte, sie so wenig attraktiv zu sehen. Meine Hand hatte die gleiche Farbe. Dieses von mir hier beschriebene Phänomen habe ich in gesunder geistiger Verfassung und ohne emotionale Störungen erlebt. Ich überlasse es anderen, dies alles zu erklären.“ (Bild-G)

(Quelle: Andreas Resch. 100 Jahre Fatima)

Bild-A – Cova da Iria, 13. Oktober 2017, bei strömendem Regen
Bild-B – Sonnenwunder, Menschen starren in den Himmel
Bild-C – Sonnenwunder. Menschen schauen direkt in die Sonne
Bild-D – Sonnenwunder. Menschen schauen direkt in die Sonne
Bild-E – Sonnenwunder: Menschen schauen direkt in die Sonne
Bild-F – Sonnenwunder: Polizist hält verängstigte Jacinta in den Armen
Bild-G – Menschen besinnlich nach dem Sonnenwunder

+

 

 

In welchem Zustand befindet sich die Kirche heute?

„Nur ein Blinder kann leugnen, daß die Kirche sich in einem Zustand der Verwirrung befindet. Und daß sie, wie Prof. Galli Della Loggia jüngst feststellte, die großen internationalen Agenturen „überlagert“ und ihnen fast Konkurrenz macht, der UNO, der FAO, die „nichts mit der katholischen Tradition zu tun haben, wenn ihr nicht sogar feindlich gesinnt sind“.

Man muß auf solche Deformierungen reagieren.

Die Kirche muß retten, das heißt, sie muß dem Menschen dabei helfen, seine Seele, die ihn leben läßt, nicht zu verlieren: Das ist ihre Mission. Jesus hat gesagt, daß es einem Menschen nichts hilft, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber die Seele verliert.“

Don Nicola Bux (MiL, katholisches.info)

+