Tage der Priesterweihen

Beten wir! – für die Priester und um heilige Priester!

+ + +

Das Priestertum
ist nicht einfach nur „Amt“,
sondern Sakrament:
Gott bedient sich
eines armseligen Menschen,
um durch ihn
für die Menschen da zu sein
und zu handeln.
Diese Kühnheit Gottes,
der sich Menschen anvertraut,
Menschen zutraut,
für ihn handeln und da zu sein,
obwohl Er
unsere Schwächen kennt
– diese Kühnheit
ist das wirklich Große,
das sich im Wort
„Priestertum“
verbirgt.

(Papst Benedikt XVI. am 11. Juni 2010, zum Abschluss des Priesterjahres)

Das Kreuz tragend
dem Kreuz folgen!

+

 

Von der Beachtung der Keuschheit

Wie Rita das Gelübde der Keuschheit verwirklichte

Durch ein Wunder der Gnade Gottes war Rita auch ein vollendetes Vorbild der Keuschheit. Denn diese wunderbare Tugend, wie sie im Ordensstand gelobt und gelebt wird, ist wahrlich ein Wunder der Gnade. Die Natur kann sie nicht geben, sie ist wirklich Gottes Gabe. Rita war von engelsgleicher Reinheit, weil sie immer die Jungfräulichkeit der Seele bewahrt hatte.

Von frühester Kindheit an war es Ritas inniger Wunsch gewesen, sich Gott zu weihen. Als sie nicht auf eigenen Wunsch, sondern im Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes und ihrer Eltern geheiratet hatte, lebte sie in vollkommener ehelicher Keuschheit. Selbst als Ehefrau und Mutter blieb der Wunsch nach dem geistlichen Lebensstand immer in ihr lebendig. Und als der Tod ihr den Mann und die Kinder genommen hatte, eilte sie, wie wir wissen, umgehend ins Kloster und wurde dann auf wunderbare Weise aufgenommen, um sich selbst dort gleichsam zu begraben, zuerst als Gottes Magd, dann als Braut des Gottessohnes. Im Kloster nun erwarb sie mit Gottes Gnade und im strikten Gehorsam gegenüber dem Gelübde der Keuschheit jene Reinheit, die das Kennzeichen der Engel ist.

Um das Gelübde der Keuschheit zu bewahren, bewachte Rita ihre Sinne, sie beherrschte sie und hielt sich von allem fern, was das Gelübde gefährden konnte. Sie bewachte ihre Augen und hielt sie immer auf Jesus gerichtet, ihre Ohren, indem sie nur auf das hörte, was Gott zu ihr sprach, ihre Zunge, indem sie nur in der Sprache des Himmels redete, ihre Gedanken und ihr Herz, indem sie sich jeden Tag neu Gott weihte.

Ritas engelsgleiches Leben im Kloster entging nicht dem Erzfeind der Seelen, und Gott, der ihre Treue als Braut seines Sohnes stärken wollte, erlaubte Luzifer, sie zu versuchen und anzugreifen, manchmal durch Komplimente oder verlockende Vorschläge. Aber Rita war zu erprobt in den Tugenden, um ein Opfer der Ränke Luzifers zu werden, und so oft er versuchte, sie zum Verstoß gegen ihr Gelübde zu verleiten, genauso oft unterlag er. Rita schien zu wissen, dass die Keuschheit hauptsächliches Ziel der Attacken Luzifers war. Um über diesen mächtigen Feind zu triumphieren, richtete sie daher all ihr Bemühen darauf, ihren Leib dem Geist zu unterwerfen.

Die Mittel, die Rita wählte, um ihren Leib zu unterwerfen, würden Menschen, die keinen Glauben haben oder den weltlichen Luxus lieben, vielleicht als töricht, verrückt oder überspannt bezeichnen. Um ihren Leib zu unterwerfen, fastete sie. Sie hielt drei Fastenzeiten im Jahr und fastete auch zu den Vigilien der Feste der Gottesmutter Maria und ihrer Schutzheiligen. Während des Fastens nahm sie nur eine Mahlzeit am Tag ein und diese bestand nur aus Brot und Wasser. Durch die Schwächung ihres Körpers wurde Rita geistlich stärker und fähiger, sich gegen den Bösen zu verteidigen. Wenn sie das geringste Anzeichen von Auflehnung des Körpers spürte, erhob sie ihre Seele zu Gott und meditierte über die Heftigkeit und Ewigkeit der Höllenstrafe.

Rita handelte entsprechend und bedachte, dass »die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll« (Röm 8,18). So hielt sie ihren Leib in Zucht und konnte jeden Angriff des Widersachers gegen ihr Gelübde abwehren. Sie nahm auch das Kreuzzeichen zu Hilfe, hatte immer die heiligen Namen Jesu und Mariens auf den Lippen und wurde durch fortwährende Bußübungen gestärkt.

Rita war nie glücklicher als in der Kapelle oder in der Stille und Einsamkeit ihrer Zelle. Sie ging nicht gerne ins Sprechzimmer, um mit Besuchern zu reden, außer wenn es sich um Hilfesuchende handelte, die Rat und Trost suchten.

(Sicardu J., Hl. Rita von Cascia, Kap. 20, Media-Maria 2022)

+

„Das Buch eignet sich mit seinen kurzen Kapiteln von drei bis vier Seiten gut für einen Tagesimpuls, um selbst ein heiligmäßiges Leben zu führen und in der Liebe zu Gott zu wachsen. Einige Gebete runden das Werk ab.“CNA

P. José Sicardo OSA
Hl. Rita von Cascia. Helferin in größter Not
Media Maria 2022
144 Seiten; 14,95 Euro
ISBN: 978-3947931392

HIER BESTELLEN

+

3. Sonntag nach Pfingsten

Epistel 1 Pet. 5,6-11

Geliebte!
Demütiget euch unter die starke Hand Gottes, damit Er euch erhöhe zur Zeit der Heimsuchung.
Werfet all eure Sorge auf ihn, denn Er sorgt für euch.
Seid nüchtern und wachsam, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne. Widersteht ihm standhaft im Glauben!
Wisset, dieselben Leiden kommen auch über eure Brüder in dieser Welt. (Leiden ist das Los aller wahren Christen) Der Gott aller Gnaden aber, der uns durch Christus Jesus zu Seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird uns nach kurzer Zeit des Leidens vollenden, stärken und festigen.
Ihm sei die Ehre und Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

+

 

Dein Platz, Johannes!

Du stehst am Platz, den Gott dir gab!

Du stehst am Platz, den Gott dir gab,
dem Platz, den er dir zugedacht;
nur dort bleibt er dein Schild und Stab,
dort gibt er Frucht, dort wirkt er Macht.
Will er dich segnen, sucht er dich
nicht in der ganzen weiten Welt;
Er sucht dich nur an deinem Platz
dem Platz, wo er dich hingestellt.

Nimm täglich ihn aus Gottes Hand,
den Platz, den seine Liebe gab;
was sich an eignen Plänen fand
bei dir noch: senk´s in Christi Grab!
Soll er begegnen dir im Sieg,
soll er erhören dein Gebet,
er tut´s nur, wo sein Streiter treu
auf dem gewies´nen Posten steht.

Was du versäumst an deinem Platz,
auch wenn es niemand ahnt und sieht,
das bringt um einen Segenschatz,
vielleicht ein Gott geliebtes Glied.
Bedenk´s den Platz, den Gott dir geb,
kann niemand füllen als nur du;
es ist nich gleich ob du dort stehst,
denn gradedich braucht er dazu.

Sieh, wenn er kommt, sucht er auch dich
nicht in der ganzen weiten Welt;
Er sucht dich dort nur sicherlich,
wohin er selber dich gestellt.
Und dann, o selger Freudentag,
wenn er an deinem Platz dich fand,
versetzt er dich, gibt dir den Platz
auf einem Thron im Heimatland.

Hedwig von Redern (1866 – 1935)

+

Abendgebet zum Herz Jesu Fest

Den letzten Gruß der Abendstunde
send‘ ich zu Dir, o göttlich Herz!
In Deine heil’ge Liebeswunde,
senk‘ ich des Tages Freud‘ und Schmerz.

O Herz der Liebe, Dir vertraute
am Morgen ich des Tages Last,
und nicht umsonst ich auf Dich baute,
voll Huld Du mich gesegnet hast.

O habe Dank für Deine Güte,
die schützend mir zur Seite stand,
auch diese Nacht mich treu behüte
durch Deines heiligen Engels Hand.

O göttlich Herz, all meine Sünden
bereue ich aus Lieb‘ zu Dir;
o lasse mich Verzeihung finden;
schenk‘ Deine Lieb‘ aufs neue mir!

Herz Jesu, innig ich empfehle
auch alle meine Lieben Dir,
beschütze sie an Leib und Seele,
die Gutes je erwiesen mir.

In Deiner heiligen Herzenswunde
schlaf ich nun sanft und ruhig ein,
o laß sie in der letzten Stunde,
mir eine Himmelspforte sein!

+

Morgengebet zum Herz Jesu Fest

Wenn ich erwach am frühen Morgen,
Herz Jesu, dann begrüß‘ ich Dich,
um für des Tages Müh‘ und Sorgen,
Dir innig zu empfehlen mich.

Auf Dich, o Herz, will ich nur schauen,
Du bist mein Stern, mein Trost, mein Licht!
Und immer will ich Dir vertrauen;
denn Deine Treue wanket nicht.

So nimm mein Herz Dir ganz zu eigen;
gib Du ihm Kraft zur guten Tat.
Und sollte es zur Sünde neigen,
halt‘ Du es fest in Deiner Gnad‘!

Von Dir soll heute nichts mich scheiden,
verbirg in Deine Wunden mich!
Dort will ich beten, opfern, leiden
und sterben, wenn Du willst, für Dich!

So oft wie heut‘ mein Herz wird schlagen,
will ich es stets aufs neu‘ Dir weih’n,
und jeder Pulsschlag soll Dir sagen:
„Herz Jesu, für Dich ganz allein!“

In Deine Liebe ich empfehle
auch alle, die mir nahestehen;
behüte sie an Leib und Seele,
lass keinen heute irre geh’n!

Und nun gib mir (uns) den Morgensegen,
er weihe diesen Tag mit (uns) ein,
und sei mit mir (uns) auf allen Wegen,
bis ich werd‘ ewig bei Dir sein!

+

Nachtwache – Vigil von Johannes d. T.

Auch in anderen Berufen, sei es bei der Eisenbahn, als Bäcker oder im Krankenhaus,
gehören Nachtschichten zur beruflichen Pflicht.

Wir Mönche müssen keine Nachtarbeit leisten,
um konkret anderen zu helfen,
und trotzdem wollen wir um 2.30 Uhr aufstehen.

Wir halten uns dabei an Christus,
der bei Nacht gebetet hat.

(Abt Josef, letzter Abt von Mariawald)

Mariawald, Vigilien, ca. 1974

+

Notwendige weltliche Predigt

„Es gibt keine Rettung für die Gesellschaft,
weil wir aus unseren Kindern
keine wahren Christen machen wollen
und selbst keine wahren Christen sind.“

„Die europäische Gesellschaft stirbt.
Ihre Extremitäten sind bereits kalt.
Bald wird es auch ihr Herz sein.
Und wissen Sie, warum sie stirbt?
Sie stirbt, weil sie vergiftet worden ist.
Sie stirbt, weil Gott sie geschaffen hatte um mit der katholischen Substanz ernährt zu werden und weil Kurpfuscher ihr die rationalistische Substanz als Nahrung verabreicht haben.
Sie stirbt, weil der Irrtum tötet und weil diese Gesellschaft auf Irrtümer aufgebaut ist.
Daher wird die Katastrophe, die kommen muss, in der Geschichte die Katastrophe schlechthin sein.
Die einzelnen Menschen können sich noch retten, weil sie sich immer retten können. Aber die Gesellschaft ist verloren, nicht deshalb, weil ihre Rettung eine radikale Möglichkeit an sich darstellt, sondern weil die Gesellschaft meiner Überzeugung nach ganz offenbar nicht gerettet werden will.
Es gibt keine Rettung für die Gesellschaft, weil wir aus unseren Kindern keine wahren Christen machen wollen und selbst keine wahren Christen sind. Weil der katholische Geist, der einzige, der Leben in sich trägt, nicht alles belebt, weder den Unterricht noch die Regierung noch die Institutionen noch die Gesetze noch die Sitten.
Es wäre ein gigantisches Unterfangen, das sehe ich nur zu klar, wollte man den derzeitigen Lauf dieser Dinge ändern.“

(Juan Donoso Cortés, 1809 bis 1853, spanischer Diplomat und Philosoph.
Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und Sozialismus und andere Schriften, Berlin 1996)

+

Aloysius – ein heiliger Jesuit – 21. Juni

Der Heilige Aloysius wurde am 1. März 1568 in Italien als ältester Sohn des Grafen Ferdinand von Gonzaga geboren. Er wuchs im Schloss Castiglione in der Nähe von Mantua auf. Bereits als Kind betete er viel, doch sein Vater wollte davon nichts wissen. Er schickte ihn schon im Alter von acht Jahren, zusammen mit seinem jüngeren Bruder, an verschiedene Fürstenhöfe. Aloysius lernte die Vergnügungen des Hoflebens wie Turniere und Tanzbelustigungen kennen. Doch fand er dabei keinerlei Freude. Dieses Leben schien ihm oberflächlich. Er war nur wegen seines Vaters, der ihn dazu verpflichtet hatte, dabei. Weiterhin betete Aloysius viele Stunden am Tag und in der Nacht.

Einige Jahre später wollte er sich der Gesellschaft Jesu anschließen, was sein Vater nicht wollte, da er als Erstgeborener sein Nachfolger werden sollte. Aloysius aber wollte die Erbfolge nicht antreten. Nach zwei Jahren erteilte sein Vater ihm endlich die Erlaubnis, Jesuit zu werden.

Nachdem er eingetreten war scheute er sich nicht, auch die niedrigigsten Dienste zu tun. Er versuchte jedem zu dienen und zu helfen wo er konnte. Trotz Magen- und Gallenschmerzen, Sclaflosigkeit und häufigen Kopfschmerzen, kniete er viele Stunden vor dem Kreuz. Als die Pest um sich griff, widmete er sich sofort mit seiner ganzen Kraft den Kranken. Er hatte keine Angst vor einer Ansteckung und brachte sie Kranken in Hospitäler.

Aloysius starb drei Monate nach dem Krankheitsausbruch im Alter von 23 Jahren am 21. Juni 1591.

+

 

Europa steht ein „demographischer Winter“ bevor

„Wir müssen dieses Problem in Europa lösen. Jetzt wollen sie den demografischen Übergang bewältigen, aber man löst Probleme nicht, indem man von den Menschen verlangt, bis ins Alter von 80 Jahre zu arbeiten, nur weil sie einen Knopf drücken können. Also muss man dieses Problem lösen. Und sie können diese Probleme ohne die Familien nicht lösen.“

(Vincenzo Bassi, Präsident der Föderation der katholischen Familienverbände in Europa)

+

Zitate von Virginia Coda Nunziante, Gründerin des Marsches für das Leben in Italien:

„… wenn wir uns nicht auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft besinnen, die im Mittelpunkt der Familie stehen sollte, wird es in der Tat schwierig sein, die Dinge zu ändern. Und auch, weil wir wissen, dass die Familie die Säule der Gesellschaft ist.“

„… private Klausurtagung mit der deutschen Bildungsministerin unter der Regierung Merkel. Sie sagte …:
‚Wir wollen keine Familien. Wir wollen Individuen‘.
Sie wollen also keine Familien, weil das Individuum viel leichter zu regieren ist, weil die Familie den anderen hilft. Wenn sie das nicht wollen, dann wollen sie uns komplett übernehmen, und ich glaube, das ist wirklich eine Strategie.“

Quelle: CNA

screenshot – http://www.neomedia.com

+