Ein medizinisches Problem oder „dämonische Besessenheit“

Kirchfahrter Archangelus weist auf einen Vortrag hin, den Mag. Wolfram Schrems in der Karwoche beim Wiener Akademikerbund gehalten hatte.

Nach seinem eigentlichen Thema über die Kar- und Osterliturgie erläuterte, äußerte sich Schrems zur Lage der Kirche, wo es einiges zu beklagen gäbe.

Die „Kardinals-Mafia“ (Schwerpunkt St. Gallen) habe schon Papst Johannes Paul II. „das Leben schwer gemacht und Papst Benedikt XVI. verhindern wollen“. Daher „drängt sich der Verdacht auf, dass Benedikt nicht ganz freiwillig zurückgetreten ist“. Schrems sprach von einer „Infiltration der Kirche“ durch diese Kardinalsgruppe und sprach da auch den Brand von Notre Dame und den Umgang damit an als „ein Ereignis in dieser Entwicklung“.

Beim amtierenden Papst Franziskus I. kritisierte Schrems, dass er sich „vor Bürgerkriegsgegnern niederkniet und ihnen die Füße küsst – aber bei der Messe kniet er nicht nieder!“ Da stelle sich die Frage, ob ein medizinisches Problem vorliege oder „dämonische Besessenheit“, polemisierte Schrems.

Siehe auch HIER

+

 

Werbeanzeigen

Maria Magdalena verkündete es den Jüngern – 22. Juli

„Man hat meinen Herrn weggenommen.“

Am ersten Tag der Woche ging Maria Magdalena zum Grabe früh am Morgen, als es noch dunkel war; sie sah, daß der Stein vom Grab weggewälzt war.

Sie lief zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, zu dem, den Jesus liebte, und sprach zu ihnen: „Man hat den Herrn aus dem Grabe weggenommen, wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.“ Da gingen Petrus und der andere Jünger hin und kamen zum Grabe. Sie beide liefen miteinander hin; aber der andere Jünger lief schneller als Petrus und kam zuerst am Grab an. Er beugte sich vor und sah die Linnentücher daliegen, ging aber nicht hinein. Darauf kam Simon Petrus nach ihm an und ging ins Grab hinein. Er sah die Linnentücher daliegen und auch das Schweißtuch, das auf seinem Haupte gelegen hatte. Dieses lag nicht bei den Linnentüchern; vielmehr lag es gefaltet für sich besonders. Jetzt ging der andere Jünger, der zuerst am Grabe angekommen war, auch hinein, er sah und glaubte. Denn noch hatten sie die Schrift nicht verstanden, daß er von den Toten auferstehen müsse. Die Jünger gingen dann nach Hause.

Maria aber stand am Grabe draußen und weinte. Wie sie so weinte, neigte sie sich in das Grab hinein.

Und da erblickte sie zwei Engel dasitzen in weißen Kleidern, den einen zu Häupten und den anderen zu Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Sie fragten sie: „Weib, was weinst du?“. Sie sprach zu ihnen.

„Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.“

Dann wandte sie sich um und sah, wie Jesus vor ihr stand; sie wußte aber nicht, daß es Jesus war.

Und Jesus sprach zu ihr: „Weib, was weinst du? Wen suchst du?“ Im Glauben, es sei der Gärtner, gab sie ihm zur Antwort: „Herr, wenn du ihn fortgetragen hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast; alsdann will ich ihn holen.“ Jesus sprach zu ihr: „Maria“. Da wandte sie sich um und sprach zu ihm hebräisch: „Rabboni“ – d.h. Meister.

Doch Jesus sprach zu ihr: „Halte mich nicht fest: noch bin ich nicht zum Vater aufgefahren. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: ‚Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott‘.“

Da ging Maria Magdalena hin und verkündete den Jüngern, sie habe den Herrn gesehen, und das habe er zu ihr gesagt.

Joh 20, 1-18

+

 

Nicht Priesteramt – besser: Priestertum

Der Priester gehört nicht sich selbst,
sondern dem Heiland.
Ewig.

Was ist ein Priester, was schenkt uns eigentlich der liebe Gott heute? Wir hören aus der Heiligen Schrift, dass der liebe Gott sich selbst seine Priester unter den Menschen auserwählt, sie werden nämlich durch die Kirche gerufen, namentlich, das wird in der Zeremonie geschehen, und da soll der Kandidat mit seinem ad sum seine Anwesenheit zeigen, seinen Willen, mitzuwirken; aber er ist es nicht, der entscheidet. Es kommt von Gott, und es ist wirklich der Heiland, der seine Priester bestimmt.

Wir sagen mit Recht: Priesterweihe. Bei einer Weihe gibt es eine grundsätzliche, völlige Hingabe an das Göttliche, für den Dienst Gottes. Sie werden geweiht, und damit verlieren Sie etwas von sich selbst, und zwar unglaublich tief. Sie behalten natürlich Ihre Persönlichkeit, aber trotzdem sind Sie nicht mehr Sie selbst. Bei den höchsten Handlungen des Priestertums gehören Sie sich nicht mehr. Sie werden sagen: „Das ist mein Leib“, und Sie verstehen und wissen, dass dieses mein nicht Ihres ist. Diese Worte – Ihre Worte – Ihre persönlichen Worte, die Sie mit Ihrem ganzen Verstand und Willen aussprechen, gehören Ihnen nicht. Sie gehören dem Heiland. In diesem Augenblick, mit Ihrer ganzen Vernunft, Ihrem Willen, Ihrer Freiheit, sind Sie zu einem bloßen Werkzeug in den Händen des einzigen Priesters des Neuen Bundes, Jesus Christus, geworden. Er nimmt Sie so auf, dass Ihre Worte, Ihre menschlichen Worte, die Sie aussprechen, mit der Allmacht Gottes durchdrungen werden. Ich sage: mit der Allmacht! Diese Macht, die die Schöpfung verwirklicht, diese Macht, die aus einem Wort eine Wirklichkeit macht! Es ist genau diese Macht des Sohnes Gottes, mit der er einen Lazarus aus dem Grab herausruft, aus einem Blinden einen Sehenden macht, aus einem Lahmen einen Gehenden. Aus Nichts das Licht, die Schöpfung. Diese Macht durchdringt Ihre Worte, die unendliche Macht Gottes! Priester – man könnte sagen: Jesus. Nicht bloß ein Vertreter, ein Botschafter, nicht nur im Namen Jesu, sondern, wie die Theologie sagt, in der Person Jesu. Nicht bloß ein anderer Jesus, Jesus selbst. Um das zu verwirklichen, was nur Jesus tut, um seine eigene Sendung weiterzuführen: die Seelen zu retten, die Seelen aus der Sünde, aus dem Zustand der Verdammnis herauszuholen, solange sie leben, um sie in den Himmel zu führen. Unbegreiflich! Aber das bedeutet auch, dass Sie sich die Sendung Jesu zu eigen machen sollen, dass Sie sich die Absichten, die Sicht Jesu zu eigen machen müssen.

Er wird Sie dem Kirchenvolk schenken, dieses nennt er meine Schafe. Zu Petrus sagt er nicht: deine Schafe, er sagt: meine Schafe. Die Seelen bleiben die Seelen Jesu. Und doch sollen Sie mit aller Kraft, mit allen Tugenden, mit dem besten Willen in dieses Priestertum eintreten. Wohl wissend, das gehört nicht mir.

Die Kirche sieht, sie weiß, wie groß die Amtsgewalt ist, die sie Ihnen anvertraut. Es gibt immer die Gefahr, dass das in den Kopf steigt! Deshalb betont die Kirche das und sagt: Achtung, diese Herrschaft soll ein Dienst sein. Der Heiland selbst hat den Aposteln gesagt: „Ihr wollt groß sein, Ihr wollt die Ersten sein, dann seid die Diener.“ Aber die Herrschaft bleibt, doch in diesem Sinne [des Dienens] sollen Sie sich den Gläubigen nähern. Noch mehr, noch weiter: Die hl. Messe, die Sakramente, der Glaube, die Wahrheiten, die Sie zu verkünden haben, nichts von dem gehört Ihnen, nichts! Deshalb fürchtet die Kirche, nein, viel mehr als fürchten, sie will nichts von eigenständigen Priestern wissen. Der Priester muss in der Kirche eingewurzelt sein. Freie Elektronen gibt es bei den Priestern nicht. Das bedeutet auch, richtig verstanden, Gehorsam, Gehorsam der Kirche gegenüber, Verwalter sein, Rechenschaft ablegen. Die eigentliche Bestimmung des Apostolates, wo Sie wirken werden, das wird durch die Menschen der Kirche festgelegt, durch Ihre Oberen. Da haben Sie nichts zu sagen. Wir leben in einer ganz gefährlichen Zeit: Gerade dieser Gedanke der Gemeinschaft, auch der Kirche, wird unglaublich verletzt durch sehr viele Umstände, Ursachen, aber die Gefahr, sich selbstständig zu machen, ist groß. Aber man soll sich doch verteidigen! Richtig. Man darf nicht mehr alles einfach annehmen. Richtig! Aber was sind die Beweggründe? Meiner Meinung nach, was die Kirche immer gelehrt hat, was die Kirche immer gemacht hat, was wir eben Tradition nennen. Der hl. Thomas sagt es ganz deutlich, er weiß, dass die Menschen, auch die Oberen, zerbrechliche Gefäße sind, sie können sich irren, können Dummheiten machen, bis ganz nach oben! Darum fragt er: „Was sollen wir tun? Dürfen wir etwas Eigenes machen? Sind wir dann frei?“ Er sagt: Nein, wir sind es nicht! Wenn wir in Umständen leben, die mit den allgemeinen Anordnungen der Kirche nicht mehr übereinstimmen, dann sollen wir uns fragen: Was würde der Gesetzgeber unter diesen Umständen tun?“ Der Blick auf die Obrigkeit gerichtet: Was würde sie tun, wenn die Zeiten normal wären? Danach werden wir uns richten, was die Kirche immer getan hat.

Sie wurden vom lieben Gott erwählt, und derselbe Gott bestimmt auch alle Umstände. Er hat Sie auserwählt mit einer unglaublichen Sorgfalt, und diese Umstände, alle Widerwärtigkeiten, diese Gefahren, alles das wurde vom göttlichen Heiland bestimmt oder erlaubt. Auf jeden Fall für Sie gewählt! Wir leben in einer unglaublichen Krise der Kirche, das bedeutet aber nicht, dass der liebe Gott die Kontrolle verloren hätte. Im Gegenteil! Wie Schafe unter die Wölfe werden Sie gesandt, das hat er schon seinen Aposteln gesagt. Nichts Neues! Aber er gibt Ihnen auch die Mittel, um diese Sendung unter diesen Umständen zu erfüllen, nämlich die Seelen zum lieben Gott zu führen, die Seelen zu retten. Und alle diese Umstände: die Macht der Feinde, ihre Arglist, alles, was Sie wollen, es spielt keine Rolle – der liebe Gott steht darüber! Aber das bedeutet nicht, dass es keine Gefahr gibt, dass die Lage der Kirche nicht erbärmlich wäre…

Übrigens ist es unglaublich interessant, gerade, was wir jetzt erleben, was jetzt in der Kirche geschieht mit der Reform der Kurie, mit dieser neuen Amazonas- Synode. Lesen Sie das kleine Buch von einem Bischof von Regensburg, Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit. 1973 hat er es geschrieben, man könnte denken, er bezieht sich auf das Konzil. Sie können es nehmen und lesen. Da wird beschrieben, dass die Feinde der Kirche, also einerseits die Freimaurerei, die Alta Vendita, die okkulten Kräfte, das geplant haben, was wir vor unseren Augen als Versuch der Verwirklichung sehen! Unglaublich! In diesem Buch wird beschrieben, wie ein Apostat, ein Priester, der die Kirche verlassen hat – Rocca ist sein Name – ein Franzose, die Dinge vor dem 20. Jahrhundert beschrieben hat. Er ist, soviel ich weiß, 1890 oder 91 gestorben. In dem Buch Il Santo, der Heilige, beschreibt er, dass es ein ökumenisches Konzil geben wird und dass dank dieses Konzils die hl. Messe geändert wird, angepasst, harmonisiert mit der modernen Welt. Da wird gesagt, dass der Papst selbst das Petrusamt zerstören wird. Da wird beschrieben, wie die Priester ihre priesterliche Kleidung ablegen werden. Es ist schwer zu glauben, dass das genau so beschrieben wurde, was jetzt vor unseren Augen geschieht. Aber es ist so! Dieses Buch haben nicht wir erfunden, ein jeder kann es lesen. Man sieht, es gibt Feinde der Kirche und die sind lebendig, sie sind am Wirken, und es geht weiter. Gut, aber wir wissen, dass es auch den lieben Gott gibt! Und wenn der liebe Gott einmal sagt: Jetzt ist Schluss, dann ist es fertig! Aber bis dahin erlaubt er diese Prüfung. Zurzeit sehe ich eine große Gefahr, und das ist die Gefahr, einfach alles zur Seite zu schieben: Ich will nichts mehr davon hören. Das ist eine große Gefahr: Wir sehen alle die Angriffe gegen den Glauben, gegen alles, was die Kirche gemacht hat, gegen das Heilige, und die Leute sind empört, skandalisiert, das ist schon verständlich, aber aufpassen! Diese Kirche mit all diesem Elend bleibt die Kirche Christi, die heilige Kirche, unsere Mutter. Gott ist gewaltig genug, um es zu wagen, seine Schätze zerbrechlichen Wesen anzuvertrauen; so ist der Priester. Deshalb diese ständige Einladung der Kirche zur Tugend, zum Üben der Tugend, zur Abtötung usw. So soll das Leben des Priesters danach trachten, diesen Schätzen zu entsprechen, die der liebe Gott in die Herzen eingießen wird, weil es keine Aufspaltung gibt zwischen dem Heiligtum, das Sie jetzt werden, und Ihrem Leben, denn Sie bleiben Menschen. Aber wie viele Male in diesen Weihen sagt die Kirche durch den Bischof: Potens est enim Deus ut augeam gratiam suam – der liebe Gott ist mächtig genug, um seine Gnade in dir wachsen zu lassen. Wer heiligt uns? Sind wir es? Es ist der Heiland: Tu solus sanctus. Der einzige Heilige, er heiligt uns. Von uns will er unseren guten Willen. Von uns will er diesen Glauben, wenn möglich einen Glauben, der Berge versetzt.

Er schenkt Sie der Welt, dieser wahnsinnigen, verrückten, so feindlichen Welt. Er schenkt Sie, er wagt es, jetzt. Aber Sie gehen nicht alleine, er bleibt bei Ihnen, er hat es versprochen, bis zum Ende. Sie gehen nie alleine zu den Seelen! Sie tragen den Heiland zu den Seelen. Wenn wir, meine lieben Gläubigen, um die Liebe Gottes zu seinen Priestern wüssten. Wenn wir wüssten. Das übersteigt jedes Verständnis. Also, haben Sie keine Angst! Auch wenn die Lage angsterregend ist… denn Sie gehen nicht im eigenen Namen, Sie gehen in nomine Domini, im Namen des Herrn, um das weiterzuführen, was er getan hat. Und wenn Sie zu leiden haben, wenn Sie Missverständnisse, Widerwärtigkeiten, wenn Sie sogar, es kann geschehen, ins Gefängnis kommen, und weiß Gott, was noch kommt, haben Sie keine Angst, keine Angst wegen der Ausübung des Priestertums. Wann wurde der Heiland am wirksamsten? Als er am Kreuz angenagelt war. Er konnte sich nicht einmal mehr bewegen, seine Hände: angenagelt, seine Füße: angenagelt, keine Bewegung möglich; ganz gelähmt, menschlich gesehen am Ende. Da bewirkt er das meiste! Wenn Sie irgendetwas für den Heiland zu leiden haben, dann haben Sie eine gewisse Verähnlichung mit der Kreuzigung, mit dem Kreuze Jesu. Und ich kann es Ihnen versprechen: Das gehört zum Priestertum. Sacerdos et victima – Priester und Opfergabe. So ist der Heiland, so sind seine Priester. Erflehen wir vom lieben Gott diesen Opfergeist. Das ist kein Masochismus, ganz und gar nicht, Leid tut weh, immer, aber was für eine Wirkung! Ein Leid, das Seelen rettet, das Seelen für die Ewigkeit in der göttlichen Glückseligkeit gewinnt! Es lohnt sich! Noch dazu jeden Tag, bei jeder hl. Messe eine Verherrlichung Gottes, die nur Gott sich geben kann, die Verherrlichung des Gottmenschen, eine unendliche, ohne Begrenzung, ein Lob Gottes, eine Verherrlichung der unermesslichen Majestät Gottes, das bringen Sie jeden Tag am Altar dar, verbunden mit dieser abgrundtiefen Bitte um Verzeihung, um das Erbarmen des lieben Gottes für diese unbeschreibliche Haltung der Menschen Gott gegenüber.

Priester auf ewig. Ich mag das Wort Priesteramt nicht. Warum? Weil Amt denken lässt, dass es aufhört. 65 – Ruhestand, das gibt es beim Priester nicht. Auf ewig – sacerdos in aeternum. Und genauso wirksam, vom ersten Tag Ihres Priestertums an verlieren Sie überhaupt nichts von dieser priesterlichen Wirksamkeit. Die menschlichen Kräfte können nachlassen, Sie können krank werden, im Bett liegen, macht nichts; die Wirkung bleibt dieselbe, denn wieder einmal: Sie sind nicht mehr Sie selbst, Sie sind Jesus. Aus Ihrem Munde erwarten die Gläubigen das Wort Jesu, nichts anderes, das wollen sie. Heilbringende Worte, Heiligung, Verzeihung.

Gehen wir zur Gottesmutter. Ich glaube, diese Zeit, in der wir leben, gehört der Gottesmutter, das ist die Zeit der Gottesmutter, des barmherzigen Herzens, des Unbefleckten Herzens Mariä. Sie will, sie soll Ihr Priestertum schützen. Arbeiten Sie mit ihr! Sie ist die Vermittlerin aller Gnaden. Alle Gnaden, die durch Sie zu den Gläubigen gelangen, kommen durch die Gottesmutter, so nahe ist sie ihren Priestern. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Menschen zur Muttergottes zu bringen, sie wird sorgen, dass sie zum lieben Gott gelangen, keine Angst. Wir wollen ihr heute Ihre ganze priesterliche Tätigkeit anvertrauen, seien Sie Priester Mariens! Erflehen wir von ihr dieses Feuer, diesen unermüdlichen Glauben, Hoffnung schenkend, Liebe verbreitend, zur größeren Herrlichkeit Gottes und für das Heil der Seelen. Amen.

Aus der Predigt von S. E. Mgr. Bernard Fellay bei den Priesterweihen am 29. Juni 2019 in Zaitzkofen

+

 

Hl. Vinzenz von Paul – 19. Juli

Der große heilige Vinzenz von Paul ist sicher einer der meist verkannten Heiligen der Kirche. Hinter seinem Namen werden bis zum heutigen Tag weltweit täglich Millionen von Euro umgesetzt. Barmherzigkeit. Dabei hat er nie gesagt, Gott lieben bedeute, man solle viel Geld verdienen, sondern Gott lieben heißt für die Mitmenschen schwitzen.

Euer erster Gedanke beim Aufstehen soll Gott gelten.
Bringt ihm all eure Gedanken, all eure Worte
und Werke des kommenden Tages dar.
Fasst den Vorsatz nichts zu tun,
was ihm missfallen könnte.

Vinzenz von Paul (24. April 1581 – 27. September 1660) wirkte in Paris. Er wurde bereits wenige Jahrzehnte nach seinem Tod von Papst Klemens XII. 1737 heiliggesprochen. Sein Feiertag im traditionellen katholischen Kalender ist der 19. Juli.

Der heilige Vinzenz von Paul war von Geburt ein Franzose; er wurde zu Puy unweit von Dax in Aquitanien geboren. Schon von Kind an offenbarte er eine hervorragende Liebe zu den Armen. Von der Weide der Herde seines Vaters weg wurde er zum Studium berufen. Die allgemeine Bildung empfing er zu Aix, die theologische zu Toulouse und Saragossa. Nachdem er die heilige Priesterweihe empfangen und den theologischen Doktorgrad erworben hatte, geriet er in die Gewalt der Türken, die ihn gefangen nach Afrika schleppten. Doch in der Gefangenschaft gewann er seinen Herrn wieder für Christus. Mit ihm entfloh er unter dem Beistand der Gottesmutter aus dem Lande der Barbaren und pilgerte zu den Gräbern der Apostel. Von dort kehrte er nach Frankreich zurück und verwaltete zunächst die Pfarrei Clichy, dann Chatillon. Vom König wurde er zum Hauptseelsorger für die Geleerensträflinge in Frankreich ernannt. Es ist staunenswert, mit welchem Eifer er sich um das Seelenheil der Führer und der Ruderknechte bemühte. Vom heiligen Franz von Sales wurde er mit der Leitung der Schwestern von der Heimsuchung betraut. Fast 40 Jahre lang trug er dieses sorgenvolle Amt und tat es mit einer solchen Klugheit, daß er in hohem Maße das Urteil dieses heiligen Bischofs bestätigte. Dieser gestand nämlich, er kenne keinen würdigeren Priester als Vinzenz.

Unermüdlich widmete er sich bis ins hohe Greisenalter dem Unterricht der Armen, insbesondere der Bauern. Zu diesem apostolischen Werk verpflichtete er sich und die Mitglieder der Genossenschaft, die er unter dem Namen Missionspriester gründete, ganz besonders durch ein ewiges Gelübde, das von Apostolischen Stuhle bestätigt wurde. Was er für die bessere Ausbildung des Klerus gearbeitet hat, das bezeugen die Seminarien, die er für die älteren Kleriker errichtete, die häufigen Besprechungen der Geistlichen über göttliche Dinge und die geistlichen Übungen vor dem Empfang der heiligen Weihe. Für diese wie auch für die Einkehr der Weltleute sollten die Häuser seiner Genossenschaft gern offenstehen. Zur Förderung des Glaubens und der Frömmigkeit sandte er zudem Arbeiter für das Evangelium nicht nur in die Provinzen Frankreichs, sondern auch nach Italien, Polen, Schottland, Irland, selbst zu den Barbaren und Indern. Nach dem Tode Ludwigs XIII., dem er als Tröster beim Sterben beistand, wurde er von der Königin Anna von Österreich, der Mutter Ludwigs XIV., in den Kronrat berufen. Mit größtem Eifer wirkte er nun darauf hin, daß nur die Würdigsten mit der Leitung der Kirchen und Klöster betraut wurden, daß die Streitigkeiten unter den Bürgern, die Duelle, die umherschleichenden Irrlehren unterdrückt wurden – er brauchte nur von Irrlehrern zu hören, da bekam er einen Schrecken – und daß den Anordnungen des Papstes von allen der schuldige Gehorsam geleistet wurde.

Es gab keine Not, der er nicht wie ein Vater begegnet wäre. Die unter dem Joch der Türken schmachtenden Gläubigen, verlassene Kinder, ungeratene Söhne, gefährdete Jungfrauen, vertriebene Klosterfrauen, gefallene Frauen, zu den Galeeren Verurteilte, kranke Pilger, arbeitsunfähige Handwerker, selbst Geistesschwache und unzählige Bettler, sie alle nahm er in seine heute noch bestehenden Zufluchtshäuser und Hospitäler auf und sorgte liebevoll für sie. Lothringen, der Champagne, der Picardie und anderen durch Pest, Hunger und Krieg heimgesuchten Ländern brachte er reiche Hilfe. Er gründete zahlreiche Vereinigungen, die die Armen aufsuchen und unterstützen sollten, darunter die berühmte Vereinigung von Frauen und die weit verbreitete Schwesterngenossenschaft, barmherzige Schwestern genannt. Er gab auch den Anstoß zur Gründung der Schwestern vom heiligen Kreuz, von der göttlichen Vorsehung und von der heiligen Genovefa zur Erziehung des weiblichen Geschlechtes. Bei diesen und noch anderen wichtigen Unternehmungen war sein Geist allzeit auf Gott gerichtet; gegen alle war er freundlich, sich selbst stets gleich, schlicht, aufrichtig, demütig, Ehrungen, Reichtümern und Vergnügungen stets abhold.

Man hörte ihn sagen, nichts könne ihm gefallen außer in Jesus Christus, den er in allen Dingen nachzuahmen suchte. Durch seine Abtötungen, seine Arbeiten und durch das Alter aufgerieben, starb er schließlich eines sanften Todes am 27. September im Jahre des Heils 1660 im Alter von 85 Jahren zu Paris im Hause des heiligen Lazarus, dem Hauptsitz der Missionskongregation. Durch seine Tugenden, seine Verdienste und durch Wunder war er berühmt. Klemens XII. nahm ihn unter die Heiligen auf und setzte sein Fest auf den 19. Juli fest. Leo XIII. aber bestellte diesen hervorragenden Helden der Gottesliebe, der sich um jeden Stand der menschlichen Gesellschaft hochverdient gemacht, auf Bitten vieler Bischöfe zum besonderen Patron bei Gott für alle Vereinigungen der christlichen Nächstenliebe in der ganzen katholischen Welt, die irgendwie auf ihn zurückgehen.

Oration:

Gott, Du hast den heiligen Vinzenz mit apostolischer Kraft ausgerüstet, so daß er den Armen das Evangelium verkünden und die Würde des geistlichen Standes heben konnte; gib, wir bitten Dich, daß wir, die wir seine frommen Verdienste ehren, auch durch sein Tugendbeispiel uns belehren lassen; durch unsern Herrn.

+

 

Neun Söhne und sieben Töchter

Das hat mich doch ziemlich beeindruckt!

Jeni Bonell wollte ursprünglich keine Kinder haben. Die heute 47-jährige Frau traf ihren Ehemann Ray und zusammen hat das Ehepaar heute 16 Kinder:

Jesse 26 Jahre,
Brook 25 Jahre,
Claire 23 Jahre,
Natalie 21 Jahre,
Karl 19 Jahre,
Samuel 18 Jahre,
Cameron 16 Jahre,
Sabrina 15 Jahre,
Timothy, 13 Jahre,
Brandon 11 Jahre,
Eva 10 Jahre,
Nate 9 Jahre,
Rachel 8 Jahre,
Eric 6 Jahre,
Damian 5 Jahre,
Katelyn 2 Jahre.

Quelle – https://www.dailymail.co.uk/femail/article-3786277/Queensland-mother-16-admits-didn-t-want-children.html

+

 

Oh Mann, deine Kleidung

Ich rede hier nur von der bürgerlichen Kleidung. Bei der engen Kleidung stellt sich der Körperbau in seiner ganzen Gestalt dar. Die Griechen und Römer würden, wenn sie wieder aufstünden, über unsere Kleidung nicht genug erstaunen können. Die Goten und Lombarden hatten zwar keine talarische Kleidung, doch reichte sie bis über die Waden. Vor 60 Jahren wäre es unanständig gewesen, in kurzer Kleidung auf öffentlicher Straße zu erscheinen. Jetzt kommt man damit in die Kirche zur heiligen Kommunion. [Selig, der wacht und seine Kleider bewahrt, dass er nicht nackt wandle und man seine Schande sehe] (Offenb. XVI, 15). Türken, Perser, Chinesen fühlen das Schändliche an unserer Kleidung. In dieser dürften wir nicht vor ihnen erscheinen.

Auch der männliche Haarputz, wo alles durcheinander geht und die hinteren Haare empor gestrichen werden, ist eine Eigenheit unserer Zeit. Bei allen Nationen steckt das Gefühl in der Menschheit, dass die Engel mit Locken abgebildet werden. Ob Gottes Allgegenwart diese Sache länger ertragen werde, ist zu bezweifeln. Die Medizin aber möchte bitter werden!

(Die dritte von 6 Eigenheiten unserer Zeit – von Georg Michael Wittmann, 1760-1833, aus: Faszinierendes Priestertum, Georg Michael Wittmann: Vorerinnerungen über die Eigenheiten unserer Zeit. Patrimonium 2016)

+

 

Skapulierfest U.L.F. vom Berge Karmel – 16. Juli

Wenn wir das Skapulier anlegen, dann tun wir nichts anderes als ein Kleidungsstück von jemand anders anziehen. Man nennt das Skapulier auch das „Kleid Marias“. Das Skapulier gehört der Gottesmutter Maria. Es ist ein Symbol für ihren schützenden Mantel.Wenn wir dieses Kleid anziehen, dann übernehmen wir etwas, das Maria gehört. Wir treten sozusagen in ihren Privatbereich ein, wir sind ganz nahe bei ihr, es geht etwas von der Ausstrahlung Marias auf uns über. … Die Kleidung, die wir tragen, betont unsere Würde als Menschen. – Das Skapulier erinnert uns daran, dass diese Würde von Gott kommt. Es hilft uns, entsprechend unserer Würde zu leben, so wie Maria …

(Sven Raube, Pfarrer der Pfarrei St. Josef Wilhelmsthal)

Gebet zur seligen Jungfrau vom Berge Karmel

O allerseligste, unbefleckte Jungfrau, Zierde und Glanz des Berges Karmel, du blickst mit besonders gütigem Auge auf den, der mit deinem gesegneten Gewand bekleidet ist. Blicke gnädig auch auf mich und umhülle mich mit dem Mantel deines mütterlichen Schutzes. Stärke meine Schwäche mit deiner Macht, erleuchte die Finsternisse meines Geistes mit deiner Weisheit, vermehre in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Hilf mir, deinem Sohn Jesus stets treu zu sein. Stehe mir bei im Leben, tröste mich im Tod mit deiner liebenswürdigen Gegenwart und stelle mich der Heiligsten Dreifaltigkeit vor als dein Kind, um dich im Himmel zu loben und zu preisen. Amen.

+