Das Lebensrecht Ungeborener ist unantastbar! – Termin einplanen!

Wer kommen kann, soll kommen!

Aufruf durch den „Kardinal-von-Galen-Kreis“

Am 16. März 2019, kurz vor dem Jahrestag des Todes unseres Seligen Clemens August Kardinal von Galen, findet der nächste Termin „1000 Kreuze für das Leben“ (EuroProLife) statt.

Aus Solidarität mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft, denen aus den verschiedensten Gründen das Recht auf Leben verweigert wird, schließen wir uns diesem Gebetszug an. Beginn 14.30 am Ägidiiplatz in Münster. Der weiteste Weg zur Teilnahme lohnt sich!

Münster ist eine der wenigen Bischofsstädte, in denen der Gebetszug für das Leben stattfindet. Wenn Kardinal von Galen noch leben würde, würde er sicher den Gebetszug anführen.

Unserem Bischof Dr. Genn gefällt die Art der Durchführung dieser Veranstaltung nicht. Auf unsere Bitte, seine Vorstellungen für die Durchführung zu unterbreiten, die wir gerne an den Veranstalter weiterleiten wollten, ließ er Weihbischof Dr. Hegge antworten, von dem nichts Substanzielles zu erfahren war.

So hoffen wir, daß sich Bischof Genn wenigstens vom Vorbild bischöflicher Amtsbrüder inspirieren läßt, die bei verschiedenen Gelegenheiten an anderen Orten in und außer Deutschland Zeugnis für das Lebensrecht Ungeborener (ge)geben (haben).

Wir meinen: Erst wer sich dem tobenden – satanistischen – Ansturm gegen den Gebetszug entgegenstellt, hat auch ein Recht, an der Art der Durchführung Kritik zu üben. Angst ist und war schon immer ein schlechter Ratgeber.

Darum bitten wir alle, sich am Gebetssturm für Bischof und Weihbischöfe und Generalvikar zu beteiligen, damit sie durch ihre Teilnahme Zeugnis für das Lebensrecht der Ungeborenen geben.

Gott segne alle, die am Gebetsmarsch teilnehmen!

Kardinal-von-Galen-Kreis

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Anna Bergmann: Organ-„Spende“ – Das andere Sterben

Postmortale Organspende, Spende nach dem Tod, Kadaverspende – solche Redewendungen sind in Gesetzestexten, medialen Darstellungen und auf Organspendeausweisen üblich. Diese Todesrhetorik täuscht vor, jeder Mensch könne – egal ob er Zuhause, auf der Straße oder im Krankenhaus stirbt – Organspender werden. Die Vorstellung von der Organspende nach dem Tod ist von der deutschen Bevölkerung durch die seit mehreren Jahrzehnten in öffentlichen Räumen geführten Werbekampagnen für Organspende so verinnerlicht worden, dass mittlerweile Leichenbestatter von Angehörigen gefragt werden, wo ihre toten Verwandten noch Organe spenden können.

Die verbreitete Unwissenheit über die Voraussetzungen und Bedingungen einer Organspende ist das Resultat der unter Mithilfe der christlichen Kirchen

Bitte lesen Sie den ganzen, außerordentlich wichtigen Artikel der Medizin- und Kulturhistorikerin Frau Prof. Dr. Anna Bergmann, veröffentlicht in Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V.

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Morden ohne Grenzen …

oder: Abtreibung UNDENKBAR machen!

Während in der Europäischen Union, insbesondere in Deutschland, der amerikanische Präsident Trump von Beginn seiner Amtszeit an als Feindbild angesehen wird, so ist er doch der derzeit mächtigste Lebensschützer. Er zeigt sich beispielsweise als erbitterter Gegner der Abtreibung und versucht dies in seinen gesetzgeberischen und politischen Entscheidungen umzusetzen. Dies wird nicht nur von „unseren politischen Eliten“ abgelehnt; auch die US-amerikanischen Linke widersetzt sich ihrem Präsidenten.

Nun hat am 22. Januar, dem 46. Jahrestag des Urteils „Roe gegen Wade“, der Gouverneur von New-York nach der Entscheidung durch den Senat des Bundesstates, ein Gesetz unterzeichnet, das die Tötung ungeborener Kinder bis zur Geburt, also neun Monate lang, legalisiert. „Roe gegen Wade“, war im Jahre 1973 das Grundsatzurteil in den USA, mit dem der Oberste Gerichtshof die Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche legalisierte. Damit entstand ein Riss quer durch das Land und seine Bevölkerung. Millionen von Menschen wurden seither vor ihrer Geburt getötet.

Vor allem junge Lebensschützer in den USA demonstrieren seit Jahren immer wieder bei großartigen Märschen für das Leben und für ein Ende der Abtreibung. Dabei erhalten sie Unterstützung von US-Präsident Donald Trump und seinem Vizepräsident. Dies missfällt der aggresiven Linken, die sich vor allem in der „Demokratischen Partei“ sammelt.

Im US-Bundesstaat New-York, wo die Demokratische Partei traditionell die Mehrheit inne hat, gelang nun der politischen Linken ein gewaltiger Schlag gegen den „rechten“ Präsidenten. Mit einer Mehrheitsentscheidung stimmte der Senat von New-York für die Abtreibung über den bisherigen Zeitraum hinaus. Abgetrieben werden kann nun straffrei bis zum neunten Monat.

Diese Gesetzesänderung wurde am 22. Januar 2019 von Gouverneur Andrew Cuomo, einem Katholiken und Demokraten, unterzeichnet und damit die Ermordung ungeborener Kinder bis zur Geburt legalisiert.

Abtreibung UNDENKBAR machen!

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Danach habe ich mich geschämt

Roberto de Mattei schreibt in der Übersetzung von Giuseppe Nardi über „Erfolg und Scheitern von ′68“. Darin findet sich folgender Abschnitt, der mich beim Lesen an meine Jugend erinnert hat.

Zitat:
′68 war keine politische Revolution, sondern eine moralische Revolution, die beabsichtigte, den Menschen von den traditionellen Moralvorstellungen zu „befreien“, um eine „herrschaftsfreie Gesellschaft“ zu errichten, in der die Lebensenergie sich spontan in einer neuen sozialen Kreativität ausdrückt. Der Marxismus war dahingehend zu überwinden, weil er seine revolutionäre Offensive nur auf den politischen Aspekt im engeren Sinn beschränkte, ohne auf den wirklich familiären und persönlichen Bereich einzuwirken. Die Revolution sollte hingegen in das tägliche Leben hineingetragen werden, um das Wesen des Menschen selbst zu verändern, ohne sich auf den äußeren und oberflächlichen Aspekt zu beschränken, zu dem sie die klassische, marxistische Perspektive zu verurteilen schien. Die Parole „Verbieten verboten“ brachte die Ablehnung jeder Autorität und jedes Gesetzes zum Ausdruck im Namen einer Befreiung der Instinkte, der Bedürfnisse und der Wünsche. Die sexuelle Freiheit und die Drogen waren die beiden Zutaten, um die neue Lebensphilosophie zu bekräftigen.
Hier den ganzen Artikel lesen

Die angesprochene „moralische Revolution“ ging hinein in die Familien und in den Religionsunterricht. Wer Anfang der 50er Jahre geboren wurde befand sich in jener Zeit mitten in der Pubertät. „Aufklärung“ war ein großes Thema. Die Burschen tuschelten unter sich darüber, – nach den Hausaufgaben in der Freizeit oder beim Sport. Auch in der katholischen Jugendgruppe wurde darüber geflachst, und, wenn der Gruppenführer dabei war, ernsthaft gesprochen. Das heißt, man konnte Fragen stellen und bekam vielleicht seine Neugierde ein wenig gestillt. Auf jeden Fall waren die Informationen anders als im familiären Gespräch, oder besser, im Gespräch mit Vater oder Mutter.

Dann kam „Helga“. Das war ein Aufklärungsfilm, der erste dieser Art. Im Untertitel hieß der Film, der im Kino gezeigt wurde „Helga – Vom Werden des menschlichen Lebens“. Das klang unverfänglich. War dieser Film möglicherweise die Befreiung der Eltern von vielleicht lästigen Fragen, mehr noch, von schwierigen Antworten? Im Religionsunterricht kam auch der Kaplan nicht um das Thema „Aufklärung“ und um „Helga“ herum. Schließlich war er es, der den Vorschlag machte, wir Schüler sollten unsere Eltern um Erlaubnis fragen, den Film in Kino sehen zu dürfen. Untermauert wurde der Vorschlag des Kirchenmannes mit seinem Hinweis, dieser Aufklärungsfilm sei von der Bundesregierung gedreht worden und die Gesundheitsministerin (Käte Strobel, SPD) habe ihn eigens überwacht und empfohlen. Dann konnte der Film also nur gut sein und sicher ganz im Sinne der katholischen Kirche.

Tatsächlich bekam ich die elterliche Erlaubnis, weil ja der Kaplan die Empfehlung ausgesprochen hatte. Mit ein paar Klassenkameraden waren wir sonntags nachmittags im Kino. Natürlich haben wir interessiert hingesehen, manchmal auch weggesehen oder die Augen geschlossen. Nach dem Film, ich erinnere dies ganz genau, habe ich mich geschämt.

Der nach heutigem Ermessen eher harmlose Film, – zumindest im Vergleich mit so manchen heutigen Fernsehfilmen -, war für viele der Einstieg in sexuelle Ungezügeltheit. Ja, auch daran erinnere ich mich. Die sexuelle Befreiung, die moralische Revolution, hatte begonnen. In den späten 60er und vor allem in den 70er Jahren wurden unzählige Sex-Filme gedreht, die auch im TV gezeigt wurden. Heute weiß man, dass es Pornofilme waren. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen -wahrscheinlich vor allem Männer- solchen Schund angesehen haben. Und wie man gelegentlich hört und liest, ist das Geschäft mit Pornofilmen vor allem durch das Internet immer noch im Höhenflug. Heute ist sexuell alles erlaubt; am Schlimmsten: die Abartigkeiten werden sogar gelehrt.

Die falsche moralische Revolution hat bis heute weitgehend den Sieg davon getragen. Die Menschen haben sich befreit von traditionellen Moralvorstellungen. Doch wurde etwa eine „herrschaftsfreie Gesellschaft“ errichtet? Drückt sich die Lebensenergie der Menschen durch eine „neue soziale Kreativität“ aus? Oder wurden tatsächlich nicht eher die niederen Instinkte des Menschen geweckt? Jene Wünsche, die heute mit „Spaß haben“ wollen so harmlos daherkommen. „Just for fun“ soll alles sein, und zwar jetzt und sofort. Jene „sexuelle Befreiung“, das Abschaffen der Moral und natürlich, in deren Sog, die Drogen, waren jene Zutaten, die eine Lebensphilosophie begründeten, die heute als modernes Lebensgefühl bestimmt wird.

Was ist schon dabei. Das ist heute einfach so, und es macht doch jeder.

Oder?

Wollen wir uns damit zufriedengeben? Haben wir schon kapituliert?

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Lebende die tot sein sollen und die Widerspruchsregelung

Die Transplantationsmedizin benötigt zur Organspende Lebende, die zugleich tot sein sollen. Das ist schon ein ziemlicher intellektueller Spagat, ein seriös nicht auflösbarer Widerspruch. Im Jahre 1968 wurde deshalb an der Universität Harvard die sogenannte »Hirntoddefinition« entwickelt. Sie besagt, dass wegen einer als irreversibel angesehenen Schädigung des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms und wegen des damit verbundenen Ausfalls der integrativen Funktionen des Gehirns der Eintritt des Todes unumkehrbar sei. Dabei handelt es sich aber um keine gewöhnliche medizinische Diagnose, sondern um eine auf die Zukunft bezogene Prognose, die nur deshalb nicht falsifizierbar ist, weil der für »hirntot« erklärte Patient in der unmittelbaren Folge entweder durch die Organentnahme stirbt oder weil andernfalls die lebenserhaltende Intensivtherapie beendet wird. Danach ist der »Hirntote« in beiden Fällen unzweifelhaft tot.

Seit einer Änderung von § 2 Absatz 1a des Transplantationsgesetzes im Jahre 2012 schreiben die Krankenkassen in Deutschland alle Versicherten ab 16 Jahren – darunter Jugendliche, Schwerkranke, Suizidgefährdete oder Behinderte – regelmäßig an und erfragen ihre Bereitschaft zur Organspende. Der Staat übt dadurch bereits jetzt massiven moralischen Druck auf seine Bürgerinnen und Bürger aus: Wer nicht bereit ist, sich nach dem »Hirntod« Organe entnehmen zu lassen, soll sich schuldig fühlen, wenn anderen Menschen, deren Organe durch eine schwere Krankheit irreparabel zerstört sind, nicht geholfen werden kann.

Eine derart persönliche Frage sollte den Bürgern nicht dadurch aufgedrängt werden, dass sie einer Organentnahme ausdrücklich widersprechen müssen. Eine Widerspruchslösung käme einer sozialen und moralischen Pflicht zur Organspende gleich. Menschliche Organe sind aber keine Produkte, die bestellt und ausgeliefert werden können. Mit Blick auf die Würde des Menschen, die auch dem »Hirntoten« zukommt, macht das deutsche Transplantationsgesetz bisher die Organentnahme von einer Einwilligung des Betreffenden, seiner engsten Angehörigen oder einer anderen Person abhängig, die der potenzielle Organspender benannt hat.

Im Fall einer Widerspruchslösung gälte der Umkehrschluss:
»Im Zweifel gehören deine Organe uns.«

Ethische Debatten werden bei uns jetzt fast nur noch unter dem Aspekt des Organmangels geführt. Das ist jedoch keine hinreichende Rechtfertigung dafür, angeblich Toten Organe zu entnehmen, weil zuvor kein Widerspruch eingelegt wurde. Im Übrigen ist ja bereits der Begriff der »Spende« im Zusammenhang mit dem »Hirntod« ein zwar schon seit 50 Jahren selbstverständliches, aber dennoch im Grunde genommen unglaubliches sprachliches Monstrum: Ich wüsste nämlich ansonsten keinen Lebenssachverhalt zu benennen, bei dem ein Spender seine Spende grundsätzlich nicht überleben kann.

»Angeblich Tote« – Der Hirntod als Tod des Menschen?

In der Fachwelt gibt es inzwischen massive Zweifel sowohl an der eindeutigen Diagnostizierbarkeit des »Hirntodes« wie auch an der Gleichsetzung von Hirntod und Tod des Menschen.

Dass diese Definition eine Wunschvorstellung, nicht aber eine biologische Realität ist, wird mittlerweile selbst von Wissenschaftlern zugegeben, die sie seinerzeit mit aufgestellt haben. Das erklärte uns zum Beispiel am 21. März 2012 der Pädiatrische Neurologe und langjährige Verteidiger der Hirntoddefinition Professor Alan Shewmon aus Los Angeles bei einer Anhörung des Deutschen Ethikrates in Berlin. Herr Shewmon stellte fest, dass sogenannte Hirntote noch längere Zeit biologisch leben können. So haben Frauen noch mehrere Monate nach dem Eintritt der mit »Hirntod« bezeichneten Situation Kinder geboren, Männer sind noch zeugungsfähig. Schon 2008 konzedierte der amerikanische Anästhesiologe, Kinderarzt und Medizinethiker Robert D. Truog von der Harvard-Universität gemeinsam mit seinem Kollegen Franklin Miller von den National Institutes of Health, die Praxis des Hirntod-Kriteriums habe tatsächlich die Tötung des Spenders zur Folge. Truog und Miller forderten aber gerade nicht als Konsequenz daraus, die derzeitige Praxis der Organentnahme zu beenden, sondern sie kamen zu dem wohl kaum widerspruchslos hinnehmbaren Schluss, dass die Regel, wonach der Spender tot zu sein habe, aufgegeben werden müsse: Die Tötung des Patienten durch Organentnahme solle künftig einfach durch den guten Zweck der Organspende als »gerechtfertigt« angesehen werden!

Professor Dr. med. Axel W. Bauer
(Leiter des Fachgebiets Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Von 2008 bis 2012 war er Mitglied des Deutschen Ethikrats, der Bundesregierung und Parlament in bioethischen Fragen berät)

Quelle: LEBENSFORUM, Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) 2. Quartal 2018

Siehe auch: Organspendewiderspruch

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Die „Widerspruchslösung“ ablehnen! – Den Staat stoppen!

„In Deutschland darf ein Arzt
kein Blut abnehmen,
keine Röntgenuntersuchung,
keine Operation durchführen
ohne Einwilligung des Patienten.
Das wird sehr streng durchgesetzt.

Und eine, meist die größte, Operation am Ende des Lebens
soll ohne Zustimmung des Patienten
durchgeführt werden?
Weil der Gesetzgeber diese Zustimmung schon gegeben hat?
Das kann nur für irrwitzig gehalten werden.

In Deutschland gilt eine, zumal invasive, Behandlung eines Patienten
als Körperverletzung.
Das ist nur in Deutschland so.
Und für diese monströse Operation
am Lebensende
willigt der Staat für uns ein?“

Dr. Martin Stahnke, 2.Vorsitzender
„KAO – Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V.“

Lesen Sie hier: KAO e.V. lehnt die „Widerspruchslösung“ ab

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Frage der Eltern: „Was wird aus meinem Kind werden?“

Erziehungsziel Bekenner

[…] Die Ziele vieler Eltern sind reichlich unbestimmt. Galt in den Nachkriegsjahrzehnten weithin die zumindest hoffnungsvolle Devise: „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben als wir“, so scheint mittlerweile eine andere Stimmung vorzuherrschen.
Zwar planen ehrgeizige Eltern auch weiterhin frühzeitig und bis ins Detail die Karriere ihres Nachwuchses, fordern und fördern ihn auf alle nur erdenkliche Weise, spornen ihn zu harter, zielstrebiger Gangart an und helfen nötigenfalls dem Erfolg mit kraftvollen Maßnahmen nach. Doch insgesamt dürfte das eher die Ausnahme sein. Und ist diese Art von Zielstrebigkeit überhaupt wünschenswert?

Für gläubige Menschen gibt es jedenfalls Wichtigeres zu erreichen als Geld, Macht und Ansehen.

Was aber, wenn auch christliche Eltern keine klaren Vorstellungen haben? Wenn, allen Erwartungen zum Trotz, nicht die Regel gilt: Je gläubiger ein Erzieher, desto eindeutiger seine Ziel-Ausrichtung und desto konsequenter Wahl und Einsatz der entsprechenden Mittel? Wo die hohen Ideale und die konkreten Ideen, die zu ihrer Verwirklichung nun einmal nötig sind, fehlen, da breitet sich bald Resignation und Passivität, Ratlosigkeit und Unentschiedenheit aus. Genau das ist die Situation vieler, sehr vieler Familien.

Oftmals ist die Zielbestimmung der Erziehung auch bei gläubigen Eltern eine weitgehend negative. Das heißt: Es geht ihnen vor allem darum, was aus den Kindern nicht werden soll. Je nach Ausprägung des Glaubenslebens kann dann in bestimmten Entwicklungsphasen des Heranwachsenden das Denken der Eltern fast ausschließlich um einzelne Fragen kreisen wie die, ob er denn noch (!) seine Sonntagspflicht erfülle. So wichtig der Kirchgang am Tag des Herrn auch ist: Man wird zugeben müssen, daß er nicht den einzigen Richtwert für ein christliches Leben und, für sich genommen, auch keinen Beweis für eine gelungene Erziehung darstellt.

Nicht wenige religiöse Eltern zeigen sich besonders von der Sorge bestimmt, ihre Kinder mögen doch bitteschön „normal“ sein und bleiben, sich also nicht zu Exoten entwickeln. In den Vorstellungen solcher Erzieher geistert das Schreckgespenst des (tatsächlich auch hier und da real existierenden) überspannten und weltfremden Frömmlers herum: „Daß sich doch keines unserer Kinder in diese Richtung entwickeln möge – Gott bewahre!“

Daher die Beflissenheit, mit der sich solche Eltern um die Anpassung ihrer Nachkommenschaft an die vorherrschenden Strömungen bemühen, wo immer diese nicht in offenen Konflikt mit dem ausdrücklichen Gebot Gottes geraten. Kleidung und Frisur, Musik- und Filmkonsum, Verwendung von Kommunikations- und Unterhaltungsmedien – in allen diesen Bereichen ist zu beweisen, daß ein gläubiger Jugendlicher nicht rückständig und langweilig sein muß.

„Wie schön, wenn dieselben jungen Leute, die am Sonntag im Gottesdienst erscheinen, am Vorabend auch in der Disco waren!“ Die Aussage eines Geistlichen könnte man in umgedrehter Form wohl gelten lassen: „Wie schön, wenn die Discobesucher am Sonntag trotzdem zur Kirche finden.“ Andersherum aber zeugt sie von gefährlicher Naivität. Denn die statistische „Normalität“ unter heutigen Jugendlichen paßt ebenso wenig mit den bleibenden Normen der Schöpfungs- und Erlösungsordnung zusammen, wie eine Jugendkultur, die unwürdige Entfesselung predigt und schlußendlich dumpfe Betäubung bewirkt, mit dem Kult der heiligen Messe harmoniert.

(Ausschnitt aus einer Predigt von Pater Bernward Deneke, Petrusbruderschaft, Wigratzbad)

Ganze Predigt HIER

Was wid aus ihm werden…

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