Katholische Sozialisation

Bilder aus dem Karmel in Elk in Polen zeigen etwas, das bei uns eher verpönt ist. Während man hierzulande, so ganz aufgeklärt, nichts unternehmen möchte, was die Kinder in ihrer Entwicklung – oder gar religiösen Prägung – beeinflussen könnte, geht man, Gott sei Dank, in Polen noch ganz anders damit um: Kinder müssen frühzeitig an das herangeführt werden, was den Sinn des Lebens ausmacht. Religiöse Prägung ist notwendig und wichtig, sie ist die einfachste Möglichkeit der Evangelisation.

HIER wurde ich aufmerksam gemacht – und HIER gibt es noch mehr schöne Fotos.

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Heilige Therese vom Kinde Jesu und vom Heiligsten Antlitz – 3. Oktober

Therese von Lisieux. Ihr Ordensname lautet
„Thérèse de l’enfant Jesus“ (Therese vom Kinde Jesus);
sie selbst gab ihrem Ordensnamen später noch den Zusatz
„et de la Sainte Face“ (und vom Heiligen Antlitz).

Therese vom Kinde Jesu und vom Heiligsten Antlitz
Therese vom Kinde Jesu und vom Heiligsten Antlitz

Ihre Weihe an das Heilige Antlitz

O anbetungswürdiges Antlitz Jesu!
Da Du geruhtest, gerade unsere Seelen zu erwählen, um Dich ihnen zu schenken, kommen wir, sie Dir zu weihen. Wir vermeinen zu hören, wie Du, o Jesus, zu uns sprichst: „Tut Mir auf, meine Schwestern, meine vielgeliebten Bräute, denn mein Antlitz ist bedeckt mit Tau und meine Haare vom Sprühtau der Nacht.“
Unsere Seelen verstehen Deine Sprache der Liebe; wir wollen Dein sanftes Antlitz trocknen und Dich trösten, wenn die Bösen Dich vergessen. Ihren Augen bist Du noch wie verhüllt. Du bist verachtet, sie schätzen Dich nicht.

O Antlitz, schöner als die Lilien und Rosen des Frühlings!
Unseren Augen bis Du nicht verborgen. Die Tränen, die Deinen göttlichen Blick verschleiern, scheinen uns kostbare Diamanten, die wir sammeln wollen, um mit ihrem unendlichen Wert die Seelen unserer Brüder zu erkaufen. Aus Deinem verehrungswürdigen Mund haben wir die Liebesklage vernommen. Wir haben begriffen: Der Durst, der Dich verzehrt, ist ein Durst nach Liebe, und um ihn zu stillen, möchten wir unendliche Liebe besitzen.

Vielgeliebter Bräutigam unserer Seelen!
Hätten wir die Liebe aller Herzen, so wäre all diese Liebe für Dich. Wohlan, schenke uns diese Liebe und komm. Deinen Durst zu stillen in Deinen kleinen Bräuten.

Seelen, Herr, wir brauchen Seelen!
Vor allem Apostel- und Märtyrerseelen, damit wir durch sie die Menge der armen Sünder mit Deiner Liebe entflammen. O anbetungswürdiges Antlitz, wir können diese Gnade von Dir erlangen! Unsere Verbannung an den Flüssen Babylons vergessend, singen wir Deinen Ohren die süßesten Melodien. Und wir singen unsere Lieder nicht auf fremder Erde, weil Du die wahre, die einzige Heimat unserer Seelen bist.

O geliebtes Antlitz Jesu!
In Erwartung des Tages der Ewigkeit, an dem wir Deine unendliche Glorie schauen werden, ist unser einziger Wunsch, Deine göttlichen Augen zu erfreuen, indem auch wir unser Gesicht verbergen, dass hienieden niemand uns kenne.

Dein verschleierter Blick ist unser Himmel, o Jesus!

Therese im Klostergarten von Lisieux, Juli 1896
Therese im Klostergarten von Lisieux, Juli 1896