Zum Fest der Bekehrung des hl. Paulus ein Blick auf den Papst – 25. Januar

Zweifelsohne ist die geistliche Macht das Wesentliche am Papsttum, die weltliche Macht rechnet insoweit dazu, als sie zur Wahrnehmung der geistlichen Aufgaben erforderlich ist.

Also hat die katholische Kirche das Recht zu verlangen,
dass der unfehlbare Lehrer seines Glaubens
frei und unabhängig bleibe!

Die katholische Welt kann aber von dieser Freiheit und Unabhängigkeit
nur überzeugt sein,
wenn ihr Oberhaupt souverän ist,
weil nur der Souverän von niemandem abhängt.

(Donoso Cortés, Der Fall vom Abendland, 51)

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Bischof Dieser – unsäglich

Teil-1:

Offener Angriff deutscher Bischöfe auf Papst Benedikt XVI.

Die Aachener Nachrichten haben einen Mitarbeiter am Sonntag (23.01.2022) in den Dom zu Aachen geschickt. Der Journalist erwartete die Predigt des Diözesanbischofs Helmut Dieser, der etwas zum Missbrauchsgutachten von München zu sagen hatte. Der Journalist wurde nicht enttäuscht, und so lautet die Schlagzeile am Montag:

„Dieser fordert Schuldeingeständnis von Benedikt“.

Das Blatt schreibt, Dieser fordereangesichts des Münchner Missbrauchsgutachtens ein öffentliches Schuldeingeständnis des emeritierten Papstes Benedikt XVI.“

In seiner Predigt im Aachener Dom rief der Bischof aus:

„Es kann nicht dabei bleiben, dass Verantwortliche sich flüchten in Hinweise auf ihr Nichtwissen oder auf damalige andere Verhältnisse oder andere Vorgehensweisen. Denn deswegen wurden doch damals Täter nicht gestoppt und Kinder weiter von ihnen missbraucht!“

Dieser mahnte: „Auch Bischöfe, auch ein ehemaliger Papst, können schuldig werden, und in bestimmten Situationen müssen sie das auch öffentlich bekennen, nicht nur im Gebet vor Gott oder im Sakrament in der Beichte“.

Wie das Blatt weiter berichtet, habe auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, „desaströses Verhalten“ beklagt, das „von den Spitzen der Kirche“ komme: „Verdeckt und vertuscht wurde lange genug, jetzt ist die Zeit der Wahrheit.“

Ob diese Bischöfe mit ihren starken Worten Gott gefallen wollen?
Oder wollen sie doch wieder nur der Welt gefallen?

So schlimm und abscheulich jede Art des Missbrauchs auch ist – es ist nicht die Aufgabe der Bischöfe, die sich selbst offenbar selbst für fehlerfrei und integer halten, den Papst zu kritisieren. Es steht ihnen nicht gut zu Gesicht, wenn sie „Mitbrüder im Bischofsamt“ verunglimpfen und Forderungen an sie stellen.

Die „brüderliche Zurechtweisung“ ist ein Instrument der Diskretion und keine Glaubensvermittlung, die sie aufgrund eigener Betroffenheit oder einer ihnen von Teilen der Gesellschaft auferlegten Erwartungshaltung, lautstark auf der Kanzel verkünden müssten.

Dem einfachen Katholiken fällt zu all dem nur das Schriftwort Jesu ein:
„Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.“ (Joh 8,7)

Teil_2:

Die ARD-Doku „Wie Gott uns schuf“ …

… könne die katholische Kirche in eine weitere Glaubenskrise stürzen. So kündigt der Sender den Film an. Darin geht es um ein Thema, das für die Kirche immer drängender wird: homosexuelle Mitarbeiter.

(Quelle: PRO. Das christliche Medienmagazin)

Die Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ von Hajo Seppelt, Katharina Kühn, Marc Rosenthal und Peter Wozny rührt an einem wunden Punkt. Doch die Journalisten wollen mehr als nur ein wenig stören. Sie erhoffen sich, dass sich nun tatsächlich etwas ändert in der Katholischen Kirche. Das wurde bei einem Pressegespräch vor Veröffentlichung des Films deutlich. Hunderttausende Menschen arbeiten in Deutschland für die Kirche und ihre Einrichtungen. „Diese Menschen halten unsere Gesellschaft Tag für Tag am Laufen“, macht der Film klar. Doch unzählige von ihnen empfinden in sexueller Hinsicht etwas anderes als das, was die Katholische Kirche aus Gründen der Tradition oder der Theologie akzeptieren kann oder will. Die TV-Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ habe das Potential, „die Katholische Kirche in Deutschland in eine weitere Glaubenskrise zu stürzen“, teilte die ARD mit.

Der verantwortliche Autor, Hajo Seppelt, ist eigentlich bekannt aus dem Sport-Journalismus, doch das Thema seines aktuellen Films habe ihn seit vielen Jahren beschäftigt, sagte er vorab der Presse. „Ich bin katholisch sozialisiert, war Ministrant, Lektor und in Jugendgruppen aktiv.“ Schon damals fand er den Umgang der Kirche mit Fragen der Sexualität verstörend. Aber erst Jahrzehnte später, als mit dem deutschen Papst Benedikt erneut ein Hardliner an der Spitze der Weltkirche stand, reichte es ihm endgültig und er trat aus.

Rom verweist bei dem Thema auf Bibelstellen oder den Katechismus, der Homosexualität als „schlimme Abirrung“ und als „gegen das natürliche Gesetz“ oder als schlicht krank darstelle. Die Bibel verurteile gleichgeschlechtlichen Sex, klärt der Film auf, aber nirgendwo sei von Homosexualität als einer gleichberechtigten Liebesbeziehung („wie wir den Begriff heute verstehen“) die Rede. „Diese traditionelle Lesart des Vatikans ist auch in Kirchenkreisen für viele heutzutage überholt“, sagen die Autoren.

Die Katholische Kirche will verhindern, ein Problem mit ihrer Glaubwürdigkeit zu bekommen, erklären Kirchenrechtler. Diesen „Loyalitätsobliegenheiten“, die zu den „Grundsätzen der katholischen Glaubens- und Sittenlehre“ gehören, stimme jeder Arbeitnehmer kirchlicher Institutionen mit dem Arbeitsvertrag auch zu. Und diese Sittenlehre sieht Homosexualität als Sünde an.

Für die Dokumentation haben die Journalisten die Spitzen aller 27 deutschen Bistümer angefragt. Doch nur einer war bereit, sich zu äußern: Aachens Bischof Helmut Dieser.

Dieser sagt, dass das Kirchenrecht in dieser Hinsicht reformiert werden müsse. Er selbst habe seine Einstellung queeren Menschen gegenüber irgendwann geändert, erklärt er. Früher habe er in Homosexualität eine Störung gesehen, heute sei er überzeugt, „dass der Begriff ‚Mann‘ und ‚Frau‘ vielfältiger ist als nur: ‚Der Mann ist auf die Frau hin geschaffen, und die Frau ist auf den Mann hin geschaffen.‘

Der Bischof ergänzt noch eilig: „Ich entschuldige mich im Namen der Kirche für die Menschen, die in ihren seelsorgerlichen Begegnungen mit der Kirche verletzt wurden.

Bischof Dieser entschuldigt sich im Namen der Kirche?
Das zeugt von größter Überheblichkeit und Selbstüberschätzung!

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Die Kirche wird von INNEN aus den Angeln gehoben, nicht von außen!

Ich begreife nicht,
wie wir uns noch darüber wundern mögen,
dass es in der Kirche so viele und große Übel gibt,
wenn sogar jene,
die allen übrigen als Tugendmuster hätten dienen sollen,
das Werk, das der Geist der Heiligung vergangener Zeiten
im Klerus und in den Ordensständen hinterlassen hat,
so gründlich zerstören.

(aus: Teresa von Avila. Leben)

Papst Benedikt XVI. sagte unmittelbar vor dem Antritt seines Amtes als Papst:

“Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? […] Herr, oft erscheint uns deine Kirche wie ein sinkendes Boot, das schon voll Wasser gelaufen und ganz und gar leck ist. […] Das verschmutzte Gewand und Gesicht deiner Kirche erschüttert uns. Aber wir selber sind es doch, die sie verschmutzen.” (Joseph Ratzinger: Kreuzwegmediation)

Und später:

“[D]ie Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Innern der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert. Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche.” (“Interview von Benedikt XVI. mit den Journalisten auf dem Flug nach Portugal”)

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Wie ich den überlieferten Ritus wiederentdeckt habe und Zeugnis gebe.

Ihr, die ihr euch erlaubt, die apostolische Heilige Messe zu verbieten, habt ihr sie jemals zelebriert? Ihr, die ihr von euren hohen liturgischen Lehrstühlen aus scharfe Urteile über die „alte Messe“ sprecht, habt ihr jemals über ihre Gebete, ihre Riten, ihre uralten und heiligen Gesten nachgedacht? …

Ich hatte diese Messe vergessen, die auch die meiner Priesterweihe am 24. März 1968 war: eine Zeit, in der man bereits die Zeichen der Revolution spüren konnte, die die Kirche bald ihres wertvollsten Schatzes berauben würde, um einen gefälschten Ritus einzuführen. …

Wir wollten glauben, daß der wirtschaftliche Wohlstand irgendwie mit einer moralischen und religiösen Wiedergeburt des Landes einhergehen könnte. Trotz 68, der Besetzungen, des Terrorismus, der Roten Brigaden, der Nahostkrise. Inmitten von Tausenden von kirchlichen und diplomatischen Verpflichtungen hatte sich in meinem Gedächtnis aber die Erinnerung an etwas herauskristallisiert, das eigentlich ungelöst geblieben war und jahrzehntelang „vorübergehend“ beiseitegelegt wurde. Etwas, das geduldig wartete, mit der Nachsicht, die nur Gott uns entgegenbringt. …

Und was ich bis dahin nicht verstanden hatte, wurde mir durch einen scheinbar unerwarteten Umstand klar, als meine persönliche Sicherheit in Gefahr zu sein schien und ich mich trotz allem gezwungen sah, fast im Untergrund zu leben, weit weg von den Palästen der Kurie.

Damals führte mich diese gesegnete Absonderung, die ich heute als eine Art mönchische Entscheidung betrachte, zur Wiederentdeckung der heiligen tridentinischen Messe. …

Lesen Sie den ganzen Brief von Erzbischof Carlo Maria Viganò,
das beste, was ich von ihm kenne:

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Papst Franziskus sucht im Plattenladen nach alten gregorianischen Gesängen

Papst Franziskus hat am Dienstagabend den 11. Januar 2022 persönlich einen Musikshop im Zentrum von Rom aufgesucht. Den Plattenladen in der Nähe des Pantheons kannte er bereits als Erzbischof, als er hier öfter vorbeischaute. Laut Vatican News traf der Heilige Vater gegen 19 Uhr Ortszeit ein, um das neu renovierte Haus zu segnen. Er sprach mit Letizia, der älteren Ladenbesitzerin, ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn.

GLOSSE – Der Papst erkundigte sich nach gregorianischen Gesängen. Insbesondere interessierte er sich für die neue CD des Priesterseminars der Petrusbruderschaft in Wigratzbad: „Sancta Nox“. Ebenso hat er sein Interesse an der CD „Requiem“ bekundet, die vom Priesterseminar der FSSP in Denton produziert wurde. Offenbar hatte er, als er sich daraus das „Diae irae“ anhörte großen Gefallen daran, – wie das Foto vermuten läßt:

Der Tochter der Ladenbesitzerin vertraute Papst Franziskus an, dass ihm in Santa Marta traditionelle geistliche Gesänge verweigert würden. Auch bedauerte er, dass die Kardinäle und Bischöfe mit denen er zu tun habe, ihn immer wieder dazu drängten, seine Vorliebe für traditionelle Liturgie, für die Gregorianik und überhaupt für die katholische Tradition, verborgen zu halten.

Zum Abschied schenkte sie ihm eine Schallplatte. Dass es sich dabei um eine alte Single mit Aufnahmen aus dem Jahr 1958 aus Maria Laach handelt, ist bisher ein Gerücht.

Ein Video vom Papstbesuch im Plattenladen:
https://www.youtube.com/watch?v=HL6Pl_hs83s&t=20s

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Hoch lebe das katholische Polen! – Niech żyje katolicka Polska!

UPDATE; 13.01.2022:
Im Anschluß an die Veröffentlichung des Beitrags ereilte uns die traurige Nachricht, dass Bischof Kasyna inzwischen die tridentinische Liturgie in seinem Bistum Peplin total verrboten hat. Er stützt sich in seiner Entscheidung auf „Traditionis custodes“ und „Responsa ad dubia“. Somit sind die dokumentierten Fotos von der trid. hl. Messe in Skarszewy (früher Schöneck in Westpreußen) ein Vermächtnis.

Es sei aber noch angemerkt, dass die alte Messe von vielen Bischöfen an anderen Orten in Polen weiterhin erlaubt ist.

Hoch lebe das katholische Polen!
Niech żyje katolicka Polska!

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Der Diözesanbischof des Bistum Pelplin, Ryszard Kasyna, hat zugestimmt, dass die Liturgie im tridentinischen Ritus (nach Papst Benedikt XVI. die außerordentlichen Form des römischen Ritus) weiterhin in der Kirche von Skarszewy stattfinden darf. Skarszewy (früher Schöneck in Westpreußen) ist eine Kleinstadt südlich von Danzig.

Diese Fotos mögen einige Eindrücke vermitteln.

Foto – https://www.facebook.com/Tradycyjna-Msza-%C5%9Awi%C4%99ta-w-Skarszewach-362084027857796/

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Der etwas andere Jesuitenkardinal – oder:

Der Kardinal der sein Kardinalat niederlegte.

Louis Billot wurde am 12. Januar 1846 „im lothringischen Sierck (nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze) geboren [und] trat nach seiner Priesterweihe 1869 in Angers in den Jesuitenorden ein. Nach seiner Ausbildungszeit war er tätig als Dozent im Orden und an der katholischen Universität von Angers, die erst kurz zuvor (1875) von Bischof Charles-Emile Freppel gegründet worden war. Er wirkte als Lehrer für Exegese in Laval und für Dogmatik in Angers (1879-1882) sowie im Scholastikat der Jesuiten während des Exils auf der Kanalinsel Jersey (1882-1885). Aufgrund seiner theologischen Qualitäten wurde er 1885 nach Rom gesandt und hatte bis 1911 einen Dogmatik-Lehrstuhl an der Gregoriana inne – Kardinal Franzelin hatte dort als Vorgänger gelehrt.

Seit 1909 arbeitete Billot als Konsultor des Hl. Offiziums. Papst Pius X. ernannte ihn 1911 zum Kardinal. In den folgenden Jahren war er Mitglied verschiedener Kongregationen (Sakramente, Studien, Hl. Offizium) sowie der Bibelkommission. 1927 erklärte er seinen Verzicht auf das Kardinalat, als Reaktion auf die Verurteilung der Action francaise durch Pius XI., mit welcher er sympathisierte. Er lebte die letzten Jahre sehr zurückgezogen und starb [am 18.12.] 1931 in der Nähe von Rom.“

(Claudia u. Peter Barthold in Louis Billot SJ. Tradition und Modernismus.)

Kardinal Louis Billot SJ

„Bekannt ist […] seine Messopfertheologie: Er vertrat die so gen. ‚Immolationstheorie‘, wonach durch die Doppelkonsekration (Brot, Wein) eine mystische Schlachtung des Lammes Gottes symbolisiert werde, eine Meinung, der sich z.B. auch Ludwig Ott (1906 – 1985) angeschlossen hat. Die 1947 von Papst Pius XII. in seiner Enzyklika „Mediator Dei“ gegebene Erläuterung ist dem nicht unähnlich: ‚Durch die Wesensverwandlung des Brotes in den Leib und des Weines in das Blut Christi ist nämlich sein Leib ebenso gegenwärtig wie sein Blut; die eucharistischen Gestalten aber, unter denen er gegenwärtig ist, versinnbilden die gewaltsame Trennung des Leibes und des Blutes. So wird das Gedächtnis seines Todes, der sich auf Kalvaria wirklich vollzogen hat, in jedem Opfer des Altares neu begangen, insofern durch deutliche Sinnbilder Jesus Christus im Opferzustand dargestellt und gezeigt wird.‘

Billot bekämpfte den Modernismus und widerlegte dessen Irrtümer vor allem in seinen Werken über die Inspiration, die Tradition, die Sakramente und die eingegossenen Tugenden.“ (kathpedia)

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3000 KM zur Zelebration

Dan Millette notierte in seinem Facebook-Account am 1. Januar 2022:

„Heute war mein erstes tridentinische Messe seit Juli. Es war möglich, weil ein FSSP-Priester 3000 km gefahren ist – ganz abgesehen von den 35 Minustemperaturen – nur um zur Weihnachtszeit in meine Provinz zu kommen.

Das nächste Jahr wird hart, das wissen wir. Aber heroische Priester wie diesen zu haben …
Ich bin demütig, erstaunt und wirklich gesegnet.
Möge Gott solche hingebungsvollen Priester belohnen.“

Dan Millette lebt in Trois-Rivières, einer Stadt im Süden der kanadischen Provinz Québec, zwischen
Montreal und Québec.

Dan postete dieses Foto dazu:

Trois-Rivières, Kanada

JETZT! – wann sonst?

Eine beträchtliche Mehrheit vorbildlicher Katholiken, die der traditionellen Liturgie verbunden sind und denen es keineswegs an Treue zum Papst und zu ihren Bischöfen mangelt, werden offen verleumdet und diskriminiert.
 
Dieses Dokument wird als ein tragisches Beispiel dafür in die Geschichte eingehen, daß der Heilige Stuhl ein heikles pastorales Problem mit Gewalt gelöst hat.
 
(Bischof Athanasius Schneider)
 
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Herr, wohin sollen wir gehen?

Der Hirte wird sich mit Gottes Gnade erheben,
denn sie wollen den Hirten schlagen, damit die Schafe zerstreut werden.

Der Hirte wird aufstehen und sein Leben hingeben, damit die Schafe sich sammeln können…

Laßt uns zusammenstehen, laßt uns aufstehen, mit erhobenem Haupt!
Unser Herr ruft uns, laßt uns bereit sein. Dieses Kreuz ist unseres!

Wir werden bei den Grundsätzen keine Kompromisse eingehen, wir werden nicht mit der Ungerechtigkeit kollaborieren, wir werden die Ehre Unseres Herrn verteidigen, indem wir den heiligen, überlieferten und ehrwürdigen Ritus der Messe verteidigen.

Sie können uns unsere Gebäude, unsere Bilder, unsere Leuchter und unseren guten Ruf wegnehmen.
Sie können uns zu Unrecht vorwerfen: Rebellen, Schismatiker, Ungehorsame zu sein!
Eines können sie uns aber nicht nehmen:
den Wunsch, die Herrlichkeit des Allerhöchsten
durch den ehrwürdigsten Ritus zu besingen!
Eines können sie uns nicht vorwerfen:
daß wir die Sache unseres Herrn im Stich gelassen haben,
der für uns leiden mußte.

Die Situation ist beklagenswert:

Wir haben noch keinen Platz, wo wir zelebrieren können.

Eines aber ist sicher: Wir werden nicht aufgeben.

(Pater Thiago Bonifácio, IBP — Curitiba, Brasilien)

Foto: Pater Edmund

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