Wer predigt heute noch darüber?

Die Kämpfe der Endzeit:
Der Antichrist und Satans letzte Bedrängnis.

Prof. Dr. Michael Fiedrowitcz:

Wer von den Gläubigen nie etwas davon erfährt, ist nicht imstande, Zusammenhänge zu erfassen, Ereignisse einzuordnen, latente Gefahren zu erkennen. Die Kirchenväter haben jedenfalls Vorzeichen der endzeitlichen Ereignisse schon in ihrer Gegenwart erkannt und die Bedrängnisse der eigenen Zeit in deren Licht gedeutet. Wenn es in der Johannes-Apokalypse heißt: ‚Der Widersacher Gottes zieht aus, um Krieg zu führen gegen die Heiligen‘, dann sahen die frühchristlichen Ausleger darin die gesamte Geschichte der Kirche vorgezeichnet, nicht erst Ereignisse der Endzeit.

(Kirchliche Umschau 9, 2017: Wenn es keinen Kampf gibt, gibt es kein Christentum)

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Martin Luther und der junge Leser

Buchbesprechung

Leider ist das Jugendbuch von Karlheinz Weißmann insgesamt zu unkritisch gegenüber Martin Luther. Auch die Darstellung der katholischen Kirche ist nicht präzise genug und daher nicht fair.

Das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahr 2017 hat der Lehrer und Autor Karlheinz Weißmann zum Anlass genommen, sich in einem Buch an junge Leser zu wenden und ihnen die Persönlichkeit des Martin Luther vorzustellen. „Prophet der Deutschen. Martin Luther für junge Leser“ ist bei JF Edition, dem Verlag der Wochenzeitung „Junge Freiheit“, erschienen. Rund 170 Seiten, ungefähr von der Größe A4, sind illustriert mit Abbildungen, die von Sascha Lunyakov produziert wurden. Bei diesen handelt es sich um ein Glanzlicht des Buches.

Luther als „Prophet der Deutschen“ zu bezeichnen, ist in gewisser Hinsicht durchaus gerechtfertigt. Der Verdienst des Reformators um die deutsche Sprache ist nicht zu leugnen. Karlheinz Weißmann beobachtet: „Dieses den Leuten ‚auf das Maul sehen‘ darf man aber nicht verstehen, als habe Luther geschrieben, wie die Leute daherredeten. Aber er hat doch die deutsche Sprache, wie sie schon in den Amtsstellen und zur Ausfertigung schriftlicher Dokumente verwendet wurde – die sogenannte ‚Sächsische Kanzleisprache‘ – ergänzt und lebendiger gemacht durch die Formulierungen, die die Menschen seiner Zeit gebrauchten und ihnen neue Wendungen – ‚Rat und Tat‘ – und Worte – ‚friedfertig‘, ‚Lückenbüßer‘, ‚Herzenslust‘ – hinzugefügt. Wenn man Luther ein Genie genannt hat, dann wegen dieser Fähigkeit, die Sprache schöpferisch zu verwenden und vor allem bildkräftig auszudrücken, was in einer fremden und seit langem nicht mehr gesprochenen Sprache gemeint gewesen war, es nicht einfach zu übersetzen, sondern zu ‚verdeutschen‘.“

Ebenfalls lobenswert ist, dass die Haltung Luthers zur Prädestination als nicht überzeugend charakterisiert wird: „Luther hat auf die Frage, warum Gott manche Menschen auserwählt und erlöst und die anderen verwirft und verdammt, niemals eine ganz überzeugende Antwort gefunden.“

Leider ist das Buch insgesamt zu unkritisch gegenüber Martin Luther und der von ihm angestoßenen Revolution in Kirche und Gesellschaft. Auch die Darstellung der katholischen Kirche ist nicht präzise genug und daher nicht fair. Die Priesterweihe verleiht dem Priester eben nicht bloß eine wie auch immer geartete „Gabe des Heiligen Geistes“, sondern ein unauslöschliches Merkmal in der Seele. Das Bußsakrament wird von Karlheinz Weißmann charakterisiert als „ein Gespräch zwischen dem Christen und einem Priester, in dem der Christ seine Sünden, also die Verstöße gegen Gottes Gebote, gestand und vom Priester erfuhr, welche Strafe er auf sich nehmen musste, um dafür zu büßen […]“. Korrekt ist stattdessen, dass das Beichtkind seine Sünden bekennt und bereut, worauf der Priester ihm im Namen Gottes die Lossprechung erteilt. Mit anderen Worten, Gott selbst vergibt die Sünden, durch den Priester.

Derartige problematische Passagen sorgen dafür, dass man das Buch dem jungen Leser nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Denn mit den grundlegenden Informationen nimmt der Leser auch einige der gängigen protestantischen Vorurteile auf. Das ist schade. Eine ausgewogenere Darstellung, die in Luther nicht beinahe ausschließlich den deutschen Helden sieht, wäre sehr zu wünschen gewesen.

Erstveröffentlicht bei kath.net

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Martin Luther für junge Leser
Prophet der Deutschen
Von Karlheinz Weißmann
Illustriert von Sascha Lunyakov
Hardcover, 172 Seiten; m. farb. Illustr.
ab 12 Jahre
2017 Junge Freiheit, Euro 24,90
ISBN 978-3-929886-64-1

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Endlich gibt es Benediktiner im Kloster Reichenstein

Die Zeiten, in denen sich die Kirche befindet, könnten nicht spannender, ja dramatischer sein. Im Vatikan lebt ein Papst im Gästehaus, Kardinäle bekriegen sich, katholische Bischöfe werden abgesetzt, populistische und dem Mainstream genehme Positionen werden von bischöflichen Würdenträgern propagiert usw.

Der gestrige Samstag, der 14. Oktober 2017 ist ein denkwürdiger Tag geworden, – vielleicht nicht so sehr für Rom und den Vatikan, eher für die katholische Kirche in Deutschland und hier besonders für seine klösterliche Landschaft. In dem kleinen Mittelgebirge, der EIFEL, das sich im äußersten Westen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befindet, ereigneten sich an diesem Tage zwei Ereignisse, die symptomatisch sind für die Situation in der Kirche, vor allem jener der südwestlichen europäischen Länder und besonders Deutschlands.

Am gleichen Tag wird in der Zisterzienserabtei Himmerod bekanntgegeben, dass dieses altehrwürdige Kloster, das vom heiligen Bernhard selbst in der Südeifel bei Wittlich im Bistum Trier gegründet wurde, aufgehoben.

Gleichzeitig wird in der Nordeifel bei Monschau die alte Klosteranlage Reichenstein seiner neuen Bestimmung übergeben: ab sofort ist es ein Kloster für Benediktiner. Von Mönchen aus dem französischen Bellaigue wurde das neue Kloster, das dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht ist, in den letzten neuneinhalb Jahren soweit Instand gesetzt, dass nun das monastische Leben beginnen kann.

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PAX
BENEDICTIO
NOVI MONASTERII
IMMACULATI
CORDIS MARIAE
REICHENSTENII
DIE XIV OCTOBRIS
MMXVII
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U.I.O.G.D.
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Nach der Terz in der Kirche zogen die Mönche unter Psalmengesang und Gebeten zum Klostertor und von dort, nachdem offiziell die Schlüssel zum Kloster übergeben waren, durch alle regularen Räume des Klosters (Sakristei, Kapitelsaal, Küche, Vorratskeller, Refektorium, Bibliothek, Mönchszellen, Werkstätten und Gästehaus), um den Segen Gottes bis in die kleinsten Winkel zu tragen. Der Klostersegnung folgte ein feierliches Hochamt, zelebriert vom Prior des Mutterklosters Bellaigue, Pater Matthäus Haynos. Das Meßformular der Festmesse war entnommen dem Fest „Vom Unbefleckten Herzen Mariens“ (22. August). Der Hl. Messe schlossen sich im Klosterhof einige Grußworte an, aus denen die Mönche wie die Gäste entnehmen konnten, dass das nun beginnende neue Mönchsleben in Kloster Reichenstein hoch willkommen ist. Der Obere des neuen Klosters ist Pater Bernhard Huber. Nach einem gemeinsamen Tischgebet wurde für alle Anwesenden Speis und Trank angeboten. Danach war noch reichlich Zeit für Gespräche.

Nach Vesper und Sakramentsandacht traten all jene, die nicht zum Kloster gehörten, den Heimweg an. Danach wurde das Klostertor geschlossen und damit befinden sich nun die Mönche dort, wo sie gerne sein möchten: in der Einsamkeit ihrer Klausur.

Mögen das stille und verborgene Leben der Mönche von Reichenstein, sowie ihre Gebete, der Kirche Gottes, insbesondere auch dem Bistum Aachen, in dessen Diözese es liegt, reiche Frucht bringen und in den Herzen der Gläubigen sich segensreiches auswirken.

Instrumente der Einsegnung und der Schlüssel des Klosters

Die folgenden Fotos mögen einige Eindrücke von der Übernahme des Klosters durch die Benediktinermönche wiedergeben.

Dachreiter der Klosterkirche von Reichenstein am frühen Morgen im Nebel
Klosterkirche und Pfortenhaus
Prozession bei der Einsegnung der regularen Klosterräume
Vollbesetzte Klosterkirche Reichenstein am 14. Oktober 2017
re. Pater Matthäus Haynos, mi. Pater Bernhard Huber – sie lauschen den Grußworten nach der Heiligen Messe

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In welchem Zustand befindet sich die Kirche heute?

„Nur ein Blinder kann leugnen, daß die Kirche sich in einem Zustand der Verwirrung befindet. Und daß sie, wie Prof. Galli Della Loggia jüngst feststellte, die großen internationalen Agenturen „überlagert“ und ihnen fast Konkurrenz macht, der UNO, der FAO, die „nichts mit der katholischen Tradition zu tun haben, wenn ihr nicht sogar feindlich gesinnt sind“.

Man muß auf solche Deformierungen reagieren.

Die Kirche muß retten, das heißt, sie muß dem Menschen dabei helfen, seine Seele, die ihn leben läßt, nicht zu verlieren: Das ist ihre Mission. Jesus hat gesagt, daß es einem Menschen nichts hilft, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber die Seele verliert.“

Don Nicola Bux (MiL, katholisches.info)

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Nach der Kirche in die Kneipe, oder gleich zur Kneipe in die Kirche?

War das Franziskus-Mittagessen in einer Basilika der „höchste Akt der Liebe“?

Das fragt Don Reto Nay bei Gloria.tv. Er reagiert damit auf einen Bericht von Radio Vatikan, das Pater Antonio Spadaro interviewt hatte, um Franziskus‘ Mittagessen in einer Basilika in Bologna zu rechtfertigen.

Spadaro verstieg sich dabei zur Aussage: “Die Tatsache, dass Papst Franziskus in diesem sakralen Raum gegessen hat, ist der höchste Akt der Liebe und somit das grundlegende Prinzip des Christentums.

Wenn das wahr wäre, müsste jede Kirche in ein Restaurant, Krankenhaus oder Gästehaus umgebaut werden. Man müsste sich sogar fragen, ob es legitim ist, Kirchen nur als Kirchen zu benützen.

Vielleicht sollte Spadaro nachlesen, was die Apostelgeschichte 6,2 zu diesem Thema sagt.

Quelle – https://gloria.tv

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In Deutschland undenkbar: Rosenkranz-Menschenkette um das ganze Land

Polen – umfangen von einer Rosenkranz-Menschenkette

Am 7. Oktober 2017 werden Menschen entlang den Grenzen Polens den Rosenkranz für Polen und die ganze Welt beten – sagt Maciej Bodasiński, einer der Organisatoren der Initiative. Die Aktion „Rosenkranz an den Grenzen“ hat die Zustimmung der polnischen Bischofskonferenz. Am 7. Oktober diesen Jahres wird ja das Rosenkranzfest gefeiert und gleichzeitig der 100. Jahrestag vom Abschluss der Erscheinungen Mariens in Fatima.

In Fatima hat Maria die Menschheit aufgerufen, den Rosenkranz zu beten. Auf diesen Aufruf möchten wir antworten. Wir spüren, dass die Welt, die uns umgibt, Hilfe braucht. Wir möchten ein Hilfsmittel vorschlagen: den Rosenkranz“, sagt Bodasiński.

Das Gebet für ein Land, eine Stadt, hat seine Quelle im Alten Testament. Die Mauern von Jericho fielen dank eines Gebetssturms. Wir glauben, dass das gläubige Gebet vieler Menschen für einen bestimmten Ort umwandelnde Kraft hat. Also wollen wir ganz Polen mit unserem Gebet umfangen“, unterstreicht Bodasiński.

Bei der polnischen Initiative „Rosenkranz an den Grenzen“ wechseln sich die 22 Bistümer ab, die im polnischen Grenzgebiet liegen. In jeder Diözese werden Priester als Koordinatoren für die ungefähr 200 „Stationskirchen“ ernannt. Wie Maciej Bodasiński, einer der Organisatoren ankündigte, wird keine Region vergessen, weder die Berggipfel noch die Wasserflächen: „Im Meer werden die Fischer beim Grenzfluss Bug ihre Fischerboote aneinander reihen. Einige Kajakfahrer werden schon vorher von den Stationskirchen aus aufbrechen, um eine Kanu-Reihe auf dem Fluss zu bilden. An der Grenze zu Tschechien und zur Slowakei laden wir die Tschechen und die Slowaken ein, mit uns zu beten

Die polnische Gemeinschaft „Pilger der Barmherzigkeit“, eine Gruppe ehemaliger Strafgefangener, wird eine Wallfahrt entlang der polnischen Grenze machen, um sich so am „Rosenkranz an der Grenze“ zu beteiligen. Die polnische Grenze ist 3511 km lang. Die Pilger sind am 13. Mai dieses Jahres aus ganz Polen aufgebrochen; sie haben weder Geld noch Verpflegung mitgenommen und werden in den Pfarreien am Weg beherbergt. Die „Pilger der Barmherzigkeit“ werden insgesamt 20 Wochen unterwegs sein, entsprechend der Anzahl der Rosenkranzgeheimnisse.

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Zurechtweisung

Die „Zurechtweisung“ wurde öffentlich gemacht, nachdem Papst Franziskus nach anderthalb Monaten den Erstunterzeichnern nicht geantwortet hat.

Die Kleriker und Laien berufen sich auf das Kirchenrecht, das ein Recht und sogar eine „Pflicht“ kennt, die Stimme zu erheben, wenn die Bewahrung des Glaubens gefährdet ist.

Im deutschen Sprachraum wird die Aktion von der Initiative Katholisch bleiben aufgegriffen. Sie hat auch die Correctio filialis in der vollständigen deutschen Fassung veröffentlicht und sieht damit auch die Bischöfe und Oberen des deutschsprachigen Raumes angesprochen.

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Zusammenfassung der „Correctio filialis“ (Zurechtweisung)

Katholische Priester und gelehrte Laien aus der ganzen Welt haben Papst Franziskus am 11. August ein Schreiben übermittelt. Da sie seither keine Antwort vom Heiligen Vater erhalten haben, machen sie heute, 24. September, dem Fest der der allerseligsten Jungfrau vom Loskauf der Gefangenen und Unserer Lieben Frau von Walsingham, ihr Schreiben öffentlich bekannt.

Das Schreiben, das neuen Unterzeichnern offensteht, trägt die Unterschrift von 62 Priestern und katholischen Gelehrten aus 20 Nationen, die zahlreiche weitere vertreten, die aber nicht über die nötige Redefreiheit verfügen.

Das Schreiben hat einen lateinischen Titel: Correctio filialis de haeresibus propagatis (Zurechtweisung wegen der Verbreitung von Häresien). Darin wird erklärt, dass der Papst durch sein Apostolisches Schreiben Amoris laetitia und weitere damit verbundene Aussagen, Handlungen und Unterlassungen sieben häretische Positionen zur Ehe, dem moralischen Leben und dem Empfang der Sakramente vertreten und die Verbreitung dieser häretischen Meinungen in der Katholischen Kirche verursacht hat. Diese sieben Häresien sind von den Unterzeichnern lateinisch formuliert, der offiziellen Sprache der Kirche.

Die Zurechtweisung besteht aus drei Hauptteilen…

Bitte lesen Sie HIER weiter: katholisch-bleiben.de

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