Karl-Leisner-Verein zur Förderung der überlieferten Liturgie in Kleve

An jedem Sonntag um 8.30 Uhr:
Heilige Messe im tridentinischen Ritus
im äußersten Westen Deutschlands,
in der Kirche
St.-Antonius-Frasselt
Gocher Str. 57
47599 Kranenburg

Unser Verein wurde im Juli 2016 als Reaktion auf die im Dezember 2015 erfolgte Absetzung der seit 2007 in der Herz-Jesu-Kirche in Kleve gefeierten Alten Messe gegründet (http://www.summorum-pontificum.de/meldungen/d-a-ch/868-der-propst-der-goettlichen-barmherzigkeit.html). Nach einigem Briefwechsel mit dem Bistum Münster und einem Gespräch mit Vertretern des Bischofs wurde uns die Möglichkeit gegeben, die von uns gewünschte heilige Messe in Frasselt zu feiern. Hier erfolgte die erste Feier dieser heiligen Messe im September 2016.

HIER gibt es eine Standortbeschreibung um die Kirche zu finden.

https://www.alte-messe-frasselt.de/

St.-Antonius-Frasselt

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Wodurch unterscheiden sich Weisheit, Verstand und Wissenschaft

Der folgende Artikel von Pater Gerd Heumesser sei allen Lesern von TU DOMINE empfohlen. Wir alle sollten wieder einmal – und von nun an immer öfter – über die Wahrheiten nachdenken, die uns der heilige Thomas von Aquin erschlossen hat:

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes sind jedem geläufig, der sich im Katechismus auskennt. Was die Gabe der Stärke zu bedeuten hat, ergibt sich aus ihrem Namen. Das gleiche gilt für die Gabe der Gottesfurcht und der Frömmigkeit. Wie aber sieht es mit den anderen vier Gaben aus? Wie unterscheidet sich die Gabe der Wissenschaft von der des Verstandes? Und wie der Verstand von der Gabe der Weisheit? Und hängt die Gabe des Rates nicht auch zusammen mit dem Verstand und mit der Weisheit?

Weisheit, Verstand, Wissenschat und Rat haben gemeinsam, daß sie etwas mit dem Glauben zu tun haben. Der Glaube aber ist ein weites Feld. Thomas teilt dieses Feld in drei Bereiche ein. In erster Linie informiert uns der Glaube über Gott. Er zeigt uns Gott als den Dreifaltigen, als den Gütigen usw. Ein zweiter Bereich des Glaubens unterrichtet uns über geschaffene Dinge: über die Engel, über die Sakramente, über die Menschen und ihren Zustand nach der Sünde, über die Rolle der Geschöpfe auf unserem Weg zum Himmel. Und drittens spricht der Glaube auch über das, was wir tun und lassen sollen. Er lehrt, daß wir beten müssen, daß wir die Nächsten lieben sollen, daß wir unser Herz nicht an die Welt hängen sollen.

Wenn diese Botschaft an unser Ohr kommt, müssen wir darauf reagieren. Zuerst müssen wir mit unserem Verstand das erfassen, was uns der Glaube sagt. Uns muß klar sein, was Dreifaltigkeit bedeutet, nämlich ein Gott in drei Personen, auch wenn wir das Geheimnis selbst nicht begreifen. Die Sätze des Glaubensbekenntnisses müssen wir kennen. Wir müssen in unseren Verstand aufnehmen, was der Glaube über die Engel und Sakramente lehrt, und so bei allen Glaubenswahrheiten.

Bei diesem „Verstehen“ des Geglaubten unterstützt uns die Gabe des Verstandes. Sie läßt uns erfassen, was wir glauben.

Damit ist aber nicht schon alles getan. Wenn wir die Wahrheiten des Glaubens mit dem Verstand aufgenommen haben, muß das Konsequenzen haben für unser Leben. Der Glaube fordert von uns, all dem einen den rechten Platz einzuräumen, von dem der Glaube zu uns spricht. Und das ist – wie Thomas oben dargelegt hat – dreierlei.

Da ist zuerst der Bereich Gottes. Es ist unsere Aufgabe, über Gott und die göttlichen Dinge so zu urteilen, wie es ihrer Würde entspricht. Gott darf in unserem Leben nicht eine Nebensache sein, sondern muß den ersten Platz einnehmen. Zu diesem richtigen Urteil über Gott verhilft uns die Gabe der Weisheit. Wer von dieser Gabe geleitet wird, stellt Gott an die erste Stelle.

Nicht nur Gott muß an dem Platz stehen, der ihm zusteht, sondern auch die Engel, die Sakramente, die Kirche und alle anderen Geschöpfe, über die uns der Glaube unterrichtet. Zum passenden Urteil in diesem Bereich hilft uns die Gabe der Wissenschaft.

Die Gabe des Rates schließlich ist dafür zuständig, uns recht zu lenken bei unserem Tun und Lassen. Diese Gabe hilft uns, unsere Handlungen richtig zu beurteilen.

Kurz gesagt: die Gabe des Verstandes läßt uns das Geglaubte erfassen, die drei anderen Gaben helfen uns, richtig zu urteilen: die Weisheit über Gott, die Wissenschaft über die Geschöpfe, die Gabe des Rates über unsere Handlungen.

Daß die Zuständigkeitsbereiche der Gaben sich wirklich so aufteilen, bekräftigt Thomas mit einem Wort des hl. Gregors des Großen. Dieser Kirchenlehrer sagt nämlich, wie der Gegensatz einer jeden Gabe heißt.

Den Gegensatz der Gabe des Verstandes nennt er „Stumpfheit des Geistes (hebetudo mentis)“. Stumpfheit des Geistes ist der Gegensatz zu einem scharfen Verstand, der eindringt in den Glauben. Das Gegenteil der Weisheit nennt er „Torheit (stultitia)“. Diese urteilt verkehrt über das Ziel des Lebens. Die Gabe der Wissenschaft ist der Unwissenheit (ignorantia) entgegengesetzt. Die Gabe des Rates schließlich ist das Gegenteil von Überstürzung (praecipitatio), die zum Handeln schreitet, ohne die Handlung vorher vernünftig überlegt zu haben.

Dieser Artikel erschien in „KIRCHLICHE UMSCHAU. Juni 2018“ – LINK zur KU

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Mangel an Unterwerfung unter die Zeichen Gottes

Warum beharren wir darauf, stehend und auf die Hand zu kommunizieren? Warum dieses Verhalten des Mangels an Unterwerfung unter die Zeichen Gottes? Möge kein Priester es wagen, seine eigene Autorität in dieser Frage aufzuerlegen, indem er es jenen, die die Kommunion auf den Knien und auf die Zunge empfangen wollen, verweigert oder diese schlecht behandelt: kommen wir wie Kinder und empfangen wir demütig auf den Knien und auf die Zunge den Leib Christi. Die Heiligen geben uns das Beispiel. Sie sind die Modelle, die Gott uns zur Nachahmung anbietet!

Aber wie konnte die Praxis, die Eucharistie in die Hand zu empfangen, so allgemein werden? […] Es handelte sich um einen Prozess, alles andere als klar, ein Übergang von dem, was die Instruktion Memoriale Domini einräumte bis hin zur Weise, die heute so verbreitet ist: es war – nur den Bischofskonferenzen der Länder, wo die Praxis schon missbräuchlich eingeführt war – zugestanden worden, ein Indult zu erbitten, um die Kommunion in die Hand austeilen zu können; und das nur dort, wo es unmöglich war und von Schaden für das Prinzip der Autorität, zur korrekten Weise des Kommunionempfangs zurückzukehren. Wie für die lateinische Sprache, als auch für eine liturgische Reform, die mit den früheren Riten in Einklang hätte sein sollen, ist ein besonderes Zugeständnis leider das Schlupfloch geworden, um den Safe der liturgischen Kirchenschätze zu erzwingen und zu leeren. Der Herr führt den Gerechten auf ‚geraden Wegen‘ (cf. Weish 10,10), nicht auf Schleichwegen; über die oben gezeigten theologischen Motivationen hinaus, zeigt sich folglich, dass sich auch die Weise, wie sich die Praxis der Handkommunion verbreitet hat, nicht den Wegen Gottes gemäß durchgesetzt hat.

[…] Ich hoffe, dass es zu einer Wiederentdeckung und Förderung der Schönheit und des pastoralen Wertes dieses Modus kommt. Meiner Meinung und meinem Urteil nach ist dies ein wichtiges Anliegen, über das die Kirche von heute nachdenken muss. Das ist ein weiterer Akt der Anbetung und der Liebe, den jeder von uns Jesus Christus anbieten kann.

Es freut mich sehr, viele Jugendliche zu sehen, die sich entscheiden, unseren Herrn so, ehrfürchtig auf den Knien und auf die Zunge zu empfangen. […]
[Wir sind] in der Erwartung des sicheren Triumphs des Unbefleckten Herzens Mariens: demnach wird auch die Wahrheit in der Liturgie triumphieren.

Kardinal Robert Sarah,
Vorwort zu dem Buch von Federico Bortoli „La Nuova Bussola Quotidiana“
Übersetzung aus dem Italienischen von Pfarrer Johannes Lehrner.
Quelle: katholisches.info

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Die heilige Kommunion soll würdig empfangen werden:
kniend und auf der Zunge.
Eltern sind gute Vorbilder.
Die Gläubigen sollen zum würdigen Empfang
der heiligen Kommunion
hingeführt werden.
Dies ist zuerst die Aufgabe der Priester.
Betet um gute, fromme und heilige Priester.
Betet um gute, fromme und heilige Eltern.

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Generalkapitel der Piusbruderschaft

„Tradidi quod et accepi“
„Ich habe weitergegeben, was ich auch empfangen habe“
(1 Kor. 11, 23)

Vom 11. bis 21. Juli 2018 findet im Schweizer Ecône das IV. Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Pius X. statt. Einen Ausblick auf den vielleicht wichtigsten Programmpunkt gewährte in einem Interview der Generalsekretär der FSSPX, Pater Christian Thouvenot. Er sagte:

Unsere Statuten sehen vor, dass die Priesterbruderschaft „die nötigen Schritte unternehmen wird, um den Status eines Institutes päpstlichen Rechts zu erlangen“. Das war übrigens auch das Anliegen von Erzbischof Lefebvre gegen die ungerechte und illegale Auflösung der Priesterbruderschaft im Jahr 1975 und zu der Zeit der Anerkennungsvorschläge, die er im Jahr 1987 formulierte. Diese Frage unseres regulären Status ist jedoch eine Konsequenz der nicht normalen Lage der Kirche und des harten Vorgehens gegen uns. Wir sind katholisch, römisch, zutiefst mit dem Papst und der Hierarchie der Kirche verbunden, aber eben im katholischen Glauben. Wir folgen dem Papst als dem Stellvertreter Christi und Nachfolger des heiligen Petrus, nicht Luther oder Lamennais. Wir erkennen das Lehramt, die Autorität des Papstes und der Konzilien an, aber eben in der Kontinuität der Tradition und nicht in den Neuerungen, die den Glauben, die Liturgie und die Lehre der Kirche verderben.

Es ist wahrscheinlich, dass sich die Frage des Status einer Personalprälatur auf dem Kapitel stellt. Der Generalobere jedoch leitet allein die Priesterbruderschaft, und er trägt die Verantwortung für die Beziehungen der Tradition zum Heiligen Stuhl. Im Jahr 1988 hat Erzbischof Lefebvre diesen Punkt ganz deutlich hervorgehoben.

Es wäre wichtig, dass die Gläubigen ab jetzt für die Anliegen des Kapitels beten, und in einem weiteren Sinne auch für die Entwicklung der Bruderschaft als Werk der Kirche, …

Quelle Piusbruderschaft St. Pius X.

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Zum Dank

. . . für 70 000 Besucher hat die Seite

Die `Alte Messe´ in Mönchengladbach

Kempf’s Liturgik: „In Gottes Tempel“

eingestellt. Man kann hier nachschlagen oder sich das reich bebilderte Buch herunterladen. Das äußerst informative Buch vermittelt Basiswissen und erklärt Begrifflichkeiten aus dem Alltag der Kirche. So sei denn auch von hier aus sowohl das Nachschlagewerk als auch die Webseite empfohlen!

HIER zum „Geschenk“!

http://altemessemg.blogspot.de/

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Ohne Erzbischof Lefebvre wären wir arm dran!

[…] Dem französisch Missions-Erzbischof Marcel Lefebvre und seiner Priesterbruderschaft, der er den heiligen Meßreformer Papst Pius X. als Patron gegeben hatte, ist es ganz allein zu verdanken, daß der gefährlich dünn gewordene Faden der Tradition nicht abgerissen ist.

Es kam zu einem der spektakulären Widersprüche, an denen die Geschichte der Kirche reich ist: das Sakrament, das den Gehorsam Jesu gegenüber dem Willen des Vaters zum Gegenstand hat, wurde durch den Ungehorsam gegen den Befehl des Papstes gerettet.

Auch wer diesen Ungehorsam unverzeihlich findet, muß einräumen, daß ohne ihn Papst Benedikt XVI. für seine Gesetzgebungsakte, das berühmte Motu proprio und die Ausführungsbestimmungen “Summorum pontificum” keinerlei Materie mehr vorgefunden hätte – der überlieferte Ritus wäre, nachdem seine rigorose Unterbindung schon jahrzehntelang wirksam gewesen war, bereits spurlos verschwunden gewesen. Denn seine Unterdrückung wurde mit einer letzten Aufwallung von zentralistischer Gewalt, zu der die Kirche heute überhaupt nicht mehr imstande wäre, buchstäblich gnadenlos durchgezogen, Proteste der Gläubigen und Priester weggewischt und verächtlich behandelt – die katholische Kirche hat im XX. Jahrhundert kein häßlicheres Gesicht gezeigt als bei der Verfolgung ihres bis dahin ihre Gestalt bestimmenden Ritus.

Und das Verbot des Ritus ging mit einem Bildersturm in unzähligen Kirchen einher, mit der Verschandelung alter Gotteshäuser, dem Abriß von Altären, dem Sturz heiliger Statuen, der Verschleuderung kostbarer Paramente. […]

Martin Mosebach
https://www.firstthings.com/article/2017/04/zur%C3%BCck-zur-form

Erzbischof Marcel Lefebvre

 

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24. Dezember – Vigil von Weihnachten

Fällt die Vigil, wie in diesem Jahr 2017, auf den vierten Adventsonntag, so wird die Messe von der Vigil genommen ohne Gedächtnis des Sonntags.

Bis tief ins Mittelalter hinein bereitete man sich auf die höchsten Feste des Kirchenjahres in gemeinsamer Nachtfeier vor. Dem nächtlichen Gottesdienst gab man den Namen Vigil, was in der römischen Militärsprache Nachtwache bedeutete. Als man später den Nachtgottesdienst auf die Vortage der Feste verlegte, erhielten auch diese Vortage den Namen Vigil. Diese Vigilien sollen Tage der Sammlung, des Gebetes und Fastens sein und uns so bereiten für die reichen Gnaden der kommenden Festfeier.

Mit den Worten, womit einst Moses seinem Volke in der Wüste das wunderbare Manna ankündigte, bringen uns der Introitus und das Graduale die Kunde von der baldigen Ankunft des Erlösergottes. Maria trägt das wahre, lebendige Manna. Der kommende Erlöser ist, wie die Epistel sagt, zwar ein Sohn Davids dem Fleische nach, aber doch der ewige Gottessohn; denn der Engel gibt dem hl. Joseph beruhigende Auskunft, daß er in der Kraft des Hl. Geistes aus der jungfräulichen Mutter geboren wird (Evangelium). – Bei der Feier des hl. Opfers hält er jetzt schon seinen Einzug in das Bethlehem des Gotteshauses (Offertorium) und des reinen, Maria ähnlichen Herzens. In der hl. Kommunion erhält die Seele das Anrecht auf das einstige ewige Schauen des Heilandes (Communio).

Introitus (2 Mos. 16, 6 u 7)

Hodie scietis, quia veniet Dominus et salvabit nos:
et mane videbitis gloriam ejus. (Ps. 23, 1)
Domini est terra, et plenitudo ejus: orbis terrarum,
et universi, qui habitant in eo.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper,
et in sæcula sæculorum. Amen. –
Hodie scietis (usque ad Ps.).
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Heute sollt ihr wissen: der Herr kommt, uns zu erlösen;
und morgen sollt ihr schauen Seine Herrlichkeit. (Ps. 23, 1)
Dem Herrn gehört die Welt und ihre ganze Fülle,
der Erdkreis und alle, die ihn bewohnen.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. –
Heute sollt ihr wissen (bis zum Ps.).

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