Beste katholische Monatszeitschrift!

Die monatlich erscheinende „Kirchliche Umschau“ ist sicher eine der besten deutschsprachigen Zeitschriften über den katholischen Glauben. Sie bietet Nachrichten aus der Weltkirche, Kommentare zu aktuellem Geschehen, Katholische Glaubenskatechesen, Liturgische Bildung, Buchbesprechungen und vieles mehr.

Interessenten, vor allem gläubigen Katholiken werden durch die „Kirchliche Umschau“ für ihren Glauben Stärkung erfahren. Den Lesern, auch Kritikern und dem Glauben Fernstehenden, wird Glaubenswissen vermittelt.

Ich empfehle wärmstens, die „Kirchliche Umschau“ zu abonnieren!

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Redaktion Jens Mersch
Tel. 02295 901994
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http://www.kirchliche-umschau.de/

Kirchliche Umschau
Canisius-Werk e.V.
Sankt Vinzenzhaus
53809 Ruppichteroth

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Abschied ohne Wehr

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes – , schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.

Rainer Maria Rilke
Aus: Neue Gedichte (1907)

oder melodramatisch: Time to say goodbye
 … Adesso si li vivrò …
It’s time to say goodbye

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Das Sakrament der Taufe – Die erste Mission

„Dass die heilige Taufe als das Tor zur christlichen Religion und zum ewigen Leben unter den anderen Sakramenten des Neuen Bundes, die von Christus eingesetzt sind, die erste Stelle einnimmt und allen Menschen der Wirklichkeit oder doch dem Verlangen nach notwendig ist zum Heile, das bezeugt die Ewige Wahrheit selbst mit den Worten: ,Wenn jemand nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, kann er nicht eingehen in das Reich Gottes‘ (Joh 3,5). Um sie also rechtzeitig und richtig zu spenden und zu empfangen, gilt es, die höchste Umsicht anzuwenden.“ (Aus dem römischen Rituale)

„Ordentlicher Spender der Taufe ist der Bischof, der Priester und der Diakon.“ (CIC can 861 §1)

Fähig zum Empfang der Taufe ist jeder und nur der Mensch, der noch nicht getauft ist.“ (CIC can 864)

„Die Eltern sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder innerhalb der ersten Wochen getauft werden; möglichst bald nach der Geburt, ja sogar schon vorher, haben sie sich an den Pfarrer zu wenden, um für ihr Kind das Sakrament zu erbitten und um entsprechend darauf vorbereitet zu werden. Wenn sich ein Kind in Todesgefahr befindet, ist es unverzüglich zu taufen.“ (Can 867 CIC)

„Damit ein Kind erlaubt getauft wird… muss die begründete Hoffnung bestehen, dass das Kind in der katholischen Religion erzogen wird; wenn diese Hoffnung völlig fehlt, ist die Taufe gemäß den Vorschriften des Partikularrechts aufzuschieben; dabei sind die Eltern auf den Grund hinzuweisen.“ (CIC can 868 §1)

„Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es … mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.“ (CIC can 872)

„Damit jemand zur Übernahme des Patendienstes zugelassen wird, ist erforderlich;
1. er muss … von den Eltern des Täuflings oder dem, der deren Stelle vertritt, oder, wenn diese fehlen, vom Pfarrer oder von dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein; er muss zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten;
2. er muss das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint ausgerechtem Grund eine Ausnahme zulässig;
3. er muss katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben; auch muss er ein Lehen führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.“ (Can 874 §1 CIC)

+ Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, gnädiger Vater,
Du hast heute diesen Deinen Diener (diese Deine Dienerin)
an Kindesstatt angenommen;
so gib auch, wir bitten Dich,
dass er (sie), gefirmt mit dem Heiligen Geiste
und genährt durch die himmlische Speise,
zum Vollalter Christi heranwachse.
Seinen Namenspatron (Ihre Namenspatronin) aber,
den heiligen (die heilige) N., lass ihm (ihr) dabei ein Vorbild sein.
Ihm (Ihr) nachfolgend, möge er (sie) einst
ins ewige Vaterhaus gelangen.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

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Franz Xaver tauft ein Heidenkind

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Endlich gibt es Benediktiner im Kloster Reichenstein

Die Zeiten, in denen sich die Kirche befindet, könnten nicht spannender, ja dramatischer sein. Im Vatikan lebt ein Papst im Gästehaus, Kardinäle bekriegen sich, katholische Bischöfe werden abgesetzt, populistische und dem Mainstream genehme Positionen werden von bischöflichen Würdenträgern propagiert usw.

Der gestrige Samstag, der 14. Oktober 2017 ist ein denkwürdiger Tag geworden, – vielleicht nicht so sehr für Rom und den Vatikan, eher für die katholische Kirche in Deutschland und hier besonders für seine klösterliche Landschaft. In dem kleinen Mittelgebirge, der EIFEL, das sich im äußersten Westen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befindet, ereigneten sich an diesem Tage zwei Ereignisse, die symptomatisch sind für die Situation in der Kirche, vor allem jener der südwestlichen europäischen Länder und besonders Deutschlands.

Am gleichen Tag wird in der Zisterzienserabtei Himmerod bekanntgegeben, dass dieses altehrwürdige Kloster, das vom heiligen Bernhard selbst in der Südeifel bei Wittlich im Bistum Trier gegründet wurde, aufgehoben.

Gleichzeitig wird in der Nordeifel bei Monschau die alte Klosteranlage Reichenstein seiner neuen Bestimmung übergeben: ab sofort ist es ein Kloster für Benediktiner. Von Mönchen aus dem französischen Bellaigue wurde das neue Kloster, das dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht ist, in den letzten neuneinhalb Jahren soweit Instand gesetzt, dass nun das monastische Leben beginnen kann.

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PAX
BENEDICTIO
NOVI MONASTERII
IMMACULATI
CORDIS MARIAE
REICHENSTENII
DIE XIV OCTOBRIS
MMXVII
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U.I.O.G.D.
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Nach der Terz in der Kirche zogen die Mönche unter Psalmengesang und Gebeten zum Klostertor und von dort, nachdem offiziell die Schlüssel zum Kloster übergeben waren, durch alle regularen Räume des Klosters (Sakristei, Kapitelsaal, Küche, Vorratskeller, Refektorium, Bibliothek, Mönchszellen, Werkstätten und Gästehaus), um den Segen Gottes bis in die kleinsten Winkel zu tragen. Der Klostersegnung folgte ein feierliches Hochamt, zelebriert vom Prior des Mutterklosters Bellaigue, Pater Matthäus Haynos. Das Meßformular der Festmesse war entnommen dem Fest „Vom Unbefleckten Herzen Mariens“ (22. August). Der Hl. Messe schlossen sich im Klosterhof einige Grußworte an, aus denen die Mönche wie die Gäste entnehmen konnten, dass das nun beginnende neue Mönchsleben in Kloster Reichenstein hoch willkommen ist. Der Obere des neuen Klosters ist Pater Bernhard Huber. Nach einem gemeinsamen Tischgebet wurde für alle Anwesenden Speis und Trank angeboten. Danach war noch reichlich Zeit für Gespräche.

Nach Vesper und Sakramentsandacht traten all jene, die nicht zum Kloster gehörten, den Heimweg an. Danach wurde das Klostertor geschlossen und damit befinden sich nun die Mönche dort, wo sie gerne sein möchten: in der Einsamkeit ihrer Klausur.

Mögen das stille und verborgene Leben der Mönche von Reichenstein, sowie ihre Gebete, der Kirche Gottes, insbesondere auch dem Bistum Aachen, in dessen Diözese es liegt, reiche Frucht bringen und in den Herzen der Gläubigen sich segensreiches auswirken.

Instrumente der Einsegnung und der Schlüssel des Klosters

Die folgenden Fotos mögen einige Eindrücke von der Übernahme des Klosters durch die Benediktinermönche wiedergeben.

Dachreiter der Klosterkirche von Reichenstein am frühen Morgen im Nebel
Klosterkirche und Pfortenhaus
Prozession bei der Einsegnung der regularen Klosterräume
Vollbesetzte Klosterkirche Reichenstein am 14. Oktober 2017
re. Pater Matthäus Haynos, mi. Pater Bernhard Huber – sie lauschen den Grußworten nach der Heiligen Messe

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Brandaktuell: Himmerod wird aufgelöst

Presseinformation der Abtei Himmerod vom 14. Oktober 2017: Der Konvent des Zisterzienserklosters Himmerod wird aufgelöst.

Das Kapitel der Zisterzienserkongregation hat nach intensiven Beratungen den Beschluss zur Auflösung getroffen. Das Kloster Himmerod wird in den Besitz des Bistums Trier übergehen.

Himmerod wurde einst vom heiligen Bernhard selbst gegründet (1134). Nach der Aufhebung des Zisterzienserklosters durch Napoleon verfiel das Kloster zu einer Ruine. Nach dem ersten Weltkrieg kaufte der Trappist Vitus Recke aus Mariastern in Bosnien, nachdem er aus politischen Gründen aus seinem Kloster vertrieben wurde, das verfallene Kloster Himmerod und begann „mit eigenen Händen“ mit dem Neuaufbau eines Zisterzienserklosters. Von 1937 bis 1959 war Vitus Recke (24.11.1887-18.1.1959) der erste Abt der Abtei Himmerod in neuerer Zeit. Er war auch der Erbauer der Abteikirche, die 1962 fertiggestellt wurde und erst 1974 einen Hochaltar bekam.

Gedenktafel für Vitus Recke in der Abteikirche
Abteikirche von Himmerod
Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel

Abt Johannes Müller ist der letzte Abt von Himmerod.
Er bläßt das Licht aus.
Anläßlich des Bernhardsfestes am 20. August diesen Jahres: „Ich träume von einer Rückkehr zu den Quellen. … ich wäre sicher viel zu schwach, um ein solches Ideal zu leben. Aber ich träume trotzdem davon. Weil es mir gut täte, ganz einfach zu werden und ohne all die Dinge, die ich für lebensnotwendig halte. Weil es gut wäre, wesentlich zu werden. Die Erfahrung, dass es nicht weiter geht, ist erstmal schmerzlich. Weil sie nach Scheitern schmeckt – und wir wollen doch erfolgreich sein. … Das Loslassen seines Besitzstandes als Chance für neues Leben zu begreifen – gar nicht so leicht. Aber auch gar nicht so schlecht.“

Ich wünsche den verlassenen Mönchen Gottes Segen.
Und Kloster Himmerod? … – eine klösterliche Zukunft!

Der letzte Abt von Himmerod – Abt Dr. Johannes G. Müller OCist

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Nach der Kirche in die Kneipe, oder gleich zur Kneipe in die Kirche?

War das Franziskus-Mittagessen in einer Basilika der „höchste Akt der Liebe“?

Das fragt Don Reto Nay bei Gloria.tv. Er reagiert damit auf einen Bericht von Radio Vatikan, das Pater Antonio Spadaro interviewt hatte, um Franziskus‘ Mittagessen in einer Basilika in Bologna zu rechtfertigen.

Spadaro verstieg sich dabei zur Aussage: “Die Tatsache, dass Papst Franziskus in diesem sakralen Raum gegessen hat, ist der höchste Akt der Liebe und somit das grundlegende Prinzip des Christentums.

Wenn das wahr wäre, müsste jede Kirche in ein Restaurant, Krankenhaus oder Gästehaus umgebaut werden. Man müsste sich sogar fragen, ob es legitim ist, Kirchen nur als Kirchen zu benützen.

Vielleicht sollte Spadaro nachlesen, was die Apostelgeschichte 6,2 zu diesem Thema sagt.

Quelle – https://gloria.tv

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Zurechtweisung

Die „Zurechtweisung“ wurde öffentlich gemacht, nachdem Papst Franziskus nach anderthalb Monaten den Erstunterzeichnern nicht geantwortet hat.

Die Kleriker und Laien berufen sich auf das Kirchenrecht, das ein Recht und sogar eine „Pflicht“ kennt, die Stimme zu erheben, wenn die Bewahrung des Glaubens gefährdet ist.

Im deutschen Sprachraum wird die Aktion von der Initiative Katholisch bleiben aufgegriffen. Sie hat auch die Correctio filialis in der vollständigen deutschen Fassung veröffentlicht und sieht damit auch die Bischöfe und Oberen des deutschsprachigen Raumes angesprochen.

HIER KLICKEN – LESEN – UNTERSCHREIBEN

Zusammenfassung der „Correctio filialis“ (Zurechtweisung)

Katholische Priester und gelehrte Laien aus der ganzen Welt haben Papst Franziskus am 11. August ein Schreiben übermittelt. Da sie seither keine Antwort vom Heiligen Vater erhalten haben, machen sie heute, 24. September, dem Fest der der allerseligsten Jungfrau vom Loskauf der Gefangenen und Unserer Lieben Frau von Walsingham, ihr Schreiben öffentlich bekannt.

Das Schreiben, das neuen Unterzeichnern offensteht, trägt die Unterschrift von 62 Priestern und katholischen Gelehrten aus 20 Nationen, die zahlreiche weitere vertreten, die aber nicht über die nötige Redefreiheit verfügen.

Das Schreiben hat einen lateinischen Titel: Correctio filialis de haeresibus propagatis (Zurechtweisung wegen der Verbreitung von Häresien). Darin wird erklärt, dass der Papst durch sein Apostolisches Schreiben Amoris laetitia und weitere damit verbundene Aussagen, Handlungen und Unterlassungen sieben häretische Positionen zur Ehe, dem moralischen Leben und dem Empfang der Sakramente vertreten und die Verbreitung dieser häretischen Meinungen in der Katholischen Kirche verursacht hat. Diese sieben Häresien sind von den Unterzeichnern lateinisch formuliert, der offiziellen Sprache der Kirche.

Die Zurechtweisung besteht aus drei Hauptteilen…

Bitte lesen Sie HIER weiter: katholisch-bleiben.de

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