Wie Mathematik beim Beten hilft

Pater Michael Wildfeuer

Jetzt unterrichte ich nur ein paar Stunden in einer siebten Klasse. Ich bin bei diesen Schülern ausnehmend gern. Mir geht’s darum, die Schüler durch Mathe im Denken zu schulen. Und sie machen langsam quasi alle richtig gut mit. –
Ich mache da auch gern mal etwas, was über die Zahlen hinausgeht. Ich fragte: ‚Was ist unendlich minus eins (∞ – 1)?‘ Ein Schüler: „unendlich‘. Ich: ‚Richtig. Und was ist unendlich minus Tausend?‘ Schüler: ‚Auch unendlich.‘ Ich: ‚Sehr gut. Und jetzt, schaut, sage ich Euch, wie mir die Mathematik beim Beten hilft. Wenn ich bete, dann denke ich, Gott ist unendlich. Wenn ich ihn um eine Sache bitte und er gewährt sie mir, dann ist er immer noch unendlich, oder? So kann ich um zehn, hundert, tausend und noch mehr Sachen bitten und er bleibt immer unendlich, oder? Ich als Priester habe ja auch die Anliegen der Gläubigen und der ganzen Kirche vorzutragen. So was hören die Schüler auch mal gern.

Hier der ganze lesenswerte Artikel

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Karmeliten verkaufen ihr Kloster in Bamberg

Die in Bamberg ansässige Deutschen Provinz der beschuhten Karmeliten-O.Carm-, teilt mit, dass sich der Orden „von seinem historischen Kloster“ zurückzieht, zugunsten eines neu zu bauenden Klosters auf einem kleineren Grundstück. Die Karmeliten seien gefordert, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen anzupassen. Offenbar bedarf es dafür solche weitreichenden Entscheidungen.

Der alte „Klosterkomplex, der im Kern noch aus dem 12. Jahrhundert stammt“ sei sanierungsbedürftig. Außerdem sei das Kloster zu groß für die noch 13 dort lebenden Brüder. Die Karmeliten haben in Bamberg eine über 800-jährige Geschichte.

Zentraler Punkt ist der Verkauf des Klosters mit seinen rund 6000 Quadratmetern Nutzfläche an eine Grundstücksentwicklungsgesellschaft. „Im Kaufvertrag sei vereinbart, dass die neue Entwicklung des alten Klosters mit dem Investor abgestimmt wird und man Miteigentümer bleibe. Die Krypta wird Sondereigentum des Ordens, die Kirche würde nicht verkauft. Der Kreuzgang soll der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Über die Zukunft des Noch-Klosters gibt es erst vage Pläne. Eine Nutzung als Hotel oder der Umbau zu Wohnungen, könnte sich die Ordensleitung vorstellen. Was aus ihrer Sicht absolut tabu ist, wäre zum Beispiel die Umwidmung in ein Einkaufszentrum.

Beide Seiten haben über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart.

Voraussichtlichen Sanierungskosten des Klosters: mindestens 15 bis 18 Millionen Euro.

Millionen wird auch der Orden in die Hand nehmen müssen: erstens für das neue Klostergebäude und zweitens, um das Gotteshaus statisch zu sanieren. Die Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Ohne das Geld aus dem Verkauf des Klosters wäre man nicht in der Lage, diese Investitionen anzugehen. Zuschüsse und Spenden für die Kirchensanierung benötigt man ebenso.

Quelle: Theresianum_aktuell, 63.2017

Kreuzgang Karmelitenkloster Bamberg
Kloster und Kirche der Karmeliten, Bamberg

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Liebe im Bauch der Mutter. – 28. Dezember

Ein Beitrag zum Tag der „Unschuldigen Kinder“

Diese Geschichte ist bereits auf vielen Blogs veröffentlicht worden. Sie erzählt eine wahre Begebenheit, die tagtäglich Realität sein könnte. Außerdem passt diese Geschichte zum heutigen Festtag der Unschuldigen Kinder.

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Eine Frau suchte ihren Gynäkologen auf:
„Doktor, ich habe ein sehr ernstes Problem und ich brauche dringend ihre Hilfe! Mein Baby ist noch nicht ein Jahr alt und ich bin wieder schwanger. Aber ich will kein anderes Kind.“

Dazu sagte der Arzt:
„Was genau wollen sie, wie soll ich ihnen helfen?“

Die Frau antwortet eindeutig:
„Ich will eine Abtreibung!“

Nach kurzem Nachdenken sagte der Arzt:
„Hören sie zu, ich habe eine Idee, die mir besser erscheint und auch weniger riskant ist für sie.“

Die Frau lächelte.
Dann fuhr der Arzt fort:
„Wenn sie nicht auf zwei Babys achten wollen, dann töten wir einfach dasjenige, das jetzt in deinen Armen liegt. So können sie sich ausruhen, bis das andere geboren wird. Da wir eines ihrer Kinder töten wollen, ist es doch auch egal, welches. Sie sagen doch, Kinder sind für ihre Mütter alle gleich, nicht wahr? Außerdem wird ihr eigenes Leben nicht durch einen chirurgischen gefährdet, wenn sie die Wahl treffen, das lebende Kind zu töten.“

Die Frau war entsetzt über die Worte des Arztes und sagte:
„Sie schlagen mir vor, wir sollten mein Kind töten. Das ist ein Verbrechen!“

Der Arzt antwortete ihr darauf:
„Ja, ich stimme ihnen zu. Aber ich dachte, das wäre kein Problem für sie. Ich schlage nur vor, dass sie dasjenige Kind, der getötet werden soll, austauschen.“

An dem Gesichtsausdruck der schwangeren Frau erkannte der Arzt, dass er es geschafft hatte, seinen Standpunkt klar zu machen.
Er hatte sie davon überzeugt, dass es keinen Unterschied gibt, ob man ein Kind tötet, das in den Armen ist, oder einem, das sich im Bauch der Mutter befindet. Das Verbrechen ist das gleiche.

Weißt du, seit wann Gott dich liebt?
Seit du im Bauch deiner Mutter lebst!

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Johannes – 27. Dezember

Johannes
Apostel
Evangelist
Lieblingsjünger Jesu
der jüngste
anhänglich
an der Brust des Heilandes
treuer Zeuge des Herrn
Lehrer der göttlichen Weisheit
überliefert drei Briefe
und die Geheime Offenbarung
er blieb
mit der Gottesmutter
die ihm Jesus sterbend
anvertraut hatte
unter dem Kreuz
treu
wurde sehr alt
wir wissen
sein Zeugnis
ist wahr

Jesus Christus – Johannes, Lieblingsjünger

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Christi Schweißtuch von Manoppello – „Von Angesicht zu Angesicht“

Buchbesprechung

Paul Baddes Buch „Von Angesicht zu Angesicht“ ist sicher für all jene, die dem Schleierbild von Manoppello, dem „kostbarsten Schatz der katholischen Kirche“, verbunden sind, eine willkommene und aktualisierte Bestandsaufnahme dessen, was das „Muschelseidentuch“ ausmacht. Zuletzt hat kein geringerer als Robert Kardinal Sarah bezeugt: „Hier in Manoppello begegnen wir dem Antlitz Gottes von Angesicht zu Angesicht. Und wenn wir uns von ihm anschauen lassen, reinigt und heilt uns sein Blick.

In gebotener Kürze und dennoch eindringlich und anschaulich stellt Badde die Entwicklung sowie die neuesten Erkenntnisse zu Christi Schweißtuch von Manoppello, dem „soudarion“, vor. Badde, von Hause aus Historiker und Journalist, taucht tief in die Geschichte hinab, damit der Leser verstehen kann, wie es um die schier unglaubliche Geschichte dieses Tuches steht, welches das Antlitz Christi nach seinem Leiden zeigt und sich seit Jahrhunderten hinter einer Scheibe in einem monstranzartigen Behältnis befindet. Ist es nicht wirklich unglaublich, dass dieser Schatz frei zugänglich ist und in der Kirche der Kapuziner von Manoppello von jedermann aus nur wenigen Zentimetern Entfernung betrachtet werden kann, während andernorts Kunstschätze für Millionen Euro verkauft und gekauft werden, damit sie, unter Verschluß gehalten, nie mehr zu sehen sind?

Die Trappistin Schwester Blandina, die Badde in den 80er-Jahren informiert und auf die Fährte gesetzt hat, erkannte schon früh, dass das in den italienischen Abruzzen verborgene Bildnis das wahre Antlitz Christi zeigt. Sie war auch die erste, die die Bildnisse von Turin (das Grabtuch) und Manoppello übereinanderlegte und Übereinstimmungen des Kopfes und des Gesichtes mit ihren Verwundungen feststellte. Badde war auf der Spur, er war ergriffen, und eine begeisterte Suche nach den Ursprüngen begann. Dabei wurde er selbst zum größten Begeisterten und Verehrer des „Volto Santo“ von Manoppello.

All dies kann der Leser komprimiert auf knapp 80 Seiten nachlesen und sich selbst ergreifen lassen. Auch und gerade jenen, die noch nichts vom „Volto Santo“, dem „menschlichen Gesicht Gottes“ (Papst Benedikt XVI.) wissen, sei das Buch ganz besonders und ausdrücklich empfohlen; denn gerade für sie könnte „Von Angesicht zu Angesicht“ ein „kostbarer Schatz“ für ihr eigenes Leben werden.

Erstveröffentlicht bei kath.news

Paul Badde
Von Angesicht zu Angesicht. Das Antlitz Gottes in Manoppello
Christiana-Verlag, Kißlegg 2017,
76 Seiten; 5,00 Euro
ISBN 978-3-7171-1283-9

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