In der katholischen Kirche zu Hause

Je mehr ich die klare geistige Harmonie der katholischen Lehre und ihre volle Übereinstimmung mit dem innersten Geiste der Bibel erkannte, desto mehr fand ich mich in den allen offenstehenden katholischen Gotteshäusern zurecht.

Ich fürchtete nicht mehr, Christo die Treue zu brechen, dort, wo man ihm die ewige Anbetung bringt, sondern setze mich mit Dank und Liebe allen Segensströmen aus und folge so mit der Gemeinde in anbetendem Schweigen der heiligen Messe.

Alle Andacht konzentriert sich auf das Opfer auf dem Altare.

Jeder folgte dem wohlbekannten Gang, kannte den Sinn jeder Handlung, jeder Segnung, jeder Wendung des Priesters – jeder wußte, was das Glöcklein sagte, es bedurfte der hörbaren Worte nicht … Alles fiel nieder: „Der Herr ist in seinem heiligen Tempel, es sei vor ihm stille alle Welt“.

(aus: Meine Heimkehr. Ein Bekenntnis von Ingeborg Magnussen. Verlag Kühlen 1926)

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Herz Jesu Fest – letzter Freitag im Juni

Heute feiert die Kirche das Herz-Jesu Fest. Die Herz-Jesu-Verehrung hat eine lange Tradition in der katholischen Kirche und geht bereits auf das frühe Mittelalter zurück.

Was besagt die Herz-Jesu-Verehrung? Was ist ihr Objekt? Ist es ein reines Symbol?
Hier einige Gedanken zum Gegenstand der Herz-Jesu Verehrung:

Das leibliche Herz Jesu ist als Herz des Gottmenschen anbetungswürdig im vollen Sinne des Wortes. Das Herz Jesu wird angebetet, nicht für sich allein genommen als leibliches Organ, unter Absehung von der Gottheit, wie die jansenistische Synode von Pistoia 1786 unterstellte, sondern als untrennbar verbunden mit der Person des Wortes.

Der besondere Gegenstand der Andacht zum Herzen Jesu ist das Herz im wahren und eigentlichen, jedoch erweiterten Sinne, nämlich das leibliche Herz in Verbindung mit dem gesamten gott-menschlichen Innenleben, dessen vorzüglichstes Organ das Herz ist.

Herz im engeren, eigentlichen Sinne ist ein bestimmtes einzelnes Organ des menschlichen Körpers.

Die Heilige Schrift und die Überlieferung gebrauchen das Wort aber oft in einem erweiterten Sinne, so daß noch andere leibliche und seelische Bestandteile oder Kräfte im Innern des Menschen in dieser Bezeichnung zusammengefaßt werden. Man kann sagen: Das Herz in diesem durchaus wahren und eigentlichen, aber weiteren Sinne ist die Seele mit ihren geistigen und sinnlichen Vermögen nebst den körperlichen Organen, die der Seele zu den sittlichen Akten und Affekten dienen, unter ihnen ganz besonders das leibliche Herz, das der Grundbestandteil des erweiterten und höheren, biblischen Herzbegriffes ist.

In diesem Sinne der erkennenden, liebenden und fühlenden Seele spricht die Heilige Schrift vielhundertmal von dem Herzen, etwa wenn sie von uns verlangt, Gott von ganzem Herzen zu dienen und ihn aus ganzem Herzen zu lieben, das Herz der Klugheit zuzuneigen (Prov. 2,2), das Herz Gott darzubieten, oder wenn Jesus von der Traurigkeit spricht, die das Herz der Apostel ergriffen hatte (Joh. 16, 6), oder von der Freude ihres Herzens, die niemand ihnen nehmen werde (Joh. 16, 22).

Auch bei den heiligen Vätern und den großen Theologen aller Jahrhunderte ist diese Begriffserweiterung des Wortes Herz völlig eingebürgert. Darum ist es von vorneherein wahrscheinlich, daß dieser erweiterte, biblische und traditionelle Herzbegriff der Bezeichnung Herz-Jesu-Andacht zugrunde liebt.

In vollem Einklang hiermit steht die Geschichte der Andacht. Den Anlaß zu ihrer allgemeinen Verbreitung gaben Privatoffenbarungen, die der heiligen Maria Margareta Alacoque in den Jahren 1673-75 zuteil wurde. Nach und nach wurden zahlreiche Bruderschaften zu Ehren des göttlichen Herzens errichtet und die kirchliche Festfeier für einzelne Länder oder Bistümer (zuerst 1765 für Polen) genehmigt. Gegen die heftigen Angriffe seitens der Jansenisten nahm Pius VI. die Herz-Jesu-Andacht in der Bulle Auctorem fidei 1794 in Schutz.

Pius IX. ordnete im Jahr 1856 das Herz-Jesu-Fest für die ganze Kirche an, und Leo XIII. erhob es 1889 zu einem Feste erster Klasse. Derselbe Papst approbierte 1899 die „Litanei vom heiligsten Herzen Jesu“ und vollzog bei der Jahrhundertwende 1899, wie schon vorher Pius IX. 1875, feierlich die Weihe der ganzen Welt an das göttliche Herz Jesu.

Gegenstand dieser Andacht ist also das Herz Jesu in dem so erklärten erweiterten und höheren Sinne, also sein leibliches Herz in Verbindung mit dem gesamten menschlichen Innenleben, dessen Organ es ist.

Papst Pius XII. hat ebenfalls erklärt, warum das „Herz“ Wirklichkeit und Symbol zugleich ist, nämlich in seiner Enzyklika Haurietis aquas: „Es ist ein doppelter Grund, warum die Kirche dem Herzen des göttlichen Erlösers die Verehrung der Anbetung erweist. Der erste Grund trifft auch auf die anderen hochheiligen Glieder des Leibes Jesu Christi zu und besagt, daß das Herz Jesu als edelster Teil der menschlichen Natur mit der Person des göttlichen Wortes hypostatisch verbunden ist; daher dieselbe Verehrung der Anbetung, die die Kirche der Person des fleischgewordenen Sohnes Gottes erweist.“

Als zweiten Grund nennt der große Pacelli-Papst: „Das Herz des göttlichen Erlösers ist mehr als alle anderen Glieder seines Leibes ein natürliches Kennzeichen bzw. Symbol für seine Liebe zum Menschengeschlecht; und im heiligsten Herzen liegt das Symbol und das ausgeprägte Bild der unbegrenzten Liebe Jesu Christi vor, die uns zur gegenseitigen Liebe bewegt.“

Dieselbe Bedeutung wohnt den Worten inne, die Jesus an die heilige Margareta Maria Alacoque richtete: „Siehe dieses Herz, das die Menschen so geliebt hat, daß es bis hin zur Erschöpfung und Verzehrung an nichts sparte, um ihnen seine Liebe zu bezeugen.“

Dieselbe Bedeutung wird ersichtlich aus der Verheißung, daß Jesus sein Herz über alle seine Verehrer in Freigebigkeit erweitern werde.

Das kann von dem leiblichen Herzen im engeren Wortsinne nicht gesagt sein, sondern verweist uns deutlich auf den weiteren Begriff des Herzens. Besonders klar geschieht dies durch die Herz-Jesu-Litanei, in welcher von dem einen Herzen, dem Gegenstande der kirchlichen Andacht, leibliche und geistige Eigenschaften und Tätigkeiten ausgesagt werden.

Wenn das leibliche Herz Jesu zugleich ein Symbol genannt wird, so ist dies mit dem Gesagten aufs beste vereinbar. Denn nach allgemeiner Anschauung der Menschen bietet sich das leibliche Herz als das natürliche Symbol des Innenlebens und besonders der Liebe dar. Demgemäß hat Jesus sein leibliches Herz in den Erscheinungn vor der hl. Margareta als Symbol seiner Liebe gezeigt, und so wird es uns in den Herz-Jesu-Bildern vor Augen gestellt. Aber das leibliche Herz und das gottmenschliche Innenleben Jesu sind nicht zwei, sondern zusammen der eine adäquate Gegenstand der Andacht. Gewiß kann man das Herz anbeten, ohne des inneren Lebens Jesu zu gedenken, oder man kann sein Innenleben verehren, ohne es mit seinem Herzen in Verbindung zu bringen. Aber in beiden Fällen wäre es nicht die Herz-Jesu-Andacht, welche die Kirche unter diesem Namen übt.

Daß es innerlich tief begründet ist, diese Andacht zu pflegen, erhellt sich aus dem Gesagten. Das leibliche Herz ist das vorzüglichste Organ der Menschheit Jesu, sozusagen die Quelle seines zu unserer Erlösung vergossenen Blutes. Nach seinem Tode wurde es von der Lanze durchbohrt, und Blut und Wasser, die Sinnbilder der Eucharistie und Taufe, flossen aus ihm hervor. Namentlich wird uns aber, wie wir gesehen haben, mit dem leiblichen Herzen das ganze Innenleben Jesu, der ganze Schatz seiner unvergleichlichen Tugenden, besonders seine grenzenlose Liebe vor Augen geführt und zur Verehrung vorgestellt.

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Zwölf Verheißungen des Herrn an die Verehrer seines göttlichen Herzens, die der heiligen Maria Margareta Alacoque (1647-1690) geoffenbart wurden:

1. Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.

2. Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.

3. Ich werde sie in all ihren Leiden trösten.

4. Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein.

5. Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichem Segen begleiten.

6. Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.

7. Die lauen Seelen werden eifrig werden.

8. Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.

9. Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bildnis meines heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.

10. Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren.

11. Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden.

12. Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren werden, die Gnade eines bußfertigen Endes gewähren wird, so dass sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein. Beichten wir!
Kommunizieren wir!

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Halten wir die Herz-Jesu-Freitage!

Quelle

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Wilde, kritische Zeiten der Kirche

Daß in jenen Trauerzeiten der Kirche eine greuliche Sittenlosigkeit und das Laster der Simonie bis zu den höchsten Stellen im Klerus eingerissen waren, erklärte mir leider zur Genüge die damals sich vollziehende große Abspaltung, war sie aber damit berechtigt? Mußte sie sein? …

Bei dieser Erwägung gedachte ich wie der Herr Jesus so deutlich das Unkraut zwischen dem Weizen vorhergesagt hat, wie er selbst gebrechliche Menschen zu seinen Jüngern nahm, den diese Jünger alle verließen, er aber entließ sie nicht, – den Judas um dreißig Silberlinge verriet, er aber schenkte ihm seine trauernde Erlöserliebe bis ans bittere Ende, – den Petrus, der Felsenmann, verleugnete, er aber nahm seine Verheißungen nicht von ihm, sondern bestätigte sie feierlich nach seiner Auferstehung und sagte ihm sein glorreiches Martyrium voraus, „mit dem er Gott preisen werde“.

So hatte der unendliche getreue Herr auch seine Kirche in den wilden, kritischen Zeiten – wo es scheinen konnte, als sollten die Pforten der Hölle sie doch überwältigen – durch die unversehrt erhaltene Lehre, die auf Grund ununterbrochener Weitergabe der Weihe auch ununterbrochene Priesterreihe seit den Aposteln, durch Heilige und Büßer, deren es zu jeder Zeit in ihr gab, und durch die nie versiegenden Gnadenströme der Sakramente, am Leben erhalten, geheiligt, verjüngt und neu besiegelt bis auf den heutigen Tag.

(aus: Meine Heimkehr. Ein Bekenntnis von Ingeborg Magnussen. Verlag Kühlen 1926)

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Weit vom Wohnort entfernt – Priesterweihen

„Aber lohnt es sich auch, wegen nur zweier Neupriester die weite Reise nach Zaitzkofen anzutreten? Und ob es sich lohnt! Wegen eines Primizsegens soll man sich ja ein Paar Schuhe durchlaufen. Wie viel mehr soll man dann für die Geburtsstunde eines Priesters, in dessen Hand Gott das ganze Heil des Menschengeschlechtes gelegt hat, lange Wege, eventuelle ungünstige Witterung und vor allem die lange Zeremonie auf sich nehmen. Denn wer soll unsere Kinder taufen, aus Heiden Christen, Tempel des dreifaltigen Gottes, Glieder am Leibe Christi machen? Wer soll uns die Sünden nachlassen, wenn nicht der katholische Priester? Wer soll uns den Leib des Herrn reichen, wenn nicht er? Wer wird unsere Ehen einsegnen, die Familien in ihren Sorgen und Nöten des Lebens begleiten und die Seele mit der letzten Wegzehrung und der Heiligen Ölung auf die große Reise in die Ewigkeit vorbereiten, wenn nicht der katholische Priester, der all dies tut in der Nachfolge und im Auftrag des göttlichen Meisters? Zu unserem Schmerz haben viele, vielleicht sogar die meisten Priester diese über die Natur hinausgehende Ordnung der Dinge aus dem Auge verloren. Die Priester glauben nicht mehr an ihr Priestertum und an jene Mittel, die der Herr ihnen selbst in die Hände gelegt hat.“

Priesterweihe in Zaitzkofen in einer Woche, am 29. Juni 2019

Priesterweihen des Priesterseminars St. Petrus in der Pfarrkirche von Heimenkirch am 29. Juni 2019

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Nicht entkleidet und nackt – aber bedeckt

Jelena Knorr macht sich Gedanken über ein Thema, welches zumindest in den westlichen Ländern gar kein Thema ist. Sogar in der katholischen Kirche wird es höchst selten einmal angesprochen: – die Entblößtheit der Frau.

In der Zeitschrift „Schweizerisches Katholisches Sonntagsblatt“ konnte Frau Knorr ihren Aufsatz mit dem Titel „Eine Christin mit Kopftuch und das Recht, auf das ANGEZOGEN sein“ veröffentlichen. Sind denn die deutschen Frauen nackt? Laufen sie ohne Kleider umher? Gerade in diesen Tagen des endenden Juni, für die die Wetterprognosen hohe Temperaturen erwarten lassen, mögen so manche Frauen stöhnen und verwundert ausrufen: Was will die denn, wir sind froh, uns heutzutage knapp bekleiden zu können“.

Frau Knorr ruft zu einer Bewusstseinsveränderung auf und sagt: „Ich möchte den Frauen, insbesondere auch christlichen Frauen, wieder das Recht geben, ANGEZOGEN ZU SEIN

Mit Erlaubnis der Autorin darf ich ihren Artikel an dieser Stelle noch einmal veröffentlichen. Dafür danke ich Jelena Knorr sehr herzlich!

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Bedeckte Christinnen – Covered Christians. So lautet mein Wunsch.

„Sie sind bestimmt Künstlerin?“, „Haben Sie einen moslemischen Ehemann?“ oder „Sie arbeiten bestimmt beim Fernsehen?“

So oder so ähnlich hört es sich an, wenn ich entspannt irgendwo durch die Gegend schlendere und von freundlichen und interessierten jungen Frauen wie auch Damen angesprochen werde. Mir ist dabei immer bewusst, dass diese Frage sich insbesondere, nicht nur auf meine Kopfbedeckung bezieht, sondern auch auf die Silhouette, die ab und zu leicht abzeichnende, aber ansonsten strenge Art sich zu kleiden.

„Nein…“, antworte ich immer lächelnd und mit der Vorfreude auf erstaunte Gesichter, der mir meist bekannten Art zu reagieren, meiner Gesprächspartner. „Ich bin Politologin, Juristin und Philosophin“. Die Gesichter um mich erstarren. „Also eine ganz langweilige Akademikerin“, entgegne ich mit leichter Ironie in meiner Stimme um das Gespräch wieder aufzulockern. „Aber, ….aber ?“ – „ Ich bin gläubige Christin, ich nehme meine Religion ernst und möchte dem Willen meines Herrn gerecht werden.“

Lange Pausen, die Menschen suchen nach Worten, Erstaunen, Interesse aber auch Scham spiegeln sich in Ihren Augen und auf Ihren Gesichtern wieder. Ich muss dabei nichts mehr erklären, ich muss auch nicht die Stellen aus der Bibel zitieren, die denke ich jeder anständige Christ selbst kennt und seiner Pflicht als Frau freiwillig nachkommen möchte, besonders als verheiratete Frau.

Was ist das? Bedeckte Christin?

Es ist die Frage nach fast 36-jähriger Suche, nicht nach Gott, Er war immer da, aber dem Vergleich zwischen den drei großen Weltreligionen.

Auf meinen Reisen durch den Orient und langen Aufenthalten im Kaukasus, Beobachtungen aus meiner Kindheit in der Sowjetunion und der BRD meiner Kindheit unter Kanzler Kohl, traditionell gekleidete Ukrainerinnen mit ihren langen Röcken, wunderschön bestickten Westen und Blusen Wyschywankas, Russinnen mit den weltberühmten reich an Blumen verzierten Wolltüchern, der weltbekannten Pavlovo Pasad Manufaktur, die seit Jahrhunderten Tradition, Pflicht und Zeichen christlicher Slawinnen waren. Reich bestickte/bedruckte aus hauchdünner Seide, Kopftücher der Kaukasischen Frauen und geheimnisvoll anmutenden Verschleierung der Orientalischen Frauen im Nahen Osten.

Aber auch die wunderschönen Kopfbedeckungen der Schwarzwälderinnen mit dem berühmten roten Bommel in prachtvollen Trachten, prägten meine Kindheit und die eine, immer während quellende Frage. Warum muss ich mein Kopftuch nach der Messe ausziehen? Warum, ist die Frau aus dem Westen oder auch noch allgemeiner, warum ist die christliche Frau eine ENTKLEIDETE Frau? Warum hat die moslemische Frau das Recht sich zu bekleiden? Warum regiert die westliche Zivilisation verstörend auf eine Christin in Europa, die sich auf ein Jahrtausende alte von Gott gegebene Rechte und Pflichten wieder besinnen möchte? Das Recht auf das ANGEZOGEN SEIN!

In der westlich christlichen Welt, interessiert es keinen mehr, wenn eine Frau nicht nur halbnackt sondern durchaus auch nackt durch die Innenstadt laufen würde, niemand würde sich darüber echauffieren. StGB § 183a, Erregung öffentlichen Ärgernisses? Ich bitte Sie. Die Polizei hätte wahrscheinlich nach eigener Aussage, Wichtigeres zu tun.

Wie erstaunlich es doch ist, wenn junge Frauen in Russland und auch in Deutschland / Europa, USA, lange Röcke tragen möchte, kein Dekolleté zeigen wollen, und ihre Köpfe freiwillig bedecken möchten. Hören Sie genau hin, FREIWILLIG. Auch mit Hüten, Kopfschmuck und nicht nur dem klassischen Kopftuch.

Auf den Körper reduziert

Ich werde nie vergessen, als auf eine Einladung eines bereits ältere Bekannten ( hier ist Ende 50 gemeint ) nach einem freundschaftlich, wie immer, gehaltenem Abendessen im Restaurant, mir forsch entgegen geschleudert wurde: „ Du hättest aber auch was Nettes anziehen können, so etwas, was mehr offen ist!“ Es fühlte sich an, als ob einer mir die Ehre genommen hätte, mein Gesicht brannte, ich fühlte mich entwürdigt, mir wurde gerade verbal ins Gesicht gespuckt. Ich wurde in einem Schlag nur auf DEN KÖRPER reduziert, sexualisiert eben. Der Mann ist für mich wie ein Vater, allein sein Alter, sollte solche Sprüche unmöglich machen, von der Tatsache abgesehen, dass es unheimlich entwürdigend ist als eine Christin sich so etwas anhören zu müssen.

Mein Outfit bestand aus einem schwarzem, langärmeligem T-Shirt und einem schwarzen Bleistiftrock, unter den Knien endend natürlich. Das war wohl für ein freundschaftliches Abendessen nicht offen genug. Eines stand fest: Das wäre mir in Russland oder im Orient nie passiert. Europa ist endgültig verloren, dachte ich mir beim Verlassen des Lokals. Schamgefühl und das Recht auf BEDECKT SEIN, muss man sich als Christin wieder erkämpfen. Ich spürte einen kalten Wind um mein Gesicht wehen, meine roten Haare streiften mir durchs Gesicht und mir war klar, die christliche Frau, ist eine entehrte Frau, in Europa.

Mit neugierigem Blick, betrachtete ich das an mir vorbeigehende muslimische Mädchen im Hidjab, für mich ein gewöhnlicher Anblick aus Russland. Wie erhaben und ehrbar sie mir doch vorkam. Ich möchte mich ebenso, vor dieser die Frau, entwertenden Moderne verdecken. Sogar verstecken. Ich möchte das Recht auf Scham und Keuschheit den Frauen zurückgeben.

Ich möchte den Frauen, insbesondere auch christlichen Frauen, wieder das Recht geben, ANGEZOGEN ZU SEIN:

Ich entschloss mich dazu, dem Wort des heiligen Buches zu folgen und mein Haupt als Zeichen meiner Demut vor Gott und dem Mann zu bedecken, für die Engel und für meinen Herren. Der nächste Schritt lag nahe, ich bräuchte dazu den Segen meines Beichtvaters.

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Jelena Knorr

Original- und Erstveröffentlichung: https://www.sonntagsblatt.ch/

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Wie der Rufer Johannes in der Wüste, so ruft heute …

Kardinal Robert Sarah. In der Kathedrale Unserer Lieben Frau von Paris hat er eine kurze Ansprache gehalten:

Liebe Freunde, die Kathedrale von Notre-Dame hatte einen Vierungsturm, der wie ein Pfeil in den Himmel aufragte. Er schien ganz auf Gott hinzuweisen. Im Herzen von Paris schien er jedem den letzten Sinn seines Lebens zu offenbaren. Er schien den einzigen Sinn vom Wesen der Kirche aufzuzeigen: zu Gott hinzuführen und sich von ihm führen zu lassen. Eine Kirche, die sich nicht auf Gott hin ausstreckt, ist eine Kirche, die zusammenbricht und stirbt.

Wollt ihr die Kirche wieder aufrichten?
Dann geht in die Knie!
Wollt Ihr diese schöne Kathedrale wiederaufbauen, die eine katholische Kirche ist?
Dann kniet euch nieder.
Eine Kathedrale ist zuerst und zuletzt ein Ort, in dem die Menschen niederknien können.
Eine Kathedrale ist ein Ort für die Gegenwart Gottes im Allerheiligsten Sakrament.

Ich möchte die Priester ermutigen. Ich will ihnen sagen: liebt Euer Priestertum. Seid stolz, mit Christus gekreuzigt zu sein. Habt keine Angst vor dem Hass der Welt. Ich will allen Priestern der Welt meine Zuneigung als Vater und Bruder zeigen. Vor und mit euch will ich meine tiefe Liebe an die treuen Priester der ganzen Welt ausdrücken. Vor und mit euch will ich ihnen allen meine Hochachtung erweisen.

Liebe Freunde, liebt eure Priester! Dankt ihnen nicht für das, was sie machen, dankt ihnen für das, was sie sind.

(Kardinal Robert Sarah, Notre Dame de Paris, Mai 2019)

Quelle CNA

Bitte schenken Sie auch dem Artikel von Katrin Krips-Schmidt in der TAGESPOST Beachtung. Sie schreibt u. a.:

Bei der Vorstellung seines neuen Buches „Le soir s’approche et déja le jour baisse“ [Der Abend naht und der Tag hat sich geneigt] hat Kardinal Robert Sarah kürzlich in Paris eine scharfsinnige Analyse „der tiefgreifenden Krise“ des Abendlandes vorgelegt: der „Glaubenskrise, Kirchenkrise, Priesterkrise, Identitätskrise und der Sinnkrise des Menschen und des menschlichen Lebens sowie des spirituellen Zusammenbruchs und seiner Folgen“. Die Verwüstung der Kathedrale Notre-Dame und ihrer eingestürzten Gewölbe durch einen Brand im April sind für ihn ein „Symbol für die Situation der abendländischen Zivilisation und der Kirche in Europa“. Dieses Feuer, „das die Kirche ganz besonders in Europa verwüstet, das ist die intellektuelle, doktrinäre und moralische Verwirrung, es ist die Feigheit, die Wahrheit über Gott und den Menschen zu verkünden und die moralischen und ethischen Werte der christlichen Tradition zu verteidigen, es ist der Verlust des Glaubens, der Bedeutungsverlust der Objektivität des Glaubens und damit der Verlust des Sinnes für Gott“.

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