Fronleichnamsprozession

Fronleichnamsprozessionen sollen verdeutlichen,
dass der Gottmensch Jesus Christus HERR der Welt ist,
der das Leben seiner Jünger prägen soll.

Bis vor einigen Jahrzehnten war die Kirche stolz, dieses Lied zu singen:

1. Laßt die Banner wehen über unsern Reihen!
Kämpfer zu sein für Gott und sein Reich, alle Welt soll sehen,
daß wir neu uns weihen, mutig und freudig,
den Heiligen gleich.
Wir sind bereit, rufen es weit:
Gott ist der Herr auch unserer Zeit!

2. Christi Zeichen tragen unsere Sturmesfahnen;
mutig wolln wir wagen, uns den Weg zu bahnen
durch eine Welt voll Lüge und List,
bis dann der Sieg uns beschieden ist.
Wir sind bereit, rufen es weit:
Gott ist der Herr auch unserer Zeit!

3. Niemals wir erliegen feindlichen Gefahren;
Christus führt zum Siege seiner Kirche Scharen.
Geht auch der Weg durch Nacht und durch Not,
und leuchtet sieghaft das Morgenrot.
Wir sind bereit, rufen es weit:
Gott ist der Herr auch unserer Zeit!

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Köln 1947

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Heimkehr – Neue und wunderbare Welt

HIER  habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Thomas Gullickson, anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Muttererscheinungen von Fatima in der Klosterkirche von Fischingen ein Pontifikalamt im tridentinischen Ritus zelebriert.

Mit den folgenden Worten gibt Msgr. Gullickson auf seinem Blog Einblick in sein Inneres, als er, nachdem er seine erste Zelebration der Heiligen Messe im überlieferten Ritus zelebriert hatte, schrieb:

„Am 13. Mai konnte dieser alte Mann über die Schwelle treten
in eine neue und wunderbare Welt.“

Erzbischof Thomas Gullickson

Msgr. Gullickson, der 66 Jahre alt ist, spielte mit seiner Wortwahl offenbar darauf an, daß es mehr als 40 Jahre seit seiner Priesterweihe dauerte, er also so „alt“ werden mußte, um erstmals selbst in der überlieferten Form des Römischen Ritus zelebrieren zu können.

Nuntius Msgr. Gullickson wurde 1950 in den USA geboren und 1976 für die Diözese Sioux Falls zum Priester geweiht. 1985 trat der promovierte Jurist in das Diplomatische Corps des Heiligen Stuhls ein. 2004 empfing er die Bischofsweihe. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn zum Titularerzbischof.

Nuntius Gullickson sah sich am 13. Mai erstmals in eine „neue und wunderbare Welt“ eintreten, als er erstmals die Messe aller Zeiten (als Pontifikalamt) zelebrierte.

Quelle

Weitere schöne Fotos gibt es HIER

Papst und Luther

Heute undenkbar: Papst verkündet Bann gegen Luther

Gegen den Wittenberger Theologen Martin Luther wird am 3. Januar 1521 mit der Bulle „Decet Romanum Pontificem“ der Bannfluch verkündet. Papst Leo X. hatte ihm noch 60 Tage Zeit gelassen, seine reformatorischen Bekenntnisse zu widerrufen.

Die Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ war zuvor in allen größeren Städten durch päpstliche Abgesandte bekannt gemacht worder.

Luther antwortete auf die drohende Exkommunikation mit den Worten: „O Du allerunseligster Leo, es ist aus mit dem Römischen Stuhl. Gottes Zorn hat ihn überfallen.“ Auch widmete er Leo die Schrift “Von der Freiheit eines Christenmenschen“ und beantwortete die Verbrennung seiner Schriften mit dem einäschern kanonischer Bücher.

Der Bruch mit dem Katholizismus ist endgültig vollzogen, die Reformation in Europa nicht mehr aufzuhalten.

Textquelle

 

Eines der wichtigsten satanischen Feste

Gemäß dem Zeugnis einiger Personen, die Satanismus betrieben und sich dann zum Christentum bekehrt haben, ist Halloween das wichtigste Fest für die dämonischen Kulte, denn es ist der Beginn eines neuen satanischen Jahres und eine Art „Geburtstag des Teufels“. An diesem Datum opfern die satanischen Gruppen Jugendliche und vor allem Kinder, weil sie die Bevorzugten Gottes sind.

Das hohe Fest Allerheiligen wird in der Kirche am 1. November gefeiert. Es beginnt, wie alle Hochfeste bereits am Vortag mit der Vesper. Die Nacht des 31. Oktober wird in Altenglisch „All hallow´s eve“ (Vorabend von Allerheiligen) genannt. Daraus wurde später „Halloween“.

Süßes oder Saures
An Halloween verkleiden sich manchmal auch Kinder –und wie wir in diesen Tagen erfahren, auch sogenannte Erwachsene- als schreckliche, furchteinflößende Wesen. Kinder gehen von Tür zu Tür mit dem Spruch „Süßes oder Saures“. Man glaubt, dass die Besucher dem Hausbewohner etwas Böses antun, wenn er ihnen keine Süßigkeiten gibt. Einige sind der Meinung, dass der Beginn dieses Brauches auf die Verfolgungen zurückgeht, die Katholiken in England erlitten hatten, wo ihre Häuser Opfer von Gewalttaten waren.

Bereits vor Jahrzehnten: Jack und der Kürbis
Es gibt eine alte, irische Legende, in der ein Mann namens Jack vorkommt, der zu Lebzeiten so böse gewesen war, dass er nicht einmal in die Hölle eingelassen wurde, weil er den Teufel mit List betrogen hatte. So musste er auf der Erde bleiben und auf ihr umherschweifen mit einer Laterne, die aus einer Rübe mit einer darin befindlichen glühenden Kohle bestand. Die abergläubischen Leute stellten eine ähnliche Laterne in die Fenster oder vor ihr Haus, um Jack zu vertreiben. – In weiten Teilen Deutschlands wurde daraus der Brauch, dass man eine Rübe oder einen Kürbis mit Löchern in Form eines Totenkopfes schnitze und dahinein eine Kerze stellte, damit es gruselte.

Mehr zu Halloween  in diesem Artikel:
„8 Dinge, die jeder Christ über Halloween wissen sollte“

 

Oktober – Fatima – Militia Immaculatae

Der Monat Oktober im Jahre 1917 wurde nicht nur durch Fatima und die Russische Revolution geprägt, sondern noch von einer weiteren einschneidenden Begebenheit: In Rom feierten die Freimaurer die Jahresfeier der zweihundertsten Wiederkehr ihrer Gründung. Mit gotteslästerlichem Liedern und Spruchbändern wie: Satan wird im Vatikan regieren und der Papst wird sein Diener sein, zogen sie durch die Ewige Stadt bis hin zum Petersplatz.

Augenzeuge dieser antichristlichen Demonstration war der junge polnische Franziskanerbruder Maximilian Kolbe. Er trat diesen Mächten nicht mit Bomben und Gewehren entgegen, sondern mit den Kugeln des Rosenkranzes.

Maximilian Kolbe wurde es bewußt, daß er zu einem geistigen Kriegsdienst aufrufen muß, weil die Welt in einen Kampf, vielleicht in den Endkampf eingetreten ist. Er gründete die Militia Immaculatae, eine Bewegung, die – wie er sagte – die Menschen Satan entreißen soll. Sie besteht in der Hingabe und Weihe jedes Einzelnen an das Unbefleckte Herz Mariens bis ins letzte Detail des alltäglichen Lebens, aber – und das ist das Neue an der Gründung von Pater Maximilian: jeder, der sich Maria weiht, soll darüber hinaus bemüht sein, die Herzen anderer für sie zu erobern.

Durch seine Begegnung mit der Freimaurerei bei der 200 Jahrfeier in Rom erschüttert, hatte Maximilian Kolbe vor allem einen Gedanken: die Bekehrung der Sünder, der Häretiker, Schismatiker, und natürlich im Besonderen der Freimaurer, sowie die Heiligung aller. Alle Menschen – ohne Ausnahme – sollen unter den Schutz der Unbefleckten Jungfrau gestellt werden. Das ist die wahre Ökumene.

Außerdem regte der Gründer der Militia Immaculatae ein Stoßgebet an, um ohne Unterlaß in Verbindung mit Gott zu bleiben, inmitten unserer natürlichen Tätigkeiten.

Der erste Teil dieses Stoßgebetes ist den Trägern der Wunderbaren Medaille bekannt:
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!

Pater Maximilian Kolbe hat das Gebet mit dem Zusatz erweitert:
bitte für alle, die ihre Zuflucht nicht zu dir nehmen.

Dann spricht er jene Gruppe an, die letztlich den Anstoß gab für seine Militia:
Maria, bitte besonders für die Freimaurer, und für alle, die wir dir anempfehlen.

Wenigen Menschen war es gegeben, den Mächten entgegenzutreten, die sich vereint hatten, die Kirche zu zerstören. Maximilian Kolbe wurde die Gnade verliehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und mit seinem Werk der Militia Immaculatae und dem alles umfassenden Gebet an Maria eine wirksame Hilfe in der Not der Zeit zu vermitteln. Wir haben es nicht lediglich mit einer Krise der Kirche zu tun, sondern wir müssen mit großem Schmerz von Apostasie, von Glaubensabfall sprechen. Doch es wird niemals zu spät sein, unsere Zuflucht zu Jesus und Maria zu nehmen.

Die Weihe an die Gottesmutter, zusammen mit dem Gebet, mit dem wir die ganze Welt unter den Mantel der Gottesmutter rufen, wird uns in der unvergänglichen Lehre der Kirche stärken.

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir
unsere Zuflucht zu Dir nehmen.
Bitte für jene, die ihre Zuflucht nicht zu Dir nehmen.
Bitte für die Freimaurer,
und bitte für jene, die wir Dir anempfehlen!
Heiliger Maximilian Kolbe, bitte für uns!

 

Ein papst- und glaubenstreuer Papst

Ich gelobe (Der Krönungseid des Papstes) …
-nichts an der Überlieferung, nichts an dem, was ich von meinen gottgefälligen Vorgängern bewahrt vorgefunden habe, zu schmälern, zu ändern, oder darin irgendeine Neuerung zuzulassen;
-vielmehr mit glühender Hingabe als ihr wahrhaft treuer Schüler und Nachfolger mit meiner ganzen Kraft und Anstrengung das überlieferte Gut ehrfurchtsvoll zu bewahren;
-alles, was in Widerspruch zu der kanonischen Ordnung auftauchen mag, zu reinigen;
-die heiligen Canones und Verordnungen unserer Päpste gleichwie göttliche Aufträge des Himmels zu hüten, da ich mir bewußt bin, Dir, Dessen Platz ich durch göttliche Gnade einnehme, Dessen Stellvertretung ich mit Deiner Unterstützung innehabe, strengste Rechenschaft über alles, was ich bekenne, im göttlichen Gericht ablegen zu müssen.
-Wenn ich es unternehmen sollte, in irgendetwas nach anderem Sinn zu handeln, oder zulassen sollte, daß es unternommen wird, so wirst Du mir an jenem furchtbaren Tag des göttlichen Gerichts nicht gnädig sein.

Daher unterwerfen Wir auch dem Ausschluß des strengsten Bannes: wer es wagen sollte – seien es Wir selbst, sei es ein anderer – irgendetwas Neues im Widerspruch zu dieser so beschaffenen evangelischen Überlieferung und der Reinheit des orthodoxen Glaubens und der christlichen Religion zu unternehmen, oder durch seine widrigen Anstrengungen danach trachten sollte, irgendetwas zu ändern oder von der Reinheit des Glaubens zu unterschlagen oder jenen zuzustimmen, die solch lästerliches Wagnis unternehmen.

(Liber Diurnus Romanorum Pontificum, vgl. Migne, PatrologiaLatina, S. 105,40-44); Übersetzung (von Dr. Werner Hensellek, Wien): Dieser Krönungseid wurde von den letzten Päpsten nicht mehr abgelegt.

Das I. Vatikanische Konzil (1869/70) über die Unfehlbarkeit des Papstes:
Neque enim Patri successoribus Spiritus Sanctus promissus est, ut eo revelante novam doctrinam patefecerent, sed ut, eo assistente, traditam per Apostolos revelationem seu fidei depositum sancte custodirent et fideliter exponerent.
(Vaticanum I, Pastor aeternus IV, vgl. DH3070).

Den Nachfolgern des Petrus wurde der Heilige Geist nämlich nicht dazu verheißen, daß sie durch seine Offenbarung eine neue Lehre ans Licht bringen, sondern damit sie mit seinem Beistand die durch die Apostel überlieferte Offenbarung bzw. die Hinterlassenschaft des Glaubens heilig bewahren und getreu auslegen.

(aus St. Athanasius Bote 29, 2016)

 

15. August 1920 – Maria-Himmelfahrt, Pius XI. und das „Wunder an der Weichsel“

Papst Pius XI. (6.2.1922 – 10.2.1939) erhielt mit dem so genannten „Wunder an der Weichsel“ vom 15. August 1920 ein deutliches Zeichen dafür, dass die Muttergottes die Macht hat, in weltlich-politische Auseinandersetzungen einzugreifen.

Achille Ratti, der spätere Papst Pius XI., wurde in den Jahren 1918-21 nach Polen entsandt. 1919 wurde er zum Apostolischen Nuntius ernannt und als solcher zum Titular-Erzbischof von Lepanto, ein Umstand, der programmatisch werden sollte für sein priesterliches und diplomatisches Wirken in Polen, denn das westslawische Land geriet in diesen Jahren in eine äußerst schwere außenpolitische Krise.

Wegen der Befürchtung, das bolschewistische Russland werde langfristig zur Hegemonialmacht in Osteuropa aufsteigen, verbündete sich Polen mit der antikommunistischen Ukrainischen Volksrepublik. Am 26. April 1920 holte Polen zu einem Präventivschlag gegen sein kommunistisch gewordenes Nachbarland aus und eröffnete den polnisch-sowjetischen Krieg. Unterstützt von den „Weißen Truppen“  nahm das polnische Militär am 7. Mai Kiew ein, um die Stadt von den im Februar 1919 eingezogenen Bolschewiki zu befreien, die schon im Januar 1919 die Ukrainische SSR proklamiert hatten. Auch die „Weißen Armeen“, d.h., die gegenrevolutionären Heere, „waren tief in Russland eingedrungen; sie hätten sicher den Sieg über die „Roten“ davongetragen, wenn man unter den „Weißen“ einig gewesen wäre und wenn England nicht Wrangel zum Einstellen des Kampfes gezwungen hätte.“

Im Juni begannen die Sowjets ihre Gegenoffensive, die zugleich der Entfesselung der kommunistischen Revolution und der Errichtung eines „Sowjet-Polen“ dienen sollte. Da Polen dem kommunistischen Koloss nur wenig militärischen Widerstand entgegenzusetzen hatte, musste es seine Truppen zurückziehen. Der Rückzug sollte in wirre Flucht umschlagen, als Anfang August die ‚Rote Reiterei‘ in Galizien eindrang. Binnen kurzem rückte das russische Heer sogar bis Warschau, ja bis in die Nähe der deutschen Grenze vor. Die Ententemächte (Frankreich und England) waren über den blitzkriegartigen Vorstoß Russlands so beunruhigt, dass sie sofort nicht nur Waffen und Munition nach Polen schickten, sondern auch Stabsoffiziere unter dem französischen General Maxime Weygand.

Angesichts der brennenden Gefahr wurden in Polen öffentliche Gebete zur Muttergottes, der Regina Poloniae, organisiert. Auch der Nuntius des Heiligen Stuhls, Msgr. Achille Ratti, rief zum Gebet zur Königin des Friedens auf, ähnlich wie 350 Jahre zuvor Papst Pius V. im Vorfeld der Seeschlacht zu Lepanto.

Mitte August kam es zur Schlacht in den Auen der Weichsel bei Warschau. Am 15. August, dem Fest der Himmelfahrt Mariens, während in Tschenstochau, im polnischen Nationalheiligtum, „sehr viel Volk gläubigen Herzens“  vor dem Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“ betete, ereignete sich das auch von der profanen Geschichtsschreibung allgemein so benannte „Wunder an der Weichsel“:

Wider alles menschliche Erwarten und Berechnen fiel die Entscheidung zu Gunsten Polens: die Russen wurden zurückgeworfen und nach der Durchbrechung der Nachschublinien musste die Rote Armee in wilder Flucht zurückweichen und teilweise sogar auf deutsches Reichsgebiet übertreten. Am 18. März 1921 kam es schließlich zum Frieden von Riga.

Die Schlacht bei Warschau hatte weltgeschichtliche Bedeutung, denn wäre der Roten Armee hier nicht Einhalt geboten worden, wäre Europa damals kommunistisch geworden.

Im polnischen Eigenteil des Breviers wird an zwei Stellen das „Wunder an der Weichsel“, ausdrücklich der Gottesmutter zugeschrieben. In der sechsten Brevierlesung vom 3. Mai heißt es:

Als kaum die Freiheit Polens wiederhergestellt war, erschien der Feind des christlichen Namens, weit und breit alles verwüstend, fast schon vor den Toren Warschaus. In dieser erneuten und furchtbaren Gefahr zeigte sich die Jungfrau Maria als einzige Rettung. Sie war es, die am Tage ihrer Aufnahme in den Himmel die gewaltige Front des Feindes zerbrach. Der Feind wurde zurückgeworfen, und so war das Land der schrecklichen Gefahr entronnen.

Für Pius XI. aber sollte der siegreiche Tag an der Weichsel, der auch seinen Aufrufen zum Gebet zu verdanken war, als Zeichen dafür dienen, dass die Himmelskönigin Maria die Macht hat, die Kommunismusgefahr zu bezwingen.

(vgl.: Fatima-Rom-Moskau)

Siehe auch HIER
und HIER