18. bis 25. Januar: Weltgebetswoche für die Einheit der Christen …

… durch die Rückkehr der getrennten Glieder zur heiligen römisch-katholischen Kirche!

Papst Leo XIII. definierte am 29. Juni 1896 in seiner Enzyklika Satis cognitum das Ziel aller ökumenischen Bemühungen: Rückführung der Getrennten in die Kirche!

Wer die Kirche bisher nicht recht erkannt oder aus eigener Schuld verlassen hat, muss die Rückkehr zur liebenden Mutter zwar nicht wie Christus mit dem eigenen Blut, aber doch mit einiger, wenn auch geringerer Mühe und Beschwerde bezahlen. Dabei wird es jedermann einleuchten, dass dieses Opfer dem Menschen nicht von Menschen, sondern durch Gottes Befehl und Anordnung auferlegt wurde.“

„Wer die Wahrheit sucht, muss auf diesen Grundlehren aufbauen: Christus hat die Kirche gegründet und eingerichtet. Will man also untersuchen, welches ihr Wesen ist, so muss man vor allem wissen, was Christus gewollt und tatsächlich getan hat. Gemäß dieser Norm ist insbesondere die Einheit der Kirche zu bestimmen, von der Wir zum allgemeinen Nutzen in diesem Schreiben einiges sagen wollen.“

„Tatsächlich geht die Einheit der wahren Kirche Jesu Christi nach jedermanns Urteil so klar aus den herrlichen und zahlreichen Zeugnissen der Heiligen Schrift hervor, dass kein Christ sie zu bestreiten wagt. Aber in der näheren Beurteilung und genaueren Bestimmung des Wesens dieser Einheit hat vielfacher Irrtum manche vom rechten Wege abgebracht. Nicht nur die Gründung der Kirche, sondern auch ihre Verfassung gehört zu den Werken, die aus einem freien Willensakt hervorgehen. Deshalb hat die Beurteilung sich einzig an das zu halten, was wirklich geschehen ist, und sie hat nicht zu untersuchen, welche Form die Einheit der Kirche etwa haben könnte, sondern welche Einheit ihr Stifter beabsichtigt hat.

Fassen wir das ins Auge, was wirklich geschehen ist, so hat Christus die Kirche nicht in der Weise gebildet und gestaltet, als sollte sie eine Vereinigung von mehreren Gemeinschaften sein, die zwar einander in der Art ähnlich wären, sich aber von einander unterscheiden würden und nicht durch solche Bande geeint wären, welche die eine und einzige Kirche bilden könnten, in dem Sinne, wie wir im Glaubensbekenntnis sagen: ‚Ich glaube an die eine … Kirche‘.

‚Zur Einheit ist die Kirche ihrem Wesen nach bestimmt, da sie auch wirklich einzig und eins ist, aber die Irrlehrer wollen sie in viele Kirchen zerstückeln. Wir sagen also, die alte und katholische Kirche ist nur eine einzige ihrem Wesen und ihrer Überzeugung nach, ihrem Ursprung und ihrer Würde nach. Die erhabene Würde der Kirche wie der Grundgedanke ihres Aufbaues stammt übrigens aus der Einheit und übertrifft alles andere und hat nicht ihresgleichen‘. Als Jesus Christus von diesem mystischen Bau sprach, erwähnte er nur eine Kirche, er nannte sie Seine Kirche: Ich werde meine Kirche bauen. Jede andere außer dieser, welche auch immer man sich denken mag, kann die wahre Kirche Christi nicht sein, da sie nicht von Christus gestiftet ist.“

Enzyklika Satis cognitum

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IHS – Jesusmonogramm

Das Jesusmonogramm ist wohl den meisten von uns bekannt. Es sind die drei Buchstaben, Trigramm, die sich vom Namen Jesus (Jhesus) her ableiten. Man kann es als „Jesus, der Menschen Erlöser“, verstehen.

griechisch: Ιησους (Jesus)
lateinisch angelehnt:
Iesus – Hominum – Salvator
in deutscher Sprache angelehnt:
Jesus – Heiland – Seligmacher

Dieses Zeichen wurde später von den Jesuiten übernommen. Und so findet man es heute noch an vielen von ihnen erbauten Barockkirchen. Es verbreitete sich dann über das ganze katholische Land. An diesem Zeichen konnte jeder erkennen, dass „katholisch“ damit gemeint war. Jedoch wird heutzutage die Bedeutung, die die Katholiken mit diesem Zeichen über die Jahrhunderte hinweg verbanden, nicht mehr gerne gesehen. Selbst in neueren Werken (z. B. Bieger, Das Bilderlexikon der christlichen Symbole, Benno-V. 2010) wird dies verschwiegen. Aber warum? Ist es nicht ein Symbol katholischer Frömmigkeit, wenn wir zu Gott rufen:

Jesus – Heiland – Seligmacher.

IHS

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Historische Tatsache: Martin Luther war Millionär!

Hans Conrad Zander hat es ausgegraben und ausgesprochen und jeder kann es, zurzeit noch, nachhören und staunen, oder sich aufregen. Ausgerechnet die WDR5 Sendung Zeitzeichen hat es am 31. Oktober, dem Reformationstag, ausgestrahlt. Und die öffentlich-rechtlichen Medien lügen nicht, haben alles genauestens recherchiert: Martin Luther war Multimillionär!

Seinen Erben hinterließ Luther ein Vermögen von umgerechnet drei Millionen Euro. Sein Reichtum bestand aus Grundstücken, Häusern, Schmuck, Gold usw. Der „Reformator“, der gegen die „katholischen Geldwänste und Wucherer“ polemisierte, war Multimillionär.

Warum nur erinnert mich diese Luther Geschichte an Kardinal Marx?

500 Jahre liegen zwischen diesen beiden Kirchenfürsten; – hat man nichts gelernt? Doch, natürlich, denn alles ist gut, alles ist legal. Kardinal Marx verdient es! Er hat eine lange Ausbildung genossen und trägt große Verantwortung! Und ich sage: mit gleicher Verantwortung würde er in der freien Wirtschaft ein Vielfaches von dem bekommen. Also: diejenigen, die sich aufregen, sind alles Neider. Was sind schon 12.500 Euro im Monat für den Kardinal gegenüber den Millionen von Martin Luther…!

Allerdings rufe ich jenen gegenüber spöttisch mit dem heiligen Bernhard aus:
„Wir antworten denen, die uns auffordern, das Sichtbare zu verachten:
Ist es nicht besser, Reichtümer zu besitzen, gut zu essen und ein
verwöhntes Leben zu führen, weich zu liegen, nach Lust spazieren zu gehen
und sich zu ergötzen, als unsere Tage unter Bedrängnissen zu verbringen?“
(Sentenzen III,88)

Quelle – WDR5 – Zeitzeichen. 31.10.2017

Quelle für Kardinal Marx

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Teresa von Avila – Kämpferin gegen Luther und seine Revolution

Aufmerksam geworden durch diesen ARTIKEL bei katholisches.info habe ich mich genauer umgesehen, was es mit der heiligen Teresa als Gegnerin Luthers auf sich hat. In dem Buch Teresas „Der Weg der Vollkommenheit“ notiert sie im 1. Kapitel die Begründung dafür, warum sie „dieses Kloster“ (San José) „in so großer Strenge“ gegründet hat. Neben dem ersten Grund, Gott zu dienen, kommt sie schnell auf die zweite wichtige Begründung: sie erkennt, dass mit Waffengewalt „einem so großen Übel“ nicht ausreichend begegnet werden kann. Dieses Übel ist Luther und seine Bewegung, die die Sakramente abschafft, Priester umbringt und Kirchen zerstört usw. „Die Welt steht in Flammen“ und Teresa erkennt, dass gerade die „Christen“ es sind, die „dich am meisten quälen“. Dieses Kloster gründet Teresa, damit die Nonnen keine Zeit verlieren mögen und in aller Strenge und in aller Vollkommenheit ihre Gelübde erfüllen. Sie möchte, dass „an den Martern, die dir die Juden antaten“ nicht noch mehr zugefügt werden durch die Revolutionäre Luthers.

Im Folgenden der betreffende Text aus >Teresa von Avila. Der Weg der Vollkommenheit.< Kapitel 1 (Hervorhebungen von mir):

Über den Grund, der mich bewog, dieses Kloster in so großer Strenge zu gründen, und worin für die Schwestern sein Nutzen bestehen sollte, und wie sie um die leiblichen Bedürfnisse unbekümmert sein sollen, und vom Wert der Armut.

1. Am Anfang, als man mit der Gründung dieses Klosters begann (aus den Gründen, die ich in dem Buch, das ich erwähnte, schon niedergeschrieben habe, zusammen mit einigen der Großtaten Gottes, durch die er zu verstehen gab, daß man ihm in diesem Hause eifrig dienen würde1), war es nicht meine Absicht, daß es im Äußerlichen eine so große Strenge gäbe, noch daß es ohne festes Einkommen wäre, vielmehr wollte ich – eine schwache und erbärmliche Frau 2 –, daß es nach Möglichkeit an nichts fehle, auch wenn ich damit mehr gute Absichten verfolgte als meine Bequemlichkeit.

2. Nachdem ich von den Schäden in Frankreich durch diese Lutheraner 3 erfahren hatte, und wie sehr diese unheilvolle Sekte im Anwachsen war, setzte mir das sehr zu, und wie wenn ich etwas vermöchte oder etwas bedeutete, weinte ich mich beim Herrn aus und bat ihn, diesem großen Übel abzuhelfen. Ich glaube, ich würde als Abhilfe für eine der vielen Menschenseelen, die ich verlorengehen sah, tausend Leben hergeben. 4 Doch da ich mich als Frau sah, erbärmlich und ohne Möglichkeit, 5 im Dienst des Herrn etwas Nützliches zu leisten 6 – denn es war und ist nach wie vor mein Verlangen, daß angesichts der vielen Feinde und der wenigen Freunde, die er hat, diese gut wären –, beschloß ich, das ganz wenige, das ich vermag und an mir liegt, zu tun, 7 und das ist, die evangelischen Räte mit aller Vollkommenheit, zu der ich fähig wäre, zu befolgen und dafür zu sorgen, daß die paar Schwestern, die hier sind, das gleiche täten, im Vertrauen auf die große Güte Gottes, dessen Hilfe dem, der sich seinetwegen entschließt, alles aufzugeben, nie fehlt. Und wenn die Schwestern so 8 wären, wie ich sie mir in meinen Wünschen ausmalte, dann hätten unter ihren Tugenden 9 meine Fehler keine Kraft; so könnte ich den Herrn in manchem zufriedenstellen, damit wir alle, wenn wir im Gebet für die beschäftigt sind, die Verteidiger der Kirche und Prediger und gelernte Theologen sind, die sie verteidigen, diesem meinem Herrn helfen, so gut wir können, 10 denn diejenigen, denen er so viel Gutes getan hat, halten ihn so niedergedrückt, daß es so aussieht, als ob ihn diese Verräter von neuem ans Kreuz bringen wollten und es nichts gäbe, wo er sein Haupt hinlegt. 11

3. O mein Erlöser, mein Herz kann gar nicht so weit kommen, ohne sich sehr zu quälen! Was ist das heute mit den Christen? Müssen es immer welche von ihnen sein, die dich 12 am meisten quälen? An denen du die besten Werke vollbringst, die dir am meisten schulden, die du zu deinen Freunden erwählst, unter denen du wandelst und denen du dich in den Sakramenten mitteilst? Haben sie, Herr meiner Seele, an den Martern, die dir die Juden antaten, noch nicht genug? 13

4. Gewiß, Herr, wer sich heutzutage von der Welt 14 trennt, leistet gar nichts. Dir erweisen sie schon so wenig Achtung, was erwarten wir uns da? Verdienen wir es vielleicht mehr, daß sie uns Achtung erweisen? Haben wir ihnen etwa bessere Werke getan, so daß uns die Christen jetzt ihre Freundschaft bewahren? Was ist das? Was erwarten wir, die wir durch die Güte des Herrn ohne jene pestartige Seuche sind? Diese sind ja schon des Bösen. Eine gehörige Strafe haben sie mit ihren eigenen Händen verdient und sich durch ihre Vergnügungen so recht ewiges Feuer eingehandelt! Soll es ihnen doch dort so ergehen, auch wenn es mir unablässig das Herz bricht, so viele Menschen zu sehen, die verloren gehen; doch möglichst wenig Unheil! 15 Ich möchte jeden Tag nicht noch mehr verlorengehen sehen.

5. O meine Schwestern in Christus! Helft mir, das von ihm zu erbitten; dazu hat der Herr euch hier zusammengeführt; das ist eure Berufung, das haben eure Geschäfte zu sein; das sollen eure Wünsche sein; dafür sind eure Tränen, das eure Bitten, 16 und nicht, meine Schwestern, wegen Geschäften der Welt hier! Ich lache bei mir und gräme mich wegen der Dinge, mit denen man uns hier kommt und beauftragt, daß wir Gott 17 sogar wegen Geschäften und Prozessen um Geld für diejenigen bitten, denen ich wünschte, sie würden Gott anflehen, das alles mit Füßen zu treten. Sie haben freilich gute Absichten, und, um die Wahrheit zu sagen, empfehle ich sie Gott auch, bin aber überzeugt, daß er mich niemals erhört.

Teresa verlangt, die evangelischen Räte in aller Vollkommenheit zu befolgen.

Die Welt steht in Flammen! Sie wollen über Christus von neuem das Urteil sprechen, wie es heißt, 18 denn sie erheben tausend Anklagen gegen ihn und wollen seine Kirche zu Boden stürzen; 19 und da sollen wir Zeit vergeuden mit Dingen, durch die wir, wenn Gott sie gewährte, einen Menschen weniger im Himmel hätten? Nein, meine Schwestern, nein, es gibt keine Zeit, um mit Gott über Geschäfte von wenig Bedeutung zu verhandeln.

6. Gewiß, wenn es nicht geschähe, um der menschlichen Schwachheit entgegenzukommen, die darin Trost findet, daß man ihr in allem hilft, wie freute ich mich dann, wenn man einsähe, daß nicht das die Dinge sind, um die man Gott in San José anflehen soll.

Anmerkungen
1 Vgl. V 32–36.
2 Siehe unten Anm. 5 zu CE 1, 2.
3 Teresa meint die Hugenotten (Kalvinisten) Frankreichs, wobei jedoch hinter diesem religiösen Konflikt der andauernde Kampf zwischen Frankreich und Spanien um die Hegemonie in Europa zu sehen ist. Die religiöse Einfärbung erleichterte es den Monarchen, die Menschen zum Einsatz von Gut und Leben dafür zu gewinnen. Die „Lutheraner“ – was auch immer Teresa darunter versteht – sind in ihrem Denken stark präsent: Sie spielen bei der Gründung von San José eine Rolle (V 32, 6.9–10), das „Anwachsen dieser unheilvollen Sekte“ verändert bestimmte Vorstellungen für ihre Gründung. Möglicherweise hat Teresa im Palast der Doña Luisa de la Cerda in Toledo, wo sie von Ende Dezember 1561 bis Juni 1562 weilte, von den Unruhen der Kalvinisten in Mittel- und Südfrankreich nach dem Edikt von Saint-Germain vom 17. Januar 1562 erfahren. Die Lutheraner sind für sie „Häretiker“; vgl. auch CE 4, 2; 58, 2; 61, 8; V 7, 4; 21, 1; 40, 5.14; usw. Sie bezeichnet sie als „Verräter“ und „unheilvolle Sekte“ (CE 1, 2), die Christus „von neuem ans Kreuz bringen“ will (ebd.) und ein „Feuer“ (CE/CV 3,1) entfacht, das „die Welt in Flammen“ setzt (CE/CV 1, 5). Deswegen sind sie „ein großes Übel“ (CE/CV 3,1). Sie schaffen die Sakramente, vor allem die Eucharistie, ab, bringen Priester um, zerstören Kirchen usw. (CE 4,2 bzw. CV 3, 8; CE 58,2 bzw. CV 3, 3; CV 35, 1). All das zeigt ihre sehr begrenzte und einseitige Information über sie. Doch weiß sie auch, und damit steht sie damals fast allein da, daß man „mit Waffengewalt einem so großen Übel nicht abhelfen“ kann (CE 3, 1).
4 Vgl. CE 10,4 bzw. CV 6, 9; und ferner V 21, 1; F 1, 7.
5 Mit diesen und ähnlichen Worten greift Teresa scheinbar die Einstellung der Männer, vor allem der letrados ihrer Zeit auf, ohne jedoch deren schlechte Meinung über die Frau zu teilen. Durch diese kluge Taktik gelingt es ihr, als Frau nicht nur zu überleben, sondern den Männern ihrer Zeit auch etwas zu sagen. Vgl. die Anm. zur vorgetäuschten Demut zu CE pról 3 und ferner z. B. F 5, 2.
6 Hier und an vielen anderen Stellen, z.B. in V 21, 2; 27, 13; 30, 21; 33, 11; 6M 6, 3; F 1, 7, wird deutlich, daß Teresa am liebsten Aufgaben übernommen hätte, die damals Priestern vorbehalten waren.
7 Ein wichtiger Grundsatz der Spiritualität Teresas: Tun, was einem möglich ist, und sei es auch nur wenig. Siehe auch V 31, 18; CE 1, 2; 11, 8; 12, 1; 31, 2; 65, 5; CV 8,1; 17, 7; 37, 3 und besonders 7 M 4,15.
8 Teresa schreibt tales cuales, was zeigt, daß sie eine konkrete Vorstellung davon hatte, wie ihre Neugründung aussehen sollte. Wie? Jedenfalls nicht einfach eine Reform!
9 Virtudes, siehe Anhang I.
10 Anfanghafte Vorstellungen über die apostolische Ausrichtung ihrer Gründung begegnen dem Leser auch schon in V 21,1 und V 32, 6.
11 Vgl. Lk 9, 58.
12 Teresa redet Gott immer mit Vos – Ihr an, das jedoch im Deutschen antiquierter klingt und einen anderen Gefühlswert hat, als von der Autorin intendiert war; für sie widersprach die Höflichkeitsform keineswegs einem sehr vertrauten Umgang, vgl. etwa V 8, 5. Darum wird durchweg mit „du“ übersetzt.
13 Bezüglich der Zuweisung der Schuld am Tod Jesu an die Juden ist Teresa, die selbst aus einer jüdischen Familie stammte, ganz Kind ihrer Zeit, doch ist sie in ihrer Meinungsäußerung sehr zurückhaltend.
14 Mundo, siehe Anhang I.
15 Zum Verständnis und zur Übersetzung dieses Einschubs – -mas del mal no tanto!“ – siehe V 19,12 und T. Álvarez, Ficha Teresiana. A propósito de un inciso de Camino 1,4.
16 Man beachte den anaphorischen Parallelismus (gezielte Wiederholung eines Wortes zu Beginn aufeinanderfolgender Satzteile), ein typisches Stilmittel, das die Autorin auch an anderer Stelle benutzt, um ihre Leser für ihre Anliegen zu gewinnen; vgl. etwa CE 6,4; 11, 1; 16, 4; 38, 1; 69,3 usw. Siehe dazu J. A. Marcos, Mística y subversiva, 143–156.
17 Dios, siehe Anhang I.
18 Wohl eine Anspielung auf die Flugblätter, mit der die kirchliche und weltliche Obrigkeit die Leute über das Vordringen der neuen Lehre informierte, nicht zuletzt auch um die verschiedenen Maßnahmen zugunsten der königlichen Politik zu rechtfertigen.
19 Siehe zu diesen Klagen und Fakten, die Teresa hier und in CE 1, 1; 3, 1; 4, 2; 62,3 erwähnt, die Intervention von Charles de Guise, des Cardinal de Lorraine, beim Konzil von Trient am 23. November 1562: „Die Hand Gottes hat uns getroffen! . . . Im ganzen Reich gibt es Streitereien, Haß, Raub, verbissene Kriege, schlimmer als Bürgerkriege, überall Trauer, überall Schmerz und zuhauf die Fratze des Todes. Nicht einmal Gottes heilige Tempel werden geschont; Priester und Patres werden an den Füßen der Altäre, die sie umfangen, niedergemacht; die sichtbaren Zeichen der Sakramente werden mit Füßen getreten und verbrannt. Überall flammen Scheiterhaufen aus aller Art von kirchlichen Gewändern empor und große Feuer von weggeworfenen Bildern, genährt von Büchern, die nicht nur aus Kirchen, sondern aus altehrwürdigen Bibliotheken stammen .. . Aus den Altären gerissene Heiligenreliquien versinken in Asche, die hernach in die Flüsse geworfen wird. Mich packt der Schauder, wenn ich davon rede, daß nicht einmal die Gräber von Päpsten, Kaisern, Königen, Fürsten, Bischöfen und gemeinen Menschen in Ruhe gelassen werden, am wenigsten die von denen die ob ihrer großen Verdienste um die Kirche Gottes in Denkmälern liegen. Überall wird Gottes Name gelästert. . . Und schließlich, was mit Abstand das schlimmste ist, das heilige Opfer wird bei ihnen allenthalben nicht mehr gefeiert. . . Das Volk wird zum Aufruhr angestachelt und nach Abwerfung des Jochs der Monarchie, wie sie sagen, wird in Predigten öffentlich die Anarchie proklamiert. Bedenkt das alles gut, durchlauchte Redner, und was sich jetzt in Frankreich vor euren Augen abspielt, wo ihr die Hände in den Schoß legt, das werdet ihr bereuen, dann allerdings zu spät, wenn euch dann Frankreich mit seinem Gewicht und so ganz in eurer Nähe in den Untergang mitreißt“ (Concilium Tridentinum, Bd. 9, 162–165 [163]). Die Anklänge sind unüberhörbar, was zeigt, wie Teresa bei aller Begrenztheit und Einseitigkeit das Geschehen in Kirche und Welt mitbekam, intuitiv richtig einschätzte und von sich aus tat, was ihr möglich war.

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Fronleichnamsprozession

Fronleichnamsprozessionen sollen verdeutlichen,
dass der Gottmensch Jesus Christus HERR der Welt ist,
der das Leben seiner Jünger prägen soll.

Bis vor einigen Jahrzehnten war die Kirche stolz, dieses Lied zu singen:

1. Laßt die Banner wehen über unsern Reihen!
Kämpfer zu sein für Gott und sein Reich, alle Welt soll sehen,
daß wir neu uns weihen, mutig und freudig,
den Heiligen gleich.
Wir sind bereit, rufen es weit:
Gott ist der Herr auch unserer Zeit!

2. Christi Zeichen tragen unsere Sturmesfahnen;
mutig wolln wir wagen, uns den Weg zu bahnen
durch eine Welt voll Lüge und List,
bis dann der Sieg uns beschieden ist.
Wir sind bereit, rufen es weit:
Gott ist der Herr auch unserer Zeit!

3. Niemals wir erliegen feindlichen Gefahren;
Christus führt zum Siege seiner Kirche Scharen.
Geht auch der Weg durch Nacht und durch Not,
und leuchtet sieghaft das Morgenrot.
Wir sind bereit, rufen es weit:
Gott ist der Herr auch unserer Zeit!

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Köln 1947

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Heimkehr – Neue und wunderbare Welt

HIER  habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Thomas Gullickson, anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Muttererscheinungen von Fatima in der Klosterkirche von Fischingen ein Pontifikalamt im tridentinischen Ritus zelebriert.

Mit den folgenden Worten gibt Msgr. Gullickson auf seinem Blog Einblick in sein Inneres, als er, nachdem er seine erste Zelebration der Heiligen Messe im überlieferten Ritus zelebriert hatte, schrieb:

„Am 13. Mai konnte dieser alte Mann über die Schwelle treten
in eine neue und wunderbare Welt.“

Erzbischof Thomas Gullickson

Msgr. Gullickson, der 66 Jahre alt ist, spielte mit seiner Wortwahl offenbar darauf an, daß es mehr als 40 Jahre seit seiner Priesterweihe dauerte, er also so „alt“ werden mußte, um erstmals selbst in der überlieferten Form des Römischen Ritus zelebrieren zu können.

Nuntius Msgr. Gullickson wurde 1950 in den USA geboren und 1976 für die Diözese Sioux Falls zum Priester geweiht. 1985 trat der promovierte Jurist in das Diplomatische Corps des Heiligen Stuhls ein. 2004 empfing er die Bischofsweihe. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn zum Titularerzbischof.

Nuntius Gullickson sah sich am 13. Mai erstmals in eine „neue und wunderbare Welt“ eintreten, als er erstmals die Messe aller Zeiten (als Pontifikalamt) zelebrierte.

Quelle

Weitere schöne Fotos gibt es HIER

Papst und Luther

Heute undenkbar: Papst verkündet Bann gegen Luther

Gegen den Wittenberger Theologen Martin Luther wird am 3. Januar 1521 mit der Bulle „Decet Romanum Pontificem“ der Bannfluch verkündet. Papst Leo X. hatte ihm noch 60 Tage Zeit gelassen, seine reformatorischen Bekenntnisse zu widerrufen.

Die Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ war zuvor in allen größeren Städten durch päpstliche Abgesandte bekannt gemacht worder.

Luther antwortete auf die drohende Exkommunikation mit den Worten: „O Du allerunseligster Leo, es ist aus mit dem Römischen Stuhl. Gottes Zorn hat ihn überfallen.“ Auch widmete er Leo die Schrift “Von der Freiheit eines Christenmenschen“ und beantwortete die Verbrennung seiner Schriften mit dem einäschern kanonischer Bücher.

Der Bruch mit dem Katholizismus ist endgültig vollzogen, die Reformation in Europa nicht mehr aufzuhalten.

Textquelle