Stillmesse am Seitenaltar

Der Priester zelebriert die Tridentinische Messe an einem Seitenaltar in der Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet in Paris.
Der Priester zelebriert die Tridentinische Messe an
einem Seitenaltar in der Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet in Paris.

Die Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet befindet sich im Zentrum Frankreichs und im Zentrum von Paris: an der Ecke der Rue des Bernardins zur Rue Saint-Victor im Pariser 5. Arrondissement. Die Kirche wird durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. betreut.

Täglich werden in dieser Kirche mindestens drei Hl. Messen gefeiert; ohne jene, die von den Priestern als Stillmessen an den Seitenaltären zelebriert werden.

 

Præfation der Adventszeit

In Wahrheit ist es würdig und recht, geziemend und heilsam,
Dir, Herr, heiliger Vater, allherrschender, ewiger Gott,
immer und überall zu danken,
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Ihn hast Du in Deinem Erbarmen und in Deiner Treue
dem verlorenen Menschengeschlechte als Erlöser verheißen:
Seine Wahrheit belehre die Unwissenden,
Seine Heiligkeit rechtfertige die Sünder,
Seine Kraft stärke die Schwachen.
Da nun die Zeit nahe ist, daß der kommen soll, den Du senden wirst,
und aufleuchtet der Tag unserer Erlösung,
jubeln wir im Glauben an Deine Verheißung voll heiliger Freude.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
mit den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von Deiner Herrlichkeit und rufen ohne Ende:

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen.
Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit.
Hosanna in der Höhe!
Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Hosanna in der Höhe!

+

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine, sancte Pater, omnipotens æterne Deus: per Christum, Dominum nostrum. Quem perdito hominum generi Salvatorem misericors et fidelis promisisti: cujus veritas instrueret inscios, sanctitas justificaret impios, virtus adiuvaret infirmos. Dum ergo prope est ut veniat quem missurus es, et dies affulget liberationis nostræ, in hac promissionum tuarum fide, piis gaudiis exsultamus. Et ideo cum Angelis et Archangelis, cum Thronis et Dominationibus cumque omni militia cælestis exercitus, hymnum gloriæ tuæ canimus, sine fine dicentes:

Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

ADVENT – Mit dem Herrn wachen!

… das neue Kirchenjahr […], beginnend mit seinem ersten Abschnitt: dem Advent, einer Zeit, die uns an das Kommen Gottes unter uns erinnert.

Jeder Beginn bringt eine besondere Gnade mit sich, weil er vom Herrn gesegnet ist. In diesem Advent wird uns erneut geschenkt, die Nähe dessen zu erfahren, der die Welt geschaffen hat, der die Geschichte lenkt und der für uns sorgt, bis hin zum Höhepunkt seines Herabsteigens in der Menschwerdung. Gerade dieses große und faszinierende Geheimnis des Gott-mit-uns, ja mehr noch des Gottes, der einer von uns wird, feiern wir in den kommenden Wochen, während wir auf Weihnachten zugehen. In der Adventszeit erleben wir die Kirche, die uns an die Hand nimmt und die nach dem Bild Mariens ihre Mutterschaft zum Ausdruck bringt, indem sie uns die freudige Erwartung auf das Kommen des Herrn erfahren läßt, der uns alle mit seiner erlösenden und tröstenden Liebe umarmt.

Während unsere Herzen auf die jährliche Feier der Geburt Christi ausgerichtet sind, lenkt die Liturgie der Kirche unseren Blick auf das endgültige Ziel: die Begegnung mit dem Herrn, der im Glanz der Herrlichkeit kommen wird. Daher wachen wir im Gebet, wir, die wir in jeder Eucharistiefeier »seinen Tod verkünden, seine Auferstehung preisen, bis er kommt in Herrlichkeit«. Die Liturgie wird nicht müde, uns zu ermutigen und zu stützen, indem sie uns in den Adventstagen den Ruf in den Mund legt, mit dem die Heilige Schrift auf der letzten Seite der Offenbarung des hl. Johannes abschließt: »Komm, Herr Jesus!« (22,20).

Papst Benedikt XVI.
Ansprache bei der Ersten Vesper zum Ersten Adventssonntag, am Samstag, 27.11.2010

 

Das heilige Meßopfer mit aszetisch-mystischer Erklärung (13)

13. „Credo in unum Deum. – Ich glaube an den einen Gott“:

Das „Credo“ ist unsere zustimmende Antwort auf das gehörte Evangelium, zugleich auch schon eine seelische Einstimmung zur Begegnung mit dem nahenden „Mysterium fidei, dem Zentralgeheimnis der hl. Messe. Das Meßcredo ist das ausführliche Glaubensbekenntnis des großen Konzils von Nizäa (325). Es führt uns durch die ganze Welt der Gottesoffenbarung und läßt uns einen ahnenden Blick tun in die zeitlosen Regionen des Seins und Wirkens der dreifaltigen Gottheit. In kurzen, festen Schritten durchwandern wir das Erdenleben und das Erlöserleiden des menschgewordenen Gottessohnes. Wir folgen Ihm über seine Verherrlichung und Geistessendung bis hinab zu seiner Wiederkunft am Zeitenende.

Bibelworte:
„Da rief der geheilte Blinde aus: Ich glaube, Herr! Dabei fiel er nieder und betete Ihn an“ (Joh 9,38). „Ich glaube, Herr! Hilf meinem Unglauben“ (Mk 8,24)!

Ich glaube an den einen Gott. Den allmächtigen Vater,
Schöpfer des Himmels und der Erde,
aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge.
Und an den einen Herrn „Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn.
Er ist aus dem Vater geboren vor aller Zeit.
Gott von Gott, Licht vom Lichte,
wahrer Gott vom wahren Gott;
Gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater.
Durch Ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen
Und um unsres Heiles willen
Ist Er vom Himmel herabgestiegen. – (Hier knien alle nieder.)
Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
aus Maria, der Jungfrau,
und ist Mensch geworden. – (Aufstehen.)
Gekreuzigt wurde E r sogar für uns;
unter Pontius Pilatus hat Er den Tod erlitten
und ist begraben worden.
Er ist auferstanden am dritten Tage,
gemäß der Schrift;
Er ist aufgefahren in den Himmel
und sitzet zur Rechten des Vaters.
Er wird wiederkommen in Herrlichkeit,
Gericht zu halten über Lebende und Tote:
und Seines Reiches wird kein Ende sein.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
den Herrn und Lebensspender,
der vom Vater und vom Sohne ausgeht.
Er wird mit dem Vater und dem Sohne
Zugleich angebetet und verherrlicht;
Er hat gesprochen durch die Propheten.
Ich glaube an die eine,
heilige, katholische und apostolische Kirche.
Ich bekenne die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.
Ich erwarte die Auferstehung der Toten,
+ Und das Leben der zukünftigen Welt. Amen.

——-
Pater Gebhard Heyder OCD (1977)
„Das heilige Meßopfer mit aszetisch-mystischer Erklärung“

Die vorangegangenen Kapitel.

Weihbischof Max Ziegelbauer + RIP

Am heutigen Tag wird auf dem Friedhof in Memmingen Weihbischof Max Ziegelbauer der Erde übergeben und beerdigt. Er ist 93jährig am 21. November 2016, dem Fest Mariä Opferung, gestorben.

In seinem 2002 erschienen Buch ‚Die „alte“ Kirche ist mir lieber‘ gab er noch einmal Zeugnis für jene Kirche, und für jenen Glauben, wofür er bis zu seinem Lebensende 65 Jahre lang Priester war. Mit dem Buch sprach er vielen aus der Seele. Und mit seiner Bestandsaufnahme des Status quo des kirchlichen Lebens in Deutschland traf er mitten ins katholische Herz… doch seine Stimme wollten bischöfliche und priesterliche Mitbrüder nicht hören.

In sein Kapitel über „Das Priestertum“ setzte er ein Wort von Alban Stolz, welches auch für ihn selbst gedichtet worden sein könnte:

Es gibt keinen glücklicheren Menschen
Als den katholischen Geistlichen,
wenn er wahrhaft von Gottes- und Nächstenliebe
durchdrungen ist.
Sein Leben ist das edelste Künstlerleben,
der Stoff, worin er arbeitet, sind
unsterbliche Seelen,
das Ideal, das er darin ausprägt, ist
Jesus Christus.
Seine Kunstwerke sollen einmal aufgestellt werden
Im Dom des Himmels vor Gottes Thron,
ihm zum ewigen Ruhm.

Weihbischof Max Ziegelbauer –
Er möge Ruhen in Frieden. Amen.

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Fest der „Wundertätigen Medaille“ – am 27. November

Das Fest der
„seligen unbefleckt empfangenen Jungfrau Maria
von der Wundertätigen Medaille“

Zur Geschichte des Festes

Ein Fest zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille wurde erstmals im Jahre 1880 gefeiert. 50 Jahre zuvor war nämlich die Mutter Gottes der Schwester Katharina Laboure in Paris erschienen, und zwar in einem Bilde, wie es die Wundertätige Medaille auf ihre Anweisung hin beiderseitig zeigt. Unter dem 9.Juli dieses Jahres beantwortete Papst Leo XIII. ein Bittgesuch des Generalsuperiors Antoine Fiat CM. durch Gewährung eines vollkommenen Ablasses für jeden, der am 27. November eine Kirche oder Kapelle der Lazaristen oder Barmherzigen Schwestern besuche, sowie einen weiteren Ablass von 100 Tagen für jeden Besuch der genannten Kirchen und Kapellen in der Zeit zwischen dem 28. November und dem 28. Dezember. Außerdem gestattete er für den 27. November dass jeder Priester in diesen Gotteshäusern die heilige Messe von der Unbefleckten Empfängnis feiere.
Durch diesen Erfolg ermutigt, wagte der Generalsuperior es, bei der Ritenkongregation um die Gewährung einer jährlichen Festfeier vorstellig zu werden. An der Spitze der Ritenkongregation stand damals Kardinal Aloisi Masella. Dieser, ein großer Verehrer Unserer Lieben Frau von der Medaille, fand es schon lange unverständlich, dass man ein solches Gnadenmittel nicht mehr ins Licht rücke. Er tat darum seinerseits alles, dem Gesuch des Generalsuperiors zum Erfolg zu verhelfen. Am 10. Juli 1894 gab die Heilige Ritenkongregation eine günstige Antwort und beauftragte ihren eigenen Präfekten mit der Redaktion von Officium und Messe. Schon am 23. Juli 1894 approbierte Leo XIII. diese und gestattete die Feier eines Festes Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille am 27. November jeden Jahres, und zwar für die Lazaristen als Doppelfest zweiter Klasse und als Doppelfest dritter Klasse für alle Diözesen und religiösen Genossenschaften, die das Fest übernehmen wollten.

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Zeigt man einem modern eingestellten Menschen eine Wundertätige Medaille, dann wird er sich höchstwahrscheinlich mitleidig lächelnd abwenden und die Rückständigkeit bedauern, auch wenn er selbst sein Maskottchen am Wagen baumeln lässt und das Horoskop ihm Lebensweiser ist. In solchen Gebräuchen muss doch eine Ursehnsucht des Menschen zum Ausdruck kommen, sonst wären sie nicht bei alt und jung, bei reich und arm, bei Gläubigen wie Ungläubigen im Schwange.

Es wird wohl Ausdruck dafür sein, dass des Menschen Lebensweg durch Wagnis und Ungewissheit gezeichnet ist. Ungewissheit aber erzeugt Angst und Furcht, beklemmt das Herz, macht zage den Schritt. Wie wir bei unsicherem Schritt uns. des Stockes bedienen, wie wir in den Wagnissen des menschlichen Lebens durch vielerlei Versicherungen uns zu schützen suchen, so möchten wir auch bei den Gefahren, gegen die wir keine Hilfe wissen, durch den Schutz höherer Mächte uns versichern; denn dass unser wagnisreiches Leben auch von solchen mitbestimmt ist, das fühlen wir mit sicherem Instinkt.

Wer kann es da dem Gläubigen verargen, wenn er seine Sicherungen dorther holt, wo er die Mächte seines Lebens lebendig weiß, aus der himmlischen Welt. Gewiss gibt er sich gläubig hin in Gottes heilige Vorsehung, aber menschlich ist es doch, wenn er Greifbareres spüren möchte. Wohl beginnt er nichts ohne den Namen des Herrn, aber echt menschlich ist’s doch, ein sichtbares Unterpfand. dieses Segens bei sich zu tragen.

Gott wäre fürwahr nicht der liebevolle Schöpfer seines geliebten Menschengeschöpfes, wenn er diesem Zuge seines Herzens nicht entgegenkäme, den er doch hineingelegt. Unsere Kirche wäre nicht mehr die weise Erzieherin, wenn sie unserm Bangen keinen Ausweg schaffte. Darum verband Gott seinen Segen mit: sichtbaren Zeichen. Darum schuf unsere Mutter, die Kirche, die Menge der geweihten Dinge, mittels deren Gottes heilige Macht und die Fürsprache der Kirche den bösen Gewalten Halt gebieten will, wenn man sie gläubigfromm gebraucht.

Sollte die himmlische Mutter es anders halten? Sollte nicht ihr mütterliches Herz mehr als alle Gewalten und Kräfte des Himmels darauf bedacht sein, den zagenden und bangenden Kindern zu helfen, so zu helfen, wie es unserm Empfinden entspricht? Verstehen wir nun, was die Wundertätige Medaille will? Verstehen wir nun, warum mit so manchen geheiligten Versicherungen Mariens Name so eng verknüpft ist? Gebrauchen wir sie demnach getrost! Aber lasst sie uns nicht so gebrauchen wie der ungläubige Aber gläubige seinen Popanz, sondern in heiligfestem Glauben an Gottes Macht, in heilig-sicherem Vertrauen auf Mariens Schutz und in ehrlichem Streben um ein echt christliches Leben!

Kirchengebet
Herr Jesus Christus, Du hast
durch zahllose Wunder kundtun wollen,
dass die allerseligste Jungfrau Maria, Deine Mutter,
von ihrem Ursprung an unbefleckt ist.
Lass uns, die wir ständig ihren Schutz erflehen,
die ewigen Freuden erlangen.

(nach: C. Feckes, So feiert dich die Kirche, Steyl 1954)

+

Am Altar des Marienheiligtums in der Rue de Bac in Paris,
dem Ort der Erscheinung der Unbefleckten Jungfrau mit Catherine Labouré,
wird auch die Hl. Messe nach dem Messbuch von 1962 zelebriert.

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Was wissen wir von Maximilian Kolbe? – Buchbesprechung

Maximilian Kolbe hat sich im KZ von Auschwitz für einen Familienvater aufgeopfert und ist für ihn in den Todesbunker gegangen. Was wissen wir noch? Vielleicht, dass er Franziskaner war und zum Orden der Franziskaner-Minoriten gehörte. Manche wissen vielleicht, dass Maximilian Kolbe Japan-Missionar gewesen ist und dass er im Schriftenapostolat tätig war. Aber mehr? Nur wenige Menschen wissen, wer Pater Maximilian Kolbe wirklich war.

Im Verlag Media Maria wurde im vergangenen Jahr die Biografie des Heiligen veröffentlicht. Unter dem Titel „Maximilian Kolbe. Vergesst die Liebe nicht“ erschien der Nachdruck des bereits 1988 beim Kreuz-Verlag publizierten Buches, das aus der Feder des französischen Schriftstellers André Frossard (1915-1995) stammt: „Die Leidenschaft. Eine Biografie des Maximilian Kolbe“.

Spannend und lebendig wird die Lebensgeschichte dieses Menschen erzählt, der am 27. Dezember 1893 in einem polnischen Dorf geboren und nur 48 Jahre alt wurde. In diesem Leben dreht sich alles um Gott und um die Gottesmutter. Am 17. Oktober 1917, nur vier Tage nach dem Ereignis der ersten Erscheinung der Muttergottes in Fatima, da Maximilian noch in Rom Theologie studierte, gründete er mit sechs Freunden die „Militia Immaculatae“ (M.I.) die „Miliz der unbefleckten Jungfrau“. Die Ziele des Projektes war die „Bekehrung der Sünder, das heißt der ganzen Welt“. Wer zu der Gruppe der Militia Immaculatae gehören wollte, musste dieses Ziel verfolgen und diese Bedingung erfüllen: „Sich selbst der Jungfrau Maria weihen: Tragen der ‚Wundertätigen Medaille‘.“ Als Mittel und Wege ist formuliert: „Je nach Lebensumständen und Erfordernissen des christlichen Gewissens sind alle Mittel erlaubt.“ Das Gebet zu Maria und die Verteilung der Wundertätigen Medaille werden mit Nachdruck empfohlen. Das Wunder geschieht; die von Pater Maximilian empfohlene Verbreitung geht schnell in die Hunderttausende, und noch (und gerade) heute wird durch die Mitglieder der M. I. die Medaille und das große Anliegen intensiver denn je verbreitet: dass sich die Sünder bekehren. Die Miliz der unbefleckten Jungfrau, der Immaculata, will den Mächten des Bösen mit den Mitteln des Gebetes und des Apostolates begegnen; besonders aber durch die eigene Hingabe an Jesus und Maria.

Mit seiner Zeitschrift „Ritter der Unbefleckten“ geht er in die Offensive. Pater Maximilian gründet die Stadt Niepolkalanow, von dort gehen seine Schriften hinaus in die Welt. Der polnische Minoritenpater wird 1930, auf seine Bitten hin, nach Japan geschickt. In Nagasaki, wo er vor der Kathedrale die Statue der Immaculata entdeckt, gründet er eine Druckerei und beginnt mit der Verbreitung des Anliegens der M. I. 1936 kommt Maximilian Kolbe wieder zurück nach Polen. Am 17. Februar 1941 nimmt die Gestapo den Pater in Gefangenschaft. Er stirbt am 14. August 1941, am Vortag von Maria Himmelfahrt, an seinem 14. Tag im Hungerbunker, nachdem man ihm eine Giftspritze verabreichte.

Das Buch schließt im letzten Absatz mit den Worten: „So starb Maximilian Kolbe und mit ihm jenes Kind, das die Jungfrau Maria so sehr liebte; so starb auch der junge begeisterte Priester, der einst seinem Tagebuch seinen Entschluss anvertraut hatte, sich seinen Mitmenschen bis zum Äußersten zu opfern; […]. So endet im Schweigen und in der Verlassenheit dieses Leben, von dem nichts übrig bleibt als die Liebe.“

Diese Buchbesprechung ist zuerst erschienen bei kath.net am 7. November 2016

vergesst-die-liebe-nicht-cover

André Frossard
Maximilian Kolbe. Vergesst die Liebe nicht
Verl. Media Maria 2015
224 Seiten; 16,95 Euro
ISBN: 978-3945401057

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