Fundamentaler Unterschied

Die Volkssprache zerstört das Heilige in der Liturgie.
Sie hebt die Distanz auf,
die ein wesentlicher Ausdruck der Transzendenz ist.

Der fundamentale Unterschied
zwischen der modernen Musik
und dem Gregorianischen Choral:
Erstere spricht die Ebene der Emotionen an,
der Cantus firmus
greift nicht auf die Gefühle zurück,
sondern auf das, was jenseits von ihnen liegt,
was über Empfindungen und Emotionen hinausgeht.

(Vgl.: Geschichte des abendländischen Mönchtums, EOS 2017)

kiedrich_pfarrkirche_choralbuch

Beispiel für muttersprachliches Kirchenlied

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Das hochzeitliche Gewand der heiligmachenden Gnade

Das Hochzeitsmahl ist bereitet –
aber nicht für alle.

19. Sonntag nach Pfingsten

Erneuert euch in eurer inneren Gesinnung und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist, in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Darum leget ab die Lüge und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten; denn wir sind Glieder untereinander.
Wenn ihr in Zorn geratet, so sündigt nicht; laßt die Sonne nicht untergehen über eurem Zorne.
Gebt dem Teufel nicht Raum.
Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr; vielmehr arbeite er und erwerbe sich so mit seinen Händen Hab und Gut, um den Dürftigen davon mitteilen zu können.
(Epistel, Eph. 4,23-28)

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Jesus sprach: Das Himmelreich ist gleich einem König, der seinem Sohne Hochzeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; doch sie wollten nicht kommen.

Seine Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten alle herbei, die sie fanden, Böse und Gute; und der Hochzeitssaal füllte sich mit Gästen. Nun kam der König herein, um die Gäste zu sehen. Da erblickte er dort einen Mann, der kein hochzeitliches Kleid anhatte

‚Freund, wie bist du hereingekommen ohne hochzeitliches Kleid?‘ Dieser aber verstummte. Da sprach der König zu den Dienern: ‚Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die Finsternis draußen; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.‘ Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt.
(Evangelium, Matth. 22,1-14)

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Sieben Schmerzen Mariens – 15. September

Sieben Schmerzen Mariens. San Stefano Rotondo. Rom

Die sieben Schmerzen Mariens sind:
die Weissagung des Simeon,
die Flucht nach Ägypten,
die Sorge um Jesus im Tempel,
die Begegnung auf dem Kreuzwege,
Jesu Sterben,
die Abnahme vom Kreuz
und die Grablegung Jesu.

„O Maria, wie grenzenlos war deine Betrübnis, als man den Leichnam deines Sohnes vom Kreuze herab in deinen Schoß legte. Um dieser schmerzlichen Heimsuchung willen bitten wir dich: erbarme dich aller, die ihre Not zu deinem Mutterherzen tragen; stehe besonders jenen bei, die in Gefahr sind, an Gott und seiner Vorsehung irre zu werden; entreiße sie um deiner Schmerzen willen der drohenden Verzweiflung, lass sie den Frieden des Herzens wieder finden und erkennen, dass Gott uns nicht über unsere Kräfte heimsucht.“

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Summorum Pontificum 2017 – das offizielle Programm

14. bis 17. September 2017 in Rom

Programm der Tagung und der internationale Wallfahrt.

Donnerstag, 14. September 2017,
9.00-18.00 Uhr: Fünfte Tagung Summorum Pontificum zum Thema: „Eine neue Blütezeit für die Kirche“ (siehe detailliertes Programm), Päpstliche Universität Angelicum
18.30 Uhr: Vesper zum Fest Kreuzerhöhung zelebriert von S. E. Erzbischof Georg Gänswein, Basilika San Marco Evangelista al Campidoglio (Piazza Venezia)

Detailliertes Programm der Tagung – im Angelicum in Rom
Thema: „Summorum Pontificum: Eine neue Blütezeit für die Kirche“

9.00 Uhr: Anmeldung
9.30 Uhr: Begrüßung durch P. Vicenzo M. Nuara OP, Leiter der Amicizia Sacerdotale Summorum Pontificum und Geistlicher Begleiter von Giovani e Tradizione
10.00 Uhr: Erzbischof Guido Pozzo, Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei: „Zehn Jahre nach Summorum Pontificum: Erfahrung und Ausblick
10.30 Uhr: S. Em. Gerhard Kardinal Müller, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre und Präsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei: „Dogma und Liturgie
11.15 Uhr: Pause
11.30 Uhr: P. Marino Neri, Sekretär der Amicizia Sacerdotale Summorum Pontificum: Vorstellung der Berichte zur Vierten Tagung Summorum Pontificum 2015
11.45 Uhr: Hwst. Herr Pater Jean Pateau, Abt der Benediktinerabtei von Fontgombault: „Das Gnadengeschenk von Summorum Pontificum für das monastische und das priesterliche Leben
12.30 Uhr: Martin Mosebach, Schriftsteller und Essayist: „Heilige Routine: Über das Geheimnis der Wiederholung
13.30 Uhr: Mittagspause
15.30 Uhr: S. Em. Robert Kardinal Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung: „Die Stille und die Vorherrschaft Gottes in der Heiligen Liturgie“
16.15 Uhr: Msgr. Markus Graulich, Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte: „Vom Indult zum Universalen Gesetz der Kirche: Eine kirchenrechtliche Betrachtung von Summorum Pontificum
16.45 Uhr: Pause
17.15 Uhr: Ettore Gotti Tedeschi (ehemaliger Präsident des IOR): „Die ‚Wirtschaftlichkeit‘ der Heiligen Liturgie
18.00 Uhr: Ende

Freitag, 15. September 2017,
Vormittag zur freien Verfügung
16.00 Uhr: Kreuzweg (in der Nähe des Kolosseums) mit dem Institut vom Guten Hirten
19.00 Uhr: Feierliches Hochamt zelebriert von Msgr. Gilles Wach, Generaloberer des Instituts Christus König und Hoherpriester, Basilika Santa Maria Sopra Minerva

Samstag, 16. September 2017,
9.00 Uhr: Eucharistische Anbetung zelebriert von P. Jean-Cyrille Sow (FSSP), Kirche Santa Maria in Vallicella (Chiesa Nuova)
9.45 Uhr: Feierliche Prozession durch die Straßen Roms angeführt von S. E. Erzbischof Guido Pozzo
11.00 Uhr: Feierliches Pontifikalamt zelebriert von S. Em. Carlo Kardinal Caffara+, R.I.R., Petersdom, Chorleiter Aurelio Porfiri
Nachmittag zur freien Verfügung

Sonntag, 17. September 2017,
11.00 Uhr: Feierliches Hochamt im Dominikanischen Ritus, zelebriert von P. Dominique Marie de Saint-Laumer, Prior der Bruderschaft vom Hl. Vincent Ferrer, Kirche Santissima Trinità dei Pellegrini

Erzbischof Sample 2017 in Rolduc, Liturgische Tagung Herzogenrath

Einige Überlegungen, die „Paix Liturgiques“ zu bedenken gibt:

1) 4 Tage, 7 Liturgische Vorträge, 4 feierliche Zeremonien, 3 Kardinäle, und 2 Erzbischöfe: dies sind die beeindruckenden Zahlen des wichtigsten Ereignisses in Rom im September. 10 Jahre ist es her, seitdem das Motu Proprio Summorum Pontificum veröffentlicht wurde, das einen Eckstein des Erbes von Papst em. Benedikt XVI. darstellt. Viele wünschen sich, Papst Franziskus oder Papst em. Benedikt XVI. würde selbst daran teilnehmen, aber wenn wir nur an die Lage der traditionellen Lateinischen Messe im Jahre 2006 denken, dann sollten wir uns über die derzeitige Lage der heute sogenannten außerordentlichen Form des Römischen Ritus freuen und Gott für sein wunderbares Geschenk an seine Kirche danken.

2) Es ist eine große Freude, dass Kardinal Sarah seine Teilnahme an dem Ereignis bestätigt hat, obwohl es ja ausschließlich der Zelebration des usus antiquior gewidmet ist. Obwohl er keine Liturgie zelebrieren wird, wird er sich mit einem wichtigen Vortrag beteiligen, wie er dies bereits bei der 18. Kölner Liturgischen Tagung im März d. J. und bei der Konferenz „Sacra Liturgia“ in London 2016 getan hat, wo die Liturgien utroque usu zelebriert wurden, das heißt in beiden Formen des römischen Ritus.

3) Wir erwarten mit großer Freude viele italienische Pilger am 16. September 2017, da Carlo Kardinal Caffarra, ein ehrwürdiger und erfahrener Spezialist der Lehren des hl. Johannes Pauls II. über Ehe und Familie, das Pontifikalamt im Petersdom zelebrieren wird. Als er noch Erzbischof von Bologna (Italien) war, unterstützte Kardinal Caffara seine Priester, die Summorum Pontificum folgen wollten, und schrieb vor, in allen großen Basiliken seiner Erzdiözese die Mundkommunion wieder einzuführen. Er war auch einer der Unterzeichner der dubia und scheut sich nicht davor, seine Stimme zu erheben, wenn es nötig wird.

4) Im Petersdom wird Meister Aurelio Porfiri – Herausgeber von Altare Dei, ein sehr interessantes online-Magazin über Liturgie – eine Messe dirigieren, die er eigens für diesen Anlass komponiert hat. Diese beeindruckende Initiative soll zeigen, dass die antike römische Liturgie heute lebendiger ist als eh und je und immer wieder neue geistliche Schätze der Weltkirche hervorbringen kann.

5) Als einer der zwei Sponsoren möchten wir erwähnen, dass es ein geselliges Beisammensein für den Klerus am Samstag, dem 16. September 2017, im Anschluss an die Messe im Petersdom geben wird. Kardinal Raymond L. Burke wird diesem Treffen vorstehen. Letztes Jahr haben wir das Ereignis zum ersten Mal organisiert und es wurde zu einer willkommenen Gelegenheit des christlichen Zusammenseins und Austausches. Das Treffen wird im Palazzo Cesi an der Via Conciliazione, einem angenehmen und dem Petersdom nahen Ort, stattfinden. Die Teilnehmerzahl ist allerdings begrenzt: daher bitten wir Sie, liebe Priester, sich anzumelden (es ist kostenlos und einfach), indem sie dieses Formular verwenden. Dieses Jahr werden wir das Treffen gemeinsam mit der FIUV (Internationale Föderation Una Voce) organisieren, die ihr 50. Gründungsjubiläum feiert.

Quelle – http://de.paix-liturgique.org/?force=1

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Gebete für die Priester

Göttlicher Heiland, Jesus Christus,
der Du Dein ganzes Erlösungswerk,
die Rettung und das Heil der Welt,
den Priestern als Deinen Stellvertretern anvertraut hast,
durch die Hände Deiner heiligsten Mutter
opfere ich Dir für die Heiligung
Deiner Priester und Priesterkandidaten
den heutigen Tag ganz und gar auf:
alle Gebete, Arbeiten,
Freuden, Opfer und Leiden.

Schenke uns wahrhaft heilige Priester,
die vom Feuer Deiner göttlichen Liebe entflammt,
nichts suchen als deine größere Ehre
und das Heil unserer Seelen.
Bewahre sie in allen inneren und äußeren Gefahren
und weise besonders jene zurück,
die ihrer Tugend nachstellen
und ihr heiliges Priesterideal gefährden.

Maria, Du gute Mutter der Priester,
nimm alle Priester unter Deinen besonderen Schutz und Schirm
und führe mit gütiger Mutterhand
auch die armen verirrten Priester,
die ihrer erhabenen Berufung untreu wurden,
zum guten Hirten zurück. Amen.

(Paschalis Schmid, Begründer des Priestersamstags)

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