Novene zum Christ-Königs-Fest – zum Erhalt der Messe aller Zeiten

Diese Novene wird gebetet, damit der alte römische Ritus erhalten bleibe.

(Freitag, 22. Oktober bis Samstag, 30. Oktober)

Das Christkönigsfest ist am 31. Oktober.

Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast die Macht des Bösen gebrochen und in deinem Sohn Jesus Christus, dem König des Universums, alles neu gemacht. Mögen alle im Himmel und auf Erden jubelnd Deine Herrlichkeit verkünden und nie aufhören, dich zu preisen.
Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Vaterunser,
Ave Maria,
Ehre sei dem Vater.

Gebet:

Herr unser Gott,
Du allein bist der hochheilige König und Herrscher über alle Völker.
Wir beten zu Dir, Herr, in der großen Hoffnung,
von Dir, göttlicher König, Barmherzigkeit, Frieden, Gerechtigkeit
und alles zu empfangen, was uns zum Heile dient.
Beschütze o Herr, unser König, unsere Familien und unsere Heimat.
Behüte uns, treuester Herr.
Schütze uns vor unseren Feinden
und vor Deinem gerechten Gericht.
Vergib uns, erhabener König, alles,
was wir gegen Dich gesündigt haben.
Jesus, Du bist der König der Barmherzigkeit.
Wir haben Dein gerechtes Urteil verdient.
Hab Erbarmen mit uns, o Herr, und vergib uns.
Wir vertrauen auf Deine große Barmherzigkeit.
O ehrfurchtgebietender König,
wir verneigen uns vor Dir und beten:
Möge Dein Reich, Dein Königtum
auf Erden anerkannt werden.
Amen.

Intention

Heilige Mutter Gottes, wir bitten dich, trage unsere demütige Bitte deinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, in diesen Anliegen vor:

Daß jedes Vorgehen der Hochwürdigen Bischöfe
im Zusammenhang mit der Tridentinischen Messe vom Heiligen Geist geleitet sei und vor dem Willen der Welt beschirmt bleibe; daß jedem Bischof das wahre Wissen, die Gnade, die Besonnenheit und die Kraft gegeben werden, die not-wendig sind, um richtige und gerechte Entscheidungen hinsichtlich der Bewahrung der Heiligen Messe Deines Sohnes in jeder einzelnen Diözese zu treffen. Wir bitten darum, daß alle Beteiligten eine vollkommene Ergebenheit in Gottes Willen bewahren mögen, und daß Unser Herr bei all ihren Handlungen König der Herzen ist.

Wir bitten darum in der Hoffnung,
unser Herr möge alle treuen und fruchtbaren Pfarreien, Orden und Gemeinschaften, in denen die traditionelle lateinische Messe gefeiert wird, beschützen und bewahren. Trotz vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Verfolgungen bitten wir darum, daß unsere Gebete ein noch größeres Aufblühen und eine noch größere Ausbreitung des traditionellen Ritus bewirken; daß diese Messe aller Zeiten nicht behindert, sondern bekannt und allen zugänglich gemacht wird; daß es ihr erlaubt wird, im Angesicht des Feindes hell zu erstrahlen, während sie die verhärteten Herzen ihrer Verfolger zum Schmelzen bringt und Herz und Geist derer erleuchtet, die sich ihrer Geschichte, Schönheit, Pracht und Majestät nicht bewußt sind.

Wir bitten, ihren Verfolgern
möge wahrhaft offenbart werden, daß das Wachstum der Messe aller Zeiten nicht im Widerspruch zu anderen gültigen liturgischen Riten stehen muss, sondern daß sie ihnen vielmehr als Inspiration dienen kann; daß ihr Gedeihen kein Hindernis für den wahren Frieden und die Einheit innerhalb der Kirche sein muss. Wenn die Herzen aber noch immer verhärtet und – wie einst das Herz des Pharao – in den Händen des Widersachers sind, so bitten wir inständig, daß sie in die Schlingen ihres eigenen Plans fallen; daß solche Schlingen nur zu einer weiteren Erhöhung der Herrlichkeit Christi führen werden, und zwar nicht nur im heiligen Opfer des römischen Ritus, sondern in allen gültigen und ehrwürdigen Riten, die in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche enthalten sind.
Schließlich bitten wir darum, uns möge, wenn irgendetwas davon im Widerspruch zur göttlichen Vorsehung steht, die richtige Einsicht gegeben werden, die notwendig ist, um der Vorsehung gehorsam sein zu können. Wie auch immer der Ausgang sein mag, laß uns alle vom Heiligen Geist zu gerechtem und umsichtigem Handeln geleitet werden, besonders wenn wir mit Entscheidungen der kirchlichen oder weltlichen Obrigkeit konfrontiert werden, die im Widerspruch zu dem stehen, was richtig und wahr ist.

O Unbefleckte Jungfrau, Königin des Himmels,
läutere unsere Bitten in deinen Händen,
auf daß sie unserem Herrn der Herrlichkeit,
Christus dem König, wohlgefällig seien. Amen.

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Benediktinische Klöster in denen im alten Ritus zelebriert wird

Als „benediktinische Klöster“ werden Abteien und Priorate bezeichnet, in denen die „Regel des hl. Benedikt“ die Grundordnung des Klosterlebens bestimmt. Dazu gehören Klöster aus den Familien der Benediktiner, der Zisterzienser und der Trappisten.

Trotz aller Widerstände die der überlieferten Liturgie entgegengebracht werden, nicht zuletzt durch das Motu proprio von Papst Franziskus „Traditionis custodes“, gibt es zahlreiche Klöster der verschiedenen benediktinischen Orden, in denen der Alte Ritus die normale Form des liturgische Betens und der heiligen Messe ist.

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Die heilige Messe im Leben des Christen

Pater Josemaría Escrivá de Balaguer (1902-1975), der Gründer des Opus Dei hat sich zwar nicht ausdrücklich in den seit der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil stets im Untergrund schwelenden Kampf um die Form der Zelebration der Heiligen Messe eingemischt, doch ist bekannt, dass er selbst weiterhin den Ritus seiner eigenen Priesterweihe zelebrierte. Er wünschte auch von seinen Priestern, sie mögen die Messbücher und Gewänder des Alten Ritus beibehalten, da er davon überzeugt war, dass „die Messe des heiligen Pius V.“ wieder zurückkehren werde.

Escrivá war sich auch der Tatsache bewusst, dass die Handkommunion in missbräuchlicher Weise eingeführt worden war. Er bezeichnete sie als „eine Ausnahme, die in restriktiver Weise und nur zur Vermeidung größerer Übel erlaubt“ sei. Die Gründe für den knienden Empfang der Mundkommunion waren für ihn weiterhin „voll gültig“.

Vom heiligen Josemaría Escrivá de Balaguer ist eine Homilie überliefert, die er am 14. April 1960 gehalten hat. An jenem Gründonnerstag belehrte er seine Zuhörer über die Bedeutung der hl. Messe im tridentinischen Ritus für ihr eigenes Leben.

PSALM 121 – Montag zur Vesper

PSALM 121

1 Gefreut habe ich mich über das, was man mir sagte: * Zum Hause des Herrn wollen wir ziehen.
2 Es standen unsere Füße, * in deinen Vorhöfen, Jerusalem.
3 Jerusalem, das erbaut wird wie eine Stadt: * deren Gemeinschaft hinstrebt auf das Eine sich immer Gleiche.
4 Dorthin nämlich zogen hinauf die Stämme, die Stämme des Herrn: * – Satzung ist es für Israel – um zu preisen den Namen des Herrn.
5 Denn dort sind aufgestellt1) Sitze für das Gericht, * Sitze über das Haus David.
6 Erflehet, was zum Frieden ist für Jerusalem: * und Überfülle sei denen, die dich lieben:
7 Es werde Frieden in deiner Feste: * und Überfülle in deinen Türmen.
8 Um meiner Brüder willen und meiner Nächsten, * verkündete ich den Frieden über dich:
9 Um des Hauses des Herrn, unseres Gottes willen, * habe ichdas Heil für dich gesucht.

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PSALM 5 – Montag zu den Laudes

PSALM 5

2 Meine Worte nimm zu Ohren, o Herr, * nimm wahr mein Rufen.
3 Schenk Aufmerksamkeit der Stimme meines Gebetes, * mein König und mein Gott.
4 Denn zu dir will ich beten: * o Herr, früh am Morgen wirst du meine Stimme erhören.
5 Früh am Morgen werde ich dastehen vor dir und werde schauen: * denn du bist kein Gott, der Unrecht liebt.
6 Und der Böse wird nicht bei dir weilen: * und die Ungerechten werden vor deinen Augen nicht bestehen.
7 Du hassest alle, die Unrecht verüben: * zugrunde richten wirst du alle, die Lügen reden.
Den Mann der Bluttaten und den Betrüger wird der Herr verabscheuen: *
8 ich aber werde sein in der Fülle deines Erbarmens.
Eintreten werde ich in dein Haus: * anbeten werde ich zu deinem heiligen Tempel hin in Ehrfurcht vor dir.
9 O Herr, führe mich in deiner Gerechtigkeit: * um meiner Feinde willen bahne vor deinem Antlitz meinen Weg.
10 Denn in ihrem Mund ist nicht die Wahrheit: * ihr Herz ist nichtig.
11 Ein offenes Grab ist ihre Kehle, mit ihren Zungen handelten sie trügerisch, * richte sie, o Gott.
Zu Fall sollen sie kommen mit ihren Plänen; ob der Menge ihrer Missetaten treibe sie hinaus, * denn zum Zorn haben sie dich gereizt, o Herr.
12 Und freuen sollen sich alle, die auf dich ihre Hoffnung setzen, * auf ewig werden sie jubeln: und du wirst unter ihnen wohnen.
Und rühmen werden sich in dir alle, die deinen Namen lieben, *
13 denn du, ja du wirst den Gerechten segnen.
O Herr, wie mit einem Schild deines Wohlgefallens * hast du uns umgeben.

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PSALM 36 – Nachtwachen am Dienstag

PSALM 36 ist ein langer Psalm. Er wird, in drei Abschnitten unterteilt, am Dienstag zu den Nachtwachen (Metten) gebetet.

PSALM 36, i

1 Ereifere dich nicht über jene, die Böses tun: * und beneide nicht die, die Sünde begehen.
2 Denn wie Gras, so werden sie schnell vertrocknen: * und wie das Grüne der Kräuter werden sie gar bald abfallen.
3 Hoffe auf den Herrn, und tue Gutes: * und bewohne das Land, und du wirst dich nähren1) von seinem Reichtum.
4 Erfreue dich am Herrn: * und er wird dir die Bitten deines Herzens erfüllen.
5 Befiehl dem Herrn deinen Weg und hoffe auf ihn: * und er wird handeln.
6 Und wie ein Licht wird er deine Gerechtigkeit hervorführen: und dein Recht wie die Mittagshelle: * 7 unterwirf dich dem Herrn und flehe ihn an.
Ereifere dich nicht über den, der Erfolg hat auf seinem Weg: * über den Menschen, der unrechte Taten verübt.
8 Laß ab vom Zorn und gib auf den Grimm: * ereifere dich nicht, so daß du böse handelst.
9 Denn die, die böse handeln, werden vernichtet werden: * diejenigen aber, die auf den Herrn harren, diese werden das Land erben.
10 Und noch ein klein wenig, und der Sünder wird nicht mehr sein: * und du wirst seinen Ort suchen, und du wirst ihn nicht finden.
11 Die Sanftmütigen aber werden das Land erben: * und sie werden sich erfreuen an der Fülle des Friedens.
12 Belauern wird der Sünder den Gerechten: * und knirschen wird er gegen ihn mit seinen Zähnen.
13 Der Herr aber wird ihn verlachen: * denn er sieht voraus, daß dessen Tag kommen wird.
14 Das Schwert haben die Sünder gezückt: * gespannt haben sie ihren Bogen,
Um den Armen und den Bedürftigen zu Fall zu bringen: * um niederzumetzeln die von Herzen Aufrichtigen.
15 Ihr Schwert soll eindringen in ihre eigenen Herzen: * und ihr Bogen werde zerbrochen.

PSALM 36, ii

16 Besser ist das Wenige für den Gerechten * als der große Reichtum der Sünder.
17 Denn die Arme der Sünder werden zerbrochen werden: * die Gerechten aber stützt der Herr.
18 Der Herr kennt die Tage der Untadeligen: * und ihr Erbe wird in Ewigkeit bleiben.
19 Sie werden in der bösen Zeit nicht zuschanden werden, und in den Tagen der Hungersnot werden sie gesättigt werden: *
20 denn die Sünder werden zugrunde gehen.
Die Feinde des Herrn aber – kaum daß sie geehrt und erhöht werden – * verschwinden, ja verschwinden werden sie wie Rauch.
21 Der Sünder wird entleihen und wird nicht zurückgeben: * der Gerechte aber erbarmt sich und wird austeilen.
22 Denn die, die ihn preisen, werden das Land erben: * die aber, die ihm fluchen, werden zugrunde gehen.
23 Beim Herrn werden die Schritte des Menschen gelenkt werden: * und an seinem Weg wird er Wohlgefallen haben.
24 Wenn er gefallen ist, wird er sich nicht verletzen: * denn der Herr legt seine Hand unter ihn.
25 Jung war ich und bin nun alt geworden: * und nicht sah ich einen Gerechten verlassen, noch seine Kinder Brot betteln.
26 Den ganzen Tag erbarmt er sich und leiht aus: * und seine Kinderschar wird gesegnet sein.
27 Wende dich ab vom Bösen und tue das Gute: * und nimm Wohnung auf ewig.
28 Denn der Herr liebt das Recht, und er wird seine Heiligen nicht verlassen: * bis in Ewigkeit werden sie bewahrt werden.
Die Ungerechten werden gestraft werden: * und die Nachkommenschaft der Gottlosen wird zugrunde gehen.
29 Die Gerechten aber werden das Land erben: * und werden wohnen in ihm auf ewig.

PSALM 36, iii

30 Der Mund des Gerechten wird die Weisheit sinnend verkosten, * und seine Zunge wird aussprechen das Recht.
31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen: * und es werden nicht wanken seine Schritte.
32 Es belauert der Sünder den Gerechten, * und sucht ihn zu töten.
33 Der Herr aber wird ihn nicht in dessen Händen lassen: * und er wird ihn nicht verurteilen, wenn man über ihn Gericht halten wird.
34 Harre auf den Herrn und bewahre seinen Weg: und er wird dich erhöhen, damit du das Land durch Erbschaft in Besitz nimmst: * wenn die Sünder untergehen werden, wirst du es sehen.
35 Ich sah einen Gottlosen, hoch erhöht * und erhaben wie die Zedern des Libanon.
36 Und ich ging vorüber, und siehe, er war nicht mehr: * und ich suchte ihn, und sein Ort war nicht zu finden.
37 Bewahre die Unschuld und sieh auf das Recht: * denn Nachkommenschaft hat der Mann des Friedens.
38 Die Ungerechten aber werden miteinander samt und sonders zugrunde gehen: * die Nachkommenschaft der Gottlosen wird untergehen.
39 Das Heil der Gerechten aber wird kommen vom Herrn: * und er wird ihr Beschützer sein in der Zeit der Bedrängnis.
40 Und helfen wird ihnen der Herr und wird sie befreien: * und er wird sie entreißen den Sündern, und er wird sie retten, denn ihre Hoffnung haben sie auf ihn gesetzt.

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Christi Himmelfahrt

«Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schauet zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch hinweg in den Himmel aufgenommen wurde, Der wird so wiederkommen, wie ihr Ihn zum Himmel habt auffahren sehen.» (Apostelgeschichte 1,11)

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In jener Zeit, als die elf Jünger zu Tische saßen, erschien ihnen Jesus.
Er rügte ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, da sie denen nicht geglaubt, die Ihn nach Seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sprach Er zu ihnen:

»Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen.
Wer glaubt und sich taufen läßt, wird selig werden;
wer nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Denen aber, die glauben, werden diese Wunderzeichen folgen:
In Meinem Namen werden sie Teufel austreiben,
in neuen Sprachen reden,
Schlangen aufheben,
und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden;
Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.»

Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde Er in den Himmel aufgenommen und sitzt nun zur Rechten Gottes.

Sie aber gingen hin und predigten überall.
Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte ihr Wort durch Wunder.

(Markus 16,14-20) – Evangelium an Christi Himmelfahrt)

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Jesus erhob die Augen zum Himmel und sprach:

«Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche Deinen Sohn, damit Dein Sohn Dich verherrliche. Ihm hast Du ja Macht gegeben über alle Menschen, damit Er allen, die Du ihm anvertraut hast, ewiges Leben verleihe. Das aber ist das ewige Leben, daß sie Dich erkennen, den allein wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe Dich verherrlicht auf der Erde und das Werk vollbracht, das zu vollbringen Du Mir aufgetragen hast. Und nun verherrliche Du Mich Deinerseits, Vater, [nach Meiner menschlichen Natur] mit der Herrlichkeit, die Ich bei dir hatte, ehe die Welt ward. Ich habe Deinen Namen den Menschen geoffenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie; Mir hast Du sie gegeben, und sie haben Dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was Du Mir gegeben hast, von Dir ist. Denn die Worte, die Du Mir gegeben hast, habe Ich Ihnen anvertraut. Sie haben sie angenommen und wahrhaft erkannt, daß Ich von Dir ausgegangen bin, und glauben, daß Du Mich gesandt hast. Für sie bitte Ich. Nicht für die Welt bitte Ich, sondern für sie, die Du Mir gegeben hast; denn sie sind Dein, und all das Meinige ist Dein, und das Deinige Mein; und in ihnen bin Ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und Ich komme zu Dir.»

(Jo. 17, 1-11 – Evangelium zur Vigil von Christi Himmelfahrt)

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Hl. Pius V., Papst und Bekenner

Papst Pius V. regierte von 1566 bis 1572, er wurde 1712 von Klemens XI. heiliggesprochen.
Unter seinem Pontifikat erhielt die „tridentinische Liturgie“ ihre feste Gestalt.

Bischof Pius,
Diener der Diener Gottes zum ewigen Gedächtnis

Seit Unserer Berufung zum höchsten Apostolischen Amt richten wir gern Unseren Sinn, Unsere Kräfte und alle Unsere Überlegungen auf die Reinerhaltung des Kirchlichen Kultes und bemühen Uns, das dazu Nötige in die Wege zu leiten und mit Gottes Beistand mit allem Eifer wirksam zu machen.

Nun hatten Wir gemäss den Beschlüssen des Heiligen Konzils von Trient über die Herausgabe und die Verbesserung der Heiligen Bücher, nämlich des Katechismus, des Missales und des Breviers zu verfügen. Nachdem mit Gottes Zustimmung der Katechismus zur Belehrung des Volkes herausgegeben und das Brevier zum schuldigen Gotteslob verbessert worden war, mussten Wir Uns, damit dem Brevier das Missale gebührend entspreche (da es sich gar sehr geziemt, dass in der Kirche Gott auf einheitliche Art gelobt und die Messe auf einheitliche Art gefeiert werde), der noch verbliebenen Aufgabe zuwenden: das Missale selbst herauszugeben.

Wir hielten es darum für richtig, diese Bürde ausgesuchten Gelehrten zu übertragen. Nach sorgfältiger Untersuchung der alten Bücher Unserer Vatikanischen Bibliothek sowie anderer, von überall herbeigeholter, verbesserter und unverderbter Handschriften, ebenso auch der Überlegungen der Alten und der Schriften anerkannter Autoren, die Uns Aufzeichnungen über die heilige Einrichtung der Riten hinterlassen haben, stellten diese gelehrten Männer das Missale nach Vorschrift und Ritus der Heiligen Väter wieder her.

Damit alle aus dieser Arbeit Nutzen zögen, haben Wir, nachdem Wir es geprüft und verbessert hatten, nach reiflicher Überlegung angeordnet, dass es möglichst bald in Rom gedruckt und herausgegeben werde.

Die Priester im besonderen sollen daraus erkennen, welche Gebete sie von jetzt an bei der Messfeier verwenden und welche Riten und Zeremonien sie dabei einhalten müssen. Damit aber alle das von der Heiligen Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin der übrigen Kirchen, Überlieferte überall erfassen und beachten, setzen Wir durch diese Unsere ewig gültige Konstitution unter Androhung Unseres Unwillens als Strafe fest und ordnen an: fürderhin soll in allen kommenden Zeiten auf dem christlichen Erdkreis in allen Patriarchalkirchen, Kathedralen, Kollegiaten und Pfarreien, in allen weltlichen, klösterlichen – welchen Ordens und welcher Regel sie auch seien, ob Männer- oder Frauenklöster – in allen militärischen und ungebundenen Kirchen oder Kapellen, in denen die Messe des Konvents laut mit Chor oder still nach dem Ritus der Römischen Kirche gefeiert zu werden pflegt oder gefeiert werden sollte, nicht anders als nach dem von Uns herausgegebenen Missale gesungen oder gelesen werden, auch wenn diese Kirchen irgendwelche Ausnahmen geniessen, durch ein Indult des Apostolischen Stuhles, durch Gewohnheitsrecht oder Privileg, ja durch Eid oder Apostolische Bestätigung oder irgendwelche andere Besonderheiten bevorzugt sind – ausser wenn sie gleich von ihrer vom Apostolischen Stuhl gutgeheissenen Errichtung an oder aus Tradition bei der Messfeier einen mindestens zweihundertjährigen Ritus in eben diesen Kirchen ohne Unterbrechung eingehalten haben. Diesen letzteren nehmen Wir keineswegs das genannte Sonderrecht oder die Tradition bei der Messfeier, doch gestatten Wir, falls das von Uns herausgegebene Missale mehr gefällt, dass die Messen mit Zustimmung des Bischofs oder Prälaten und des gesamten Kapitels, ungeachtet anderer Bestimmungen, nach Unserem Missale gefeiert werden.

Allen anderen genannten Kirchen jedoch benehmen Wir damit den Gebrauch ihrer Missalien, verwerfen sie von Grund auf und vollständig und setzen fest, dass diesem Unseren gerade herausgegebenen Missale niemals etwas hinzugefügt, weggenommen oder an ihm verändert werden dürfe.

Streng befehlen Wir jedem einzelnen Patriarchen und Verwalter der vorgenannten Kirchen, allen anderen Personen, gleich welchen Ranges sie auch seien, in der Tugend des heiligen Gehorsams: sie sollen die bisher gewohnten Weisen und Riten (auch die aus noch so alten Messbüchern) in Zukunft ganz und gar aufgeben, völlig verwerfen und die Messe nach Ritus, Weise und Norm Unseres Messbuches singen und lesen, und sie sollen nicht wagen, bei der Messfeier andere Zeremonien und Gebete als die in diesem Missale enthaltenen hinzuzufügen oder vorzulesen.

Und dass sie in allen Kirchen bei der gesungenen oder gelesenen Messe ohne Gewissensskrupel oder Furcht vor irgendwelchen Strafen, Urteilen und Rügen von nun an ausschliesslich diesem Missale folgen, es unbefangen und rechtens zu gebrauchen imstande und ermächtigt sind, dazu geben Wir kraft Unserer Apostolischen Vollmacht für jetzt und für ewig Unsere Bewilligung und Erlaubnis.

Ebenso setzen Wir fest und erklären: Kein Vorsteher, Verwalter, Kanoniker, Kaplan oder anderer Weltpriester und kein Mönch gleich welchen Ordens darf angehalten werden, die Messe anders als wie von Uns festgesetzt zu feiern, noch darf er von irgendjemandem gezwungen und veranlasst werden, dieses Missale zu verändern, noch kann das vorliegende Schreiben irgendwann je widerrufen oder modifiziert werden, sondern es bleibt für immer im vollen Umfang rechtskräftig bestehen.


Damit sind alle gegenteiligen früheren Bestimmungen, Apostolischen Konstitutionen und Ordinationen, alle allgemeinen oder besonderen Konstitutionen und Ordinationen von Provinzial- oder Synodalkonzilien, ebenso die Statuten und Gewohnheiten der oben erwähnten Kirchen, auch wenn ihr Brauch zwar durch eine sehr alte und ehrwürdige Vorschrift gestützt, aber nicht älter als zweihundert Jahre ist, ausser Kraft gesetzt.

Von der Veröffentlichung dieser Unserer Konstitution und des Missales an sollen die Priester an der römischen Kurie angehalten werden, nach einem Monat, die diesseits der Alpen nach drei, die jenseits der Alpen nach sechs Monaten, oder sobald sie dieses Missale käuflich erwerben können, die Messe danach zu singen oder zu lesen.


Damit es überall auf der Erde unverderbt und von Fehlern und Irrtümern rein bewahrt werde, verbieten Wir kraft Apostolischer Vollmacht mit dem vorliegenden Schreiben allen Buchdruckern in Unserem (und von S. R. E. [Sanctae Romanae Ecclesiae]) mittelbaren und unmittelbaren Herrschaftsbereich bei Strafe des Bücherverlusts und von an die Apostolische Kammer zu zahlenden hundert Golddukaten, den anderen Buchdruckern aber in allen Teilen der Erde bei Strafe der Exkommunikation im weiten Sinne und anderen Strafen nach unserem Schiedsspruch: dass sie sich ohne Unsere bzw die ausdrücklich dazu erteilte Erlaubnis eines von Uns an dem betretenden Ort zu bestellenden Apostolischen Kommissars nicht unterstehen sollen, zu drucken, zu verkaufen und überhaupt anzunehmen, ausser wenn vorher durch eben diesen Kommissar eben diesem Buchdrucker volle Gewissheit gegeben worden ist, dass das Messbuchexemplar, welches die Norm für den Druck weiterer Exemplare zu sein hat, mit dem in Rom im Erstdruck hergestellten Missale verglichen worden sei, mit ihm übereinstimme und in gar nichts abweiche.

In Anbetracht der Schwierigkeit, das vorliegende Schreiben an alle Orte des christlichen Erdkreises und gerade in der ersten Zeit zur Kenntnis aller zu bringen, schreiben Wir vor: Es soll in herkömmlicher Weise an den Türflügeln der Basilika des Apostelfürsten und der Apostolischen Kanzlei und an der Spitze des Campus Florae öffentlich angeschlagen werden; man soll auch den gedruckten Exemplaren dieses Schreibens, die von einem öffentlichen Notar handschriftlich unterzeichnet und mit dem Siegel eines kirchlichen Würdenträgers versehen sind, bei allen Völkern und an allen Orten geradewegs denselben unbezweifelten Glauben schenken, wie man ihn dem vorliegenden Schreiben schenken würde, wäre es sichtbar ausgestellt.


Überhaupt keinem Menschen also sei es erlaubt, dieses Blatt, auf dem Erlaubnis, Beschluss, Anordnung, Auftrag, Vorschrift, Bewilligung, Indult, Erklärung, Wille, Festsetzung und Verbot von Uns aufgezeichnet sind, zu verletzen oder ihm im unbesonnenem Wagnis zuwiderzuhandeln. 
 
Wenn aber jemand sich herausnehmen sollte, dies anzutasten, so soll er wissen, dass er den Zorn des Allmächtigen Gottes und Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird.
Gegeben zu Rom bei Sankt Peter im fünfzehnhundertsiebzigsten Jahre der Geburt des Herrn

am 14. Juli im Fünften Jahre Unseres Pontifikats
Pius V. PP.

Bulle Quo primum von Papst Pius V.
zur Einführung des Römischen Messbuches 14. Juli 1570

(Quelle: Übersetzt von Professor Peter Schilling, April 1971)

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Liturgischer Gesang als Apostolat

Gebet zum hl. Benedikt und zum hl. Gregor
um die Gnade des Apostolats durch den liturgischen Gesang:

O hl. Benedikt und hl. Gregor,
der Herr hat euch dazu berufen,
während der ersten Jahrhunderte der Kirche
Verteidiger des Glaubens und Glaubensboten zu sein.
Erbittet doch vom Herrn die Gnade,
daß er uns heilige Bischöfe und heilige Mönche schenke,
sodass unter ihrer Führung das christliche Volk von neuem lerne,
das Lob Gottes würdig zu singen.
Helft uns, die Güter, die ihr treu übermittelt habt,
den ganzen Glauben, die hl. Schrift,
insbesondere die göttliche Liturgie und den gregorianischen Gesang,
die ihr bereichert und verbreitet habt, treu zu pflegen,
um auf diese Weise unserem Taufversprechen nachzukommen
und Gott die Ihm gebührende Ehre zu geben.
Macht aus uns allen Apostel
durch die Schönheit der liturgischen Gesänge.
Erbittet uns die Treue zur katholischen Lehre,
die vor keinem Opfer zurückschreckt. Amen.

Heiliger Papst Pius X . – bitte für uns!

Heilige Cacilia – bitte für uns!

(Johannes Laas nach einem dominikanischen Gebet französischen Ursprungs.
UVK 2020, 354)

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