Dominica ad PRIMAM. – Am Sonntag zur PRIM

Die PRIM, wie sie am Sonntag bei den TRAPPISTEN gebetet wird.

V. Deus in adjutorium meum intende.
R. Domine ad adjuvandum me festina.
Gloria Patri, et Filio, et Spiritui sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen.

O Gott, komm mir zu Hilfe!
Herr, eile, mir zu helfen!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

HYMNUS
Jam lucis orto sidere,
Deum precemur supplices,
Ut in diurnis actibus
Nos servet a nocentibus.

Schon ist erwacht der Sonne Strahl,
Drum fleh’n zu Dir wir allzumal,
Dass Du in allem Tun uns heut’ /
Bewahrest frei vor Sünd’ und Leid.

Linguam refrænans temperet,
Ne litis horror insonet :
Visum fovendo contegat,
Ne vanitates hauriat.

Der Zunge lege Zügel an, /
Dass nimmer Streit anheben kann, /
Und unsre Augen decke Du /
Vor allem eitlen Trugbild zu.

Sint pura cordis intima,
Absistat et vecordia,
Carnis terat superbiam
Potus cibique parcitas.

Des Herzens Innerstes soll rein /
Und frei von aller Torheit sein. /
In Speis und Trank durch rechtes Maß /
Der Sinne Übermut uns zügeln lass,

Ut cum dies abscesserit,
Noctemque sors reduxerit,
Mundi per abstinentiam
Ipsi canamus gloriam.

Dass, wenn der Tag sich wieder neigt, /
Die Nacht zur Erde niedersteigt, /
Wir durch Entsagung froh und rein /
Dir, unserm Gott, das Danklied weih’n.

Deo Patri sit gloria,
Ejusque soli Filio,
Cum Spiritu Paraclito,
Et nunc, et in perpetuum. Amen.

Lob sei dem Vater auf dem Thron /
Und seinem eingebornen Sohn, /
Dem Heiligen Geist auch allezeit /
Von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

EX PSALMO 118.
Beati immaculati in via : * qui ambulant in lege Domini.
Selig sind, deren Weg ohne Tadel ist, * die da wandeln im Gesetze des Herrn.

Beati, qui scrutantur testimonia ejus : * in toto corde exquirunt eum.
Selig sind, die seine Gebote halten, * und ihn suchen mit ganzem Herzen;

Non enim qui operantur iniquitatem, * in viis ejus ambulaverunt.
die kein Unrecht tun, * sondern auf seinen Wegen gehn.

Tu mandasti * mandata tua custodiri nimis.
Deine Satzung hast Du gegeben, * daß sie in Treuen gehalten werde.

Utinam dirigantur viæ meæ, * ad custodiendas justificationes tuas.
Wären doch meine Wege sicher geführt, * daß sie Deinen Weisungen folgten.

Tunc non confundar, * cum perspexero in omnibus mandatis tuis.
Niemals werde ich zu Schanden, * wenn ich auf jedes Deiner Gebote achte.

Confitebor tibi in directione cordis : * in eo quod didici judicia justitæ tuæ.
Redlichen Herzens will ich Dich preisen, * wenn ich mir Deiner Gerechtigkeit Sprüche zu eigen gemacht.

Justificationes tuas custodiam : * non me derelinquas usquequaque.
Deinen Weisungen will ich folgen: * laß, o Herr, mich niemals im Stich. –

Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.

Sicut erat in principio, et nun et semper : * et in sæcula sæculorum. Amen.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.
+
In quo corrigit adolescentior viam suam? * in custodiendo sermones tuos.
Wie hält wohl ein Jüngling rein seinen Weg? * Indem er Deine Worte bewahrt.

In toto corde meo exquisivi te : * ne repellas me a mandatis tuis.
Aus ganzem Herzen suche ich Dich: * laß mich nicht weichen von Deinen Geboten.

In corde meo abscondi eloquia tua : * ut non peccem tibi.
Im Herzen heg ich Dein Wort, * daß ich mich nie wider Dich vergehe.

Benedictus es Domine : * doce me justificationes tuas.
Sei gepriesen, o Herr; * Deine Weisungen lehr mich verstehn.

In labiis meis, * pronuntiavi omnia judicia oris tui.
Mit meinen Lippen verkünde ich * jeden Spruch Deines Mundes.

In via testimoniorum tuorum delectatus sum, * sicut in omnibus divitiis.
Des Weges Deiner Gebote bin ich froh, * wie aller Schätze der Welt.

In mandatis tuis exercebor : * et considerabo vias tuas.
Deinen Satzungen sinne ich nach, * und Deine Wege betrachte ich.

In justificationibus tuis meditabor: * non obliviscar sermones tuos.
Deiner Weisungen freue ich mich, * und Deine Worte vergesse ich nicht.

Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.

Sicut erat in principio, et nun et semper : * et in sæcula sæculorum. Amen.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.
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Retribue servo tuo, vivifica me: * et custodiam sermones tuos.
In Gnaden gewähr Deinem Knecht, dass er lebe * und heilig halte Dein Wort.

Revela oculos meos : * et considerabo mirabilia de lege tua.
Tu meine Augen auf, * dass ich die Wunder Deines Gesetzes betrachte.

Incola ego sum in terra : * non abscondas a me mandata tua.
Dein Schutzbefohlener bin ich auf Erden: * verbirg mir Deine Gebote nicht.

Concupivit anima mea desiderare justificationes tuas, * in omni tempore.
Die Seele verzehrt sich mir * in Sehnsucht nach Deinen Sprüchen allezeit.

Increpasti superbos: * maledicti qui declinant a mandatis tuis.
Die Stolzen bedrohest Du: * Fluch ist auf denen, die Dein Gebot verlassen.

Aufer a me opprobrium, et contemptum,: * quia testimonia tua exquisivi.
Schmach und Verachtung nimm von mir, * Deinen Geboten gehorche ich.

Etenim sederunt principes, et adversum me loquebantur : * servus autem tuus exercebatur in justificationibus tuis.
Mächtige mögen im Rate wider mich planen, * doch Deines Knechtes Sinn weilt in Deinem Gesetz.

Nam et testimonia tua meditatio mea est : * et consilium meum justificationes tuæ.
Deine Ordnungen sind meine Lust, * Deine Satzungen meine Berater. –

Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.

Sicut erat in principio, et nun et semper : * et in sæcula sæculorum. Amen.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.
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Adhaesit pavimento anima mea : * vivifica me secundum verbum tuum.
Im Staube liegt meine Seele: * belebe mich wieder nach Deinem Wort.

Vias meas enuntiavi, et exaudisti me : * doce me justificationes tuas.
Ich habe Dir meine Wege bekannt, und Du hast mich erhört: * Deine Weisungen lehr mich verstehn.

Viam justificationum tuarum instrue me: * et exercebor in mirabilibus tuis.
Den Weg Deiner Satzungen zeige mir: * ich will mich in Deine Wunder versenken.

Dormitavit anima mea præ tædio: * confirma me in verbis tuis.
Tränen entquellen meinem Herzen vor Leid: * nach Deinem Wort richte mich auf.

Viam iniquitatis amove a me: * et de lege tua miserere mei.
Vom falschen Weg halte mich fern * und Dein Gesetz gib mir zu eigen.

Viam veritatis elegi: * judicia tua non sum oblitus.
Ich habe den Weg der Wahrheit gewählt, * Deine Urteile mir vor Augen gestellt.

Adhæsi testimoniis tuis Domine: * noli me confundere.
Deinen Vorschriften hange ich an: * laß mich, o Herr, nicht zu Schanden werden.

Viam mandatorum tuorum cucurri, * cum dilatasti cor meum. 
Den Weg Deiner Satzung will ich gehn, * wenn Du das Herz mir frei gemacht.

Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Sicut erat in principio, et nun et semper: * et in sæcula sæculorum. Amen.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

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Dicitur consequenter Symbolum sequens quando Officium fit de Dnica. Excipiuntur autem Dnicæ infra Octavas Nativitatis Domini et Epiphaniæ, ac etiam Vigiliæ Nativitatis Dni, et Epiphaniæ, quando occurrunt in Dnica.

Nur an den einfachen Sonntagen, an denen kein Gedächtnis eines Duplexfestes oder einer Oktav stattfindet, wird beigefügt:

Symbolum S. Athanasii. – Das Athanasianische Glaubensbekenntnis

De fide sanctæ Trinitatis et Incarnationis Christi.

-[Siehe untenstehendes Foto]

QUICUMQUE vult salvus esse : * ante omnia opus est, ut teneat Catholicam fidem.
Wer selig werden will, * muß vor allem den katholischen Glauben festhalten.

Quam nisi quisque integram inviolatamque servaverit : * absque dubio in æternum peribit.
Ein jeder, der diesen nicht in seinem ganzen Umfange und unverletzt bewahrt, * geht ohne Zweifel auf ewig verloren.

Fides autem Catholica hæc est: * ut unum Deum in Trinitate, et Trinitatem in Unitate veneremur.
Der katholische Glaube aber ist der: * daß wir einen Gott in drei Personen und drei Personen in der Einheit verehren.

Neque confundentes personas: * neque substantiam separantes.
Wir dürfen nicht die Personen vermischen * und auch nicht die Wesenheit trennen.

Alia est enim persona Patris, alia Filii, * alia Spiritus sancti.
Eine andere ist nämlich die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes * und eine andere die des Heiligen Geistes.

Sed Patris, et Filii, et Spiritus sancti una est divinitas: * æqualis gloria, coæterna Majestas.
Aber in dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste ist nur eine Gottheit, * eine gleiche Herrlichkeit, eine gleich ewige Majestät.

Qualis Pater, talis Filius, * talis Spiritus sanctus.
Wie der Vater, so der Sohn, * so der Heilige Geist.

Increatus Pater, increatus Filius, * increatus Spiritus sanctus.
Unerschaffen der Vater, unerschaffen der Sohn, unerschaffen der Heilige Geist.

Immensus Pater, immensus Filius, * immensus Spiritus sanctus.
Unermeßlich der Vater, unermeßlich der Sohn, * unermeßlich der Heilige Geist.

Æternus Pater, æternus Filius, æternus Spiritus sanctus.
Ewig der Vater, ewig der Sohn, * ewig der Heilige Geist.

Et tamen non tres æterni: * sed unus æternus.
Und doch sind es nicht drei Ewige, * sondern nur ein Ewiger.

Sicut non tres increati, nec tres immensi: * sed unus increatus , et unus immensus.
Wie es nicht drei Unerschaffene und drei Unermeßliche, * sondern nur einen Unerschaffenen und einen Unermeßlichen gibt.

Similiter omnipotens Pater, omnipotens Filius, * omnipotens Spiritus sanctus.
Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, * allmächtig der Heilige Geist.

Et tamen non tres omnipotentes: * sed unus omnipotens.
Und doch sind es nicht drei Allmächtige, * sondern nur ein Allmächtiger.

Ita Deus Pater, Deus Filius, * Deus Spiritus sanctus.
Ebenso ist der Vater Gott, der Sohn Gott, * der Heilige Geist Gott.

Et tamen non tres Dii: * sed unus est Deus.
Und doch sind es nicht drei Götter, * sondern nur ein Gott.

Ita Dominus Pater, Dominus Filius, * Dominus Spiritus sanctus.
Ebenso ist der Herr der Vater, Herr der Sohn, * Herr der Heilige Geist.

Et tamen non tres Domini: * sed unus est Dominus.
Und dennoch sind es nicht drei Herren, * sondern nur ein Herr.

Quia sicut singillatim unamquamque personam Deum ac Dominum confiteri Christiana veritate compellimur: * ita tres Deos, aut Dominos dicere, Catholica religione prohibemur.
Denn so wie wir durch die christliche Wahrheit angeleitet werden, jede Person einzeln für sich als Gott und Herrn zu bekennen, * so wird uns durch die katholische Lehre verboten, von drei Göttern oder Herren zu reden.

Pater a nullo est factus: * nec creatus, nec genitus.
Der Vater ist von niemand gemacht, * nicht geschaffen, nicht gezeugt.

Filius a Patre solo est: * non factus, nec creatus, sed genitus.
Der Sohn ist vom Vater allein, * nicht gemacht, nicht geschaffen, sondern gezeugt.

Spiritus sanctus a Patre et Filio: * non factus, nec creatus, nec genitus, sed procedens.
Der Heilige Geist ist vom Vater und vom Sohn, * nicht gemacht, nicht geschaffen, nicht gezeugt, sondern ausgegangen.

Unus ergo Pater, non tres Patres : ζ unus Filius, non tres Filii: * unus Spiritus sanctus, non tres Spiritus sancti.
Es gibt also nur einen Vater, nicht drei Väter; nur einen Sohn, nicht drei Söhne; * nur einen Heiligen Geist, nicht drei Heilige Geister.

Et in hac Trinitate nihil prius aut posterius, ζ nihil majus aut minus: * sed totæ tres personæ coæternæ sibi sunt, et coæquales.
Und in dieser Dreieinigkeit ist nichts früher und später, nichts größer und kleiner, * sondern alle drei Personen sind gleich ewig und einander gleichwertig.

Ita ut per omnia, sicut jam supra dictum est: * et Unitas in Trinitate, et Trinitas in Unitate veneranda sit.
So daß in jeder Hinsicht, wie schon gesagt ist, * die Einheit in der Dreiheit und die Dreiheit in der Einheit zu verehren ist.

Qui vult ergo salvus esse: * ita de Trinitate sentiat.
Wer also selig werden will, * muß derartig von der Dreieinigkeit denken.

Sed necessarium est ad æternam salutem: * ut incarnationem quoque Domini nostri Jesu Christi fideliter credat.
Aber es ist zur ewigen Seligkeit notwendig, * daß man auch die Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus gläubig annimmt.

Est ergo fides recta, ut credamus et confiteamur: ζ quia Dominus noster Jesus Christus Dei Filius, * Deus et homo est.
Es ist also der richtige Glaube, daß wir annehmen und bekennen: * unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist Gott und Mensch.

Deus est ex substantia Patris ante sæcula genitus: * et homo est ex substantia matris in sæculo natus.
Gott ist er, aus der Wesenheit des Vaters vor aller Zeit gezeugt, * und Mensch ist er, aus der Wesenheit der Mutter in der Zeit geboren.

Perfectus Deus, perfectus homo: * ex anima rationali, et humana carne subsistens.
Ganz Gott, ganz Mensch, * aus einer vernünftigen Seele und einem menschlichen Leibe bestehend.

Æqualis Patri secundum divinitatem : * minor Patre secundum humanitatem.
Er ist dem Vater gleich wegen der Gottheit, * kleiner als der Vater wegen der Menschheit.

Qui licet Deus sit, et homo: * non duo tamen, sed unus est Christus.
Er ist aber, obwohl er Gott und Mensch ist, * dennoch nicht zwei, sondern ein Christus.

Unus autem non conversione divinitatis in carnem: * sed assumptione humanitatis in Deum.
Einer, aber nicht durch Umwandlung der Gottheit in den Leib, * sondern durch Aufnahme der Menschennatur in Gott.

Unus omnino non confusione substantiæ: * sed unitate personæ.
Einer im vollsten Sinn, nicht durch Vermischung der Wesenheit, * sondern auf Grund der Einheit in der Person.

Nam sicut anima rationalis et caro unus est homo: * ita Deus et homo unus est Christus.
Denn wie die vernünftige Seele und der Leib ein Mensch ist, * so ist Gott und Mensch ein Christus.

Qui passus est pro salute nostra, descendit ad inferos: * tertia die resurrexit a mortuis.
Er hat gelitten um unseres Heiles willen; ist abgestiegen zur Totenwelt, * am dritten Tage ist er auferstanden von den Toten.

Ascendit ad cœlos, sedet ad dexteram Dei Patris omnipotentis: * inde venturus est judicare vivos et mortuos.
Er ist aufgestiegen in den Himmel und sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, * von dort wird er wiederkommen zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ad cujus adventum omnes homines resurgere habent cum corporibus suis: * et reddituri sunt de factis propriis rationem.
Bei seiner Ankunft werden alle Menschen mit ihren Leibern auferstehen * und von ihren eigenen Taten Rechenschaft ablegen.

Et qui bona egerunt, ibunt in vitam æternam: * qui vero mala, in ignem æternum.
Die Gutes getan haben, werden zum ewigen Leben eingehen, * die aber Böses getan, in das ewige Feuer.

Hæc est fides Catholica: ζ quam nisi quisque fideliter firmiterque crediderit, * salvus esse non poterit.
Das ist der katholische Glaube: * wer diesen nicht treu und fest annimmt, kann nicht selig werden.

Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

Sicut erat in principio, et nun et semper: * et in sæcula sæculorum. Amen.
Wie es war in Anfang so auch jetzt, und allezeit, und in Ewigkeit. Amen.

Ana.
Alleluia, alleluia, alleluia, alleluia. viij.
Alleluja, alleluja, alleluja, alleluja.

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Capitulum. I. Tim. 1..6

Regi sæculorum immortali, et invisibili soli dei honor et Gloria *: in sæcula sæculorum. Amen.
R. Deo gratias.
Dem König der Ewigkeit, dem unsterblichen, unsichtbaren, dem einen Gott, sei Ehre und Ruhm in alle Ewigkeit. Amen.
Dank sei Gott.

Hoc Capitulum dicitur ad Primam diebus duodecim et trium Lectionum et per Octavas solemnes.
Im folgenden R. wird, wenn angegeben, statt des Verses; Du sitzest zur Rechten des Vaters, ein anderer Vers gesetzt:
R. Christus, Sohn des lebendigen Gottes, * erbarme Dich unser (Wiederholen.)
V Du sitzest zur Rechten des Vaters. Erbarme Dich unser. Ehre sei … Christus …

Capitulum. Zach. 8

Pacem et veritatem diligite: * ait Dominus omnipotens. R. Deo gratias.
Liebt den Frieden und die Wahrheit, * so spricht der Herr. Dank sei Gott.
V. Exsurge, Christe, adjuva nos.
R. Et libera nos propter nomen tuum.
Erhebe Dich, Christus, und hilf uns.
Und mach uns frei um Deines Namens willen.

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.
Pater noster secreto usque ad:
V. Et ne nos inducas in tentationem.
R. Sed libera nos a malo.
V. Dominus vobiscum.
R. Et cum spiritu tuo.
Herr, erbarme Dich. Christus erbarme Dich. Herr erbarme Dich.
Vater unser still bis:
Und führe uns nicht in Versuchung.
Sondern erlöse uns von dem Bösen.
Der Herr sei mit euch.
Und mit Deinem Geiste.

Tagesgebet.
Oremus. ζ
Domine Deus omnipotens, qui ad principium hujus diei nos pervenire fecisti, ζ tua nos hodie salva virtute: * ut in hac die, ad nullum declinemus peccatum: ζ sed semper ad tuam justitam faciendam nostra procedant eloquia, *dirigantur cogitationes et opera. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: ζ qui tecum vivit et regnat in unitatete Spiritus sancti Deus: * per omnia sæcula sæculorum. Amen.
Lasset uns beten!
Herr, allmächtiger Gott, Du hast uns diesen Tag beginnen lassen; schütze uns auch heute durch Deine Kraft! Laß uns an diesem Tag in keine Sünde fallen, vielmehr sei unser Sprechen, Denken und Tun stets darauf gerichtet, Deine gerechten Anordnungen zu erfüllen; durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

V. Dominus vobiscum.
R. Et cum spiritu tuo.
V. Benedicamus Domino.
R. Deo gratias.
V. Divinum auxilium maneat semper nobiscum.
R. Et cum fratribus nostris absentibus.
V. Fidelium animæ per misericordiam Dei requiescant in pace.
R. Amen.
Der Herr sei mit euch.
Und mit Deinem Geiste.
Lasset uns preisen den Herrn.
Dank sei Gott.
Die göttliche Hilfe sei mit uns allezeit.
Und mit unseren abwesenden Brüdern.
Die Verstorbenen mögen durch die Barmherzigkeit Gottes ruhen in Frieden.
Amen.

Deo Gratias
Dank sei Gott

SIEHE – MARIAWALDER MESSBUCH

Symbolum S. Athanasii. – QUICUMQUE

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Ehebund – Eheband – Band und Bund der Ehe

12. Juni 2017
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Gott segnet Eure Ehe!


Die „Magna Charta der katholischen Ehe-Lehre“.

„Welch ein reicher Segen aus der Unauflöslichkeit der Ehe erfließt, kann niemandem entgehen, der auch nur flüchtig an das Glück der Ehegatten und Kinder sowie an das allgemeine Wohl der menschlichen Gesellschaft denkt.

Zunächst besitzen die Gatten in der Festigkeit des Ehebandes ein sicheres Unterpfand dauerhafter und bleibender Lebensgemeinschaft, und ein solches verlangt naturhaft und dringend die edelmütige Hingabe der eigenen Persönlichkeit und die innige Verschmelzung der Herzen. Denn die Liebe kennt keine Grenzen und kein Ende.

Dann wird durch die Treue in der Keuschheit gegen innere und äußere Verlockungen zur Untreue eine starke Schutzwehr errichtet.

Der ängstlichen Besorgnis, daß der Gatte vielleicht doch beim Hereinbrechen von Unglück oder im Alter weggehen werde, ist damit Tür und Tor geschlossen und an ihre Stelle tritt die Ruhe des sicheren Besitzes.

Ferner ist für die Menschenwürde der Gatten und für die Aufgabe gegenseitiger Hilfeleistung aufs beste Vorsorge getroffen; denn das unauflösliche und lebenslängliche Eheband erinnert sie ununterbrochen daran, daß sie sich nicht vergänglicher Dinge wegen oder um den Sinnen zu dienen, sondern um sich gegenseitig zu höheren und unvergänglichen Gütern zu helfen, die Hand zum Ehebund gereicht haben, zum Ehebund, den nur der Tod auflösen kann.

Auch der Schutz und die Erziehung der Kinder, die ja viele Jahre beanspruchen, sind so aufs beste gewährleistet; denn mit vereinten Kräften können die Eltern die drückende und langwierige Last ihres Elternamtes leichter tragen.

Nicht minder wertvoll sind die Segensgüter, die der ganzen menschlichen Gesellschaft aus der unerschütterlichen Festigkeit der Ehe erwachsen. Sie ist, das weiß man aus Erfahrung, eine überreiche Quelle ehrbaren Wandels und reiner Sitte.

Wo ihr Bestand gesichert ist, da steht es auch gut um das öffentliche Wohl des Gemeinwesens. Denn der Staat ist so, wie die Familien und Einzelmenschen sind, aus denen er wie der Körper aus den Gliedern zusammengesetzt ist.

Wer also die unantastbare Festigkeit der Ehe mit Entschiedenheit verteidigt, erwirbt sich um das Glück der Ehegatten und Kinder im einzelnen wie um das allgemeine Wohl der menschlichen Gesellschaft die größten Verdienste.“

Papst Pius XI. – Enzyklika Casti connubii, 1930

Entdeckung des alten Ordo

Papst Benedikt … [wollte also vor allem einen Bewusstseinswandel, es ging ihm nicht so sehr um eine Veränderung des Ritus]. [Ihm] ging es um die Rückkehr zu einer Auffassung von der Liturgie nicht als Handeln des Menschen, sondern als Handeln Gottes. Er wollte in diesen Prozess aber nicht durch Befehle eingreifen, er stellte sich einen organischen Wandel vor.

Ihn hätte es wahrscheinlich gefreut zu beobachten, wie junge Priester, die ganz im Geist des Novus Ordo erzogen worden sind, nach Entdeckung des alten Ordo auch ihre neue Messe anders zu zelebrieren beginnen, weil sie nun deutlicher zeigen wollen, dass sie nicht selber handeln, sondern das Handeln Jesu vergegenwärtigen.

Aber zu einer solchen Entdeckung muss es auch die Gelegenheit geben, das heißt: Priester müssen in den Seminarien den alten Ritus erlernen können.

Martin Mosebach (Tagespost 3.6.2017)

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Pfingst-Hymnus

Veni Sancte Spiritus

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl.

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist;
Heile, was verwundet ist;
Tränke, was da dürre steht;

Beuge, was verhärtet ist;
Wärme, was erkaltet ist;
Lenke, was da irre geht.

Heil’ger Geist, wir bitten Dich:
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.

Amen. Alleluia.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Pfingst-Sequenz

Veni, Sancte Spiritus

Komm herab, o Heil’ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heimkehr – Neue und wunderbare Welt

HIER  habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Thomas Gullickson, anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Muttererscheinungen von Fatima in der Klosterkirche von Fischingen ein Pontifikalamt im tridentinischen Ritus zelebriert.

Mit den folgenden Worten gibt Msgr. Gullickson auf seinem Blog Einblick in sein Inneres, als er, nachdem er seine erste Zelebration der Heiligen Messe im überlieferten Ritus zelebriert hatte, schrieb:

„Am 13. Mai konnte dieser alte Mann über die Schwelle treten
in eine neue und wunderbare Welt.“

Erzbischof Thomas Gullickson

Msgr. Gullickson, der 66 Jahre alt ist, spielte mit seiner Wortwahl offenbar darauf an, daß es mehr als 40 Jahre seit seiner Priesterweihe dauerte, er also so „alt“ werden mußte, um erstmals selbst in der überlieferten Form des Römischen Ritus zelebrieren zu können.

Nuntius Msgr. Gullickson wurde 1950 in den USA geboren und 1976 für die Diözese Sioux Falls zum Priester geweiht. 1985 trat der promovierte Jurist in das Diplomatische Corps des Heiligen Stuhls ein. 2004 empfing er die Bischofsweihe. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn zum Titularerzbischof.

Nuntius Gullickson sah sich am 13. Mai erstmals in eine „neue und wunderbare Welt“ eintreten, als er erstmals die Messe aller Zeiten (als Pontifikalamt) zelebrierte.

Quelle

Weitere schöne Fotos gibt es HIER