Dom Alexis Presse

Am Gedenktag des heiligen Alexis sei an einen seiner vielen Namensvetter erinnert. Auch Dom Alexis Presse trug seinen Namen. Darum sei heute an diesen großen Trappistenabt erinnert.

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Dom Alexis Presse wurde geboren am 26. Dezember 1883 in Plouguenast/Bretagne und erhielt in der Taufe den Namen Mathurin. Nachdem er sich die notwendige Schulbildung angeeignet und erste Studien im Priesterseminar von Saint-Brieuc absolviert hatte, trat er 1903 in die Zisterzienserabtei Timadeuc ein. Nach seiner zeitlichen Profess am 11. Februar 1905, der Feierlichen Profess am 16. Februar 1908 und seiner Priesterweihe am 29. Juni des gleichen Jahres setzte er seine Studien in Rom fort, bei dem er sich speziell mit kirchenrechtlichen Fragen beschäftigte und im Jahr 1914 zum Doktor des kanonischen Rechts promoviert wurde.

Nach seiner Teilnahme am 1. Weltkrieg konnte er nach einem Aufenthalt in Timadeuc für drei Jahre, von 1920 bis 1923, als Lehrer in der Abtei Bonnecombe wirken. Schon 1923 wurde er jedoch als Superior in die Abtei Tamié geschickt, deren Mönche ihn 1925 zu ihrem Abt wählten.

Die Abtei, der er nun vorstand, hatte schwere Prüfungen zu bestehen. Die Gemeinschaft war aus zwei Klöstern zusammengelegt worden und dadurch nicht wirklich geeint. Finanzielle Probleme und fehlender Nachwuchs bedrängten die Gemeinde, die nach tatkräftiger Führung verlangte. Dom Alexis verstand es, die Mönche und Konversen zu fördern und zu ermutigen. Er brachte unter vielen Mühen die desolate Finanzsituation wieder ins Lot und versuchte, mit neuen Einnahmequellen der angespannten Lage Herr zu werden. Seiner Gemeinde war er ein liebevoller Abt, seine Kontakte zum Klerus der Diözese waren hervorragend und seine Begeisterung für das zisterziensische Leben mitreißend. Er hatte intensiven Kontakt zu dem unermüdlichen Verbreiter der in Vergessenheit geratenen Schriften der frühen Zisterzienserväter, Dom Anselme Le Bail.

Schon bald nach seiner Berufung nach Tamié im Jahr 1923 sanierte er das Kloster etappenweise. Junge Novizen traten der Gemeinde bei, unter ihnen auch der später sehr bekannte Kunsthistoriker P. Anselme Dimier, der schließlich nach Scourmont übertreten sollte. Nicht alle Änderungen und Neuerungen, die Dom Alexis in Tamié einführte, stießen auf Zustimmung bei den Ordensoberen.

Die Einführung altzisterziensischer Gebräuche wurde nur widerstrebend geduldet, so dass sogar in Rom Beschwerden gegen ihn eingingen. Auf den Generalkapiteln der Strengeren Observanz musste er sich wiederholt rechtfertigen. Allerdings stärkte der einflussreiche Vater Immediat von Tamié, Dom Jean-Baptiste Chautard von Sept-Fons, dem temperamentvollen jungen Abt oft den Rücken.

Schließlich jedoch wurden die Übertretungen der Ordensdisziplin in Tamié in bestimmten Punkten zum Anlass genommen, Dom Alexis streng zurechtzuweisen und auf sofortigen und strikten Gehorsam zu pochen. Nachdem er sich geweigert hatte, sich öffentlich zu den Maßnahmen zu äußern, die gegen ihn ergriffen werden sollten, falls er nicht bedingungslos einlenken würde, zitierte ihn das Generalkapitel nach Cîteaux und verhängte über ihn die Exkommunikation des Ordens, indem es ihm mit sofortiger Wirkung verbot, nach Tamié zurückzukehren und mit seinen Mönchen und Konversen Kontakt zu haben.

Dom Marie Godefroy als Vaterabt hatte diese Strafe der erschütterten Gemeinschaft in Tamié zu verkünden und die weiteren Schritte zu regeln, die sich als Konsequenzen aus der Exkommunikation von Dom Alexis ergaben. Er und seine Begleiter gestatteten dem ratlosen Abt allerdings aus Freundschaft, die notwendigen persönlichen Dinge aus seinem bereits versiegelten Zimmer zu holen. Alexis Presse war kein sehr diplomatischer Mensch. Die Differenzen zwischen der Ordensleitung und seiner Person waren die Folge des ungestümen bretonischen Charakters von Dom Alexis und einer Konzeption des Ordenslebens seitens der Ordensleitung, die sich ganz auf aszetische und rubrizistische Ideale stützte.

Dom Alexis Press in Bocuqen

Relativ bald, schon im Oktober 1936, besiedelte Alexis Presse daraufhin die alte Zisterzienserabtei Boquen wieder. Als Gebäude fast ganz ruiniert und zerstört, baute Dom Alexis in geduldiger und harter Arbeit Teile des ursprünglichen Klosters wieder auf. Eine kleine Gemeinschaft begann ein Leben nach den ursprünglichen Gebräuchen von Cîteaux, wie sie Dom Alexis interpretierte.

Das Leben in Boquen zeichnet sich durch große Flexibilität und gesundes Maßhalten aus, zeigte aber auch Tendenzen zu historisierenden Engführungen, vor allem in hygienischer Hinsicht. Alexis Presse war es vergönnt, Unterstützung zu finden von den verschiedenen Generaläbten ocist.

Im Jahr 1950 wurde er offiziell zum Abt von Boquen ernannt. Die Narben der Verwundungen von 1936 konnten langsam heilen und voller Freude durfte Alexis Presse zu seinem goldenen Priesterjubiläum im Jahr 1958 den ehemaligen Generalabt ocso und einstigen Wegbegleiter aus seiner Zeit in Timadeuc in Boquen begrüßen. Seine große Liebe zum Zisterzienserorden und seine außerordentliche Gelehrsamkeit ließen ihn den Versuch wagen, auch im 20. Jahrhundert der ursprünglichen Observanz des frühen Cîteaux gerecht zu werden. Dazu führte er in Boquen den mittelalterlichen Tagesplan wieder ein, der die Stunden nach dem Sonnenstand berechnete und harmonisch dem natürlichen menschlichen Rhythmus folgte. Schon in Tamié hatte Dom Alexis mit Sorgfalt nach den alten Melodien des zisterziensischen Offiziums (vor allem der gesungenen Teile des Nachtgottesdienstes) gesucht und konnte daher in Boquen auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Dormitorium in Bocquen. LIFE-Magazin-Photo

Die Weihe der wiedererrichteten Abteikirche am 22. August 1965 unter großer Anteilnahme der offiziellen Förderer und vieler Freunde von Boquen konnte Dom Alexis vom Rollstuhl aus mitfeiern.

Allerdings waren ihm nur noch wenige Wochen zu leben vergönnt. Wie er es sich gewünscht hatte, starb Dom Alexis, erschöpft und krank, in der Nacht des Festes Allerheiligen, das er schon im Himmel feiern wollte, und wurde unter zahlreicher Beteiligung in der Abteikirche von Boquen bestattet.

Text: Cistopedia

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Die enge Pforte

Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden!“. So steht es bei Matthäus (7.14). Und Lukas schreibt (13.24): „Bemühet euch mit aller Anstrengung durch die enge Pforte einzugehen, denn ich sage euch: Viele werden suchen einzugehen, und werden es nicht vermögen.

Ein Symbolbild für die „enge Pforte“ haben die Erbauer des Zisterzienserklosters „Santa Maria de Alcobaça“ geschaffen und uns Heutigen nach fast 900 Jahren als Ermahnung hinterlassen.

1153 wurde das Kloster der Heiligen Maria von Alcobaça von Zisterziensermönchen gegründet. Es befindet sich in einem Tal, etwa 90 KM von der portugiesischen Stadt Coimbra entfernt. Es handelte sich um eine königliche Stiftung und das Kloster wusste sich immer eng mit dem portugiesischen Königshaus verbunden. Aus politischen Gründen musste das Kloster 1833 aufgegeben werden.

In einer Wand des Refektoriums, des Speisesaals der Mönche, befindet sich eine Wandöffnung mit den Maßen 200×32 cm. Mit der Höhe von zwei Metern gibt es keine Schwierigkeiten für einen erwachsenen Mann, eine Tür- oder Wandöffnung zu durchschreiten. Eine Breite von 32 cm dagegen kann eine größere Herausforderung bilden für solche Mönche, die sich nicht der maßvollen Speise-Regel des heiligen Benedikt unterworfen haben und deren Leibesumfang nicht mehr an asketische Mönche erinnert. Irgendwann haben die Ordensoberen im Bewusstsein, dass es unmöglich sei, dass korpulente Mönche durch die „enge Pforte“ ins Himmelreich eingehen können, entschieden, dass jeder Mönch einmal im Monat durch diese Tür hindurchzugehen habe. Da dies nur möglich ist, wenn man nicht frontal, sondern seitlich hindurchgeht, wird es für korpulenter Mönche ein Problem geben und sie würden mit ihrem Bauch hängen bleiben. Jenen, denen es so ergangen ist, wurden auf eine solide Diät gesetzt und mussten abspecken, bis sie wieder durch Wandöffnung, oder die „enge Pforte“ passten.

Pinterest-Foto – https://i.pinimg.com/originals/8d/cf/2f/8dcf2f1400819289f9be517b5ea0303e.jpg

So ist jene „enge Pforte“ von „Santa Maria de Alcobaça“ ein wunderbares Bild für jene „enge Pforte“, die zum ewigen Leben führt. Denn nur wer sich bereitet hat, wird sie einst durchschreiten dürfen.

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In Portugal wird dieser Durchgang heute nicht nur „die schöne Tür“ genannt,
sondern auch: „a porta pega gordo“ etwa: „die Tür fängt Fett auf“.

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Zum Ende von Himmerod – Die Ordnung bei der Empfehlung der Seele (3/3)

Wenn dann die Seele noch bedrängt wird, werden Psalm 117 Danket dem Herrn etc. und Psalm 118 Wohl denen etc. gebetet, der als Ganzes auf die Horen aufgeteilt ist. Nachdem sie gebetet wurden, geht der Konvent weg, wenn [der Sterbende] bis dahin noch nicht verschieden ist; und es bleibt dort mit dem Kreuz, dem Weihwasser und der angezündeten Kerze ein Priester zurück, der fähig ist, dem Sterbenden zu helfen, der ihn aufmuntert und in Abständen sanft ermahnt:
1. Dass er fest an alle Glaubensartikel, das Symbolon der Apostel glaube, und [es], wenn er kann, rezitiere.
2. Dass er auf Christus hoffe, der ihm gnädig ist aufgrund seiner Milde und durch die Wohltat der Passion, und [dass er hoffe] auf die Fürsprache der seligen Maria und aller Heiligen, die ihn ins ewige Leben begleiten werden.
3. Dass er aus ganzem Herzen einen Akt der Gottesliebe hervorlocke.
4. Dass er Trauer empfinde wegen der Liebe Gottes, die, wenn auch nur leichtest, oft von ihm verletzt wurde, sowohl gegenüber Gott, dem Herrn, als auch gegenüber dem Nächsten.
5. Dass er von Herzen allen verzeihe, die ihn auf irgendeine Weise angegriffen haben, und dass er von denen Verzeihung erbitte, die er irgendwie beleidigt hat.
6. Dass er den Schmerz und die Beschwerde der Krankheit als Strafe für seine Sünden geduldig und willig ertrage, etc.

Er kann ihm auch diese kleinen Bitten eingeben: Miserere mei Deus secundum magnam misericordiam tuam. … [etc.]

Dies und ähnliches kann ein kluger Priester, nach dem Fassungsvermögen der Person, dem Sterbenden in der Volkssprache oder lateinisch eingeben; dann [kann er auch] über ihn Kapitel 17 des Evangeliums und die Leidensgeschichte nach Johannes lesen; und auch andere Gebete über das Leiden [des Herrn] kann er beten, wie am Schluss des folgenden Kapitels [angegeben].

(Aus dem Zisterzienserritus – Rituale cisterciense Deutsch (1892)]

Zwei Mönche sind zur Zeit noch in Himmerod: Pater Stephan R. Senge, der unbedingt in Himmerod bleiben will; sowie Pater Johannes Müller, der letzte Abt des Zisterzienserkonvents Himmerod. –
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hatte angekündigt, sich selbst auf die Suche nach einer neuen Ordensgemeinschaft für Himmerod zu machen.

Klosterruine Himmerod um 1910

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Zum Ende von Himmerod – Die Ordnung bei der Empfehlung der Seele (2/3)

Nachdem sich alle also dort versammelt haben und sich gleichsam in zwei Chöre aufgeteilt um das Bett gestellt haben, besprengt der Obere, nachdem er die violette Stola empfangen hat und das Weihwasser, den Kranken und die Anwesenden, wobei er spricht Besprenge mich, etc. Dann reicht er dem Kranken das Bild des Gekreuzigten zum Kuss und richtet ihn mit gefälligen Worten in der Hoffnung auf das ewige Leben auf: Nachdem das in Kürze geschehen ist und das Bild des Gekreuzigten vor den Augen des Sterbenden aufgerichtet wurde, gibt er in seine Hand die brennende, gesegnete Kerze, wenn nötig mit Hilfe des Infirmars.

Darauf rezitiert er, nachdem er mit den Anwesenden die Knie gebeugt hat, fromm die folgende Litanei, wobei der Chor auf die einzelnen [Anrufungen] antwortet.
Kyrie eléyson. Christe eléyson. Kyrie eléyson. – … – Sancta Maria, Ora pro eo. – [etc.]

Darauf fügt er die folgenden Gebete hinzu, wenn die Seele im Todeskampf ihres Auszugs bedrängt wird. – Proficiscere, anima christiana [etc.]. – Deus misericors. – Commendo te omnipotenti Deo. – Suscipe Domine. – Commendamus tibi. – Delicta juventutis – [etc.]

Unterdessen singt der Konvent, während der Abt mit dem Kantor, dem Sakristan und dem Infirmar die obenstehenden Gebete rezitiert, wechselseitig auf einem Ton die sieben Bußpsalmen. Der Beichtvater jedoch steht dem kranken Sterbenden bei [und] spricht über ihn die Formel der letzten Absolution in dieser Form: Auctoritate Die omnipotenti … [etc.]

(Aus dem Zisterzienserritus – Rituale cisterciense Deutsch (1892)]

Himmerod. Ehemalige Abteikirche der Zisterzienser

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Zum Ende von Himmerod – Die Ordnung bei der Empfehlung der Seele (1/3)

Vor wenigen Wochen wurde das Zisterzienserkloster Himmerod aufgelassen, die verbliebenen Mönche haben sich verstreut. Verlassen zurück bleibt der Friedhof der Mönche. +
Erinnern wir uns, wie einst in den Zisterzienserklöstern die „Ordnung bei der Empfehlung der Seele“ eines sterbenden Zisterziensers gewesen ist.

Wenn der Kranke sich wirklich dem Tode nähert, wird er, bekleidet in das Mönchsgewand, wenn es machbar ist, zu Boden gelegt auf eine Matte oder grobe Decke, die über geweihte Asche in Form eines Kreuzes und eine andere Matte oder Stroh gebreitet ist. Dann schlägt der Infirmar oder sein Helfer die Tabula mit schnell aufeinander folgenden Schlägen im Kreuzgang, der Sakristan gibt in der Kirche das Zeichen mit der größeren Glocke bis zu vier Mal, das heißt ein drei Mal unterbrochenes Schlagen; und alle, die es hören, kommen schnell zum Sterbenden, indem sie mit lauter Stimme und bis zum Infirmitorium [der Krankenstation] wiederholen: Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen, etc. Der Kantor bringt das Ritualbuch mit, und der Sakristan, dem Brüder helfen, eine zweifache Stola, von der eine schwarz, die andere violett, ist, den Hirtenstab für den Abt, ein kürzeres Kreuz, eine gesegnete, brennende Kerze in der Absconsa, das Rauchfass, Kohlen, das Schiffchen und Weihwasser mit Weihwasserwedel.

Wenn das Offizium in der Kirche gesungen wird, bleiben wenige im Chor zurück, denen der Kantor einen Wink gibt, [die übrigen] gehen zum Sterbenden: Es sei denn, es handelt sich um ein vorgeschriebenes Offizium, das zu unterbrechen nicht gestattet ist. Denn wenn es ein vorgeschriebener Festtag ist, werden deswegen die Vespergottesdienste oder die Nokturnen nicht schneller gesungen. An anderen Tagen jedoch, verrichten diejenigen, die im Chor zurückbleiben, gewöhnlich schneller das begonnene Offizium und folgen sofort den anderen. Wenn sie im Kapitel sein sollten, gegen sie hinaus; wenn im Refektorium, unterbrechen sie, auch in der vierzigtägigen Fastenzeit, die Mahlzeit und kommen nach der Übergabe der Seele zurück, ohne ein neuerliches Zeichen, einen [neuerlichen] Vers oder Segen des Lesers, nehmen wieder die Lesung auf und setzen die Mahlzeit fort. Wenn sie bei der Kollatslesung sitzen, spricht der Leser bald: Du aber, Herr, und nachdem der Vers Die göttliche Hilfe gesprochen wurde, gehen sie direkt ins Infirmitorium.

(Aus dem Zisterzienserritus – Rituale cisterciense Deutsch (1892)]

Himmerod – Verlassene Chorbücher der Zisterzienser

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Officium Divinum – Kloster Mariawald

Nachdem zuerst die KOMPLET, danach auch die übrigen Tagzeiten des Göttlichen Offiziums (LAUDES, PRIM, TERZ, SEXT, NON, VESPER) online gestellt wurden, befindet sich gerade die VIGIL im Aufbau und wird in Kürze zugänglich sein. Bereits jetzt kann der Interessierte die VIGIL des Sonntag einsehen bzw. mitbeten.

Mariawalder-Messbuch

Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Trappisten, die „Zisterzienser von der strengeren Observanz“ (OCSO), bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts ebenso wie die Kartäuser und manche andere Orden, das sogenannte „Officium parvum B.M.V.“ beteten. Das Generalkapitel des Ordens entschloß sich damals, diese geistliche Übung aufzugeben. Wahrscheinlich weiß heute niemand mehr, warum.

Damals erhob sich Abt Christophorus von Mariawald und gab zu bedenken, dass dieses schöne Offizium seit Bestehen des Zisterzienserordens bis auf diesen Tag mit großem Eifer verrichtet worden war. – Um nun nicht ganz auf diesen Lobpreis der Allheiligen Gottesmutter zu verzichten machte er folgenden Vorschlag: Es werden die Antiphonen der einzelnen Horen, der Versikel, die Oration und das Abschlussgebet Dulce nomen vor jeder kanonischen Hore gesungen. Der Beginn bleibt erhalten. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung. – Die Abtei Mariawald hat bis auf den heutigen Tag an diesem Modus festgehalten.
Vgl.  Cella B.M.V. de Porta coeli S.O.Cist.

Aus diesem Grunde beginnt das nächtliche Offizium der Vigilien nach wie vor mit dem sehr verkürzen „Officium parvum B.M.V.“

O admirabile commercium *
Creator generis humani, animatum corpus sumens,
de Virgine nasci dignatus est:
et procedens homo sine semine,
largitus est nobis suam Deitatem. ( vi. T.)

V. Speciosa facta es, et suavis.
R. In deliciis tuis, sancta Dei Genitrix.

Oremus.
Concede nos famulaos tuos, quaesumus, Domine Deus, perpetua mentis et corporis sanitate gaudere: et gloriosa beatae Mariae semper Virginis intercessione, a praesenti liberari tristitia, et aeterna perfrui laetitia. Per Christum Dominum nostrum. R. Amen

Dulce nomen Domini nostri Jesu Christi et beatissimae Matris.
Ejus sit benedictum in saecula saeculorum.

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O wunderbarer Tausch: *
der Schöpfer des Menschengeschlechtes wollte,
einen beseelten Leib annehmend,
von einer Jungfrau geboren werden,
und ohne Samen als Mensch hervorgehend,
hat er uns seine Gottheit geschenkt.

Schön bist du und hold in deinem Liebreiz.
Heilige Gottesmutter.

Lasset uns beten.
Wir bitten Dich, Herr, unser Gott, dass wir, Deine Diener, uns beständiger Gesundheit des Leibes und der Seele erfreuen, und daß wir durch die glorreiche Fürsprache der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, von der Trübsal dieser Zeit befreit werden und die ewige Freude genießen dürfen. Durch unseren Herrn Jesus Christus. Amen.

Die liebreichen Namen unseres Herrn Jesus Christus und Seiner allerseligsten Mutter sollen gepriesen sein in alle Ewigkeit. Amen.

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Tragische Schicksale

Zisterzienserinnen-Abtei Sankt Marienstern:

„Am Montag, d. 24.04.2017, teilte unsere Äbtissin, M. Philippa Kraft, unserer Gemeinschaft und den Mitarbeitern des Klosters mit, dass sie von ihrem Amt als 43. Äbtissin der Abtei aus persönlichen Gründen zurücktritt und zugleich aus dem Orden austritt.“

„Auch unsere Schwester Johanna Barner hat das Kloster und den Orden in dieser Woche verlassen.“

Keine Urteile. Keine Kommentare. – Beten wir für die Betroffenen … Und beten wir grundsätzlich und oft für Berufene, Priester und Ordensleute … !

https://www.marienstern.de/de/

http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/philippa-kraft-erklaert-die-gruende-ihres-ruecktritts-als-aebtissin.html