„Synthese des geistlichen Lebens“

Das folgende Gebet stammt von Pater Jean Jacques Olier (1608-1657). Er war Gründer der Kongregation der Sulpizianer und des Priesterseminars St. Sulpice. Der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716) beschrieb es als eine Synthese des geistlichen Lebens. Es enthält den wahren Geist der Hingabe und Weihe der menschlichen Seele an Jesus durch Maria, und gilt als starkes Mittel der Heiligung.

O Jesu vivens in Maria,
veni et vive in famulis tuis,
in spiritu sanctitatis tuæ,
in plenitudine virtutis tuæ,
in perfectione viarum tuarum,
in veritate virtutum tuarum,
in communione mysteriorum tuorum,
dominare omni adversæ potestati,
in spiritu tuo ad gloriam Patris. Amen.

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Jesus, der Du in Maria lebst,
komm und lebe in Deinen Dienern
(- komm und lebe in mir -)
im Geiste Deiner Heiligkeit,
in der Fülle Deiner Kraft,
in der Echtheit Deiner Tugenden,
in der Vollkommenheit Deiner Wege,
in der Vereinigung mit Deinen Geheimnissen.
Herrsche über jede feindliche Gewalt
durch Deinen Heiligen Geist
zur Verherrlichung des Vaters. Amen.

Es wäre gut, wenn dieses Gebet häufig von uns gebetet würde!

Jean-Jacques OLLIER
Jean-Jacques OLLIER, fondateur de Saint-Sulpice.

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Herz-Mariä-Sühne-Samstag

„Das Jesuskind sagte:
‚Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne dass jemand einen Sühneakt leisten würde, um sie herauszuziehen.‘

Darauf sagte die heiligste Jungfrau:
Meine Tochter, siehe mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch Lästerungen und Undankbarkeit ständig durchbohren.
Bemühe wenigstens du dich, mich zu trösten und mache bekannt, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mit mir eine Viertelstunde verbringen, indem sie die Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.”

(aus der Botschaft von Maria an Sr. Lucia am 10. Dezember 1925 in Pontevedra)

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Herz-Jesu-Freitag

Gedenke, o süßester Jesu, dass es noch nie erhört wurde, dass jemand, der zu Deinem göttlichen Herzen seine Zuflucht nahm, Deinem Beistand anrief und um Erbarmen zu Dir flehte, von Dir sei verlassen worden! Erfüllt und belebt von diesem Vertrauen , o König aller Herzen, nehme ich meine Zuflucht zu Dir; zu Dir eile ich; zu Dir komme ich, und seufzend unter der Last meiner Sünden rufe ich zu Dir: o göttliches Herz, verschmähe mein demütiges Flehen nicht, sondern erhöre mich gnädiglich. Zeige, dass Du das Herz des besten Vaters hast, und dass derjenige, der Dich zu unserem Heile geben wollte, auch durch Dich unsere demütigen Bitten annimmt. Amen.

Wir bitten Dich, o Herr,
gib, dass durch unsere Gebete,
die wir auch für deine heilige Kirche verrichten,
alle Fehler und Widersprüche an und in ihr
zunichte gemacht werden.
Gib, dass sie DIR in Freiheit und ohne Angst diene.
Uns aber schenke den rechten Geist,
Dir mit reinem Herzen zu folgen.

Buße, Buße … zu unserem Heil
Und dem Heil der Welt.
Herr rette uns. Amen.

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Was wäre die Welt ohne Dich!

Was wäre die Welt ohne Dich, heiliges Blut!
Seit uralten Zeiten
singt die Sehnsucht das Lied von den Brunnen,
die tief unter der Wüste rauschen.
Verloren wäre doch alles, was unsere Augen sehen!
Der Menschen sinnloses Schwätzen,
Wahn ringsum und Jagen nach Irrlicht und Trug,
Mord und das Wehgeschrei der Ratlosen,
kaltlächelnde Gemeinheit und das Gesetz
der plumpen geistlosen Kraft:
Wüstensand alles,
der fruchtbringenden Wasser beraubt!
Und doch fließt in der Tiefe das allerbarmende Blut,
heiliger Lebenstrom der Vergebung!
Am Altar wird der Kelch zur Höhe gehoben.

Unversieglich ist der Quell
aus des Gottmenschen heiliger Seite.
Du wunderbares Blut!
Du Glück aller Zeiten und aller Geschlechter,
Glutwein, der Jungfrauen gebiert,
Fest-Trank der Hochzeit,
die in den hohen Sphären gefeiert wird!
Glück allen Glückes,
sei angebetet!
Sei ewig gegrüßt!

(Hymnus an das heiligste Blut unseres Erlösers.
von Pfarrer Hans Milch)

Christus am Kreuz mit Maria und Johannes, Detail. Albrecht Altdorfer.

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Heiliger Bruno (Sein Bekenntnis) – 6. Oktober

Das Bekenntnis des heiligen Bruno

Ich glaube fest
an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist;
an den ungezeugten Vater, den einziggezeugten Sohn,
den Heiligen Geist, der aus beiden hervorgeht; und
an diese drei Personen (glaube ich) als den einen Gott.
Ich glaube, dass derselbe Sohn Gottes
aus dem Heiligen Geist von Maria, der Jungfrau, empfangen wurde.
Ich glaube, dass sie
eine ganz und gar keusche Jungfrau
vor der Geburt, eine Jungfrau
bei der Geburt, und dass sie
nach der Geburt Jungfrau auf ewig geblieben ist.
Ich glaube, dass derselbe Sohn Gottes
empfangen wurde unter den Menschen
als wahrer Mensch ohne Sünde.
Ich glaube, dass derselbe Sohn Gottes
aus Neid von den treulosen Juden
gefangen, widerrechtlich behandelt,
ungerecht gefesselt, bespuckt, gegeißelt wurde,
gestorben ist und begraben wurde.
Er stieg hinab zur Unterwelt, um seine Gefangenen von dort zu befreien;
Er stieg hinab wegen unserer Erlösung; und
Er erstand wieder auf.
Er fuhr zu den Himmeln auf, von wo Er kommen wird
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an die Sakramente,
an welche die katholische Kirche glaubt und die sie hochhält,
und namentlich, dass, was auf dem Altar verwandelt wird,
der wahre Leib,
das wahre Fleisch und
das wahre Blut
unseres Herrn Jesus Christus ist,
den auch wir empfangen
zur Vergebung unserer Sünden,
zur Hoffnung auf das ewige Heil.
Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches,
an das ewige Leben. Amen.
Ich bekenne und glaube
an die heilige und unaussprechliche Dreifaltigkeit,
den Vater und den Sohn und
den Heiligen Geist,
den einen Gott die Natur betreffend,
(der) einer einzigen Wesenheit, einer einzigen Natur,
einer einzigen Majestät und Kraft (ist).
Und zwar bekennen wir den Vater als nicht gezeugten,
nicht geschaffenen, sondern als den Ungezeugten.
Der Vater selbst führt seinen Ursprung von niemandem her;
aus Ihm empfängt der Sohn die Geburt
und der Heilige Geist den Hervorgang.
Daher ist Er
die Quelle und der Ursprung der ganzen Gottheit;
sodann zeugt der Vater, dem Wesen nach unaussprechlich,
mit seiner Wesenheit den Sohn auf unaussprechliche Weise,
und dennoch nicht etwas anderes,
als was Er selber ist.
Es hat Gott selber Gott gezeugt, Licht das Licht.
Von Ihm also stammt alle Vaterschaft
im Himmel und auf Erden. Amen.

Quelle

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Gebete für die Priester

Göttlicher Heiland, Jesus Christus,
der Du Dein ganzes Erlösungswerk,
die Rettung und das Heil der Welt,
den Priestern als Deinen Stellvertretern anvertraut hast,
durch die Hände Deiner heiligsten Mutter
opfere ich Dir für die Heiligung
Deiner Priester und Priesterkandidaten
den heutigen Tag ganz und gar auf:
alle Gebete, Arbeiten,
Freuden, Opfer und Leiden.

Schenke uns wahrhaft heilige Priester,
die vom Feuer Deiner göttlichen Liebe entflammt,
nichts suchen als deine größere Ehre
und das Heil unserer Seelen.
Bewahre sie in allen inneren und äußeren Gefahren
und weise besonders jene zurück,
die ihrer Tugend nachstellen
und ihr heiliges Priesterideal gefährden.

Maria, Du gute Mutter der Priester,
nimm alle Priester unter Deinen besonderen Schutz und Schirm
und führe mit gütiger Mutterhand
auch die armen verirrten Priester,
die ihrer erhabenen Berufung untreu wurden,
zum guten Hirten zurück. Amen.

(Paschalis Schmid, Begründer des Priestersamstags)

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Demut und Hingabe

Deine tiefe Demut, o Maria,
hat den Sohn Gottes aus den Höhen des Himmels
in die Niederungen unseres irdischen Lebens herabgezogen.
Wie darf ich wagen, Jesus zu mir einzuladen?
Wie darf ich Seinen heiligsten Leib,
das lebendige Heiligtum der Gottheit,
als Speise meiner Seele in mein Herz aufnehmen?
Wie darf ich seine göttliche und anbetungswürdige Person,
die mit dem Vater im Himmel und dem heiligen Geist
ewig EINS ist,
mit meinem armen sündhaften Wesen vereinigen?
Liebste Mutter Maria, bitte deinen lieben Sohn Jesus,
dass er nicht auf meine Unwürdigkeit sehe,
sondern mich mit Seiner großen Liebe und Barmherzigkeit
anschauen und zu mir kommen möge.

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