Verwandle mein Herz

Dich verherrliche, lobe,
verehre, rühme und preise ich,
Dich, den allmächtigen Vater,
den Sohn und den Heiligen Geist,
den einzigen Gott in drei Personen.
Du bist mein Gott, König und Herr.
Hilf mir, verzeih mir, läutere und heilige mich!

Schenke mir Klugheit, Gerechtigkeit,
Tapferkeit und Augenmaß.

Schenke mir Glauben, Hoffnung und Liebe.

Schenke mir die Weisheit des Geistes,
des Verstandes und der Vernunft,
den Geist der Tapferkeit, der Wissenschaft,
der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.
Verwandle mein Herz aus Stein
in ein Herz aus Fleisch;

Schenke mir die Demut des Herzens
und die Erkenntnis meiner großen Schuld.

Herr, ich bin nicht würdig,
in Deine Kirche einzutreten,
ich bin nicht würdig,
die Augen zum Himmel zu erheben
und Deinen Namen anzurufen.

Du aber hast mich nach Deinem Willen
geschaffen;
ab Erbarmen mit mir,
ein Herr und mein Gott.

(Petrus Damiani)

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Kniebeugungsgebet – 2

Herr Jesus Christus, unser Gott, der Du Deinen Frieden den Menschen gegeben hast und die Gabe des Allheiligen Geistes – noch im Leben uns gegenwärtig – als unentreißbares Erbe den Gläubigen immerfort darbietest; [der Du] sichtbarer aber dieselbe Gnade Deinen Jüngern und Aposteln heute herabgesandt und ihre Lippen durch feurige Zungen gekräftigt hast, durch die wir [wiederum], das menschliche Geschlecht, – die Erkenntnis Gottes in eigener Sprache im Gehöre empfangend – mit dem Licht des Geistes erleuchtet und dem Irrtum – [sozusagen] wie aus der Finsternis – entrissen sind; und [die wir] durch die Verteilung der wahrnehmbaren und feurigen Zungen und durch übernatürliche Wirksamkeit den Glauben an Dich erlernt haben und Dich mit dem Vater und dem Heiligen Geiste in einer Gottheit, Macht und Gewalt als Gott zu bekennen angefacht sind. Du nun, Abglanz des Vaters, Seines Wesens und Seiner Natur unveränderliches und unbewegliches Abbild, Quelle der Weisheit und der Gnade: öffne auch mir Sünder die Lippen und lehre mich, wie und wofür ich beten soll; denn Du kennst die große Menge meiner Sünden, Deine Barmherzigkeit aber wird die Unzahl derselben überwinden. Siehe, in Furcht stehe ich vor Dir [und] werfe die Verzagtheit meiner Seele in das Meer Deines Erbarmens; leite mein Leben, der Du durch [ein] Wort die ganze Schöpfung mit [der] unaussprechlichen Macht der Weisheit leitest, o stiller Hafen der vom Sturm Bedrängten; weise mir auch den Weg, den ich wandeln soll! Den Geist Deiner Weisheit gib meinen Gedanken, den Geist des Verstandes schenke meiner Unvernunft, mit dem Geiste Deiner Furcht überschatte meine Werke, erneuere auch den rechten Geist in meinem Innern und mit Deinem führenden Geist stärke meine ausgleitenden Gedanken, damit ich jeden Tag – durch Deinen guten Geist geführt zu dem, was förderlich ist – gewürdigt sei, Deine Gebote zu erfüllen und ewig Deiner herrlichen, über unsere Handlungen Rechenschaft fordernden Wiederkunft zu gedenken. Lasse mich nicht den vergänglichen Reizen dieser Welt anschmiegen, sondern stärke mich, nach dem Genusse der zukünftigen Schätze zu streben! Denn Du hast gesagt, o Gebieter, dass ein Jeglicher [das], was er auch immer erbitten werde in Deinem Namen, unverwehrt empfangen werde von Deinem mitewigen Gott und Vater. Darum, so flehe auch ich Sünder am Tage der Ankunft Deines Heiligen Geistes Deine Güte an: gib mir zum Heile, worum ich gebeten! Ja, Herr, Du jeglicher Wohltat reichlicher Geber und gütiger Spender, der Du in überfließender Fülle gibst, um was wir bitten; Du bist [ein] mitleidiger und erbarmender [Herr], der Du sündelos teilgehabt hast an unserem Fleische und Dich denen, die ihre Knie vor Dir beugen, mildherzig neigst, [und der Du] auch zur Sühnung geworden bist für unsere Sünden. Schenke denn, o Herr, Deinem Volke Deine Erbarmungen; erhöre uns aus Deinem heiligen Himmel; heilige uns mit der Kraft Deiner heilenden Rechten; birg uns unter dem Schatten Deiner Flügel; verschmähe nicht die Werke Deiner Hände! Dir allein sündigen wir, Dir allein dienen wir aber auch. Wir verstehen uns nicht, einen fremden Gott anzubeten, noch zu einem andern Gott, o Gebieter, unsere Hände auszustrecken. Verzeihe uns die Übertretungen und nimm unsere kniefälligen Bitten an; strecke nach uns allen [Deine] hilfreiche Hand aus; nimm das Gebet aller an als ein angenehmes Rauchopfer, das vor Deinem huldreichen Throne aufgenommen wird!

Er fügt auch dieses [Gebet] hinzu:

Herr, Herr, der Du uns errettest vor jedem Pfeil, der am Tage fliegt; errette uns auch von jedem Ungemach, das im Finstern schleicht! Nimm an das abendliche Opfer, die Erhebung unserer Hände! Würdige uns auch, die Strecke der Nacht ohne Tadel zurückzulegen, ohne Versuchung zu bösen [Dingen] und erlöse uns von aller Unruhe und Angst, die uns vom Teufel erregt wird! Verleihe unseren Seelen Zerknirschung und unseren Gedanken Besorgnis ob der Prüfung in Deinem furchtbaren und gerechten Gerichte! Festige unser Fleisch in Deiner Furcht und ertöte unsere irdischen Gliedmaßen, auf dass wir auch in der Ruhe des Schlafes erleuchtet werden durch die Betrachtung Deiner Gerichte! Halte auch fern von uns jeden unziemlichen Traum und [jede] schädliche Begierde! Aufstehen aber lass uns zur Zeit des Gebetes, gestärkt im Glauben und fortgeschritten in Deinen Geboten!

Quelle

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Kniebeugungsgebet – 1

Allerreinster, makelloser, anfangloser, unsichtbarer, unbegreiflicher, unerforschlicher, unveränderlicher, unüberwindlicher, unermesslicher, langmütiger Herr! Der Du allein Unsterblichkeit besitzest und wohnest in unnahbarem Lichte; der Du geschaffen hast den Himmel und die Erde und das Meer und alle Geschöpfe, die darin sind; der Du, bevor Du gebeten wirst, allen die Bitte gewährst! Dich bitten wir und Dich rufen wir an, menschenliebender Gebieter, den Vater unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesu Christi, der für uns Menschen und um unseres Heiles willen herabgekommen ist aus den Himmeln und Fleisch geworden vom Heiligen Geiste und der immer jungfräulichen und ruhmreichen Gottesgebärerin Maria. Der zuerst durch Worte belehrend, später aber auch durch Taten unterweisend, als Er das heilbringende Leiden erduldete, uns, Seinen niedrigen, sündhaften und unwürdigen Knechten, ein Vorbild gab, Dir unter Beugung von Nacken und Knien Gebete darzubringen für die eigenen Sünden und die unwissentlichen Vergehen des Volkes! Du selbst nun, gnadenreicher und menschenliebender Gott, erhöre uns, an welchem Tage auch immer wir Dich anrufen, vornehmlich aber an diesem Tage des Pfingstfestes, an dem unser Herr Jesus Christus, nachdem Er zum Himmel aufgefahren war und sich zu Deiner – Gottes, des Vaters – Rechten gesetzt hatte, den Heiligen Geist sandte auf Seine heiligen Jünger und Apostel; dieser [Heilige Geist] ließ sich auch auf einen jeden von ihnen nieder, und sie wurden alle erfüllt mit Seiner unerschöpflichen Gnade und verkündeten in fremden Zungen Deine Großtaten und weissagten. Nun also erhöre uns, die wir Dich bitten, und gedenke unser, die wir niedrig sind und verdammt, und hebe auf die Gefangenschaft unserer Seelen, der Du selbst Mitleid hast, das für uns eintritt! Nimm uns an, die wir vor Dir niederfallen und ausrufen: wir haben gesündigt, auf Dich sind wir geworfen aus dem Mutterschoße, vom Mutterschoße an bist Du unser Gott. Aber als unsere Tage dahinflossen in Eitelkeit, da sind wir Deiner Hilfe ledig geworden, sind verlustig gegangen jeglicher Entschuldigung; dennoch rufen wir voll Vertrauen auf Dein Erbarmen: der Sünden unserer Jugend und unseres Unverstandes gedenke nicht und reinige uns von unseren verborgenen Sünden; verwirf uns nicht im Alter, wenn unsere Kräfte schwinden, verlass uns nicht; ehe wir zur Erde zurückkehren, würdige uns der Umkehr zu Dir und sei uns geneigt in Huld und Gnade! Unsere Übertretungen miss mit Deinen Erbarmungen [und] stelle den Abgrund Deiner Erbarmungen der Menge unserer Versündigungen entgegen! Sieh herab von Deiner heiligen Höhe, o Herr, auf Dein vor Dir stehendes Volk, das reiche Gnade von Dir erwartet! Suche uns heim in Deiner Huld, reiße uns aus der Gewalt des Teufels; sichere unser Leben durch Deine heiligen und göttlichen Gebote! Einem treuen Schutzengel vertraue Dein Volk an, versammle uns alle in Dein Reich! Gewähre Verzeihung denen, die auf Dich hoffen; vergib ihnen und uns die Sünden! Reinige uns durch die Wirksamkeit Deines Heiligen Geistes; vernichte die gegen uns gerichteten Ränke des Feindes!

Angefügt wird demselben das folgende Gebet:

Gepriesen bist Du, Herr, Gebieter, Allherrscher, der Du den Tag mit dem Sonnenlicht erleuchtet und die Nacht mit Feuerglanz erhellt hast, der Du uns gewürdigt hast, den Lauf des Tages zu durchwandern und uns den Anfängen der Nacht zu nahen; erhöre unsere und die Bitten Deines ganzen Volkes; vergib uns alle absichtlichen und unabsichtlichen Sünden! Nimm unser Abendgebet an und sende die Fülle Deiner Gnade und Deiner Erbarmungen auf Dein Erbe herab! Umgib uns mit Deinen heiligen Engeln, wappne uns mit den Waffen Deiner Gerechtigkeit; umschirme uns mit Deiner Wahrheit, bewahre uns mit Deiner Macht, errette uns von jeder Drangsal, [und] von jedem Anschlag des Widersachers! Gewähre uns auch, dass der gegenwärtige Abend samt der anbrechenden Nacht vollkommen, heilig, [und] friedvoll sei, ohne Sünde, Versuchung, [und] bösen Traum, und [so] alle Tage unseres Lebens, auf die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von Ewigkeit her wohlgefallen haben!

Quelle

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Bitte um Vergebung

Christus, du bist Barmherzigkeit.
Wir bitten dich:
Komm in die Herzen der Erlösten,
und schenke ihnen den Geist der Buße!
Zu dir, Jesus, beten wir
mit Vertrauen und in Demut:
Christus, sei uns gnädig
und verzeih uns unsere Schuld
durch dein heiliges Kreuz
und deinen heiligen Leib.
Wir bitten dich: Behüte uns
wie deine Kinder für alle Zeit!

(Beda der Ehrwürdige)

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Confíteor

Confíteor Deo omnipoténti,
beátæ Maríæ semper Vírgini,
beáto Michaéli Archángelo,
beáto Ioánni Baptístæ,
sanctis Apóstolis Petro et Paulo,
ómnibus Sanctis, et vobis,
fratres (tibi, Pater),
quia peccávi nimis cogitatióne,
verbo et ópere: mea culpa,
mea culpa, mea máxima culpa.
Ideo precor beátam Maríam
semper Vírginem, beátum Michaélem Archángelum,
beátum Ioánnem Baptístam,
sanctos Apóstolos Petrum et Paulum,
omnes Sanctos,
et vos, fratres (te, pater),
oráre pro me ad Dóminum Deum nostrum.

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Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria,
dem heiligen Erzengel Michael,
dem heiligen Johannes dem Täufer,
den heiligen Aposteln Petrus und Paulus,
allen Heiligen und euch, Brüder (dir, Vater),
dass ich viel gesündigt habe
in Gedanken, Worten und Werken, durch meine Schuld,
durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld.
Darum bitte ich die selige,
allzeit reine Jungfrau Maria,
den heiligen Johannes den Täufer,
die heiligen Apostel Petrus und Paulus,
alle Heiligen
und euch, Brüder (dich, Vater),
für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

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Zum gekreuzigten Heiland

Ich armes, sündhaftes Geschöpf
werfe mich nieder zu Füssen Deines Kreuzes.
In tiefer Demut bete ich Dich an,
meinen Gott und Herrn.
An Dich glaube ich, auf Dich hoffe ich,
Dich liebe ich über alles.
Darum ist es mir von Herzen leid,
daß ich Dich, das höchste und
liebenswürdigste Gut, beleidigt habe.
Zu Deiner größeren Ehre und zu meinem Heile
möchte ich mit Deiner Gnade
heute in Deine Nachfolge eintreten,
zusammen mit Maria, meiner schmerzhaften Mutter,
und in Begleitung meines heiligen Schutzengels.
Segne, ich bitte Dich,
diesen Tag und schenke mir durch Maria
die vollständige Bekehrung.
Amen.

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