Zum Jahresabschluss die KOMPLET

An jedem einzelnen Tag zur Komplet im Trappistenkloster MARIAWALD

Herr, gib den Segen.
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.

Brüder, seid nüchtern und wachsam, denn euer Widersacher, der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann: Widersteht ihm tapfer im Glauben. Du aber, Herr, erbarme dich unser. Dank sei Gott.

Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Der Himmel und Erde erschaffen hat.

-Pater noster und Ave Maria werden still gebetet.-

Wende uns zu Dir, Gott unser Retter. Und wende ab von uns Deinen Zorn.

O Gott, komm mir zu Hilfe! Herr, eile, mir zu helfen! Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

PSALM 4
Wenn ich rufe, erhört mich der Gott meiner Gerechtigkeit, * aus der Drangsal schaffst du mir Befreiung.
Erbarme dich meiner * und erhöre mein Gebet!
Ihr Menschenkinder! Wie lange bleibt noch euer Herz verhärtet * Warum liebt ihr Eitles und sinnet auf Lüge?
Wisset, daß der Herr Wunder getan an seinen Heiligen * der Herr wird mich erhören, wenn ich ihn rufe.
Wenn ihr zürnt, so sündiget nicht; was ihr in euren Herzen sprecht, * bereuet auf eurer Lagerstatt.
Bringet rechte Opfer und vertrauet auf den Herrn! * Viele sagen: Wer wird uns Gutes schauen lassen?
Es strahlt wie ein Panier über uns die Leuchte deines Angesichtes, * o Herr! Du gibst mir Freude in mein Herz.
Sie wurden reich von der Frucht des Getreides, * des Weines und des Öles.
In Frieden zumal * lege ich mich nieder und ruhe,
Denn du, o Herr! * hast mich vollkommen fest gestellt in Zuversicht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.

PSALM 90
Wer unter der Hilfe des Allerhöchsten wohnt, * weilt unter dem Schirme des Gottes des Himmels.
Er kann zu dem Herrn sagen: Du bist mein Helfer und meine Zuflucht, * mein Gott, auf den ich vertraue.
Denn er befreit mich aus der Schlinge der Vogelsteller, * und von Ungemach.
Mit seinen Schultern wird er dich decken und * unter seinen Flügeln wirst du Hoffnung schöpfen.
Mit einem Schild wird dich seine Treue umgeben; * vor den Schrecken der Nacht darfst du dich nicht fürchten,
Nicht vor dem Pfeile, der bei Tage fliegt, / vor dem Unheil, das im Finstern wandelt, * vor dem Überfalle und dem bösen Geiste am Mittag.
Fallen auch tausend an deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, * so wird es doch dir nicht nahen.
Ja, mit eigenen Augen wirst du es schauen * und die Vergeltung an den Sündern sehen.
Denn du, o Herr! Bist meine Hoffnung, * den Allerhöchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht.
Kein Unheil wird dir begegnen * und keine Plage deinem Zelte nahen.
Denn er hat seinen Engeln für dich geboten, * daß sie dich auf allen Wegen behüten.
Auf den Händen werden sie dich tragen, * daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
Über Nattern und Ottern wirst du hinschreiten * und Löwen und Drachen zertreten.
Weil er auf mich vertraut, so will ich ihn befreien; * ihn beschirmen, weil er meinen Namen kennt.
Er wird mich anrufen und ich werde ihn erhören, / ich bin bei ihm in der Not, * ich werde ihn retten und ihn zu Ehren bringen:
Mit langem Leben will ich ihn sättigen * und ihn mein Heil schauen lassen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit* und in Ewigkeit. Amen.

PSALM 133
Auf! Preiset den Herrn, * ihr Diener des Herrn!
Die ihr im Hause des Herrn steht, * in dem Vorhofe des Hauses unseres Gottes.
Erhebet des Nachts eure Hände zum Heiligtum * und preiset den Herrn.
Der Herr segne dich von Sion aus, * der Himmel und Erde gemacht hat.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.

HYMNUS
Bevor der Tag zur Neige geht, Dich, Weltenschöpfer, bitten wir,
in Deiner Güte wollest Du die Wacht uns halten für und für.
Gib, daß kein böser Traum uns naht, kein nächtlich Wahnbild uns erschreckt,
und schlage unsern Feind in Bann, das unser Leib sich nicht befleckt.
Allmächtiger Vater, dies verleih durch unsern Herren Jesu Christ,
der mit Dir und dem Heiligen Geist durch alle Zeiten König ist. Amen.

KAPITEL,  Jerem. 14
Du aber bist in unserer Mitte, Herr, und Dein heiliger Name ist über uns ausgerufen; verlass uns nicht. Herr unser Gott. Dank sei Gott.

Behüt uns, Herr, wie Deinen Augenstern. (Alleluja.)
Im Schatten Deiner Fittiche schütze uns. (Alleluja.)

Herr erbarme Dich. Christus erbarme Dich. Herr erbarme Dich.

Vater unser (still bis:)
Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen.
Der Herr sei mit euch. Und mit Deinem Geiste.

ORATION
Lasset uns beten.
Wir bitten Dich, Herr, suche heim dieses Haus und verbanne alle Nachstellungen des Feindes weit von ihm; laß Deine heiligen Engel darin wohnen, daß sie uns im Frieden behüten, und Dein Segen sei allezeit über uns. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Der Herr sei mit euch. Und mit Deinem Geiste.
Lasset uns preisen den Herrn. Dank sei Gott.

SEGEN
Es segne und beschütze uns der allmächtige und barmherzige Herr, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

ANTIPHON
Salve Regina, Mater misericordiæ, vita dulcedo, et spes nostra salve. Ad te clamamus exules, filii Evæ. Ad te suspiramus gementes et flentes in hac lacrymarum valle. Eia ergo advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Jesum benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exilium ostende. O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria. (Alleluja) j.

Sei gegrüßt, o Königin, Du Mutter der Barmherzigkeit, Leben und Wonne, unsre Hoffnung sei Gegrüßt! Dich rufen wir an, Evas verstoßene Kinder; zu Dir seufzen wir auf, wehklagend und weinend, hienieden im Tal der Tränen. Kehre denn Du, unsre hehre Schutzfrau, huldreich und mild die Augen deiner Gütigkeit auf uns in Gnaden. Und Jesus, deines Leibes hochgebenedeite Frucht, lass einst nach diesem Erdenleid uns schauen. O milde, o gütige, o süße Jungfrau Maria! (Alleluja.)

Gegrüßet seist Du Maria, voll der Gnade. (Alleluja.)
Der Herr ist mit Dir. (Alleluja.)

ORATION
Lasset uns beten.
Allmächtiger, ewiger Gott, Du hast den Leib und die Seele der glorreichen jungfräulichen Mutter Maria durch die Mitwirkung des Heiligen Geistes zu einer würdigen Wohnung Deines Sohnes bereitet; lass uns, die wir ihr Gedächtnis in Freude begehen, durch ihre gütige Fürsprache von den drohenden Übeln und vom ewigen Tode bewahrt werden. Durch Ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.

Die göttliche Hilfe bleibe allezeit mit uns. Und mit unseren abwesenden Brüdern.
Die Verstorbenen mögen durch die Barmherzigkeit ruhen in Frieden. Amen.

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Singulis Diebus ad Completorium.

Jube, domne, benedicere.

BENEDICTIO.

Noctem quietam, et finem perfectum ζ concedat nobis Dominus omnipotens. ζ R. Amen.

LECTIO BREVIS. 1. Petr. 5.

Fratres: ζ Sobrii estote, et vigilate: * quia adversarius vester diabolus tamquam leo rugiens circuit, quærens quem devoret: ζ cui resistite fortes in fide. Tu autem, Domine, ζ miserere nobis. R. Deo gratias.

V. Adjutorium nostrum in nomini Domini. R. Qui fecit cœlum et terram.

-Pater noster und Ave Maria werden still gebetet.-

V. Converte nos Deus salutaris noster. R. Et averte iram tuam a nobis.

V. Deus in adjutorium meum intende. R. Domine ad adjuvandum me festina. Gloria Patri, et Filio, et Spiritui sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen.

PSALMUS 4.
Cum invocarem exaudivit me Deus justitæ meæ: * in tribulatione dilatasti mihi.
Miserere mei, * et exaudi orationem meam.
Filii hominum, usquequo gravi corde? * ut quid diligitis vanitatem et quæritis mendacium?
Et scitote quoniam mirificavit Dominus sanctum suum: * Dominus exaudiet me cum clamavero ad eum.
Irascimini, et nolite peccatore: ζ quæ dicitis in cordibus vestris, * in cubilibus vestris compungimini.
Sacrificate sacrificium Deus justitæ, ζ et sperate in Domino, * multi dicunt quis ostendit nobis bona?
Signatum est super nos lumen vultus tui, Domine: * dedisti lætitiam in corde meo.
A fructu frumenti, vini et olei sui * multiplicati sunt.
In pace in idipsum * dormiam et requiescam;
Quoniam tu, Domine, singulariter in spe * constituisti me.
Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper: * et in sæcula sæculorum. Amen.

PSALMUS 90.
Qui habitat in adjutorio Altissimi, * in protectione Dei cœli commorabitur.
Dicet Domino: Susceptor meus es tu, et refugium meum: * Deus meus sperabo in eum.
Quoniam ipse liberavit me de laqueo venantium, * et a verbo aspero.
Sacapulis suis obumbrabit tibi: * et sub pennis ejus sperabis.
Scuto circumdabit te veritas ejus: * non timebis a timore nocturno.
A sagitta volante in die, ζ a negotio perambulante in tenebris: * ab incursu et dæmonio meridiano.
Cadent a latere tuo mille, ζ et decem millia a dextris tuis: * ad te autem non appropinquabit.
Verumtamen oculis tuis considerabis: * et retributionem peccatorum videbis.
Quoniam tu es, Domine, spes mea: * Altissimum posuisti refugium tuum.
Non accedet ad te malum: * et flagellum non appropinquabit tabernaculo tuo.
Quoniam Angelis suis mandavit de te: * ut custodiant te in omnibus viis tuis.
In manibus portabunt te: * ne forte offendas ad lapidem pedem tuum.
Super aspidem et basiliscum ambulabis: * et conculcabis leonem et draconem.
Quoniam in me speravit, liberabo eum: * protegam eum quoniam cognovit nomen meum.
Clamabit ad me, et ego exaudiam eum: ζ cum ipso sum in tribulatione: * eripiam eum et glorificabo eum.
Longitudine dierum replebo eum: * et ostendam illi salutare meum.
Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper, * et in sæcula sæculorum. Amen.

PSALMUS 133.
Ecce nunc benedicite Dominum, * omnes servi Domini:
Qui statis in domo Domini, * in atriis domus Dei nostri.
In noctibus extollite manus vestras in sancta, * et benedicite Dominum.
Benedicat te Dominus ex Sion, * qui fecit cœlum et terram.
Gloria Patri, et Filio, * et Spiritui sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper, * et in sæcula sæculorum. Amen.

HYMNUS

Te lucis ante terminum, Rerum Creator, poscimus, Ut solita clementia Sit præsul et custodiam.
Procul recedant somnia, Et noctium phantasmata; Hostemque nostrum comprime, Ne polluantur corpora.
Præsta, Pater omnipotens, Per Jesum Christum Dominum, Qui tecum in perpetuum Regnat cum sancto Spiritu. Amen.

CAPITULUM Jerem. 14.

Tu autem in nobis es Domine, ζ et nomen sanctum tuum invocatum est super nos, * ne derelinquas nos Domine Deus noster. R. Deo gratias.

V. Custodi nos Domine ut pupillam oculi. (Alleluja.) R. Sub umbra alarum tuarum protege nos. (Alleluja.)

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Pater noster secreto usque ad:

V. Et ne nos inducas in tentationem. R. Sed libera nos a malo.

V. Dominus vobiscum. R. Et cum spiritu tuo.

Oremus. ζ ORATIO.
Visita quæsumus, Domine, habitationem istam, ζ et omnes insidias inimici ab ea longe repelle: * Angeli tui sancti habitent in ea, qui nos in pace custodiant: ζ et benedictio tua sit super nos semper. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum, ζ qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus sancti Deus: * per omnia sæcula sæculorum. ζ R. Amen.

V. Dominus vobiscum. R. Et cum spiritu tuo.

V. Benedicamus Domino. R. Deo gratias.

BENEDICTIO.

Benedicat, et custodiat nos omnipotens et misericors Dominus, ζ Pater, et Filius, * et Spiritus sanctus. ζ R. Amen.

Ana. Salve Regina, Mater misericordiæ, vita dulcedo, et spes nostra salve. Ad te clamamus exules, filii Evæ. Ad te suspiramus gementes et flentes in hac lacrymarum valle. Eia ergo advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Jesum benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exilium ostende. O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria. (Alleluja) j.

V. Ave Maria, gratia plena. (Alleluja). R. Dominus tecum. (Alleluja.)

Oremus. ORATIO.
Omnipotens sempiterne Deus, qui gloriosæ Virginis Matris Mariæ corpus et animam, ut dignum Filii tui habitaculum effici mereretur, ζ Spiritu sancto cooperante præparasti: * da, ut cujus commemoratione lætamur, ζ ejus pia intercessione ab instantibus malis, et a morte perpetua liberemur. Per eundem Christum Dominum nostrum. * R. Amen.

V. Divinum auxilium maneat semper nobiscum. R. Et cum fratribus nostris absentibus.
Fidelium animæ per misericordiam Dei requiescant in pace. R. Amen.

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Gebetskreis für das Trappisten-Kloster MARIAWALD

Mit dem diesjährigen Weihnachtsfest wurde seitens der Abtei MARIAWALD ein Gebetskreis für die geistliche Förderung von Mariawald ins Leben zu rufen, um den Segen Gottes in vielen guten Berufungen, in der Heiligung der Mönche, in der Ausstrahlung dieses Trappistenklosters als Ort des lebendigen Glaubens und Gebetes für viele Menschen herabzurufen.

Gewiss werden auch den Mitgliedern des Gebetskreises reiche Gnaden zufließen. Diese verpflichten sich, täglich wenigstens ein Gesätz ihres Rosenkranzes aufzuopfern für das Kloster Mariawald und seine geistige Erneuerung.

In Dankbarkeit wird monatlich eine hl. Messe für alle Mitglieder der Gebetsgemeinschaft aufgeopfert.

Beitrittserklärung

 

Jesus, der verheißene Messias

Wer Gottes Wort nur historisch-kritisch zerpflückt, der findet nicht zum „lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“ und nun als unsere Nahrung in einer Futterkrippe liegt.  Wer sich nicht vom Wort Gottes, das wie Engel und Sterne in der Nacht leuchtet, führen lässt, der beugt auch nicht das Knie vor dem Tabernakel unserer Kirche, in denen Jesus zu finden ist.  All denen aber, denen sich die Schrift, die auf jeder Seite von Jesus spricht, wie den Jüngern von Emmaus erschließt, die eilend nach Jerusalem zurück rannten, denen brennt das Herz, so dass sie so schnell wie möglich zum Stall laufen, um dort das Wort zu finden, das Fleisch geworden ist.

Monsignore Florian Kolfhaus –
Wenn Engel singen und Esel sprechen, dann ist Weihnachten

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Fest der Unschuldigen Kinder – 28. Dezember

Dieses dritte Begleitfest von Weihnachten ist im Abendland schon im 5. Jahrhundert bezeugt.

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Wir ziehen im Geiste nach St. Paul vor die Mauern Roms hinaus, wo Reliquien der heiligen Unschuldigen Kinder verehrt werden. Selbst unmündige Kinder legen für die Ankunft und für das Erlöserwirken Christi Zeugnis ab; freudig anerkennen und bekräftigen wir dies Zeugnis (Intr.). Mit den aus reinster Gnade den Schlingen des Bösen entrissenen Kindern fühlt die ganze Kirche und fühlen wir glaubend und dankend die Wahrheit der gnadenvollen ersten Ankunft Christi (Grad., Allel.), die durch den Kindermord in der ganzen Umgegend von Bethlehem bekannt wird (Evang.). Mit den sich im Sterben für Christus opfernden Unschuldigen Kindern entziehen auch wir uns in ernstem Opferwillen den Schlingen der Welt, Satans und des Fleisches (Offert.). Christus wird bei seiner Ankunft in der hl. Wandlung und in der hl. Kommunion auch an uns die Kraft seiner erlösenden Gnade bekunden.

Fest der Unschuldigen Kinder – Mariawalder Messbuch

 

 

Hl. Johannes, Apostel und Evangelist – 27. Dezember

Christi erste Ankunft erweist ihre Fruchtbarkeit: wie im Starkmut des Martyriums (Stephanus), so auch in der Jungfräulichkeit (Johannes). Der jungfräuliche, mit Maria (Stationskirche) so eng verbundene, beschaulich am Herzen Jesu ruhende Apostel und Evangelist, Lehrer und Bischof Johannes war erfüllt von der Weisheit Gottes (Intr., Lesung). Er übermittelt uns Christi Wahrheit in der hl. Kirche, und „wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist“ (Evang.). Christi Opfer hat den hl. Johannes befähigt, zu einer hochragenden Palme zu werden, d. h. zur Fülle der Heiligkeit zu gelangen (Offert.).

Hl. Johannes, Apostel und Evangelist – Mariawalder Messbuch

COMMUNIO

communio-johannes-27-12Unter den Brüdern ging das Gerede, jener Jünger sterbe nicht. Jesus aber hatte nicht gesagt: „Er stirbt nicht“, sondern: „Ich will, daß er so bleibe, bis Ich wiederkomme.“

 

Fest des hl. Erzmartyrers Stephanus – 26. Dezember

Nach dem Zeugnis des hl. Gregor von Nyssa († um 394) wurde das Fest des hl. Stephan und das des hl. Apostels Johannes im Morgenland schon im 4. Jahrhundert gefeiert.

Mit dem hl. Stephanus, in dessen Heiligtum wir uns im Geiste eingefunden haben, sehen wir uns rings von Feinden des Heils umgeben (Fleisch, Welt, Satan). Wir erheben den Blick nach oben, zu Christus, und flehen ihn um Hilfe an (Intr.). Die Lesung zeigt uns im hl. Stephanus den Weg, der zu Christus führt: den Weg des Glaubens, des Bekennermutes, der Bereitschaft, für Christus alles hinzugeben. Entschlossen, mit ihm diesen Weg zu gehen, sind wir stärker als unsre Feinde: sie unterliegen und ernten Gottes Strafe (Evang.). – Im Opfergang bringen wir, wie ein anderer Stephanus, unser Ich, unser Herz, unser Leben als Opfergabe auf dem Altare dar und sprechen mit ihm: „Nimm meinen Geist“, mein Leben, mein Alles hin (Offert.).

Fest des hl. Erzmartyrers Stephanus – Mariawalder Messbuch

Steinigung des hl. Stephanus Bernardo Daddi, 14. Jh. Rom Pinacotec
Steinigung des hl. Stephanus
Bernardo Daddi, 14. Jh.
Rom Pinacotec

IN NATIVITATE DOMINI – Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus

Nach vier Wochen Vorbereitung, die uns die Jahrhunderte und Jahrtausende des Harrens auf den Welterlöser lebendig vor die Seele führten, sind wir am 25. Dezember angelangt. Die Wahl dieses Tages, dem alljährlich die Ehre vorbehalten ist, die Geburt Christi zu feiern, ist nicht ohne Bedeutung. Wie die von diesem Tage an bei uns wachsende Sonne die Herrschaft der Nacht mehr und mehr zurückdrängt, so mußte und muß vor Christus, der wahren Sonne, die Sündennacht abnehmen und schwinden.

In der liturgischen Feier der hl. Messe geschieht etwas Ähnliches wie damals in Bethlehem: wie Christus, der allbeherrschende König, einst als liebenswürdiges Kind aus der heiligsten Jungfrau geboren wurde, so kleidet er sich jetzt in das Lichtgewand der hl. Eucharistie und erscheint in unserer Mitte, um in uns wiedergeboren zu werden. Unser Bethlehem ist der Altar, auf dem Christus in der hl. Messe gegenwärtig wird. Unser Bethlehem ist unsre Seele, in die Christus in der hl. Kommunion herniedersteigt. Hier will er, abseits vom Lärm und dem eitlen Treiben der Welt, in Stille und Verborgenheit „Gestalt annehmen“ (Gal. 4, 19); er will unsrer Seele seine Züge einprägen, seine Art in ihr ausbilden.

KRIPPE von Mariawald

Zur Geschichte des Weihnachtsfestes. Das Weihnachtsfest knüpft nicht wie Ostern und Pfingsten an jüdische Vorbilder an, sondern hat ganz christlichen Ursprung. Weder die Hl. Schrift noch die kirchliche Überlieferung geben uns genaue Kunde von dem Tage der Geburt Christi. Wohl vom 3. Jahrhundert ab wurde das Andenken an dieses Ereignis an einigen Orten, besonders im Morgenland, am 6. Januar gefeiert. Im Festkalender der römischen Mutterkirche dagegen erscheint bald nach dem Frieden der Kirche (313) unter Konstantin d. Gr. am 25. Dezember ein selbständiges Fest der Geburt unsres Herrn. Dieser Tag war in der römischen, heidnischen Religion jener Zeit der Festfeier der „unbesiegten Sonnengottheit“ (Sol invictus) geweiht. Die christlich-römische Weihnacht trat zu dieser in Gegensatz. Sie galt der uns aufgehenden wahren, göttlichen «Sonne der Gerechtigkeit», Christus, dem erschienenen Sieger über die finstere Macht und Nacht der Sünde und des Todes. Um das Jahr 400 hatte dieses Fest der römischen Kirche auch im Morgenlande Aufnahme und Verbreitung gefunden. Der Brauch, am hl. Weihnachtsfeste dreimal das hl. Opfer zu feiern, ist für die Gottesdienstordnung Roms bereits von Gregor d. Gr. († 604) bezeugt.

Missa in aurora – Hirtenamt – Zweite Messe

Die Nacht weicht zurück: es naht die Sonne, das Sinnbild Christi, der an Weihnachten als die wahre Sonne über der Menschheit aufgeht (Intr., Oratio, Grad.), die Finsternis verdrängt und uns voll unverdienter Huld mit seinem Licht und Leben erfüllt (Epistel). Durch das Evangelium im Geiste an die Krippe geführt, preisen wir mit den Hirten Gott ob all dessen, was wir da schauen. Opfernd gehen wir zum Altar, dem „Throne“ des neugeborenen Königs, und bringen dankbaren Herzens uns selbst dar (Offert.).

Missa in aurora – Mariawalder Messbuch