Raymund Nonnatus – 31. August

Raymund wurde 1204 zu Portello in Katalonien aus dem Leib seiner bereits toten Mutter herausgeschnitten, weshalb er den Beinamen Nonnatus (= der Nicht-Geborene) erhielt.

1222 trat er gegen den Widerstand seines Vaters in den erst vier Jahre zuvor gegründeten Mercedarierorden ein, der sich um den Loskauf von christlichen Gefangenen aus der Sklaverei der Sarazenen (= Bezeichnung für islamische Völker) bemühte.

1224 wählte ihn der Ordensgründer, der hl. Petrus Nolascus, zu seinem ständigen Begleiter. Wie es ihre Ordensgelübde verlangten, begab er sich 1239 in Algerien zur Auslösung eines Gefangenen in Haft und erlitt furchtbare Folterungen. Acht Monate später gelang es dem Orden, ihn gegen Geld auszulösen, und noch im selben Jahr erhob ihn Papst Gregor IX. zum Kardinal.

Raymund Nonnatus erlag am 31. August 1240 in der Nähe von Barcelona einem Fieber.

Heiliger Raymund Nonnatus,
tritt am Throne Gottes ein
für die Kirche und die Bischöfe!

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Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen.

Man hat herausgefunden, dass auch die „sensiblen Vögel“ im Zoo von Heidelberg „geistliche Betreuung“ nötig haben. Diese Aufgabe haben nun die Benediktinern von Kloster Neuburg, das zu Heidelberg gehört, übernommen.

„Seit kurzem besteht eine Kooperation mit dem Kloster Stift Neuburg und dem Zoo Heidelberg.“

Die Verantwortlichen des Klosters suchten nach einer „kompetenten Unterstützung bei der Neuausrichtung der tiergerechten Nutztierhaltung“ im Kloster. Der Zoodirektor von Heidelberg bot dazu seine Unterstützung an. „Er berät die Abtei aktuell bei der Auswahl der Tiere, die neu im Kloster aufgenommen werden.

In Gesprächen mit dem „Klosterleiter Abt Winfried Schwab“ erfuhr der Zoodirektor „die besondere Dienstleistung, die von dem Kloster angeboten wird:

Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen.“

Quelle Stift Neuburg

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Liebe zur Kirche! – Vertrauen zum Papst?

Besonders in der Nachkonzilszeit wurde oft das Wort gebraucht „Jesus JA, Kirche NEIN“. Diesem weithin gebrauchten Slogan habe ich mich nie angeschlossen. Jesus und Kirche gehören zusammen. Jesus ist der Stifter seiner Kirche und diese ist die römisch-katholische Kirche. Weil dies so ist, habe ich mich auch nie von dem „Bischof von Rom, dem Nachfolger des hl. Petrus und Haupt des Kollegiums“ (KKK 873) distanziert. Das Pontifikat von Papst Franziskus hat meine Auffassung und meinen kindlichen Glauben gewaltig erschüttert. Nicht mehr ist Rom, der Papst, die letzte Instanz, der ich bedingungslos vertraue und glaube. „Wer bin ist, dass ich urteile“ oder „dazu sage ich nichts, jeder kann sich dazu etwas denken“ – solche dahingesagten Worte sind einem Papst nicht würdig. So wie er mit allen, mit denen er reden will, redet und mit jenen, die mit ihm reden wollen, nicht redet, so akzeptiert er diejenigen, die er mag und verurteilt schließlich doch die anderen, die er nicht mag. Ausgrenzung und unbedingte Gehorsamsforderung gehen Hand in Hand. In Papst Franziskus haben die Kardinäle im Konklave keinen milden und gütigen Papst gewählt, wie er sich offenbar gerne sieht, sondern einen autoritären und Unterwürfigkeit heischenden Papst.

Dankbar habe ich den „offenen Brief“ von Felix Honekamp gelesen, den er in seinem „PAPSTTREUERBLOG“ an seine Leserschaft geschrieben hat. Da auch in diesem Blog „Tu Domine“ (https://tudomine.wordpress.com/2018/08/26/der-diktatorpapst-aktuell-buchempfehlung/ ) unfeine und z. T. beleidigende persönliche Kommentare abgeladen wurden, veröffentliche ich an dieser Stelle den offenen Brief von Herrn Honekamp. Wer mir nicht abnehmen möchte, dass ich den Papst anerkenne und unter im leide, gleichzeitig aber das Papsttum liebe, der lese Felix Honerkamp’s Brief; etwa mit diesem Satz, den ich unbedingt bejahe:

„Ich habe keinen Zweifel an der Kirche, ich habe keinen Zweifel an ihrer Heiligkeit, ich habe keinen Zweifel an ihrer Lehre. Ich habe auch keinen Zweifel, dass nicht nur die meisten, sondern fast alle ihrer Hirten sich als solche erweisen und sich vielleicht in den kommenden Wochen noch besonders als solche erweisen werden. Es gibt für mich darum keinen Grund – auch das fragen sich manche in diesen Tagen – dieser Kirche den Rücken zuzukehren. Aber ich sehe, dass es in der Kirche getarnte Wölfe gibt, die sich erfolgreich als Hirten ausgegeben haben. Ich sehe, dass diese Wölfe Unterstützer haben – die sie entweder direkt fördern oder durch ihr Schweigen dazu beitragen, dass diese Wölfe weiter die Schafe der Kirche reißen und die Kirche mit deren Leid beschmutzen. Und ich befürchte – nicht: ich weiß –, dass zu Letzteren auch der Papst gehört. Und so lange er sich so verhält, wie er es derzeit tut, habe ich nicht die Energie, den Willen und das Gewissen, ihn zu verteidigen.“

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Der offene Brief von Felix Honekamp auf PAPSTTREUERBLOG:

Liebe Leserinnen und Leser des PAPSTTREUENBLOGs,

statt eines üblichen Blogbeitrags schreibe ich heute so etwas wie einen Offenen Brief an Sie. Der Hintergrund ist einerseits der neuerliche Missbrauchsskandal in den USA; hierzu hatte ich in meinen jüngsten Beiträgen mehrfach etwas geschrieben. Genauso wesentlich wie die erschreckenden Taten selbst sind aber die dabei zutage getretenen Hintergründe zu – man muss es wohl so nennen – konzertierten Vertuschungen und bewussten Unterstützungen und Förderungen von Beteiligten. Wenn auch hier auf dem Blog kommentiert wird, dass man sich Gedanken darüber machen muss, was mit der katholischen Kirche eigentlich von der (weltlichen) Basis her nicht stimmt, dann kann ich dem nicht widersprechen.

Ich kenne zu viele wunderbare Priester, als dass ich glauben könnte, dass die Kirche an sich nicht mehr die Kirche Jesu Christi sein könnte. Gerade erst am Wochenende war ich Teilnehmer eines Ehetags, bei dem ein Priester der krisengestählten Legionäre Christie wunderbare Worte zu Liebe, Ehe, Elternschaft und auch zur Berufung zu Ehe oder eben Priesterschaft fand. Ich kann auch jedem Priester nur vor den Kopf gucken, aber mir fehlt die Phantasie, dass es sich bei ihnen um – wie amerikanische Medien es zwischenzeitlich nennen – „predator priests“ (Raubtier-Priester) handeln könnte. Andererseits: Das haben wohl die meisten Gläubigen und Schützlinge auch über Täter-Priester und ihre Unterstützer gedacht. Der Teufel leistet derzeit Überstunden, in denen er nicht nur die verständliche Wut auf die Täter am Kochen hält sondern auch den Zweifel an Priestern und der Kirche als Ganzes säht.

Und in dieser Situation gerät Papst Franziskus in den Fokus: Was hat er über Kardinal McCarrick bereits frühzeitig gewusst? Hat er ihn tatsächlich von den von Papst Benedikt ausgesprochenen Beschränkungen befreit und ihn und weitere Täter gefördert? Gegen besseres Wissen? Wer in diesen Tagen die Berichterstattung auf kath.net liest – eine Seite die sich trotz gegenteiliger Kommentare der Leserschaft in der Vergangenheit oft hinter Papst Franziskus gestellt hat, und der ich darum das eigene Ringen um die Wahrheit in dieser Sache abnehme – kann den Eindruck gewinnen, dass auch Franziskus in dieser Sache kein reines Gewissen hat. Zu diesem Schluss tragen auch Reaktionen des Papstes bei, die man nur als „pampig“ bezeichnen kann, wenn er Kommentare zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen ablehnt: „Ich werde kein einziges Wort dazu sagen!“ ist eine Antwort, die dem Amt, vor allem mit Blick auf den dramatischen Hintergrund, unwürdig ist.

Sagen wir es mal – unter uns – ganz offen: Papst Franziskus hat zu vielen Themen eine Meinung, oft sind das Meinungen, an denen ich mich reiben muss, und nimmt viele Möglichkeiten wahr, diese auch zu verbreiten. Gerade eben hat er Eltern vorgeschlagen, ihre Kinder in eine Therapie beim Psychiater zu schicken, wenn sie homosexuelle Tendenzen zeigten (siehe hier der kurze Bericht auf kath.net) – eine Aussage, die ich in ihrer Pauschalität bei aller Kenntnis der Bewertung der Homosexualität und bei aller Kritik an entsprechenden Lobby-Gruppen nur ablehnen kann. Man kann an dieser Aussage auch viel interpretieren, aber es wird klar, dass der Papst keine Hemmungen hat, sich zu jedem nur erdenklichen Thema zu äußern, mehr oder weniger qualifiziert.

Und dieser Papst ist nicht in der Lage, die rechten Worte im Angesicht des Missbrauchsskandals und der gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu finden? Dieser Papst weigert sich, sich dazu zu äußern und reagiert aggressiv-pampig auf Nachfragen der Journalisten?

Liebe Leserinnen und Leser, ich habe kürzlich bei Facebook geschrieben, dass ich den gegen Franziskus vorgebrachten Anschuldigungen nicht glauben will … dass es aber gerade dieses „nicht glauben wollen“ ist, das einen Missbrauchsskandal wie den in den USA in seinen Dimensionen erst möglich macht. Klerikalismus, wie ihn der Papst verurteilt – auch ein Begriff, der viele Interpretationen zulässt – zeigt sich auch darin, in einem Papst einen Heiligen sehen zu wollen (!), der über alle Zweifel erhaben ist. Diesem Klerikalismus will und kann ich nicht anhängen: Ich habe Zweifel am Papst, an seinen Aussagen, an seiner Rechtschaffenheit. Ich habe Zweifel an seinem guten Willen, die Kirche als Ganzes durch die Zeit zu führen ohne eine eigene Agenda zu verfolgen.

Ich bin der Meinung, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, das wissen sollten, die Sie diesem Blog freundschaftlich und oft auch vertrauensvoll verbunden sind:

Ich habe keinen Zweifel an der Kirche, ich habe keinen Zweifel an ihrer Heiligkeit, ich habe keinen Zweifel an ihrer Lehre. Ich habe auch keinen Zweifel, dass nicht nur die meisten, sondern fast alle ihrer Hirten sich als solche erweisen und sich vielleicht in den kommenden Wochen noch besonders als solche erweisen werden. Es gibt für mich darum keinen Grund – auch das fragen sich manche in diesen Tagen – dieser Kirche den Rücken zuzukehren. Aber ich sehe, dass es in der Kirche getarnte Wölfe gibt, die sich erfolgreich als Hirten ausgegeben haben. Ich sehe, dass diese Wölfe Unterstützer haben – die sie entweder direkt fördern oder durch ihr Schweigen dazu beitragen, dass diese Wölfe weiter die Schafe der Kirche reißen und die Kirche mit deren Leid beschmutzen. Und ich befürchte – nicht: ich weiß –, dass zu Letzteren auch der Papst gehört. Und so lange er sich so verhält, wie er es derzeit tut, habe ich nicht die Energie, den Willen und das Gewissen, ihn zu verteidigen.

Ich hoffe und bete, dass ich mit alldem falsch liege und ich in ein paar Wochen Abbitte leisten muss. Ich schreibe diesen offenen Brief auch nicht, um den Papst anzuklagen (obwohl sich die eine oder andere Stelle so lesen mag), sondern um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, deutlich zu machen, wo ich stehe, was mich umtreibt und wie Sie meine Beiträge in Zukunft interpretieren können. Vielleicht wird sich der eine oder andere abwenden, wenn der PAPSTTREUE sich plötzlich als nicht mehr ganz so papsttreu erweist. Vor der Papsttreue (den Begriff habe ich zu Beginn meiner Bloggerei als Antwort auf die immer wieder erhobene Kritik an Papst Benedikt XVI. gewählt) kommt aber die Kirchentreue, die mit der Treue zu Christus einhergeht. Ihm treu zu sein erweist sich oft als schwierig – ich bin alles andere als ein Heiliger. Aber trotzdem gilt ihm meine Liebe und meine Loyalität, nicht einer menschlichen Person, die ihn vertreten soll.

Beten wir gemeinsam für die Kirche, für den Papst, für die Priester, in diesen Tagen vor allem für die Opfer der Täter-Priester, aber auch für uns, dass der Heilige Geist uns alle durch diese Stürme näher zu Christus führen wird.

Gottes Segen für Sie und für uns alle,

Ihr Felix Honekamp

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Heiliger Augustinus, bitte am Thron Gottes für die Kirche! – 28. August

Augustinus von Hippo
Bischof und Kirchenlehrer
(13. November 354 – 28. August 430)

Gebet von Papst Johannes Paul II.

O großer Augustinus, unser Vater und Lehrer,
der du die lichtreichen Wege Gottes kennst
und auch die gewundenen Wege der Menschen,
wir staunen über die Wunder,
die die göttliche Gnade
in dir gewirkt hat.
Sie machte aus dir einen leidenschaftlichen Zeugen
der Wahrheit und des Guten im Dienst am Nächsten.

Lehre uns am Beginn dieses neuen Jahrtausends,
das vom Kreuz Christi gezeichnet ist,
die Geschichte im Licht
der göttlichen Vorsehung zu verstehen,
die alle Ereignisse zur letzten Begegnung mit dem Vater führt.
Führe uns hin zu Zielen des Friedens.
Nähre in unseren Herzen
deine Sehnsucht nach jenen Werten,
auf die mit der Kraft, die von Gott kommt,
der „Staat“ gebaut werden kann, der dem Menschen entspricht.

Die tiefgründige Lehre, die du in liebevollem und geduldigem Studium
aus den immer lebendigen Quellen
der Heiligen Schrift geschöpft hast,
möge heute alle erleuchten,
die von entfremdendem Blendwerk versucht werden.
Erwirke ihnen den Mut,
den Weg zu gehen zu jenem »inneren Menschen«,
in dem ihn Derjenige erwartet,
der allein unserem unruhigen Herzen
Frieden geben kann.

Viele unserer Zeitgenossen
scheinen die Hoffnung verloren zu haben,
unter den vielen gegensätzlichen Ideologien
die Wahrheit zu finden,
nach der sie dennoch in ihrem Innersten
eine quälende Sehnsucht bewahren.
Lehre sie, die Suche nie aufzugeben,
in der Gewißheit, daß schließlich ihre Mühe
durch die erfüllende Begegnung
mit jener höchsten Wahrheit belohnt wird,
die der Quell aller geschaffenen Wahrheit ist.

O heiliger Augustinus, vermittle auch
uns einen Funken jener glühenden Liebe
zur Kirche, der „Catholica“, der Mutter der Heiligen,
die alle Mühen deines langen Dienstes
unterstützt und beseelt hat.
Laß uns gemeinsam unter der Führung
der rechtmäßigen Hirten vorangehen
und zur Herrlichkeit des himmlischen Vaterhauses gelangen,
wo wir mit allen Seligen
in den neuen Gesang des nicht enden wollenden Halleluja
einstimmen können. Amen.

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Der Diktatorpapst – AKTUELL! – Buchempfehlung

Es handelt sich dabei um keinen Titel irgendeines mittelalterlichen Papstes. Der zweifelhaften Titel „Der Diktatorpast“ meint den regierende Papst Franziskus; und die aktuellen Informationen scheinen dies weiter zu verstärken. Selbst wenn kna bei DOMRADIO nur nebenbei von dieser Sache berichtet (https://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2018-08-26/frueherer-nuntius-den-usa-zum-fall-mccarrick), so wird der gestern veröffentlichte elfseitige Brief, den Erzbischof Carlo Maria Viganò den Medien übergab, zunächst über andere Berichterstatter schnell bekannt.

So schreibt kat.net:
„Der frühere Nuntius schreibt in seinem ungewöhnlichen Statement wörtlich: Papst ‚Franziskus missbraucht die Vollmacht, die Christus Petrus zur Stärkung seiner Brüder gegeben hat. Stattdessen hat er [Franziskus] seine Brüder durch sein Handeln gespalten, in den Irrtum geführt und die Wölfe dazu eingeladen, weiterhin Schafe aus der Herde Christi zu zerfleischen. In diesem für die Weltkirche extrem dramatischen Augenblick muss er seine Fehler anerkennen. Und um die von ihn verkündeten Null-Toleranz-Grundsätze einzuhalten, muss Papst Franziskus ein gutes Beispiel für die Kardinäle und Bischöfe sein, die die Missbrauchshandlungen von McCarrick vertuscht haben und mit ihnen zurücktreten.‘“ (http://kath.net/news/64873)

Und CNA schreibt:
„Erzbischof Viganò teilt in seiner Zeugenaussage mit, sein ‚Gewissen gebiete‘ ihm, die Wahrheit bekannt zu machen, da ‚die Korruption die Spitze der Hierarchie der Kirche erreicht hat‘. Zum Abschluss seiner Erklärung fordert er Papst Franziskus und all jene, die an der Vertuschung von Erzbischof McCarricks Missbrauch beteiligt waren, zum Rücktritt auf.“ (https://de.catholicnewsagency.com/story/ehemaliger-nuntius-erhebt-schwere-vorwurfe-gegen-papst-im-fall-mccarrick-3565)

CNA schreibt weiter:
Viganò behauptet weiter, dass die Ernennungen von Kardinal Cupich nach Chicago und Kardinal Joseph Tobin nach Newark ‚unter anderem von McCarrick eingefädelt wurden‚. Er sagte, dass keiner der Namen von der Nuntiatur vorgelegt wurde, deren Aufgabe traditionell darin besteht, der Kongregation für die Bischöfe eine Namensliste oder Terna vorzulegen. Er fügte hinzu, dass auch die Ernennung von Bischof Robert McElroy nach San Diego ‚von oben‘ eingefädelt und nicht durch den Nuntius vorgeschlagen worden sei.“

Wird der „Diktatorpast“ zurücktreten?

Vielleicht wird der Titel des „umstrittensten Buches über Papst Franziskus“ der wahrhaftige Titel über einen noch regierenden Papst sein. Die erste Auflage von „Der Diktatorpapst“ ist nach wenigen Wochen schon vergriffen. Der herausgebende Verlag RENOVAMEN wird die zweite Auflage am 18. September 2018 in den Versand bringen.

Laut dem Buch „Der Papst-Diktator“ hat Kardinal Jorge Mario Bergoglio, damals Erzbischof von Buenos Aires, bereits vor dem Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. über diesen überraschenden Schritt Bescheid gewußt. Damit, so die Behauptung, konnten er und die ihn unterstützende „Mafia von Sankt Gallen“ sich auf das Konklave vorbereiten und es dominieren.

Das Buch „The Dictator Pope“ erschien 2017, die italienische Ausgabe lautet „Il Papa dittatore“. Demnach musste konsequenterweise die deutsche Übersetzung den Titel tragen: „Der Diktatorpast“. Während die zuerst genannten Titel noch unter dem Pseudonym „Marcantonio Colonna“ erscheinen musste, konnte das druckfrische Buch in der deutschen Sprache auch den wirklichen Namen des Buchautors nennen: Henry Sire. Der Schriftsteller und Historiker Henry Sire, Mitglied des Malteser-Ritterordens, bevor man ihn nach seiner Enttarnung rauswarf, wurde 1949 in Barcelona in einer französisch-stämmigen Familie geboren wurde. Nach einem Studium an den besten Universitäten Englands wurde er Professor für moderne Geschichte.

Nach dem Erscheinen der Originalausgabe setze die entgeisterte Suche nach dem wahren Autor an. Ob sich die Vatikanische Diplomatie einschaltete kann nur vermutet werden. Als er enttarnt und sein Pseudonym aufgedeckt wurde, antwortete er auf die Frage, warum er das Buch geschrieben habe, er habe, da er in Rom lebte, die Kluft wahrgenommen, die zwischen dem Medien-Image des Papstes und der Realität liegt. Denn die Menschen im Vatikan kannten Franziskus ganz anders. Sire wollte, diese Menschen würden das dem Papst sagen, ebenso, was sie von ihm erwarteten. Natürlich wusste er auch, dass dies nicht geschehen werde. Ihm war es wichtig, die Menschen hinzuweisen und zu warnen. Bei einem künftigen Konklave solle nicht noch einmal derselbe Fehler gemacht werden, nämlich einen Kardinal zu wählen, den niemand kennt und der sich dann als ein ganz anderer herausstellt, als man erwartet hatte.

Beim Schreiben dieses Textes wurde der Rezensent auf eine Kritik des aktuellen Wim Wenders Films „Ein Mann seines Wortes“, ein Propagandafilm über Papst Franziskus, aufmerksam, den am 14. Juni 2018 Alexander Kissler im Magazin „Cicero“ veröffentlichte. Darin zerlegt er nicht nur den Regisseur Wenders, der eine einzige Lobeshymne auf Franziskus verfilmte, sondern er demontierte auch die vermeintliche Größe eines Papstes, der offenbar als Weltenretter in die Geschichte eingehen möchte. Als Resümee schreibt Kissler über den Film und Papst Franziskus sarkastisch: „Am Ende dieses Monologs für zwei Stimmen verabschiedet sich Bergoglio mit einem buddhistischen Gruß, und jemand singt ‚Nature gives us everything‘. Ein neues Kapitel der Offenbarung ist aufgeschlagen. Statt der Märtyrer lehren Braunbär, Berggorilla und Enzian den rechten Weg.“ Zwar ist Kisslers Essay keine Antwort auf den „Diktatorpast“, doch seine spitzen Analysen treffen den Kern.

Tatsächlich sind nicht das Buch und der Titel des Buches skandalös, vielmehr ist es die Tatsache, dass Papst Franziskus den Katholiken ständigen Anlass gibt, so über ihn zu denken. Und dieser Anlass besteht weiterhin, ja, er ist gerechtfertigt.

Als Beispiel hierfür sei eine in Deutschland weithin unbekannte neue Instruktionen angeführt, die den schönen Namen „Cor orans“ („Betendes Herz“) trägt und das Regelwerk zur praktischen Umsetzung der im Juni 2016 vom Papst veröffentlichten Apostolischen Konstitution „Vultum Dei quaerere“ beschreibt. Die jetzigen neuen Ausführungsbestimmung mit 289 Artikeln sind mit dem Tag ihrer Veröffentlichung am 15. Mai 2018 in Kraft getreten und geben den betroffenen Klöstern und Ordensfrauen gerade einmal ein Jahr (!) Zeit, sie umzusetzen. Vor allem aber werden Ordensfrauen kleiner und armer Klöster entmündigt. Wer vermag hier keine diktatorischen Tendenzen zu erkennen?

Kommen wir nach dieser Exkursion zurück zu Henry Sire’s Buch „Der Diktatorpapst“. Bereits die ersten Zeilen des Vorwortes sind aufsehenerregend und zeigen, wie unterschiedlich Papst Franziskus wahrgenommen wird:

Wenn Sie mit den Katholiken von Buenos Aires sprechen, dann wird man Ihnen von dem wunderbaren Wandel erzählen, den Jorge Mario Bergoglio durchgemacht habe. Ihr düster dreinblickender Erzbischof sei über Nacht zum lächelnden, fröhlichen Papst Franziskus geworden, einem Idol des Volkes, mit dem es sich vollen Herzens identifiziere. Sollten Sie sich dagegen mit irgendjemandem im Vatikan unterhalten, dann werden Sie von genau dem gegenteiligen Wunder hören. Sobald die öffentlichen Kameras ausgeschaltet sind, verwandle sich Papst Franziskus in eine ganz andere Gestalt: arrogant, geringschätzig zu den Menschen, verschwenderisch mit Schimpfwörtern und berüchtigt für seine wüsten Wutausbrüche, von denen jeder zu kosten bekommt, vom Kardinal bis hin zum Chauffeur.

Im ersten Kapitel geht es dann wiederum aufsehenerregend weiter, wenn über die „Sankt-Gallen-Mafia“ berichtet wird. Keinen geringeren Zeugen als den deutsche Autor und Vatikanexperten Paul Badde zieht „Marcantonio Colonna“ hier heran, als er aus dessen zuverlässigen Informationen zitiert, „wie drei Tage nach dem Begräbnis von Johannes Paul II. die Kardinäle Martini, Lehmann und Kasper aus Deutschland, Bačkis aus Litauen, van Luyn aus Holland, Danneels aus Brüssel und Murphy-O’Connor aus London ‚sich in der sogenannten Villa Nazareth in Rom trafen, dem Haus Kardinal Silvestrinis, der das Alter eines Stimmberechtigten überschritten hatte, um dort im Geheimen die Taktik zu besprechen, wie man die [sieben Jahre zuvor erfolgte] Wahl Joseph Ratzingers abwenden könne.‘

In sechs Kapiteln wird Jorge Bergoglio als Jesuitenpater, als Bischof wie als Papst beobachtet und von Zeugen beschrieben. Und immer wieder werden auch jene Fakten angesprochen, die ein guter und zum Gehorsam erzogener Katholik nicht allzu kritisch sieht und damit gerne übersieht. Denn gerade gläubige Katholiken, jene, die sich nicht dem deutschen Gremienkatholizismus zugehörig fühlen, erkennen immer deutlicher, dass sie der derzeitige Papst mehr und mehr in Besorgnis und Angst versetzt, manche fühlen sich gar verraten und wissen nicht mehr, was katholisch ist. Sie nehmen die entstandenen Verwirrungen ernst. Und sie wissen, dass sie nicht von Gott kommen, sondern ein Werk des ‚großen Verwirrers‘ ist, nämlich des Teufels.

Manche Informationen werden vor allem den eher traditionellen Katholiken bekannt sein. Es tut dem Buch aber keinen Abbruch. Jenen, die im katholischen und vatikanischen Tagesgeschäft nicht bewandert sind, werden bei der Lesung des Buches „Der Diktator-Papst“ die Augen aufgehen.

Offensichtlich hat sich in Deutschland keiner der großen Verlage getraut, das Buch von „Marcantonio Colonna“ herauszugeben. War es ihnen zu wenig Gewinnversprechend und wollten es sich nicht mit viel lukrativeren und Auflagenstarken Büchern mit den deutschen Kardinälen und Bischöfen verderben? Oder war ihnen sowohl der Titel als auch das Thema zu heiß? Umso dankbarer für die Erscheinung des Buches können die Leser dem kleinen und für kirchliche Themen eher unbekannten Verlag „RENOVAMEN“ sein.

Nicht dem „Diktatorpapst“, wohl aber dem Buch „Der Diktatorpast“ wünsche ich weite Verbreitung und viele Leser.

HIER das Buch bestellen!

Marcantonio Colonna / Henry Sire
Der Diktatorpapst
Ca. 260 Seiten; 16 Euro
Renomen Verlag 2018
ISBN 978-3956211348
https://renovamen-verlag.de/colonna-der-diktator-papst

 

 

 

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Diene nicht zwei Herren, dem Geist und dem Fleisch!

Wandelt im Geiste, dann werdet ihr die Gelüste des Fleisches nicht vollbringen.
Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist,
den Geist aber wider das Fleisch,
beide widerstreiten einander.
Ihr dürft also nicht alles tun, was ihr wollt.
Wenn ihr euch vom Geiste leiten lasset, so steht ihr nicht mehr unter dem Gesetz (weil ihr aus innerem Antrieb heraus den Willen Gottes erfüllt).

Bekannt sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinigkeit, Schamlosigkeit, Wollust, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Zank, Eifersucht, Zorn, Hader, Uneinigkeit, Spaltung, Neid, Totschlag, Völlerei, Schwelgerei und dergleichen. Was ich jetzt sage, habe ich schon oft gesagt: die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erlangen.

Die Früchte des Geistes aber sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Mäßigkeit, Enthaltsamkeit, Keuschheit. Gegen so Geartete richtet sich das Gesetz nicht. (Solche tun das Gute von selbst). Die aber Christus angehören, haben ihr Fleisch samt seinen Lastern und Begierden gekreuzigt.

Epistola (Gal. 5, 16-24)

Fratres: Spiritu ambulate, et desideria carnis non perficietis. Caro enim concupiscit adversus spiritum, spiritus autem adversus carnem: hæc enim sibi invicem adversantur, ut non quæcumque vultis, illa faciatis. Quod si spiritu ducimini, non estis sub lege. Manifesta sunt autem opera carnis, quæ sunt fornicatio, immunditia, impudicitia, luxuria, idolorum servitus, veneficia, inimicitiæ, contentiones, æmulationes, iræ, rixæ, dissentiones, sectæ, invidiæ, homicidia, ebrietates, comessationes, et his similia: quæ prædico vobis, sicut prædixi: quoniam, qui talia agunt, regnum Dei non consequentur. Fructus autem Spiritus est: caritas, gaudium, pax, patientia, benignitas, bonitas, longanimitas, mansuetudo, fides, modestia, continentia, castitas. Adversus hujusmodi non est lex. Qui autem sunt Christi, carnem suam crucifixerunt cum vitiis et concupiscentiis.

(Epistel am 14. Sonntag nach Pfingsten)

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