Über die Gottesliebe – Hl. Bernhard – 20. August

Die treue Seele aber sehnt sich verzehrend nach der Gegenwart und findet süße Ruhe im Gedenken, und bis sie würdig ist, mit enthülltem Antlitz Gottes Herrlichkeit zu schauen, rühmt sie sich der Schmach des Kreuzes.

So also gönnt sich die Braut und Taube Christi inzwischen Ruhe und schlummert inmitten der ererbten Güter.

Aus dem Andenken an den Überfluß deiner übergroßen Süße, Herr Jesus, hat sie schon jetzt die silbernen Schwingen erlangt; nämlich den strahlenden Glanz der Unschuld und Keuschheit, und sie hofft darüber hinaus, mit Freude erfüllt zu werden durch dein Angesicht, sobald auch die Federn ihres Rückens goldglänzend geworden sind, wenn sie, voll Freude eingeführt in die leuchtende Schar der Heiligen, in noch größerer Fülle mit dem Glanz der Weisheit erfüllt wird. Mit Recht also rühmt sie sich schon jetzt und sagt: „Seine Linke liegt unter meinem Haupt und seine Rechte umfängt mich.“ (Hld 2,6)

Dabei versteht sie unter der Linken die Erinnerung an jene Liebe, die größer ist als jede andere, da sie ihr Leben hingibt für ihre Freunde; die Rechte bedeutet die selige Schau, die der Herr seinen Freunden versprach, und die Freude über die Gegenwart seiner Majestät.

Mit Recht wird jene die Seele vergöttlichende Schau Gottes, jenes unermeßliche Entzücken über die göttliche Gegenwart als „die Rechte“ bezeichnet, da von ihr auch voll Freude gesungen wird: „Freude wohnt in deiner Rechten bis ans Ende der Zeiten.“ (Ps 15,11)

Mit Recht wird der Linken jene bewundernswürdige Liebe zugeschrieben, derer wir gedenken und immer gedenken sollen, weil die Braut sich auf sie stützt und in ihr ruht, bis das Unheil vorübergeht.

Mit Recht also ruht die Linke des Bräutigams unter dem Haupt der Braut; auf sie stützt sie, zurückgeneigt, ihr Haupt, das heißt, die Absichten ihres Geistes, damit sie sich nicht hinwendet und abfällt zu fleischlichem und irdischem Begehren. „Denn der vergängliche Leib beschwert die Seele; und das irdische Zelt belastet den um vieles besorgten Geist.“ (Weish 9,15)

Was sonst sollte die Betrachtung eines so großen und ungeschuldeten Erbarmens, einer so frei geschenkten und erprobten Liebe, einer so unverhofften Herablassung, einer so unbeweglichen Milde, einer so staunenerregenden Süßigkeit bewirken?

Was, sage ich, bewirken alle diese Dinge, wenn man sie sorgfältig erwägt, anderes, als daß sie den Geist des Betrachtenden, nachdem er ganz frei geworden ist von jeder verkehrten Liebe, in wunderbarer Weise zu sich hinreißen, heilig entflammen und ihn veranlassen, alles zu verachten, was nicht erstrebt werden kann ohne Verachtung der vorhergenannten Güter.

Kein Wunder, daß die Braut nun voll Freude und Eifer dahineilt im Duft dieser Salben, daß sie glühend liebt, daß sie, die sich so geliebt sieht, glaubt, selbst zu wenig zu lieben, auch wenn sie sich völlig der Liebe hingegeben hat. Und nicht zu Unrecht!

Was nämlich wird einer so großen und so kostbaren Liebe Großes vergolten, auch wenn das kleine Stäubchen all seine Kräfte sammelt, um widerzulieben? Sehen wir doch, daß jene göttliche Majestät, dem Stäubchen in der Liebe zuvorkommend, voll Aufmerksamkeit tätig ist für dessen Heil. Denn: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingabt.“ (Joh 3,16) Ohne Zweifel wird hier vom Vater gesprochen. Und ebenso heißt es: „Weil er sein Leben dem Tod preisgab.“ (Jes 53,12) Ohne Zweifel ist damit der Sohn gemeint.

Und er sagt vom Heiligen Geist: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“(Joh 14,26)

Gott also liebt, und er liebt aus seinem ganzen Sein, da die ganze Dreifaltigkeit liebt, wenn man von einem „Ganzen“ sprechen kann bei dem Unendlichen und Unfaßbaren oder jedenfalls bei dem Einfachen.

Wer dies betrachtet, erkennt, glaube ich, zur Genüge, weshalb Gott geliebt werden muß, das heißt, warum er geliebt zu werden verdient.

Im übrigen hat der Ungläubige, der den Sohn nicht hat, auch nicht den Vater und den Heiligen Geist. „Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat“ (Joh 5,23), und auch nicht den Heiligen Geist, den dieser sandte.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn er den, den er weniger kennt, auch weniger liebt.

Aber dennoch weißer sehr wohl, daß auch er sich dem ganz verdankt, von dem er weiß, daß er der Urheber seines ganzen Seins ist.

Was schulde nun erst ich, der ich meinen Gott nicht nur festhalte als den uneigennützigen Spender meines Lebens, den freigebigen Erhalter, den liebevollen Tröster, den besorgten Lenker, sondern darüber hinaus als den, der die Fülle der Erlösung schenkt, der mich ewig bewahrt, bereichert, verherrlicht, wie geschrieben steht: „Bei ihm ist Erlösung in Fülle“ (Ps 129,7) und wiederum: „Er ist ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt“ (Hebr 9,12)

Und von der Bewahrung heißt es: „Er verläßt seine Frommen nicht. In Ewigkeit wird er sie bewahren.“ (Ps 36,28) […]

(Bernhard von Clairvaux. Über die Gottesliebe,12-14, Innsbruck 1990)

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Christus umarmt vom Kreuz herab den hl. Bernhard
Francisco Ribalta (1565-1628)

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Wissen zum ABLASS

10 einfache Arten, einen Ablass zu gewinnen

Wer beichtet, der versöhnt sich mit Gott. Die Schuld der Sünden wird erlassen, die wir aufgrund unserer Sünden „verdienen“ – jedoch lehrt die Kirche weiter: nicht die zeitliche Strafe, die nur im Fegefeuer oder in diesem Leben durch Ablässe gesühnt werden kann.

Es gibt viele Arten und Weisen, Ablässe zu gewinnen und die Kirche hat festgelegt, dass diese Voraussetzungen bei allen erfüllt sein müssen:

– Die Absicht, nicht mehr zu sündigen – auch keine lässlichen Sünden mehr.
– Alle Sünden in der Beichte bekennen
– Die Heilige Kommunion empfangen
– In den Meinungen des Heiligen Vaters beten.

Zu diesen Voraussetzungen kommt noch das Werk des Ablasses. Hier sind zehn Werke, durch die man einen Ablass gewinnen kann:

1. – Primiz eines Neupriesters
Die Kirche gewährt dem Priester, der zum ersten Mal die Heilige Messe feiert und allen Gläubigen, die daran teilnehmen, einen vollkommenen Ablass.
2. – Bibel lesen
Wer eine halbe Stunde oder länger, mit Andacht und auf Art einer geistlichen Lesung die Heilige Schrift liest, gewinnt einen Teilablass.
3. – Heiligenverehrung
Gläubige, die am liturgischen Gedenktag eines Heiligen zu seiner Ehre ein Gebet aus dem römischen Messbuch beten oder ein anderes, von der zuständigen Autorität anerkanntes Gebet sprechen, erlangen einen Teilablass.
4. – Eucharistische Anbetung
Einen vollkommenen Ablass erhält man, wenn man mindestens eine halbe Stunde Jesus im Allerheiligsten Sakrament anbetet.
5. – Kreuzweg
Wer am Karfreitag den Kreuzweg geht und die vierzehn einzelnen Stationen betrachtet, gewinnt einen vollkommenen Ablass.
6. – Tantum Ergo
Den Gläubigen, die am Gründonnerstag nach der Messe In Coena Dominioder am Hochfest des Leibes und Blutes Christi (Fronleichnam) andächtig das Tantum Ergo beten oder singen, wird ein vollkommenen Ablass gewährt. Ein Grund mehr, einige lateinische Gesänge zu lernen.
7. – Veni Creator Spiritus
Wer diesen Hymnus andächtig betet oder singt, erlangt einen Teilablass. Der Ablass kann auch ein vollkommener sein, wenn der Hymnus am 1. Januar oder am Hochfest Pfingstfest gebetet wird.
8. – Erneuerung des Taufversprechens
Wer sein Taufversprechen in der Osternacht erneuert, erwirbt einen vollkommenen Ablass.
9. – Friedhofsbesuch
Von 1. bis 8. November: Jeden Tag kann ein vollkommener Ablass gewonnen werden, wenn man einen Friedhof besucht und dort für die Verstorbenen betet.
10. – Unsere Liebe Frau von den Engeln – Portiuncula
Wer in einer franziskanischen Kirche oder in der Pfarrei am 2. August, dem Fest Unserer Lieben Frau von den Engeln (Portiuncula), ein Vaterunser und das Glaubensbekenntnis betet, erlangt einen vollkommenen Ablass.

Quelle CNA

Siehe auch Video zum Ablass

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Schweigen – sich dem Herrn nicht wiedersetzen.

Schweigen ist eine schwierige, brennende und trockene Aufgabe, denn es bedeutet, seine Lippen und seine Zunge zu beherrschen.

Doch wir müssen uns immer tiefer in die innere Wahrheit flüchten, welche die Welt nutzbringend formen kann. Der Mensch muss still vor Gott stehen und Ihm sagen:

Herr, da Du mir Verstand und den Wunsch nach Vollendung gegeben hast, führe mich stetig zur vollkommenen Liebe. Mach, dass ich Dich immer mehr liebe, denn Du bist der weise Künstler, der von dem Zeitpunkt an kein Werk unvollendet lässt, da sich das Material Dir nicht länger widersetzt. Ich übergebe mich Dir ohne Worte, o Herr. Ich möchte weich und geschmeidig in Deinen Händen sein, wie der Ton in den Händen des geschickten und wohlwollenden Töpfers.

(Kardinal Robert Sarah. Kraft der Stille. 56)

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Der kurze Weg zur Vollkommenheit

„Nach den Worten Heiliger brauchen wir, um vollkommen zu sein, nichts weiter zu tun, als die gewöhnlichen Pflichten des Tages gut zu erfüllen. Ein kurzer Weg zur Vollkommenheit – kurz, nicht weil er leicht zu gehen, sondern weil er zweckdienlich und klar ist. – Es gibt keine kurzen, aber sichere Wege zur Vollkommenheit!

Ich glaube, diese Lehre ist von großem praktischem Nutzen für uns. Er ist leicht, von der Vollkommenheit verschwommene Vorstellungen zu haben, die oft genug dazu dienen, über sie zu reden, wenn wir ihr nicht nachstreben wollen. Sobald aber der Mensch ernstlich nach ihr verlangt und sie zu suchen beginnt, wird ihn nur das befriedigen, was erreichbar und klar vor ihm liegt und ihm eine Richtung weist, sie zu üben.

Wir müssen im Auge behalten, was unter Vollkommenheit zu verstehen ist. Sie bedeutet nicht etwas Außerordentliches, etwas Ungewöhnliches oder besonders Heldenhaftes – nicht alle haben Gelegenheit, Helden oder Märtyrer zu werden – Vollkommenheit bedeutet, was das Wort im gewöhnlichen Sinne besagt. Vollkommen heißen wir etwas, das fehlerlos, vollständig, dauerhaft und gesund ist – wir meinen das Gegenteil von unvollkommen. Da wir sehr gut wissen, was Unvollkommenheit im religiösen Leben bedeutet, zeigt uns der Gegensatz, was Vollkommenheit ist.

Der also ist vollkommen, der sein Tagewerk vollkommen vollbringt, mehr brauchen wir nicht zu tun, um nach Vollkommenheit zu streben. Wir brauchen über den Kreis der täglichen Pflichten nicht hinauszugehen. – Ich betone das, weil ich glaube, daß dadurch unsere Anschauungen vereinfacht und unsere Anstrengungen auf ein erreichbares Ziel eingestellt werden. Wenn du mich fragst, was du tun mußt, um vollkommen zu sein, so sage ich dir:

bleibe nicht im Bette liegen, wenn es Zeit ist, aufzustehen: die ersten Gedanken weihe Gott, mache einen andächtigen Besuch beim allerheiligsten Sakrament, bete fromm den Angelus, iß und trink zu Gottes Ehre, bete mit Sammlung den Rosenkranz, sei gesammelt, halte böse Gedanken fern, mache deine abendliche Betrachtung gut, erforsche täglich dein Gewissen, geh zur rechten Zeit zur Ruhe; und du bist bereits vollkommen.

(Sel. John Henry Kardinal Newman, 1801-1890)

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Sich vor Satan schützen!

„Erlöse uns von dem Bösen“, lehrt Jesus uns beten im Vaterunser. Selbst die größten Zweifler wissen: Das Böse existiert – sei es aus Erfahrungen im eigenen Leben, sei es aus der Berichterstattung vieler Medien oder der Geschichte der Menschheit. Wie schützen wir uns aber ganz konkret am besten davor?

Fünf sehr konkrete Tipps, wie man sich vor dem Bösen schützt, wurden am 30. Mai 2017 bei CNA- Deutsch veröffentlicht. Patti Armstrong vom „National Catholic Register“ hat sich beraten lassen und stellt die Ratschläge vor:

1. Erkenne und vermeide Sünden!
Die Werbung und andere weltliche Stimmen mögen manchmal damit kokettieren, aber Sünde ist kein Spaß und verdient keine positive Aufmerksamkeit. „Die übliche Arbeit des Teufels ist Sünde. Sünde führt zum Tod der Seelen“.

2. Verstehe: Der geistliche Kampf ist kein Kampf „auf Augenhöhe“!
Gerede über „Wertschätzung“ und Begegnungen „auf Augenhöhe“ ist im Ringen um Öffnung für Gottes Liebe wenig hilfreich. Denn dieser geistliche Kampf – den alle Christen führen müssen – gegen das Böse wird nicht zwischen gleich starken Mächten ausgefochten. „Die echte Macht ist Gott, der alles geschaffen hat“. Der Gott der Dreifaltigkeit, der uns so liebt, dass er „vom Himmel zu uns kam, um in uns zu wohnen. Er ist in jeder getauften Person und explodiert in uns durch die Heilige Eucharistie. Es gibt keinen Gott außer ihm“.

3. Gehe Beichten und lebe die Sakramente!
Die Beichte ist eine bessere Waffe im Kampf gegen den Teufel als der Exorzismus. „Das eine ist ein Sakrament, das andere ist ein Segen“. „Wenn die Schlange vor dem Beichtstuhl kürzer wird, dann wird der Teufel eifriger.“ „Das beste Mittel, um uns vor dem Bösen zu schützen ist durch die Sakramente, denn sie wurden von Jesus Christus eingesetzt und erfüllen uns mit der Gnade, uns zu schützen und Gott näher zu bringen“.

4. Sei Pro-Aktiv: Hilf Dir und den Deinen!
Viele Katholiken leben in einem sehr säkularen Umfeld, in dem es viele negative Einflüsse gibt. Jeder mündige Christ ist verantwortlich dafür, sich und seine Familie nicht diesen auszusetzen, sondern sein Zuhause und seine Lieben davor zu schützen. Einmal durch eine kluge Auswahl der Medien: Wer über den Glauben und die Kirche mehr aus weltlichen Medien erfährt als den eigentlichen Quellen, wird nicht wissen, was er wissen muss, um als mündiger Christ zu leben. – Und zum anderen durch das Gebet (etwa zum Erzengel Michael), die Fähigkeit zu Verzeihen und um Verzeihung zu bitten, „Danke“ und „Bitte“ zu sagen, sowie die Nutzung von Sakramentalien (etwa Skapulier, Weihwasser, Rosenkranz), und natürlich die Lektüre der Bibel und guter Medien.

5. Wenn Du Hilfe brauchst, geh zu einem guten Priester!
Es ist selbstverständlich, dass man für sich und seine Familie einen guten Arzt oder Steuerberater sucht. So braucht ein Katholik immer wieder mal einen guten Priester. „Wenn ein Priester betet und seinen Segen gibt, dann handelt er in der Person von Jesus Christus, was sehr machtvoll ist. Wenn der Priester betet sieht der Teufel Jesus Christus“.

Vgl. CNA-Deutsch

Hieronymus Bosch: Das jüngste Gericht

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Die Aufgabe der Mönche

Das zentrale Dogma unserer Religion ist die Eucharistie;
sie muß Mönche haben,
die sich der Anbetung weihen.
Christus lebt und ist in der Eucharistie gegenwärtig.
Braucht dieser unter uns lebende göttliche König
etwa keinen Hofstaat, der ihn anbetet?
Wir singen mit unserem ganzen Sein,
wir beten mit ganzem Herzen,
denn unser Gesang richtet sich an denjenigen,
den wir lieben.
Die Messe ist das größte Ereignis, das sich auf Erden vollziehen kann.
Und dann gibt es noch das Geheimnis der Kommunion:
Gott, die unendliche Liebe,
kommt und flößt mir sein eigenes Leben ein.
Da wir von den Gnadengaben der Kommunion leben,
wollen wir deren Wohltaten durch ein
freudig entsagungsvolles Leben
zusammen mit dem gekreuzigten Gott
über die ganze Menschheit ausgießen.

Dom Jean-Baptiste Chautard

Dom Jean-Baptiste Chautard (1858-1935) wurde mit 19 Jahren Mönch in der französischen Trappisten-Abtei Aiguebelle (Provence). Er gehörte 1898 zu den Wiederherstellern des in der französischen Revolution untergegangenen
Mutterklosters Citeaux (Burgund), von dem der Orden der Zisterzienser den Namen herleitet. Er wurde Abt des Klosters Sept-Fons (Auvergne), wo er eine große geistliche Ausstrahlung entfalten konnte, sowohl als Lehrer seiner Mönche, wie als Ratgeber vieler Menschen.

Bekannt und lesenswert ist auch und gerade heute wieder sein Buch „Innerlichkeit – Die Seele des Apostolates“. Dieser Klassiker der katholischen Spiritualität ermahnt dazu, daß jedes katholische Apostolat notwendigerweise ein intensives Gebetsleben zur Basis haben muß.

Im Jahr 1903 konnte der Abt Chautard durch ein Gespräch mit dem antiklerikalen französischen Politiker und späteren Premierminister Georges Clemenceau verhindern, daß die Trappisten aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Obiges Zitat stammt aus der historischen Unterredung, die den „Pfaffenfresser“ Clemenceau, der zuerst noch den Ordensstand verhöhnte, zu dem Ausspruch veranlaßte: „Ich verstehe nun, daß man stolz sein kann, Mönch zu sein, wenn man es aus tiefstem Herzen ist. Betrachten Sie mich als Ihren Freund!“

Papst Benedikt XVI. nannte bei seiner Pilgerfahrt nach Lourdes 2008 Dom Chautard „eine der schönen spirituellen Gestalten Frankreichs“ und empfahl die „Innerlichkeit“.

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