Fern von den angenehmen Früchten des Lebens

Aus der Lehre des Diadochus

Wer stets in seinem Herzen zu Hause ist,
weilt gänzlich fern von den angenehmen Früchten des Lebens.
Da er nämlich im Geist wandelt,
kann er die Begierden des Fleisches nicht kennen?
Ein solcher schreitet ja fürderhin
innerhalb der Festung der Tugenden umher
und hat eben diese Tugenden sozusagen als Torhüter.
Darum richten auch die Anschläge der Dämonen
bei ihm nunmehr nichts mehr aus.

Treffend sagte der Heilige,
daß die Anschläge der Feinde wirkungslos bleiben,
wenn wir irgendwo drunten in der Tiefe unseres Herzens weilen,
und umso mehr, als wir dort lange Zeit verbringen.

(Philokalie_4/Nikephoros)

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