Der Name Jesu steht über allem

Kreuz im Trappistenkloster Jacona, Mexico

„Es ist auch der polemischste Name aller Zeiten.
Die Liebe ist umstritten und Er ist die fleischgewordene Liebe.
Jesus sprach zu den Römern von Liebe und deshalb
wurde er getötet.
Er wurde von seinem eigenen Volk verraten und
von allen verlassen.
Meine Pflicht war es nicht nur, ihn auf der Leinwand darzustellen,
sondern im Einklang mit dem Evangelium zu leben,
jeden Tag, und ein Zeugnis
für die Wahrheit abzulegen.“

Jim Caviezel, Schauspieler,
der im Film „The Passion of the Christ“
Jesus darstellte

Quelle – CNA-Deutsch

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Eigenheit unserer Zeit – in Bezug auf Fleischessünden

(Die 5. von 6 Eigenheiten unserer Zeit –
von Bischof Georg Michael Wittmann, 1760-1833)

Zu unserer Zeit erscheint Ungestraftheit der Fleischessünden zwischen den unverheirateten Personen. Unser Erzbischof wollte dagegen eine Einschränkung einführen, wurde aber zurückgewiesen. – Ich protestiere aber feierlich und bekenne, dass ich die Staatskunst nicht verstehe. – Die Eltern können ihre erwachsenen Kinder nicht mehr bändigen, sie vermögen nicht mehr ihre Heirat zu ordnen, Ehen werden mit schlechter Wahl geschlossen, fallen unglücklich aus und die Kinder werden schlecht erzogen. Uneheliche Kinder werden verwahrlost: der uneheliche Vater nimmt sich ihrer nicht an und die uneheliche Mutter hat weder Willen noch Fähigkeit, sie zu erziehen. Unter den heidnischen Völkern, namentlich bei den Türken, gibt es eine sittsamere erwachsene Jugend; dort findet man keine unehelichen Kinder.

Die natürliche Vernunft hat Vielweiberei eingeführt und so gibt es keine ledigen Weibspersonen und die Bräute müssen dort gekauft werden. – Diese Völker strafen ihre Kinder öffentlich in den Kirchen und das fällt in die Augen. Bei dieser Ansicht unserer Zeit müssen wir Geistliche nicht nur in strenger Keuschheit, sondern auch mit Bußfertigkeit und Gebet dastehen, um für die Sünden des Volkes etwas abzutragen. Können wir etwas beitragen zur Besserung dieser Leute, so haben wir die strengste Pflicht dazu. – Die Vernunft hält nicht ab gegen den Strom dieses Verderbens, dafür aber Andacht. Nur Andacht, die aber bei unserer erwachsenen Jugend fehlt, hält uns bei den allgemeinen, oft ausstudierten Verführungen.

(Aus: Faszinierendes Priestertum, Georg Michael Wittmann: Vorerinnerungen über die Eigenheiten unserer Zeit. Patrimonium 2016)

Siehe dazu auch HIER

und HIER

 

Eigenheit unserer Zeit – in Bezug auf die Kleidung

(Die dritte von 6 Eigenheiten unserer Zeit –
von Georg Michael Wittmann, 1760-1833)

1. Ich rede hier nur von der bürgerlichen Kleidung. Bei der engen Kleidung stellt sich der Körperbau in seiner ganzen Gestalt dar. Die Griechen und Römer würden, wenn sie wieder aufstünden, über unsere Kleidung nicht genug erstaunen können. Die Goten und Lombarden hatten zwar keine talarische Kleidung, doch reichte sie bis über die Waden. Vor 60 Jahren wäre es unanständig gewesen, in kurzer Kleidung auf öffentlicher Straße zu erscheinen. Jetzt kommt man damit in die Kirche zur heiligen Kommunion. [Selig, der wacht und seine Kleider bewahrt, dass er nicht nackt wandle und man seine Schande sehe] (Offenb. XVI, 15). Türken, Perser, Chinesen fühlen das Schändliche an unserer Kleidung. In dieser dürften wir nicht vor ihnen erscheinen.

2. Auch der männliche Haarputz, wo alles durcheinander geht und die hinteren Haare empor gestrichen werden, ist eine Eigenheit unserer Zeit. Bei allen Nationen steckt das Gefühl in der Menschheit, dass die Engel mit Locken abgebildet werden. Ob Gottes Allgegenwart diese Sache länger ertragen werde, ist zu bezweifeln. Die Medizin aber möchte bitter werden!

(Aus: Faszinierendes Priestertum, Georg Michael Wittmann: Vorerinnerungen über die Eigenheiten unserer Zeit. Patrimonium 2016)

Siehe dazu auch HIER

und HIER

 

Eigenheit unserer Zeit – in Bezug auf die Bußübungen

(Die zweite von 6 Eigenheiten unserer Zeit –
von Georg Michael Wittmann, 1760-1833)

1. Ehemals hatten wir Klostergeistliche, die in ihrer ganzen Lebensart in strengen Bußübungen erscheinen mussten. Ihr ganzes Leben bestand in täglichem und nächtlichem Gebet, Fasten, Einsamkeit und Stillschweigen. Die Franziskaner und Kapuziner waren für das Volk lebendige Muster der Bußfertigkeit in ihrer rauen Kleidung, im Fasten und in strenger Armut. Solche erbauende Beispiele von Bußfertigkeit haben wir heute nicht mehr! Unter den Weltgeistlichen gibt es auch einige apostolische Priester, aber ihre Anzahl ist sehr gering.

2. Ehemals konnte man die heiligen Sakramente beliebig empfangen. Hier in Regensburg hatten wir 50 Beichtväter, jetzt sind ihrer zehn oder zwölf. Auf dem Land hat man keine Aushilfe mehr. Mancher Sünder wird angeregt, Buße zu tun; er meldet sich beim Geistlichen, der ihn auf ein anderes Mal vertröstet. Nun wird die Zeit der göttlichen Gnade versäumt, es entsteht Verstockung des Herzens und die Seele des Sünders ist verloren.

3. Das Fastengebot und nicht einmal das leichte Abstinenzgebot werden beobachtet. Noch vor 60 Jahren war das Fasten weit auffallender, die letzten 14 Tage vor Ostern aß man gar kein Fleisch, noch vor 20 Jahren wurde für die letzten Tage keine Dispens erteilt. Nach und nach kam es so weit herunter, wie es jetzt steht.

(Aus: Faszinierendes Priestertum, Georg Michael Wittmann: Vorerinnerungen über die Eigenheiten unserer Zeit. Patrimonium 2016)

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Georg Franz X. Schwager, Matthias Waldmann (Hrsg.)
Faszinierendes Priestertum.
Eine Sammlung geistlicher Werke des Bischofs Georg Michael Wittmann
352 Seiten; 19,80 Euro
Patrimonium-Verlag 2016
ISBN 978-3-86417-054-6                                                      B E S T E L L E N
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Eigenheit unserer Zeit – in Bezug auf das Gebet

(Die erste von 6 Eigenheiten unserer Zeit –
von Georg Michael Wittmann, 1760-1833.)

Das Gebet hat sich sehr vermindert:
1. Es sind viele Klöster eingegangen durch die Stürme der Zeit. In allen Klöstern ist viel gebetet worden, in den Klöstern waren viele Beichtväter und wohlgeordnete Prediger tätig. Es gab also auch unter dem Volk viel Andacht. Wir Weltgeistliche sollten die Lücke an Gebetseifer ausfüllen; ob wir aber diese Lücke ausfüllen oder noch mehr vergrößern, möge jeder einzeln beurteilen.

2. Man schämt sich des öffentlichen Gebetes. Selbst unter unseren Bürgern herrscht dieses falsche Schamgefühl. Bei öffentlichen Andachtsübungen sehen wir kaum die Hälfte von denen, die ehemals erschienen – und das sind meistens Arme. Bei Begräbnissen schämt man sich zu beten.

3. Das Abendbeten beim abendlichen Gebetläuten wird nicht mehr beobachtet. Das gemeinsame Beten in Städten und Dörfern war eine schöne Sache. Unseren Kindern auf der Gasse fällt es nicht ein, beim Zeichen der Glocke auch ein Zeichen des Gebetes zu geben, weil sie auch zu Hause nichts davon sehen und hören.

4. Kruzifixbilder werden aus den Wohnungen weggeräumt. Man schämt sich des Gekreuzigten, man sagt: „Es kommen verschiedene Herren zu mir. Wer weiß, was sie von mir dächten, wenn sie ein Kruzifix sähen!“

5. Das öffentliche, in Kirchen übliche Zusammenbeten, das Psallieren, Rosenkranzbeten, auch sogar Gebetbücher werden durch gelehrte Schriften, selbst von katholischen Geistlichen, verworfen. Ob dieses Abnehmen des Gebetes Früchte bringt und welche, das wird die Zeit lehren.

( Aus: Faszinierendes Priestertum, Georg Michael Wittmann: Vorerinnerungen über die Eigenheiten unserer Zeit. Patrimonium 2016)

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Georg Franz X. Schwager, Matthias Waldmann (Hrsg.)
Faszinierendes Priestertum.
Eine Sammlung geistlicher Werke des Bischofs Georg Michael Wittmann
352 Seiten; 19,80 Euro
Patrimonium-Verlag 2016
ISBN 978-3-86417-054-6                                                      B E S T E L L E N
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