Der verwüstete Weinberg

Ein kurzer Beitrag von Armin Schwibach bei kathnet beschreibt symbolisch das Drama um einen Papst, der noch zu seinen Lebzeiten erleben muss, wie sein Werk, sein Erbe, verwüstet wirb.

Armin Schwibach:
Der Weinberg Benedikts XVI. in Castel Gandolfo wurde dem Erdboden gleichgemacht.

19. April 2005: wer könnte die ersten Worte des Pontifikats Benedikts XVI. vor dem Segen „Urbi et Orbi“ auf der Benediktions-Loggia der Petersbasilika vergessen? „Nach einem großen Papst Johannes Paul II. haben die Herrn Kardinäle mich gewählt, einen einfachen und bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn. Mich tröstet die Tatsache, dass der Herr auch mit ungenügenden Werkzeugen zu arbeiten und zu wirken weiß…“.

Der Weinberg – ein Papst Benedikt XVI. besonders teures Bild aus dem Evangelium (vgl. Mt 20,1-16). Gerade aufgrund der ersten Worte des neuen Papstes hatte der italienische Bauernverband dann beschlossen, Benedikt XVI. einen Weinberg zu schenken. Dies geschah anlässlich des damaligen Welttages zur Bewahrung der Schöpfung. Die Reben wurden mit großer Sorgfalt ausgewählt.

Der zu Ehren Benedikts XVI. angelegte kleine Weinberg nahm etwa 1000 Quadratmeter ein. Er bestand aus den Rebsorten „Trebbiano“ (weiß) und „Cesanese di Affile“ (rot), einem sehr alten einheimischen Wein. „Ein wunderbarer Weinberg von nur wenigen Reihen, poetisch und symbolisch zugleich. In einer Ecke des Gartens, die Papst Benedikt XVI. sehr liebte, wo er während seiner Aufenthalte in der päpstlichen Villa von Castel Gandolfo an schwülen Sommerabenden auf der Suche nach frischer Luft gerne zwischen den Pflanzen spazieren ging und betete“, so die Vatikan-Journalistin der römischen Zeitung „Il Messaggero“, Franca Giansoldati.

Aber: gerade in diesen Wochen wurde jener Bereich des Gartens radikal verändert, Arbeiten, denen vor allem der Weinberg Benedikts XVI. zum Opfer fiel: er wurde verwüstet, die Pflanzen ausgerissen, der kleine Meditationsgarten wurde zerstört und dem Erdboden gleichgemacht.

Warum? Nun denn… Einige geben an, dass Platz für eine Straße genutzt werden soll, deren Bau angeblich unmittelbar bevorsteht. Die Entscheidung zu den Veränderungen wurde von der neuen Verwaltung der päpstlichen Villen getroffen, die den Auftrag zum Abriss eines der symbolträchtigsten Orte des Pontifikats Benedikts XVI. gab. Als der Bauernverband Benedikt XVI. sein Geschenk machte, wollte der Papst die Anlage an genau jener Stelle, parallel zur Marmorstatue des Guten Hirten, um die symbolische Bedeutung zu unterstreichen. Jetzt: halt „nichts mehr“.

„Die Verwüstung des Weinbergs“: so lautet der Titel eines Buches des deutschen Philosophen und Theologen Dietrich von Hildebrand (2.10.1889 Florenz +26.1.1977 New York) aus dem Jahr 1973. In diesem Werk setzt sich Hildebrand mit den „Irrtümern der Moderne“ auseinander und dabei auch mit dem Zustand des modernen Christentums, dies insbesondere mit dem Blick auf die nachkonziliare Glaubensverwüstung.

Nun hat diese Glaubensverwüstung in einer von besonderen und diabolischen Wirrungen durchzogenen Zeit ein weiteres symbolhaftes Bild bekommen.

http://kath.net/news/70382

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Aktueller denn je:

„Am liebsten würde ich jede Bischofskonferenz meiden.
Denn ich habe noch nie
eine Versammlung mit glücklichem Ausgang gesehen,
die die Probleme gelöst statt vermehrt hätte.“

(Hl. Gregor von Nazianz, Brief 130)

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„Sei Joseph“ – Männerwochenenden in Engelport

Unter dem Schutz-Mantel des Heiligen Joseph stehen ganz besonders die Familienväter und Männer. Das Institut Institut Christus König hält in Kloster Maria Engelport im Jahr 2020 zwei Termine bereit, zu denen Familienväter und Männer eingeladen sind.

Unter dem Schutz-Mantel des Heiligen Joseph werden sie eingeladen. Beide Wochenenden sollen eine besondere Zeit der Einkehr, der Stärkung im Glauben, des Austausches und des Bewusstwerdens der Aufgaben, die Gott für die Männer bestimmt hat, sein. Diese Tage werden in Form von Exerzitien mit Anbetung, Katechesen, hl. Messen, Vorträgen, Wanderungen, Wallfahrten und Arbeitseinsätzen gehalten. Selbstverständlich gibt es Möglichkeiten für Einzelgespräche oder Beichte.

Die Kanoniker des Institutes bieten an, dass die Ehemänner ggf. auch nur an einem einzigen Tag teilnehmen können. Oder, sie laden ihre Ehefrau in der Hotellerie des Klosters ein, wo sie einen schönen Aufenthalt mit viel freier Zeit haben könnte…

1. Termin:
20.-22. März 2020 mit Kreuzweg in den Weinbergen von Gau Bickelheim am Nachmittag des 21.März. Die Anreise ist bereits ab dem 19.03. für das feierliche Hochamt um 17.15 Uhr in Engelport möglich.

2. Termin:
23.-25. Oktober 2020 mit der Feier des Christkönigsfestes in Engelport.

Informieren Sie sich und schreiben Sie an:

gast@kloster-engelport.de

Kloster MARIA ENGELPORT

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KIRCHLICHE UMSCHAU für jede katholische Familie

Wir leben in Kirche und Welt in schwierigen Zeiten. Orientierungslosigkeit greift mehr und mehr um sich. Wo können sich Katholiken, katholische Familien, heute die so notwendige Orientierung bekommen.

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Seit 1998 ist die KIRCHLICHE UMSCHAU eine treue Chronistin der progressistischen Verwüstungen, die das katholische Leben verdorren lassen. Gläubige, die ihre Kirche lieben, stehen oft fassungslos vor immer neuen Hiobsbotschaften. Der Grundwasserspiegel von Glauben und Sittlichkeit sinkt immer mehr. Kardinäle stehen gegen Kardinäle (vielleicht sogar Papst gegen Papst), Bischöfe gegen Bischöfe. Priester, die gutwillig den katholischen Glauben verkünden wollen, werden immer weiter marginalisiert. Sie gehen einen Kreuzweg. Männer (und Frauen), die man als Modernisten betrachten muss, werden heute in die höchsten Positionen der Hierarchie befördert.

Die KIRCHLICHE UMSCHAU bietet sichere Wegweisung in einer verwirrten Zeit. Sie ist treu katholisch und vermittelt ebensolche Inhalte. Sie gehört in jedes katholische Haus. Anders als die allermeisten katholischen Print-Medien ist die KIRCHLICHE UMSCHAU nicht Kirchensteuerfinanziert.

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Hilarius von Poitiers – Ein Bischof, der sich nicht beugte – 14. Januar

Es gab eine Zeit wie heute, da ein Großteil der Kirchenmänner den Glauben verloren hatte. Sie glaubten katholisch zu sein und behaupteten dies auch von sich, doch in Wirklichkeit hingen sie schwerwiegenden theologischen Irrtümern nach. Ihr Glaube war dadurch fehlgeleitet und korrumpiert.

Gut zwei Jahrhunderte lang, vom 4.-7. Jahrhundert, hauste die arianische Häresie sowohl im Osten als auch im Westen. Entwickelt vom Mönch und Theologen Arius, behauptete diese Theorie, daß die göttliche Natur Jesu substantiell der des Vaters untergeordnet und daß das Wort Gottes nicht ewig und unerschaffen sei. Obwohl Arius exkommuniziert und seine Lehre verurteilt wurde, hielt sich diese Häresie hartnäckig und für lange Zeit, so daß sie während der Herrschaft von Kaiser Konstantius II. (337-361) sogar zur offiziellen Staatsreligion des Römischen Reiches wurde. „Die ganze Erde stöhnte, als sie mit Staunen feststellte, arianisch geworden zu sein“, schrieb der heilige Hieronymus. Der Irrtum wie die Sünde lassen immer stöhnen.

Irrtümer und Sünden finden sich heute überall, auch in der Kirche verstreut. Das erlaubt weder im natürlichen und noch weniger im geistlichen Leben Ruhe und Frieden. So wie damals die vollkommene Göttlichkeit Christi geleugnet wurde, so leugnet man heute, daß die Dreifaltigkeit der einzige, wahre Gott der gesamten Menschheit ist. Deshalb versucht man die Menschen nicht in der katholischen Kirche zu einen, sondern in einer utopischen Einheitsallianz der verschiedenen Religionen.

Am 13. Januar wird eines Heiligen und Kirchenlehrers gedacht, der zusammen mit einigen seiner Mitbrüder im Bischofsamt entscheidend dafür war, die Ordnung im theologischen Denken wiederherzustellen und zur Wahrheit zurückzufinden.

Der heiligen Hilarius von Poitiers (um 310-367), war ein Herold der unverkürzten Glaubenstradition. Sogar Papst Liberius schlug sich, um der politischen Macht des Kaisers zu gefallen, auf die Seite der Arianer. Das politische Ziel von Kaiser Konstantius II. war es, das Reich möglichst zu einen und ihm dadurch Stabilität zu verschaffen. Dazu wollte er die Christen, Rechtgläubige wie Häretiker unter dem Arianismus vereinen. Die größten Hindernisse dafür waren der heilige Athanasius im Osten und der heilige Hilarius im Westen. Der Bischof von Alexandria und der Bischof von Poitiers widersetzten sich dieser Fehlentwicklung. Sie taten es mit Sanftmut der Liebe und der Heiligkeit, das aber mit ganzer Kraft und Entschlossenheit.

Papst Benedikt XVI. sagte am 10. Oktober 2007 bei der Generalaudienz: „Einige der frühen Schriftsteller glauben, dass diese Wende gegen den Arianismus, die der Episkopat in Gallien vollzogen hat, großteils aufgrund der Festigkeit und der Umgänglichkeit des Bischofs von Poitiers erfolgt ist. Darin lag nämlich seine Begabung: die Festigkeit im Glauben mit der Umgänglichkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbinden.“

Dieser Europäer, Kirchenvater, war ein Defensor fidei von außergewöhnlichem Mut und uneingeschränkter Geradlinigkeit. Er weihte sein Leben, um den Glauben an die Gottheit Jesu Christi zu verteidigen und zu bewahren, des eingeborenen Sohnes Gottes, Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.

Dürftig sind die auf uns gekommenen Informationen zu seinem Leben, reichhaltig hingegen die überlieferten theologischen Werke, die er der Kirche und der Geschichte schenkte. Er stammte aus galloromanischem, heidnischem Adel, erhielt eine gründliche literarische Ausbildung, war verheiratet und hatte einen Sohn namens Abra. Seine Leidenschaft war das philosophische Ergründen, so entdeckte er auf seiner Suche das Christentum und bekehrte sich. Zwischen 353 und 354 wurde er zum Bischof von Poitiers berufen und nahm den heiligen Martin unter seinen Schutz, den späteren Bischof von Tours.

Unter seinen zahlreichen Schriften findet sich auch ein Kommentar zum Matthäusevangelium. 356 nahm er an der Synode von Beziers im heutigen Südfrankreich teil, der „Synode der falschen Apostel“, wie er sie selbst nannte, weil sie von arianerfreundlichen Bischöfen geleitet wurde, die vom Kaiser forderten, Bischof Hilarius ins Exil zu verbannen. Im Sommer desselben Jahres wurde er gezwungen, nach Phrygien in der heutigen Türkei zu gehen, das vom Arianismus beherrscht wurde. Dennoch gelang es ihm standzuhalten. Auch dort im Exil versuchte er die Einheit der Kirche auf der Grundlage des wahren Glaubens des Konzils von Nizäa (325) wiederaufzurichten.

Aus diesem Grund verfaßte er sein berühmtestes dogmatisches Werk: De Trinitate. 360/361 wieder in die Heimat zurückgekehrt, verbreitete sich sein Lehramt bald über die Grenzen Galliens hinaus im ganzen Reich. Der heilige Hilarius war ein Christ, der nicht vor den Mächtigen der Welt einen Kniefall machte, sondern vor dem Reich Gottes.

(Cristina Siccardi, Historikerin)

Quelle – katholisches.info

Hilaire de Poitiers – Reliquiar

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Über die Reue

Die vollkommene Reue ist ein Schmerz und Abscheu über die Sünden aus Liebe zu Gott, nämlich deswegen, weil Gott, das höchste, liebenswürdigste Gut, beleidigt worden ist. Die vollkommene Reue tilgt sofort die Sünden und versöhnt den Menschen mit Gott, auch außerhalb des Bußsakramentes, jedoch nicht ohne den in der vollkommenen Reue enthaltenen Vorsatz, zu beichten.

„Die unvollkommene Reue ist ein übernatürlicher Schmerz und Abscheu über die Sünden, der gewöhnlich aus der Betrachtung der Schändlichkeit der Sünde oder aus der Furcht vor der Hölle und anderen Strafen hervorgeht.“ (Katechismus von Pietro Kardinal Gasparri)

Das Konzil von Trient empfiehlt:
Der Christ sollte es sich zur Gewohnheit machen, den Akt der vollkommenen Reue oft zu erwecken. Vor allem dann, wenn er das Unglück hatte, eine Todsünde zu begehen. Dann soll er diese sogleich durch eine vollkommene Reue tilgen und nicht zu lange mit der Beichte warten. Auf diese Weise bleibt kein gutes Werk, das er verrichtet, ohne Frucht für die Ewigkeit, und er braucht vor einem plötzlichen Tod nicht zu erschrecken. Gar manche erlangen das ewige Heil nur, weil sie in vollkommener Reue aus diesem Leben scheiden, nämlich jene, die zu einer Zeit sterben, wo sie die Sakramente nicht empfangen können.

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Jesus, mein Gott,
über alles liebe ich Dich!
Jesus. Dir lebe ich.
Jesus. Dir sterbe ich.
Jesus. Dein bin ich
im Leben und im Tode. Amen.

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Fest der heiligen Familie Jesus, Maria und Joseph

Nachdem die Verehrung der heiligen Familie vor allem in Kanada weite Verbreitung und durch Leo XIII. liebevolle Förderung gefunden hatte, schrieb Benedikt XV. 1921 das Fest für die ganze Kirche vor. Es läßt uns etwas vom Geheimnis des verborgenen Lebens Jesu zu Nazareth empfinden und stellt zugleich unsren christlichen Familien das Musterbild der heiligen Familie von Nazareth vor Augen.

Introitus (Prov. 23, 24 u. 25)

Exsultat gaudio pater Justi, gaudeat Pater tuus et Mater tua, et exsultet quæ genuit te. (Ps. 83, 2-3) Quam dilecta tabernacula tua, Domine virtutum! concupiscit et deficit anima mea in atria Domini. – Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen. – …

In Freude jauchzt der Vater des Gerechten; Dein Vater freue Sich und Deine Mutter; es jauchze auf, die Dich gebar. (Ps. 83, 2-3) Wie lieb ist Deine Wohnung mir, o Herr der Himmelsheere! Verlangend nach dem Haus des Herrn verzehrt sich meine Seele. – Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – …

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