Abendgruß zum Herzen Jesu – (Herzjesu-Monat-Juni)

Den letzten Gruß der Abendstunde
send‘ ich zu Dir, o göttlich Herz!
In Deine heil’ge Liebeswunde,
senk‘ ich des Tages Freud‘ und Schmerz.

O Herz der Liebe, Dir vertraute
am Morgen ich des Tages Last,
und nicht umsonst ich auf Dich baute,
voll Huld Du mich gesegnet hast.

O habe Dank für Deine Güte,
die schützend mir zur Seite stand,
auch diese Nacht mich treu behüte
durch Deines heiligen Engels Hand.

O göttlich Herz, all meine Sünden
bereue ich aus Lieb‘ zu Dir;
o lasse mich Verzeihung finden;
schenk‘ Deine Lieb‘ aufs neue mir!

Herz Jesu, innig ich empfehle
auch alle meine Lieben Dir,
beschütze sie an Leib und Seele,
die Gutes je erwiesen mir.

In Deiner heiligen Herzenswunde
schlaf ich nun sanft und ruhig ein,
o laß sie in der letzten Stunde,
mir eine Himmelspforte sein!

+

 

Advertisements

Unwetter und WETTERSEGEN

Seit Wochen können wir an jedem Tag von schlimmen Unwettern hören und lesen. Ob Tornado, Stürme, Starkregen, Hagel, Überschwemmungen, vollgelaufene Keller, überspülte Straßen, zerschlagene und verwüstete Gärten und Felder, entsetzte Familien, die Teile ihres Hab und Gut verloren haben usw. – viele Menschen sind betroffen und im Fernsehen und im Internet kann es jeder hundertfach ansehen.

Wissen wir heute noch, dass es einen Wettersegen gibt?

Wo gibt es noch den Wettersegen?

Wo wird noch geglaubt, dass das Gebet zu unserem Herrn Jesus Christus mächtig ist und die Welt verändern kann, – selbst die Natur?

Der Wettersegen ist ein feierlicher Wunsch, dass Gott alles Unglück durch Unwetter von den Gläubigen abwenden möge und einen reichen Erntesegen ermögliche.

Einst bestand in vielen Diözesen die Vorschrift (es war also nicht nur ein Brauch!), in der Zeit zwischen Kreuzauffindung am 3. Mai, bis zu Kreuzerhöhung am 14.September, täglich nach der Hl. Messe (der Hauptmesse) den Wettersegen (Benedictio Tempestatis) zu erteilen.

Die Segensgebete werden vor den Stufen des Altares verrichtet. Der eigentliche Segen wird dann vom Altare aus nach Möglichkeit mit der Kreuzpartikel erteilt.

+

Der WETTERSEGEN

Von Blitz, Hagel und Ungewitter
erlöse uns, Herr Jesus Christus.
Zeige, Herr, uns Deine Huld.
Und schenke uns Dein Heil.
Herr, erhöre mein Gebet.
Und lass mein Rufen zu Dir kommen.
Der Herr sei mit euch.
Und mit deinem Geiste.

Lasset uns beten.
Wir bitten Dich, allmächtiger Gott,
verleihe uns auf die Fürbitte der heiligen Gottesmutter Maria,
der heiligen Engel, Patriarchen, Propheten, Apostel,
Märtyrer, Bekenner, Jungfrauen, Witwen und aller Deiner Heiligen
immer Deinen Schutz;
gib, dass Ruhe sei in den Lüften,
lass gegen Blitz und Ungewitter Dein Heil vom Himmel
über uns Unwürdige herabströmen,
und mach mit Deiner starken Hand
die dem Menschen
stets feindlichen Mächte der Luft zunichte.
Durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen

Lasset uns beten. Gott, Du vermagst
Selbst durch die Bewegungen der Luft alles, was Dir dient,
zur Verehrung Deiner Majestät zu führen;
gewähre uns in Deiner Barmherzigkeit
ruhiges und beständiges Wetter und halte die Schrecknisse der Lüfte von uns fern;
so mögest Du, vor dessen Zorn wir beben,
uns Deine Güte erfahren lassen.
Durch Christus unseren Herrn. Amen.

Der Name des Herrn sei gepriesen.
Von nun an bis in Ewigkeit,
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
Der Himmel und Erde erschaffen hat.

Wenn vorhanden, wird der folgende Segen mit einer Kreuzreliquie erteilt.

Der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters + und des Sohnes
und des Heiligen Geistes,
komme herab auf euch,
auf diesen Ort
und auf die Früchte der Erde
und verbleibe allezeit. Amen.

+

 

„Wer so etwas tut, hat den Tod verdient“ – Eine Buchempfehlung.

Wilhelm von Saint-Thierry – Kommentar zum Römerbrief
(Übersetzung und Kommentar von Klaus Berger & Christiane Nord)

Der ehemalige Heidelberger Exeget Klaus Berger nennt Wilhelm von Saint-Thierry’s Römer-Kommentar das umfangreichste und theologisch wichtigste Zeugnis der Paulus-Exegese des Mittelalters. Dabei sei Wilhelms „Methode nicht philologisch im Sinne der Exegese“; dafür aber „durchgehend meditativ“, also verwand mit dem Gebet. Somit ist diese Schrift des Abtes Wilhelm ausgesprochen nahe am wirklichen Leben angesiedelt.

Der spätere Abt der Benediktinerabtei Saint-Thierry (1075/1080-1148) lernte als Mönch der Benediktinerabtei Saint-Nicaise, in der er Mönch wurde, bei einem Aufenthalt in Clairvaux, wohin er sich zur Genesung nach einer Krankheit zurückzog, Abt Bernhard kennen, mit dem er geistlichen Gesprächen führte. Beide verband eine tiefe geistliche Freundschaft. Wilhelm regte Bernhard zur Abfassung der Apologia an, in der Bernhard die zisterziensischen Reformen gegenüber Cluny verteidigt und Missstände in Cluny anprangert. Die Apologia Bernhards, mit der er eine monastische Reform innerhalb der Cluniazensischen Kongregation (zu der auch St. Thierry gehörte) fördern wollte, ist Wilhelm, dem Abt von Saint-Thierry, gewidmet. Nach seiner Rückkehr nach Saint-Thierry bat Wilhelm den Zisterzienserabt Bernhard, ihm einen Übertritt nach Clairvaux zu ermöglichen. Doch Bernhard lehnte ab und ermahnte Wilhelm, er müsse seine Aufgaben als Abt von Saint-Thierry erfüllen. Erst im vorgerückten Alter (Wilhelm war etwa 60 Jahre) erlaubte ihm 1135 der Erzbischof von Reims, als Abt von Saint-Thierry zu resignieren und sich als einfacher Zisterziensermönch in die Zisterzienserabtei Signy in den französischen Ardennen zurückzuziehen. Wilhelm von Saint-Thierry starb 1148 in Signy, wo er auch begraben wurde. Er wird im Zisterzienserorden als Seliger verehrt.

Neben dem hier vorgestellten „Kommentar zum Römerbrief“ sei auf ein anderes wichtige Werk Wilhelms hingewiesen. Dabei handelt es sich um eine „Synthese des Denkens“ (Benedikt XVI.) Wilhelms von Saint-Thierry’s. Im Stile eines langen Briefes, – „Epistula aurea“ (Goldener Brief) – den er, ergriffen von einem vorangegangenen Besuch in deren Kloster, an die Kartäuser von Mont-Dieu schreibt, erläutert er den Weg des geistlichen Lebens, in dem er ihnen Ermutigung und Trost zuspricht.

Die oben ausgesprochene Behauptung, die Schrift des Abtes Wilhelm sei nahe am wirklichen Leben angesiedelt, soll an einem kurzen Beispiel gezeigt werden.

Es war vor zwei Jahren (man könnte heute aber auch andere Beispiele anfügen): Erzbischof Arrigo Miglio von Cagliari auf Sardinien verbietet einem Priester seiner Erzdiözese, Massimliano Pusceddu, zu predigen und jede damit zusammen hängende öffentliche Stellungnahme.

Was war geschehen? Don Massimliano Pusceddu hatte sich schuldig gemacht, in einer Predigt im Zusammenhang mit der vom Italienischen Parlament genehmigten „Homo-Ehe“ den Apostel Paulus zu zitieren. Dabei ging es dem Priester bei seiner Predigt alleine um die Bedeutung und die Schönheit der Familie. Dieser würde durch die Legalisierung der „Homo-Ehe“ Schaden zugefügt. Um dies zu untermauern zitierte er, damit die Widernatürlichkeit der Homosexualität aufgezeigt würde, den Apostel Paulus mit einem Wort aus dem Römerbrief: „Wer so etwas tut hat den Tod verdient“ (Röm 1, 32). Diese klare Ansage war dem vorgesetzten Erzbischof zu viel. Einvernehmlich mit den Angriffen der Medien (auch der deutschen), und dem Denken von Papst Franziskus und weiten Teilen der Kirche, also dem Mainstream, entband er den Priester von seinem Auftrag zu predigen und entzog ihm damit die Zuständigkeit für die Auslegung von Gottes Wort.

Dabei sprach der Priester aus Sardinien lediglich apostolische Worte aus, die schon Wilhelm von Thierry ganz im Sinne der Lehre der Kirche deutete.

Wilhelm von Saint-Thierry schreibt:

[Der Apostel (Paulus) in Röm 1,32]:

WER SO ETWAS TUT, HAT DEN TOD VERDIENT.

Wer es tut, sagt er, nicht: wer es getan hat. Denn wer es getan hat, aber damit aufhört und Buße tut, hat das Leben verdient. Es ist auffällig, dass die Hochmütigen in der ersten und der zweiten Phase derart bestraft werden, dass sie, wenn sie es bemerken würden, schon keinen Grund zum Hochmut mehr hätten. In der dritten Phase sind sie dann jedoch derart mit Dummheit geschlagen, dass sie umso hochmütiger werden, je weniger Grund zum Hochmut sie haben. Denn Dummheit und Hochmut sind unzertrennliche Schwestern [sorores individuae] – allerdings ist Dummheit leichter erträglich, wenn sie ohne Hochmut daher kommt. Hochmut aber gibt es niemals ohne Dummheit.

OBWOHL SIE EINE AHNUNG VON GOTTES GERECHTHEIT HATTEN, BEGRIFFEN SIE NICHT, DASS DIE, DIE SO ETWAS TUN, DEN TOD VERDIENT HABEN.

Sie hatten Zwar Augen, also konnten sie sehen. Aber das Licht ging ihnen nicht auf, daher begriffen sie nicht. Sie besaßen von Gott her einen natürlichen Verstand, aber weil sie sich so viel darauf einbildeten, dachten sie nicht daran, um die Hilfe der Gnade zu bitten. Deshalb konnten sie nicht einsehen, was sie unbedingt hätten einsehen müssen.

NICHT NUR DIE, DIE SO ETWAS TUN, SONDERN AUCH DIE, DIE ES BILLIGEN.

Wenn man das Tun eines Sünders billigt, heißt das, dass man über den Beweggrund für die Sünde genauso denkt wie er. Billigen heißt aber auch, die Sünde zu begünstigen, indem man schweigt, obwohl man doch dem anderen seine Schuld vor Augen führen könnte.

HIER BESTELLEN

Wilhelm von Saint-Thierry
Kommentar zum Römerbrief
(Übersetzung und Kommentar von Klaus Berger & Christiane Nord)
Patrimonium-Verlag 2012
ISBN: 978-3864170072
244 Seiten – 27,00 €

 

 

+

 

Ein dramatischer Brief – Die Piusbruderschaft vor ihrem Generalkapitel

Die Piusbruderschaft veröffentlichte am 13. Juni 2018, am Festtag des heiligen Antonius, den man auch den „Hammer der Häretiker“ bezeichnet, einen dramatischen Brief Pater Yves le Roux, des Regens des Priesterseminars St. Thomas Aquinas, USA. Der Brief ist zunächst an die eigenen Mitglieder gerichtet, aber auch allen, die der Piusbruderschaft anhangen, wie jenen, die sie bekämpfen, ins Stammbuch geschrieben. Die weltweite Gemeinschaft FSSPX (SSPX) steht am Vorabend ihres Generalkapitels, bei dem wichtige Entscheidungen getroffen werden, nicht zuletzt jene der Wahl eines neuen Generaloberen.

Nach der Überschrift „Ein Wendepunkt“ heißt es weiter:

Die Erinnerung an unseren menschlichen Zustand ist unbedingt notwendig, da es den Menschen seit der Erbsünde ständig zur Maßlosigkeit hinzieht. Wenngleich die unendliche Natur Gottes ihm ein unermessliches Sein ermöglicht, kann der Mensch, ein endliches Geschöpf, das Maß nicht überschreiten, ohne von seiner eigenen Natur abzuweichen.

Diese Abweichung kann man besonders in Krisenzeiten bemerken, wenn Orientierungspunkte verschwimmen und Grundfesten wanken. Blind und orientierungslos durch den Wirbel des ihn umgebenden Irrtums wird der Mensch nach und nach dazu gebracht, dass sein Urteil und Handeln nur noch auf diese Krise reagiert. Da jedoch die Krise nur die Verneinung und Zerstörung der Ordnung ist, kann sie keine Basis für eine richtige Beurteilung und Handlung darstellen. Zuerst muss zur Ordnung zurückgekehrt werden. Diese Rückkehr wird noch pressanter, wenn die Krise nicht nur das einzelne Individuum zerbricht, sondern die eigentlichen Grundfesten einer Gesellschaft in Frage stellt.

Die Kirchengeschichte zeigt, dass alle religiösen Orden aus der Krise geboren wurden. Die Krise kann aber nicht das Wesen des geweihten Lebens ausmachen: Sie ist lediglich der Anlass der Vorsehung für sein Erblühen. Das Wesen eines Ordens ist natürlich von ganz anderer Natur. Denn, wie der Orden des heiligen Dominik sich nicht nur über seinen Kampf gegen die Häresie der Kartharer definieren lässt, kann auch die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht auf ihren notwendigen Kampf gegen die Irrtümer dieser Zeit reduziert werden. Wenn die Krise unglücklicherweise der einzige Grund für die Existenz der Priesterbruderschaft St. Pius X. wäre, würde sie binnen kurzem verschwinden, ohne durch die Heiligkeit der Priester für die Errichtung des Königreichs Christi gearbeitet zu haben. Dies ist wahrhaftig das Wesen der Existenz dieser Priesterbruderschaft: die Selbstaufopferung ihrer Priester zur Ehre Gottes, des Vaters, auf dem Altar der heiligen Messe. Regnavit al ligno Deus, „Gott herrscht vom Holze herab“ wie das Vexilla Regisbekräftigt.

Je mehr sich die Krise der Kirche verschärft, je mehr ihre lehrmäßigen Grundlagen erschüttert werden, je mehr Satan sich bemüht, die Menschen durch ehemals unvorstellbare Brüche in der Kirche zu desorientieren, um so mehr muss die Priesterbruderschaft St. Pius X. ihrer Berufung treu bleiben, die sie von ihrem Gründer, Msgr. Lefebvre erhalten hat: die Heiligkeit des Priesters, dem Mann der Messe, und damit Golgatha zu behüten. Es wäre ein schwerwiegender und katastrophaler Irrtum, zu behaupten, dass die Urteile und Handlungen der Priesterbruderschaft St. Pius X., da sie ja selbst in der progressiven Krise entstanden ist, sich nach den Entwicklungen dieser Krise zu richten hätte.

Nach der Panikwelle zu urteilen, die manche unter uns während der letzten Monate ergriffen hat, scheinen einige von uns am Vorabend des bevorstehenden Wahlkapitels unserer Ordensgemeinschaft unser Verständnis von Vernunft und Gleichgewicht verloren zu haben. Jeder lässt seine Meinung verlauten, pocht darauf, was getan werden „muss“, prognostiziert, kritisiert alles und bricht in lautes Geschrei aus. Wäre es nicht an der Zeit, wieder ein wenig zum gesunden Verstand zurückzukehren?

Solche Extreme tragen das satanische Zeichen des egalitären Revolutionsgeistes, durch den sich ein jeder als souveräne Autorität hinstellt. Diese Autoritätskrise ist in Wirklichkeit nichts anderes als die vehemente Ablehnung jeglicher Vaterschaft, und insbesondere der göttlichen Vaterschaft. Es ist auch die Leugnung der Natur des Menschen: als abhängiges Wesen, das Gott unterworfen ist.

Es ist wichtig, dass wir uns von diesem Missverhältnis nicht mitreißen lassen und in diesem Sturm auf unserem Kurs zu bleiben. Es genügt, sich der Realität zu stellen: In einer Zeit, in der die Kirche und die Welt eine tiefe und anhaltende Krise durchlaufen, ist unsere junge Ordensgemeinschaft noch keine fünfzig Jahre alt. Für einen Orden ist dies das Jugendalter; ein besonders anfälliges Alter, in dem Wachstum auf unausgewogene und unordentlich wirkende Weise stattfinden kann. Über gewisse Disharmonien müssen wir uns daher nicht wundern; wir sollten vielmehr danach streben, diese zu beheben. Und es gibt dafür kein anderes Mittel, als den Geist wiederzubeleben, der bei der Gründung des Werkes den Vorsitz führte.

Wenn die gegenwärtige Krise droht, uns in ihrem Wirbel zu verschlingen, ist es in der Tat notwendig, diese in geordneter Weise zu bekämpfen, indem man auf die Grundsätze zurückgreift und insbesondere die oberste Regel der Paternität anerkennt, die der Grundpfeiler jeder Gesellschaft ist. Durch das Leben als Söhne, die in der göttlichen Vaterschaft verwurzelt sind, werden wir alle – Priester und Gläubige, jeder an seinem Platz – für die Treue der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu ihrer Berufung arbeiten.

Beten wir für die Priester, dass sie an ihrem Platz bleiben mögen, im Gehorsam leben, ohne sich Zuständigkeiten anzumaßen, die sie nicht besitzen, insbesondere Pauschalurteile über alles zu fällen. Beten wir, dass sie vielmehr ein intensives priesterliches Leben entfalten, das Treue zu ihrem Gebetsleben, Entsagung und Einsatz für die Seelen umfasst.

Hoffen wir, dass die Gläubigen ihrerseits ihr Gebetsleben verstärken und dass sie es nicht versäumen, täglich für unser bevorstehendes Kapitel zu beten. Hoffen wir, dass sie auf die Botschaft Unserer Lieben Frau von Fatima in Bezug auf die notwendige Buße durch Treue zur Standespflicht hören. Beten wir, dass auch in ihnen ein Geist der Aufopferung ihren Priestern und Gemeinden gegenüber entsteht.

Ein Wahlkapitel in einer Ordensgemeinschaft ist ein wichtiger Moment. Hier wettet man nicht wie beim Pferderennen. Dieses Ereignis ist ein feierlicher Anlass für eine Ordensgemeinschaft, denn es ist ein besonderer Gnadenmoment, bei dem die Treue zu den Statuten erneuert werden muss. Es ermöglicht eine in Abhängigkeit von der Hierarchie größere Einheit der Mitglieder und eine Reorganisation in Vorbereitung auf neue Kämpfe.

Beten wir um die Gnade, das Missverhältnis, von dem wir gesprochen haben, zu verhüten, Verstöße und Beleidigungen zu vermeiden, vorschnelles Urteil über Absichten sowie Parteiungen zu vermeiden. Beten wir ganz einfach um die Gnade, unserer Regel treu zu bleiben.

Es geht um unseren entschlossenen Einsatz, damit das soziale Königtum Christi durch die Priesterherrschaft Christi errichtet wird.

Ihrem ständigen Wohlwollen, und besonders Ihrem Gebet, vertrauen wir unsere Priesterbruderschaft an, die wir aus kindlichem Herzen lieben, damit sie sich ganz dem Dienst des Königtums Christi in der Kirche, in der Welt und in den Familien widmen kann, und dass sie beschützt werde von ihrem Gründer, unserem Vater im Glauben, unserem verehrten Msgr. Lefebvre.

In Christo Sacerdote et Maria,
P. Yves le Roux, Regens,
Priesterseminar St. Thomas Aquinas, am Fest des Heiligsten Herzen Jesu, 7. Juni 2018.

Siehe fsspx.de

+

 

12 Verheißungen für die Verehrer des göttlichen Herzens Jesu – (Herz-Jesu-Monat-Juni)

Unser Herr Jesus Christus ist mehrere Male der hl. Margareta Maria Alacoque erschienen (von 1673 bis 1675). Während dieser Erscheinungen hat er Seinen Verehrern 12 Versprechen oder Verheißungen gegeben:

1. Alle werden mittels dieser liebenswürdigen Andacht alle für ihren Stand notwendige Hilfe finden.

2. Er wird ihren Familien den Frieden schenken. Er wird die getrennten Familien wieder vereinigen.

3. In ihrer Not wird er sie trösten.

4. Sie werden in diesem Herzen ihre Zuflucht im Leben, besonders aber in der Stunde des Todes finden. Wie süß ist das Sterben, nachdem man eine beständige Andacht zum Herzen dessen unterhalten hat, der uns richten wird. Die, welche dieses heilige Herz verehren, werden nie verloren gehen.

5. Über alle ihre Unternehmungen wird er Segnungen ausgießen. Er wird sie in allen ihren Arbeiten unterstützen.

6. Ich hoffe, dass dieses göttliche Herz eine überfließende und unerschöpfliche Quelle von Barmherzigkeit und Gnaden werde, um den gerechten Zorn Gottes für so viele Verbrechen zu besänftigen, Gott wird im Hinblick auf die Liebe, die er zu diesem heiligen Herzen trägt, den Sündern verzeihen. Das heilige Herz ist wie eine Feste und ein sicherer Zufluchtsort für alle armen Sünder, die sich dorthin flüchten wollen, um der göttlichen Gerechtigkeit zu entgehen. Das heilige Herz ist allmächtig, um Barmherzigkeit zu erlangen.

7. Er hat mir versprochen, die süße Salbung seiner brennenden Liebe über alle Gemeinden auszugießen, welche ihn verehren und sich unter seinen besonderen Schutz stellen werden: er wird die Züchtigungen seiner göttlichen Gerechtigkeit entfernen, um sie wieder eifrig zu machen, wenn sie lau geworden sein sollten.

8. Ich kenne keine andere Übung der Frömmigkeit, die imstande wäre, in kurzer Zeit eine Seele zur höchsten Vollkommenheit emporzuführen.

9. Mein göttlicher Erlöser gab mir zu verstehen, dass alle, welche am Heile der Seelen arbeiten, die Gabe haben werden, auch die verhärtetsten Herzen zu rühren; sie werden, falls sie nur selber eine zarte Andacht zu seinem heiligen Herzen pflegen, mit wunderbarem Erfolg arbeiten. Es genügt, das göttliche Herz bekannt zu machen und dann ihm die Sorge zu überlassen, die Herzen, die er sich vorbehalten hat, mit der Salbung seiner Gnade zu durchdringen: glücklich, wer zu dieser Zahl gehört!

10. Da er die Quelle allen Segens ist, so wird er diesen reichlich über alle Orte ausgießen, an denen das Bild dieses liebenswürdigen Herzens zur Liebe und Verehrung aufgestellt ist.

11. Er ließ mich viele Namen schauen, die darin (im heiligen Herzen) eingeschrieben waren wegen ihres Verlangens, seine Ehre zu fördern, darum wird er es nie gestatten, dass sie daraus getilgt werden. Er entdeckte mir Schätze von Liebe und Gnaden für die Personen, welche sich ihm weihen und hinopfern, damit sie ihm alle Ehre, Liebe und Verherrlichung verschaffen, die nur in ihrer Macht steht.

12. Unser Herr spricht: „Im Übermaß meiner Barmherzigkeit verspreche ich dir, dass meine allmächtige Liebe all denen, welche neun Monate nacheinander am ersten Freitag kommuni-zieren, die Gnade der endlichen Bußfertigkeit gewähren wird; sie werden nicht in meiner Ungnade, noch ohne Sakramentenempfang sterben und mein Herz wird für sie eine sichere Zuflucht in dieser Stunde sein.“

+

 

Gesucht: ein Ketzerhammer wie der hl. Antonius – 13. Juni

Vom heiligen Antonius von Padua, den Papst Pius XII. 1946 zum Kirchenlehrer ernannte:

„Zur Zeit des Elija riefen die Propheten des Baal und wurden nicht erhört. In unseren Zeiten aber rufen sie und finden Erhörung. Auf die höchste Stufe werden sie gestellt, damit sie umso tiefer fallen.

Früher hatten sie eine demütige Stimme, ein ärmliches Gewand, einen schlichten Körper, ein bleiches Antlitz und, allgemein bekannt, ein ausdauerndes Gebet.

Jetzt aber wettern sie mit Drohungen, schreiten sie mit Mantel und Mitra geschmückt einher, wandeln mit dicken Bäuchen, mit rotem Gesicht, schlafen fast ununterbrochen und beten nie. Käme doch, ja käme doch Elija, packte diese Baalspriester und tötete sie!“

„In unseren Tagen wird der wahre Josef, d.h. Jesus Chrisus, von geschäftstüchtigen Erzbischöfen, Bischöfen und den übrigen Würdenträgern der Kirche verschachert. Sie laufen hin und her, kaufen und verkaufen, verkaufen für Lügen die Wahrheit und unterdrücken das Recht durch Simonie.“

„In seiner Hand hält er eine heuchlerische Waage, weil er anders predigt als er lebt, anders handelt als er es nach außen zeigt. Er verkündigt die Armut, obwohl er habgierig ist. Er predigt die Ehelosigkeit, wenngleich er unkeusch ist. Er lehrt Fasten und Abstinenz, obwohl er gefräßig ist.“

(Vgl. S. Clasen OFM, Lehrer des Evangeliums, Werl 1954)

Heiliger Antonius von Lissabon (Padua)
* in Lissabon am 15. August 1195
† 13. Juni 1231 (Padua)

Antonius-Reliquie (Ex Cute S. Antonii Pad.) im Besitz der Italienischen Kongregation. Minoritenkirche Wien

+