Heiliger Bernhard von Clairvaux – 20. August

An den regierenden Papst schreibt Bernhard, der Abt von Clairvaux:

Du mußt Dir deshalb die größtmögliche Mühe geben, daß die Ungläubigen sich zum Glauben bekehren, die Bekehrten sich nicht abwenden, die Abgewendeten zur Umkehr gelangen, die Verirrten zur rechten Ordnung zurückkehren, die Verführten zur Wahrheit heimgerufen werden, die Verführer mit so durchschlagenden Gründen überzeugt werden, daß sie, falls möglich, sich bessern, falls nicht, ihre Autorität und Fähigkeit, andere zu verführen, verlieren.

Du sollst aber nicht einmal die ärgste Art der Unwissenden vernachlässigen, die Häretiker und Schismatiker, die zugleich Verführte und Verführer sind, reißend wie Hunde und durchtrieben wie Füchse. Sie seien Deiner Sorge am dringendsten
anvertraut: sie sollen gebessert werden, um nicht zugrunde zu gehen, zurückgebunden werden, um nicht weiter zu schaden.

[…] Aber die Heiden selbst, was wirst Du mir, sie betreffend, antworten?
Vielmehr, was erwidert Dir Deine Erwägung, wenn Du Dich bei ihr erkundigst? […]

Wir aber, welchen Grund hätten wir, nichts zu tun?
Mit welchem Vertrauen, welchem Gewissen bieten wir denen, die Christus nicht haben, ihn nicht einmal an?
Halten wir Gottes Wahrheit in Ungerechtigkeit nieder?
Und doch muß irgendwann die Fülle der Völcker erreicht werden.
Sollen wir zuwarten, bis der Glaube ihnen von selber zufällt?
Wer aber kommt durch Zufall zum Glauben?
Wie sollen sie glauben, wenn keiner verkündet?

[…] Ein Wort über die Häresie, die fast überall verborgen herumschleicht, bei einigen offen wütet und es eilig hat, allerorten öffentlich die Kleinen in der Kirche zu verschlingen. […]

Da ist eine weitere Unwissenheit, der es beinah gelungen ist, die Weisheit des Glaubens dumm zu machen. Wie hat dieses Gift beinah die ganze Catholica infizieren können? Wir, die in der Kirche, jeder für sich, das Unsrige suchen, wir sind neidisch aufeinander, fordern einander heraus und üben uns so im Haß, ermuntern uns, andern Unrecht zu tun, wappnen uns zu Fehden, ersinnen Finten, wüten in Verleumdungen, verfluchen einander, werden von Stärkeren unterdrückt und unterdrücken selber die Schwächeren.

Wahrlich: würdig und lobenswert beschäftige sich Deines Herzens Betrachtung mit einer solchen Pest von Torheit, die, die Menge der Gläubigen verseuchend, den Leib Christi selber angreift.

O Ehrgeiz, du Kreuz aller im Umkreis, wie kommt es nur, daß du alle quälend allen gefällst? Nichts martert grausamer, nichts beunruhigt lästiger, aber nichts treibt bei den elenden Sterblichen begehrenswertere Geschäfte. Treibt nicht der Ehrgeiz mehr als die Andacht zum Papstpalast hin? Widerhallt nicht den ganzen Tag lang dessen Stimme in Deinem Haus? Lassen nicht seine Gewinnforderungen den ganzen Apparat von Gesetzen und Kanones schwitzen, die ganze italienische Raublust mit unersättlicher Gier nach deren Beutestücken lechzen?

Was kann auf vergleichbare Weise Dein geistliches Tun nicht bloß hindern, sondern gänzlich zerstören?
Wie oft hat dieses ruhelose und beunruhigende Übel nicht Deine heilige und fruchtbare Betrachtung vereitelt?
Es ist gut, daß die Unterdrückten an Dich appellieren können, aber schlimm, wenn der Ehrgeiz mittels Deiner die Herrschaft über die Kirche an sich zu reißen versucht. Den ersteren entziehe Dich nicht, aber den zweiten gib nicht die geringste Zustimmung.
Daß diese gefördert, jene verachtet würden: welche Schmach!
Freilich bist Du beider Schuldner: den Unterdrückten hilf auf, aber die Ehrgeizigen treibe hinweg.

[…] Aus aller Welt appelliert man an Dich, das ist gewiß ein Zeugnis für die Einmaligkeit Deines Primats. Du aber wirst, wenn Du klug bist, Dich nicht am Primat, sondern an dessen Früchten erfreuen.

[..] Was wäre schöner, als daß die Unterdrückten durch Anrufung Deines Namens entkämen, die Verschlagenen aber keinen Unterschlupf bei Dir fänden?
Was hingegen verkehrter, dem Richtigen fremder, als daß der Schuldige juble, während der Erdulder vergeblich leidet?
Unmenschlich wäre es, wenn ein Mensch nicht zu Mitleid bewegte, den das zugefügte Unrecht und dazu noch die Mühsal der Reise, der Schaden der Unkosten mit Leid überhäuft hat, während Du Dich nicht über den empörtest, der von all diesem Unrecht teils der Erfinder, teils der Täter war.

Wach auf, Mann Gottes, angesichts solcher Dinge;
Dein Erbarmen und Deine Empörung sollen sich in Bewegung setzen;
jenes schuldest Du dem Verletzten, diese dem Verletzer.

(Bernhard von Clairvaux. (De consideratione ad Eugenium Papam) Was ein Papst erwägen muss.)

Bernardus: Abbas: Claravallis – Copyright 2009 Hill Museum & Manuscript Library. All rights reserved.

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Warum ein Schlussevangelium?

Manche wundern sich und fragen, warum die Messe im tridentinischen Ritus nicht nach dem Schlusssegen beendet ist, sondern darauf noch das sogenannte Schlussevangelium folgt.

Ursprünglich hatte das Schlussevangelium den Charakter eines Segens. Wenn der Anfang des Evangeliums feierlich gelesen wird, dann steht der Beginn stellvertretend für das Ganze.

Inhaltlich bildet das Schlussevangelium einen äußerst passenden Abschluss der heiligen Messe, denn es enthält eine wunderbare Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte des Messopfers und der wichtigsten Geheimnisse des Glaubens. Der hl. Apostel und Evangelist Johannes wird zu Recht mit dem Symbol des Adlers dargestellt, denn vom Adler sagt man, er könne mit bloßem Auge in die Sonne schauen. Tatsächlich gleicht der Beginn seines Evange­liums einem adlerhaften Blick in die ewige Sonne der Gottheit: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

In der Gesamtstruktur der heiligen Messe steht das Schlussevangelium parallel zum Stufengebet. Während dort die Bitte stand: „Sende aus Dein Licht und Deine Wahr­heit“, finden wir im Schlussevangelium gleichsam die Antwort, denn es spricht vom „wahren Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kommend in diese Welt“.

Von Johannes dem Täufer heißt es: „Es ward ein Mensch, gesandt von Gott.“ Er sollte dem Herrn vorangehen, um ihm den Weg zu bereiten: „Er kam zum Zeugnis, damit er Zeugnis gebe vom Licht, damit alle zum Glauben kämen durch ihn.“ Weil aber die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht (vgl. Joh 3, 19), musste Johannes dasselbe Schicksal erleiden wie vor ihm die alttestamentlichen Propheten (vgl. Mk 6, 17-29) und wie nach ihm Jesus, gefolgt von einer großen Schar von Blutzeugen.

Jesus „war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, und die Welt hat ihn nicht erkannt. Er kam in das Seine, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf. Die IHN aber aufnahmen: Ihnen gab er Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an SEINEN Namen glauben.

Zu den Worten: „Und das Wort ist Fleisch ge­worden und hat unter uns gewohnt“, beugt der Prie­ster anbetend das Knie. Wie das gött­liche Wort da­mals in Nazareth in den Schoß der Jungfrau Maria hin­abgestiegen ist, so ist Christus nun auf das Wort des Priesters hin auf den Altar herabgestiegen.

Wer in rechter Weise die heiligen Messe mitgefeiert hat und wem es gelungen ist, mit gläubigem Blick ein klein wenig den Schleier des Mysteriums zu lüften, wird ebenfalls sagen können: „Et vidimus gloriam eius … – Und wir haben SEINE Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ „Deo gratias!

INITIUM SANCTI EVANGELII SECUNDUM JOANNEM

Schlussevangelium (Jo. 1,1-14)

Zum einführenden Text vgl. alte-messe.de

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Zwölf neue Priester für die MISSA TRIDENTINA

Auch in Polen geht der Fortschritt, hin zur wahren Tradition der katholischen Kirche, immer weiter. Am Ende einer von „Una Voce Polonia“ durchgeführten Schulung für den tridentinischen Ritus im polnischen Lichem, waren zwölf weitere Priester in der Lage die Heilige Messe aller Zeiten zu zelebrieren.

Zum Abschluss dieser im Juli zum 5.mal veranstalteten Aus-und Fortbildung kam Erzbischof Msgr. Guido Pozzo, der Sekretär der Kommission Ecclesia Dei hinzu, um einen Vortrag zu halten (Die alte Liturgie der Kirche und die gegenwärtige Krise des Glaubens). Anschließend zelebrierte er ein Pontifikalamt, an dem mehr als 200 Menschen, darunter fast 50 Priester, teilnahmen.

Erzbischof Pozzo sagte:
„Die Krise der Kirche kann nur gelöst werden, wenn Gott an die erste Stelle gesetzt wird.“
„Die Liturgie in der außerordentlichen Form ist eines der Mittel, um die Hierarchie wieder herzustellen.“

ARS CELEBRANDI

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Die Franziskus-Phase in der Kirche

„Mit der Ankunft des ersten Jesuitenpapstes wird [die Kirche] von einem Individuum regiert und nicht von der Autorität der Schrift allein oder von ihren eigenen Diktaten der Tradition und der Schrift.“

Franziskus setzt sich ein für eine „Konversion des Papsttums und der ganzen Kirche“.

Papst Franziskus „bricht mit katholischen Traditionen wann immer er will.“

P. Thomas Rosica CSB
Quelle: kath.net

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Inge Thürkauf – Eurabia, eine Kolonie des Islam

Im April 2017 hielt Frau Inge Thürkauf in Pinkafeld im österreichischen Burgenland einen Vortrag mit dem Titel „Eurabia, eine Kolonie des Islam – Betrachtungen zu einem neuen Kontinent“, der großes Aufsehen erregte, – zumindest unter den Zuhörern und jenen, die die gedruckte Version des Vortrags gelesen haben. Damit setzt sie einen älteren Vortrag aktualisierend fort, der unter dem Titel „Kreuz und Halbmond – Der Zusammenprall zweier Kulturkreise“ erschienen ist.

Zwischenzeitlich ist der „Eurabia-Text“ verschiedentlich veröffentlicht worden. Nun soll er auch bei „tu domine“ erscheinen. Dankenswerterweise hat Frau Thürkauf dazu ihr Einverständnis gegeben. Am Ende dieses Postes gibt zusätzlich die Möglichkeit den ganzen Vortrag nachzuhören sowie ihn als PDF herunterzuladen.

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„Eurabia, eine Kolonie des Islam –
Betrachtungen zu einem neuen Kontinent“
von Inge M. Thürkauf

Wir stehen heute einer Entwicklung gegenüber, die wir bis vor wenigen Jahren lediglich in Nachrichten aus fernen Ländern wahrgenommen haben, denen wir jedoch nicht die Bedeutung gaben, die erforderlich gewesen wäre, um Zusammenhänge zu verstehen, die uns erst langsam deutlich werden. Viele wollen das, was täglich in unserem Land geschieht und uns mehr oder weniger offen berichtet wird, auch heute noch nicht wahrhaben und schotten sich ab. Daß es sich dabei um eine Umgestaltung oder zumindest um eine Veränderung Europas handeln könnte, kommt nur allmählich ins Bewußtsein der Menschen. Der Titel dieses Artikels: „Eurabia, eine Kolonie des Islam – Betrachtungen zu einem neuen Kontinent“, mag für manche provokant klingen, vielleicht sogar irreal. Wie viel Realität jedoch hinter dieser Formulierung steckt, wird uns bewußt, wenn wir das Zitat aus einer Rede des algerischen Staatspräsidenten (1965-1978) Houari Boumedienne aufmerksam lesen, die er 1974, also vor über 40 Jahren, vor der UNO-Generalversammlung gehalten hat: „Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Halbkugel verlassen, um in die nördliche einzudringen. Sicherlich nicht als Freunde. Denn sie werden kommen, um sie zu erobern. Und sie werden sie erobern, indem sie die nördliche Halbkugel mit ihren Kindern bevölkern. Der Leib unserer Frauen wird uns den Sieg bescheren“ (Oriana Fallaci, in: Der Spiegel 17/2004, S. 138).

Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß diese Worte auf dramatische Weise höchste Aktualität erhalten haben. Boumedienne war sich seiner Sache offenbar sicher. Warum sollte er auch nicht, kannte er doch die entsprechende Koransure, die da lautet: „Ihr (die Muslime) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“ Diese Sure 3, Vers 110 begründet den Führungsanspruch der Muslime bis in die heutige Zeit – seit 1400 Jahren.

Als im Herbst 2015 die Migrationsinvasion über uns hereinbrach, wurde die Prophezeiung Boumediennes handgreiflich wahr. Wie beim Feminismus, der New-Age-Bewegung und Gender Mainstreaming können wir auch bei der massenhaften Flutung Europas mit Menschen einer uns fremden Welt und einer uns befremdenden Religion, ein planvolles Vorgehen sehen, in dem Sinn, wie Jean-Claude Juncker es bereits 1999 verkündet hat: „Wir beschließen etwas, stellen es dann in den Raum und warten dann einige Zeit ab, ob etwas passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt, weil die meisten sowieso nicht wissen, was geschieht, dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt“ (Der Spiegel, 27. Dezember 1999).

Die Strategie des Westens – der geplante Austausch des alten Europa

Im Titel des Vortrags erscheint der Begriff Eurabia. Er wurde von der britischen Autorin Gisèle Littmann, sie schreibt unter ihrem Pseudonym Bat Ye’or, geprägt. Mit diesem Begriff wollte sie eine Vision beschreiben, wonach Europa in nicht allzu ferner Zukunft unter muslimischer Fremdherrschaft stehen werde, und daß dies eine unausweichliche Folge der Einwanderung muslimischer Menschen in die europäischen Staaten sei. Diese Überzeugung schöpfte sie aus ihrem Studium der Geschichte der Christen und Juden unter islamischer Herrschaft in der Zeit zwischen dem siebten und dem zwanzigsten Jahrhundert, die sie in ihrem Buch „Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam“ veröffentlicht hat. Das Resultat ihrer Analyse läßt den Rückschluß zu, daß eines Tages auch von einem Niedergang des westlichen Christentums unter dem Islam geschrieben werden könnte.

Es ist sicher nicht richtig, alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, aber es ist ebenso falsch, allen Muslimen Generalvertrauen entgegenzubringen, dies sollte gleich zu Beginn festgehalten werden.

Der erste Teil dieser Betrachtung soll die Strategie des Westens in Bezug auf die geplanten Umwälzungen in Europa beleuchten, in einem zweiten Teil werden die entsprechenden Pläne und Strategien der Muslime, bzw. der muslimischen Staaten behandelt.

Wir können uns fragen, wie es nach dem erfolgreichen Sieg gegen die Türken bei der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 und der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 zu einem solchen Desaster wie der Migranten-Tsunami im Jahre 2015 kommen konnte, welches sind die „Schritte“, um mit Jean-Claude Juncker zu sprechen, die zur heutigen Situation geführt haben? Gehen wir in der Geschichte etwas zurück.

Noch vor der kommunistischen Machtergreifung im Jahre 1917 schrieb Lenin, dass „das Ziel des Sozialismus nicht nur in der Abschaffung der gegenwärtigen Teilung der Menschheit in kleine Staaten und nationale Isolation besteht, sondern auch darin, die Nationen einander näherzubringen und sie zu verschmelzen.“ (W. I. Lenin, Polnoje sobranie sotschinenij {Vollständige Sammlung der Aufsätze}, fünfte Auflage, Moskau 1958–1965, Band 27, Seite 256, zit. nach: Robert Conquest in Ernte des Todes – Stalins Holocaust in der Ukraine 1929–1933, Verlag Langen Müller, München 1988). Wir werden sehen, daß dieses „Verschmelzen“ uns „Schritt für Schritt“ näher gebracht wurde.

Richard Coudenhove-Kalergi: Einen unzweideutigen Hinweis finden wir bei Richard Coudenhove-Kalergi, Initiator der 1922 gegründeten „Paneuropa-Union“, der unter anderem Albert-Einstein, Otto von Habsburg, Winston Churchill, Konrad Adenauer und Thomas Mann angehörten. Der Inhalt seines Programms sah eine nie dagewesene Einwanderung nach Europa vor, um, wie er sagte, Europa lenkbar zu machen. In seinem Buch „Praktischer Idealismus“, das 1925 erschien, veröffentlichte er den Plan für ein „Vereinigtes Europa“ – mit Englisch als offizieller Sprache – und für die kulturelle Eliminierung der Völker Europas durch die Förderung massenhafter, nicht weißer Zuwanderung, als Lösung des christlich-europäischen Problems! Er beschreibt darin mit großer Offenheit „den Menschen der fernen Zukunft“ (S. 22f.). Er „wird ein Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ (S. 27). Er nennt diesen neuen Menschen auch kurz den „planetaren Menschen“, der mit gewissen Eigenschaften behaftet sei, welche ihn für die Zwecke des künftigen Europas besonders qualifizierten: „Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit“ (R. N. Coudenhove-Kalergi: „Adel“, Verlag Der Neue Geist/Dr. Peter Reinhold, Leipzig 1922, S. 17).

Es besteht kein Zweifel, daß Coudenhove-Kalergi seine abwegigen Ideen nur mit Hilfe einflußreicher Freunde realisieren konnte. In seinen Lebenserinnerungen „Ein Leben für Europa“ (1966) schreibt er: „Anfang 1924 erhielten wir einen Anruf von Baron Louis Rothschild: Einer seiner Freunde, Max Warburg aus Hamburg, hatte mein Buch gelesen und wollte uns kennenlernen. Zu meinem großen Erstaunen bot mir Warburg spontan sechzigtausend Goldmark an, zur Ankurbelung der Bewegung während der drei ersten Jahre.“

Durch seine Kontakte zur Hochfinanz konnte Kalergi bald Medien und Staatsmänner zu seinen Verbündeten zählen. Die New York Times und der Herald Tribune flankierten seine Ideen, Politiker wie Churchill und Truman unterstützen ihn. Unverhohlen gesteht Kalergi, daß damals die europäischen Parlamente „gezwungen“ wurden, Paneuropa zu errichten. „Unter dem dreifachen Druck der europäischen Parlamente, der Vereinigten Staaten von Amerika und der öffentlichen Weltmeinung entschlossen sich noch im selben Jahr die Regierungen zum Handeln“ (Paneuropa 1922 bis 1966, Seite 79).

Barbara Coudenhove-Kalergi: Beinahe einhundert Jahre später, im Januar 2015, prophezeite seine Nichte, Barbara Coudenhove-Kalergi, „die neue Völkerwanderung“. Diese begann – wie wir als Zeitzeugen wissen – dann im September desselben Jahres mit dem Flüchtlings-Ansturm in Griechenland. Es war die Voraussage einer Invasion, die das Gesicht Europas für immer umformen wird. Der Bevölkerungsaustausch in Europa sei „unumkehrbar“, diktierte Barbara Coudenhove-Kalergi am 07. Januar 2015 dem „Standard“: „Europa“, so heißt es dort, „bekommt ein neues Gesicht, ob es den Alteingesessenen passt oder nicht. Wir leben in einer Ära der Völkerwanderung. Sie hat eben erst begonnen, und sie wird mit Sicherheit noch lange nicht zu Ende sein.“ Jakob Augstein doppelte am 5. Oktober desselben Jahres in seinem „Spiegel“ nach: „Die Kräfte der Demographie sind so radikal wie die der Migration. Darum wird sich Deutschland verändern. Und niemand kann das aufhalten. Es gibt kein Bleiberecht in der Vergangenheit.“

Germany must perish: Zwischen 1940–1945 erschienen Schriften, die sich mit Vernichtungsplänen gegen das deutsche Volk befassten, darunter wirtschaftlicher Ruin, Deportation und Sterilisation. Die eine Schrift erschien mit dem Titel „Germany must perish“ von Theodor N. Kaufmann und die andere mit dem Titel „What to do with Germany“ von Louis Nizer (im Internet kann der Text heruntergeladen werden). Der Dritte in diesem unheiligen Bunde war Prof. Dr. Earnest A. Hooton. Dieser empfahl die Geburtenrate der Deutschen zu reduzieren sowie die Einwanderung und Ansiedlung von Nicht-Deutschen, insbesondere von Männern zu fördern, vor allem aber rechtfertigte er die Ansiedlung von Millionen Ausländern, mit dem Ziel genetischer Vermischung durch negroide Umvolkung.

Die Visionen der Päpste: Auch die Kirche glaubte ihre multikulturellen Wünsche anmelden zu müssen, was ja in keiner Weise ihre Aufgabe ist, doch 1995 plädierte Johannes Paul II. für eine multikulturelle Gesellschaft: „Seine Wunschvorstellung sei“, so sagte er in einer sonntäglichen Ansprache, „die Integration der Völker, eine multikulturelle und multirassische Gesellschaft“, („DT“, 20.2.1995, Reuter APA). Selbst Papst Benedikt XVI. plädierte dafür, sich am Aufbau einer Neuen Weltordnung, die „auf gerechten ethnischen und wirtschaftlichen Beziehungen basiert“, zu beteiligen. Dazu noch ein Zitat aus dem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“, Interreligiöser Dialog Nr. 254, November 2013, des gegenwärtigen Pontifex: “Der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Koran stehen jeder Gewalt entgegen”

Thomas Barnett: 2004 veröffentlichte der US-Militärstratege im Pentagon, Thomas Barnett, zwei Bücher, in denen er die Pläne und Strategien der Globalisierer verrät und sie mit einer Deutlichkeit zur Sprache bringt, die keine Zweifel mehr zulassen. Zu diesen Plänen gehört der Austausch, manche sprechen von Umvolkung, der Europäer, besonders der Deutschen. Barnett ist Analyst des Pentagon und daher bestens vernetzt und einflussreich. Gesponsert und beauftragt wurde Thomas Barnett seit dem Jahr 2000 vom Finanzdienstleistungskonzern „Cantor Fitzgerald“. 2002 stellte er die geostrategischen Ergebnisse dem damaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor. Seine Pläne und Analysen hat er in mehreren Büchern zusammengefasst, die übrigens seit kurzem auch in Deutsch erschienen sind, obwohl Barnett verboten hat, Übersetzungen in irgendeiner Sprache herauszugeben. Die Herausgeber Michael Vogt und Monika Donner konnten Barnett offensichtlich zu einer Sinnesänderung bewegen, ihn sogar zu je einem Vorwort in beiden Büchern überreden.

Im Buch „The Pentagon´s new map“ (New York, 2004), auf Deutsch „Der Weg in die Weltdiktatur – Krieg & Frieden im 21. Jahrhundert – die Strategie des Pentagon“, herausgekommen bei Jan Karl Fischer-Versandbuchhandlung und Verlag in 63571 Gelnhausen/Roth, Herzbergstr. 5-7, erklärt Barnett, daß die Globalisierung „ein Zustand gegenseitig gesicherter Abhängigkeit“ sei, wobei Globalismus bei Barnett Amerikanismus bedeutet.

„Um seine Wirtschaft und Gesellschaft zu globalisieren, muss man in Kauf nehmen, dass fortan…die eigenen Traditionen in Vergessenheit geraten. Man wird in Kauf nehmen müssen, dass importierte Waren und Erzeugnisse den Inlandsmarkt überfluten und die eigenen Erzeuger in diesem Konkurrenzkampf sich entweder durchsetzen oder verschwinden werden“ (S. 122).

Im zweiten Buch, „Blueprint for action“ (New York, 2005), auf Deutsch „Drehbuch für den 3. Weltkrieg – Die zukünftige Neue Weltordnung“ träumt Barnett von der Wiederkunft einer biblischen Ideal-Rasse: „Wer sich gegen die Vermischung der Rassen sträubt, handelt unmoralisch und unzeitgemäß. Ich bin mir sicher, dass die ersten Menschen hellbrauner Farbe waren … War dies nicht auch Jesus Christus, als er auf Erden wandelte?“ (S. 282). Barnett hat sein Urteil über Europa längst gefällt: „Das Alte Europa ist – historisch gesehen – längst tot und kann nicht wiedererweckt werden“, meint er. Zudem müsse Europa jährlich 1,5 Millionen Immigranten aufnehmen, damit sich Europa nie wieder aus der Umarmung der Globalisierung werde befreien können. Wer dennoch „das Wiedererwecken einer früheren Gemeinschaft und vergangener Wertvorstellungen“ verfolge, sei in einem Atemzug zu nennen mit „radikal fundamentalistischen Islamisten wie Osama Bin Laden“. All jene feindlichen Kräfte „befürchten den Verlust ihrer Identitäten innerhalb einer gleichgeschalteten, urbanisierten, aufgespaltenen Masse, in der jeder seine Einzelinteressen vertritt“ (S. 280). Für Barnett sind die Kritiker von Zuwanderung und „Vermischung der Rassen und Kulturen Idioten, die sich der Erkenntnis verweigern, daß die ökonomische Logik immer als Sieger vom Platz gehen wird und nur sie die Menschen überzeugen kann.“ Diese ökonomische Logik bedarf aber der multikulturellen und multiethnischen Globalisierung, die jedoch durch inneren Widerstand aufgehalten werden könnte. Um diesen Widerstand gegen die Globalisierung zu verhindern, fordert er wortwörtlich „Kill them!“ (282).

George Soros: Im Mittelpunkt eines globalen Netzwerks, das sich der Förderung der Flüchtlingsströme widmet, steht der Multimilliardär George Soros. Er ist Teil der internationalen Eliten, die im Zuge einer neuen Weltordnung die totale Zerstörung der bisherigen Nationalstaaten, Völker und Gesellschaftsformen anstreben und dazu die völlige Durchmischung der Bevölkerung herbeiführen wollen. Auf einer seiner Interseiten stellte er am 29. September 2015 Forderungen an die EU, wie in Zukunft das Asyl-System zu funktionieren habe: „Als Erstes hat die EU in absehbarer Zeit eine Million Asylsucher pro Jahr zu akzeptieren…Sie muß 15 000 Euro pro Asylsucher in jedem der beiden ersten Jahre bereitstellen, um die Kosten für Unterbringung, Gesundheit und Schule abzudecken“ (Andreas von Rétyi, „George Soros“, Rottenburg 2016, S. 227).

UN: In dem erst jetzt bekannt gewordenen UN-Bericht „Replacement Migration“ (ST/ESA/SER A./206) der Bevölkerungsabteilung der UN (UN Population Division) aus dem Jahr 2001 wird die Öffnung Deutschlands für 11,4 Millionen Migranten gefordert, auch wenn das innerhalb Deutschlands zu sozialen Spannungen („rise to social tensions“) führen werde. Es geht – wie die Vereinten Nationen aus der Abteilung Bevölkerungsfragen verlauten lassen – „um eine Bestandserhaltungsmigration als Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen.“ Diesen Punkt hat vor allem der UN-Sonderberichterstatter für Migranten, Peter Sutherland, betont: „Die niedrigste Geburtenrate der Welt hat Deutschland, daher braucht das Land 1,5 Millionen Einwanderer pro Jahr, um über die nächsten 30 Jahre das Verhältnis zwischen Rentnern und arbeitender Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Ich werde die Regierungen darum bitten, zu kooperieren und anzuerkennen, dass Souveränität eine Illusion ist – dass Souveränität eine absolute Illusion ist, die wir hinter uns lassen müssen. Die Tage, als man sich hinter Grenzen und Zäunen verstecken konnte, sind lange vorbei“ (In einem Interview für das News Centre der UNO zur aktuellen Flüchtlingskrise am 2. 10. 2015).

Hier wird so getan, als ob es sich bei den Einwanderern um qualifizierte Arbeitskräfte handeln würde. Die Realität zeigt, daß dies nur zu einem kleinen Prozentsatz der Fall ist. Die Mehrheit ist ungelernt und wie es sich schon gezeigt hat, gar nicht lernwillig. – Über Jahrzehnte hinweg war man darauf bedacht, mit Hilfe von Verhütung und Abtreibung dafür zu sorgen, daß keine Europäer mehr geboren werden, jetzt soll die mangelnde Bevölkerung durch Migranten ersetzt werden. Daß es bei dieser Vermischung der Bevölkerung zu Widerständen und Auseinandersetzungen kommen wird, ist voraussehbar. Doch diese Kämpfe seien erforderlich, um Wirtschaftswachstum zu erzielen. Das alles diene den Interessen der Industrie, in diesem Fall der Asylindustrie.

Auch Jim Yong Kim, Präsident der zur UN gehörenden Weltbank, hat im Oktober 2015 verkündet, dass der »Bevölkerungsaustausch« in Europa ein »Motor des Wirtschaftswachstums« werde („engine of economic growth“), um mit allen Mitteln im Sinne der Weltwirtschaft den demographischen Wandel zu bekämpfen (Martin Greve in Welt N24 vom 28.2.2016).

Frans Timmermans, niederländischer Diplomat und seit 1. November 2014 Erster Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für „Bessere Rechtssetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechtecharta“, hat in einer Rede während des sogenannten „Grundrechte-Kolloquiums der EU“ (EU Fundamental Rights Colloqium) die Mitglieder des EU-Parlaments aufgefordert, ihre Anstrengungen zu verstärken, „monokulturelle Staaten auszuradieren“ und den Prozess der Umsetzung der „multikulturellen Diversität (Vielfalt)“ bei jeder einzelnen Nation weltweit zu beschleunigen.

Die Zukunft der Menschheit, so Timmermans, beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur. Europäische Kultur und europäisches Erbe seien lediglich soziale Konstrukte (ähnlich der Ideologie von Gender Mainstreaming, die Mann und Frau als soziales Konstrukt betrachtet. [Anm. d. A.] ). Die heutigen Konservativen, die ihre eigenen Traditionen wertschätzen und eine friedliche Zukunft für ihre eigenen Gemeinschaften wollen, berufen sich, laut Timmermans, auf eine „Vergangenheit, die nie existiert hat, deshalb wird eine solche Zukunft niemals eintreten.“ Europa sei immer schon ein Kontinent von Migranten gewesen und europäische Werte bedeuten, daß man multikulturelle Vielfalt zu akzeptieren habe, sonst stelle man den Frieden in Europa in Frage. Die Masseneinwanderung von muslimischen Männern nach Europa sei ein Mittel zu diesem Zweck. Kein Land solle der unvermeidlichen Vermischung entgehen, vielmehr sollen die Zuwanderer veranlasst werden, auch „die entferntesten Plätze des Planeten zu erreichen, um sicherzustellen, daß nirgends mehr homogene Gesellschaften bestehen bleiben“ (Siehe youtube.com: Monokulturelle Staaten ausradieren!“, 4.5.2016).

Timmermans ist einer der ersten unter den EU-Führern, der die Maske fallen lässt und seine Vorstellungen unzweideutig ausspricht. Was seine Ausführungen implizieren, dürfte danach jedem klar sein: die Existenz aller europäischen Völker steht auf dem Spiel!

Auch Nicolas Sarkozy, französischer Staatspräsident von 2007-2012, propagiert in einer ziemlich unverfrorenen Weise die Migration fremder Kulturen. In Palaiseau, einem Stadtteil von Paris, sagte er am 17. 12. 2008: „Das Ziel ist die Rassenvermischung. Die Herausforderung der Vermischung der verschiedenen Nationen ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Es ist keine Wahl, es ist eine Verpflichtung! Es ist zwingend! Wir können nicht anders, wir riskieren sonst Konfrontationen mit sehr großen Problemen…Wir werden uns alle zur selben Zeit verändern… Wenn das nicht vom Volk freiwillig getan wird, dann werden wir staatliche zwingende Maßnahmen anwenden!“ (Siehe youtube.com, Freimaurer Sarkozy: Bevölkerungskontrolle mittels Rassenvermischung, 26.11.2015).

Barbara Lerner-Spectre: Einen weiteren deutlichen Hinweis auf den Wandel in Europa erfahren wir von Frau Barbara Lerner-Spectre, in den USA geboren, 1967 nach Israel ausgewandert und 1999 nach Schweden emigriert, wo ihr Mann Rabbi der Stockholmer Synagoge wurde. Im Jahr 2000 schrieb sie im Auftrag der schwedischen Regierung die Gründungssatzung für „The European Institut for Jewish Studies in Sweden“, das sie seitdem führt. Bis 2011 bildete das Institut bereits über 200 Personen aus 35 Ländern in Führungspositionen aus für die Erneuerung der jüdischen Kultur in Europa. 2010 hat sie mit einer Offenheit auf die Strippenzieher im Hintergrund dieses Völkertauschs aufmerksam gemacht, die weltweit für Überraschung sorgte. Vor laufender Videokamera sprach sie von einem Wiederhochkommen des Antisemitismus, „weil“ – und dies ihre Begründung – „Europa…noch nicht gelernt habe, multikulturell zu sein…In Europa werden sich die monolithischen Gesellschaften des letzten Jahrhunderts nicht halten. Juden werden im Zentrum des Geschehens stehen. Es ist eine ungeheure Transformation, die Europa durchmachen muß. Sie (die Europäer) gehen jetzt in einen multikulturellen Zustand über, und man wird uns Juden unsere führende Rolle übelnehmen. Aber ohne diese führende Rolle und ohne diese Transformation wird Europa nicht überleben.“ Die Frage ist nun, wie die Dame mit der Tatsache umgeht, daß Muslime, die ja den größten Teil der multikulturellen Transformation ausmachen, daß gerade Muslime nicht allzu gut auf Juden zu sprechen sind?

Die genannten Beispiele machen es offensichtlich, daß die sogenannte Flüchtlingskrise nicht aus einem Schwächeanfall der deutschen Politik erfolgt, sondern aus der Kriegserklärung der globalistischen Elite an die europäischen Nationalstaaten.

Schweden: Die Auswirkungen dieser ungeheuren Transformation schildert die schwedische Dissidentin, Ingrid Carlquist:
– 1. Schweden registriert weltweit die höchste Zahl von polizeilich gemeldeten Vergewaltigungen pro Kopf der Bevölkerung außerhalb Schwarzafrikas.
– 2. In Schweden gibt es Hunderte von Zonen, in die sich kaum noch ein gebürtiger Schwede hineinwagt, und
– 3. auch in Schweden gibt es „Zeitungen die alle diese furchtbaren Tatsachen verschweigen.“

Es versteht sich von selbst, daß in deutschen Medien nichts von all dem berichtet wurde. Ebensowenig wie wir etwas von den bürgerkriegsähnlichen Randalen in Frankreich im März 2017 vernommen haben. Wir hörten auch nichts davon, wie Schweden mit seiner Einwanderungspolitik umgeht. Um die hohen Kosten für die Immigrantenmassen aufzubringen, muß der schwedische Staat wohl oder übel an anderen Stellen sparen. Die Zeitung „Aftonbladet“ meldet am 21. August 2014:
„15.000 alte Menschen in den Altersheimen laufen Gefahr zu verhungern. Und dies ist nur eine zurückhaltende Schätzung…Rund 15.000 Senioren in den Altersheimen leiden an so schwerer Unterernährung, daß sie Gefahr laufen, an Hunger sowie an durch Unterernährung bewirkten Krankheiten zu sterben.“

Befinden wir uns schon in George Orwells 1984, in dem die Rationen im Überflußministerium gekürzt, die Angriffskriege im Friedensministerium geplant, und die politischen Gefangenen im Liebesministerium gefoltert werden? Auf jeden Fall ist das nun eingetroffen, auf das hin die Globalisierer über Hundert Jahre gearbeitet haben.

Nach der Zerschlagung Libyens 2011 ergießt sich ein gewaltiger und stets anwachsender Strom Schwarzafrikaner über Europa. Die deutsche Bevölkerung wird berühmt mit ihrer Willkommenskultur. Auf die zum größten Teil muslimischen Einwanderer geben die für islamische Verhältnisse leichtbekleideten Frauen nur zu eindeutige Signale. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat nun im Rahmen seines inszenierten Rücktritts auch verraten, warum Frau Merkel im September 2015 die Grenzen geöffnet hat: Wir hätten es – so vertraute er in einem Interview dem Wochenmagazin „Der Stern“ an – ihrer Naivität und ihrem Übermut zu verdanken, daß wir nun in diese Sackgasse geraten seien. – Es sind also nicht Zwänge, Feinde Europas, es sind keine fremden Mächte, vor allem nicht die Finanzkartelle, die Deutschland in eine Situation des „Kontrollverlusts“ (Thorsten Schulte) gebracht haben, sondern Übermut und Naivität der verehrten deutschen Regierungschefin.

Der Missionsauftrag des Islam

Zu den Strategien des Westens wäre noch vieles zu sagen, aber kommen wir nun zur arabischen Gesellschaft und ihren Missionsauftrag, die ganze Welt mit dem Djihad zu überziehen, um das Haus des Islam einzurichten, das dann endlich in ein Haus des Friedens verwandelt werden wird.

Die Erfahrung aus zahlreichen Begegnungen und Gesprächen hat gezeigt, daß die meisten Zeitgenossen wenig bis gar keine Kenntnis haben vom Wesen des Islam. Dies soll keine Diskriminierung Andersdenkender sein, sondern die realistische Einschätzung einer Tatsache. Denken, Glauben und Handeln der Muslime sind Welten vom sowohl christlichen als auch humanistischen Denken, Glauben und Handeln entfernt. Vor allem muslimische Islamkritiker können dies bestätigen: z. B. der französisch-tunesische Schriftsteller Abdelwahab Meddeb. Er schreibt: „Dem Islam ist die gewalttätige Überzeugung in die Wiege gelegt“. Oder Zafer Senocak, ein in Deutschland lebender Schriftsteller türkischer Herkunft, kommt zum gleichen Ergebnis: „Der Terror kommt aus dem Herzen des Islams, er kommt direkt aus dem Koran.“ Auch der im April 2008 von Papst Benedikt getaufte Chefredakteur des Corriere della Sera, Magdi Allam, bezeichnet den Islam als eine Religion, die von Hass und Intoleranz charakterisiert ist. „Ich bin von einer Ideologie befreit worden, die Lüge und Gewalt legitimiert, Mord und Selbstmord hervorruft, so wie in blinder Unterwerfung unter einer Tyrannei steht. Mit meiner Hinwendung zum Christentum habe ich die „authentische Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit“ gefunden. Auch der aus dem Islam konvertierte Mark Gabriel konnte schwer mit der Gewalt und dem Hass leben, die ihm aus dem Koran entgegentraten. Im Christentum fand er die wahre Befreiung in der Liebe Jesu Christi.

Aggression im Islam: Eine interessante Analyse liefert uns der dänische Psychologe der Kopenhagener Kommunalverwaltung, Nicolai Sennels, der einige Jahre in einem Gefängnis in Kopenhagen gearbeitet hat. In einem Interview berichtet er über seine Arbeit mit jugendlichen kriminellen Muslimen und Nicht-Muslimen. Er machte dabei Erfahrungen, die für das Verständnis des Verhaltens von Muslimen wichtig sind. Seine Ergebnisse sind deshalb aufschlußreich, weil er nicht von einem christlichen, sondern von einem humanistischen Standpunkt aus argumentiert. Bei seiner Gefängnisarbeit mußte er erfahren, daß sieben von zehn Teenagern eines durchschnittlichen Gefängnisses einen muslimischen Hintergrund haben. Dabei unterschied er zwei Kategorien:
Muslime, die stark vom Islam geprägt sind, haben eine andere Sichtweise auf Aggressionen, Wut und drohendes Verhalten als die meisten Menschen in der westlichen Welt. Für den Menschen des christlichen Kulturraumes ist es ein beschämendes Zeichen von Schwäche, wenn er wütend wird. Generell, wenn Menschen zornig werden, haben wir die Tendenz, den Respekt vor ihnen zu verlieren. Sie verscherzen sich zumindest die Sympathien.

Völlig anders verhält es sich im islamischen Kulturkreis. Sennels konstatiert: „Während die meisten Nicht-Muslime beschämt über ihre Wutausbrüche reagieren und es ihnen hinterher leid tut, scheint keiner der muslimischen Patienten diese Haltung überhaupt nur verstehen zu können. Denn in der muslimischen Kultur erwartet man, daß man ein wütendes oder drohendes Verhalten zeigt, sofern man kritisiert oder auf einen Fehler aufmerksam gemacht wird. Wenn ein Muslim dabei nicht aggressiv reagiert, wird er von seiner Umgebung als schwach angesehen, und er verliert seinen sozialen Status.“ Es sei denn, er übt sich in Taqiyya, dann behält er äußerlich die Ruhe.

Kritik oder gar Witze über den Islam müssen mit Wut und Terrordrohungen beantwortet werden. Wir erinnern uns an die dänischen Karikaturen, die Mohammed mit einer Bombe in seinem Turban darstellte, um die Tatsache zu illustrieren, daß Mohammed Dutzende von Massakern durchgeführt und zum globalen gewaltsamen Dschihad gegen Nicht-Muslime aufgerufen hat. Die Reaktion der muslimischen Führer und ihrer Anhänger war exakt das, was die Zeichnungen aussagten: Sie antworteten mit Dschihad, drohten mit Völkermord, Terror, einem Boykott, Prozessen, und – was nicht unbedeutend ist – sie nahmen diesen „Skandal“ zum Anlaß, unsere demokratischen Systeme, unsere Gesetze über Rede- und Meinungsfreiheit in Frage zu stellen und anzugreifen, um sie letztlich auszuhebeln.

Für einen Muslim sind Wut und Aggression die eigentlichen Mittel, um seine Ehre zu verteidigen. Wenn ein praktizierender Christ an sich Probleme entdeckt, dann fragt er sich: was kann ich an meinem Leben ändern, damit es mir besser geht. Wenn er praktizierender Katholik ist, geht er zur Beichte und bemüht sich, sein Leben nach dem Evangelium zu richten, so gut es eben geht. Nicht so der Muslim. Wie kann es ihm besser gehen, wenn er Schwäche zeigt, etwas, von dem er schon seit seiner Kindheit gelernt hat, daß man es verbergen muß, um seine Ehre zu bewahren?

Taqiyya: Der zweite Punkt, der hier erwähnt werden muß, ist der oben angeführte Begriff „Taqiyya“. Er bedeutet Furcht, Vorsicht, Verschleierung und wird oft beschönigend „religiöse Verhüllung“ genannt, letztlich ist sie jedoch einfach „muslimische Täuschung der Ungläubigen“. Urheber des Konzeptes von Taqiyya ist Allah. In einem Gespräch mit Mohammed sagt Allah von sich selbst: „Du bist listig, aber ich bin der noch viel Listigere. Und ich führe irre, wen ich will.“ Im Koran wird Allah als der beste Listenschmied bezeichnet. Wenn also der islamische Gott schon Listen schmiedet, um wie viel legitimer ist es dann für die Gläubigen, dies zu tun. Ein Christ nimmt bei einem Gespräch an, die Aussage des Gesprächspartners sei so gemeint, wie er sie zum Ausdruck bringt, er sage die Wahrheit. Im arabisch-islamischen Raum ist dies nicht so, denn es gibt keine Notwendigkeit für einen Muslim, einem Ungläubigen gegenüber wahrhaftig zu sein. „Wer immer zu gegebener Zeit und an beliebigem Ort das Böse der Ungläubigen fürchtet, darf sich durch äußere Verstellung schützen.“ Um diese Aussage zu untermauern, wird der enge Gefährte Mohammeds, Abu Darda, zitiert: „Laßt uns ins Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen.“

Die Literatur über den Islam – die Scharia, die Hadithen und das Leben Mohammeds – hat in den letzten Jahren eine große Verbreitung gefunden. Sie gibt Antworten auf unsere Fragen nach diesem als Religion auftretendes politisches System. Wir sollten davon Gebrauch machen und uns informieren.

Der tausendjährige Beitrag der arabischen Kultur zur Entwicklung Europas

In den 1960er Jahren gab es in den USA eine Bewegung, die sich „Black-Muslim-Movement“ nannte. Mit dem Slogan „Revival of Islam“ („Erneuerung des Islam“) zogen islamische Studenten aus Afrika kommend und von den arabischen Ländern finanziert in die amerikanischen Universitäten. Eine Bekehrungskampagne begann, viele Moscheen entstanden landesweit, nicht wenige Afroamerikaner wurden Jünger Mohammeds. Sie vertraten eine absolute Überlegenheit der schwarzen Rasse gegenüber den Weißen. Die Bekehrung zum Islam war das Ziel dieser Bewegung, denn nur wenn die Vereinigten Staaten befreit werden, d. h. befreit vom Christentum, wird auch Europa und damit der ganze Westen, befreit werden, so lauteten die Parolen, und die Begründung wurde auch gleich mitgeliefert: „Die Unterlegenheit der weißen Rasse wird durch die Tatsache bewiesen, daß alle Errungenschaften der Menschheit ein Verdienst des Islam seien, angefangen bei den wissenschaftlichen Entdeckungen“ (Oriana Fallaci „Die Kraft der Vernunft“, Berlin, 2004, S. 141). Erinnert sei an die Behauptung des EU-Vize-Präsidenten Frans Timmermans: Europa beruft sich auf eine Vergangenheit, die nie existiert hat (St.A.Bote, 3/2018).

Star der Black-Muslim-Bewegung war ein Boxer, geboren als Cassius Clay. Mit seinem Übertritt zum Islam wurde er zu Muhammad Ali. Kaum jemand hat ihn ernst genommen, was sollte man von einem Boxer schon erwarten. Doch wie man sich täuschen kann. In einem Interview (1966) mit der italienischen Journalistin Oriana Fallaci wußte der muslimische Konvertit nicht nur, daß er der Größte und der Schönste sei, sondern vor allem daß Allah ein älterer Gott sei als Jahwe und Jesus (Fallaci, S.142).
Ein weiteres Interview von Oriana Fallaci, diesmal in Beirut (1972) mit dem Chef der Volksfront zur Befreiung Palästinas, George Habash, bestätigen die großmauligen Prahlereien des Boxers. „Unsere Revolution ist Teil der Weltrevolution. Sie beschränkt sich nicht auf die Wiedereroberung Palästinas. Man muß so ehrlich sein und zugeben, daß wir einen Krieg wie den in Vietnam anstreben. Daß wir noch ein Vietnam wollen. Und nicht nur im Namen Palästinas, sondern im Namen aller arabischen Länder. Die Palästinenser gehören zur arabischen Nation. Deshalb ist es unerlässlich, daß die gesamte arabische Nation in den Krieg gegen Amerika und gegen Europa eintritt und einen totalen Krieg gegen den Westen entfesselt. Und sie wird ihn entfesseln. Amerika und Europa sollen wissen, daß dies erst der Anfang des Anfangs ist. Daß das Beste noch kommt. Von nun an werden sie nicht mehr in Frieden leben…Schritt für Schritt vorrücken, Millimeter um Millimeter. Jahr für Jahr. Jahrzehnt um Jahrzehnt. Entschlossen, hartnäckig, geduldig. Das ist unsere Strategie. Eine Strategie allerdings, die wir ausweiten werden“ (Fallaci, S. 153). Damit ist nicht nur die Inszenierung von Kriegen und Katastrophen gemeint, Habashs Revolution hat auch eine sanfte Variante, die darin besteht, als Flüchtling politisches Asyl zu beantragen, sich mit schwangeren Frauen und unmündigen Jugendlichen in Schlauchbooten auf den Weg zu machen, und Millimeter um Millimeter, die Forderungen immer höher zu schrauben: Polygamie, Kinderehe, Beschneidung der Frau, Befreiung vom Schwimm- und Sexualunterricht etc.…sind Bereiche, die sich bereits ihren Platz in der Gesellschaft erstritten haben.

Wer steckt hinter dieser Strategie? Es ist heute kein Geheimnis mehr und vor allem keine Verschwörungstheorie, daß es „das Europa der Banker ist, die die Farce der Europäischen Union erfunden haben, das Europa der Päpste, die das Märchen von der Ökumene erfunden haben, der gewalttätigen Menschen, die die Lüge vom Pazifismus erfunden haben, der Heuchler, die den Betrug mit dem Humanitarismus erfunden haben. Das ist das Europa der ehr- und hirnlosen Staatschefs, der gewissenlosen Politiker ohne einen Funken Intelligenz, der würdelosen Intellektuellen ohne jeden Mut. Kurz und gut, das kranke Europa. Das Europa, das sich wie eine Dirne an die Sultane, Kalifen, Wesire und Landsknechte des neuen Osmanischen Reiches verkauft hat. Kurz und gut Eurabien“. (Fallaci, Seite 160 f).

Nun ist Eurabia auch der Name einer Zeitschrift, die 1975 von einem Komitee gegründet wurde, das sich aus verschiedenen Assoziationen in Frankreich, Deutschland und dem Mittleren Osten zusammensetzt. Auffallend an dieser Zeitschrift ist, daß in der ersten Nummer in allen Artikeln die Wörter islamisch, muslimisch, Koran, Allah oder Mohammed nicht vorkamen, hingegen die Wörter arabisch, Araber und Arabien gesetzt wurden. Die zweite Nummer jedoch brachte einen neuen Ton. Jetzt wurde davon gesprochen, daß die EWG ein bestimmtes Abkommen mit Israel kündigen müsse, m.a.W. der Westen wurde gewissermaßen gezwungen, sich gegen Israel zu stellen, vor allem aber wurde darin der Anspruch auf den „tausendjährigen Beitrag erhoben, den die Araber zur universalen Kultur geleistet habe“.

Spätestens an dieser Stelle müßten wir hellhörig werden. Es soll einen „tausendjährigen Beitrag“ zur universalen Kultur geben, der von der arabischen Welt geleistet worden sei? Um das zu erklären, braucht es einen kleinen Rückblick auf die Geschichte der 1970er Jahre.

Wir erinnern uns an den Yom-Kippur-Krieg 1973, der von Syrien und Ägypten gegen Israel geführt wurde. In diesem Krieg mußten die Araber eine empfindliche Niederlage erfahren, was ihren nationalen und religiösen Stolz aufs Empfindlichste verletzte. Um sich zu rächen, lösten sie die erste Ölkrise aus. OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries) sowie die arabischen Länder erhöhten den Ölpreis um das 4-fache und klassifizierten die Ölverbraucher-Länder in drei Kategorien, je nach Beziehungen zu Israel: In Freunde, Neutrale oder Feinde. Feinde waren alle, die enge Beziehungen zu Israel hatten. Damit wurden die westlichen Länder erpressbar. Sie waren daher gezwungen, mit den Arabern zu verhandeln und vor allem die von ihnen gestellten Bedingungen zu akzeptieren, und das sind:

-Gleichbehandlung von Einwanderern und Einheimischen, d.h. gleicher Zugang für die Einwanderer zu sozialen und politischen Rechten
-Muslime sollen in Europa weiterhin gemäß ihrer Kultur unter der Führung ihrer Herkunftsländer leben können.
-Den Europäer wird angeraten, gegenüber dem Islam eine positive Einstellung einzunehmen, die wie folgt lauten muß:

i. Der Islam stellt einen bestimmenden Teil der europäischen Kultur dar.
ii. Die Presse berichtet über den Islam positiv und wohlwollend.
iii. Errichtung von Kulturzentren in allen europäischen Hauptstädten.
iv. Die Muslime, die nach Europa kommen, dürfen nicht von den muslimischen Gemeinschaften getrennt werden und sollen ihre Kultur und ihre Religion frei und ohne Einschränkung ausüben dürfen. (Also keine Forderung nach Integration. Diese war folglich von Anfang an gar nicht geplant.)
v. Forderung in Bezug auf Gleichstellung in Sachen Beschäftigung, Unterkunft, Krankenversorgung, kostenfreiem Schulbesuch, muslimische Friedhöfe etc.
vi. Schließlich noch die Notwendigkeit, „in den Medien und in der akademischen Welt den Beitrag hervorzuheben, den die arabische Kultur zur Entwicklung Europas geleistet hat.“

Diese Bedingungen wurden in Verträgen aufgenommen und detailliert erörtert: z. B. 1975 in der Straßburger Resolution.

Bei der Kairoer Menschenrechtskonferenz 1990 wurde von einer gemischten Expertenkommission noch etwas anderes bestimmt: Die Zusammenarbeit mit Europa soll vom rein technologischen Bereich auf das Bankwesen, das Finanzwesen, den wissenschaftlichen, nuklearen, industriellen und kommerziellen Sektor ausgeweitet werden. Außerdem würden die arabischen Länder nicht nur Arbeitskräfte schicken, sondern sich außerdem verpflichten, „beträchtliche Waffenmengen“ in Europa zu erwerben.

In den siebziger Jahren brachen einige Skandale los wegen illegalem Waffenhandel, Frankreich begann einen Nuklearkomplex im Irak zu bauen. Damals hatte „Gaddhafi zehn Prozent von Fiat gekauft, die Kaufhäuser von Harrods in London wechselten die Besitzer zum Ägypter Al Fayed, Schuhfabriken, große Hotels, Stahlwerke, alte Schlösser, Fluggesellschaften, Verlage und Filmgesellschaften, alteingesessene Geschäfte, Yachten“ (Fallaci, S. 172 ) Alles fand das Interesse der arabischen Herrscher.

Langsam, Schritt für Schritt, wurde so aus Europa Eurabia, und es sind zwei der schon erwähnten Forderungen aus der „Straßburger Resolution“, welche besonders hervorstechen: Es ist die Forderung nach dem Recht der muslimischen Immigranten „ihre Kultur zu propagieren und zu verbreiten“ und „den Beitrag zu betonen, den die arabische Kultur zur Entwicklung Europas geleitet hat“.

Den meisten Zeitgenossen ist es sicher neu, daß wir irgendeinen Grund hätten, dem Islam unsere Kultur und wissenschaftlichen Errungenschaften zu verdanken. Bis vor etwa zwei Jahren war auch ich dieser irrigen Meinung, bis ich in Österreich einen Vortrag hielt zum Thema „Kreuz und Halbmond“. Bei der Diskussion meldete sich ein junger Mann, der des Lobes voll war für den geistigen Reichtum, den der Islam nach Europa gebracht hatte. Zunächst dachte ich, ich hätte die ganze Sache nicht richtig verstanden, doch als der Herr Pfarrer in der ersten Reihe begeistert mit dem Kopf nickte und dem Votanten in allen Dingen recht gab, hatte ich wirklich den Eindruck, nicht ganz von dieser Welt zu sein.

Wie geflissentlich die Forderungen der Straßburger Resolution befolgt wurden, können wir an dem Maß an Unterwürfigkeit erkennen, die 1983 beim Hamburger Symposion zu Tage kam. Es wurde mit einer Rede des damaligen Außenministers Hans-Dieterich Genscher eröffnet, der „ein Loblied auf die Größe, die Barmherzigkeit, die Güte, den unvergleichlichen wissenschaftlichen und humanistischen Reichtum der islamischen Zivilisation sang“ (Fallaci, S.180). Außenminister Genscher verglich diesen Reichtum der Zivilisation mit einem Leuchtturm. „Ein Licht, das Europa jahrhundertelang geleuchtet hat, das Europa dabei geholfen hat, die Barbarei hinter sich zu lassen“ (S. 180). Danach baten fast alle der nachfolgenden Redner „um Entschuldigung für den Kolonialismus, den die undankbaren Europäer über den Leuchtturm gebracht hatten. Baten um Entschuldigung für all jene, die dem Islam gegenüber Vorurteile oder Geringschätzung zum Ausdruck gebracht hatten. Es ist nur zu verständlich, daß die arabischen Delegierten sich die Gelegenheit nicht entgehen ließen, daraufhin die islamischen Ursprünge des Judentums und des Christentums geltend zu machen. Abraham stellten sie als „Propheten Allahs“ dar und nicht als Stammvater Israels, und Jesus Christus präsentierten sie als einen gescheiterten Vorgänger Mohammeds“ (S. 180). Es ist nicht bekannt, daß sich irgendjemand gegen diese Zumutungen verwahrt hätte.

Daß diese Meinung über die geistige Bereicherung Europas durch den Islam schon in der Politik angekommen ist, zeigt eine Aussage der Integrationspolitischen Sprecherin der Bundesregierung, Frau Aydan Özoguz. Sie hat den Deutschen abgesprochen, eine eigene Kultur zu haben. Eine deutsche Kultur sei schlicht nicht „identifizierbar“, meint sie, die Deutschen dürften deshalb von den Einwanderern auch keine Anpassung verlangen.

Auf dem „Hamburger Symposion“ wurde außerdem eingehend Strategien erörtert, wie die Präsenz der Immigranten in der Gesellschaft des jeweiligen Gastlandes gefördert werden könnte. Die zukünftigen Immigranten müßten die Möglichkeit erhalten, in den Gewerkschaften, Universitäten, Rathäusern vertreten zu sein (London und auch andere Städte Englands werden bereits von muslimischen Bürgermeistern regiert). Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan wies erst kürzlich eine Kritik an weiblicher Beschneidung und Geschlechtsverstümmelung als Haßrede (neudeutsch Hate speech) zurück. In den meisten Ländern Europas (auch in der neutralen Schweiz) gehören muslimische Politiker bereits zum Bild des Landes.

Der so dahin geworfene Satz des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland“, war meines Erachtens nicht lediglich ein ungeschickter Ausrutscher. Er war Teil der Verpflichtungen, die in den verschiedenen Konferenzen ausgehandelt wurden. Es ist sicher nicht müßig, das Wulffsche Drama einmal von dieser Seite aus zu betrachten.

Nachfolgende Symposion oder Kongresse gestalteten sich dann auch immer stärker zu einer Abwertung oder gar Verurteilung der westlichen Zivilisation. Europa wurde in der Folge anhaltend mehr gezwungen, seine eigene Identität und Geschichte zu revidieren, um sie mit der islamischen Vision von Europa in Einklang zu bringen, so daß man sagen könnte, Europa hat sich sukzessiv in einen Prozess der selbst zugefügten Islamisierung begeben, oder anders ausgedrückt: Das Kreuz wird je länger je mehr durch den Halbmond ersetzt. Wir finden es – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht mehr für nötig, dem wachsenden Anteil von Menschen aus einer uns fremden Kultur unsere christlichen Werte begreifbar zu machen.

1991 fand in Paris eine Tagung unter dem Titel „Der Beitrag der islamischen Zivilisation zur europäischen Kultur“ statt, die das Europaparlament mit dem Europarat, auf Anregung der Fundación Occidental de la Cultura Islámica, Madrid, vorbereitet hat. Auch hier ging es um den „Beitrag der islamischen Zivilisation zur europäischen Kultur“. Delegierte von Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien, Skandinavien und der Schweiz nahmen daran teil. Grundlage der Vorträge und Diskussionen waren Gedanken von Sigrid Hunke, die 1935 mit knapp zweiundzwanzig Jahren eine Diplomarbeit vorlegte, in der sie die rassische Säuberung als dringlichste Aufgabe forderte. Sie schien das Dritte Reich und die Nachkriegszeit gut überstanden zu haben. 1960 schrieb sie ein Buch mit dem Titel „Allahs Sonne über dem Abendland“, in dem sie „dem Arabertum einen längst geschuldeten Dank abstatten“ wollte (Sigrid Hunke, Frankfurt am Main, S. 11). 1967 wurde sie von der deutschen Regierung unter Kurt Georg Kiesinger auf eine Kulturreise durch die arabischen Länder gesandt, wo sie in verschiedenen Städten (in Aleppo, Algier, Tunis, Tripolis und Kairo) Vorträge hielt, für die sie vom Kairoer Höchsten Gericht für Islamische Angelegenheit zum Ehrenmitglied erklärt wurde. Verwunderlich ist dies nicht, behauptet sie doch in ihrem Buch, daß der arabische Einfluß auf das Abendland der erste Schritt gewesen sei, Europa vom Christentum zu befreien (Fallaci, S. 183).

Ihr zweites Buch, 1990 veröffentlich, mit dem Titel „Allah ist ganz anders“, war nun zusammen mit „Allahs Sonne über dem Abendland“ Grundlage obengenannter Tagung in Paris 1991. Darin werden die Muslime als herausragend, als gut, als genial bezeichnet, nicht nur in Literatur, sondern auch Architektur, Medizin, Musik, Rechtswissenschaft und Hydraulik. „Es seien die Muslime der Kreuzzüge gewesen, die als Erste die Liebe und das höfische Leben und die Ritterlichkeit besungen hätten“ und „der Begründer der ökonomischen Lehre sei nicht Adam Smith gewesen, sondern Mohammed“ (Fallaci S. 188).
Professoren verschiedener westlicher Universitäten blasen eifrig in dasselbe Horn. Professor Reinhard Schulze vom Seminar für Orientalistik in Bonn sieht im Islam den Vater der Aufklärung. Der Herr Professor hat wohl übersehen, daß der französische Philosoph und Aufklärer Denis Diderot Mitte des 18. Jahrhunderts schrieb: „Der Islam ist der Feind der Vernunft.“

Bei der genannten Pariser Tagung 1991 wurden die Bewohner des Westens als dumm, ungenügend und der muslimischen Genialität als weit unterlegen bezeichnet. Wir müßten den Muslimen danken, so heißt es dort, die uns vorangegangen wären, und uns erleuchtet und unterrichtet hätten (184f). Ahnen wir so langsam, was der muslimischen Jugend in den Moscheen gepredigt wird?

Christentum und Islam –wir glauben alle an einen Gott?

Es gibt nicht nur soziale Unterschiede zwischen Kreuz und Halbmond, sondern vor allem auch theologische. Um den Islam nur rudimentär verstehen zu können, müssen wir diese Unterschiede kennen. Für die Muslime ist das Christentum eine Verfälschung des Islam, daher haben die Muslime die Aufgabe, die „Leute des Buches“ – Juden und Christen – zu ersetzen, da diese die Bibel bewusst verfälscht hätten. (Bat Ye’or in ihrer Forschungsarbeit über das zerstörte Christentum im Orient).

Biblische Namen wie Adam, Noah, Abraham, einige Könige Israels und Jesus bezeichnet der Koran als muslimische Propheten, die den Islam predigten. Der muslimische Jesus aus dem Koran, der mit Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, in krassem Gegensatz steht, hat also die Aufgabe, den Islam zu verkünden und das Christentum und alle anderen Religionen zu zerstören.

Für Muslime ist der Islam die Ur-Religion, die seit Beginn der Menschheit existiert, die „Buchreligionen“ haben diese islamische Ur-Religion verraten. Daher die üblen Beschimpfungen von Juden und Christen im Koran als Affen und Schweine. Der Islam behauptet, eine abrahamitische Religion zu sein, obwohl er erst 600 Jahre nach Christus in die Welt kam.

Die Kairoer Menschenrechtserklärung als Gegenstück zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ orientiert sich an der Scharia und beschloß 1990, daß Frauen und Nichtmuslime niemals rechtlich gleichwertig sein dürfen. Der 1. Artikel sagt zwar, daß alle Menschen Würde haben, fügt aber gleichzeitig hinzu, daß der rechte Glaube, und das heißt der islamische Glaube, die Garantie für diese Menschenwürde sei: „Der wahrhafte Glaube ist die Garantie für das Erlangen solcher Würde auf dem Pfad menschlicher Vollkommenheit“ („Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“, Artikel 1, a), m.a.W. die alleinige Grundlage der Menschenrechte finden die Menschen der ganzen Welt nur unter der Scharia.

Aus islamischer Sicht hat das Christentum dieselbe Botschaft wie jene, die Mohammed erhalten hat. Das heißt, „ein guter Christ ist ein Muslim. Das wahre Christentum ist demnach der Islam. Folglich ist die wahre Bibel der Koran“ (Bat Ye’or: „Es ist nicht zu spät…, Zukunft CH, S. 5). Diese für uns im Grunde paradoxe, völlig fremde und vor allen Dingen unbekannte Betrachtungsweise der Muslime in Bezug auf das Christentum und Judentum hat natürlich Konsequenzen: Für die Muslime bezeichnen die biblischen Erzählungen aus dem Heiligen Land die muslimische Geschichte. Fazit: Juden und Christen haben dort keine Geschichte (Bat Ye’or, S. 5).

Nach muslimischer Überzeugung basiert der Krieg Palästinas gegen Israel auf der Lehre des Korans, daher muß er geführt werden. Der Druck durch den palästinensischen Terror in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts sowie der schon erwähnte Ölboykott im Oktober 1973 verwickelte Europa in den Djihad der Widerstandsbewegung Hamas gegen Israel. Erst 2004 entschied sich der deutsche Bundesgerichtshof zu der vagen Feststellung, daß diese sunnitisch-islamistische Bewegung nicht „von terroristischen und politischen Aktivitäten zu trennen“ sei, und der Europäische Gerichtshof hat am 26. Juli 2017 ein Urteil für nichtig erklärt, das im Dezember 2014 die Hamas von der Liste der terroristischen Organisationen gestrichen hat. Diese unklaren Stellungnahmen kann Europa noch in eine gefährliche Lage bringen. George Habash machte deutlich, worum es seiner Volksfront zur Befreiung Palästinas ging: totaler Krieg gegen den Westen, was nichts anderes bedeutet als die Zerstörung Europas und damit die Zerstörung des Christentums.

Über Jahrhunderte hinweg gingen die Christen- und Judenverfolgungen in den islamischen Ländern Hand in Hand. Der islamische theologische und rechtliche Kontext betreffend der Juden und Christen wird Dhimmitum genannt. Es ist der Status der Nichtmuslime unter muslimischer Herrschaft. Er ist Ziel des Djihad und fester Bestandteil der Scharia. Gemäß der Djihad-Doktrin hat die nichtmuslimische Bevölkerung die Wahl entweder zum Islam zu konvertieren oder sich der muslimischen Oberherrschaft zu beugen und Schutzgeld, die Dschizya, zu zahlen. Sie wird dann ein beschütztes Volk – die Dhimmi. Wenn beide abgelehnt werden, bedeutet dies für die nicht-muslimische Bevölkerung Krieg und damit einhergehend Versklavung oder Tod. Dhimmi müssen die Scharia-Gesetze akzeptieren. Das muslimische Gesetz verbietet daher Nichtmuslimen, unter drakonischen Androhungen, den Islam und die Scharia zu kritisieren.

In der Neuauflage eines bekannten französischen Geschichtsbuchs für den Unterricht in der 8. Klasse heißt es explizit, dass es in Frankreich verboten ist, den Islam zu kritisieren und es nennt gleichzeitig einen Gerichtsentscheid, um diesen Anspruch zu untermauern.

Aus Angst vor den Drohungen der Muslime hat die Europäische Union offensichtlich in all die Vereinbarungen eingewilligt und ignoriert oder vertuscht gar die Diskriminierung und den Terror gegen die Christen in den muslimischen Ländern. Dort findet eine Eliminierung der Christen statt, die westlichen Regierungen scheinen sich nicht allzu sehr darum zu kümmern. Der Erzbischof von Mozul warnt schon seit Jahren den Westen, daß es uns schlimmer ergehen wird als den Christen im Orient, weil wir die Mentalität der Muslime nicht kennen würden.

Die Muslime betrachten die jüdisch-christliche Zivilisation als nicht existent und werden – wie erwähnt – durch nicht wenige europäische Politiker, Kirchenmänner und Regierungen darin unterstützt. Dadurch wird jede Form von Kritik am Djihad unterdrückt. Da nach der Meinung der Muslime der Djihad immer gerecht ist, weil er die Gesetze Allahs umsetzt, werden wir gezwungen, diese Ansicht zu respektieren, obwohl der Djihad die christliche Welt zerstört hat und weiter zerstören wird, m.a.W. wir sollen akzeptieren, was uns zerstören wird (Bat Ye’or, S. 9).

Als Papst Benedikt XVI. bei seiner Ansprache in Regensburg einen byzantinischen Kaiser des 15. Jahrhunderts zitierte, indem er sagte, daß der Islam durch das Schwert verbreitet wurde, gab es weltweit Aufstände, und der Papst wurde der Islamophobie bezichtigt. Das zeigt eines deutlich, es ist uns auch verboten, über den Islam die Wahrheit zu sagen.

Für Muslime ist die Quelle des Bösen immer der Unglaube. Deshalb werden Europa, Amerika, Israel – also die Ungläubigen – für den Terrorismus und die von Muslimen begangenen Verbrechen verantwortlich gemacht. In einem Hadith steht: „Am Tag der Wiederauferstehung werden Menschen unter den Muslimen sein mit Sünden so schwer wie ein Berg und Allah wird ihnen vergeben und die Juden und Christen an ihre Stelle setzen“ (Sahih Muslim, M012, 1234, in: Bill Warner, Der Hadith, DSPI, 2010). Es gibt viele Hadithen, die besagen, daß die Sünde von den Schultern der Muslime genommen und auf die Christen und Juden übertragen wird. Auch dies wird in den Moscheen gelehrt.

Im Grunde leben wir schon in einer Zeit des globalen Djihad, und die Gefahr, daß sich daraus ein nuklearer Djihad entwickeln kann, ist keine leere Drohung. Der westlichen Gesellschaft ist über den historischen Rahmen des Djihad und des Dhimmitum wenig bekannt, so hat sie auch noch nicht bemerkt, daß sie jetzt schon unmerklich in einem Zustand des Dhimmitum lebt. Im Grunde hat sich der Westen – ohne sich dessen im Klaren zu sein – schon dem Islam unterworfen: Die Richter geben bei den Urteilen den sogenannten Islam-Bonus, d.h. es wird nicht nach deutschem (europäischem) Recht geurteilt, die Vergehen werden als kulturbedingt deklariert. Frau Merkel hat uns ja in einer Videobotschaft am 18. Juni 2011. davon unterrichtet, daß wir akzeptieren müssen, „daß die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist“ https://www.youtube.com/watch?v=N9Z1OEfWg2w). Kulturbedingt sind auch Kinderehen, diese werden still akzeptiert, ebenso Beschneidung der Frau, die Polygamie. Männer „fliehen“ mit vier Frauen oder lassen sie als Familiennachzug oder Schutzberechtigte erklären, wobei sich drei davon als Alleinerziehende anmelden und Sozialbezüge erhalten. Die Liste der kulturbedingten Möglichkeiten kann beliebig weitergeführt werden.

Etwas ist sicher: Ein Kontinent, der sein Überleben an Unterwerfung und Selbstverleugnung koppelt, ist bereits ein toter Kontinent. Er wird zu dem, zu dem ihn die Feinde des Christentums bestimmt haben, er wird zu EURABIA.

Es ist sicher nicht vermessen zu fragen, wie ein Passus in ein Dokument des II. Vatikanums kommen konnte, das die Muslime quasi auf die gleiche Stufe stellt wie die Christen, wenn es dort heißt: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.“ Von Johannes Paul II. ist nicht nur der Korankuß überliefert, sondern auch Aussagen, die sich nicht mit dem christlichen Glauben vereinbaren lassen In Casablanca rief er im August 1985 hunderttausenden muslimischen Jugendlichen zu: „Wir glauben an denselben Gott, den einzigen, den lebendigen, den Gott, der die Welten schafft und seine Geschöpfe zur Vollendung führt…Deshalb komme ich heute als Glaubender zu euch.“ Wußte Johannes Paul II. nicht, daß für die Muslime ein Glaubender jemand ist, der an Allah glaubt, an den Islam, denn alle Nicht-Muslime werden als Ungläubige bezeichnet.

Im Hinblick auf die Realität sind dies hochgefährliche und vor allem falsche Aussagen. Christen und Muslime beten nicht den denselben Gott an, die Muslime erkennen nicht den Dreifaltigen Gott, und Jesus ist für sie nicht die zweite Person des Dreifaltigen Gottes. Das Credo ist für Muslime eine Blasphemie. Wie kann man sich mit einer Gemeinschaft verbinden, die mehr Christen getötet hat und bis zum heutigen Tage immer noch tötet als jede andere Religion während der gesamten Geschichte des Christentums. Etwas dürfte doch klar geworden sein: Der Islam ist keine Religion im üblichen Sinne. Er ist eine politische Ideologie mit unbedingtem Weltherrschaftsanspruch und einer absoluten Nicht-Tolerierung aller anderen Religionen. Dies bestätigen auch Muslime, die sich vom Islam abgewandt haben und nun verzweifelt um Europa kämpfen, mehr als die Einheimischen es tun.

Derzeit verletzten mehrere Regierungen die Abkommen von Schengen und Dublin. Die Bundesregierung handelt durch die Öffnung der Grenzen unmoralisch und verstößt wie Karl Albert Schachtschneider, Rupert Scholz, Udo di Fabio und andere aufgezeigt haben gegen das geltende Recht und gegen das Grundgesetz.

Wollen wir Komplizen unserer Feinde werden?

Die bisher geschilderte Situation, obwohl völlig unvollständig, zeigt eines klar: es geht um die völlige Auslöschung des Christentums, des christlichen Europas, der christlichen Kultur, und die Bedrohung kommt von zwei Seiten, von West und Ost: von der Neuen Weltordnung à la USA und vom Islam. Dazu kommt der Druck der Kommunisten, deren Ziel immer noch die Errichtung einer kommunistischen Weltregierung ist, und zwar auf dem Gerüst der UNO.

Die Frage stellt sich ganz von selbst: Was sollen wir tun?

Die Nichte von Marine Le Pen der französischen Parteivorsitzenden des „Front National“, die junge Marion Maréchael-Le Pen, hat recht treffende Worte gefunden, was von menschlicher Seite her zu tun sei. In einer TV-Ansprache im Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag in Nizza, sagte sie: „Wenn Euch ein Feind den Krieg erklärt, dann könnt Ihr unmöglich neutral bleiben. Diejenigen, die sich für den Status quo, für das Nichtstun oder fürs Schweigen entscheiden, werden somit Komplizen unserer Feinde.“

Es gibt jedoch noch eine andere Antwort auf diese Frage: Dostojewskij (1821-1881) hat uns vor über 150 Jahren einen Hinweis gegeben. Damals notierte er in sein Tagebuch: „Europa hat Christus verlassen, und daher stirbt Europa, ganz allein deshalb.“
Diese visionäre Schau sollten wir ernstnehmen. Papst Leo XIII. hat die endzeitliche Lage Europas – und das, was uns bedrängt, ist apokalyptisch – in einer Vision erkannt und die Gläubigen weltweit davor gewarnt.

Es war der 13. Oktober 1884 (33 Jahre später, am 13. Oktober 1917, fand in Fatima die letzte Erscheinung der Gottesmutter Maria statt). Papst Leo XIII. hatte gerade die Zelebration der Heiligen Messe beendet. Unerwartet blieb er zehn Minuten regungslos in der Kapelle des Vatikans vor dem Tabernakel stehen. Plötzlich eilte der Papst ohne irgendwelche Erklärungen direkt in sein Büro. Am Schreibtisch brachte er ein Gebet an den Erzengel Michael zu Papier und erteilte Weisung, es am Ende einer jeden Heiligen Messe zu beten. Erst später gab er Zeugnis vom Erlebten. Er hatte in der Nähe des Tabernakels die Stimmen Satans und Jesus gehört und eine erschütternde Schau der Hölle erlebt, bei der die Dämonen die Welt beherrschten und die Kirche Gottes in ärgste Bedrängnis brachten:

„Ich hab die Erde gesehen, eingehüllt in Finsternis und umgeben von einem Abgrund. Ich habe Legionen von Dämonen daraus hervorkommen sehen, die sich über die ganze Erde verteilten, um die Werke der Kirche zu zerstören und die Kirche selbst anzugreifen, die ich dem Ende nahe sah. Da erschien der heilige Michael und stürzte die bösen Geister in den Abgrund zurück. Ich sah den heiligen Erzengel Michael eingreifen, nicht in jenem Augenblick, sondern viel später, sobald die Menschen ihre eifrigen Gebete zum Erzengel verstärkten.“

Ab 1886 wurde das Gebet zum Erzengel Michael auf Anweisung des Papstes, am Ende jeder Heiligen Messe als „Gebet in besonderen Anliegen“ in der Landessprache angefügt. Doch als eine der ersten Änderungen im Verlauf der Liturgiereform beim II. Vaticanum wurde dieses Gebet 1964 ersatzlos gestrichen. Die Frage nach dem Warum dieser Eliminierung darf sicher gestellt werden. Ebenso darf gefragt werden, warum bis heute der Bitte der Gottesmutter nicht entsprochen wurde, Rußland ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen, und zwar mit der deutlich hörbaren Nennung des Landes.

Heute leben wir in der Zeit jener Bedrängnis, von der der Prophet Daniel gesprochen hat. Darum ist es auch nicht verwunderlich, daß in dieser Endzeit alles daran gesetzt wird, den Erzengel Michael aus dem Bewusstsein der hilfesuchenden Menschen zu drängen und sein Wirken in und für Welt und Kirche zu unterbinden. Trotzdem steht es uns frei, der Anordnung von Leo XIII. zu folgen und den heiligen Erzengel um seine mächtige Hilfe zu bitten. Dadurch werden wir auch erkennen, wie wir handeln sollen, um nicht „Komplizen unserer Feinde“ (Marion Maréchal.Le Pen) zu werden. Das Christentum ist die Religion des Friedensfürsten Jesus Christus, sie ist aber ebenso die Religion des dramatischen, andauernden, persönlichen und kollektiven Kampfes gegen das Böse, in welcher Form es auch auftreten mag (Iwan Iljin: „Über den Gewaltsamen Widerstand gegen das Böse“, Edition Hagia Sophia, Wachtendonk 2018).

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampf, gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei du unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich: Du aber Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen in der Welt umherziehen, in der Kraft Gottes hinab in den Abgrund der Hölle. Amen.

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Inge Thürkauf:
„Eurabia, eine Kolonie des Islam –
Betrachtungen zu einem neuen Kontinent“

Hier als PDF: Eurabia ST. Ath Bote Original

Der Vortrag kann hier angehört werden:

 

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Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat. – 15. August

Die Jungfrau, die heute
glorreich in den Himmel aufgenommen wurde,
hat ohne Zweifel in reichstem Maß
die Freuden der himmlischen Bürger vermehrt.

Sie ist es ja, deren Grußwort
den schon in Freude aufhüpfen ließ,
den noch der Mutterschoß umschlossen hielt.

Wenn selbst
die Seele eines noch ungeborenen Kindes
bei den Worten Marias vor Freude zerfloß,
wie groß muß dann wohl erst
der Jubel der Himmlischen gewesen sein,
als sie ihre Stimme hören,
ihr Antlitz schauen,
ihre beglückende Gegenwart genießen durften!

Und für uns, meine Geliebten,
welchen Festanlaß bietet uns
Marias Aufnahme in den Himmel!
Welchen Grund zur Fröhlichkeit,
welchen Stoff zur Freude!

Durch Marias Gegenwart
wird der Vater erleuchtet,
so daß selbst das himmlische Vaterland
lichtvoller schimmert im Strahlenglanz
der jungfräulichen Leuchte.

Mit vollem Recht hallt es
in den Himmelshöhen von
Danksagung und Lobpreis.

(Hl. Bernhard von Clairvaux, aus 1. Ansprache auf Mariä Himmelfahrt)

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Betrachte das Festgeheimnis auch im
4. Gesätz des glorreichen Rosenkranzes:
„Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.“

Mariä Himmelfahrt, Ausschnitt. Tizian ca. 1516–1518

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50 Jahre danach – Brief an die 68er Generation

Am 11. August 2018 veröffentlichte das „Magazin für Kirche und Kultur“ einen „Offenen Brief“ von Maike Hickson. Die promovierte Historikerin wurde in Deutschland geboren. Sie studierte in Deutschland und der Schweiz. Maike Hickson ist mit dem Historiker und Kulturwissenchaftler Prof. Robert Hickson (USA) verheiratet. Heute ist sie u. a. publizistisch tätig in zahlreichen Publikationen in den USA und international.

Man muss der Analyse von Hickson, die sich speziell auch an die Deutschen richtet, nicht in allem zustimmen. Es ist anzunehmen, dass tatsächlich die wenigsten Deutschen, auch die wenigsten Katholiken, ihr, wenn überhaupt, nur in einigen Teilen zustimmen werden. Dennoch soll hier der Brief von ihr noch einmal veröffentlicht werden, damit er wenigstens wahrgenommen wird. Mehr und mehr ist doch in diesem Land zu spüren, dass Unbeweglichkeit und Lethargie um sich greifen. Ein jeder besteht auf „seinem“ Recht, das er (oder sie) doch gar nicht besitzt. Angeblich feiern und bewundern alle „die 68er“, „die sexuelle Befreiung“, die „Überwindung des Patriarchates“ usw. Doch kaum jemand weiß, wovon eigentlich die Rede ist. Nein, es waren damals nicht alle Studenten und Arbeiter auf der Straße, und viel weniger Menschen haben unterstützt, was damals geschehen ist und propagiert wurde. Heute wird so getan – durch 99 % aller Medien, insbesondere der Massenmedien, als sei „die 68er-Bewegung“ eine Massenbewegung gewesen. Doch so etwas zu sagen und zu schreiben ist weit von der Wahrheit entfernt!

Giuseppe Nardi von „katholisches.info“ führt mit folgenden Worten in den Brief von Maike Hickson ein:
Dieser Offene Brief, eine persönliche Abrechnung mit der 68er Generation, soll auch mit einigen persönlichen Worten eingeleitet werden. Maike Hickson ist eine besondere Frau. Jemand, der etwas zu sagen hat. Das genaue Gegenteil der Geschwätzigkeit, die im Medienzeitalter zum dröhnenden Alltag gehört. Die vom Wesentlichen aber abhält, anstatt zu ihm hinzuführen. Ganz anders bei Hickson. Sie hat die Wahrheit fest im Blick, und ihre publizistische Tätigkeit ist immer ein inneres Ringen, sie zu erkennen und ihr gerecht zu werden. Daran kommt, wer Ohren hat, nicht so einfach vorbei.

Das erste Mal fiel sie mir Anfang 2015 auf, als sie den Offenen Brief einer besorgten Katholikin an Papst Franziskus veröffentlichte. Ein Brief von dem mir sofort klar war, daß es sich um ein historisches Dokument handelt. Ein Dokument, das jetzt wachrüttelt und künftigen Generationen erklärt. Was Hickson damals schrieb, verdient nachgelesen zu werden. Eine Empfehlung, die hiermit allen, Kirchenvertretern oder nicht, empfohlen sei. Hellhörig und sensibel erkannte sie eine Entwicklung, die sie schmerzte. Als der Schmerz zu groß wurde, griff sie zur Feder, um ihm Ausdruck zu verleihen, öffentlichen Ausdruck. Der Brief ging rasch um die Welt.

Maike Hickson hat erneut etwas zu sagen. 1968 ist eine Zahl, die zum Begriff geworden ist. Das Ereignis wird derzeit gefeiert, vor allem aber wenig kritisch hinterfragt. Die 68er Generation ist schon lange in den Leitmedien angekommen. Wenn von Mainstream die Rede ist, ist damit auch 68 gemeint. Maike Hickson wagt die notwendige kritische Abrechnung mit 68. Eine ganz persönliche Abrechnung, um die sie wiederum lange mit sich selbst gerungen hat.

Offener Brief an die 68er Generation – von Maike Hickson

Jetzt ist es genug. Gerade habe ich noch einen weiteren autobiographischen Bericht von einer gelesen, die stolz auf sich ist, mit den Regeln der bürgerlichen Gesellschaft gebrochen zu haben. Es ist Zeit, an diesem Stolz zu rütteln und den Widerständlern Widerstand zu leisten.

Ich weiß, dass Ihr es in Eurer Jugend auch nicht leicht gehabt habt. Im Krieg geboren oder gerade danach, kennt Ihr fast alle den Hunger, den wir, Eure Kinder, nie kennengelernt haben. Jedoch haben wir auf etwas anderes Hunger, das Ihr uns genommen habt, obwohl es nicht hätte sein müssen: Geborgenheit und Sicherheit, Familie, Bildung, Kultur, und vor allem den christlichen Glauben.

All dieses habt Ihr noch bekommen, auch wenn der Krieg große Lücken gerissen hat. Die meisten Eurer Eltern waren sich treu geblieben, auch ihren eigenen Eltern. Sie haben Euch nicht ihre selbstbezogenen Eskapaden zugemutet, und auch nicht ihren Eltern, wonach nichts mehr zusammenblieb, was zusammengehört.

Ihr ward stolze Zerstörer, die dachten, sie würden es viel besser als viele Menschen und Generationen vor ihnen machen. Ihr habt die ganze Kultur mit all ihren Schönheiten, Regeln und all ihrem Schutz pauschal abgelehnt und als Zwang abgetan.

Habt Ihr Euch jemals umgeschaut und Eure eigenen Früchte kritisch betrachtet? Habt Ihr wirklich etwas Schöneres geschaffen?

Den Krieg habt Ihr verständlicherweise und zu Recht verachtet, aber wie sieht es heute aus? Wie viele Kriege hat der Westen schon wieder angezettelt, ohne dass wirklich viele aufgeschrien haben? Natürlich sind die Leidenden weit weg. Aber vielleicht sind sie bald wieder in unserer Nähe, für uns direkt sichtbar. Vielleicht gehören wir selbst bald zu den Leidenden.

Ihr habt von Euren Eltern verlangt, sie hätten gegen Hitler, hinter dem die Waffen standen, aufstehen sollen. Seht Ihr denn die Gefahr durch Eure Politiker nicht? Oder warum schweigt Ihr heute? Merkt Ihr vielleicht jetzt, wie schwer es ist, wirklich Widerstand zu leisten? Beispielsweise wenn etwas auf dem Spiel steht? Oder denkt Ihr jetzt gar, da Ihr selbst an der Macht seid, dass es schön ist, sie auszuleben und andere mundtot zu machen, die Eurer Meinung widersprechen?

Und die Bildung? Schaut Ihr Euch an, was die Jüngeren noch können? Haben sie das Wissen und den breiten Hintergrund vermittelt bekommen, den Ihr in Euren Schulen, die ihr damals als verstaubt beschimpft habt, erhalten habt? Können die Jüngeren noch so gut schreiben, wie Ihr es könnt? Warum habt Ihr es Ihnen genommen, mit Euren wahnwitzigen Ideen von der Reformschule, die doch nur Verdummung und Gleichmachung bewirkten. Nun seid Ihr am Ende Eurer Karriere, und zuckt die Schultern, wenn die Bertelsmannisierung der Schule durchgeführt wird. Eine Ökonomisierung der Schule, die Ihr Euch in den 60ern nicht hättet vorstellen können, als noch steife und hochgebildete und – wie Ihr meintet – autoritäre Lehrer durch die Klassenräume schritten. Die hatten aber, so glaube ich, noch mehr Würde.

Und Eure Kinder? Wieviele Scheidungen und Brüche haben sie schon durchgemacht? Könnt Ihr euch überhaupt merken, wer gerade der Partner von wem ist, und von wem welches Eurer Enkelkinder stammt? Ihr habt einen Damm eingerissen, der Jahrhunderte stand, und nun schwimmt das Wasser rücksichtslos überallhin. Ihr habt die alte Sexualmoral verhöhnt und Euch von ihr befreit, und damit auch gleich von dem Gott, der sie einst gegeben hat, ohne dass Ihr verstanden habt, was an ihr vielleicht auch richtig und gut und erhebend war. Heute beklagt Ihr, dass Frauen zu Sexobjekten herabgewürdigt werden, dabei habt ihr selbst doch den Schutzmantel der Frau zerissen. Ihr habt Eure Kinder schon im Kleinstkindesalter mit diesen Themen belästigt, obwohl diese sie noch lange nicht beschäftigt haben, und ihnen damit ihre Naivität und Unschuld geraubt. Ihr 68er Frauen ward es doch, die Euch erstmals entkleidet habt.

Erschaudert Ihr nicht? Wie viel Zerstörtes gibt es in Eurem Leben? Den wievielten Lebenspartner habt Ihr, mit dem Ihr die Toskana besucht und Euer Leben genießt, anstatt Großeltern für die Kleinen zu sein, die sich doch so sehr nach Stabilität, Geborgenheit, Liebe und Orientierung sehnen? Ihr habt sie ja noch gehabt, die Großeltern, die immer da waren, die zusammenblieben, die die Familientraditionen gelebt haben. Unsere Kinder haben sie nicht mehr. Vieles liegt in Trümmern und im Argen, weil keiner einstecken wollte und jeder nur an sich dachte. Vor allem an sich und schon gar nicht an die Kleinen.

Die Kleinen sollen zuhause auch keine Mutter mehr brauchen, die ihnen etwas Feines und Gesundes kocht, mit ihnen bastelt, einen Spaziergang macht und Lieder singt. Nein, dafür ist keine Zeit. Die Mutter muss sich ja selbst verwirklichen, einen Beruf haben. Dabei gibt es doch nichts Würdigeres und Schöneres, als einem jungen Leben zu helfen, zu wachsen, zu gedeihen und glücklich zu sein. Habt Ihr jemals, als Ihr Euch von Euren Ehepartnern geschieden habt, in die Augen Eurer Kinder geschaut, die nun einen ihrer Eltern abgeben mussten und womöglich schnell eine neue Mutter oder einen neuen Vater bekamen, die sie womöglich noch nicht einmal mochten? Die nun immer an drei verschiedenen Orten Weihnachten feiern mussten? Die keine Familie, keine Harmonie, keine Geborgenheit hatten?

Können Kinder, die so aufgewachsen sind, einen starken Charakter besitzen – trotz des fehlenden Rückhalts und der mangelnden Liebe in der Familie? Oder sind sie nicht meistens gebrochen, und dadurch – gerade auch durch die Massenmedien – manipulierbarer?

Nun stehen wir also da, zerstörte Menschen im zerbrochenen Glück, nicht mehr für die Stürme der heutigen Zeit gerüstet und gegen die heutigen, viel geschickteren Manipulatoren gewappnet. Wir sind ja doch alle zu sehr mit dem Belecken unserer eigenen Wunden und dem Entzausen unserer Haare beschäftigt. Mit den getrennten Haushalten, dem ungesunden Essen und dem Fast Food, das Kinder fett und krank macht, mit dem Unterhaltsstreit, mit Eifersucht und Sehnsucht und oftmals einfach mit der Befriedigung der eigenen Triebe. Da kann dann widerspruchslos ein Bertelsmann daherspazieren und uns sagen, dass die Kinder viel schlauer werden, wenn man ihre Schulen noch ein bisschen mehr durcheinanderwirbelt. Dass Kleinkinder, am besten, wenn sie gerade geschlüpft sind, schon in fremde Hände müssen, so wie in der DDR. Und keiner merkt es? Wo bleibt denn der Widerstand der Menschlichkeit?

Denn menschlich war Euer Widerstand wirklich nicht, nein. Teilweise war er ja sogar gefährlich, lebensgefährlich. Aber auch sonst war er inhuman. Die alten, verwundeten Soldaten, die ihr Leben zu geben bereit waren, zum Schweigen bringen und sie beschämen? Sie nie ihre Geschichten erzählen lassen, auch wenn sie in die Irre geführt worden sind? Die Flüchtlinge und Vertriebenen, die alles verloren haben und bis heute weinen, mundtot und lächerlich machen? Die, die ihre Kinder auf dem Weg verloren haben, durch Krankheit, Hunger und Krieg? Alle wurden schlecht gemacht, ja, alle Deutschen sollten gleich schlecht sein. Nur Ihr ward besser, weil Ihr noch gar nicht in der Situation ward, es beweisen zu müssen. Und dabei habt Ihr nicht einmal gemerkt, wie sehr Ihr selbst manipuliert wurdet. Ihr wusstet damals nicht, dass John Lennon 1981 dem CIA für das LSD danken würde und öffentlich machte, dass der CIA die Droge zur Menschenkontrolle entwickelt hat. Dass die Frankfurter Schule von Moskau finanziert wurde. Und dass später, während des Zweiten Weltkrieges, Marcuse, Adorno und Horkheimer von der Rockefeller Foundation unterstützt wurden. Der Plan war ja doch, Europa zu entchristlichen und moralisch zu zerrütten, damit es leichter beherrschbar sei. Empfänglicher wird für die materialistische Medienmanipulation, die uns zu reinen Konsumenten und unpolitischen Sensualisten macht. Ihr seid in was ganz Fürchterliches hineingerannt, habt Euch benutzen lassen und seid auch noch stolz darauf.

Ihr habt unsere Kultur und Würde zertreten. Ihr habt das Schöne, Wahre und Gute verhöhnt und habt uns zu Tieren erzogen, die im Matsch spielen und früh lernen durften, sich wie Tiere zu vermehren, nur unterstützt mit neuen Medikamenten und Methoden. Ihr habt uns nicht zum Schönen erzogen, sondern zum Hässlichen erniedrigt. Um den Nachwuchs habt Ihr Euch teilweise gar nicht mehr kümmern wollen und dann der Welt beigebracht, wie man die Kleinen tausendfach einfach töten kann, bevor sie überhaupt je das Licht der Welt erblicken dürfen. Wie kommt es denn, dass es in der angeblich so schlechten bürgerlich-christlichen Gesellschaft nie so viele vereinsamte, alleingelassene, drogensüchtige, kriminelle und selbstmordgefährdete Kinder und Jugendliche gab wie heute?

Die Humanität fängt im Kleinen an, nicht in großen Worten. Die Humanität fängt bei den Kleinen an, die gefährdet sind. Die Humanität fängt damit an, die Kleinen zu zivilisieren und ihnen Regeln beizubringen, mit denen sie sich und alle anderen messen können, damit sie einen humanen Maßstab haben, mit dem sie bemessen können, ob ein Krieg ungerecht, ein Gesetz Lüge oder das Verhalten eines Politikers angemessen ist oder nicht. Ihr habt alle Regeln und auch die Tugenden zerstört und wundert Euch, dass Euch die Politiker hinten und vorne belügen? Dass sie schon lange das Wort Gemeinwohl nicht mehr kennen? Auch nicht die zehn Gebote, die einem ja doch immer noch ganz klar zeigen, wie man menschlich sein kann?

Seid Ihr stolz auf Eure Enkel, die nun der neuesten Mode, den neuesten Computerspielen und den letzten Hässlichkeiten in der Musik nachrennen? Wo sind die großen Ideale der jüngsten Generation?

Seid Ihr wachgerüttelt worden, als der Groß-68er, Gerhard Schröder, nachdem er sein Kanzleramt niedergelegt hat, angefangen hat, für das Rothschild Finanz-Imperium zu arbeiten – und als Joschka Fischer Berater der Albright Stonebridge Group geworden ist? Ist das der sogenannte Antikapitalismus in neuen Farben? Passt das zu Marx? Vielleicht irgendwie schon, schließlich hat der sich auch von einem Reichen finanzieren lassen.

Die Humanität fängt im Kleinen an. Und braucht Treue. Ein Mensch, der sich und anderen nicht treu ist, kann nicht überzeugend sein, sondern wirkt immer nur egoistisch. Nur im Selbstverzicht und in der Ausdauer wird Großes geschaffen, wie man bei großen Künstlern sieht. Das Lasche und das Laue hat auf die Dauer keine Anziehungskraft. Es trägt auch keine guten Früchte. – Um gute Früchte zu erzeugen, braucht man einen höheren Maßstab, etwas, das einen hochzieht und nicht zum Affen werden lässt.

Deshalb sage ich NEIN. NEIN zu allem, was Ihr uns gebracht habt. Auch mich habt Ihr mit in den Dreck gezogen. Und nun kehre ich zurück und entschuldige mich für meine eigene Schuld. Und kehre zurück, ja, zu dem von Euch Verhöhnten: zu den drei K`s – Kinder, Küche, Kirche, und zwar mit viel Freude: So möchte ich gerne noch mehr als zwei Kinder haben, damit wir eine große Familie sind. Meinem Mann werde ich treu bleiben, das ganze Leben, und gut kochen möchte ich auch für alle, und die Kinder schön einkleiden, damit sie Würde haben und hübsch aussehen. Von der katholischen Kirche hätte ich zuerst reden müssen, denn sie zivilisiert und zieht uns Menschen ja bereits seit Jahrhunderten zum Höheren, und oft mit Erfolg, auch wenn sie sich leider heute auch hat anstecken lassen von der Weltlichkeit, der Gleichgültigkeit, dem moralischem Durcheinander und der Korruption, die Eure Revolte gefördert hat. Vielleicht hat sie ja auch mit ihrer eigenen Revolution und dem Zweiten Vatikanischen Konzil überhaupt erst die Türen für Euren Wahnsinn geöffnet.

Solltet Ihr doch noch bemerkt haben, dass Eure Träume und Revolten Illusion waren und nur Schaden angerichtet haben, so ist es ja noch nicht zu spät. Bei manch einem war sicher auch viel gute Absicht dabei. Man kann aber immer umkehren und auch öffentlich korrigieren, was man einst vertreten hat. Auch wenn es mit Euren Eltern vielleicht zu spät ist, mit Euren Kindern könnt Ihr noch sprechen und Euch bei Ihnen entschuldigen. Man kann immer die Wahrheit aussprechen, auch wenn sie wehtut. Nur müsst Ihr damit rechnen, dass Ihr, wenn Ihr es öffentlich tut, dann ziemlich durch den Dreck gezogen werdet. Das ist eben die bessere Welt der 68er, wie Ihr sie geschaffen habt. Aber, wie Ihr es ja von Euren Eltern erwartet habt, seid auch Ihr aufgerufen, Widerstand zu leisten. Selbst, wenn er gegen Euch selbst gerichtet ist!

katholisches.info

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