Johannes Maria Schwarz, katholischer Priester – sein aktuelles Projekt

Der katholische Priester Johannes Maria Schwarz wurde einem größeren Publikum bekannt, als er nach einer wirklichen Pilgerreise nach Jerusalem, die er alleine und zu Fuß unternahm, zwei Bücher herausgab und mehrere Vorträge in den deutschsprachigen Ländern halten durfte.

Sein neues Projekt führt ihn auf die längste Pilgerroute durch die Alpen. Dieser Pilgerweg führt ihn auf über 4000 Kilometer durch acht Länder. Er will als Fußpilger mehr als 200 der größten, schönsten, ältesten, höchsten und bedeutendsten katholischen Heiligtümer, Kirchen und Klöster besuchen.

Auf verschiedene Weise können wir ihn
ab dem 15. Mai 2018 tagtäglich begleiten.
HIER
http://4kmh.com/vas/

Ein Priester, der tridentinisch zelebriert.
Johannes Maria Schwarz erklärt die überlieferte Messe

Johannes Maria Schwarz wurde 1978 geboren. In jungen Jahren trat er als Straßenkünstler auf. In Sydney und Linz ließ er sich in Schauspiel und Bildender Kunst ausbilden. Er studierte von 1997-2002 Thelogie am Internationalen Theologischen Institut (ITI in Gaming, heute: Trumau). Daran anschließend absolvierte er in Lugano ein Lizenziats- und Doktoratsstudium. 2004 erhielt er die Priesterweihe und war bis 2013 Kaplan in Triesenberg, Liechtenstein. Von 2007 bis 2012 war er zudem Gastprofessor am Internationalen Theologischen Institut. Seit 2008 ist Vorsitzender des Vereins kathmedia zur Förderung katholischer Medienarbeit.

Der katholische Priester, Dogmatiker und Medienschaffende erhielt 2014 die Berufung zum Vizedirektor am Überdiözesanen Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz. Ab Sommer 2016 erhielt er eine dreijährige Freistellung für katechetische Medienarbeit. Dafür lebt er als Teilzeit-Einsiedler im italienischen Piemont. Neben wissenschaftlichen Arbeiten und Aufsätzen zur Eschatologie und Sakramentenlehre, seinem zweibändigen Reiseaufzeichnungen mit dem Titel „Tagebuch eines Jerusalempilgers“ erschien auch seine 72-teilige Cartoonreihe „3 Minute Catechism“ in 10 Sprachen.

Johannes Maria Schwarz über seine 14000 Kilometer lange Jerusalem-Pilgerreise

Zwei Jerusalem-Pilgerbücher – HIER und HIER bestellen.

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Ihr alle!

Ihr alle, die ihr nach dem erhabenen und göttlichen lichtvollen Erscheinen unseres Heilands Jesus Christus Verlangen habt;
ihr alle, die ihr das überhimmlische Feuer bewußt im Herzen aufnehmen wollt;
ihr alle, die ihr die Versöhnung mit Gott in Erfahrung und Empfindung zu erlangen trachtet;
ihr alle, die ihr, um den im Acker eures Herzens verborgenen Schatz zu finden und zu erwerben, auf alle Dinge der Welt verzichtet habt;
ihr alle, die ihr von jetzt an mit den Fackeln der Seele hell entzündet werden wollt und allem Gegenwärtigen entsagt habt;
ihr alle, die ihr das Himmelreich, welches in eurem Innern ist, in Erkenntnis und Erfahrung erkennen und erlangen möchtet —

kommt heran, und ich werde euch die Kenntnis oder vielmehr
den Weg darlegen zum ewigen oder vielmehr himmlischen Leben,
welcher den, der ihn vollzieht,
ohne Mühe und Schweiß in den Hafen der Leidenschaftslosigkeit führt,
ohne daß man auf ihm vor Täuschung oder Furcht durch Dämonen bangen müßte.

Nur dann kommt Schrecken auf,
wenn wir
außerhalb des Lebens, welches ich euch zeige,
aufgrund von Ungehorsam
irgendwo fern
verweilen.

(Philokalie. – Aus der Abhandlung des Mönches Nikephoros über die Nüchternheit und Bewachung des Herzens)

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Im Stadion des Glaubens kämpfen!

Seitdem der Teufel den Menschen durch den Ungehorsam zum Verbannten des Paradieses und Gottes gemacht hat, fand er zusammen mit den Dämonen Gelegenheit, die Denkkraft eines jeden Menschen sowohl in der Nacht als auch am Tag geistigerweise zu erschüttern — beim einen viel, beim andern wenig, bei einem anderen noch mehr. Man kann diese Denkkraft nicht anders sichern als durch fortwährendes Gedenken Gottes — wenn durch die Kraft seines Kreuzes dem Herzen das göttliche Gedenken eingeprägt wird und es dann die Denkkraft zur Unerschütterlichkeit festigt.

Dazu nämlich führt der Ablauf des geistigen Kampfes, den ein jeder Christ im Stadion des Glaubens an Christus sich zu kämpfen anschickt. Andernfalls wird angesichts eines solchen Kampfes jegliche mannigfache Askese eines jeden, der um Gottes willen Ungemach erduldet, vergebens kämpfen. So erweiche man das Herz des guten (Gottes), damit er (von neuem) diese erste Würde verleihe und der Denkkraft Christus eingeprägt werde. So spricht der Apostel: „Meine Kinder, um die ich von neuem Geburtswehen leide, bis Christus in euch Gestalt annimmt.

Habt ihr gemerkt, Brüder, daß es eine geistliche Kunst gibt, das heißt einen Weg, welcher den, der ihn ausübt, rasch zu Leidenschaftslosigkeit und Gottesschau emporführt? Seid ihr jetzt überzeugt, daß ein jedes praktische Tugendleben bei Gott als das Laub eines Baumes ohne Früchte gilt; und daß für eine jede Seele, welche die Bewachung des Geistes nicht besitzt, dies für sie auf ein Nichts hinauslaufen wird? Darum wollen wir uns eifrig bemühen, damit wir nicht ohne Frucht das Leben beenden und dann unnütze Dinge bereuen.

Frage: Zwar erkennen wir aus der vorliegenden Schrift, was das Tun derer war, welche dem Herrn wohlgefällig waren, sowie daß es eine Tätigkeit gibt, welche die Seele rasch von den Leidenschaften befreit und mit der Liebe Gottes verbindet. Auch wir zweifeln nicht daran, daß sie von einem jeden geschuldet wird, der sich für Christus in den Krieg begeben hat, sondern wir sind sogar sehr davon überzeugt. Worin aber die Aufmerksamkeit besteht und wie man gewürdigt wird, sie zu finden, das bitten wir zu erfahren. Wir sind nämlich noch ganz und gar nicht eingeweiht in diese Sache.

Antwort: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus, welcher gesagt hat: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, werde ich, nachdem wir ihn als Beistand und Gehilfen angerufen haben, nach Vermögen aufzuzeigen versuchen, worin die Aufmerksamkeit besteht und wie man sie, so Gott will, vollbringen soll.

(Philokalie_4/Nikephoros über die Nüchternheit und Bewachung des Herzens)

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Bernhard und das Salve Regina

Die Autorenschaft von marianischen Antiphonen ist besonders schwer festzustellen, weil das Mittelalter die Kategorie Autorenschaft nicht kennt. Wir haben im 21. Jh. immer noch unsere Probleme damit: Was ist schon geistiges „Eigentum“? Und wenn es geistlich ist, ist der Begriff Eigentum ganz verfehlt. Kann man die göttlich gegebene Inspiration juristisch festmachen?

Die zwei berühmten musikalischen Dichtungen, die Bernhard von Clairvaux zugeschrieben werden, sind das Jesus dulcis memoria (O liebster Jesu denk ich dein) und den Jubelzusatz zur Antiphon Salve Regina: o clemens, o pia, o dulcis virgo Maria! Beide Zuschreibungen sind (nach dem Urheberrecht zu schlussfolgern) unwahrscheinlich, doch die Überlieferungen sind für sich genommen wertvoll und vielsagend.

Die Legende vom Salve Regina meint zu wissen, dass als Bernhard zu Weihnachten 1146 in seiner Funktion als Legat im Dom zu Speyer den Kreuzzug predigte, er während des Singens des Salve Regina in Entzückung geriet. Er brach in Jubelrufen an Maria aus. Nach o clemens! sprang er 30 Fuß im Schiff in Richtung Altarraum, nach o dulcis! wieder, usw. Diese Stellen wurden im Dom mit drei Rosenzeichnungen im Fußboden gekennzeichnet.

Andere Überlieferungen, dass er sich alle 30 Fuß niederkniete, wären mindestens im Kontext der cisterciensischen Ritualgeschichte leichter einzuordnen, denn die benediktinische Professliturgie sieht vor, dass der Mönch sich dabei in drei langen Wegabschnitten dem Abt nähert, und bei jeder der drei Etappen den Ruf Suscipe me …! wiederholt. Dabei kam es in lokalen Abweichungen zu verschiedenen Körperhaltungen. Die Tradition kennt eine stehende mit entspannten Armen, eine mit den Armen in Kreuzesform ausgebreitet und eine kniende. Die Speyerer Legende zum Salve Regina könnte eine Verballhornung der monastischen Jubelrufe aus der Professliturgie sein.

Fundort – CISTERCIUM

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Taufe ist Entscheidung und kann gefährlich sein

Hierzulande ist eine Taufe eine weitestgehend profane Veranstaltung, die das Ziel eines Festes, einer fröhlichen Feier hat. Eine katholische Taufe ist aber eigentlich etwas anderes. Dennoch ist auch sie meistens der Anlass für ein Familienfest. Wieder einmal sieht man Menschen in der Kirche, die nicht wissen, wie sie sich benehmen sollen, schwatzen, haben die Hände in der Tasche usw. Das heilige Sakrament ist ein Akt, der gerade noch so akzeptiert wird. Die Fragen des Priesters werden garnicht beantwortet oder sie werden beantwortet, aber man weiß nicht so richtig ob auch das nur Gerede ist. – Widersagt ihr dem Satan? – Glaubt ihr an Gott?

Die katholische Taufe zu erlangen ist bei uns ganz einfach. Die Hürden sind gering.

Das hier angebotene Video zeigt andere Hürden auf, sehr hohe! Es geht steil nach oben – 400 Meter über dem Abgrund. Es gibt nur diesen einen Weg, um zu der Kirche zu gelangen, wo die Taufe gespendet wird. Wir befinden uns in  Äthiopien auf auf einer Höhe von 2.580 Metern. Die Wandmalereien stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Zu dem Video heißt es: „Dies ist die härteste Taufe, die du je sehen wirst – eine Mutter, die ihr Baby zu einer Kirche trägt, die eine fast senkrechte Felswand hinaufführt … sie hat Angst um ihr Kinder, – aber nur so kann es getauft werden und Gott gehören, als Kind Gottes.“

TAUFE in Abuna Yemata Guh, im Norden Äthiopiens

Abuna Yemata Guh, im Norden Äthiopiens

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Pro Missa Tridentina – 21. April in Bamberg

Einladung zur PMT-Hauptversammlung
am Samstag, 21. April 2018, in Bamberg.

Die Kirche St. Jakob ist eine der ältesten in Bambergs und liegt wenige Meter oberhalb des Dombergs auf dem Jakobsberg, einem der sieben Hügel Bambergs. Hier findet das Hochamt statt.

9.30 Uhr Ankleidung des Zelebranten in einer Seitenkapelle.
10.00 Uhr Pontifikalamt, Zelebrant:
Dom Josef Vollberg, Mariawald

12.15 Uhr Mittagessen im „Scheiners“

14.00 Uhr Begrüßung im Spiegelsaal der Harmonie am Schillerplatz
14.15 Uhr Vortrag von
Dr. Peter Kwasniewski, Professor für Philosophie und Musik:
„Im Herzen der heiligen Messe:
Zwölf Glaubenswahrheiten im römischen Kanon“
15.45 Uhr Vereinssitzung

Adressen:
Kirche St. Jakob, Jakobsberg 2, 96049 Bamberg
Scheiners am Dom, Katzenberg 2, 96049 Bamberg
Harmoniesäle („Spiegelsaal“), Schillerplatz 5, 96047 Bamberg

Weitere Informationen unter:
http://www.pro-missa-tridentina.org/news/news_455.htm

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Einkleidungszeremonie mit Dom Josef OCSO
Ehem. Franziskanerkirche St. Jakob, Bamberg

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Tugenden im Wohlergehen und in der Trübsal

Voll Mitgefühl nehme ich an den vielen bitteren Schmerzen Anteil, die Sie erleiden, und doch wird mir viel Trost daraus, zu wissen, daß Sie im Geist der Ergebung leiden. Meine liebe […], die Tugenden, die im Wohlergehen wachsen, sind gewöhnlich zart und schwach, die aber in der Trübsal geboren werden, sind stark und fest, so wie man auch sagt, daß die besten Weine zwischen Steinen wachsen.

Ich bete, daß Gott immerdar inmitten Ihres Herzens sei, damit es inmitten so vieler Schicksalsschläge nicht erschüttert werde und daß er, der Sie an seinem Kreuz teilhaben läßt, Ihnen auch sein heiliges Dulden und diese göttliche Liebe zuteil werden lasse, die Heimsuchungen so wertvoll machen.

Ich werde nie aufhören, den Beistand dieses ewigen Vaters auf eine Tochter herabzuflehen, die ich achte und liebe wie meine Mutter. So bin ich […] ganz der Ihre in Unserem Herrn …

(Franz von Sales, Bd. 6, S. 370)

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