Die Schulterwunde des Heilandes

Herr Jesus Christus,
wenn wir Deinem Kreuzweg betend nachfolgen,
wollen wir Deine heiligen Wunden betrachten;
besonders Deine Schulterwunde,
die Dir solch unsagbare Schmerzen bereitete.
Mögen Deine heiligen Wunden
sich so tief in unsere Herzen einprägen,
dass wir stets bereit sind,
Dir in allem nachzufolgen.
Amen.

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Cathedra Petri – Petri Stuhlfeier – 22. Februar

Für die Feinde der Kirche

Liebet eure Feinde,
tuet Gutes denen, die euch hassen,
betet für jene, die euch verfolgen und verleumden!

Herr Jesus Christus,
DU hast Saulus, der Dich verfolgte,
in wunderbarer Weise zu Deiner heiligen Kirche bekehrt
und ihn zu einem Gefäß Deiner Auserwählung gemacht.
Wir bitten Dich, schenke auf seine Fürbitte,
allen, die Deine Kirche verfolgen,
die Gnade der Einsicht und Bekehrung.
Der Du lebst und als König herschst
vom Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

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Warnung vor sedisvakantistischer Argumentation

[…]

Man kann übrigens ganz allgemein nur vor solchen pseudotheologischen Schriften bestimmter Sedisvakantisten warnen, die immer wieder die Ungültigkeit der modernen Sakramente, v. a. auch der Priester- und Bischofsweihe, nachweisen wollen.

Daß es in der Kirche seit Jahrzehnten bis in die höchsten Spitzen hinein einen erschütternden Verrat am depositum fidei, am überlieferten Glaubensgut gibt, habe ich selbst ja immer wieder nachzuweisen versucht, so daß mich wahrlich niemand der Anbiederung an die derzeitigen offiziellen Autoritäten bezichtigen kann.

Wie jene Leute aber vorgehen, die meist ohne adäquate wissenschaftliche Vorbildung (u. a. auch ohne ausreichende Kenntnis der heiligen Sprachen!) die Gläubigen verunsichern, bedeutet, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Wenn sie recht hätten (Irrealis!), wären mehr als eine Milliarde Katholiken, die vielfach von Schuld ganz oder weitgehend frei sein können, der Sakramente und damit der göttlichen Gnadenmittel beraubt – eine Ungeheuerlichkeit, die Gott angeblich zulassen soll!

Ich habe mir immer wieder derartige Traktate und Traktätchen genauer angeschaut. Sie lohnen keine Erwiderung. Möge das eine oder andere Argument vielleicht sogar überzeugen (was eher seltener der Fall ist), so sind die weitgehenden Schlußfolgerungen stets absurd.

Glauben diese Leute wirklich, theologisch gebildeter, geistig weitsichtiger und spirituell frommer zu sein als jener große französische Bischof, dem der ganze Widerstand gegen das moderne Zerstörungswerk in der Kirche im wesentlichen zu verdanken ist?
Erzbischof Marcel Lefebvre hat immer solche Radikalpositionen abgelehnt.

Freilich empfahl er zugleich beispielsweise, in der Regel die Neue Messe zu meiden, da sie, obwohl meist wohl nicht ungültig, doch aus häretischem Geist stamme und auf Dauer in die Häresie führe.

(Dr. H.-L. Barth, Kirchliche Umschau, Januar 2018 )

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Generalkapitel der Piusbruderschaft

„Tradidi quod et accepi“
„Ich habe weitergegeben, was ich auch empfangen habe“
(1 Kor. 11, 23)

Vom 11. bis 21. Juli 2018 findet im Schweizer Ecône das IV. Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Pius X. statt. Einen Ausblick auf den vielleicht wichtigsten Programmpunkt gewährte in einem Interview der Generalsekretär der FSSPX, Pater Christian Thouvenot. Er sagte:

Unsere Statuten sehen vor, dass die Priesterbruderschaft „die nötigen Schritte unternehmen wird, um den Status eines Institutes päpstlichen Rechts zu erlangen“. Das war übrigens auch das Anliegen von Erzbischof Lefebvre gegen die ungerechte und illegale Auflösung der Priesterbruderschaft im Jahr 1975 und zu der Zeit der Anerkennungsvorschläge, die er im Jahr 1987 formulierte. Diese Frage unseres regulären Status ist jedoch eine Konsequenz der nicht normalen Lage der Kirche und des harten Vorgehens gegen uns. Wir sind katholisch, römisch, zutiefst mit dem Papst und der Hierarchie der Kirche verbunden, aber eben im katholischen Glauben. Wir folgen dem Papst als dem Stellvertreter Christi und Nachfolger des heiligen Petrus, nicht Luther oder Lamennais. Wir erkennen das Lehramt, die Autorität des Papstes und der Konzilien an, aber eben in der Kontinuität der Tradition und nicht in den Neuerungen, die den Glauben, die Liturgie und die Lehre der Kirche verderben.

Es ist wahrscheinlich, dass sich die Frage des Status einer Personalprälatur auf dem Kapitel stellt. Der Generalobere jedoch leitet allein die Priesterbruderschaft, und er trägt die Verantwortung für die Beziehungen der Tradition zum Heiligen Stuhl. Im Jahr 1988 hat Erzbischof Lefebvre diesen Punkt ganz deutlich hervorgehoben.

Es wäre wichtig, dass die Gläubigen ab jetzt für die Anliegen des Kapitels beten, und in einem weiteren Sinne auch für die Entwicklung der Bruderschaft als Werk der Kirche, …

Quelle Piusbruderschaft St. Pius X.

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Sr. Ruth in Maria Frieden verstorben

Am Dienstag, 13. Februar 2018 um 13.45 Uhr ist in der Trappistinnenabtei Maria Frieden in der Eifel Schwester Ruth Mersmann von ihrem Herrn und Meister in die Ewigkeit abberufen worden. Das Requiem und die Beerdigung fanden am Freitag, den 16. Februar in der Abtei Maria Frieden statt.

Äbtissin Maria Gratia und die Schwestern bitten
um ein Gebet für das Seelenheil von Sr. Ruth.

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Ruth Mersmann wurde am 22.3.1931 in Oelde im Münsterland geboren und blieb ihrer Heimat lebenslang sehr verbunden. Mit drei Schwestern und einem Bruder wuchs sie dort auf, von diesen lebt jetzt nur noch ihre Schwester Gerti. Als sie nach der Schule zur Lehrerin ausgebildet wurde, engagierte sie sich leidenschaftlich für die neu entstehenden Konfessionsschulen und gab sich begeistert dem Lehrerinnenberuf hin. Schon war sie für die Aufgabe einer Konrektorin ausersehen, da traf sie der Ruf des Herrn, und sie trat am 1.9.1968 in Maria Frieden ein.

Dort übte sie aufgrund ihrer Tüchtigkeit die verschiedensten Tätigkeiten aus in der Weberei, der Paramentenwerkstatt, im Vestiarium, in der Küche. 1983 und 1984 leitete sie die Klostergemeinde. Die letzten Jahrzehnte übte sie das Amt der Hauscellerarin aus und sorgte für das leibliche Wohl der Mitschwestern, auch als sie schon an Darmkrebs erkrankt war.

In ihrem geistlichen Leben war sie immer eifrig, stand täglich schon lange vor der Vigil, die um 4 Uhr beginnt, auf und betete still in der Kirche. Eine sichtbare Frucht ihrer geistigen Arbeiten stellt das Werk „Von den sieben Weisen der Minne“ der Beatrijs von Nazareth dar, das Sr. Ruth vom Altniederländischen ins Deutsche übersetzte. Mit vielen, v.a. geistlichen Persönlichkeiten stand sie in Kontakt und konnte zahlreiche Menschen bereichern. Hans Urs von Balthasar, Ruusbroec oder Meister Eckart waren ihre bevorzugten Autoren.

Als temperamentvoller Mensch sorgte sie für Ordnung in ihren Verantwortungsbereichen und lebte stets persönlich arm und sehr bescheiden. Die Schule blieb ein Lieblingsthema. Mit Kindern konnte sie immer gut umgehen, auch Blumen fühlten sich wohl unter ihrer Pflege. Das Kreuz und unsere Pieta schmückte sie jahrzehntelang hingebungsvoll mit Pflanzenarangements. Der Herr lohne Sr. Ruth ihren unermüdlichen Einsatz für die Klostergemeinschaft im Dienst des Herrn.

RIP

Letztes Harren auf den Herrn. Friedhof Maria-Frieden

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Messe und Kreuzesopfer

Die heilige Messe ist in ihrem Wesen eine Nachbildung des Kreuzesopfers Christi, aber nicht ein leeres, schattenhaftes Bild, wie es etwa ein Passionsspiel ist, sondern eine wirkliche Darstellung, in welcher derselbe Christus, der sich am Kreuze opferte, lebendig, wenn auch nicht in blutiger Weise, im gleichen Geist und mit derselben inneren Gesinnung sich opfert wie ehedem am Kreuze.

Die heilige Messe ist demnach ein lebendiges, die Wirklichkeit geheimnisvoll in sich schließendes Bild, eine lebendige Vorführung und in diesem Sinne eine wesenhafte Vergegenwärtigung oder Erneuerung des Kreuzesopfers.

Die heilige Messe schließt also eine innere und wesenhafte Beziehung zum Kreuzesopfer einem wahren Opfer. Darin liegt die Würde und Bedeutung der heiligenMesse, dass sie ein und dasselbe Opfer ist wie das am Kreuze, ebenso heilig, ebenso gottgefällig.

Deshalb verschafft auch sie Gott unendliche Ehrung, bietet ihm unendlichen Lobpreis, unendliche Danksagung und Anbetung.

Für uns ist jede heilige Messe dieselbe Frucht wie das Kreuzesopfer:
sie wendet uns die von Christus am Kreuze erworbenen
Verdienste, Gnaden und Genugtuungen zu.

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Ein Gedanke über Priester und ihr zölibatäres Leben

In Anlehnung an die traurige Geschichte desjenigen Priesters, der seine Berufung aufgibt und mit einer sogenannten Geistheilerin weiterleben will – HIER -, einige wenige Gedanken zur Lebensweise der Priester.

Die Ehelosigkeit des Priesters -um des Himmelreiches, also um Gottes Willen- ist in ihrer Loslösung von allen irdischen Bindungen eine wesentliche Unterstützung seiner persönlichen Glaubwürdigkeit, ebenso wie seiner Verkündigung. Verweist nicht das Evangelium die Menschen auf die unsichtbare Gnade, die erst im jenseitigen Leben zur Vollendung gelangen soll? Jesu Evangelium verlangt von den Menschen die Lösung zumindest von allen unerlaubten und unrealistischen Bindungen. So ist der Zölibat des Priesters, weil er nur aus der Kraft des Glaubens erwachsen kann, eine sicher starke Bekundung seines Glaubens an Gott.

Trotz aller Anfeindungen von innen und außen ist der Verzicht auf das natürliche Leben eine Bekräftigung der Lehre des Evangeliums und gleichzeitig eines der stärksten und wirksamsten Zeichen. Der Mensch legt heute scheinbar mehr als je zuvor Wert auf die Geschlechtlichkeit. Wird sie nicht überbetont? Ist nicht volles Menschsein auch möglich ohne die Aktivierung der Geschlechtlichkeit?

Zölibat meint ehelose Keuschheit. Aber Keuschheit ist ein Wert, der nicht alleine vom zölibatär lebenden Priester oder einer Ordensperson verlangt und versprochen wird. Gerade jene, die meinen, diesen Personen solle man ermöglichen Partner zu haben sei gesagt, dass der größte und weitverbreitetste Ort der Übung der Keuschheit jener der ehelichen Gemeinschaft ist. Bei aller Freude über sexuelle Gemeinsamkeit ist doch der Verzicht ein weitaus umfassenderer Bereich einer Ehe. Liebe bestätigt sich in der Treue, weniger in der Ausübung sexueller Praktiken.

Dazu zu stehen und zu akzeptieren verlangt reife Menschen. Der zölibatär lebende Priester muss verstehen, dass er seinen Wert nicht erst aus der Hinordnung auf einen anderen Menschen bezieht, schon gar nicht in geschlechtlicher Beziehung. Seine Berufung ist es, keusch zu leben und darin ein Zeichen zu sein einzig für die Verfügbarkeit für Gott.

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