Sr. Sabine ist heimgegangen. – Eine Französin in einem deutschen Trappistinnenkloster als ein Zeichen der Völkerfreundschaft

Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen;
gelobt sei der Name des HERRN. (Ijob1,21)

RIP

Die Äbtissin und die Trappistinnen der Abtei Maria Frieden vermelden, dass am 19. Februar 2019 Schwester M. Sabine Vantroys OCSO vom Herrn heim gerufen worden ist. In der Mitteilung, die allen Klöstern des Ordens gegangen ist, heißt es:

Sr. Sabine war vielen Menschen bekannt, nicht nur als Herstellerin und Verkäuferin unseres Klosterlikörs plus Erfinderin des Hautöls und Kastanienextrakts, sondern auch als unermüdliche Pflegerin und Begleiterin von Sr. Justina, die viele Jahre an Alzheimer litt –und als Dolmetscherin verschiedener Äbtissinnen bei Generalkapiteln und anderen Versammlungen. Außerdem hat sie sich akribisch und konsequent mit Themen befasst wie die Regel des hl. Benedikt, die Buchmalereien von Stephan Harding in Cîteaux oder die Moralia in Job von Gregor dem Großen.

Sabine, wie sie auch mit Taufnamen hieß, wurde am 6.April 1940 in der berühmten Rue du Bac geboren (allerdings ohne zu wissen, was es in dieser Straße Besonderes gab!) und wuchs dort auch auf mit 3 Schwestern und 2 Brüdern. Sie war die Älteste. Ihr Vater, ein Marineoffizier, später Ingenieur für Stauwerke, gehörte im Krieg dem Widerstand an und folgte de Gaulles Ruf nach England. Dort tauchte er unter einem anderen Namen unter, um seine Familie nicht zu gefährden. Sabine vermisste ihren Vater in den Jahren seiner Abwesenheit sehr, denn es war keinerlei Kommunikation möglich. Aber schließlich kam er nach dem Krieg wieder zurück –mit englischen Pferden! Diese züchtete er und dann gehörte zur Familie eine Pferdefarm, die noch heute in kleinen Ausmaßen existiert.

Sabine studierte Mathematik und Physik, später Geologie und Biologie. 1963 arbeitete sie für EURATOM über Radioaktivität und bekam für ein Jahr ein Stipendium in den USA.

Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich entschied sie sich zum Klostereintritt am 21.3.1966. Vielleicht spielte dabei eine Rolle, dass sie einen Onkel in Cîteaux hatte namens P. Thibaut. 1969 trat sie als Novizin wieder aus, kam aber ein Jahr später zurück und trat aufs Neue am 30.8.1970 ein. Diesmal hielt es!

Es war ihr ein Anliegen, als Französin in Deutschland zu leben als Zeichen der Völkerfreundschaft. Gerade weil ihr Vater im Widerstand gegen die Nazis auch viel gelitten hatte und gerade weil die Franzosen allgemein nicht gut auf die Deutschen zu sprechen waren, wagte sie bewusst diesen Schritt und hat es auch nie bereut. Allerdings tat sie sich durchaus schwer mit der deutschen Mentalität und jubelte immer, wenn es mal echten französischen Käse gab oder französisches Weißbrot.

In Maria Frieden war sie viele Jahre im Kuhstall beschäftigt. Auch später sagte sie noch oft, von den Kühen habe sie viel gelernt. Sr. Sabine war philosophisch veranlagt und dachte über alles lange nach. Wenn neue Kälber geboren wurden, erfand sie immer interessante Namen für diese. Unvergesslich, wie sie einmal alle Kälber nach Musikinstrumenten benannte und in einem anderen Jahr nach Neumen wie Clivis, Scandicus, Torculus, Trivirga usw.

Von der Frischmilch versuchte sie sich auch mit der Käseherstellung, aber meist war es nur geeignet für die Kommunität. Leider mussten wir irgendwann die Kühe aufgeben, weil die Milch zu billig wurde. Dann übernahm Sr. Sabine den Elixierbetrieb.

Und schließlich kam daneben noch die Betreuung von Sr. Justina dazu, unserer früheren Äbtissin, die sie auf Schritt und Tritt überall mitnahm. Das war heroisch, aber Sr. Sabine erklärte oft, dass sie nicht wüsste, wer wem mehr zu geben hätte. Beide waren glücklich miteinander und fühlten sich auch sehr gut in die Kommunität eingegliedert. Als Sr. Justina schließlich 2018 starb, wusste niemand, wie Sr. Sabine es verkraften würde. Sie nahm es gut an, zumal es eine wirkliche Erlösung für Sr. Justina bedeutete.

Doch Sr. Sabines Kräfte schwanden zusehends, auch wenn sie alle Energie aufbot, um die alltäglichen Arbeiten weiter fortzusetzen. Sr. Sabine blieb sich selbst sehr treu und lebte etwas zurückgezogen, auch wenn sie sich der Gemeinschaft nie verschloss.

Mit der deutschen Sprache kam sie ihrer Meinung nach nie besonders gut zurecht und dachte, betete, träumte und rechnete immer französisch. Sogar eine Ausbildung als Computermanagerin hatte sie als Trappistin in Frankreich absolviert und erzählte gern, dass sie die Entwicklung des Computers von Anfang an mitverfolgt hatte, als man noch mit Lochkarten operierte.

Der Lymphdrüsenkrebs, an dem sie schon viele Jahre gelitten hatte, begann sich zu verschlimmern, bis sie schließlich mit Fieberschüben und Lungenentzündung ins Kranken-haus eingeliefert wurde. Am Ende durfte sie zu Hause sterben, was auch ihr Wunsch war.

Jetzt sind wir überzeugt, dass sie im Himmel vollkommen glücklich ist und alle wiedersieht, die sie je vermisst hat.

Quelle – OCSO.org

Die Beerdigung von Schwester Sabine war am 22. Februar.

BETET für ihr Seelenheil!

+

 

Werbeanzeigen

Trappistin Sr. M. Justina Lumcer +

„Wenn wir so in Geduld an den Leiden Christi Anteil haben,
dann dürfen wir auch mit ihm sein Reich erben.“
(Regel des hl. Benedikt, Prol. 50)

Während am Mittwoch, den 8. August 2018 ihre Mitschwestern in der Abteikirche von Maria Frieden die Komplet sangen, ist Sr. M. Justina Lumcer OCSO zu dem heim gerufen worden, der sie einst in die Trappistinnenabtei Maria Frieden geführt hat.

Über Sr. Justinas Leben könnte man mehr als ein Buch schreiben. Sie war ein ganz besonderer Mensch und gleichsam immer wie von einem Geheimnis umgeben. Sie war eine geborene Tschechin, Ärztin, Ehefrau, Witwe, Trappistin – und langjährige Alzheimerpatientin.

„Geboren am 22.5.1942 in der damaligen Tschechoslowakei wuchs sie als Einzelkind im Kommunismus auf, studierte in Prag Medizin, promovierte, wurde Fachärztin in einer Lungenklinik auf 1000m Höhe. Zeitlebens liebte sie die Hohe Tatra und war eine echte Bergsteigerin. Sie heiratete einen Ingenieur und Bergsteiger, und beide beschlossen eine Flucht über die eigentlich unüberwindbare Grenze. Die Flucht gelang, sie wanderten aus nach Nordamerika, wo sie aber auch nicht fanden, was sie suchten: eine gute Arbeitsstelle und Heimat als Christen. Leider machten sie viele negative Erfahrungen, aber es gab auch Momente der Dankbarkeit. Justinas Mann Edmund erkrankte schwer, so dass sie nach Deutschland auswanderten, wo Justina eine bessere Chance hatte, den Unterhalt für beide zu verdienen. Sie wurde Oberärztin in Würzburg. Nachdem ihr Mann gestorben war, versuchte sie sich neu zu orientieren. Im tiefsten Herzen zog es sie ins Kloster. So klopfte sie an der Pforte von Maria Frieden an. Der Eintritt wurde ihr nicht leicht gemacht. Doch sie hielt stand. Das war am 26.2.1978. Und schon wenige Jahre nach ihrer Feierlichen Profess 1984 wurde sie zur Superiorin ad nutum ernannt, drei Jahre später zur Äbtissin gewählt. Nach ihrer regulären Amtszeit von 6 Jahren wurde sie eine Amtsperiode später nochmals zur Äbtissin gewählt. Gegen Ende dieser 2. Amtszeit machten sich die Symptome einer Alzheimer-Erkrankung bemerkbar. Als Ärztin war ihr klar, was da auf sie zukam. Solange sie noch dazu fähig war, opferte sie diese Krankheit bewusst Gott auf und begab sich ohne Abstriche ganz in Seine Hände. Mehr als ein Jahrzehnt dauerte ihr Leidensweg. Sie machte alle Stadien der Krankheit durch, und das war nicht nur für sie selbst, sondern auch für die Kommunität eine große Herausforderung. Es fand sich, dass Sr. Sabine zu ihrer ständigen Begleiterin und Fürsorgerin wurde. Auf diese Weise war es möglich, sie bis zum Schluss bei uns zu behalten. Sr. Justina blieb treu bis zum Ende und hatte sicher einen hohen Grad der Gottesvereinigung erreicht mit einer sehr reinen Seele. Möge sie nun in der Herrlichkeit des Himmels die Freude der Erlösten verkosten.“

Sr. Justina möge ruhen in Frieden!

Beten auch SIE eine Ave für die Seele der Verstorbenen Trappistin!

Die Beerdigung mit Requiem findet statt in Maria Frieden am
Samstag, dem 11. 8. 2018 um 10 Uhr.

+

 

 

Pater Pius OCSO +

Am 23. Mai 2018 ist der Mariawalder Trappist Pater Pius Hans von Gott in die Ewigkeit abberufen worden. Sein Heimgang erfolgte im Krankenhaus zu Mechernich.

Er wurde 1932 in Gronig im Saarland geboren. 1955 trat er in Mariawald ein und machte 1960 seine feierliche Profess. Nach einem Theologiestudium in Monte Cistello in Rom wurde er 1962 zum Priester geweiht. Pater Pius war in seinem Kloster U. a. Prior, Novizenmeister und Cellerar. Seit über 20 Jahren war er Rektor bei den Trappistinnen in Maria Frieden.

Die Schwestern von Maria Frieden schreiben:

Pater Pius war Mönch von Mariawald und kam in den letzten 22 Jahren seines Lebens als Hausgeistlicher (Rektor) nach Maria Frieden, um hier wie ein Einsiedler zu leben und uns Schwestern zu betreuen durch die tägliche Eucharistiefeier, durch Beichte, Krankensalbung, wöchentliche Vorträge und Vieles mehr. Er war ein durch und durch redlicher Mensch, überaus treu und diskret und sehr belesen. Als Beichtvater wurde er von vielen Menschen der nahen und fernen Umgebung geschätzt und verehrt. Sein Gebetsleben zeigte Intensität, Authentizität und Ausdauer.

Wir sind überzeugt, dass er dem Herzen Gottes sehr nahe stand und ein wahrer Mönch, Priester und Nachfolger Christi war.
Martin Hans, wie er mit weltlichem Namen hieß, wurde geboren am 27.10.1932 im Saarland, trat am 25.4.1955 in Mariawald ein, wurde einen Monat später eingekleidet und legte die zeitliche Profess am 30.5.1957, die Feierliche Profess am 8.9.1960 ab. Er studierte in Rom Theologie und empfing die Priesterweihe am 20. 8.1962. Im Kloster erfüllte er viele Ämter, u.a. Novizenmeister und Zellerar. Handwerklich begabt konnte man ihn für jede Arbeit einsetzen. Er kannte viele Menschen, die er regelmäßig mit Weihnachts-und Namenstagsgrüßen bedachte. Kaum einen Brief ließ er je unbeantwortet. Im letzten Jahr seines Lebens, wo er sehr pflegebedürftig war, entschuldigte er sich immer wieder, dass er nicht mehr schreiben könne, und er zeigte sich dankbar für die liebevolle und geduldige Fürsorge von Sr. Mechthild. Wir Schwestern vermissen ihn, freuen uns aber auch für ihn, dass er jetzt nicht mehr leiden muss.

Das Requiem mit anschl. Beerdigung findet voraussichtlich am Samstag, 26.5. 2018 um 14 Uhr in der Abtei Maria Frieden statt.

Pater Pius möge ruhen in Frieden!

+

 

Sr. Ruth in Maria Frieden verstorben

Am Dienstag, 13. Februar 2018 ist in der Trappistinnenabtei Maria Frieden in der Eifel Schwester Ruth Mersmann von ihrem Herrn und Meister in die Ewigkeit abberufen worden.

+

Aus Gründen des Datenschutzes
musste der hier zunächst veröffentlichte Beitrag entfernt werden.

+

Sr. Ruth Mersmann
Trappistin in Maria Frieden
geboren am 22.3.1931,
Klostereintritt am 1.9.1968,
gestorben am 13. Februar 2018.

Sie möge ruhen in Frieden!
RIP

Abtei Maria Frieden

+

 

Trappistin Sr. Anna in Maria Frieden verstorben

Die Trappistinnen von Maria Frieden in der Eifel vermelden:

Heute früh, 21. April 2017, kurz vor 4 Uhr,
ist unsere geliebte

Sr. Anna Stöcklein

zum Herrn heimgegangen.


Mit dem Freitag der Osterwoche verbinden sich das Kreuz und die
Auferstehung auf vollendete Weise, sehr passend für sie.

Sr. Anna war unsere allseits bekannte Pfortenschwester,
die auf charismatische Weise alle Gäste wie Christus empfangen hat
und zur Klausur hin die Verbindung nach Außen schaffen durfte.

Stets blieb sie gütig und aufmerksam im Hintergrund,
und die Jahre ihrer Alterschwäche hat sie mit Gleichmut und Humor ertragen.

Bis zum Schluss hatte sie ein gutes Wort für jedermann.

Ihr Geburtstag war am 31. Juli 1923, ihre erste Profess legte sie 1965 ab.

Im Dienst von Maria Frieden war sie nicht nur
für ihr offenes Ohr und verstehendes Herz geschätzt,
sondern auch für ihren grünen Daumen,
mit dem sie die vielen hundert Pflanzen
im Gästehausflur und vor dem Haus versorgte.

Wir freuen uns mit ihr, dass sie jetzt zur Himmelspforte eingehen durfte,
aber wir vermissen auch ihr freundliches, heiligmäßiges Dasein.

Die Schwestern von Maria Frieden
Sr. Gratia
Äbtissin

 Schwester Anna möge ruhen im Frieden des Herrn!

Betet für die Seele der Verstorbenen!