O je Maria-Laach

Zitat:

In Maria Laach hat der Literaturprofessor Gelegenheit zum Gespräch mit einigen Mönchen. Er begegnet in den Aussagen desjenigen Mönches, mit dem er sich unterhält, dem „Geist des Konzils“ und der modernen Sprache der heutigen katholischen Kirche, ihren nachahmenden Ideen des Mainstreams und vielen Phrasen über Barmherzigkeit und einen gemeinsamen Glauben. Ganz auf seinen Onkel bezogen stellt der Klostergast die Frage: „Was denken Sie: Könnte man glaubhaft Mitglied in einem Orden werden, ohne diese spezielle Gemeinschaft durchgängig zu wollen? … könnte man seine Mitbrüder und alle Welt täuschen?“ Der Pater aus Maria Laach fragt daraufhin zunächst zurück, welche Gemeinschaft man denn schon durchgängig wollen könne, um dann seine Einschätzung mitzuteilen, dass es sehr ungewöhnlich wäre, wenn jemand bewusst in einen Orden eintrete, den man eigentlich ablehne.

In der konkreten Auseinandersetzung, was eine traditionelle Klostergemeinschaft und ihre Anhängerschaft von der modernen Kirche unterscheide, findet der Benediktinermönch vom Laacher See „keine Gebrauchsanweisung“. Leider gebe es so etwas nicht, dass man lerne, „wie man sein Leben im Geist Gottes führt“.
Es bleibt nicht bei dieser Aussage, die so stark der katholischen Tradition und Frömmigkeitsgeschichte widerspricht. Der fiktive Pater fährt im Gespräch mit dem Protagonisten fort: „Mein Stichwort für die Zukunft ist jedenfalls offensive Patchwork-Religiosität.“ Damit meine er „alle möglichen spirituellen Elemente aus fernöstlichen Religionen, Esoterik, New Age“. Er sehe diesen „Mix von Praktiken und Glaubensinhalten“ als „völlig normal“ an, weil „die Menschen“ heute mit „diesem Religionscocktail“ aufwüchsen. „Warum sollen wir nicht fördern, was die Menschen wählen?“

Keine Frage, dass solchen Aussagen im Kontrast stehen zu dem, was etwa ein Mönch von Bellaigue oder von Reichenstein sagen würde.

Dieser Kontrast spiegelt sich auch in der weiteren Beschreibung der Abtei und der modernen Mönche von Maria Laach durch die Autorin. So schildert Josten den Handschlag des Mönchs, der seinen Gast empfängt, als ohne Druck, butterweich und seifig. Auch der Eindruck beim Besuch des Literaturprofessors in Klosterladen und Buchhandlung ist erhellend. Der Leser begegnet „kirchenbiederes Randsortiment. Bronzene Seelentröster für die Hosentasche. Getöpfertes Geschirr. Enthusiastisch verschlungene Glasarbeiten in schreienden Farben. In den Regalen dahinter die religiöse und belletristische Auswahl.“

Der Literaturprofessor findet das Buchsortiment im Klosterladen „gleichermaßen freisinnig und unverbrämt“ und kauft sich prompt „ein Werk zu Anstößigen Bibeltexten und ihren Erläuterungen“.

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Äbtissin Marcellina Pustet +

10. Äbtissin des Klosters Säben in Südtirol 1970–1996

* 29. Feb. 1924 Regensburg
† 9. April 2019 Säben.

Altäbtissin Marcellina Pustet, die erste und einzige Ehrenbürgerin der Stadt Klausen, hat unsere Welt verlassen. Marcellina Pustet war etwas über ein Vierteljahrhundert die zehnte Äbtissin und große Reformerin auf dem Klosterberg.

Sie starb am Dienstag, liebevoll betreut, 95-jährig im Kreise ihrer Mitschwestern. Die Trauer und Anteilnahme im ganzen Land sind groß.

Mit dem Wahlspruch „Aus Liebe vertrauend“ hatte Marcellina Pustet im Jahre 1970 das Amt als Äbtissin und Hüterin der alten Glaubensfeste auf Säben übernommen. Ein Vierteljahrhundert leitete sie die Geschicke der Klostergemeinschaft.

Marcellina (Elisabeth) wurde am 29. Februar im Schaltjahr 1924 in Regensburg in der tief religiösen Verlegerfamilie Pustet geboren. Nach dem Gymnasium studierte sie Germanistik, bis der Bombendonner des Zweiten Weltkrieges ihr Studium unterbrach.

Sie kehrte in den Verlag ihrer Familie zurück, und da ihr Vater bis 1948 in russischer Gefangenschaft war, musste Elisabeth als älteste Tochter den Verlag leiten, unterstützt von einem geistlichen Rat. Der christlichen Tradition ihres Familienhauses entsprechend stand sie im Widerstand zum Nazi-Regime.

Neben der Verlagsarbeit besuchte Pustet aber auch die theologische Fakultät. Dabei fiel ihre Entscheidung, mit fast 30 Jahren ins Kloster Herstelle in Ostwestfalen einzutreten.

Mit fast 30 Jahren ins Kloster eingetreten

15 Jahre lebte Schwester Marcellina als Chorschwester in diesem großen Benediktinerinnen-Kloster. 1968 weilte sie erstmals im Kloster Säben. Freigestellt vom Stammkloster sollte sie dem Säbener Konvent hilfreich zur Seite stehen.

Ihr offenes, aufgeschlossenes Wesen, ihre tiefe Religiosität und zupackende Art bewogen die Ordensgemeinschaft Säbens, nach dem Ableben der neunten Äbtissin Marcellina Pustet im Jahre 1970 zur zehnten Äbtissin zu wählen.

Quelle

Kurzvideo

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Noch einmal Frankreich …

… und zu der dortigen religiösen und gesellschaftlichen Situation, die sich nur unwesentlich von jener in Deutschland unterscheidet. Der Abt der berühmten Benediktinerabtei in Solesmes, Dom Philippe Dupont, sagte an Ostern, in dem er auch an unser Land erinnerte:

„Wir sehen, wie die Christen inmitten einer Gesellschaft, die ihre christlichen Wurzeln ablehnt, aber durch die Verbrennung einer Kathedrale bewegt werden kann, die Pflicht haben, sich laut und klar an die Prinzipien einer Zivilisation der DDR zu erinnern. Wenn der Herr uns bittet, mögen unsere guten Werke in der Welt glänzen, möge unsere Heiligkeit die Gesellschaft erleuchten, möge unsere Reinheit des Lebens signalisieren und Sünde anklagen, möge unser christliches Verhalten allen eine Botschaft von Frieden und Frieden senden Liebe: so wird alles gemacht, um Gott die Ehre zu geben.

Wir werden Könige sein in dem Maße, dass wir nicht von unseren Leidenschaften überwältigt werden, sondern von der durch den Heiligen Geist in uns verbreiteten Liebe bestimmt werden.

Sicher werden wir immer gegen den Fürsten dieser Welt kämpfen müssen; wenn er besiegt ist, kämpft er erneut und versucht, die Oberhand zurückzugewinnen; lasst uns wachsam und kämpfend durch Gerechtigkeit und Wahrheit, durch Liebe und Dienst stark sein: Victor Rex; Unser König ist siegreich.

Da wir mit Christus auferweckt werden, müssen wir die Realitäten von oben suchen und uns am Leben Christi orientieren. Unsere Stadt ist bereits im Himmel, aber wir bleiben auf dem Boden, und wir müssen die Welt durch unser Gebet, unser Handeln und unser Verhalten verändern und sie wie Sauerteig mit dem ewigen Gedanken verbinden von Gott.“

(Dom Philippe Dupont OSB, Abt von Solesmes)

Quelle – Abbaye Saint-Pierre de Solesmes

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Die Abtei Saint-Pierre zu Solesmes hat eine sehr ansprechende Internetseite, die in weiten Teilen auch in deutscher Sprache verfasst ist: – http://www.solesmes.org/

Solesmes, Chorgestühl, 19. Jh.
Solesmes, Chorgestühl, 19. Jh.

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In der Abtei Mariendonk investieren sie in Indexfonds

So um Weihnachten und Sylvester herum bringen allerlei Zeitungen und Zeitschriften, auch solche, die eher wenig positiv über Glauben und Kirche berichten, manchmal schöne Geschichten aus irgendeinem Kloster. Zu Sylvester 2018 hat die Süddeutsche Zeitung den klösterlichen Aufmacher gebracht: „Morgens beten, abends zählen“. Es gibt darin nichts Heimeliges zu lesen, stattdessen geht es um handfeste Finanzpolitik

Im Bistum Aachen, wo es ohnehin scheinbar in der Hauptsache ums liebe Geld geht, weshalb, wie bekannt, sogar die Aachener Printen gegen Geld in den Kellern des Kaiserdomes lagern, gibt es ab Sommer nur noch ein einziges monastisches Kloster, also eines, bei dem das Beten im Vordergrund steht. Und dieses Kloster hat die SZ gefunden um über – nein, nicht einzelne Aktien -, sondern über Indexfons zu berichten, weil die dem Kloster „mehr Zinsen“ bringen.

In der Abtei Mariendonk in Grefrath ist Schwester Lioba für das Geld zuständig. Für jede der 27 Schwestern verwaltet sie ein Vermögen von etwa 65 000 Euro – das beinhaltet den Unterhalt, Anteil an Sanierungen, die Altersvorsorge. Schwester Lioba hat es vor einigen Jahren ins Wall Street Journal geschafft – als die Nonne, die morgens betet und nachmittags mit Aktien handelt. Das ist natürlich sehr vereinfacht. Aber die Cellerarin, wie das Amt in der Fachsprache heißt, setzt tatsächlich auf Wertpapiere. Bis 2013 investierte der Orden in einen Aktienfonds, aufgelegt von der katholischen Kirche, sowie in Festgeld und Sparbriefe. Als die Zinsen zu stark sanken, suchte sie Alternativen. Inzwischen investieren die Nonnen auch in fünf Indexfonds. Schwester Lioba behält die Depots im Blick, kontiert Rechnungen, spricht sich mit ihrer Mitschwester aus der Buchhaltung ab. „Ich kaufe keine Einzelaktien, auch wenn ich mich intensiv mit Geldanlagen beschäftigt habe“, sagt die Cellerarin – aber eben Fonds. In Absprache mit der Bank und dem Wirtschaftsrat von Mariendonk, zu dem die Äbtissin und Priorin gehören, und die Schwester, die Hausmeisterarbeiten erledigt. Gemeinsam haben sie überlegt, nach welchen Kriterien, vor allem ethische, sie ihr Geld anlegen möchten. So investieren die Schwestern auch in zwei Mikrofinanzfonds: „In manchen Ländern sind es ja die Frauen, die die Wirtschaft noch am Laufen halten“, sagt Schwester Lioba.

Quelle – SZ

Abteikirche. Blick in den Chor. – FOTO – http://vinpearl-baidai.info/?i=Abtei+Mariendonk+Startseite

Abtei Mariendonk

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Monastère Sainte-Marie de la Garde

Eine Tochtergründung von Le Barroux

Eine kleine Mönchsgemeinschaft bezog die noch bestehenden Gebäude eines alten Landgutes und stellte ihr klösterliche Leben unter den Schutz der allerseligsten Jungfrau Maria mit ihrem Titel als Unbefleckte Empfängnis.

Am 2. Oktober 2007 begann das Klosterprojekt, dedacht für 40 Mönche. Zunächst sollten Restaurierungen und Vergrößerung der bestehenden Gebäude vorgenommen, danach der Bau des eigentlichen Mönchstraktes samt Kreuzgang und Abteikirche in Angriff genommen werden. All das dauert seine Zeit … währenddessen die Mönchsgemeinschaft langsam wächst.

Monastère Sainte-Marie de la Garde – jetzige Klosterkapelle

Die vorzügliche Aufgabe der Mönche ist das Gotteslob, das ganz in der monastischen Tradition der Benediktiner gelebt wird.

3.30 Matutin / Vigilien
6.00 Laudes, anschl. Privatmessen der Priestermönche
7.45 Prim
9.30 Terz, anschl. Konventamt
12.00 Sext
14.00 Non
17.30 Vesper
19.45 Komplet

Plan für Monastère Sainte-Marie de la Garde

Monastère Sainte-Marie de la Garde
47270 Saint-Pierre-de-Clairac
Frankreich

https://www.la-garde.org

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Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen.

Man hat herausgefunden, dass auch die „sensiblen Vögel“ im Zoo von Heidelberg „geistliche Betreuung“ nötig haben. Diese Aufgabe haben nun die Benediktinern von Kloster Neuburg, das zu Heidelberg gehört, übernommen.

„Seit kurzem besteht eine Kooperation mit dem Kloster Stift Neuburg und dem Zoo Heidelberg.“

Die Verantwortlichen des Klosters suchten nach einer „kompetenten Unterstützung bei der Neuausrichtung der tiergerechten Nutztierhaltung“ im Kloster. Der Zoodirektor von Heidelberg bot dazu seine Unterstützung an. „Er berät die Abtei aktuell bei der Auswahl der Tiere, die neu im Kloster aufgenommen werden.

In Gesprächen mit dem „Klosterleiter Abt Winfried Schwab“ erfuhr der Zoodirektor „die besondere Dienstleistung, die von dem Kloster angeboten wird:

Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen.“

Quelle Stift Neuburg

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