Äbtissin Marcellina Pustet +

10. Äbtissin des Klosters Säben in Südtirol 1970–1996

* 29. Feb. 1924 Regensburg
† 9. April 2019 Säben.

Altäbtissin Marcellina Pustet, die erste und einzige Ehrenbürgerin der Stadt Klausen, hat unsere Welt verlassen. Marcellina Pustet war etwas über ein Vierteljahrhundert die zehnte Äbtissin und große Reformerin auf dem Klosterberg.

Sie starb am Dienstag, liebevoll betreut, 95-jährig im Kreise ihrer Mitschwestern. Die Trauer und Anteilnahme im ganzen Land sind groß.

Mit dem Wahlspruch „Aus Liebe vertrauend“ hatte Marcellina Pustet im Jahre 1970 das Amt als Äbtissin und Hüterin der alten Glaubensfeste auf Säben übernommen. Ein Vierteljahrhundert leitete sie die Geschicke der Klostergemeinschaft.

Marcellina (Elisabeth) wurde am 29. Februar im Schaltjahr 1924 in Regensburg in der tief religiösen Verlegerfamilie Pustet geboren. Nach dem Gymnasium studierte sie Germanistik, bis der Bombendonner des Zweiten Weltkrieges ihr Studium unterbrach.

Sie kehrte in den Verlag ihrer Familie zurück, und da ihr Vater bis 1948 in russischer Gefangenschaft war, musste Elisabeth als älteste Tochter den Verlag leiten, unterstützt von einem geistlichen Rat. Der christlichen Tradition ihres Familienhauses entsprechend stand sie im Widerstand zum Nazi-Regime.

Neben der Verlagsarbeit besuchte Pustet aber auch die theologische Fakultät. Dabei fiel ihre Entscheidung, mit fast 30 Jahren ins Kloster Herstelle in Ostwestfalen einzutreten.

Mit fast 30 Jahren ins Kloster eingetreten

15 Jahre lebte Schwester Marcellina als Chorschwester in diesem großen Benediktinerinnen-Kloster. 1968 weilte sie erstmals im Kloster Säben. Freigestellt vom Stammkloster sollte sie dem Säbener Konvent hilfreich zur Seite stehen.

Ihr offenes, aufgeschlossenes Wesen, ihre tiefe Religiosität und zupackende Art bewogen die Ordensgemeinschaft Säbens, nach dem Ableben der neunten Äbtissin Marcellina Pustet im Jahre 1970 zur zehnten Äbtissin zu wählen.

Quelle

Kurzvideo

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Mariendonk wieder einmal im Wirtschaftsmagazin Capital

Schwester Lioba, 56, eine kleine Frau mit kräftiger Stimme, lebt in der Abtei Mariendonk und sagt: „Ich bin hier quasi der CFO.“ Der Chief Financial Officer, die Finanzvorständin des Klosters und dessen Chefanlegerin.

Quelle und ganzer Artikel: Capital

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Noch einmal Frankreich …

… und zu der dortigen religiösen und gesellschaftlichen Situation, die sich nur unwesentlich von jener in Deutschland unterscheidet. Der Abt der berühmten Benediktinerabtei in Solesmes, Dom Philippe Dupont, sagte an Ostern, in dem er auch an unser Land erinnerte:

„Wir sehen, wie die Christen inmitten einer Gesellschaft, die ihre christlichen Wurzeln ablehnt, aber durch die Verbrennung einer Kathedrale bewegt werden kann, die Pflicht haben, sich laut und klar an die Prinzipien einer Zivilisation der DDR zu erinnern. Wenn der Herr uns bittet, mögen unsere guten Werke in der Welt glänzen, möge unsere Heiligkeit die Gesellschaft erleuchten, möge unsere Reinheit des Lebens signalisieren und Sünde anklagen, möge unser christliches Verhalten allen eine Botschaft von Frieden und Frieden senden Liebe: so wird alles gemacht, um Gott die Ehre zu geben.

Wir werden Könige sein in dem Maße, dass wir nicht von unseren Leidenschaften überwältigt werden, sondern von der durch den Heiligen Geist in uns verbreiteten Liebe bestimmt werden.

Sicher werden wir immer gegen den Fürsten dieser Welt kämpfen müssen; wenn er besiegt ist, kämpft er erneut und versucht, die Oberhand zurückzugewinnen; lasst uns wachsam und kämpfend durch Gerechtigkeit und Wahrheit, durch Liebe und Dienst stark sein: Victor Rex; Unser König ist siegreich.

Da wir mit Christus auferweckt werden, müssen wir die Realitäten von oben suchen und uns am Leben Christi orientieren. Unsere Stadt ist bereits im Himmel, aber wir bleiben auf dem Boden, und wir müssen die Welt durch unser Gebet, unser Handeln und unser Verhalten verändern und sie wie Sauerteig mit dem ewigen Gedanken verbinden von Gott.“

(Dom Philippe Dupont OSB, Abt von Solesmes)

Quelle – Abbaye Saint-Pierre de Solesmes

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Die Abtei Saint-Pierre zu Solesmes hat eine sehr ansprechende Internetseite, die in weiten Teilen auch in deutscher Sprache verfasst ist: – http://www.solesmes.org/

Solesmes, Chorgestühl, 19. Jh.
Solesmes, Chorgestühl, 19. Jh.

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In der Abtei Mariendonk investieren sie in Indexfonds

So um Weihnachten und Sylvester herum bringen allerlei Zeitungen und Zeitschriften, auch solche, die eher wenig positiv über Glauben und Kirche berichten, manchmal schöne Geschichten aus irgendeinem Kloster. Zu Sylvester 2018 hat die Süddeutsche Zeitung den klösterlichen Aufmacher gebracht: „Morgens beten, abends zählen“. Es gibt darin nichts Heimeliges zu lesen, stattdessen geht es um handfeste Finanzpolitik

Im Bistum Aachen, wo es ohnehin scheinbar in der Hauptsache ums liebe Geld geht, weshalb, wie bekannt, sogar die Aachener Printen gegen Geld in den Kellern des Kaiserdomes lagern, gibt es ab Sommer nur noch ein einziges monastisches Kloster, also eines, bei dem das Beten im Vordergrund steht. Und dieses Kloster hat die SZ gefunden um über – nein, nicht einzelne Aktien -, sondern über Indexfons zu berichten, weil die dem Kloster „mehr Zinsen“ bringen.

In der Abtei Mariendonk in Grefrath ist Schwester Lioba für das Geld zuständig. Für jede der 27 Schwestern verwaltet sie ein Vermögen von etwa 65 000 Euro – das beinhaltet den Unterhalt, Anteil an Sanierungen, die Altersvorsorge. Schwester Lioba hat es vor einigen Jahren ins Wall Street Journal geschafft – als die Nonne, die morgens betet und nachmittags mit Aktien handelt. Das ist natürlich sehr vereinfacht. Aber die Cellerarin, wie das Amt in der Fachsprache heißt, setzt tatsächlich auf Wertpapiere. Bis 2013 investierte der Orden in einen Aktienfonds, aufgelegt von der katholischen Kirche, sowie in Festgeld und Sparbriefe. Als die Zinsen zu stark sanken, suchte sie Alternativen. Inzwischen investieren die Nonnen auch in fünf Indexfonds. Schwester Lioba behält die Depots im Blick, kontiert Rechnungen, spricht sich mit ihrer Mitschwester aus der Buchhaltung ab. „Ich kaufe keine Einzelaktien, auch wenn ich mich intensiv mit Geldanlagen beschäftigt habe“, sagt die Cellerarin – aber eben Fonds. In Absprache mit der Bank und dem Wirtschaftsrat von Mariendonk, zu dem die Äbtissin und Priorin gehören, und die Schwester, die Hausmeisterarbeiten erledigt. Gemeinsam haben sie überlegt, nach welchen Kriterien, vor allem ethische, sie ihr Geld anlegen möchten. So investieren die Schwestern auch in zwei Mikrofinanzfonds: „In manchen Ländern sind es ja die Frauen, die die Wirtschaft noch am Laufen halten“, sagt Schwester Lioba.

Quelle – SZ

Abteikirche. Blick in den Chor. – FOTO – http://vinpearl-baidai.info/?i=Abtei+Mariendonk+Startseite

Abtei Mariendonk

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Monastère Sainte-Marie de la Garde

Eine Tochtergründung von Le Barroux

Eine kleine Mönchsgemeinschaft bezog die noch bestehenden Gebäude eines alten Landgutes und stellte ihr klösterliche Leben unter den Schutz der allerseligsten Jungfrau Maria mit ihrem Titel als Unbefleckte Empfängnis.

Am 2. Oktober 2007 begann das Klosterprojekt, dedacht für 40 Mönche. Zunächst sollten Restaurierungen und Vergrößerung der bestehenden Gebäude vorgenommen, danach der Bau des eigentlichen Mönchstraktes samt Kreuzgang und Abteikirche in Angriff genommen werden. All das dauert seine Zeit … währenddessen die Mönchsgemeinschaft langsam wächst.

Monastère Sainte-Marie de la Garde – jetzige Klosterkapelle

Die vorzügliche Aufgabe der Mönche ist das Gotteslob, das ganz in der monastischen Tradition der Benediktiner gelebt wird.

3.30 Matutin / Vigilien
6.00 Laudes, anschl. Privatmessen der Priestermönche
7.45 Prim
9.30 Terz, anschl. Konventamt
12.00 Sext
14.00 Non
17.30 Vesper
19.45 Komplet

Plan für Monastère Sainte-Marie de la Garde

Monastère Sainte-Marie de la Garde
47270 Saint-Pierre-de-Clairac
Frankreich

https://www.la-garde.org

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Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen.

Man hat herausgefunden, dass auch die „sensiblen Vögel“ im Zoo von Heidelberg „geistliche Betreuung“ nötig haben. Diese Aufgabe haben nun die Benediktinern von Kloster Neuburg, das zu Heidelberg gehört, übernommen.

„Seit kurzem besteht eine Kooperation mit dem Kloster Stift Neuburg und dem Zoo Heidelberg.“

Die Verantwortlichen des Klosters suchten nach einer „kompetenten Unterstützung bei der Neuausrichtung der tiergerechten Nutztierhaltung“ im Kloster. Der Zoodirektor von Heidelberg bot dazu seine Unterstützung an. „Er berät die Abtei aktuell bei der Auswahl der Tiere, die neu im Kloster aufgenommen werden.

In Gesprächen mit dem „Klosterleiter Abt Winfried Schwab“ erfuhr der Zoodirektor „die besondere Dienstleistung, die von dem Kloster angeboten wird:

Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen.“

Quelle Stift Neuburg

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Mit dem Weggang der Benediktinerinnen aus Steinfeld …

… schließt das dritte monastische Kloster in der Eifel innerhalb von zwei Jahren.

Nachdem die Zisterzienser-Mönche von Himmerod (Bistum Trier) im Oktober 2017 sich selbst auflösten und in diesem Sommer 2018 der letzte Trappisten-Mönch Mariawald verlassen muss, weil Rom es so verfügt hat, haben nun auch die Benediktinerinnen von Steinfeld (beide Bistum Aachen) angekündigt, demnächst ihr Kloster zu verlassen.

Der Aderlass an Klöstern nimmt kein Ende. Und die Verantwortlichen in den Dikasterien und Ordinariaten fordern noch immer weitere Anpassung an den (Un-)Geist der Welt oder gleich die Schließung der Klöster.

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Das Benediktinerinnen-Kloster in Steinfeld ist eine Gründung des belgischen Priorats Notre-Dame/Ermeton-sur-Biert. Mehrere deutsche Frauen, die zwischen den beiden Weltkriegen in ein neues belgisches Benediktinerinnen-Kloster eingetreten waren, taten dies mit dem Wunsch, später wieder ein Kloster in Deutschland zu gründen. Sie waren fasziniert von dem Ideal des Gründers Dom Eugène Vandeur OSB (1875 – 1967), einem Mönch der Benediktiner-Abtei Maredsous (Belgien). Dieser war der Überzeugung, dass die Kirche „neue“ Benediktinerinnen braucht, deren Leben offen sein sollte für die Teilnahme der Gläubigen, besonders der Frauen, an der Liturgie der Klostergemeinschaft, was damals nicht üblich war. 1951 kamen fünf deutsche Schwestern aus Belgien nach Deutschland, um einen geeigneten Ort für eine Neugründung zu suchen. 1954 konnten sie in Steinfeld ein Haus mit Grundstück erwerben. In diesem Haus begannen die Schwestern unter schwierigen Verhältnissen ein klösterliches Leben.

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Die Benediktinerinnen der Abtei Maria Heimsuchung in Steinfeld haben am 16. Juli 2018 mit einer Pressemitteilung von der Aufhebung ihres Klosters berichtet:

Die Benediktinerinnen-Abtei Maria Heimsuchung in Steinfeld gleich neben dem alten Prämonstratenserkloster, in dem heute Salvatorianer wirken, besteht an diesem Ort seit 1954. Gegründet wurde die Abtei von fünf deutschen Schwestern, die eine damals nicht übliche Offenheit für Gäste auch in der Liturgie aus ihrem belgischen Kloster in Ermeton-sur-Biert mitbrachten. Viele Menschen nennen Liebe zum Choral und Gastfreundschaft als Kennzeichen der Gemeinschaft in Steinfeld.

Doch wie geht es ohne junge Schwestern weiter? Nach reiflicher Erwägung sind die Schwestern zu einer einmütigen Entscheidung gekommen.

Zurzeit gehören 13 Schwestern zur Gemeinschaft der Abtei Maria Heimsuchung, von denen acht ein Alter von über 80 Jahren haben. Von den fünf „Jüngeren“ sind nur zwei unter 65. Drei Schwestern mussten bereits in den letzten Monaten in entfernte Pflegeheime übersiedeln, weil die Pflege und Sorge für sie vor Ort nicht mehr geleistet werden konnte. Auch die Arbeit im Gästehaus mit all ihren Verpflichtungen kann trotz des Engagements der Mitarbeiter immer weniger bewältigt werden.

Die Schwestern haben aus diesem Grund die Konsequenz gezogen und beabsichtigen, das Gästehaus Ende 2018 zu schließen. Sie planen in der ersten Jahreshälfte 2019 nach Bonn umzuziehen. Dort bietet sich die schöne Möglichkeit zum Einzug in ein kleines, altengerecht gebautes Kloster auf dem Venusberg, gegründet von Schwestern Unserer lieben Frau. Das Haus wird künftig mit von der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Köln, betreut, die auch Träger des benachbarten Seniorenhauses Maria Einsiedeln ist. Das herzliche Willkommen der Cellitinnen eröffnet den Schwestern den Weg, die Gemeinschaft wieder an einem Ort zusammenzuführen und auch auf diese Weise nah bei ihren pflegebedürftigen Schwestern zu leben. In Betreuung und Begleitung der Bewohner und Bewohnerinnen des Seniorenhauses Maria Einsiedeln erschließt sich zudem ein neues Wirkungsfeld für einige der Benediktinerinnen.

Auch in Zukunft werden die Schwestern im benediktinischen Dreiklang von Gebet, Lesung und Arbeit leben. In Bonn werden sich die alltäglichen Lebensbedingungen für die Schwestern, vor allem für die älteren, sehr verbessern. Wenn auch erfüllt von Trauer und Schmerz, das schöne Kloster in der Eifel verlassen zu müssen und den Mitarbeitern nicht mehr zur Seite stehen zu können, haben sich die Schwestern zu diesem für Benediktinerinnen außerordentlichen Schritt entschlossen.
Über die Stabilität des Ortes und die Stabilität in der Gemeinschaft hinaus ist für die Schwestern die wesentlichste Dimension der benediktinischen stabilitas aber die Beständigkeit des Herzens: treu zu sein in der Gottsuche und treu zu sein in der Beziehung zu Christus.

Die Zukunft des Klostergebäudes der Schwestern in Steinfeld in Nachbarschaft der mittelalterlichen Klosteranlage ist zur Zeit noch offen.

Mit Dank und Sympathie denken die Benediktinerinnen der Abtei Maria Heimsuchung an alle Menschen, von denen sie in Steinfeld begleitet und unterstützt wurden, und vor allem an jene, die in der Abtei eine geistliche Heimat gefunden haben.

Letzte (und zweite) Äbtissin des Klosters ist Michaela Hohmann OSB. Nach dem Rücktritt der ersten Äbtissin wurde sie 2001 Priorin-Administratorin und am 19. November 2004 zur Äbtissin gewählt.

Benediktinerinnen in Steinfeld

https://www.benediktinerinnen-steinfeld.de/index.html

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