Mit dem Weggang der Benediktinerinnen aus Steinfeld …

… schließt das dritte monastische Kloster in der Eifel innerhalb von zwei Jahren.

Nachdem die Zisterzienser-Mönche von Himmerod (Bistum Trier) im Oktober 2017 sich selbst auflösten und in diesem Sommer 2018 der letzte Trappisten-Mönch Mariawald verlassen muss, weil Rom es so verfügt hat, haben nun auch die Benediktinerinnen von Steinfeld (beide Bistum Aachen) angekündigt, demnächst ihr Kloster zu verlassen.

Der Aderlass an Klöstern nimmt kein Ende. Und die Verantwortlichen in den Dikasterien und Ordinariaten fordern noch immer weitere Anpassung an den (Un-)Geist der Welt oder gleich die Schließung der Klöster.

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Das Benediktinerinnen-Kloster in Steinfeld ist eine Gründung des belgischen Priorats Notre-Dame/Ermeton-sur-Biert. Mehrere deutsche Frauen, die zwischen den beiden Weltkriegen in ein neues belgisches Benediktinerinnen-Kloster eingetreten waren, taten dies mit dem Wunsch, später wieder ein Kloster in Deutschland zu gründen. Sie waren fasziniert von dem Ideal des Gründers Dom Eugène Vandeur OSB (1875 – 1967), einem Mönch der Benediktiner-Abtei Maredsous (Belgien). Dieser war der Überzeugung, dass die Kirche „neue“ Benediktinerinnen braucht, deren Leben offen sein sollte für die Teilnahme der Gläubigen, besonders der Frauen, an der Liturgie der Klostergemeinschaft, was damals nicht üblich war. 1951 kamen fünf deutsche Schwestern aus Belgien nach Deutschland, um einen geeigneten Ort für eine Neugründung zu suchen. 1954 konnten sie in Steinfeld ein Haus mit Grundstück erwerben. In diesem Haus begannen die Schwestern unter schwierigen Verhältnissen ein klösterliches Leben.

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Die Benediktinerinnen der Abtei Maria Heimsuchung in Steinfeld haben am 16. Juli 2018 mit einer Pressemitteilung von der Aufhebung ihres Klosters berichtet:

Die Benediktinerinnen-Abtei Maria Heimsuchung in Steinfeld gleich neben dem alten Prämonstratenserkloster, in dem heute Salvatorianer wirken, besteht an diesem Ort seit 1954. Gegründet wurde die Abtei von fünf deutschen Schwestern, die eine damals nicht übliche Offenheit für Gäste auch in der Liturgie aus ihrem belgischen Kloster in Ermeton-sur-Biert mitbrachten. Viele Menschen nennen Liebe zum Choral und Gastfreundschaft als Kennzeichen der Gemeinschaft in Steinfeld.

Doch wie geht es ohne junge Schwestern weiter? Nach reiflicher Erwägung sind die Schwestern zu einer einmütigen Entscheidung gekommen.

Zurzeit gehören 13 Schwestern zur Gemeinschaft der Abtei Maria Heimsuchung, von denen acht ein Alter von über 80 Jahren haben. Von den fünf „Jüngeren“ sind nur zwei unter 65. Drei Schwestern mussten bereits in den letzten Monaten in entfernte Pflegeheime übersiedeln, weil die Pflege und Sorge für sie vor Ort nicht mehr geleistet werden konnte. Auch die Arbeit im Gästehaus mit all ihren Verpflichtungen kann trotz des Engagements der Mitarbeiter immer weniger bewältigt werden.

Die Schwestern haben aus diesem Grund die Konsequenz gezogen und beabsichtigen, das Gästehaus Ende 2018 zu schließen. Sie planen in der ersten Jahreshälfte 2019 nach Bonn umzuziehen. Dort bietet sich die schöne Möglichkeit zum Einzug in ein kleines, altengerecht gebautes Kloster auf dem Venusberg, gegründet von Schwestern Unserer lieben Frau. Das Haus wird künftig mit von der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Köln, betreut, die auch Träger des benachbarten Seniorenhauses Maria Einsiedeln ist. Das herzliche Willkommen der Cellitinnen eröffnet den Schwestern den Weg, die Gemeinschaft wieder an einem Ort zusammenzuführen und auch auf diese Weise nah bei ihren pflegebedürftigen Schwestern zu leben. In Betreuung und Begleitung der Bewohner und Bewohnerinnen des Seniorenhauses Maria Einsiedeln erschließt sich zudem ein neues Wirkungsfeld für einige der Benediktinerinnen.

Auch in Zukunft werden die Schwestern im benediktinischen Dreiklang von Gebet, Lesung und Arbeit leben. In Bonn werden sich die alltäglichen Lebensbedingungen für die Schwestern, vor allem für die älteren, sehr verbessern. Wenn auch erfüllt von Trauer und Schmerz, das schöne Kloster in der Eifel verlassen zu müssen und den Mitarbeitern nicht mehr zur Seite stehen zu können, haben sich die Schwestern zu diesem für Benediktinerinnen außerordentlichen Schritt entschlossen.
Über die Stabilität des Ortes und die Stabilität in der Gemeinschaft hinaus ist für die Schwestern die wesentlichste Dimension der benediktinischen stabilitas aber die Beständigkeit des Herzens: treu zu sein in der Gottsuche und treu zu sein in der Beziehung zu Christus.

Die Zukunft des Klostergebäudes der Schwestern in Steinfeld in Nachbarschaft der mittelalterlichen Klosteranlage ist zur Zeit noch offen.

Mit Dank und Sympathie denken die Benediktinerinnen der Abtei Maria Heimsuchung an alle Menschen, von denen sie in Steinfeld begleitet und unterstützt wurden, und vor allem an jene, die in der Abtei eine geistliche Heimat gefunden haben.

Letzte (und zweite) Äbtissin des Klosters ist Michaela Hohmann OSB. Nach dem Rücktritt der ersten Äbtissin wurde sie 2001 Priorin-Administratorin und am 19. November 2004 zur Äbtissin gewählt.

Benediktinerinnen in Steinfeld

https://www.benediktinerinnen-steinfeld.de/index.html

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Huldigung an Dom Gérard Calvet OSB – Le Barroux

Gérard Calvet OSB war der Gründer und erste Abt des Klosters Le Barroux (Vaucluse, Südfrankreich). Er wurde am 18. November 1927 in Bordeaux geboren. Er trat mit 22 Jahren bei den Olivetaner-Benediktiner in Madiran ein. Diese Abtei wurde 1952 nach Tournay verlegt, wo Gérard Calvet nach seiner feierlichen Profess, am 13. Mai 1956 die Priesterweihe empfing. Vom 1963 bis 1968 war er im Auftrag seines Klosters in Brasilien. Da Dom Gérard konsequent an der traditionellen Liturgie festhalten wollte verließ er sein Kloster Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Mit einer kleinen Gruppe von Mönchen begann 1978, da er noch in einem verlassen Klösterlein hauste, mit der Errichtung des neuen Klosters Le Barroux (Diözese Avignon). Im Jahre 1981 konnte das neue Kloster, das für eine große Zahl von Mönchen errichtet wurde, übersiedelten. Am 28. Februar 2008 starb Gérard Calvet in Le Barroux.

Sein Nachfolger im Amt des Abtes der Abtei Sainte Madeleine du, Dom Louis-Marie, verfasste für den aktuellen (Nr. 99) „Brief an die Freunde von Le Barroux“ einen Bericht zu einer Biographie über Dom Gérard Calvet. Anhand dieses Textes und meiner Unkenntnis der Französischen Sprache, erlaube ich mir den Wunsch zu äußern, dass das Buch bald in die deutsche Sprache übersetzt würde.

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Dom Louis-Marie schreibt:

Vor zehn Jahren kehrte Dom Gerard, unser Gründer und erster Abt, zum Vater heim. Fast fünfzig Jahre des Kampfes hatten schließlich seine Kräfte und seine immense Großzügigkeit aufgebraucht. Wir sind glücklich, aus Anlass dieses Jahrestages seine Biografie (auf Französisch) veröffentlichen zu können, verfasst von dem namhaften Historiker und Freund unserer Gemeinschaft Yves Chiron. Ich möchte dem Autor von Herzen für seine schöne, solide Arbeit danken, die für die heutigen und die künftigen Mönche und Nonnen von Le Barroux und La Garde eine wertvolle Quelle und Orientierungshilfe sein wird. Es ist überaus wichtig, dass sie um die Wurzeln ihrer Gemeinschaften wissen, damit sie den Kurs beibehalten können. Dom Gerard hatte uns in einem Brief an die Freunde gemahnt:
Es ist nicht einfach, treu zu sein.

In dieser Biografie findet man exakte Belege, schlichte Fakten; bewundernswerte und hin und wieder auch recht erstaunliche Charaktereigenschaften. Jetzt, wo die mit Prüfungen erfüllte postkonzlliare Zeit hinter uns liegt und gewisse Punkte mühsam klargestellt wurden, wäre es unangebracht, bestimmte radikale Entscheidungen Dom Gerards pauschal zu verdammen oder in den Himmel zu loben. Denn jenseits des entsetzlichen Umfeldes, das mit dem Aggiornamento der Kirche und der angeblichen Öffnung zur Welt hin einherging, habe ich den Eindruck, dass Dom Gerard das Gespür für eine sehr viel schwerer wiegende Krise hatte: nämlich die Veränderung einer Gesellschaft, die, nach den Worten des heiligen Augustinus, sich in Richtung Barbarei „wälzt, fällt und stürzt“ und als massa damnata endet. In einem Brief an die Freunde aus dem Jahr 1981 schrieb Dom Gerard:
Wir wissen, dass das Christentum, diese Sphäre, in der Samen und Zeichen weitergegeben werden, in Zukunft nur noch in der sporadischen Form mehrerer Inseln oder Bastionen bestehen kann, überragt von Klöstern, die wie Finger zum Himmel erhoben sind.
Die Klöster sind dazu aufgerufen, in einer neuen Sintflut die Archen Noahs zu sein!

Wir sehen, wie diese Sintflut uns in zwei großen, tödlichen Wogen uns von zwei entgegengesetzten Seiten bedroht: Auf der einen Seite der totale Verlust jeglicher Transzendenz sowohl auf religiösem wie intellektuellem Gebiet, mit den Greueln der Abtreibungsindustrie, der leicht gemachten Scheidung, der Empfängnisverhütung, die sich tief in das sittliche Leben eingegraben haben; und der ganzen Immoralität, die mit Euthanasie und Babyhandel verbunden ist. Auf der anderen Seite die gewaltige Welle des fundamentalistischen Islam, der die Pseudo-Intellektuellen unserer Länder bereits zu Dhimmis reduziert hat.

Bei der Lektüre dieser Biographie wird miterlebt, wie Dom Gerard wie ein Löwe insbesondere gegen die Diktatur des Liberalismus und die große Sünde der Gottlosigkeit, die aus der Vergangenheit eine tabula rasa machen will, gekämpft hat. Doch bestand sein Werk vor allem darin, der heranwachsenden Jugend eine Zukunft vorzubereiten. Lassen wir ihn noch einmal selbst zu Wort kommen:
Unser Aufruf an euch spannt zwischen euch und uns ein Netz, eng geknüpft aus Nächstenliebe und gegenseitiger Unterstützung, von dem nicht nur wir profitieren, denn im nächsten Sommer kommen eure Kinder, die wir willkommen heißen werden, auf dass sie um das Kloster herum ihre Zelte aufschlagen. Was suchen sie? Sie suchen das Schweigen und die Andacht, um die starken Worte vernehmen zu können, die dem Leben einen Sinn geben; und um im Licht einer herrlichen Liturgie die Geheimnisse des christlichen Gebets neu zu lernen.
Für Dom Gerard ist Zukunft nur möglich, wenn sie in einer tiefen Verwurzelung gründet.

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Bräute Christi

In der vollbesetzten Klosterkapelle der „Dienerinnen des Unbefleckten Herzens Mariens“ legte am 8. Dezember, dem „Fest der Unbefleckten Empfängnis“, Clare Trimble als Schwester „Sister Gabriel Marie“ ihre erste Profess ab. Als eine schöne junge Braut, die sich ihrem Bräutigam schenken möchte, wurde sie von ihrem Vater zum Altar geführt. Dort tauschte sie das Brautkleid und den Schleier gegen die „Kleider des Heils“, ganz nach den Gebräuchen der „Dienerinnen des Unbefleckten Herzens Mariens“.

Während der gleichen Festmesse legte „Sister Mary Imelda“ am Fuß des Altars endgültigen Gelübde als „Dienerin des Unbefleckten Herzens Mariens“ ab. Sie erhielt den schearzen Schleier und darauf eine Krone aus weißen Rosen, die symbolisch für eine Braut Christi stehen und die nun für immer ihrem Bräutigam Jesus folgt.

Die Aufgabe der „Dienerinnen des Unbefleckten Herzens Mariens“ ist es, Seelen durch Maria zu Jesus zu bringen. Dabei handelt es sich um einen „aktiven Orden“, der ein traditionelles religiöses Leben der katholischen Kirche pflegt. Sie leben, vermitteln und fördern die traditionellen Lehren der Kirche samt der lateinischen Liturgie. Sie verkünden und verbreiten den wahren Glauben in den USA durch die Arbeit an Kindern und Jugendlichen.

Sisters, Slaves of the Immaculate Heart of Mary

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Endlich gibt es Benediktiner im Kloster Reichenstein

Die Zeiten, in denen sich die Kirche befindet, könnten nicht spannender, ja dramatischer sein. Im Vatikan lebt ein Papst im Gästehaus, Kardinäle bekriegen sich, katholische Bischöfe werden abgesetzt, populistische und dem Mainstream genehme Positionen werden von bischöflichen Würdenträgern propagiert usw.

Der gestrige Samstag, der 14. Oktober 2017 ist ein denkwürdiger Tag geworden, – vielleicht nicht so sehr für Rom und den Vatikan, eher für die katholische Kirche in Deutschland und hier besonders für seine klösterliche Landschaft. In dem kleinen Mittelgebirge, der EIFEL, das sich im äußersten Westen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befindet, ereigneten sich an diesem Tage zwei Ereignisse, die symptomatisch sind für die Situation in der Kirche, vor allem jener der südwestlichen europäischen Länder und besonders Deutschlands.

Am gleichen Tag wird in der Zisterzienserabtei Himmerod bekanntgegeben, dass dieses altehrwürdige Kloster, das vom heiligen Bernhard selbst in der Südeifel bei Wittlich im Bistum Trier gegründet wurde, aufgehoben.

Gleichzeitig wird in der Nordeifel bei Monschau die alte Klosteranlage Reichenstein seiner neuen Bestimmung übergeben: ab sofort ist es ein Kloster für Benediktiner. Von Mönchen aus dem französischen Bellaigue wurde das neue Kloster, das dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht ist, in den letzten neuneinhalb Jahren soweit Instand gesetzt, dass nun das monastische Leben beginnen kann.

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PAX
BENEDICTIO
NOVI MONASTERII
IMMACULATI
CORDIS MARIAE
REICHENSTENII
DIE XIV OCTOBRIS
MMXVII
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U.I.O.G.D.
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Nach der Terz in der Kirche zogen die Mönche unter Psalmengesang und Gebeten zum Klostertor und von dort, nachdem offiziell die Schlüssel zum Kloster übergeben waren, durch alle regularen Räume des Klosters (Sakristei, Kapitelsaal, Küche, Vorratskeller, Refektorium, Bibliothek, Mönchszellen, Werkstätten und Gästehaus), um den Segen Gottes bis in die kleinsten Winkel zu tragen. Der Klostersegnung folgte ein feierliches Hochamt, zelebriert vom Prior des Mutterklosters Bellaigue, Pater Matthäus Haynos. Das Meßformular der Festmesse war entnommen dem Fest „Vom Unbefleckten Herzen Mariens“ (22. August). Der Hl. Messe schlossen sich im Klosterhof einige Grußworte an, aus denen die Mönche wie die Gäste entnehmen konnten, dass das nun beginnende neue Mönchsleben in Kloster Reichenstein hoch willkommen ist. Der Obere des neuen Klosters ist Pater Bernhard Huber. Nach einem gemeinsamen Tischgebet wurde für alle Anwesenden Speis und Trank angeboten. Danach war noch reichlich Zeit für Gespräche.

Nach Vesper und Sakramentsandacht traten all jene, die nicht zum Kloster gehörten, den Heimweg an. Danach wurde das Klostertor geschlossen und damit befinden sich nun die Mönche dort, wo sie gerne sein möchten: in der Einsamkeit ihrer Klausur.

Mögen das stille und verborgene Leben der Mönche von Reichenstein, sowie ihre Gebete, der Kirche Gottes, insbesondere auch dem Bistum Aachen, in dessen Diözese es liegt, reiche Frucht bringen und in den Herzen der Gläubigen sich segensreiches auswirken.

Instrumente der Einsegnung und der Schlüssel des Klosters

Die folgenden Fotos mögen einige Eindrücke von der Übernahme des Klosters durch die Benediktinermönche wiedergeben.

Dachreiter der Klosterkirche von Reichenstein am frühen Morgen im Nebel
Klosterkirche und Pfortenhaus
Prozession bei der Einsegnung der regularen Klosterräume
Vollbesetzte Klosterkirche Reichenstein am 14. Oktober 2017
re. Pater Matthäus Haynos, mi. Pater Bernhard Huber – sie lauschen den Grußworten nach der Heiligen Messe

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Brandaktuell: Himmerod wird aufgelöst

Presseinformation der Abtei Himmerod vom 14. Oktober 2017: Der Konvent des Zisterzienserklosters Himmerod wird aufgelöst.

Das Kapitel der Zisterzienserkongregation hat nach intensiven Beratungen den Beschluss zur Auflösung getroffen. Das Kloster Himmerod wird in den Besitz des Bistums Trier übergehen.

Himmerod wurde einst vom heiligen Bernhard selbst gegründet (1134). Nach der Aufhebung des Zisterzienserklosters durch Napoleon verfiel das Kloster zu einer Ruine. Nach dem ersten Weltkrieg kaufte der Trappist Vitus Recke aus Mariastern in Bosnien, nachdem er aus politischen Gründen aus seinem Kloster vertrieben wurde, das verfallene Kloster Himmerod und begann „mit eigenen Händen“ mit dem Neuaufbau eines Zisterzienserklosters. Von 1937 bis 1959 war Vitus Recke (24.11.1887-18.1.1959) der erste Abt der Abtei Himmerod in neuerer Zeit. Er war auch der Erbauer der Abteikirche, die 1962 fertiggestellt wurde und erst 1974 einen Hochaltar bekam.

Gedenktafel für Vitus Recke in der Abteikirche
Abteikirche von Himmerod
Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel

Abt Johannes Müller ist der letzte Abt von Himmerod.
Er bläßt das Licht aus.
Anläßlich des Bernhardsfestes am 20. August diesen Jahres: „Ich träume von einer Rückkehr zu den Quellen. … ich wäre sicher viel zu schwach, um ein solches Ideal zu leben. Aber ich träume trotzdem davon. Weil es mir gut täte, ganz einfach zu werden und ohne all die Dinge, die ich für lebensnotwendig halte. Weil es gut wäre, wesentlich zu werden. Die Erfahrung, dass es nicht weiter geht, ist erstmal schmerzlich. Weil sie nach Scheitern schmeckt – und wir wollen doch erfolgreich sein. … Das Loslassen seines Besitzstandes als Chance für neues Leben zu begreifen – gar nicht so leicht. Aber auch gar nicht so schlecht.“

Ich wünsche den verlassenen Mönchen Gottes Segen.
Und Kloster Himmerod? … – eine klösterliche Zukunft!

Der letzte Abt von Himmerod – Abt Dr. Johannes G. Müller OCist

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Viele Abteien und eine Abtei – USA

Hier ein interessanter Link zu einem Video der
Abteien und Priorate in den USA.
Abbeys and Priories in United States

Viel interessanter aber ist der Link auf ein Video dieser einen Abtei:

Clear Creek Abbey

Besuchen Sie die Homepage dieses Benediktinerklosters,
das erst 1999 gegründet wurde und sich noch immer
in der Phase des Aufbaus befindet,
aber schon heute
wunderbar ausstrahlt.
Homepage Clear Creek Abbey

Provisorische Kapelle
Luftbild der bestehenden Gebäude
Vision von Clear Creek mit einer Abteikirche

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„Kloster vom Unbefleckten Herzen Mariens“ Reichenstein – 14. Oktober 2017

In wenigen Tagen, am 14. Oktober 2017, werden Benediktinermönche, aus Bellaigue in Frankreich kommend, das Klosterleben in Reichenstein bei Monschau in der Eifel wieder aufnehmen. 12 Jahre nach den ersten Kontakten und nach 9 Jahren Renovierungs- und Bauarbeiten, sind die Gebäude soweit hergestellt, dass das regulare Mönchsleben aufgenommen werden kann. Zum erstenmal wird damit auf deutschem Boden ein Benediktinerkloster gegründet, das ganz und gar in der monastischen und liturgischen Tradition des Ordens des hl. Benedikt entsteht, so, wie es Jahrhunderte hindurch, bis zum 2. Vatikanischen Konzil, Usus war.

Mit dem traditionellen Benediktinerkloster Reichenstein und dem ebenfalls in der Eifel gelegenen Trappistenkloster Mariawald befinden sich nun zwei Klöster, die sich der Tradition des monastischen, liturgischen Lebens verpflichtet haben, sowohl in der Eifel, als auch in dem darniederliegenden Bistum Aachen. Mögen beide Klöster bald zu geistliche Zentren werden und zur Renovation des katholischen Lebens beitragen.

„Die Hauptsache in der Einrichtung der Benediktinischen Lebensweise ist es, dass alle, sei es bei der Handarbeit oder bei geistiger Tätigkeit, vor allem ihr Augenmerk dahin richten und danach streben, dass sich ein jeder fortwährend zu Christus emporhebt und in der vollkommensten Liebe zu Ihm entbrennt. Nicht vermögen es ja die irdischen Dinge, und wäre es die ganze Welt, die Seele des Menschen zu erfüllen: Gott hat sie ja geschaffen, auf dass sie Ihn erlange. Unser Schöpfer hat uns Menschen dazu bestimmt, dass wir uns gewissermaßen stufenweise aufsteigend zu Ihm hin bewegen und uns bekehren, um Ihn zu erlangen und zu genießen. Daher ist es unumgänglich notwendig, ‚nichts der Liebe Christi vorzuziehen‘, ‚für sich selbst nichts Lieberes als Christus zu kennen‘, ‚Christus überhaupt nichts vorzuziehen, der uns zum ewigen Leben führe‘.“

Die Mönche von Reichenstein laden zu den Festlichkeiten der Einweihungsfeier ihres neuen Klosters, das dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht wird, herzlich ein.

Samstag, 14. Oktober 2017:
9.45 Uhr Terz mit anschließender Einsegnung des neuen Klosters
10.30 Uhr Feierliches Hochamt zu Ehren der Patronin des Klosters, des Unbefleckten Herzens Mariens
12.30 Uhr Sext
12.45 Uhr Begrüßung mit Aperitif
13.00 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr Non
14.45 Uhr Kaffee und Kuchen
16.00 Uhr Vesper mit Sakramentsandacht

KLOSTER REICHENSTEIN

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