Hilarius von Poitiers – Ein Bischof, der sich nicht beugte – 14. Januar

Es gab eine Zeit wie heute, da ein Großteil der Kirchenmänner den Glauben verloren hatte. Sie glaubten katholisch zu sein und behaupteten dies auch von sich, doch in Wirklichkeit hingen sie schwerwiegenden theologischen Irrtümern nach. Ihr Glaube war dadurch fehlgeleitet und korrumpiert.

Gut zwei Jahrhunderte lang, vom 4.-7. Jahrhundert, hauste die arianische Häresie sowohl im Osten als auch im Westen. Entwickelt vom Mönch und Theologen Arius, behauptete diese Theorie, daß die göttliche Natur Jesu substantiell der des Vaters untergeordnet und daß das Wort Gottes nicht ewig und unerschaffen sei. Obwohl Arius exkommuniziert und seine Lehre verurteilt wurde, hielt sich diese Häresie hartnäckig und für lange Zeit, so daß sie während der Herrschaft von Kaiser Konstantius II. (337-361) sogar zur offiziellen Staatsreligion des Römischen Reiches wurde. „Die ganze Erde stöhnte, als sie mit Staunen feststellte, arianisch geworden zu sein“, schrieb der heilige Hieronymus. Der Irrtum wie die Sünde lassen immer stöhnen.

Irrtümer und Sünden finden sich heute überall, auch in der Kirche verstreut. Das erlaubt weder im natürlichen und noch weniger im geistlichen Leben Ruhe und Frieden. So wie damals die vollkommene Göttlichkeit Christi geleugnet wurde, so leugnet man heute, daß die Dreifaltigkeit der einzige, wahre Gott der gesamten Menschheit ist. Deshalb versucht man die Menschen nicht in der katholischen Kirche zu einen, sondern in einer utopischen Einheitsallianz der verschiedenen Religionen.

Am 13. Januar wird eines Heiligen und Kirchenlehrers gedacht, der zusammen mit einigen seiner Mitbrüder im Bischofsamt entscheidend dafür war, die Ordnung im theologischen Denken wiederherzustellen und zur Wahrheit zurückzufinden.

Der heiligen Hilarius von Poitiers (um 310-367), war ein Herold der unverkürzten Glaubenstradition. Sogar Papst Liberius schlug sich, um der politischen Macht des Kaisers zu gefallen, auf die Seite der Arianer. Das politische Ziel von Kaiser Konstantius II. war es, das Reich möglichst zu einen und ihm dadurch Stabilität zu verschaffen. Dazu wollte er die Christen, Rechtgläubige wie Häretiker unter dem Arianismus vereinen. Die größten Hindernisse dafür waren der heilige Athanasius im Osten und der heilige Hilarius im Westen. Der Bischof von Alexandria und der Bischof von Poitiers widersetzten sich dieser Fehlentwicklung. Sie taten es mit Sanftmut der Liebe und der Heiligkeit, das aber mit ganzer Kraft und Entschlossenheit.

Papst Benedikt XVI. sagte am 10. Oktober 2007 bei der Generalaudienz: „Einige der frühen Schriftsteller glauben, dass diese Wende gegen den Arianismus, die der Episkopat in Gallien vollzogen hat, großteils aufgrund der Festigkeit und der Umgänglichkeit des Bischofs von Poitiers erfolgt ist. Darin lag nämlich seine Begabung: die Festigkeit im Glauben mit der Umgänglichkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbinden.“

Dieser Europäer, Kirchenvater, war ein Defensor fidei von außergewöhnlichem Mut und uneingeschränkter Geradlinigkeit. Er weihte sein Leben, um den Glauben an die Gottheit Jesu Christi zu verteidigen und zu bewahren, des eingeborenen Sohnes Gottes, Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.

Dürftig sind die auf uns gekommenen Informationen zu seinem Leben, reichhaltig hingegen die überlieferten theologischen Werke, die er der Kirche und der Geschichte schenkte. Er stammte aus galloromanischem, heidnischem Adel, erhielt eine gründliche literarische Ausbildung, war verheiratet und hatte einen Sohn namens Abra. Seine Leidenschaft war das philosophische Ergründen, so entdeckte er auf seiner Suche das Christentum und bekehrte sich. Zwischen 353 und 354 wurde er zum Bischof von Poitiers berufen und nahm den heiligen Martin unter seinen Schutz, den späteren Bischof von Tours.

Unter seinen zahlreichen Schriften findet sich auch ein Kommentar zum Matthäusevangelium. 356 nahm er an der Synode von Beziers im heutigen Südfrankreich teil, der „Synode der falschen Apostel“, wie er sie selbst nannte, weil sie von arianerfreundlichen Bischöfen geleitet wurde, die vom Kaiser forderten, Bischof Hilarius ins Exil zu verbannen. Im Sommer desselben Jahres wurde er gezwungen, nach Phrygien in der heutigen Türkei zu gehen, das vom Arianismus beherrscht wurde. Dennoch gelang es ihm standzuhalten. Auch dort im Exil versuchte er die Einheit der Kirche auf der Grundlage des wahren Glaubens des Konzils von Nizäa (325) wiederaufzurichten.

Aus diesem Grund verfaßte er sein berühmtestes dogmatisches Werk: De Trinitate. 360/361 wieder in die Heimat zurückgekehrt, verbreitete sich sein Lehramt bald über die Grenzen Galliens hinaus im ganzen Reich. Der heilige Hilarius war ein Christ, der nicht vor den Mächtigen der Welt einen Kniefall machte, sondern vor dem Reich Gottes.

(Cristina Siccardi, Historikerin)

Quelle – katholisches.info

Hilaire de Poitiers – Reliquiar

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Die Abschlachtung der Unschuldigen – 28. Dezember

Die FAZ meldete am 10. Juli 2002, dass im Londoner Auktionshaus Sotheby’s ein Gemälde von Peter Paul Rubens für 49,5 Millionen Pfund (77,3 Millionen Euro) verkauft worden sei. Wir haben längst gelernt, dass man mit Kunst sein Geld anlegt, sofern man es in einem solchen Umfang besitzen sollte. Somit ist „Das Massaker der Unschuldigen“, das Rubens zwischen 1609 und 1611 malte, eine hervorragende Geldanlage. Die Auktionatoren schätzen das Bild seinerzeit auf auf vier bis sechs Millionen Pfund. Dieser Preis vervielfachte ich mit dem Faktor zehn.

Der niederländische Maler Peter Paul Rubens (1577–1640) zählt zu den bedeutendsten Malern des Barock. Sein monumentales Werk „De slachting der onschuldigen“ oder „De Kindermoord te Bethlehem“ wurde mit Ölfarbe auf Eichenholz gemalt und hat die gewaltigen Ausmaße von 198,5 cm x 302,2 cm.

Die Kirche feiert heute den Tag der Unschuldigen Kinder, die von König Herodes aus Neid umgebracht wurden, als er hörte, dass ein neuer König in Bethlehem geworen worden sei: Jesus. Gleichzeitig mit diesem Gedenken trauern die Kirche auch um die vielen unschuldigen Kinder, die nie das Tageslicht erreichen, weil sie im Mutterleib abgeschlachtet werden.

Gott, sei diesen Menschenkindern gnädig!

The Massacre of the Innocents by Rubens

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Siehe da, deinen Sohn! – Heiliger Evangelist Johannes – 27. Dezember

Als Jesus seine Mutter und den Jünger, den er liebte, da stehen sah, sprach er zu seiner Mutter: „Weib, siehe da deinen Sohn, und dann zu seinem Jünger: siehe deine Mutter!“ (Jo 19,26-27).

Mitten unter so viel Beschimpfung und Qual vergisst unser Heiland sich selbst und denkt nur daran, jene zu trösten, die ihn lieben. Er war nicht wie der Hohepriester Aaron, den die Traurigkeit hinderte, sein Amt zu verwalten. Ungeachtet der größten Betrübnis handelte Christus so vollkommen, wie ein Sohn nur seiner Mutter und ein Meister nur seinem Schüler gegenüber handeln kann. Er schenkte der Mutter seinen Lieblingsjünger, und seinem Lieblingsjünger gab er seine Mutter. Er tat beides im Augenblick, da er seine Mutter verlassen musste und auf sich selbst gestellt, in den Tod ging.

Glücklicher Jünger, der du eine solche Mutter verdientest! Freue dich, mein Christ, und bedenke, dass du auch an dieser Auszeichnung teilhast. Ja, der eingeborene Sohn Gottes, dessen kostbares Blut uns die Ehre erwarb, von seinem himmlischen Vater an Kindes Statt angenommen zu werden, wollte, dass wir durch eine Art Annahme an Kindes Statt auch Kinder seiner heiligen Mutter würden. Als Jesus dem hl. Johannes erklärte, dass Maria seine Mutter sein werde, da waren wir alle in der Person des hl. Johannes einbegriffen Von diesem Augenblicke an betrachtete Maria uns alle als ihre Kinder und liebte uns mit mütterlicher Sorge.

Mein Herr und Heiland, welchen Dank bin ich Dir schuldig, da Du mir eine so würdige Mutter gabst. Du wolltest, dass ich zur Zahl ihrer Kinder gehörte. Am Fuße des Kreuzes nahm sie mich durch die allmächtige Kraft Deines Wortes in ihr Herz auf, und da begann sie, auch mich wie ihren Sohn zu lieben.

Heilige Jungfrau, obwohl ich dieser Auszeichnung unwürdig bin, wage ich dennoch vertrauensvoll mich dein Kind zu nennen. Jesus Christus hat mich zu dieser Würde erhoben. Ich habe das unschätzbare Glück, dein Sohn zu sein, und dieser Würde ziehe ich alle Kronen der Erde vor.

(aus: Ludwig de Ponte. Meditationen zum Kirchenjahr)

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Heiliger Stephanus – Stärker als der Tod – 26. Dezember

Als der heldenmütige Diakon gesteinigt wurde, rief er: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ Darauf sank er auf seine Knie und rief mit lauter Stimme: „Herr, rechne ihnen dieses nicht zur Sünde an!“ Dann entschlief er im Herrn (Apg 7,58-59).

Der glorreiche Tod des hl. Stephanus ist das treue Abbild des Todes Jesu Christi. Er ist das vollkommene Vorbild des Todes der Gerechten. Nach dem Beispiel unseres Erlösers empfiehlt der hl. Stephanus Gott seinen Geist. Er betet für seine Feinde und entschläft im Herrn. Zum Unterschied von Christus betet er allerdings zuerst auch für sich; Jesus hatte das als der Heilige der Heiligen nicht notwendig. Als Stephanus für andere betete, sank er auf die Knie. Jesus betete für seine Feinde am Kreuze hängend.

Beider Gebet wurde erhört, wie es die wunderbare Bekehrung derjenigen beweist, die vom Kalvarienberge herab gingen und an ihre Brust klopften. Beim Tode des hl. Stephanus erhielt der hl. Paulus die Gnade, die ihn aus einem Verfolger der Kirche zu ihrem Apostel und ihrer festesten Säule machte. So starb Stephanus in Vereinigung mit Christus, mit dem er schon durch Liebe und Nachfolge verbunden war.

O treuer Diener Jesu Christi!
O du siegreiche Liebe!
O Liebe, die du stärker bist als der Tod!
O Liebe, mit der dieser junge Mann flammende Seufzer zum Himmel emporsandte, um selbst für jene das ewige Leben zu erlangen, die ihm das zeitliche nahmen!
O wünschenswerter Tod, der ein so glorreiches, unsterbliches Leben erwirkt!

Gib, o Herr, dass meine Seele den Tod dieses Gerechten sterbe und mein Ende wie das seinige werde! (4Mos 23,10). Mache, dass ich seinen Fußstapfen folge und würdig erachtet werde, mit ihm in den Himmel zu kommen, mögen mir viele gute Werke und standhaft ertragene Leiden nachfolgen.

(aus: Ludwig de Ponte. Meditationen zum Kirchenjahr)

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Heilige Katharina von Alexandrien – 25. November

In der christlichen Legende ist die Heilige Katharina, eine junge, intelligente Schönheit, die um 300 n. Chr. im ägyptischen Alexandrien lebte. Ein Einsiedler soll sie vom Glauben an Jesus Christus überzeugt haben.

Ihre Verehrung verdanken wir dieser Legende:

Als der römische Kaiser Maxentius Christen zum Märtyrertod verurteilt hatte, trat Katharina ihm entgegen und forderte ihn heraus. In einer öffentlichen Diskussion, zu der der Kaiser seine besten 50 Philosophen und Gelehrten aufgeboten hatte, brachte sie so einleuchtende Argumente für das Christentum vor, dass sich alle 50 auf einen Schlag vom Heidentum zum Christentum bekehrten. Weil sie nicht vermocht hatten, Katharina vom christlichen Glauben abzubringen, schickte der Kaiser alle 50 auf den Scheiterhaufen.

Von ihrer Schlagfertigkeit und Schönheit beeindruckt, bot der Kaiser Katharina mehrmals an, als Königin an seiner Seite zu herrschen.

Sie aber lehnte ab, wurde gegeißelt und ohne Nahrung zwölf Tage lang in einem finsteren Verlies eingekerkert. Dort erhielt sie göttlichen Beistand durch Engel, die ihre Wunden salbten, und durch eine weiße Taube, die Nahrung brachte. Auch Christus erschien, um ihren Glauben zu stärken und sie auf die Marter vorzubereiten. Folterwerkzeug ihres Martyriums sollten der Legende zufolge vier „mit eisernen Sägen und spitzen Nägeln“ gesäumte Räder sein. Auf Katharinas Gebet hin erschien ein Engel und zerstörte das Folterinstrument. Katharina wurde daraufhin enthauptet. Aus ihren Wunden floss Milch statt Blut.

Engel brachten ihre sterblichen Überreste zum Berg Sinai. 500 Jahre später wurden ihre Gebeine dort gefunden und zu ihren Ehren das Katharinenkloster erbaut. Aus ihren Gebeinen fließt – so die Legende – unaufhörlich ein heilkräftiges Öl. Ihr Symbol ist das zerbrochene Rad.

St. Katharina von Alexandria – Verona, frühes 18. Jh.

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Heiliger Clemens I. – 23. November

Clemens Romanus – Klemens von Rom

Nach der ältesten römischen Bischofsliste war Clemens Romanus der dritte Nachfolger des Petrus in der Leitung der römischen Christengemeinde und amtierte von um 91 bis um 101. Der Überlieferung nach wurde er um das Jahr 50 in Rom als Sohn eines gewissen Faustinus geboren, vom Apostelschüler Barnabas bekehrt und getauft und zu Petrus geführt, der ihn zu seinem Schüler machte und schließlich zum Priester weihte und zu seinem Nachfolger ernannte. Clemens aber, der auch den Apostel Paulus gekannt haben soll, ließ nach Petrus’ Tod den von der Gemeinde gewählten Führern Linus und Anaklet den Vorrang, damit nicht eine Gewohnheit entstünde, dass Vorgänger den Nachfolger bestimmen können.

Berühmt geworden sind zwei ihm zugeschriebene Briefe an die griechische Christengemeinde in Korinth (Peloponnes), in denen er zu Eintracht, Frieden und Ordnung mahnte. Die »Clemensbriefe« werden heute als Zeugnis für die frühe zentrale Stelle des Bischofs von Rom betrachtet und sind eine wichtige Informationsquelle über das Leben, die Lehre und die Organisation der frühen christlichen Kirche.

Clemens I., dem Evaristus im Amt nachfolgte (bis um 107; Heiliger), wurde später als Märtyrer verehrt. Sein Martyrium ist jedoch unsicher. Eine Legende aus dem 4. Jahrhundert berichtet, er sei unter Kaiser Trajan (98–117) mit vielen anderen Christen auf die Halbinsel Krim am SchwarzenMeer zu harter Arbeit in den Marmorbrüchen von Chersonesus (heute Sewastopol, Ukraine) verbannt und schließlich mit einem Anker um den Hals im Meer versenkt worden. Der Slawenmissionar Cyrillus (Heiliger) soll seine Gebeine im Jahre 869 nach Rom in die bereits im 4. Jahrhundert unweit des Kolosseums von einem reichen Christen namens Clemens gestiftete Kirche (heutige Unterkirche der im 12. Jahrhundert errichteten Basilika San Clemente) gebracht haben.

Clemens I. ist Kanonheiliger, d.h. ein Heiliger der katholischen Kirche, dessen Name im Messkanon genannt wird. Zudem wird er als „Apostolischer Vater“ bezeichnet. Diesen Titel tragen die als heilig verehrten Schüler der Apostel, die zwischen 50 und 150 n. Chr. lebten und deren Schriften für die Entwicklung der kirchlichen Tradition von großer Bedeutung waren.

Der heilige Clemens wird in päpstlichen Gewändern dargestellt. Seine Attribute sind: Tiara, Pallium, Kreuzstab (mit zwei oder drei Querbalken), Buch; Lamm und Quelle oder Brunnen (der Legende nach ließ er auf der Krim für die in den Steinbrüchen arbeitenden und unter Wassermangel leidenden Christen eine Quelle entspringen, auf die ein Lamm durch Scharren hingewiesen hatte); Anker oder Mühlstein um den Hals (Martyrium).

Er ist Patron der Steinmetze, Marmorarbeiter, Bergleute, Hutmacher, Seeleute, und Kinder; und er hilft gegen Kinderkrankheiten, bei Schiffbruch, Sturm, Gewitter und in Wassergefahren.

(vgl. Lexikon der Heiligen und Namenstage. Herder-V. 2010)

Clemens I. predigt (Mitte), ein Knecht führt Sisinnius weg (rechts), Knechte schleppen die Säulen fort (unten), Fresko, 11. Jahrhundert, in der Unterkirche von San Clemente in Rom – Foto: Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon.

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Hl. Apostel Simon und Judas – 28. Oktober

Simon -Kananäus- wird bei Lukas auch Zelot, Eiferer genannt. Zeloten waren Eiferer des jüdischen Glaubens. Sie waren bereit, auch mit Gewalt gegen die römische Besatzungsmacht vorzugehen. Zusammen mit Jakobus dem Jüngeren und Judas Thaddäus wird er immer am Schluss der Apostellisten genannt. Vielleicht waren es drei Brüder. Zelot kann auch der Eifer des Simon für den Glauben an Jesus Christus bedeuten.

Die Legende berichtet, Simon sei der Bräutigam auf der Hochzeit zu Kana gewesen. Durch das erste Wunder des Heilandes so sehr ergriffen, trennte er sich mit Einwilligung seiner Braut, unverzüglich von ihr und folgte Jesus nach. Jesus soll ihn dann, ob seiner Liebe und seines großen Eifers wegen, zu seinem Apostel erwählt haben.

Wie alle Apostel wurde auch er nach Pfingsten zu einem eifrigen Verkünder des Evangeliums. Zuerst wirkte er unter den Juden, dann zusammen mit Judas Thaddäus in Mesopotamien und Persien. Sie predigten und bekehrten und tauften eine große Anzahl Heiden. Simon soll mit einer Säge mitten durch gesägt worden sein.

stefan-lochner-martyrium-der-heiligen-simon-und-judas – Foto: https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/martyrium-der-heiligen-simon-und-judas

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