Aloysius – ein heiliger Jesuit – 21. Juni

Der Heilige Aloysius wurde am 1. März 1568 in Italien als ältester Sohn des Grafen Ferdinand von Gonzaga geboren. Er wuchs im Schloss Castiglione in der Nähe von Mantua auf. Bereits als Kind betete er viel, doch sein Vater wollte davon nichts wissen. Er schickte ihn schon im Alter von acht Jahren, zusammen mit seinem jüngeren Bruder, an verschiedene Fürstenhöfe. Aloysius lernte die Vergnügungen des Hoflebens wie Turniere und Tanzbelustigungen kennen. Doch fand er dabei keinerlei Freude. Dieses Leben schien ihm oberflächlich. Er war nur wegen seines Vaters, der ihn dazu verpflichtet hatte, dabei. Weiterhin betete Aloysius viele Stunden am Tag und in der Nacht.

Einige Jahre später wollte er sich der Gesellschaft Jesu anschließen, was sein Vater nicht wollte, da er als Erstgeborener sein Nachfolger werden sollte. Aloysius aber wollte die Erbfolge nicht antreten. Nach zwei Jahren erteilte sein Vater ihm endlich die Erlaubnis, Jesuit zu werden.

Nachdem er eingetreten war scheute er sich nicht, auch die niedrigigsten Dienste zu tun. Er versuchte jedem zu dienen und zu helfen wo er konnte. Trotz Magen- und Gallenschmerzen, Sclaflosigkeit und häufigen Kopfschmerzen, kniete er viele Stunden vor dem Kreuz. Als die Pest um sich griff, widmete er sich sofort mit seiner ganzen Kraft den Kranken. Er hatte keine Angst vor einer Ansteckung und brachte sie Kranken in Hospitäler.

Aloysius starb drei Monate nach dem Krankheitsausbruch im Alter von 23 Jahren am 21. Juni 1591.

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Fronleichnam – Hl. Juliana von Lüttich

Liebe Brüder und Schwestern!

[Heute] möchte ich euch eine Frauengestalt vorstellen, die kaum bekannt ist, der aber die Kirche zu großem Dank verpflichtet ist, nicht nur aufgrund der Heiligkeit ihres Lebens, sondern auch, weil sie durch ihren großen Seeleneifer zur Einführung eines der wichtigsten liturgischen Hochfeste des Jahres beigetragen hat: des Fronleichnamsfestes. Es handelt sich um die hl. Juliana von Cornillon, die auch als die hl. Juliana von Lüttich bekannt ist. Wir besitzen einige Angaben über ihr Leben vor allem durch eine Biographie, die wahrscheinlich von einem zeitgenössischen Kleriker geschrieben wurde und in der verschiedene Zeugnisse von Personen, die die Heilige unmittelbar kannten, zusammengetragen werden.

Juliana wurde zwischen 1191 und 1192 in der Nähe von Lüttich, in Belgien, geboren. Es ist wichtig, diesen Ort hervorzuheben, denn in jener Zeit war die Diözese Lüttich sozusagen ein wahrer »eucharistischer Abendmahlssaal«. Vor Juliana hatten namhafte Theologen dort den herausragenden Wert des Sakraments der Eucharistie erläutert, und in Lüttich gab es auch Gruppen von Frauen, die sich großherzig der Verehrung der Eucharistie und dem eifrigen Kommunionempfang widmeten. Unter der Führung von vorbildlichen Priestern lebten sie in Gemeinschaft und widmeten sich dem Gebet und den Werken der Nächstenliebe.

Als Juliana im Alter von fünf Jahren verwaiste, wurde sie zusammen mit ihrer Schwester Agnes der Obhut der Augustinerinnen des Klosters und Leprosenhospitals Mont-Cornillon anvertraut. Sie wurde vor allem von einer Schwester namens Sapientia erzogen, die ihr geistliches Heranreifen förderte, bis Juliana selbst das Ordensgewand empfing und Augustinerin wurde. Sie erwarb eine beachtliche Bildung und las sogar die Werke der Kirchenväter in lateinischer Sprache, insbesondere den hl. Augustinus und den hl. Bernhard. Außer einer wachen Intelligenz zeigte Juliana von Anfang an einen besonderen Hang zur Kontemplation; sie hatte einen tiefen Sinn für die Gegenwart Christi, die sie erfuhr, indem sie das Sakrament der Eucharistie in besonderer Tiefe lebte und oft über die Worte Jesu nachdachte: »Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,20).

Mit 16 Jahren hatte sie zum ersten Mal eine Vision, die sich ihr später in der eucharistischen Anbetung mehrmals wiederholte. In der Vision zeigte sich der Mond in seinem vollen Glanz, von einem dunklen Streifen durchquert. Der Herr gab ihr die Bedeutung dieser Erscheinung zu verstehen. Der Mond symbolisierte das Leben der Kirche auf der Erde, die trübe Linie dagegen das Fehlen eines liturgischen Festes, für dessen Einführung Juliana sich tatkräftig einsetzen sollte: ein Fest, bei dem die Gläubigen die Eucharistie anbeten konnten, um den Glauben zu mehren, die Übung der Tugenden zu fördern und die Schmähungen des Allerheiligsten Sakraments zu sühnen.

Etwa 20 Jahre lang hielt Juliana, die in der Zwischenzeit Priorin des Klosters geworden war, diese Offenbarung, die ihr Herz mit Freude erfüllt hatte, geheim. Dann vertraute sie sich zwei weiteren leidenschaftlichen Anbeterinnen der Eucharistie an: der sel. Eva, die als Einsiedlerin lebte, und Isabella, die zu ihr ins Kloster Mont-Corillon gekommen war.

Die drei Frauen schlossen eine Art »geistlichen Bund«, mit dem Anliegen, das Allerheiligste Sakrament zu verherrlichen. Sie wollten auch einen sehr angesehenen Priester, Johannes von Lausanne, Kanoniker der Kirche »Saint-Martin « in Lüttich, mit einbeziehen und baten ihn, Theologen und Kleriker über das zu befragen, was ihnen am Herzen lag. Die Antworten waren positiv und ermutigend.

Was Juliana von Lüttich geschah, kommt im Leben der Heiligen häufig vor: Um die Bestätigung zu erhalten, daß eine Eingebung von Gott kommt, ist es immer nötig, sich ins Gebet zu versenken, geduldig warten zu können, die Freundschaft und die Gegenüberstellung mit anderen guten Seelen zu suchen und alles dem Urteil der Hirten der Kirche zu unterwerfen. Nach anfänglichem Zögern nahm der Bischof von Lüttich, Robert von Thorote, den Vorschlag Julianas und ihrer Gefährtinnen an und führte erstmalig das Fronleichnamsfest in seiner Diözese ein. Später folgten andere Bischöfe seinem Beispiel und setzten dieses Fest in den ihrer Hirtensorge anvertrauten Gebieten ein.

Von den Heiligen verlangt der Herr jedoch oft, Prüfungen zu überwinden, damit ihr Glaube zunimmt. So war es auch bei Juliana, die starken Widerstand von seiten einiger Angehöriger des Klerus sowie des Oberen, dem ihr Kloster unterstand, erdulden mußte. So verließ Juliana aus freiem Willen das Kloster Mont-Corillon mit einigen Gefährtinnen und war zehn Jahre lang, von 1248 bis 1258, in verschiedenen Zisterzienserinnen-Klöstern zu Gast. Sie erbaute alle durch ihre Demut, übte nie Kritik oder Tadel an ihren Gegnern, sondern verbreitete weiterhin eifrig die Verehrung der Eucharistie. Sie starb 1258 in Fossela-Ville in Belgien. In ihrer Zelle war das Allerheiligste Sakrament ausgesetzt, und ihrem Biographen zufolge betrachtete Juliana im Sterben mit letzter liebender Hinwendung den eucharistischen Jesus, den sie stets geliebt, verehrt und angebetet hatte.

Auch Jacques Pantaléon aus Troyes wurde für das gute Anliegen des Fronleichnamsfestes gewonnen; er hatte die Heilige während seiner Amtszeit als Archidiakon in Lüttich kennengelernt. Als er dann mit dem Namen Urban IV. Papst geworden war, setzte er 1264 das Fronleichnamsfest als gebotenen Feiertag für die Universalkirche ein, am Donnerstag nach Pfingsten. In der Einsetzungsbulle mit dem Titel Transiturus de hoc mundo (11. August 1264) verwies Papst Urban sehr zurückhaltend auch auf Julianas mystische Erfahrungen und bestätigte damit ihre Echtheit. So schreibt er: »Wenngleich die Eucharistie jeden Tag gefeiert wird, so halten wir dafür, sie wenigstens einmal im Jahr ehrwürdiger und feierlicher zu begehen. Die anderen Dinge nämlich, derer wir gedenken, begreifen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, erhalten aber deshalb nicht ihre Realpräsenz. In dieser sakramentalen Gedächtnisfeier Christi dagegen ist Jesus Christus, wenngleich unter anderer Gestalt, in seiner eigenen Substanz bei uns gegenwärtig. Denn bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, sagte er: ›Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt‹ (Mt 28,20)«.

Der Papst selbst wollte mit gutem Beispiel vorangehen und feierte das Fronleichnamsfest in Orvieto, der Stadt, in der er damals residierte. Auf sein Geheiß hin wurde – und wird noch immer – im Dom der Stadt das berühmte Korporale mit den Spuren des eucharistischen Wunders verwahrt, das ein Jahr zuvor, 1263, in Bolsena geschehen war. Ein Priester wurde während der Wandlung von Brot und Wein von starken Zweifeln an der Realpräsenz von Leib und Blut Christi im Sakrament der Eucharistie befallen. Auf wunderbare Weise begannen einige Blutstropfen aus der geweihten Hostie hervorzuquellen. Auf diese Weise bestätigte sich das, was unser Glaube bekennt. Urban IV. bat einen der größten Theologen der Geschichte, den hl. Thomas von Aquin – er begleitete damals den Papst und befand sich in Orvieto –, die Texte für das liturgische Gebet dieses großen Festes zu verfassen. Sie werden heute noch in der Kirche verwendet: Meisterwerke, in denen Theologie und Poesie miteinander verschmelzen. Es sind Texte, die die Saiten des Herzens in Schwingung versetzen, um dem Allerheiligsten Sakrament Lob und Dank zum Ausdruck zu bringen, während der Verstand staunend in das Geheimnis vordringt und in der Eucharistie die lebendige und wahre Gegenwart Jesu erkennt, seines Liebesopfers, das uns mit dem Vater versöhnt und uns das Heil schenkt.

Zwar wurde nach dem Tod Urbans IV. die Feier des Fronleichnamsfestes auf einige Regionen Frankreichs, Deutschlands, Ungarns und Norditaliens beschränkt, aber ein anderer Papst, Johannes XXII., stellte es 1317 für die ganze Kirche wieder her. Seitdem hat das Fest eine wunderbare Entwicklung erfahren und ist beim christlichen Volk noch immer sehr beliebt. Ich möchte mit Freude darauf hinweisen, daß es heute in der Kirche einen »eucharistischen Frühling« gibt: Wie viele Menschen verweilen still vor dem Tabernakel, um mit Jesus ein liebevolles Gespräch zu führen! Es ist tröstlich zu wissen, daß nicht wenige Gruppen junger Menschen neu entdeckt haben, wie schön es ist, das Allerheiligste Sakrament anzubeten. Ich denke zum Beispiel an unsere eucharistische Anbetung im »Hyde Park« in London. Ich bete darum, daß dieser »eucharistische Frühling« in allen Pfarreien sich immer mehr verbreiten möge, insbesondere in Belgien, der Heimat der hl. Juliana. Der ehrwürdige Diener Gottes Johannes Paul II. stellte in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia fest: »An vielen Orten findet die Anbetung des heiligsten Sakramentes täglich einen weiten Raum und wird so zu einer unerschöpflichen Quelle der Heiligkeit. Die andächtige Teilnahme der Gläubigen an der eucharistischen Prozession am Hochfest des Leibes und Blutes Christi ist eine Gnade des Herrn, welche die teilnehmenden Gläubigen jedes Jahr mit Freude erfüllt. Man könnte noch andere positive Zeichen des Glaubens und der Liebe zur Eucharistie erwähnen« (Nr. 10).

Indem wir uns an die hl. Juliana von Lüttich erinnern, wollen auch wir den Glauben an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie erneuern. Das Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche lehrt uns: »Jesus Christus ist in der Eucharistie auf einzigartige und unvergleichliche Weise gegenwärtig: wirklich, tatsächlich und substantiell, mit seinem Leib und seinem Blut, mit seiner Seele und seiner Gottheit. In der Eucharistie ist also der ganze Christus, Gott und Mensch, auf sakramentale Weise gegenwärtig, das heißt unter den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein« (Nr. 282).

Liebe Freunde, die Treue zur Begegnung mit dem eucharistischen Christus in der Sonntagsmesse ist für den Glaubensweg wesentlich, aber wir sollten auch den im Tabernakel gegenwärtigen Herrn oft aufsuchen! Gerade wenn wir die geweihte Hostie anbetend betrachten, zieht uns der Herr zu sich, in sein Geheimnis hinein, um uns zu verwandeln, wie er Brot und Wein verwandelt. Die Heiligen haben in der eucharistischen Begegnung stets Kraft, Trost und Freude gefunden. Mit den Worten des eucharistischen Hymnus Adoro te devote sagen wir immer wieder zum Herrn, der im Allerheiligsten Sakrament anwesend ist: »O gib, daß immer mehr mein Glaub’ lebendig sei, mach meine Hoffnung fest, mach meine Liebe treu!« Danke.

Papst Benedikt XVI. am 17. November 2010

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Hl. Augustinus – 28. Mai

Gott, du wahres, du höchstes Leben,
all dessen, was wahrhaft
aus deiner Kraft lebt.
Gott, du meine Glückseligkeit, Ursprung,
Beginn und Urheber der Freude,
all dessen, was glückhaft ist.
Gott des Schönen und des Guten,
in all dem, was gut und schön ist.
Gott, du Licht der Einsicht, Ursprung,
Anfang und Urheber des Lichts der
Erkenntnis, in all dem, was leuchtet
in diesem Licht.

Gott, dessen Reich jene Welt ist,
die die Sinne nicht kennen.
Gott, dessen Reich den irdischen
Reichen das Gesetz gibt.
Gott, von dir sich entfernen ist fallen,
zu dir zurückkehren bedeutet
sich erheben, in dir bleiben ist
Bauen auf sicheren Grund.

Weggehen von dir heißt sterben,
zurückkehren zu dir heißt auferstehen,
wohnen bei dir heißt leben.

(Hl. Augustinus, Soliloquia, 1,3)

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Rita – die Perle von Cascia – 22. Mai

Hinter dem heute nur noch selten vorkommenden Mädchennamen „Rita“ verbirgt sich deren Namenspatronin, die heilige „Rita von Cascia“. Sie war eine geborene „Margherita Lotti“. Ihr Vater Antonio Lottius und Ihre Mutter Amata nannten sie in der Kurzform dieses Namens und riefen sie nur „Rita“. Die Bedeutung des Namens Margaretha ist „Perle“.

Das Geburtsdatum ist nicht gesichert. Eine Überlieferung nennt das Jahr 1367. Doch Papst Leo XIII. berief sich bei der Heiligsprechung am 24. Mai 1900, weil dieses Datum besser belegt werden konnte, auf das Geburtsjahr 1381.

Die hl. Rita wurde in Cascia (Provinz Perugia) in Mittelitalien geboren. In ihrer Jugend besuchte sie häufig das Kloster der Augustinerinnen sowie die Kirche der Augustiner. Bald verlangte sie danach, sich ganz Gott zu weihen. Die Eltern sahen sich verpflichtet, ihre Tochter versorgen zu müssen und hatten einen Ehepartner für sie ausgewählt. So heiratete Rita und gebar zwei Söhne. Sie war eine liebevolle, treusorgende Mutter und erzog sie in christlichem Geiste. Frühzeitig verlor sie ihren Mann und ihre beiden Söhne. Das Herz blutete ihr, aber sie blieb tapfer.

In Rita erwachte wieder das Verlangen ihrer jungen Jahre, sich ganz Gott zu weihen und ins Kloster zu gehen. Sie wurde mehrmals abgewiesen. Rita wurde dann endlich doch im Jahr 1407 in Cascia in das Kloster der Augustinerinnen aufgenommen.

Rita übernahm gerne alle Arbeiten, die im Kloster anfielen, außerdem betätigte sich Rita als Helferin der Kranken und Notleidenden. So diente sie vierzig Jahre dem Herrn.

Sie betrachtete ständig die Leiden Jesu. Geheimnisvoll bohrte sich in ihre Stirn ein Dorn aus der Dornenkrone.

Rita wurde schwer krank und musste ihre letzten vier Lebensjahre im Bett liegen. Auch hier war sie allen ein Vorbild der Geduld.

Inmitten eines Winters erblühte an einem Rosenstrauch im Garten des Kreuzgangs ihres Klosters „eine lieblich duftende Rose“. Darum werden an ihrem Festtag die „Rita-Rosen“ geweiht.

Rita starb am 22. Mai 1447. Schon an ihrer Bahre sollen die ersten Wunder geschehen sein. Seitdem wird Rita von den Gläubigen angerufen in allen Nöten des Leibes und der Seele. Sie gilt als Helferin in aussichtslosen Anliegen. 1628 wurde sie selig-, 1900 heiliggesprochen.

Auf ihrem Sarg stehen die Worte:
„Sie schenkte sich ihm ganz.“

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Szenen aus einem italienischen Film über das Leben der heiligen Rita von Cascia. Sie werden musikalisch umrahmt von einem Lied der mexikanische Gruppe Jésed. Die sind Texten des heiligen Johannes vom Kreuz nachempfunden.

Allein zu Dir gehöre ich – Solo a ti pertenezco

Solo a ti pertenezco
Solo a ti, solo a ti,
mi amor, solo a ti,
yo te pertenezco

Solo a ti pertenezco, mi Rey,
y a ti yo me ofrezco.
Tu Corazón amante,
me llamas y constante
y en tu dulce morada
ya no deseo nada.

Oh, mi Divino Amante,
visítame constante.
Mi corazón ansía llevarte cada día.
Eres su único amigo
y quiere estar contigo.

Y al amigo que te ama,
pides todo el corazón,
para unirlo en la llama de tu amor.

Allein zu Dir, allein zu Dir,
meine Liebe, allein zu Dir,
zu Dir gehöre ich.

Allein zu Dir gehöre ich, mein König,
und Dir gebe ich mich hin.
Du Herzensliebschaft,
Du rufst mich ohne Unterlass
und in Deiner Wohnung voll Wonne
weile ich wunschlos.

Oh, meine göttliche Liebschaft,
such mich beständig heim.
Mein Herz begehrt, Dich täglich zu tragen.
Du bist sein einziger Freund
und es will mit Dir sein.

Und vom Freund, der Dich liebt,
erbittest Du das ganze Herz,
Dich mit ihm zu verschmelzen im Feuer Deiner Liebe.

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Der Name Jesus: „Gott rettet“

Der Name Jesus ist der Glanz der Prediger,
weil er das Verkündigen und das Hören
des Gotteswortes zum hellen Leuchten bringt.
Woher, meinst du, kommt auf dem ganzen Erdkreis
so schnell und glühend das Licht des Glaubens,
wenn nicht dadurch,
dass Jesus verkündigt wird?

Hat Gott uns nicht
durch die Lieblichkeit dieses Namens
in sein wunderbares Licht gerufen?

Wir sind erleuchtet,
wir schauen das Licht in seinem Licht.
Daher muss dieser Name verkündet werden,
damit er leuchtet und nicht verschwiegen wird.
Aber der Name darf nicht
mit einem unreinen und befleckten Mund ausgesprochen werden.
Er muss in einem erlesenen Gefäß aufbewahrt
und aus ihm heraus verkündet werden.

Bernardin von Siena

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Vor 450 Jahren starb Papst Pius V.

Nach dem traditionellen Kirchenkalender ist heute, am 5. Mai,
das Fest des heiligen Papstes PIUS V.

Pius V. war schon, als er zum Papst gewählt wurde, ein schwerkranker Mann. Sein Leiden, das ihm nicht wenig Schmerzen verursachte, trug er all die Jahre hindurch mit heroischer Geduld und mit großem Starkmut. Auch als er im Frühjahr 1572 den Tod nahen fühlte, ließ seine Zuversicht um nichts nach, ja, wie der Herr auf dem Kreuzweg, musste er, der Sterbende, die Überlebenden trösten und aufrichten:

Wenn ihr mein sterbliches, mit zahllosen Armseligkeiten erfülltes Leben geliebt habt, so müsst ihr noch weit mehr jenes unveränderliche und glückselige Leben schätzen, dessen ich durch die Barmherzigkeit Gottes bald im Himmel teilhaftig zu werden hoffe.

Solange es ihm irgend möglich war, erfüllte der Papst seine Amtspflichten und las täglich die Heilige Messe. Am Osterfest – es war der 6. April 1572 – erteilte er zum letzten Mal von der Loggia der Peterskirche aus einer riesigen Menschenmenge, die noch einmal ihren todkranken geistlichen Vater
sehen wollte, den apostolischen Segen. Gegen den Rat seiner Ärzte unternahm er auch noch einmal die Wallfahrt zu den sieben Hauptkirchen Roms, ein Brauch, der durch ihn und den hl. Philipp Neri wiederbelebt worden war. Auch in den größten Qualen betete er:

Herr, vermehre meine Schmerzen, aber vermehre auch meine Geduld.

Weil er so sterben wollte, wie er gelebt hatte, nämlich als ein einfacher Dominikaner, ließ er sich noch auf dem Sterbebett das weiße Gewand seines Ordens anlegen. In der Frühe des 1. Mai 1572 starb Papst Pius V. im Alter von 68 Jahren, im 7. Jahr seines Pontifikates.

Bei der Nachricht von seinem Tode soll die hl. Theresia von Avila in Tränen ausgebrochen sein und gerufen haben:

Wundert euch nicht über meine Tränen, sondern weinet vielmehr mit mir, denn die Kirche hat ihren hl. Hirten verloren.

Pius V. wusste sehr wohl, wie schwer sein Tod die kämpfende Kirche treffen würde, aber er setzte sein ganzes Vertrauen auf die Güte und Allmacht Gottes.

Gott der Herr wird nötigenfalls aus den Steinen den Mann erwecken, dessen seine Kirche in so schwerer Zeit bedarf.

Wenn uns heute, angesichts der trostlosen Lage des hirtenlosen katholischen Volkes manchmal der Mut sinken will, dann sollten wir ihn, der für alle Zeiten das Vorbild eines Stellvertreters Christi auf Erden sein wird, um seine Fürsprache bitten und mit der gleichen Zuversicht wie er auf den Herrn vertrauen, der seiner demütig bittenden Kirche nicht die wahren Hirten vorenthalten wird.

Heiliger Papst Pius V. – tritt für die Kirche ein!
Heiliger Papst Pius V. – bitte für uns!

Giovanni Gasparro: San Pio V Pontefice Massimo

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Heiliger Paul vom Kreuz

Im Passionistenorden wird am 28. April das Hochfest ihres Gründers begangen.

Der Gründer der Passionisten, Paolo Francesco Danei kommt am 3. Januar 1694 in norditalienischen Ovada (Alessandria) zur Welt. Aufgewachsen in einer christlichen Familie, entscheidet er sich mit 19 Jahren, konsequent nach Heiligkeit und christlicher Vollkommenheit zu streben.

1715 schließt er sich dem Kreuzzugsheer der Republik Venedig gegen die Türken an. Doch erkennt er bald, dass ihn Gott auf einen ganz anderen Weg ruft. 1718 verzichtet er auf eine reiche Erbschaft und die Möglichkeit zu einer Heirat. Er zieht es vor, sein geistliches Leben zu vertiefen und seine Berufung zu klären.

1720 läßt er sich von seinem Bischof in einen schwarzen Habit einkleiden und beginnt in Castellazzo eine Zeit des intensiven Gebetes und der Buße. Während dieser 40 Tage der Zurückgezogenheit begreift er, dass sein Lebensprogramm darin bestehen soll, die im Kreuz Christi geoffenbarte Liebe Gottes zu verkünden. Deshalb nennt er sich von nun an Paolo della Croce – Paul vom Kreuz.

Vom 2. bis 7. Dezember 1720 schreibt er, während dieser Zeit tiefer mystischer Erfahrung in Castellazzo, die Ordensregel für die künftigen Passionisten. 1721 schließt sich ihm sein leiblicher Bruder Johann Baptist an. In den nun folgenden Jahren leben die beiden in verschiedenen Einsiedeleien Mittel- u. Süditaliens in Erwartung der päpstlichen Approbation des neuen Institutes.

Nach ihrer Priesterweihe in Rom im Jahre 1727, beginnen sie eine intensive missionarische Tätigkeit. 1737 eröffnet Paul vom Kreuz auf dem Monte Argentario (Grosseto) sein erstes Kloster. 1741 approbiert Papst Benedikt XIV. das neue Institut. Paul fördert das Wachstum seiner Gründung, indem er weitere Mitglieder aufnimmt und neue Klöster gründet. Währenddessen setzt er unermüdlich sein Apostolat als Volksmissionar in Italien fort. 1771 öffnet in Tarquinia (Viterbo) das erste Kloster der Klausur-Passionistinnen.

Paul vom Kreuz stirbt am 18. Oktober 1775. Am 29. Juni 1867 wurde er von Papst Pius IX. heiliggesprochen. Seine Reliquien ruhen in der Basilika der hl. Johannes und Paulus in Rom.

San Paolo della Croce

Bereits in jungen Jahren ist er mit dem Leiden massiv konfrontiert worden. Seine Eltern hatten sechzehn Kindern das Leben geschenkt. Von diesen Kindern sind elf vor dem sechsten Lebensjahr gestorben. Was das für die Familie bedeutete, können moderne Menschen kaum verstehen. Vor allem für die Mutter war es ein unsägliches Leid. Doch ist Sie an diesem Leiden nicht zerbrochen. Im Glauben an Gott, im Glauben an den leidenden und gekreuzigten Herrn Jesus Christus hat sie Kraft und Trost erfahren. Diesen, existentiell vollzogenen Glauben hat sie an ihre Kinder weiter gegeben. Paul vom Kreuz wuchs in einer Familie auf, die tief im christlichen Glauben verwurzelt war. Die Mutter hat in Paul vom Kreuz gleichsam den Boden bereitet, dass Gott ihm eine besondere Gnade, ein Charisma schenken konnte. Das Leiden Christi war in seinem Leben das Zentrum seines Denkens und Handelns.

Ich möchte der ganzen Welt sagen, dass man doch erkenne, welch große Gnade Gott in seinem Erbarmen erweist, wenn er Leiden schickt, vor allem, wenn das Leiden ohne Trost ist. Denn dadurch wird die Seele wie Gold im Feuer gereinigt. sie wird schön und leicht, um so den Höhenflug zu ihrem höchsten Gut anzutreten, das heißt, zur seligen Umformung zu gelangen, ohne es jedoch wahrzunehmen. Sie trägt das Kreuz mit Jesus und weiß es nicht.

Der Orden der Passionisten in Deutschland – http://passionisten.de

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Hl. Romuald – 7. Februar

Romuald war ein weltflüchtiger Asket. Er ertrug Mühsal, Spott und Anfeindungen, da er den Menschen durch sein Leben der Entsagung und durch sein eigenes Beispiel die ganze Strenge seiner Ordensregel vorlebte. Er gründete mehrere Einsiedeleien. Am liebsten war ihm die Gründung Camaldoli auf den Höhen der Apeninnen. Romuald lehrte seine Mönche einen großherzigen Bußeifer. Romuald starb im Jahre 1027.

… Wache über deine Gedanken, beobachte sie, wie ein guter Fischer wacht über die Fische … Beobachte beständig den Psalter, löse dich nicht von ihm … Stelle deine Gedanken unter die Gegenwart Gottes, voller Furcht und Zittern, wie diejenigen, die in der Anwesenheit des Kaisers sind und etwas zu verbergen haben … Bleibe durch die Gnade Gottes vollständig bei Ihm und sitze da, wie sein Kind …

Der heilige Romuald ist der Stifter der Kamadulenser, eines Eremitenordens, der hierzulande wenig bekannt ist. Dagegen ist der Kamaldulenser-Orden in Italien und Polen verbreitet, aber auch in Amerika; in Venezuela ist vor einigen Jahren ein neues Kloster erbaut worden.

Setze dich in deine Zelle wie ins Paradies

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Heilige Agatha – 5. Februar

Die heldenhafte junge Frau konnte inmitten schwerer Leiden treu bleiben.

Die Legende berichtet: Agatha lebte als Tochter einer vornehmen Familie zu Catania. Der Statthalter Quintian verliebte sich in das schöne, begehrenswerte Mädchen und verfolgte Agatha mit seinen Anträgen. Aber Quintian war Heide und Agatha Christin. – Niemals hätte sie sich zum Spielball seiner Leidenschaften erniedrigt. – Der abgewiesene Freier sann auf ein Mittel, sich für den vermeintlichen Schimpf zu rächen und zugleich das Mädchen doch noch zu gewinnen. Er stellte sie unter Anklage, ließ sie verhaften und in das Haus einer Kupplerin bringen, die den Auftrag hatte, Agatha mit allen Künsten der Verführung gefügig zu machen. – Der satanische Anschlag mißlang. – Nun sollten die Quälereien der Folter ihren Widerstand brechen. Als auch dies vergeblich blieb, gab der aus einem Liebhaber zum Hasser gewordene Quintian das Spiel verloren und befahl in blinder Wut, mit Messern und Zangen die Brust der Bekennerin zu zerfleischen. – Todwund wurde sie ins Gefängnis zurückgebracht. – Sie wäre verblutet, wenn nicht ein alter Mann, der sich als Petrus den Apostel zu erkennen gab, durch Mauern und Tore zu ihr gekommen wäre und sie wunderbar geheilt hätte. Am anderen Tage wurde sie entkleidet und über Glasscherben und glühende Kohlen gewälzt, eine Tortur, der sie einige Stunden später erlag.

Es wird immer wieder Zeiten in unserem Leben geben, in denen es schwierig ist, morgens aufzuwachen. Alles scheint auseinanderzufallen. Vielleicht sind wir dann versucht, unseren Glauben an Gott zu verlieren. In diesen schwierigen Momenten müssen wir in unserer Angst zu Gott schreien und ihn um Hilfe bitten.

Wenn sich jemand mit Schmerzen auskennt, dann ist es die heilige Agatha!

Eine mächtige Fürsprecherin in dieser Hinsicht ist die heilige Agatha, eine junge Römerin aus dem 3. Jahrhundert. Sie weigerte sich, Sex mit einem römischen Beamten zu haben, – also sich der Unzucht hinzugeben. Wegen ihrer Hartnäckigkeit wurde sie eingesperrt, geschlagen und entsetzlichen Foltern ausgesetzt, die schließlich das Abschneiden ihrer Brüste beinhaltete. – In all dem Leid blieb die heilige Agatha Gott treu und hielt bis zum bitteren Ende durch.

Sie bleibt ein Beispiel für Treue in der Prüfung und kann für uns eintreten, indem sie Gott um die Gnade des Ausharrens bittet: egal, welche Prüfung wir auch ertragen müssen.

Heilige Agatha, glorreiche Jungfrau und Märtyrerin,
du ließst dich beschimpfen und schlagen, und dich
auf schmerzhafteste Weise mit Folter, Feuer und Schwert quälen.
Durch deine Tapferkeit und dein Heldentum hast du es verdient,
inmitten deiner schrecklichen Qualen
durch den Anblick deines Schutzengels und des Fürsten der Apostel
getröstet und erfreut zu werden:
Christus, dein göttlicher Bräutigam,
damit auch ich jeden zeitlichen Verlust freudig überwinde,
anstatt meinem Herrn und meinem Gott untreu zu werden.
Bitte für mich um die Gnade der Beharrlichkeit,
damit ich mich mit dir an der ewigen Anschauung erfreuen
und Gott für immer preisen kann. Amen.

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Zum Fest der Bekehrung des hl. Paulus ein Blick auf den Papst – 25. Januar

Zweifelsohne ist die geistliche Macht das Wesentliche am Papsttum, die weltliche Macht rechnet insoweit dazu, als sie zur Wahrnehmung der geistlichen Aufgaben erforderlich ist.

Also hat die katholische Kirche das Recht zu verlangen,
dass der unfehlbare Lehrer seines Glaubens
frei und unabhängig bleibe!

Die katholische Welt kann aber von dieser Freiheit und Unabhängigkeit
nur überzeugt sein,
wenn ihr Oberhaupt souverän ist,
weil nur der Souverän von niemandem abhängt.

(Donoso Cortés, Der Fall vom Abendland, 51)

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