Ss. P. N. BENEDICTUS, ABBAS & LEGISLATOR – 21 Martius

Heiliger Vater Benedikt,
tritt du ein,
als Fürsprecher und Beschützer;
und als Wiederhersteller.

AVE MARIA.

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Wann ruft die Glocke im Dachreiter
der Klosterkirche von Mariawald
wieder Trappistenmönche
zum Gebet zusammen?

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Hl. Blasius, Bischof und Märtyrer – Blasiussegen – 3. Februar

Unsere heilige Mutter Kirche sorgt sich um ihre Kinder nicht nur zur Abwendung ewiger, sondern zeitlicher Übel. Heute erfolgt die Erteilung des Blasiussegens, der zum besonderen Schutz gegen Halskrankheiten mit den gestern, an Mariä Lichtmess, neu geweihten Kerzen erteilt wird.

Die Gebete, die bei der Weihe der Kerzen verrichtet werden, bitten Gott, er möge diejenigen, welche damit gesegnet werden, vor ewigem und zeitlichem Übel bewahren, insbesondere aber vor Übeln des Halses behüten, oder, wenn sie von solchen befallen sind, davon befreien.

Der Segen wird am Tag des hl. Blasius erteilt, weil dieser seit ältesten Zeiten als Fürsprecher bei Gott wider die verschiedenen Leiden des Halses angerufen wurde.

Der Hl. Blasius war zu Sebaste in Armenien von vornehmen Eltern geboren. Da er durch seine Tugenden sich allgemeine Achtung und Verehrung erworben hatte, wurde er zum Bischof dieser Stadt erwählt. Er stand mit heiligem Eifer seiner Gemeinde vor; da brach die grausame Verfolgung unter Diokletian aus, die es insbesondere auf die Bischöfe und Priester abgesehen hatte, um die verwaisten Herden dann um so leichter zu zerstreuen.
Um sich seiner Herde zu erhalten, verbarg sich Blasius in einer öden Felsenhöhle des Berges Argäus. Hier betete er ununterbrochen unter strengen Fasten und Bußübungen für die Stand­haftigkeit seiner Gemeinde.

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Als eines Tages der Statthalter Agricola, der zur Aufsuchung der Christen nach Sebaste abgesandt war, mit seinen Soldaten auf diesem Berge eine Jagd vornahm und die gejagten Tiere sich in die Höhle des Hl. Blasius flüchteten, fanden die nacheilenden Soldaten den Heiligen dort vor dem Bilde des gekreuzigten Heilandes kniend. Er wurde sogleich gefangen nach Sebaste geführt.

Nach­dem Agricola vergebens versucht hatte, den Bischof in seinem Glauben zu erschüttern, ließ er ihn in den Kerker werfen. Da geschah es, dass man sehr viele Kranke zu ihm brachte, damit er sie heile; denn der Ruf seiner Heiligkeit hatte sich weit umher verbreitet.

Unter den Kranken, die er heilte, befand sich auch ein Knabe, der in Gefahr war, an einer Fischgräte, die ihm in Halse stecken geblieben, zu ersticken, und dessen Rettung die Ärzte bereits aufgegeben hatten. Infolge dieser wundersamen Heilung wird Blasius als Schutzpatron gegen Halsleiden verehrt.

Der Statthalter ließ den Bischof dreimal vor sich kommen; da aber Verheißungen sowohl als Drohungen an dem Starkmut des Bekenners scheiterten, ließ er ihn zuerst mit Ruten schlagen, dann mit ei­ser­nen Kämmen grausam zerfleischen und endlich enthaupten. So legte der Hl. Blasius ein glorwürdiges Zeugnis für den Glauben an Jesum Christum ab um das Jahr 316.

Wie der Blasiussegen erteilt wird:

Der Priester nimmt zwei zu diesem Zwecke besonders gesegnete Kerzen, hält dieselben kreuzweise vor den Hals der einzelnen Gläu­bi­gen und spricht dabei die Worte:

„Durch die Fürbitte des heiligen Bischofs und Martyrers Blasius befreie dich der Herr von allem Übel des Halses und jeglichem anderen Übel, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Tagesgebet
Gott, der Du uns alle Jahre durch das feierliche Andenken
an den heiligen Bischof und Märtyrer Blasius erfreust,
verleihe uns nach Deiner unendlichen Barmherzigkeit,
dass wir, die wir uns an seinem Tugendbeispiel erfreuen,
auch durch seinen Schutz
vor allen Widerwärtigkeiten bewahrt werden.
Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

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Vgl. u. a.: Goffine, Handpostille und Gregorius Rippel, Die Schönheit der katholischen Kirche

Der hl. Blasius spendet den Segen. – Fundort: http://www.pfarre-voels.net/2016/02/blasiusgebet-fur-kinder.html

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Maria von Mörl aus Kaltern starb am 11. Januar 1868

Diözesaner Seligsprechungsprozess geschlossen.

Maria von Mörl wurde am 16. Oktober 1812 in Kaltern geboren; sie hatte acht Geschwister. Am Tag ihrer Geburt wurde sie auf den Namen Maria Catharina Barbara getauft.

Aus den biografischen Schriften über Maria wird ersichtlich, dass sie bereits ab dem fünften Lebensjahr kränklich war. Nach den Pflichtschuljahren, wurde Maria von Mörl nach Cles am Nonsberg gesandt, um die italienische Sprache zu erlernen. Nach dieser Studienzeit starb ihre Mutter bei der Geburt des neunten Kindes. Maria hatte in der Folgezeit große Verantwortung zu übernehmen, da sie Mutterersatz für ihre jüngeren Geschwistern sein musste.

Nach einigen Jahren hat sich Maria dem Franziskanerpater Johannes Kapistran Soyer anvertraut, der ihr Beichtvater und geistlicher Führer wurde und dies bis zu seinem Tod im Jahr 1865 blieb. Mit 18 Jahren wurde Maria von Mörl durch ihren geistlichen Vater in den Dritten Franziskanischen Orden aufgenommen. Zum Jahresende 1830 erkrankte Maria schwer; Krankheit und Leid sollten sie bis zu ihrem Lebensende begleiten.

Im Jahr 1831 wurde ihr am Fest „Mariä Lichtmess“ durch P. Kapistran die heilige Kommunion gereicht; anschließend fiel Maria in Ekstase – dieses Phänomen hat sich bei ihr bis zu ihren letzten Lebenstagen wiederholt, was zur Folge hatte, dass viele Menschen kamen, um die im Ruf der Heiligkeit stehende Jungfrau von Kaltern zu sehen. Ab Ende Juli und bis Mitte September des Jahrs 1833 sollen 40.000 bis 50.000 Pilger gezählt worden sein.

Seit dem 4. Februar 1834 trug sie die Wundmale des Herrn.

Ab 1841 lebte sie bis zu ihrem Tod in der Nacht des 11. Januar 1868 bei den Schwestern des Dritten Franziskanischen Ordens.

Maria von Mörl (16. Oktober 1812 – 11. Januar 1868)

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„Fallt also nicht ab, vielgeliebte Brüder!“ – hl. Athanasius – 7. Dezember

Gleichsam als Diener Gottes und Bekenner des Glaubens an Christus schreitet im Herrn fort, und weder soll euch die Bedrängnis vom Weg abbringen noch sollen euch die Schmerzen, die die Häretiker euch zufügen, betrüben.

Ihr habt nämlich alle Welt, die mit euch mitleidet und – was wichtiger ist – die an euch alle denkt.

Ich glaube aber, dass die, die von jenen bereits getäuscht worden sind, sich abwenden und aus ihrem Mund die Gottlosigkeit weicht, wenn sie sehen, dass von der Synode ein Tadel erfolgte.

Wenn aber nach diesen Ereignissen ihre Hand bis jetzt gegen euch erhoben ist, so wundert und fürchtet euch nicht, wenn sie wüten, sondern betet, erhebt die Hände zu Gott und habt Vertrauen, weil der Herr nicht säumen, sondern alles für euch tun wird nach eurem Willen.

Aus einem Brief des Athanasius von Alexandrien. Dok. 43.8

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Nikolaus, der rot-weiße „Weihnachtstrottel“ – zum 6. Dezember

Es widerspricht der Menschenwürde, bedauernswerte Menschen dazu zu nötigen, als rot-weiße Weihnachtstrottel durch die Gegend zu laufen.“ [Manfred Lütz]

St. Nikolaus

Geschichtliche Quellen gibt es über den frommen Mann nur wenige, allerdings zahlreiche Legenden. Demnach ließ er Armen- und Waisenhäuser bauen. Und ihm werden Wunder zugeschrieben. Nikolaus gilt auch als der Retter von Bootsfahrern, weshalb sich Nikolaus-Kirchen in vielen Hafenstädten finden. An das segensreiche Wirken des Bischofs für die Armen und Benachteiligten wird am 6. Dezember, seinem Todestag, erinnert.

Im Mittelalter entwickelte sich ein Brauchtum um den heiligen Mann, der heimlich Kinder beschenkt. Martin Luther hielt die Heiligenverehrung jedoch für fragwürdig. Der Reformator erfand daher als Alternative das Christkind, das zu Weihnachten die Kinder beschenkt.

Evangelisch-reformierte Auswanderer aus den Niederlanden blieben allerdings bei der Nikolaus-Bescherung. Sie brachten den Brauch in die Vereinigten Staaten, wo sich ihr holländischer Sinter Klaas zunächst in Saint Claus verwandelte und dann in Father Christmas.

Richtig populär machte den Weihnachtsmann die Coca-Cola-Werbung in ihren Hausfarben Rot und Weiß. „In diesem Outfit wurde er nach dem Ersten Weltkrieg nach Europa reimportiert und mutierte hier zum Weihnachtsmann“, erklärt der Theologe Manfred Becker-Huberti, ein Kenner für christliches Brauchtum.

Inzwischen ist die Kunstfigur Weihnachtsmann, ab 1932 ein fester Bestandteil der Werbe¬industrie, viel bekannter als Nikolaus. „Der heilige Bischof hat es heute schwer“, stellt Becker-Huberti deshalb bedauernd fest. „Sein kommerzieller Widerpart hat nach wie vor Konjunktur.“

Wenn die Menschen des Weihnachtsmannes längst überdrüssig sein werden, ist der heilige Nikolaus noch lange nicht reif für den Schrottplatz der Frömmigkeit.

Gefunden im „kirche-und-leben“

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Heiliger Clemens I. – 3. Nachfolger des hl. Petrus in Rom von 88-97) – 23. November

Der letzte Papst des ersten Jahrhunderts war der hl. Clemens. Er war ein Schüler der Apostel Petrus und Paulus, der ihn im Brief an die Philipper (4,3) erwähnt. Ihn bezeichnet Paulus auch als einen der eifrigen Mitarbeiter im Evangelium, deren Namen im Buch des Lebens stehen. Es wird berichtet, daß Clemens bereits von Petrus zum Bischof konsekriert und von ihm als Gehilfe beigezogen worden sei. Seine Regierungsdauer wird auf zehn bis elf Jahre angegeben. Über seine Wirksamkeit fehlen uns weitere verbürgte Nachrichten, mit Ausnahme seines energischen Einschreitens gelegentlich ausgebrochenen Streitigkeiten in der Kirche von Korinth. Bekannt ist, wie Paulus daselbst eine bedeutende Christengemeinde gründete, an die er auch die berühmten zwei Briefe richtete.

Während des Pontifikates des hl. Clemens entstanden unter den Christen in Korinth Unruhen. Einige junge Leute hatten sich gegen die kirchlichen Vorstände erhoben und dadurch nicht bloß große Verwirrung in der korinthischen angerichtet, sondern auch den christlichen Namen bei den Heiden in Verruf gebracht. Die Nachricht von diesen Zerwürfnissen wurde nach Rom berichtet. Clemens griff nun ein und richtete das herrliche Schreiben an die Kirche von Korinth, um Ruhe und Ordnung in derselben herzustellen.

Dieser Brief beweist die oberhirtliche Stellung, welche vom Bischof von Rom, dem Papst, eingenommen und anerkannt wurde. Er schreibt mit Ernst und Nachdruck, wie ein Vorgesetzter, der das Recht und die Pflicht hat, ein entschiedenes Wort zu sprechen und die herrschende Unordnung zu beseitigen. Nicht an Johannes, den Apostel, der damals noch lebte und in Ephesus sich befand, also Korinth näher war, wurde die Sache berichtet, sondern nach Rom, und nicht Johannes, sondern Clemens als Bischof von Rom und Nachfolger des hl. Petrus griff ein. Daß die Autorität des hl. Clemens in Korinth anerkannt und sein Schreiben von günstigem Erfolg gekrönt warm ersehen wir aus dem Zeugnis des hl. Irenäus (gest. 202), der dasselbe ein gewaltiges Wort nannte und bezeugt, daß infolgedessen bald die Ruhe wieder hergestellt war. Das beweist auch der hl. Dionysius, der als Bischof von Korinth 80 Jahre nach diesem Vorfall berichtet, daß das Schreiben des Papstes damals öffentlich in vielen Kirchen des Orients verlesen wurde. So hoch stand es in Ansehen.

Im dritten Jahr der Regierung des Kaisers Trajan wurde Clemens, wie viele Berichte lauten, seines Glaubens wegen in die Verbannung nach dem Chersones, der heutigen Krim (Rußland), geschickt und zur Arbeit in den Bergwerken verurteilt. Daselbst erduldete er den Martertod.

Auf Domitian folgte der milde Kaiser Nerva. Nach dem Tod des Nerva, der nur zwei Jahre regierte, bestieg der kräftige Trajan den Kaiserthron. Dieser verbannte den heiligen Papst Clemens und ließ ihn endlich mit einem schweren Anker beladen in das Schwarze Meer versenken, wahrscheinlich um so den Gläubigen den Leichnam des heiligen Papstes für immer zu entziehen.

Schon in dem römischen Meßbuch wird der heilige Papst Clemens als Martyrer aufgeführt. Im neunten Jahrhundert wurden Reliquien von ihm nach Rom gebracht und in der dortigen Clemenskirche beigesetzt. Papst Hadrian II. Soll den größten Teil der Reliquien einem Kloster zu Cava bei Salerno geschenkt haben, wo sie noch heute gezeigt werden. Der Todestag des heiligen Clemens wird am 23. November gefeiert. An Papst Clemens finden wir den Beweis, daß die Christen seiner Zeit auch nicht den geringsten Zweifel daran hegten, daß der Bischof von Rom als der Nachfolger des heiligen Petrus als Papst anzuerkennen sei. Die ehemals durch ihre Sittenlosigkeit verrufene Stadt Korinth in Griechenland hatte vom heiligen Paulus den Glauben angenommen.

Zur Zeit des heiligen Clemens brach in jener Christengemeinde ein Streit aus. – An wen wendeten sich aber die Korinther, um ihren Streit schlichten zu lassen. In Antiochia lebte und wirkte der heilige Bischof Ignatius, dem der heilige Petrus selbst noch das bischöfliche Amt in dieser Stadt übertragen hatte. Riefen die Korinther diesen an? In Ephesus lebte zu eben der Zeit der heilige Apostel Johannes. In einem Tage konnte man von Korinth nach Kleinasien kommen. Wandten sich die Korinther in ihrem Streit an ihn? In Jerusalem lebte zu eben der Zeit Simeon, ein naher Blutsverwandter und ein Jünger des Herrn. Reisen die Korinther zu ihn? Sie wenden sich weder an Johannes, noch an Ignatius, noch an Simeon. – Papst Clemens mußte entscheiden, wer recht hatte.

Damals also hatte die christliche Welt schon die Überzeugung, daß der Vorrang, der den heiligen Petrus als Oberhaupt der Kirche ausgezeichnet hatte, mit seinem Tode nicht erloschen ist, auch nicht auf einen anderen Apostel überging, sondern in Rom bei dem Nachfolger des heiligen Petrus geblieben ist. Das möge genügen, um den gläubigen Christen in den Stand zu setzen, beurteilen zu können, ob die Päpste ihre hohe Würde durch den heiligen Petrus erhalten, oder ob sie sich eigenmächtig angemaßt haben, wie ihre Feinde behaupten.

(Ausschnitte: Chrysostomus Stangl, Die Statthalter Jesu Christi auf Erden, 1907, 32f)

Papst Clemens I. – Foto: https://staticserver2.com/edu/static/en/800/pope-clement-i.jpg

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Der heilige Martin von Tour – 11. November

„Ein andermal hatte Martin (ca. 316-397) in einem Dorf einen uralten Tempel zerstört.“

Die Schließung von Tempeln hatte bereits unter Konstantin begonnen und sollte gegen Ende des Jahrhunderts gerade unter Theodosius im Osten systematisch vorangetrieben werden. Oft fiel diese Aufgabe den Bischöfen zu, denen dazu Soldaten beigesellt wurden. Martins Vorgehen bewegte sich also im Rahmen des damals Üblichen, das uns heute auf den ersten Blick intolerant erscheint. Doch damals galt allgemein: Nur wer einen Tempel zerstören kann, erweist den eigenen Gott als mächtiger – und damit als den wahren Herr. Das wurde verstanden – und akzeptiert.

(Thomas Merz. Martin von Tours begegnen)

Thomas Mertz. Martin von Tour (56-60)

 

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Thomas Mertz
Martin von Tours begegnen
Paulinus-Verlag 2014
152 Seiten, 12,90 €
ISBN 9783790218541

 

 

 

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