Kathedra Petri – 22. Februar

Zu diesem Tag – und treu zur Kirche Christi stehend,
besingen wir das Haus voll Glorie:

1.
Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land,
aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand.
[: Gott, wir loben Dich, Gott, wir preisen Dich;
o lass im Hause Dein uns all geborgen sein! :]

2.
Gar herrlich ist’s bekränzet mit starker Türme Wehr,
und oben hoch erglänzet des Kreuzes Zeichen hehr.
[:

3.
Wohl tobet um die Mauern der Sturm in wilder Wut,
das Haus wird’s überdauern, auf festem Grund es ruht.
[:

4.
Ob auch der Feind ihm dräue, anstürmt der Hölle Macht,
des Heilands Lieb und Treue auf seinen Zinnen wacht.
[:

5.
Dem Sohne steht zur Seite die reinste der Jungfraun;
um sie drängt sich zum Streite die Kriegsschar voll Vertraun
[:

6.
Auf, eilen liebentzündet auch wir zum heilgen Streit!
Der Herr, der’s Haus gegründet, uns ewgen Sieg verleiht.
[:

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Hl. Blasius, Bischof und Märtyrer – Blasiussegen – 3. Februar

Unsere heilige Mutter Kirche sorgt sich um ihre Kinder nicht nur zur Abwendung ewiger, sondern zeitlicher Übel. Heute erfolgt die Erteilung des Blasiussegens, der zum besonderen Schutz gegen Halskrankheiten mit den gestern, an Mariä Lichtmess, neu geweihten Kerzen erteilt wird.

Die Gebete, die bei der Weihe der Kerzen verrichtet werden, bitten Gott, er möge diejenigen, welche damit gesegnet werden, vor ewigem und zeitlichem Übel bewahren, insbesondere aber vor Übeln des Halses behüten, oder, wenn sie von solchen befallen sind, davon befreien.

Der Segen wird am Tag des hl. Blasius erteilt, weil dieser seit ältesten Zeiten als Fürsprecher bei Gott wider die verschiedenen Leiden des Halses angerufen wurde.

Der Hl. Blasius war zu Sebaste in Armenien von vornehmen Eltern geboren. Da er durch seine Tugenden sich allgemeine Achtung und Verehrung erworben hatte, wurde er zum Bischof dieser Stadt erwählt. Er stand mit heiligem Eifer seiner Gemeinde vor; da brach die grausame Verfolgung unter Diokletian aus, die es insbesondere auf die Bischöfe und Priester abgesehen hatte, um die verwaisten Herden dann um so leichter zu zerstreuen.
Um sich seiner Herde zu erhalten, verbarg sich Blasius in einer öden Felsenhöhle des Berges Argäus. Hier betete er ununterbrochen unter strengen Fasten und Bußübungen für die Stand­haftigkeit seiner Gemeinde.

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Als eines Tages der Statthalter Agricola, der zur Aufsuchung der Christen nach Sebaste abgesandt war, mit seinen Soldaten auf diesem Berge eine Jagd vornahm und die gejagten Tiere sich in die Höhle des Hl. Blasius flüchteten, fanden die nacheilenden Soldaten den Heiligen dort vor dem Bilde des gekreuzigten Heilandes kniend. Er wurde sogleich gefangen nach Sebaste geführt.

Nach­dem Agricola vergebens versucht hatte, den Bischof in seinem Glauben zu erschüttern, ließ er ihn in den Kerker werfen. Da geschah es, dass man sehr viele Kranke zu ihm brachte, damit er sie heile; denn der Ruf seiner Heiligkeit hatte sich weit umher verbreitet.

Unter den Kranken, die er heilte, befand sich auch ein Knabe, der in Gefahr war, an einer Fischgräte, die ihm in Halse stecken geblieben, zu ersticken, und dessen Rettung die Ärzte bereits aufgegeben hatten. Infolge dieser wundersamen Heilung wird Blasius als Schutzpatron gegen Halsleiden verehrt.

Der Statthalter ließ den Bischof dreimal vor sich kommen; da aber Verheißungen sowohl als Drohungen an dem Starkmut des Bekenners scheiterten, ließ er ihn zuerst mit Ruten schlagen, dann mit ei­ser­nen Kämmen grausam zerfleischen und endlich enthaupten. So legte der Hl. Blasius ein glorwürdiges Zeugnis für den Glauben an Jesum Christum ab um das Jahr 316.

Wie der Blasiussegen erteilt wird:

Der Priester nimmt zwei zu diesem Zwecke besonders gesegnete Kerzen, hält dieselben kreuzweise vor den Hals der einzelnen Gläu­bi­gen und spricht dabei die Worte:

„Durch die Fürbitte des heiligen Bischofs und Martyrers Blasius befreie dich der Herr von allem Übel des Halses und jeglichem anderen Übel, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Tagesgebet
Gott, der Du uns alle Jahre durch das feierliche Andenken
an den heiligen Bischof und Märtyrer Blasius erfreust,
verleihe uns nach Deiner unendlichen Barmherzigkeit,
dass wir, die wir uns an seinem Tugendbeispiel erfreuen,
auch durch seinen Schutz
vor allen Widerwärtigkeiten bewahrt werden.
Durch Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

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Vgl. u. a.: Goffine, Handpostille und Gregorius Rippel, Die Schönheit der katholischen Kirche

Der hl. Blasius spendet den Segen. – Fundort: http://www.pfarre-voels.net/2016/02/blasiusgebet-fur-kinder.html

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„Mariae Lichtmeß“ – 2. Februar

Das Fest der „Reinigung der seligen Jungfrau Maria“ hat als äußeren Anlaß den Tempelbesuch, in dem die Jungfrau Maria nach 40tägiger „kultischer Unreinheit“ ihr Reinigungsopfer darbringen mußte. Nur durch die Darbringung des vorgeschriebenen Opfers konnte sie nach alttestamentlich-jüdischer Vorstellung die „kultische Reinheit“ wieder erlangen. Doch die Darbringung von lediglich zwei jungen Tauben – das Opfer, das für arme Menschen vorgeschrieben war – wird zum Anlaß einer tieferen Offenbarung.

Denn der erst 40 Tage alte Jesusknabe, der auf den Armen seiner jungfräulichen Mutter erstmals die Schwelle zum Haus seines Vaters (vgl. Lk 2,49) überschreitet, begegnet dem greisen Simeon und wird von diesem als „Licht zur Erleuchtung der Völker“ und als „Verherrlichung für sein Volk Israel“ erkannt. Daher heißt dieses bedeutende Fest in der Ostkirche offiziell „Begegnung unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus mit Simeon“ oder einfach kurz „Begegnung“ (Hyperpante). Beide Namen – Reinigung und Begegnung – sind richtig, denn sie beleuchten jeweils wichtige Aspekte des einen Festes. Wenn am 2. Februar eine „Begegnung“ gefeiert wird, so ist es eine „Begegnung“ zwischen Neuem und Altem: Dabei geht es nicht nur um die „Begegnung“ des jungen Gottmenschen Jesus Christus mit den beiden „alten“ Menschen, dem greisen Simeon und der 84jährigen Witwe und Prophetin Hannah. Nein, es geht darin gerade auch um die „Begegnung“ von altem und neuem Bund, ja, um die „Begegnung“ Gottes mit seinem Volk, die in Jesus eine vorher nie erreichte Tiefe und Qualität erreicht! Die Menschen müssen nur fähig werden, dieses Licht auch zu sehen, und sie müssen es sehen wollen!

Fangen wir bei uns selber an: Mögen auch uns immer wieder neu die Augen geöffnet werden, damit wir sein „Licht“ erkennen, das gekommen ist, um alle Völker zu erleuchten – auch und gerade heute noch! – alle Menschen, die „in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes“ (Lk 1,79), wie Zacharias ausruft.

(P. Daniel Eichhorn, Informationsblatt der Petrusbruderschaft 2,2012)

Darstellung Jesu im Tempel aus dem Menologion Kaiser Basileios II., um 1000 n. Chr.

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Herzjesufreitag – 1. Februar 2019

Heiliges Herz Jesu!
Quelle alles Guten!
Dich bete ich an, auf dich hoffe ich, dich liebe ich.
Ich bereue alle meine Sünden.
Dir schenke ich dieses mein armes Herz.
Mach es demütig, geduldig, rein
und laß es deinem Willen entsprechen.
Gib, o guter Jesus, daß du in mir lebst
und ich in dir.
Beschütze mich in Gefahren,
tröste mich in Trübsal und Leiden.
Gewähre mir Gesundheit des Leibes und der Seele.
Segne alles, was ich tue,
und gewähre mir die Gnade
eines heiligen Todes. Amen.

(Weihegebet Papst Benedikts XV. – 1915)

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Im Himmel thront Christ-König

Der im Himmel thronende Christ-König (Intr.)
wirkt seine Macht an uns, so daß wir
allen Menschen, selbst den Feinden,
gut gesinnt bleiben, den Geist Christi offenbaren (Epistel)
und auf diese Weise an der Ausbreitung des Reiches Christi
in unsrer Umgebung mitwirken können.

Introitus (Ps. 96, 7-8)

Adorate Deum, omnes Angeli ejus:
audivit, et lætata est Sion:
et exsultaverunt filiæ Judæ. (Ps. ibid. 1)
Dominus regnavit, exsultet terra:
lætentur insulæ multæ.
Gloria Patri. etc

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Gott betet an, ihr Engel alle:
Sion hört’s und freuet sich;
die Töchter Judas jauchzen. (Ps. ebd. 1)
Der Herr ist König; jauchze, Erde;
ihr vielen Inseln, freuet euch.
Ehre sei. usw.

Epistel (Röm 12,16-21)

Brüder! Haltet euch nicht selbst für klug.
Vergeltet niemand Böses mit Bösem:
seid auf das Gute bedacht nicht nur vor Gott,
sondern auch vor allen Menschen.
Wenn es möglich ist, bleibt, soviel an euch liegt,
mit allen Menschen in Frieden.
Rächet euch nicht selbst, Geliebte,
sondern überlasset es dem Zorngericht (Gottes).
Es steht ja geschrieben:
(5 Mos 32,35) Mein ist die Rache,
Ich will vergelten, spricht der Herr.
Vielmehr wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen;
wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken.
Handelst du so, dann sammelst du feurige Kohlen auf sein Haupt.
Laß dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde du das Böse durch das Gute.

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Quem vidisti – zur PRIM, am frühen Morgen

Wen habt ihr gesehen
ihr Hirten?
Sprecht und verkündet es uns!
Wer ist auf Erden erschienen?

Wir haben ein Kind gesehen
und Chöre vom Himmel vernommen,
die dem Herrn lobsangen,
alleluja, alleluja.

Prim-Antiphon

Quem vidistis, pastores? dicite, annuntiate nobis, in terris quis apparuit?
Natum vidimus, et choros Angelorum collaudantes Dominum, alleluia, alleluia.

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