Skapulierfest U.L.F. vom Berge Karmel – 16. Juli

Wenn wir das Skapulier anlegen, dann tun wir nichts anderes als ein Kleidungsstück von jemand anders anziehen. Man nennt das Skapulier auch das „Kleid Marias“. Das Skapulier gehört der Gottesmutter Maria. Es ist ein Symbol für ihren schützenden Mantel.Wenn wir dieses Kleid anziehen, dann übernehmen wir etwas, das Maria gehört. Wir treten sozusagen in ihren Privatbereich ein, wir sind ganz nahe bei ihr, es geht etwas von der Ausstrahlung Marias auf uns über. … Die Kleidung, die wir tragen, betont unsere Würde als Menschen. – Das Skapulier erinnert uns daran, dass diese Würde von Gott kommt. Es hilft uns, entsprechend unserer Würde zu leben, so wie Maria …

(Sven Raube, Pfarrer der Pfarrei St. Josef Wilhelmsthal)

Gebet zur seligen Jungfrau vom Berge Karmel

O allerseligste, unbefleckte Jungfrau, Zierde und Glanz des Berges Karmel, du blickst mit besonders gütigem Auge auf den, der mit deinem gesegneten Gewand bekleidet ist. Blicke gnädig auch auf mich und umhülle mich mit dem Mantel deines mütterlichen Schutzes. Stärke meine Schwäche mit deiner Macht, erleuchte die Finsternisse meines Geistes mit deiner Weisheit, vermehre in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Hilf mir, deinem Sohn Jesus stets treu zu sein. Stehe mir bei im Leben, tröste mich im Tod mit deiner liebenswürdigen Gegenwart und stelle mich der Heiligsten Dreifaltigkeit vor als dein Kind, um dich im Himmel zu loben und zu preisen. Amen.

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Raka – Taugenichts

5. Sonntag nach Pfingsten – Evangelium nach Matthäus 5,20-24:

In jener Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern:

Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener sein wird als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen.

Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer tötet, wird dem Gerichte verfallen.

Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, verfällt dem Gericht. Wer aber zu seinem Bruder sagt ,Raka’ (Taugenichts), den soll man dem Hohen Rate überliefern; und wer zu ihm sagt ,du Gottloser’, der soll dem höllischen Feuer verfallen sein.

Wenn du daher deine Gabe zum Altare bringst und dich daselbst erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar, geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe.

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Herz-Jesu-Freitag

Passio Domini nostri Iesu Christi sit semper in cordibus nostris.

„Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus sei immer in unseren Herzen.“
(Hl. Paul vom Kreuz)

Heiligstes Herz Jesu. – Wenn wir vom menschlichen Herzen sprechen, meinen wir nicht allein die Gefühle, sondern die ganze Person, die liebt und sich anderen zuwendet.

Das Herz ist Mitte und Ursprung, Ausdruck und Urgrund der Gedanken, Worte und Handlungen. Ein Mensch ist wert, was sein Herz wert ist.

Das Herz fühlt, es weiß und es versteht; denn das Gesetz Gottes wird im Herzen empfangen, darin ist es eingeschrieben.

„Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ (Mt 12, 34).
„Warum denkt ihr Böses in euren Herzen?“ (Mt 9, 4). Der Herr meint damit alle Sünden, zu denen der Mensch fähig ist: „Aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Gotteslästerung.“ (Mt 15, 19)
„Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6, 21).

„Wer möchte nicht Liebe mit Liebe erwidern?
Wer wird nicht ein solch reines Herz umarmen?
Wir, die wir aus Fleisch sind, wir werden Liebe mit Liebe vergelten,
wir werden unseren Verwundeten umarmen, dem die Gottlosen
Hände, Füße, Brust und Herz durchbohrten.
Bitten wir darum, daß Er
unser Herz mit der Fessel seiner Liebe binden,
es mit einer Lanze durchstoßen möge,
da es immer noch hart und unbußfertig ist.“
(Bonaventura, Vitis mystica, 3, 11).

„Du hast uns geschaffen, Herr, damit wir Dein seien,
und unser Herz ist unruhig, bis es ruht in Dir.“
(Augustinus, Confessiones, 1, 1, 1).

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Mariä Heimsuchung – 2. Juli

Elisabeth wird von Maria aufgesucht und sagt zu ihr:

„Selig bist du, weil du geglaubt hast.“

Hiermit wird Mariens Glaube und ihr Vertrauen gegenüber der Engelbotschaft als etwas Besonderes und Vorbildliches herausgestellt. Auf Grund dieses Wortes, das nur der Heilige Geist der aus menschlichen Quellen noch nichts wissenden Base eingegeben haben kann, dürfen wir uns die selige Jungfrau im Augenblicke der Empfängnis Christi keineswegs als Voll- Wissende vorstellen, d. h. nicht als eine solche, die etwa in mystischer Erhebung oder gar entsprechend der ewigen seligen Schau das bisher noch unbekannte Geheimnis der Dreifaltigkeit klar durchschaut hätte und ihr somit nichts selbstverständlicher gewesen wäre als die wesenhafte Gottessohnschaft des Kindes, das ihr verheißen wurde. Warum wohl nicht? Nun, weil angesichts einer solchen Erkenntnis nein zu sagen, der zur Entscheidung aufgerufenen Jungfrau ebenso unmöglich gewesen wäre, wie es den Seligen im Himmel ist. Wo bliebe dann Mariens vielgepriesene Vorbildlichkeit in der Verkündigungsszene? Wo bliebe ihr Verdienst? Gewiß wird Gottes besondere Gnade und eine innere Erleuchtung ihr in diesem hochwichtigen Augenblicke der Heilsgeschichte zu Hilfe gekommen sein, aber irgendwie sollte sie doch im Dunkeln und Geheimnisvollen tappen, damit ihr Jawort zu dem wahrhaft großen Beitrag zu unserer Erlösung werde.

Quelle

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Kostbares Blut unseres Herrn Jesus Christus – 1. Juli

In Festum Pretiosissimi Sanguinis Domini Nostri Jesu Christi

Im Bewusstsein meiner Nichtigkeit und Deiner Erhabenheit,
barmherziger Heiland,
werfe ich Mich Dir zu Füßen
und danke Dir für die vielen Gnadenerweise,
die Du mir undankbarem Geschöpf erwiesen hast,
besonders dass Du mich durch Dein Kostbares Blut
aus der verderblichen Macht des Satans befreit hast.

In Gegenwart meiner lieben Mutter Maria,
meines hl. Schutzengels, meiner hl. Patrone
und des ganzen himmlischen Hofes
weihe ich mich, o liebster Jesus,
mit aufrichtigem Herzen freiwillig Deinem Kostbaren Blute,
mit dem Du die Welt von Sünde, Tod und Hölle erlöst hast.

Ich verspreche Dir, mit Deinem Gnadenbeistand
nach meinen Kräften die Andacht zu Deinem Kostbaren Blute
zum Preise unserer Erlösung
nach Möglichkeit zu wecken und zu fördern,
damit Dein anbetungswürdiges Blut von allen
geehrt und verherrlicht werde.

Ich möchte auf diese Weise
meine Treulosigkeit gegenüber
Deinem Kostbaren Blut der Liebe
wieder gut machen und Dir Genugtuung leisten
für die vielen Entweihungen, die die Menschen
dem Kostbarsten Preise ihres Heiles zufügen.

O könnte ich meine eigenen Sünden,
meine Kälte und all die Verunehrungen,
die Dich, O Heiliges, Kostbares Blut, je beleidigt haben,
ungeschehen machen.
Siehe O liebster Jesus,
ich opfere Dir auf die Liebe und Verehrung und Anbetung,
die Deine Heiligste Mutter, Deine treuen Jünger und alle Heiligen
Deinem Kostbaren Blute dargebracht haben,
und bitte Dich,
Du wollest meiner bisherigen Untreue und Kälte
nicht mehr gedenken und all Deinen Beleidigern verzeihen.

Besprenge mich, O Göttlicher Heiland,
sowie alle Menschen mit Deinem Kostbaren Blute,
damit wir Dich, O gekreuzigte Liebe,
von nun an von ganzem Herzen lieben
und den Preis unserer Erlösung
allzeit würdig verehren. Amen.

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Mein Gott, Mein Gott, ich glaube fest mit Meinem ganzen Herzen.
Ich hoffe und vertraue vollkommen auf Dich.
Allein Dich will ich für immer lieben.
Mit wahrer Reue und Liebe werfe ich Mich Dir zu Füßen nieder.
Ich bitte Dich um Verzeihung für die, die nicht glauben
und nicht glauben wollen, die Dich nicht anbeten
und nicht anbeten wollen – und für die,
die Dich gekreuzigt haben und Dich tagtäglich kreuzigen.
Liebster Jesus, ich will Dich trösten alle Tage Meines Lebens. Amen.

O Mein Gott, weil Du so unendlich gut bist, reut es Mich sehr,
dass ich wider Dich gesündigt habe.
Mit Deiner Gnade werde ich nicht mehr sündigen. Amen.

Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… 3 x Ehre sei…

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Herz Jesu Fest – letzter Freitag im Juni

Heute feiert die Kirche das Herz-Jesu Fest. Die Herz-Jesu-Verehrung hat eine lange Tradition in der katholischen Kirche und geht bereits auf das frühe Mittelalter zurück.

Was besagt die Herz-Jesu-Verehrung? Was ist ihr Objekt? Ist es ein reines Symbol?
Hier einige Gedanken zum Gegenstand der Herz-Jesu Verehrung:

Das leibliche Herz Jesu ist als Herz des Gottmenschen anbetungswürdig im vollen Sinne des Wortes. Das Herz Jesu wird angebetet, nicht für sich allein genommen als leibliches Organ, unter Absehung von der Gottheit, wie die jansenistische Synode von Pistoia 1786 unterstellte, sondern als untrennbar verbunden mit der Person des Wortes.

Der besondere Gegenstand der Andacht zum Herzen Jesu ist das Herz im wahren und eigentlichen, jedoch erweiterten Sinne, nämlich das leibliche Herz in Verbindung mit dem gesamten gott-menschlichen Innenleben, dessen vorzüglichstes Organ das Herz ist.

Herz im engeren, eigentlichen Sinne ist ein bestimmtes einzelnes Organ des menschlichen Körpers.

Die Heilige Schrift und die Überlieferung gebrauchen das Wort aber oft in einem erweiterten Sinne, so daß noch andere leibliche und seelische Bestandteile oder Kräfte im Innern des Menschen in dieser Bezeichnung zusammengefaßt werden. Man kann sagen: Das Herz in diesem durchaus wahren und eigentlichen, aber weiteren Sinne ist die Seele mit ihren geistigen und sinnlichen Vermögen nebst den körperlichen Organen, die der Seele zu den sittlichen Akten und Affekten dienen, unter ihnen ganz besonders das leibliche Herz, das der Grundbestandteil des erweiterten und höheren, biblischen Herzbegriffes ist.

In diesem Sinne der erkennenden, liebenden und fühlenden Seele spricht die Heilige Schrift vielhundertmal von dem Herzen, etwa wenn sie von uns verlangt, Gott von ganzem Herzen zu dienen und ihn aus ganzem Herzen zu lieben, das Herz der Klugheit zuzuneigen (Prov. 2,2), das Herz Gott darzubieten, oder wenn Jesus von der Traurigkeit spricht, die das Herz der Apostel ergriffen hatte (Joh. 16, 6), oder von der Freude ihres Herzens, die niemand ihnen nehmen werde (Joh. 16, 22).

Auch bei den heiligen Vätern und den großen Theologen aller Jahrhunderte ist diese Begriffserweiterung des Wortes Herz völlig eingebürgert. Darum ist es von vorneherein wahrscheinlich, daß dieser erweiterte, biblische und traditionelle Herzbegriff der Bezeichnung Herz-Jesu-Andacht zugrunde liebt.

In vollem Einklang hiermit steht die Geschichte der Andacht. Den Anlaß zu ihrer allgemeinen Verbreitung gaben Privatoffenbarungen, die der heiligen Maria Margareta Alacoque in den Jahren 1673-75 zuteil wurde. Nach und nach wurden zahlreiche Bruderschaften zu Ehren des göttlichen Herzens errichtet und die kirchliche Festfeier für einzelne Länder oder Bistümer (zuerst 1765 für Polen) genehmigt. Gegen die heftigen Angriffe seitens der Jansenisten nahm Pius VI. die Herz-Jesu-Andacht in der Bulle Auctorem fidei 1794 in Schutz.

Pius IX. ordnete im Jahr 1856 das Herz-Jesu-Fest für die ganze Kirche an, und Leo XIII. erhob es 1889 zu einem Feste erster Klasse. Derselbe Papst approbierte 1899 die „Litanei vom heiligsten Herzen Jesu“ und vollzog bei der Jahrhundertwende 1899, wie schon vorher Pius IX. 1875, feierlich die Weihe der ganzen Welt an das göttliche Herz Jesu.

Gegenstand dieser Andacht ist also das Herz Jesu in dem so erklärten erweiterten und höheren Sinne, also sein leibliches Herz in Verbindung mit dem gesamten menschlichen Innenleben, dessen Organ es ist.

Papst Pius XII. hat ebenfalls erklärt, warum das „Herz“ Wirklichkeit und Symbol zugleich ist, nämlich in seiner Enzyklika Haurietis aquas: „Es ist ein doppelter Grund, warum die Kirche dem Herzen des göttlichen Erlösers die Verehrung der Anbetung erweist. Der erste Grund trifft auch auf die anderen hochheiligen Glieder des Leibes Jesu Christi zu und besagt, daß das Herz Jesu als edelster Teil der menschlichen Natur mit der Person des göttlichen Wortes hypostatisch verbunden ist; daher dieselbe Verehrung der Anbetung, die die Kirche der Person des fleischgewordenen Sohnes Gottes erweist.“

Als zweiten Grund nennt der große Pacelli-Papst: „Das Herz des göttlichen Erlösers ist mehr als alle anderen Glieder seines Leibes ein natürliches Kennzeichen bzw. Symbol für seine Liebe zum Menschengeschlecht; und im heiligsten Herzen liegt das Symbol und das ausgeprägte Bild der unbegrenzten Liebe Jesu Christi vor, die uns zur gegenseitigen Liebe bewegt.“

Dieselbe Bedeutung wohnt den Worten inne, die Jesus an die heilige Margareta Maria Alacoque richtete: „Siehe dieses Herz, das die Menschen so geliebt hat, daß es bis hin zur Erschöpfung und Verzehrung an nichts sparte, um ihnen seine Liebe zu bezeugen.“

Dieselbe Bedeutung wird ersichtlich aus der Verheißung, daß Jesus sein Herz über alle seine Verehrer in Freigebigkeit erweitern werde.

Das kann von dem leiblichen Herzen im engeren Wortsinne nicht gesagt sein, sondern verweist uns deutlich auf den weiteren Begriff des Herzens. Besonders klar geschieht dies durch die Herz-Jesu-Litanei, in welcher von dem einen Herzen, dem Gegenstande der kirchlichen Andacht, leibliche und geistige Eigenschaften und Tätigkeiten ausgesagt werden.

Wenn das leibliche Herz Jesu zugleich ein Symbol genannt wird, so ist dies mit dem Gesagten aufs beste vereinbar. Denn nach allgemeiner Anschauung der Menschen bietet sich das leibliche Herz als das natürliche Symbol des Innenlebens und besonders der Liebe dar. Demgemäß hat Jesus sein leibliches Herz in den Erscheinungn vor der hl. Margareta als Symbol seiner Liebe gezeigt, und so wird es uns in den Herz-Jesu-Bildern vor Augen gestellt. Aber das leibliche Herz und das gottmenschliche Innenleben Jesu sind nicht zwei, sondern zusammen der eine adäquate Gegenstand der Andacht. Gewiß kann man das Herz anbeten, ohne des inneren Lebens Jesu zu gedenken, oder man kann sein Innenleben verehren, ohne es mit seinem Herzen in Verbindung zu bringen. Aber in beiden Fällen wäre es nicht die Herz-Jesu-Andacht, welche die Kirche unter diesem Namen übt.

Daß es innerlich tief begründet ist, diese Andacht zu pflegen, erhellt sich aus dem Gesagten. Das leibliche Herz ist das vorzüglichste Organ der Menschheit Jesu, sozusagen die Quelle seines zu unserer Erlösung vergossenen Blutes. Nach seinem Tode wurde es von der Lanze durchbohrt, und Blut und Wasser, die Sinnbilder der Eucharistie und Taufe, flossen aus ihm hervor. Namentlich wird uns aber, wie wir gesehen haben, mit dem leiblichen Herzen das ganze Innenleben Jesu, der ganze Schatz seiner unvergleichlichen Tugenden, besonders seine grenzenlose Liebe vor Augen geführt und zur Verehrung vorgestellt.

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Zwölf Verheißungen des Herrn an die Verehrer seines göttlichen Herzens, die der heiligen Maria Margareta Alacoque (1647-1690) geoffenbart wurden:

1. Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.

2. Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.

3. Ich werde sie in all ihren Leiden trösten.

4. Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein.

5. Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichem Segen begleiten.

6. Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.

7. Die lauen Seelen werden eifrig werden.

8. Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.

9. Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bildnis meines heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.

10. Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren.

11. Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden.

12. Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren werden, die Gnade eines bußfertigen Endes gewähren wird, so dass sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein. Beichten wir!
Kommunizieren wir!

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Halten wir die Herz-Jesu-Freitage!

Quelle

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Fronleichnam – erster Donnerstag nach der Oktav von Pfingsten

Heute möchte ich über eine Frauengestalt des Mittelalters sprechen, deren Name mit der Einführung des Fronleichnamsfestes verbunden ist: Es ist die hl. Juliana von Lüttich. Sie ist um 1191 oder 1192 in der Nähe von Lüttich in Belgien geboren, kam im Alter von fünf Jahren als Waise in die Obhut der Augustinerinnen des Leprosenhospitals Mont-Cornillon und ist dort dann selber Augustinerin geworden. Sie erwarb sich eine beträchtliche Bildung und konnte die Kirchenväter in deren eigener Sprache lesen, besonders studierte sie den hl. Augustinus.

Juliana fühlte sich besonders zum betrachtenden Gebet hingezogen und hatte einen tiefen inneren Sinn für die Gegenwart Christi in der Eucharistie. Im Alter von 16 Jahren hatte sie ihre erste Vision, in der sie den Mond als leuchtende Scheibe sah, aber mit einem dunklen Streifen, und ihr wurde gedeutet, daß darin das Kirchenjahr sichtbar wird mit seinem Glanz, aber daß etwas fehlt, ein Fest zur besonderen Verehrung der heiligen Eucharistie. Sie hat zwanzig Jahre lang diese Vision, die ihr immer wiederkam, geheimgehalten, um zu prüfen, ob dies wirklich von Gott kommt. Schließlich hat sie einen geistlichen Bund mit Freundinnen unter der Führung eines Priesters geschlossen, dem sie ihr Anliegen bekannt hat und der es den Verantwortlichen in der Kirche vortrug. Die Antwort war positiv: Bischof Robert von Lüttich setzte dann die Feier von Fronleichnam als Antwort auf diese Vision ein. Juliana hatte allerdings auch Prüfungen zu erdulden und Widerstand zu erfahren, so daß sie den Konvent von Mont-Cornillon verlassen hat.

Ihre letzten zehn Lebensjahre verbrachte sie in verschiedenen Zisterzienserinnen-Klöstern, ehe sie 1258 in Fosses-La-Ville in Belgien starb. 1264 führte schließlich Papst Urban IV., der als Archidiakon in Lüttich die hl. Juliana kennengelernt hatte, das Fronleichnamsfest für die ganze Kirche ein und ließ durch Thomas von Aquin die Texte dafür zusammenstellen und dichten. Papst Johannes XXII. hat dann 1317 noch einmal die Geltung des Festes für die ganze Kirche bestätigt, das heute zu den leuchtenden Punkten des Kirchenjahres gehört.

(Papst Benedikt XVI., Generalaudienz am 17.11.2010)

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