Gott zujubeln!

Omnes gentes, plaudite manibus:
jubilate Deo in voce exsultationis.

Quoniam Dominus excelsus, terribilis:
Rex magnus super omnem terram.

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Ihr Völker alle, klatschet in die Hände;
jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen.

Denn hocherhaben und gewaltig ist der Herr:
der große König über alle Welt.

(Aus Introitus vom 7. Sonntag nach Pfingsten
Ps. 46, 2-3)

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Mariä Heimsuchung – 2. Juli

heimsuchen“ ist ein mittelhochdeutsches Wort und bedeutet: heime suochen = in freundlicher oder feindlicher Absicht zu Hause aufsuchen, überfallen.

Dabei überwiegt eher die negative Bedeutung, wie: „als etwas Unerwünschtes, Unheilvolles o. a. über jemanden, etwas kommen; befallen; auch: bei jemandem in einer ihn schädigenden oder für ihn unangenehmen, lästigen Weise eindringen (s. Duden).

Für das heutige Fest „Mariä Heimsuchung“ sehen wir den freudigen Aspekt dieses Begriffes. Ein freudiges, freundliches und freundschaftliches Ereignis kommt über jemanden.

Maria besucht ihre Base Elisabeth.
Beide sind schwanger
und tragen ein Kind unter ihrem Herzen.
Voller Freude.

Du bist gebenedeit.
Und gebenedeit ist die Frucht
deines Leibes.

Die unangenehme Bedeutung von „heimsuchen“ wird oft auch darin gesehen, dass das „freudige Ereignis“ ins Gegenteil verkehrt wird:

„ein Kind unter dem Herzen tragen“
wird zu einer schwere Krankheit,
oder ist wie ein Horrorereignis.
Schwangerschaft wird zum Unwort;
ist lästig und muss verschwinden.

Ein unschuldiges abgetriebenes Kind ist wie ein anderer gekreuzigter Christus.

Wir bitten Dich, o Herr,
lass Deinen Dienern
das Geschenk Deiner himmlischen Gnade
zukommen, damit allen,
denen die Mutterschaft
der seligsten Jungfrau
zum Anfang des Heiles geworden,
die Gedächtnisfeier ihrer Heimsuchung
den Frieden vermehre.

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Fest des kostbare Blutes Jesu Christi – 1. Juli

Erlösungsgeheimnis

Dabei geht es um jene unaussprechlich
große und schöne Liebe,
von der das Herz des göttlichen Erlösers
ganz erfüllt ist.

Sein Herz ist kein blutleeres Herz;
es ist das blutvollste und damit
vitalste Herz überhaupt.
Es geht also um die Verehrung jenes Liebesblutes,
das der Sohn Gottes in seiner Liebesglut für uns
zur Liebesflut werden lässt.
Es geht um die Verherrlichung der überströmenden Liebe,
die aus dem Innersten
des Gottmenschen Jesus Christus
hervorquillt.

Diese Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist,
der uns gegeben ist (vgl. Röm 5,5).

Kommt, lasset uns anbeten!

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5. So nach Pfingsten

O Gott, Du hast jenen, die Dich lieben,
unsichtbare Güter bereitet;
so gieße denn unseren Herzen Deine Liebe ein,
auf dass wir Dich in allem und über alles lieben
und so Deine Verheißungen,
die alles Sehnen übertreffen, erlangen.
Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn,
der mit Dir lebt und herrscht
in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Herz-Jesu-Fest 2021

Heiligstes Herz Jesu, du Inbegriff der Liebe,
sei du uns Schutz im Leben und Unterpfand des ewigen Heils.
Sei du uns Stärke in Schwachheit und Unbeständigkeit.
Sei du die Sühne für alle Sünden unseres Lebens.

Du Herz der Milde und Güte, sei unsere Zuflucht in der Stunde unseres Todes.
Sei unsere Rechtfertigung vor Gott.
Wende ab von uns die Strafe seines gerechten Zorns.

Herz der Liebe, auf dich setzen wir unser ganzes Vertrauen.
Von unserer Bosheit fürchten wir alles; aber von deiner Liebe hoffen wir alles.
Tilge in uns, was dir mißfallen oder entgegen sein könnte.
Deine Liebe präge sich so tief unseren Herzen ein,
daß wir dich niemals vergessen,
daß wir niemals von dir getrennt werden können.
Herr und Heiland, bei deiner ganzen Liebe bitten wir dich:
Laß unsere Namen tief eingeschrieben sein in deinem heiligsten Herzen.

Unser Glück und unsere Ehre soll es sein, in deinem Dienst zu leben und zu sterben.
Amen.

Hl. Margareta Maria Alacoque (1647-1690)

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Herz-Jesu-Freitag im Herz-Jesu-Monat

Litanei vom Heiligsten Herzen Jesu

Herr, erbarme Dich unser.
Christus, erbarme Dich unser.
Herr, erbarme Dich unser.
Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns.

Gott Vater vom Himmel, – erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, – erbarme Dich unser.
Gott, Heiliger Geist, – erbarme Dich unser.
Heilige Dreifaltigkeit, – ein einiger Gott, erbarme Dich unser.

Herz Jesu, des Sohnes des ewigen Vaters, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, im Schosse der jungfräulichen Mutter vom Heiligen Geiste gebildet, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, mit dem Worte Gottes wesenhaft vereinigt, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, von unendlicher Majestät,- erbarme Dich unser.
Herz Jesu, heiliger Tempel Gottes, – erbarme Dich unser.

Herz Jesu, Zelt des Allerhöchsten, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Haus Gottes und Pforte des Himmels, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, brennender Feuerherd der Liebe, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Wohnstätte der Gerechtigkeit und Liebe, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, voll Güte und Liebe, – erbarme Dich unser.

Herz Jesu, Abgrund aller Tugenden, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, allen Lobes überaus würdig, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, König und Mittelpunkt aller Herzen, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, das alle Schätze der Weisheit und Wissenschaft in Sich schließt, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt, – erbarme Dich unser.

Herz Jesu, an dem der Vater Sein Wohlgefallen hat, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, aus dessen Fülle wir alle empfangen haben, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Sehnsucht der ewigen Hügel ‚ – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, geduldig und von großer Erbarmung, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, reich für alle, die Dich anrufen, – erbarme Dich unser.

Herz Jesu, Quell des Lebens und der Heiligkeit, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Sühne für unsre Sünden, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, mit Schmach gesättigt, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, wegen unsrer Missetaten zerschlagen, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, gehorsam geworden bis zum Tode, – erbarme Dich unser.

Herz Jesu, von der Lanze durchbohrt, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Quelle allen Trostes, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, unser Leben und unsre Auferstehung, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, unser Friede und unsre Versöhnung, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Schlachtopfer der Sünder, – erbarme Dich unser.

Herz Jesu, Heil derer, die auf Dich vertrauen, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Hoffnung derer, die in Dir sterben, – erbarme Dich unser.
Herz Jesu, Wonne aller Heiligen, – erbarme Dich unser.

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, – verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg. die Sünden der Welt, – erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, – erbarme Dich unser.

Jesus, sanftmütig und demütig von Herzen,
Bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

Lasset uns beten.
Allmächtiger ewiger Gott, blicke hin auf das Herz deines vielgeliebten Sohnes und auf das Lob und die Genugtuung, die es im Namen der Sünder dir darbringt, und gewähre denen, die deine Barmherzigkeit anflehen, gnädig Verzeihung im Namen dieses deines Sohnes Jesus Christus: der mit dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

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Fronleichnam und die hl. Juliana von Cornillon – auch Juliana von Lüttich

Papst Benedikt XVI. über die heilige Juliana von Lüttich, die „durch ihren großen Seeleneifer zur Einführung eines der wichtigsten liturgischen Hochfeste des Jahres beigetragen hat“: des Fronleichnamsfest.

Juliana wurde zwischen 1191 und 1192 in der Nähe von Lüttich, in Belgien, geboren. Es ist wichtig, diesen Ort hervorzuheben, denn in jener Zeit war die Diözese Lüttich sozusagen ein wahrer »eucharistischer Abendmahlssaal«. Vor Juliana hatten namhafte Theologen dort den herausragenden Wert des Sakraments der Eucharistie erläutert, und in Lüttich gab es auch Gruppen von Frauen, die sich großherzig der Verehrung der Eucharistie und dem eifrigen Kommunionempfang widmeten. Unter der Führung von vorbildlichen Priestern lebten sie in Gemeinschaft und widmeten sich dem Gebet und den Werken der Nächstenliebe.

Als Juliana im Alter von fünf Jahren verwaiste, wurde sie zusammen mit ihrer Schwester Agnes der Obhut der Augustinerinnen des Klosters und Leprosenhospitals Mont-Cornillon anvertraut. Sie wurde vor allem von einer Schwester namens Sapientia erzogen, die ihr geistliches Heranreifen förderte, bis Juliana selbst das Ordensgewand empfing und Augustinerin wurde. Sie erwarb eine beachtliche Bildung und las sogar die Werke der Kirchenväter in lateinischer Sprache, insbesondere den hl. Augustinus und den hl. Bernhard. Außer einer wachen Intelligenz zeigte Juliana von Anfang an einen besonderen Hang zur Kontemplation; sie hatte einen tiefen Sinn für die Gegenwart Christi, die sie erfuhr, indem sie das Sakrament der Eucharistie in besonderer Tiefe lebte und oft über die Worte Jesu nachdachte: »Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,20).

Mit 16 Jahren hatte sie zum ersten Mal eine Vision, die sich ihr später in der eucharistischen Anbetung mehrmals wiederholte. In der Vision zeigte sich der Mond in seinem vollen Glanz, von einem dunklen Streifen durchquert. Der Herr gab ihr die Bedeutung dieser Erscheinung zu verstehen. Der Mond symbolisierte das Leben der Kirche auf der Erde, die trübe Linie dagegen das Fehlen eines liturgischen Festes, für dessen Einführung Juliana sich tatkräftig einsetzen sollte: ein Fest, bei dem die Gläubigen die Eucharistie anbeten konnten, um den Glauben zu mehren, die Übung der Tugenden zu fördern und die Schmähungen des Allerheiligsten Sakraments zu sühnen.

Etwa 20 Jahre lang hielt Juliana, die in der Zwischenzeit Priorin des Klosters geworden war, diese Offenbarung, die ihr Herz mit Freude erfüllt hatte, geheim. Dann vertraute sie sich zwei weiteren leidenschaftlichen Anbeterinnen der Eucharistie an: der sel. Eva, die als Einsiedlerin lebte, und Isabella, die zu ihr ins Kloster Mont-Corillon gekommen war.

Die drei Frauen schlossen eine Art »geistlichen Bund«, mit dem Anliegen, das Allerheiligste Sakrament zu verherrlichen. Sie wollten auch einen sehr angesehenen Priester, Johannes von Lausanne, Kanoniker der Kirche »Saint-Martin « in Lüttich, mit einbeziehen und baten ihn, Theologen und Kleriker über das zu befragen, was ihnen am Herzen lag. Die Antworten waren positiv und ermutigend.

Was Juliana von Lüttich geschah, kommt im Leben der Heiligen häufig vor: Um die Bestätigung zu erhalten, daß eine Eingebung von Gott kommt, ist es immer nötig, sich ins Gebet zu versenken, geduldig warten zu können, die Freundschaft und die Gegenüberstellung mit anderen guten Seelen zu suchen und alles dem Urteil der Hirten der Kirche zu unterwerfen. Nach anfänglichem Zögern nahm der Bischof von Lüttich, Robert von Thorote, den Vorschlag Julianas und ihrer Gefährtinnen an und führte erstmalig das Fronleichnamsfest in seiner Diözese ein. Später folgten andere Bischöfe seinem Beispiel und setzten dieses Fest in den ihrer Hirtensorge anvertrauten Gebieten ein.

Von den Heiligen verlangt der Herr jedoch oft, Prüfungen zu überwinden, damit ihr Glaube zunimmt. So war es auch bei Juliana, die starken Widerstand von seiten einiger Angehöriger des Klerus sowie des Oberen, dem ihr Kloster unterstand, erdulden mußte. So verließ Juliana aus freiem Willen das Kloster Mont-Corillon mit einigen Gefährtinnen und war zehn Jahre lang, von 1248 bis 1258, in verschiedenen Zisterzienserinnen-Klöstern zu Gast. Sie erbaute alle durch ihre Demut, übte nie Kritik oder Tadel an ihren Gegnern, sondern verbreitete weiterhin eifrig die Verehrung der Eucharistie. Sie starb 1258 in Fossela-Ville in Belgien. In ihrer Zelle war das Allerheiligste Sakrament ausgesetzt, und ihrem Biographen zufolge betrachtete Juliana im Sterben mit letzter liebender Hinwendung den eucharistischen Jesus, den sie stets geliebt, verehrt und angebetet hatte.

Auch Jacques Pantaléon aus Troyes wurde für das gute Anliegen des Fronleichnamsfestes gewonnen; er hatte die Heilige während seiner Amtszeit als Archidiakon in Lüttich kennengelernt. Als er dann mit dem Namen Urban IV. Papst geworden war, setzte er 1264 das Fronleichnamsfest als gebotenen Feiertag für die Universalkirche ein, am Donnerstag nach Pfingsten. In der Einsetzungsbulle mit dem Titel Transiturus de hoc mundo (11. August 1264) verwies Papst Urban sehr zurückhaltend auch auf Julianas mystische Erfahrungen und bestätigte damit ihre Echtheit. So schreibt er: »Wenngleich die Eucharistie jeden Tag gefeiert wird, so halten wir dafür, sie wenigstens einmal im Jahr ehrwürdiger und feierlicher zu begehen. Die anderen Dinge nämlich, derer wir gedenken, begreifen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, erhalten aber deshalb nicht ihre Realpräsenz. In dieser sakramentalen Gedächtnisfeier Christi dagegen ist Jesus Christus, wenngleich unter anderer Gestalt, in seiner eigenen Substanz bei uns gegenwärtig. Denn bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, sagte er: ›Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt‹ (Mt 28,20)«.

Der Papst selbst wollte mit gutem Beispiel vorangehen und feierte das Fronleichnamsfest in Orvieto, der Stadt, in der er damals residierte. Auf sein Geheiß hin wurde – und wird noch immer – im Dom der Stadt das berühmte Korporale mit den Spuren des eucharistischen Wunders verwahrt, das ein Jahr zuvor, 1263, in Bolsena geschehen war. Ein Priester wurde während der Wandlung von Brot und Wein von starken Zweifeln an der Realpräsenz von Leib und Blut Christi im Sakrament der Eucharistie befallen. Auf wunderbare Weise begannen einige Blutstropfen aus der geweihten Hostie hervorzuquellen. Auf diese Weise bestätigte sich das, was unser Glaube bekennt. Urban IV. bat einen der größten Theologen der Geschichte, den hl. Thomas von Aquin – er begleitete damals den Papst und befand sich in Orvieto –, die Texte für das liturgische Gebet dieses großen Festes zu verfassen. Sie werden heute noch in der Kirche verwendet: Meisterwerke, in denen Theologie und Poesie miteinander verschmelzen. Es sind Texte, die die Saiten des Herzens in Schwingung versetzen, um dem Allerheiligsten Sakrament Lob und Dank zum Ausdruck zu bringen, während der Verstand staunend in das Geheimnis vordringt und in der Eucharistie die lebendige und wahre Gegenwart Jesu erkennt, seines Liebesopfers, das uns mit dem Vater versöhnt und uns das Heil schenkt.

Zwar wurde nach dem Tod Urbans IV. die Feier des Fronleichnamsfestes auf einige Regionen Frankreichs, Deutschlands, Ungarns und Norditaliens beschränkt, aber ein anderer Papst, Johannes XXII., stellte es 1317 für die ganze Kirche wieder her. Seitdem hat das Fest eine wunderbare Entwicklung erfahren und ist beim christlichen Volk noch immer sehr beliebt. Ich möchte mit Freude darauf hinweisen, daß es heute in der Kirche einen »eucharistischen Frühling« gibt: Wie viele Menschen verweilen still vor dem Tabernakel, um mit Jesus ein liebevolles Gespräch zu führen! Es ist tröstlich zu wissen, daß nicht wenige Gruppen junger Menschen neu entdeckt haben, wie schön es ist, das Allerheiligste Sakrament anzubeten. Ich denke zum Beispiel an unsere eucharistische Anbetung im »Hyde Park« in London. Ich bete darum, daß dieser »eucharistische Frühling« in allen Pfarreien sich immer mehr verbreiten möge, insbesondere in Belgien, der Heimat der hl. Juliana. Der ehrwürdige Diener Gottes Johannes Paul II. stellte in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia fest: »An vielen Orten findet die Anbetung des heiligsten Sakramentes täglich einen weiten Raum und wird so zu einer unerschöpflichen Quelle der Heiligkeit. Die andächtige Teilnahme der Gläubigen an der eucharistischen Prozession am Hochfest des Leibes und Blutes Christi ist eine Gnade des Herrn, welche die teilnehmenden Gläubigen jedes Jahr mit Freude erfüllt. Man könnte noch andere positive Zeichen des Glaubens und der Liebe zur Eucharistie erwähnen« (Nr. 10).

Indem wir uns an die hl. Juliana von Lüttich erinnern, wollen auch wir den Glauben an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie erneuern. Das Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche lehrt uns: »Jesus Christus ist in der Eucharistie auf einzigartige und unvergleichliche Weise gegenwärtig: wirklich, tatsächlich und substantiell, mit seinem Leib und seinem Blut, mit seiner Seele und seiner Gottheit. In der Eucharistie ist also der ganze Christus, Gott und Mensch, auf sakramentale Weise gegenwärtig, das heißt unter den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein« (Nr. 282).

(Papst Benedikt XVI. Generalaudienz, 17. November 2010)

Dreifaltigkeitssonntag: „O mein Gott, Dreifaltiger, den ich anbete“

Am 21. November 1904 entsprang einem ‚Seufzer ihres Herzens‘ am Ende der geistlichen Exerzitien der französischen Karmelitin Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit (1880-1906) der Ausruf: „O mon Dieu, Trinité que j’adore – O mein Gott, Dreifaltiger, den ich anbete“.

O mein Gott, Dreifaltiger,
den ich anbete,
hilf mir, mich ganz zu vergessen, damit ich in Dir bin,
regungslos und friedvoll, als ob meine Seele
bereits in der Ewigkeit weilte.
Nichts soll meinen Frieden stören,
nichts mich von Dir entfernen,
o mein Unwandelbarer, jede Minute soll mich mehr
in die Tiefe Deines Geheimnisses hineinführen. …

(Ganzer Text)

„Man muss alles aus Liebe tun;
man muss sich selbst vergessen.“

Für den belgischen Benediktiner Dom Jean Vandeur OSB war die Lektüre der französischen Originalausgabe des Buches „Souvenirs“ sehr eindringlich. Besonders dem Gebet „O mon Dieu, Trinité que j’adore“ fühlte er sich dermaßen angesprochen, dass er dazu eine Reihe von Meditationen geschrieben hatte. In Deutschland erfuhr dieses Büchlein unter dem Titel „O mein Gott Dreifaltiger“ bis in die fünfziger Jahre hinein mehrere Auflagen im Pustet-Verlag. Der Sarto-Verlag veröffentlichte diese „Gebetsbetrachtungen im Geist der heiligen Schwester Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit“ unter dem gleichen Titel „O mein Gott Dreifaltiger“ neu und überarbeitet, sowie mit einer neuen Einleitung versehen.

Dom Eugen Vandeur OSB
O mein Gott Dreifaltiger
Sarto-Verlag 2017, Neuherausgabe
136 Seiten; 8,90€
ISBN: 978-3943858846

Bestellmöglichkeit – HIER

Pfingsten – Komm, Schöpfer Geist

Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein!
Erfüll‘ uns all mit deiner Gnad‘,
die deine Macht erschaffen hat.

Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
du Lebensstrom, Licht, Lieb‘ und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut.

O Schatz, der siebenfältig ziert,
o Finger Gottes, der uns führt.
Geschenk, vom Vater zugesagt,
du, der die Zungen reden macht.

Zünd an in uns dein Gnadenlicht,
gieß Lieb‘ ins Herz, die ihm gebricht.
Stärk‘ unsres Leibs Gebrechlichkeit
mit deiner Kraft zu jeder Zeit!

Treib weit von uns des Feinds Gewalt,
in deinem Frieden uns erhalt‘,
daß wir, geführt von deinem Licht,
in Sünd‘ und Leid verfallen nicht.

Gib, daß durch dich den Vater wir
und auch den Sohn erkennen hier,
und daß als Geist von beiden dich
wir allzeit glauben festiglich.

Lob sei dem Vater auf dem Thron
und seinem auferstand’nen Sohn,
dem Heil’gen Geist auch allezeit,
von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner
Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen
Geistes belehrt. Gib, daß wir in diesem Geist verstehen,
was recht ist, und allezeit uns seines Trostes
erfreuen dürfen: durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

(Pfingsthymnus)

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Christi Himmelfahrt

«Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schauet zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch hinweg in den Himmel aufgenommen wurde, Der wird so wiederkommen, wie ihr Ihn zum Himmel habt auffahren sehen.» (Apostelgeschichte 1,11)

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In jener Zeit, als die elf Jünger zu Tische saßen, erschien ihnen Jesus.
Er rügte ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, da sie denen nicht geglaubt, die Ihn nach Seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sprach Er zu ihnen:

»Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen.
Wer glaubt und sich taufen läßt, wird selig werden;
wer nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Denen aber, die glauben, werden diese Wunderzeichen folgen:
In Meinem Namen werden sie Teufel austreiben,
in neuen Sprachen reden,
Schlangen aufheben,
und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden;
Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.»

Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde Er in den Himmel aufgenommen und sitzt nun zur Rechten Gottes.

Sie aber gingen hin und predigten überall.
Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte ihr Wort durch Wunder.

(Markus 16,14-20) – Evangelium an Christi Himmelfahrt)

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