Sieben Schmerzen Mariens – 15. September

Die sieben Schmerzen Mariens sind:

die Weissagung des Simeon,
die Flucht nach Ägypten,
die Sorge um Jesus im Tempel,
die Begegnung auf dem Kreuzwege,
Jesu Sterben,
die Abnahme vom Kreuz
und die Grablegung Jesu.

Sieben Schmerzen Mariens – San Stefano Rotondo, Rom

„O Maria, wie grenzenlos war deine Betrübnis, als man den Leichnam deines Sohnes vom Kreuze herab in deinen Schoß legte. Um dieser schmerzlichen Heimsuchung willen bitten wir dich: erbarme dich aller, die ihre Not zu deinem Mutterherzen tragen; stehe besonders jenen bei, die in Gefahr sind, an Gott und seiner Vorsehung irre zu werden; entreiße sie um deiner Schmerzen willen der drohenden Verzweiflung, lass sie den Frieden des Herzens wieder finden und erkennen, dass Gott uns nicht über unsere Kräfte heimsucht.“

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Kreuzerhöhung – 14. September

Im Kreuz,
in diesem gefährlichen Zeichen,
verehren wir den Sieg
des Gekreuzigten
über die Sünde,
über den Tod.
Jesus Christus ist am Kreuz gestorben.
Folgen wir Ihm!

Kreuzgang Essen-Werden

O du hochheilig Kreuze,
daran mein Herr gehangen
in Schmerz und Todesbangen.

Allda mit Speer und Nägeln
die Glieder sind durchbrochen,
Händ, Füß uns Seit durchstochen.

Wer kann genug dich loben,
da du all Gut umschlossen,
das je uns zugeflossen.

Du bist die sichere Leiter,
darauf man steigt zum Leben,
das Gott will ewig geben.

Du bist die starke Brücke,
darüber alle Frommen
wohl in den Himmel kommen.

Du bist das Siegeszeichen,
davor der Feind erschricket,
wenn er es nur anblicket.

Du bist der Stab der Pilger,
daran wir sicher Wallen,
nicht wanken und nicht fallen.

Du bist des Himmels Schlüssel,
du schließest auf das Leben,
das uns durch dich gegeben.

Zeig deine Kraft und Stärke,
beschütz uns alle zusammen
durch deinen heiligen Namen,

damit wir Gottes Kinder,
in Frieden mögen sterben
als deines Reiches Erben.

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Mariä Geburt – 8. September

In Nativitate B.M.V.

Maria ist die aufglänzende Morgenröte am Himmel der Erlösung und Gnade. Aus ihrem Schoß erhob sich, sie tausendfach überstrahlend, die Sonne der Gerechtigkeit. Maria ist nicht die Sonne selbst, aber sie geht vor ihr her; von ihr empfängt sie alles Licht, alle Herrlichkeit, alle Schönheit. Sie ist der treueste, vollkommenste geschaffene Spiegel Gottes. Weil sie dazu bestimmt war, die Mutter Gottes zu werden, war sie von Geburt an das heiligste von allen Geschöpfen.

Introitus

Salve, sancta Parens, enixa puerpera Regem:
qui cælum terramque regit in sæcula sæculorum.
Eructavit cor meum verbum bonum:
dico ego opera mea Regi.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper,
et in sæcula sæculorum. Amen.

Gruß dir, heilige Mutter, die du geboren den König,
der über Himmel und Erde in alle Ewigkeit herrscht!
Aus meinem Herzen strömt ein hohes Lied:
ich weih mein Werk dem König.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

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12. Sonntag nach Pfingsten

Vertrauen zu IHM hat Gott als Ziel,
aus dessen Kraft ich dies sage,
denn er wirkt in mir.

Gott, merk auf meine Hilfe;
Herr, eile, mir zu helfen.
Zuschanden und beschämt werden sollen meine Feinde,
die nach dem Leben mir trachten.
Zurückweichen sollen und erröten,
die mir Böses wünschen.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.
(Introitus. Ps. 69,2-3)

Ein solches Vertrauen haben wir durch Christus zu Gott.
(Lesung. 2 Korinther 3,4)

«Selig die Augen, die sehen, was ihr seht!
Denn Ich sage euch, viele Propheten und Könige
wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen;
und hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.»
(Evangelium. Lukas 10,23)

Tagesgebet
Allmächtiger und barmherziger Gott,
Dein Gnadengeschenk ist es, wenn Deine Gläubigen
Dir würdig und untadelig dienen; wir bitten Dich daher:
verleihe uns, daß wir unaufhaltsam
Deinen Verheißungen entgegeneilen.
Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn,
der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

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Deus, in adjutorium meum intende:
Domine, ad adjuvandum me festina:
confundantur et revereantur inimici mei,
qui quærunt animam meam.
Avertantur retrorsum, et erubescant:
qui cogitant mihi mala.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper,
et in sæcula sæculorum. Amen.
(Introitus. Ps. 69,2-3)

Fiduciam talem habemus per Christum ad Deum.
(Epistola. 2 Cor. 3,4)

Beati oculi, qui vident quæ vos videtis. Dico enim vobis, quod multi prophetæ et reges voluerunt videre quæ vos videtis, et non viderunt: et audire quæ auditis, et non audierunt.
(Evangelium. Luc. 10,23)

Oratio
Omnipotens et misericors Deus, de cujus munere venit, ut tibi a fidelibus tuis digne et laudabiliter serviatur: tribue, quæsumus, nobis; ut ad promissiones tuas sine offensione curramus. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. Amen.

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Die Menschen machen, was Jesus verbietet

Paulus spricht zu uns in der Lesung des 11. Sonntag nach Pfingsten:

Ich weise euch auf das Evangelium hin, das ich euch gepredigt habe, das ihr angenommen habt, in dem ihr auch feststehet. In ihm werdet ihr auch selig, wenn ihr es so festhaltet, wie ich es euch gepredigt habe. Sonst hättet ihr den Glauben vergebens angenommen.“ (1 Kor 15.1f)

Der Evangelist Markus sagt in seinem Evangelium dieses Tages von Jesus, der verbot, von seiner Heilung eines Taubstummen zu erzählen:

Aber je mehr Er es ihnen verbot, desto mehr erzählten sie es.“ (Mark 7,36)

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„Mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein“ – 22. August

Unbeflecktes Herz der allerseligsten Jungfrau Maria

Am 13. Juni 1917 hatte die allerseligste Jungfrau den heiligen Seherkindern in Fatima ihr Unbeflecktes Herz als unseren Schutz- und Zufluchtsort gezeigt. Sie ermutigte Lucia mit Worten, die für alle gelten, die ihren mütterlichen Anweisungen folgen:

„Leidest du sehr? Lass dich nicht entmutigen.
Ich werde dich niemals verlassen!
Mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein
und der Weg, der dich zu Gott führen wird.“

Nicht jedes Leiden wird aufhören, aber, und das gilt sowohl für die Welt wie auch für das persönliche Leben, das Versprechen der Allerseligsten Jungfrau wird sich ohne Zweifel erfüllen:

„Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!“

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Mariä Himmelfahrt – 15. August

Das Fest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ feiert die katholische und die orthodoxe Christenheit gemeinsam am 15. August.

Wie erklärt sich diese Termineinheit, wo doch die anderen christlichen Feste, bedingt durch die Unterschiede zwischen Gregorianischem und Julianischem Kalender, zeitlich differieren?

Das Fest Mariä Himmelfahrt ist in der Ostkirche bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen, und die Weltkirche hat es übernommen. Kaiser Mauritius (582-602) hat dafür den 15. August als Feiertag bestimmt.

Aus jener Zeit der ungeteilten Christenheit stammt also das Datum. Und was genau feiern wir Christen in Ost und West gemeinsam?

Die Überzeugung, dass Maria wegen ihrer Makellosigkeit nach ihrem Tod nicht erst den Weg der leiblichen Verwesung gehen musste, sondern dass sie sofort mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Paradieses eingehen durfte. Viele wunderschöne Marienlieder bringen diese Ehrung zum Ausdruck, zahlreiche Bildwerke hat die Kunst geschaffen, die die Apostel um ihr Grab versammelt sein lässt. Doch nicht Marias Leib ruht darin, sondern eine üppige Blumenpracht leuchtet hervor. Diese Blumenlegende führte zum Brauch der Heilkräuter-Segnung.

Im Neuen Testament selbst wird vom Sterben Marias nichts berichtet. Wenn wir heute Maria und ihre Verherrlichung preisen, dann denken wir auch an unser eigenes Lebensziel. Nämlich nicht für Tod und Verwesung sind wir geschaffen, sondern für jene Herrlichkeit bei Gott, aus der Maria zu uns herübergrüßt.

So bekennen wir es auch im Credo: „Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“ Und damit wir dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren und damit uns keine Angst vor dem Sterben befällt, deshalb ersuchen wir Maria im von Kindheit an vertrauten „Ave Maria“ um ihre himmlische Fürsprache: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.“

(Mariologisches 3, 2009)

Gegrüßet seist du, Königin, o Maria (= Salve Regina)

1. Gegrüßet seist du, Königin, o Maria,
erhabne Frau und Herrscherin, o Maria!

/:Freut euch, ihr Cherubim,
lobsingt, ihr Seraphim,
grüßet eure Königin:
Salve, / salve, / salve, Regina!:/

2. O Mutter der Barmherzigkeit, o Maria,
du unsres Lebens Süßigkeit, o Maria!

3. Du unsre Hoffnung, die gegrüßt, o Maria,
die du der Sünder Zuflucht bist, o Maria!
4. Wir Kinder Evas schrein zu dir, o Maria,
aus Tod und Elend rufen wir, o Maria!
5.O mächtige Fürsprecherin, o Maria,
bei Gott sei unsre Helferin, o Maria!

6.Dein mildes Auge zu uns wend, o Maria,
und zeig uns Jesus nach dem End, o Maria!

Consolatrix Afflictorum – Gnadenbild von Kevelaer

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