Verliert den Mut nicht!

Brüder!
Ich bitte euch:
werdet nicht mutlos wegen der Drangsale,
die ich für euch erleide;
das bedeutet ja Ruhm für euch.

Darum beuge ich mein Knie vor dem Vater unsres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat:

Er möge euch nach dem Reichtum Seiner Herrlichkeit verleihen, daß ihr durch Seinen Geist dem innern Menschen nach kraftvoll erstarket; daß Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr selbst in der Liebe festgewurzelt und gegründet seiet.

So möget ihr mit allen Heiligen begreifen die Breite und Länge, die Höhe und Tiefe (der herrlichen Berufung, die uns in Christus zuteil geworden) und auch die Liebe Christi verstehen, die alles Erkennen übersteigt, und so mit der ganzen Fülle Gottes erfüllt werden.

Ihm aber, der vermöge der in uns wirkenden Kraft über all das hinaus noch weit mehr zu tun vermag, als wir erflehen und erdenken können, Ihm sei die Ehre in der Kirche und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit.

(Epistel Eph. 3,13-21 am 16 So. n. Pfingsten)

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MATER DOLOROSA – Fest der schmerzensreichen Mutter – 15. September

Die sieben Schmerzen der Gottesmutter:

1. Weissagung Simeons
2. Flucht nach Ägypten
3. Suche nach dem 12jährigen Jesu
4. Begegnung zwischen Jesus und seiner Mutter am Kreuzweg
5. Tod des Sohnes am Kreuz
6. Der tote Sohn im Schoß seiner Mutter
7. Begräbnis Jesu

O du Mutter, Brunn der Liebe,
mich erfüll mit gleichem Triebe,
dass ich fühl die Schmerzen dein;
dass mein Herz, im Leid entzündet,
sich mit deiner Lieb verbindet,
um zu lieben Gott allein.

Mater Dolorosa, um 1500, Krakau, Museum Czartoryski.

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Muttergottes-Fest Mariä Namen – 12. September

Der Name der ehrwürdigen Jungfrau Maria lautet in der Übersetzung Meeresstern und passt ausgezeichnet für die jungfräuliche Mutter.

Ein Stern eignet sich treffend als Vergleich für sie, die als unversehrte Jungfrau ihren Sohn gebar, so wie ein Stern unversehrt seine Strahlen aussendet. Und wie der Strahl die Leuchtkraft des Sternes nicht mindert, so nicht der Sohn die Unberührtheit der Jungfrau. So ist sie jener edle Stern, der aus Jakob aufgegangen ist, notwendig über dieses große, weite Meer erhoben, strahlend durch ihre Verdienste, leuchtend durch ihr Beispiel.

Und du, der du eher im Strudel dieser Welt durch Stürme und Unwetter treibst als über die Erde wanderst, wende nie deine Augen ab vom Glanze dieses Sternes. Denk an Maria, rufe sie an, und du wirst am eigenen Leib erfahren, dass es nicht zu Unrecht heißt: Der Name der Jungfrau war Maria. – Dieser teure Name stand in manchen christlichen Gegenden schon seit langem in besonderer Verehrung.

Als aber bei Wien über den grausamen Türkenkönig, der eine drohende Gefahr für die Christenheit war, ein herrlicher Sieg errungen wurde, bestimmte Papst Innozenz XI., dass in der ganzen Kirche zum ewigen Gedächtnis dieser großen Gnadentat alljährlich dieses Namensfest gefeiert werde.

(Lesung aus der Matutin des Römischen Brevier vom heutigen Festtag nach P. Morant)

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Oratio

Allmächtiger ewiger Gott,
gib uns Wachstum in Glaube, Hoffnung und Liebe;
und damit wir zu erlangen verdienen, was Du verheißest,
laß uns lieben, was Du gebietest.

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Omnipotens sempiterne Deus,
da nobis fidei, spei et caritatis augmentum:
et, ut mereamur assequi quod promittis,
fac nos amare quod præcipis.

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Gott, merk auf meine Hilfe!

Introitus vom 12. So na. Pfingsten (Ps 69,2-3)

Deus, in adjutorium meum intende:
Domine, ad adjuvandum me festina:
confundantur et revereantur inimici mei,
qui quærunt animam meam.
Avertantur retrorsum, et erubescant:
qui cogitant mihi mala.

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Gott, merk auf meine Hilfe;
Herr, eile mir zu helfen.
Zuschanden und beschämt werden sollen meine Feinde,
die nach dem Leben mir trachten.
Zurückweichen sollen und erröten,
die mir Böses wünschen.

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Unbeflecktes Herz Mariae – Oktavtag von Mariä Himmelfahrt – 22. August

Dieses Fest verdankt seine Einführung dem glühenden Eifer des Pater John Eudes, des Gründers der Gesellschaft Jesu und Mariä. Schon seit 1646 feierte er in seiner Genossenschaft das Fest des Reinsten Herzens Mariä. Nach und nach wurde es auch mit Zustimmung der Bischöfe in verschiedene Diözesen eingeführt, vor allem in Frankreich, wo es bereits 1688 bekannt ist. Auch die Franziskaner und Jesuiten eiferten für die weitere Verbreitung dieses Festes. Pius VII. gab die ausdrückliche päpstliche Genehmigung. In der Folge nahm die Verbreitung des Festes einen raschen Lauf. 1855 schenkte ihm Pius IX. ein eigenes Meßformular und auch ein eigenes Stundengebet. Der Termin des Festtages war allerdings in den einzelnen Ländern verschieden. Durch die aufblühende Herz-Jesu-Verehrung wurde zumeist der Samstag nach dem Herz-Jesu-Fest dafür genommen, bis dann von Pius XII. im Jahre 1942 der Oktavtag von Mariä Himmelfahrt, der 22. August, für die ganze Kirche einheitlich festgelegt wurde.

Die Herz-Mariä-Verehrung beugt sich vor der Wesensmitte und vor dem Kern der Persönlichkeit jenes Wesens, das nach den Worten Pius‘ IX. dem gleichen göttlichen Dekrete seine Existenz verdankt wie der Gottmensch Jesus Christus, selbst. Wer könnte jedoch eines solchen Wesens Urgrund ausschöpfen? All das, was Jahrtausende über das heiligste aller Geschöpfe, über die begnadigste aller Menschen, über die schönste aller Frauen je gesungen haben, will Herz-Mariä-Verehrung wie in einem einzigen Strahlenbündel zusammenfassen. Jene Person. ist die Mutter unseres Herrn, die Gottesgebärerin. Maria ist die Meisterschülerin des Herzens Jesu vor allen Aposteln. Sie ist das Urbild eines erlösten Gotteskindes. Maria ist die Gehilfin Christi im Erlösungswerke. Sie ist die Himmelskönigin. und die Vermittlerin aller Gnaden. Herz-Mariä-Verehrung wird, so gesehen, eine Andacht von ungeahnter Tiefe und übersprudelndem Reichtum.

Mariens Wesenskern ist nicht denkbar, ohne dass wir vor Augen haben, wodurch sie in einer sündenbeladenen Welt eine Sonderstellung einnimmt: die spiegelklare Reinheit ihres Innern. Darum drängt sich beim Nennen ihres Namens immer die Beifügung „die Jungfrau“ auf, bei der Nennung ihres Herzens die Beifügung „das reinste, das unbefleckte Herz“. Das ist gut so; denn damit leuchtet vor den Augen des Beters jenes hehre Ideal auf, dem er als Gotteskind zuzustreben verpflichtet ist, wonach überhaupt jedes Menschenherz, das noch nicht schlechthin dem Bösen verfallen ist, mit Urgewalt sich sehnt: das Ideal der Reinheit. Wer möchte sich angesichts des unbefleckten Herzens Mariens nicht darum mühen, um mit ihm dem Schöpfer und Gnadenspender den ewigen Lobgesang zu singen.

(vgl. C. Feckes, So feiert dich die Kirche, Steyl 1954)

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MARIÄ HIMMELFAHRT

Maria hatte ein himmlisches Gemüt,
führte ein himmlisches Leben,
und ein himmlisches Gemüt,
ein himmlisches Leben gehört in den Himmel:
darum konnte es nicht fehlen –
am Ende ihrer Tage wurde sie in den Himmel aufgenommen.

Da gab es nun für Maria keine rauen Wege mehr,
wie die über das Gebirge,
wie die zur Krippe in Bethlehem,
wie die nach Ägypten, und besonders
wie die zum Berge Golgotha gewesen sein mochten.

Da gab es kein durchschneidendes Schwert mehr für ihr Mutterherz.
Keine Verräterei einer Judasseele,
keinen verdammenden Blick eines gottlosen Kaiphas,
keine Verhöhnung eines arglistigen Herodes,
keine Schwachherzigkeit eines halbgerechten Pilatus mehr.
Ein himmlisches Gemüt,
ein himmlisches Leben gehört in den Himmel.

Maria ist bei Christus, dem Verherrlichten,
aufgenommen in den Himmel: Aalleluja!
Ja, ihr Magnifikat ist ein lauteres Alleluja geworden!

Wer aus uns, meine Lieben, wer möchte nicht
die Himmelfahrt Mariä mitgemacht haben,
mit ihr in den Himmel aufgenommen worden sein?
Ich sage euch und mir zum Trost:
Wir alle können an ihrer Himmelfahrt teilnehmen,
können mit ihr in den Himmel aufgenommen werden;
ich sage euch und mir zum Trost und zur Ermunterung,
wir alle werden unfehlbar mit ihr in den Himmel aufgenommen werden,
wenn wir sie nur auch in einem himmlischen Gemüt
und in einem himmlischen Leben nachahmen wollen,
so wie wir es können und sollen.

(Bischof J. M. von Sailer)

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Unvermögen

Ich schrie zum Herrn, und Er erhörte meinen Ruf und schützte mich vor denen, die mir feindlich nahen. Er hat sie klein gemacht, Er, der da ist vor aller Zeit und bleibt in Ewigkeit. Wirf deine Sorgen auf den Herrn, Er wird dich nähren.

Erhör, o Gott, mein Beten, verschmähe nicht mein Flehen, hab acht auf mich, erhöre mich.

(Introitus. Ps. 54, 17 18 20 u. 23; 10. So n. Pf.)

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