O wunderbarer Tausch.

O admirabile commercium
Creator generis humani, animatum corpus sumens,
de Virgine nasci dignatus est:
et procedens homo sine semine,
largitus est nobis suam Deitatem.

Speciosa facta es, et suavis.
In deliciis tuis, sancta Dei Genitrix.

Concede nos famulaos tuos, quaesumus, Domine Deus, perpetua mentis et corporis sanitate gaudere: et gloriosa beatae Mariae semper Virginis intercessione, a praesenti liberari tristitia, et aeterna perfrui laetitia. Per Christum Dominum nostrum. Amen.

Dulce nomen Domini nostri Jesu Christi et beatissimae Matris.
Ejus sit benedictum in saecula saeculorum.

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O wunderbarer Tausch:
der Schöpfer des Menschengeschlechtes wollte,
einen beseelten Leib annehmend,
von einer Jungfrau geboren werden,
und ohne Samen als Mensch hervorgehend,
hat er uns seine Gottheit geschenkt.
Schön bist du und hold in deinem Liebreiz.
Heilige Gottesmutter.

Wir bitten Dich, Herr, unser Gott, dass wir, Deine Diener, uns beständiger Gesundheit des Leibes und der Seele erfreuen, und daß wir durch die glorreiche Fürsprache der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, von der Trübsal dieser Zeit befreit werden und die ewige Freude genießen dürfen. Durch unseren Herrn Jesus Christus. Amen.

Die liebreichen Namen unseres Herrn Jesus Christus und Seiner allerseligsten Mutter sollen gepriesen sein in alle Ewigkeit. Amen.

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Nachtwache – Vigil von Johannes d. T.

Auch in anderen Berufen, sei es bei der Eisenbahn, als Bäcker oder im Krankenhaus,
gehören Nachtschichten zur beruflichen Pflicht.

Wir Mönche müssen keine Nachtarbeit leisten,
um konkret anderen zu helfen,
und trotzdem wollen wir um 2.30 Uhr aufstehen.

Wir halten uns dabei an Christus,
der bei Nacht gebetet hat.

(Abt Josef, letzter Abt von Mariawald)

Mariawald, Vigilien, ca. 1974

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Wer kann etwas zu diesen Mönchen berichten?

Ordensleben und Tagesablauf der Mönche im Trappisten-Kloster Mariawald

Schwarz-weiß-Film aus dem Jahr 1959

Um die Erinnerung an die Mönche nicht ganz verblassen zu lassen und dann für immer zu verlieren bitten wir die Besucher dieser Webseite um Hilfe.

Wer sich an die Namen der Mönche erinnern kann, möge dies bitte mitteilen.

Schreiben Sie eine Email an:
611jmb.hds18@gmail.com

Nennen Sie uns die Namen der Mönche, die Sie erkennen oder kennen. Vielleicht können Sie sogar darüber hinaus noch mehr zu den diesen Persönlichkeiten mitteilen.

Damit man Ihre Informationen auch den genannten Mönchen zuteilen kann, geben Sie bitte dazu den genauen Zeitpunkt an, der in der Zeitleiste angegeben wird. Z. B.: Min 00:20 Abt Andreas …

Für Ihre Unterstützung und Hilfe gilt Ihnen unser herzlicher Dank!

Trappisten-Kloster Mariawald 1959 – Der Film

https://www.ardmediathek.de/video/swr-retro-der-suedwesten-damals/trappisten-kloster-mariawald/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE1MDU1MDI/

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Unbewohnt

Marianische Antiphon zur SEXT

Germinavit
Radix Jesse, orta est stella ex Jacob;
Virgo peperit Salvatorem:
Te laudamus, Deus noster.

Ein Reis sproß
aus der Wurzel Jesse,
ein Stern ging auf aus Jakob:
die Jungfrau gebar den Erlöser;
wir preisen Dich, Du unser Gott.

Leerstand: Kreuzgang im Noviziat der ehemaligen Trappistenabtei Mariawald.

Schön bist du und hold in deinem Liebreiz,
heilige Gottesmutter.

Lasset uns beten.
O Gott, Du wolltest, daß Dein Wort auf die Botschaft des Engels hin im Schoße der seligen Jungfrau Maria Fleisch annehme; so gewähre denn unsere Bitte, und laß uns durch ihre Fürsprache bei Dir Hilfe finden, die wir sie als wahre Gottesmutter bekennen. Durch unseren Herrn Jesus Christus. Amen.

Die liebreichen Namen unseres Herrn Jesus Christus und Seiner allerseligsten Mutter sollen gepriesen sein in alle Ewigkeit. Amen.

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Heilige Gründeräbte des Zisterzienserordens

Heilige Muttergottes von Mariawald,
heiliger Josef,
ihr Heiligen: Bernhard von Clairvaux,
Robert, Alberich, Stephan, Benedikt,
Rafael, Joseph Cassant und alle verehrungswürdigen
Trappisten und Zisterzienser –
wir bitten Euch
für das Kloster Mariawald,
um Trappisten der Tradition:

Herr Du großer Gott
wir bitten um Deinen Segen,
Deinen Schutz
und um Gnaden und rechte Weisung!

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Memorare, o piissima Virgo Maria,
non esse auditum a sæculo,
quemquam ad tua currentem præsidia,
tua implorantem auxilia,
tua petentem suffragia esse derelictum.
Ego tali animatus confidentia ad te,
Virgo Virginum, Mater, curro;
ad te venio;
coram te gemens peccator assisto.
Noli, Mater Verbi,
verba mea despicere,
sed audi propitia et exaudi.
Amen.

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Gedenke, gütigste Jungfrau Maria,
von Ewigkeit ist es unerhört,
dass einer, der zu dir seine Zuflucht nahm,
der zu dir um Hilfe rief,
der um deine Fürsprache bat,
von dir verlassen wurde.
Von diesem Vertrauen beseelt,
eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen.
Mutter, zu dir komme ich,
vor dir stehe ich seufzend als Sünder.
Verschmähe nicht meine Worte,
du Mutter des Wortes,
sondern höre sie gnädig an
und erhöre mich.
Amen.

AVE MARIA

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Der Mönchspriester – Beter für das Volk

Das Priestertum, das Christus seiner Kirche geschenkt hat, ist eines, aber es verbindet sich mit vielfaltigen Charismen und vielfältigen Begabungen entsprechend der Vielfalt der Menschen, die in die Gemeinschaft mit Christus gerufen sind und seine Kirche bilden sollen. Heute geschieht es, dass das Sakrament des Priestertums sich begegnet mit dem Charisma des Mönchtums in seiner strengsten Form: mit der kontemplativen Hingabe an den Herrn in einem Leben des Gebetes und des Sinnens über das Göttliche. Unsere Vorstellung von Pastoral ist inzwischen so pragmatisch und auch so funktional geworden, dass wir uns eigentlich nur sehr schwer vorstellen können, wie dies zusammengehen solle: ein Hirte zu sein für die Menschen vom Herrn her und zugleich ein Mensch der Hingabe, des Schweigens, im Heraustreten aus den Aktivitäten dieser Welt, in der betenden Zugewandtheit zum lebendigen Gott. Dennoch gehört beides zueinander, und gerade wenn wir auf dieses Miteinander sehen, werden wir vor einer Vereinseitigung dessen bewahrt, was Priester-Sein heißt und verstehen es tiefer. Wir können dieses Miteinander recht begreifen, wenn wir auf den Kern hingehen, der sich dann in vielfältiger Weise der Verwirklichung öffnet.

Dies zu verstehen, hat mir geholfen und hilft mir immer wieder ein Wort, das die Kirche in der zweiten Vesper für heilige Hirten im Anschluss an Texte des Alten Testamentes geformt hat. Da heißt es: »Hic est fratrum amator qui multum orat pro populo suo: Dies ist der Freund der Brüder, der große Beter für das Volk.«

Hier die ganze Predigt von
Kardinal Joseph Ratzinger
am 15. September 1991.

Friedhof der Mönche in Mariawald

Die Abtei Mariawald
wurde auf Anordnung des Vatikan vom Orden aufgehoben.
Es bleibt die Erinnerung –
und die Hoffnung auf andere Zeiten.

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Mariawald – keine Mönche, aber „mystische Stimmung“

Wir haben über MARIAWALD berichtet, über einen Film, der vor über 60 Jahren entstanden ist. Dieser schwarz-weiß Film berichtet respektvoll und kenntnisreich über das Leben der Mönche. Sowohl die zurückhaltende Kameraführung als auch die wertschätzende Kommentierung des Films sind hervorzuheben.

Anders verhält es sich mit einer aktuellen Ankündigung:

Abends im Kloster“ nennt der „Rureifel-Tourismus e.V.“ eine Veranstaltung, die an den Plätzen stattfinden soll, wo noch bis vor wenigen Jahren, über Jahrhunderte hinweg, Mönche gelebt, gebetet und gebüßt haben: in der ehemaligen Trappistenabtei Mariawald.

Für das Event am 21.10.2021 um 18:30 muss man sich anmelden. Geworben wird dafür mit markigen Worten:

Taschenlampe einpacken und ab ins Kloster. Steigt in den Keller, wo die Mönche gebetet haben. Erfahrt spannende Geschichten und interessante Hintergründe rund um das Kloster, Abtei Mariawald.“ – Bei „mystischer Stimmung“ können die Besucher zwei Stunden lang „das Kloster erkunden“.

Kloster Mariawald ist kein Museum, es ist auch kein Abenteuerspielplatz. Ebenso wenig ist es ein Ort, wo über Menschen – Mönche -, erzählt wird, die noch am Leben sind und die bis vor kurzem noch Bewohner des Klosters waren und dort ein Gottwohlgefälliges Leben geführt haben.

Natürlich geht es ums liebe Geld. – Vielleicht kann man es den Verantwortlichen nicht einmal verdenken: Sie wollen das Kloster erhalten, die Substanz retten. – Ist dafür (fast) jedes Mittel recht?

Mariawald. Altes Oekonomietor

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Ich fand Mariawald – das Eifelkloster der Trappisten.

„SWR Retro – Der Südwesten damals“
stellt ein bestaunenswerte Filmdokument
zur Verfügung.

Ein schwarz-weiß-Fernsehfilm,
der in der Karwoche des Jahres 1959
vom Südwestfunk ausgestrahlt wurde.

Abt des Trappisten-Klosters Mariawald
war Christophorus Elsen (von 1946-1961).

https://www.ardmediathek.de/video/swr-retro-der-suedwesten-damals/trappisten-kloster-mariawald/swrfernsehen-de/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE1MDU1MDI/

Bildschirmfoto

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Pater Franz OCSO wird morgen beerdigt

Heinrich Meyring, geboren 1936 in Rheine, machte nach seiner Schulausbildung eine Ausbildung zum Kaufmann. Er wird Oblate des hl. Franz von Sales (OSFS) und studiert in Paderborn (1969-1974). Von Dezember 1974 bis Dezember 1990 dient er seinem Orden als Missionar in Namibia. Die Priesterweihe wird ihm am 17. Juli 1976 gespendet.

Im Alter von 54 Jahren wird er Trappist. In der Abtei Mariawald beginnt er 1991 das Noviziat, das mit der Einfache Profess endet. Die Feierliche Profess legt er am 25. März 1996 ab. Pater Franz wird in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Abtei eingesetzt, darunter viele Jahre „im Likör“. Er war Novizenmeister und Prior. Vielen Besuchern des Klosters wurde er ein guter Beichtvater.

In der Zeit der Klosterschließung wurde Pater Franz krank und war lange Zeit im Krankenhaus, von wo aus er in ein Seniorenhaus kam. Hier ist Pater Franz am Freitag den 11. Dezember 2020 gestorben.

Am 15. Dezember 2020 kehrt Pater Franz‘ Leichnam nach Mariawald zurück. Der Abt von Tilburg übergibt ihn in der Mittagszeit, nach einem Requiem, der Erde von Mariawald.

Pater Franz OCSO, Abtei Mariawald

Pater Franz – R. I. P.

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„Kloster Mariawald GmbH & Co. KG“

Das Bistum Aachen, aber auch der WDR und andere Medien verbreiten es seit Donnerstag dem 26. November 2020:

Aus dem Trappistenkloser Mariawald wird die „Kloster Mariawald GmbH & Co. KG“.

Großspurig schreibt das Bistum: „Mariawald bleibt ein Ort mit spiritueller Strahlkraft“ und „Neuer Träger ‚Kloster Mariawald GmbH & Co. KG‘ führt ehemalige Trappistenabtei im Geist der Mönche weiter“.

Letztendlich ist das Bistum der Totengräber für Mariawald. Dass es interessierte Orden gab, die das Kloster gerne übernommen hätten, hat den von Bischof beauftragten Dompropst nie wirklich interessiert. Er hatte stets andere Prioritäten. Und dass der Trappistenorden durch seinen Vertreter ausrichten lässt, er hätte „volles Vertrauen“ in den Investor, der versprochen habe, „im Geist der Tradition der Mönche“ das Projekt zu führen, ist wohl auch nur eine Sprechblase.

Am Festtag „Sieben Schmerzen Mariens“, dem Tag des Patroziniumsvon Mariawald – es war der 15. September 2018, wurde das Trappistenkloster Mariawald durch kirchliche Behörden geschlossen. Diesem traurigen Datum schließen sich nun weitere traurige Gedenktage an.

Die Bistumsseite schreibt:

Ab dem 1. Januar 2021 wird der bisher vom „Kloster Mariawald e.V.“ geführte Betrieb von Mariawald durch die „Kloster Mariawald GmbH & Co. KG“ übernommen. „Mit der Übergabe an den neuen Träger ist es uns gelungen, die Tradition von Mariawald fortzusetzen“, betont Pfarrer Rolf-Peter Cremer, stellvertretender Generalvikar des Bistums Aachen und 1. Vorsitzender des jetzigen Trägervereins.

Die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens in Rom hatte im Jahr 2018 entschieden, dass der Konvent Mariawald aufgelöst wird. Mit der Auflösung des Konvents hatte der Verein „Kloster Mariawald“ vorübergehend weiter die Verantwortung für die Immobilien. Er wurde nach einer Satzungsänderung um Mitglieder, die der Bischof von Aachen ernennen konnte, erweitert. In den Vorstand wurden Abt Bernardus Peeters aus dem Trappistenkloster Konigshoeven (NL), der damalige Heimbacher Bürgermeister Peter Cremer und Dompropst Rolf-Peter Cremer, stellvertretender Generalvikar des Bistums Aachen, gewählt. Der Verein hatte sich nach dem Weggang der Mönche 2018 im wesentlichen drei Ziele gesetzt: die Sicherstellung des Unterhalts der Mönche, die Fortführung der wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe und die Unterstützung der Weiterentwicklung von Mariawald als Ort der Spiritualität und der geistlichen Ausstrahlung sowie die Zukunft der Klosterbetriebe zu sichern. Dies ist gelungen und nun wird das Klostergebäude in einem Erbpachtvertrag auf einen neuen Träger übertragen. „Im Vertrag ist festgehalten, dass weiterhin versucht wird, wieder einen Orden oder eine geistliche Gemeinschaft in Mariawald zu beheimaten, dann jedoch als ‚Mieter‘ der neuen GmbH“, sagt Rolf-Peter Cremer.

Die „Kloster Mariawald GmbH & Co. KG“ wird die Gastronomie, die Buchhandlung, die Likörproduktion und den Online-Versand beibehalten und das Gästehaus mit Übernachtung und Verpflegung neu aufbauen. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten und gehen auf den neuen Träger über. „Mit der neuen GmbH ist ein zukunftsträchtiger Träger in das Erbe von Mariawald gefunden“, ist sich Rolf-Peter Cremer sicher: „Mit Wolfgang Scheidtweiler tritt kein Unbekannter als Verantwortlicher der neuen GmbH diese Aufgabe an. Er hat in den vergangenen Jahren auch in Steinfeld erfolgreich die dortigen Aktivitäten im Kloster ausgebaut. Er kennt Mariawald als Eifler Junge und durch seine Ausbildung in der Brauerei in Gemünd von Jugend an“.

Auch der letzte Abt des Klosters Mariawald, Abt Bernardus, der aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht bei der offiziellen Vorstellung des neuen Trägers aus den Niederlanden anreisen konnte, betonte in einer Grußbotschaft: „Die ehemaligen Mönche der Trappistenabtei Mariawald und die Vertreter des Trappistenordens sind froh und dankbar, dass der Kloster Mariawald e.V. alle Anstrengungen unternommen hat, um eine gute Lösung für den Fortbestand von Mariawald als geistlichem Ort zu finden. Wir haben volles Vertrauen in Herrn Scheidtweiler und seiner Kloster Mariawald GmbH & Co. KG, dass sie im Geist der Tradition der Mönche, die diesem Ort seit Jahrhunderten Leben geschenkt haben, weitermachen werden.“ Kirchen-Rektor bleibt weiterhin Pfarrer Dr. Christian Blumenthal, der vor der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr etwa alle acht Wochen dort unter großer Beteiligung Gottesdienste gefeiert hatte.

Quelle: bistum-aachen

Schmerzhafte Muttergottes von Mariawald. Bild+Foto: EveJasie.

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