Requiem für Bruder Bernhard in Mariawald am 31. Oktober 2019

Die Verantwortlichen für die ehemalige Trappistenabtei Mariawald geben bekannt:

Betet für ihn! – RIP

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Pater Paulus, vertriebener Trappist aus Mariawald ist verstorben

Die heutigen Verantwortlichen der Abtei Mariawald gaben bekannt, dass Pater Paulus (Josef Rankel) am Freitag, den 19. Juli 2019 gegen 18 Uhr entschlafen ist.

Er wurde am 8. November 1931 in Fürstenberg an der Oder geboren und trat mit 22 Jahren in die Abtei Mariawald ein, wo er am 7. November 1954 als Novize eingekleidet wurde. Am 11. November 1956 legte Pater Paulus die Einfache Profess ab, drei Jahre später, am 15. November 1959, die Feierliche Profess. Am 12. Juni 1960 wurde er zum Priester geweiht. Von 1960 bis 1963 studierte er an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Altes Testament (Lic.theol.). Pater Paulus arbeitete viele Jahre verborgen in der Landwirtschaft und in der Likörfabrik der Abtei.

Nach der Ausweisung der Trappisten aus Mariawald und einem längeren Krankenhausaufenthalt wurde er im September 2018 in das Seniorenhaus der Cellitinnen in Nideggen aufgenommen. Dort entschlief ist er friedlich.

Das Requiem für Pater Paulus wurde am Dienstag, dem 23. Juli in der Mariawalder Klosterkirche zelebriert, danach wurde er auf dem Klosterfriedhof von Abt Bernardus Peeters aus Tilburg (NL) begraben.

Pater Paulus möge ruhen in Frieden!

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Die neue Sicht auf MARIAWALD

Die Tourismusmanager sehen die Aufhebung und Vertreibung der Klostergemeinschaft der Trappisten ganz anders als die Mönche und deren Anhänger und Freunde. Für sie und den Bürgermeister der Stadt Heimbach, auf deren Stadtgebiet sich die Abtei Mariawald befindet, handelt es sich nicht um die Schließung eines Klosters. Hier spricht man von der „Öffnung von Mariawald“, und davon, dass es sich um einen wichtigen „touristischer Hotspot“ handle.

https://www.wochenspiegellive.de/eifel/kreis-dueren/huertgenwald/artikel/eifelturm-als-neues-wahrzeichen-56883/

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Mariawald – was der Orden zur Schließung sagt

Nachdem sich der Trappistenorden von seinem Kloster, sowie seinen Mönchen von Mariawald getrennt hat, gab es am 17. September 2018 die erste und einzige Stellungnahme seit Jahren. Damit wird hoffentlich dem Letzten deutlich werden, wie man von offizieller Ordensseite zu Mariawald und zu dem Versuch Mariawalds einer „Rückkehr zu den Ordensstatuten von Monte Cistello“ oder vereinfacht, zu der „Rückkehr zu den jahrhundertealten Gebräuchen des Ordens“ gestanden hat.

Die offizielle Website des „Order of Cistercians of the Strict Observance“ gibt, wie üblich emotionslos, nur die Schließung des Klosters bekannt, ohne auf die Wirklichkeit einzugehen. Es gibt nur diese EINE veröffentlichte Wahrheit:

„Die offizielle Schließung der Abtei Mariawald (Deutschland) fand am 15. September 2018 statt. Der Beschluss zur Schließung wurde auf dem Generalkapitel Assisi 2017 gefasst (Abstimmung 43). Die Feier wurde von Bischof Karl Borsch, Weihbischof von Aachen, in Anwesenheit von Dom Dominique-Marie, Abt von Oelenberg (Frankreich) und Pater Immediate, Dom Bernardus, Abt von Tilburg (Niederlande) und Päpstlicher Kommissar von Mariawald, geleitet. Anwesend waren auch Dom François de Place und Dom Bruno Gooskens als ehemalige Äbte von Mariawald und Dom Hubert von Engelszell (Österreich). Drei Brüder aus der Gemeinschaft konnten an dem Abschlussgottesdienst teilnehmen. Schwestern von den Gemeinschaften Maria Frieden und Donnersberg waren ebenso anwesend wie viele Gläubige der Region. Am Ende der Feier überreichte Dom Bernardus dem Bischof die Schlüssel von Mariawald. Es ist die Diözese, die jetzt die Verantwortung für den Ort übernimmt, der ein Ort des Gebets bleibt. Die Feier endete mit dem Gesang des Salve Regina. Es war ein berührender Moment nach so vielen Jahrhunderten Zisterzienserleben.
Nach der Schließung gingen zwei Brüder von Mariawald, darunter Dom Josef, der letzte Abt des Klosters, in die Zisterzienserabtei Vissy Brord in der Tschechischen Republik. Die sechs anderen älteren Brüder leben in verschiedenen Altersheimen rund um Mariawald.“

https://www.ocso.org/2018/09/17/mariawald-4/

Trappistinnen spielen die Abschiedsmelodie, gewissermaßen das Lied vom Tod, im Chor der Abteikirche Mariawald. – Foto: OCSO

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