Die Situation in Mariawald ist folgende:

„Zwar müssen die Mönche, wie bekannt, in diesem Jahr Mariawald verlassen – so hat es die zuständige Römische Kongregation angeordnet – , aber unabhängig davon werden die Betriebe (Gaststätte, Klosterladen und Likörmanufaktur) weitergeführt. Klostergaststätte und Klosterladen sind zu den gewohnten Öffnungszeiten täglich geöffnet, kein Arbeitsplatz ist gefährdet.

Noch (Stand Juni 2018) sind die Mönche hier, die Gottesdienste finden wie gewohnt statt. Sollte sich an den Gottesdienstzeiten etwas ändern, so wird dies rechtzeitig auf der Internetseite des Klosters und im Schaukasten vor der Kirche angekündigt. [Es ist allerdings möglich, dass die Stundengebete nicht immer gesungen, sondern nur still gebetet werden.]

Für die älteren und pflegebedürftigen Mönche wird gesorgt; sie werden anderswo eine Bleibe finden, evtl. in einem Haus, das ihnen die Möglichkeit gibt, als kleine Gemeinschaft weiterhin ein mönchisch geprägtes Leben zu führen. Die jüngeren Mönche, zu denen auch Dom Josef gehört, sind auf der Suche nach einem Kloster, in dem sie ein Leben gemäß ihrer Berufung fortsetzen können.

Was Mariawald selbst betrifft, so sind alle Verantwortlichen fest entschlossen, Mariawald als geistlichen Ort zu erhalten. Es gibt verschiedene Interessenten, die in diesem Sinne für und in Mariawald tätig sein wollen. So besteht also die berechtigte Hoffnung, dass Mariawald auch in Zukunft ein geheiligter Ort der Liebe zu Gott und zu Maria sein wird.“

Kloster Mariawald

Klosterkirche Mariawald

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Pater Pius OCSO +

Am 23. Mai 2018 ist der Mariawalder Trappist Pater Pius Hans von Gott in die Ewigkeit abberufen worden. Sein Heimgang erfolgte im Krankenhaus zu Mechernich.

Er wurde 1932 in Gronig im Saarland geboren. 1955 trat er in Mariawald ein und machte 1960 seine feierliche Profess. Nach einem Theologiestudium in Monte Cistello in Rom wurde er 1962 zum Priester geweiht. Pater Pius war in seinem Kloster U. a. Prior, Novizenmeister und Cellerar. Seit über 20 Jahren war er Rektor bei den Trappistinnen in Maria Frieden.

Die Schwestern von Maria Frieden schreiben:

Pater Pius war Mönch von Mariawald und kam in den letzten 22 Jahren seines Lebens als Hausgeistlicher (Rektor) nach Maria Frieden, um hier wie ein Einsiedler zu leben und uns Schwestern zu betreuen durch die tägliche Eucharistiefeier, durch Beichte, Krankensalbung, wöchentliche Vorträge und Vieles mehr. Er war ein durch und durch redlicher Mensch, überaus treu und diskret und sehr belesen. Als Beichtvater wurde er von vielen Menschen der nahen und fernen Umgebung geschätzt und verehrt. Sein Gebetsleben zeigte Intensität, Authentizität und Ausdauer.

Wir sind überzeugt, dass er dem Herzen Gottes sehr nahe stand und ein wahrer Mönch, Priester und Nachfolger Christi war.
Martin Hans, wie er mit weltlichem Namen hieß, wurde geboren am 27.10.1932 im Saarland, trat am 25.4.1955 in Mariawald ein, wurde einen Monat später eingekleidet und legte die zeitliche Profess am 30.5.1957, die Feierliche Profess am 8.9.1960 ab. Er studierte in Rom Theologie und empfing die Priesterweihe am 20. 8.1962. Im Kloster erfüllte er viele Ämter, u.a. Novizenmeister und Zellerar. Handwerklich begabt konnte man ihn für jede Arbeit einsetzen. Er kannte viele Menschen, die er regelmäßig mit Weihnachts-und Namenstagsgrüßen bedachte. Kaum einen Brief ließ er je unbeantwortet. Im letzten Jahr seines Lebens, wo er sehr pflegebedürftig war, entschuldigte er sich immer wieder, dass er nicht mehr schreiben könne, und er zeigte sich dankbar für die liebevolle und geduldige Fürsorge von Sr. Mechthild. Wir Schwestern vermissen ihn, freuen uns aber auch für ihn, dass er jetzt nicht mehr leiden muss.

Das Requiem mit anschl. Beerdigung findet voraussichtlich am Samstag, 26.5. 2018 um 14 Uhr in der Abtei Maria Frieden statt.

Pater Pius möge ruhen in Frieden!

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Trappisten-Abt zelebriert Pontifikalamt im Tridentinischen Ritus

Eine Reihe von Photos des Pontifikalamtes mit Abt Josef Vollberg von der Abtei Mariawald, das er anläßlich der Hauptversammlung der Laienvereinigung PRO MISSA TRIDENTINA am 21. April 2018 in der Kirche St. Jakob in Bamberg zelebrierte, sind online zu sehen.

Heilige Wandlung
Schlusssegen
Schlussevangelium

https://www.facebook.com/pg/Pro-Missa-Tridentina-875651075860409/photos/?tab=album&album_id=1721189157973259

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Bruder Jordan in Mariawald gestorben

Am 5. April 2018, dem Mittwoch in der Osteroktav, rief Gott der Herr über Leben und Tod seinen treuen Diener den Trappisten-Bruder Jordanus Brink zu sich in Sein Reich.

Bruder Jordan wurde 1924 in Gelsenkirchen-Buer geboren. Er trat 1951 in Mariawald ein und legte 1957 seinen feierliche Profess ab. Bruder war 93 Jahre alt und lebte 63 Jahre lang unter den Mönchsgelübde, als der Herr ihn rief.

Vielen Menschen aus nah und fern war Bruder Jordan bekannt. Jahrzehnte diente er seinem Kloster als Landwirt und als Pferdezüchter. Seine letzten Lebensjahre musste er im Rollstuhl zubringen und war auf die Hilfe anderer angewiesen. Der stets und zu jedermann freundliche und liebenswürdige Bruder Jordan ging trotz seines hohen Alters den neuen Weg von Mariawald mit der Wiedereinführung der alten monastischen und liturgischen Formen mit und unterstütze dies,  soweit es ihm noch möglich war. Der gütige Gott hat Bruder Jordan zu sich gerufen und ihn damit von der Vertreibung der Mönche durch vatikanische Institutionen bewahrt.

Das Requiem für Bruder Jordan wird am Samstag, dem 7. April, um 10 Uhr gefeiert. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Friedhof des Klosters.

BETET für Bruder Jordan! – RIP.

BETET für Mariawald!

Bruder Jordan, ca. 1977
Bruder Jordan auf seinem MB-Truck in Aktion, ca. 1977

Pferdezüchter Bruder Jordan

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Trauriges letztes Ostern in Mariawald (?)

Unter Papst Franziskus als dem obersten Hirten der Kirche und somit letztentscheidenden Verantwortlichen der „Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens„, welcher der brasilianische Kardinal João Kardinal Bráz de Aviz vorsteht, der u. a. für die „Franziskaner der Immakulata“ zum Totengräber wurde, wird, sollte nicht noch ein großes Wunder geschehen, am diesjährige Osterfest letztmals die Osterlaudes von den Trappisten gesungen worden sein.

…  Ist der glimmende Docht der Osterkerze für Mariawald gelöscht?

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Am Ende ist jeder Tag der letzte …

Oder geschieht noch ein Wunder?

Brief der Mönche an Freund und Besucher von Mariawald

Wenn man weiß, dass bald das Ende gekommen ist, dann ist bis dahin fast jedes Ereignis das Letzte. So ist nun auch jeder einzelne Tag für die Trappisten von Mariawald der letzte ihres Mönchsleben in dem Kloster, für das sie Stabilität abgelegt haben, jenes Mönchsgelübde, das sie bis zu ihrem Tod an dieses eine Kloster bindet. Die zehn Mönche von Mariawald brechen dieses Gelübde nicht. Sie werden dazu gezwungen. Rom will es, der Vatikan, der Bergoglio-Papst. Der „Orden der Zisterzienser von der strengeren Observanz“ ist ausführendes Organ. In wenigen Wochen wird die Trappistenabtei Mariawald abgewickelt sein…

Am kommenden Samstag (24. März 2018) findet zum letzten Mal der der inzwischen zur Tradition gewordene „Mariawalder-Kreuzweg“ statt. Es wäre wirklich schön und gut, wenn viele Beter und Freunde von Mariawald teilnehmen würden. Dieser Kreuzweg, beginnend in der Kirche von Heimbach, hinauf zum Kloster Mariawald, könnte zu einem großartigen äußeren Zeichen werden für die Solidarität mit den Trappistenmönchen von Mariawald.

Doch an erster Stelle steht Christus. ER ist der Herr und Heiland. Christus zu gehorchen war und ist die oberste Richtschnur jedes Christenlebens. So sollten alle Mitbeter auch gleichzeitig ihr Bekenntnis zum Herrn über Leben und Tod ablegen und bezeugen, dass durch jedwedes Sterben der Keim für die Auferstehung gelegt wird.

Kommen SIE am 24. März nach Heimbach um den Kreuzweg nach Mariawald zu gehen.
Solidarisieren SIE sich mit den Mönchen!
SIE bekunden damit IHRE Trauer über die Vertreibung der Trappisten aus ihrem Kloster Mariawald.
Seien SIE Zeugen,
wie nicht der Staat oder andere unchristliche Kräfte,
nämlich die katholische Kirche selbst,
ohne eine überzeugende Begründung
dies tut und Mariawald schließt!

Gehen auch SIE mit den Mönchen den Kreuzweg.
Begleiten SIE die Mönche in ihrem Verlust und ihrer Trauer.
Kommen SIE zum Kreuzweg!

Wer nicht kommen kann, solidarisiere sich mit allen Kreuzwegbetern und verrichte diese Gebete in Stille an einem anderen Ort.

Die Szene des großen, kahlen Holzkreuzes ohne Crucifix, das seit den Nachkriegszeiten vom Soldatenfriedhof oberhalb von Mariawald das Kloster grüßt, wirkt schaurig schön. Es deutet prophetisch hin auf ein anderes Leben, während das Kloster in den Fundamenten des Kreuzes versinkt, so wie der Leichnam eines Trappisten in der Erde versinkt, in die er ohne die Hülle eines Sarges gebettet wird. Beide werden ruhen, der Mönch und sein Kloster; ruhen, bis sie einst, wie dieses Kreuz, hinaufsteigen in himmlische Sphären. Der Leib stirbt und die Trauer ist groß. Allein im Glauben gehen die Christen ihren Weg und sie wissen, dass es die Seele ist, die über das Irdische hinausreicht. Am Ende wird der Christkönig siegen.

Schaff Recht mir, Gott,
und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk;
von frevelhaften, falschen Menschen rette mich;
denn Du bist ja mein Gott und meine Stärke.
Introitus vom heutigen Passionssonntag

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