Es kam der 13. Oktober 1917 – Fatima, das Sonnenwunder

„Am 13. Oktober werde ich ein großes Wunder wirken,
damit alle glauben,
dass ich wahrhaftig erschienen bin.“

Es kam der 13. Oktober – das Sonnenwunder

Das Wunder war für 12 Uhr angesagt, in Portugal war es wegen der kriegsbedingten Sommerzeit 13.30 Uhr. Darüber informiert der wohl präziseste Augenzeugenbericht des Naturwissenschaftlers Prof. Dr. José Maria de Almeida Garrett von der Universität von Coimbra:

„Es muss etwa 13.30 Uhr gesetzlicher Zeit und 12.00 Uhr nach dem Sonnenstand gewesen sein, als sich an der Stelle, an der sich die Kinder befanden, eine feine, schlanke, bläuliche Rauchsäule in etwa 1,80 Metern über ihren Köpfen erhob und auf ihrer Höhe endete. Dieses Phänomen, das mit bloßem Auge klar zu erkennbar war, dauerte einige Sekunden. Da ich nicht auf die Uhr schaute, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob es länger oder kürzer als eine Minute dauerte. Der Rauch verschwand plötzlich, um ein paar Augenblicke später zum zweiten und dritten Mal aufzutauchen.

Plötzlich hörte ich Schreie aus tausenden von Kehlen, und ich sah, wie sich die Menge von dem Punkt, dem bis jetzt ihre Aufmerksamkeit gegolten hatte, abwandte und in entgegengesetzter Richtung zum Himmel aufschaute. (Bild-B) Wenige Augenblicke vorher hatte die Sonne die dichte Wolkendecke, hinter der sie sich bisher verborgen hatte, durchbrochen und schien klar und intensiv. Ich folgte mit meinem Blick allen jenen Augenpaaren und sah die Sonne als Scheibe, klar umrissen, strahlend, leuchtend, ohne dem Auge weh zu tun.

Ich stimmte mit dem Vergleich, den ich in Fátima hörte, wonach die Sonne wie eine matte Scheibe aus Silber aussah, nicht überein. Die Farbe war klarer, intensiver, leuchtender, sie hatte etwas vom Glanz einer Perle. Sie glich auch durchaus nicht dem Mond in einer klaren Nacht. Man spürte, dass sie ein lebender Körper war. Sie war weder sphärisch wie der Mond noch hatte sie die gleiche Farbe, den gleichen Ton oder die gleiche Schattierung. Sie sah aus wie ein glänzendes Rad aus Perlmutt. Man kann auch nicht sagen, dass man die Sonne durch Nebel sah (denn es gab keinen Nebel zu dieser Zeit).

Bezeichnungen wie undurchsichtig, diffus oder verschleiert treffen auch nicht zu. Sie spendete Fátima Licht und Hitze und erschien in klaren Konturen mit deutlich sichtbarem Rand. Der Himmel war übersät von hellen Zirruswölkchen, die hie und da die Himmelsbläue freigaben, und manchmal stand die Sonne ganz auf blauem Hintergrund. Die Wolken zogen von West nach Ost, aber sie verdunkelten das Licht der Sonne nicht. Man gewann den Eindruck, als wanderten sie hinter der Sonne vorbei, obgleich sie sich manchmal rosa getönt oder durchsichtig blau zeigten, als sie an der Sonne vorbeizogen. Es ist bemerkenswert, dass man seine Augen auf diesen Glutofen und sein Licht richten konnte, ohne Schmerz zu empfinden, mit Ausnahme von zwei Unterbrechungen, als die Sonne leuchtende Hitzestrahlen aus­sandte, die uns zwangen, den Blick abzuwenden. (Bild-C, D, E) Das Phänomen dauerte zirka 10 Minuten.

Die Sonnenscheibe blieb aber nicht ruhig am Himmel stehen, sie sandte nicht das Licht eines Himmelskörpers aus, sondern drehte sich in irrem Wirbel um sich selbst. Plötzlich ertönten Angstschreie aus der Menge. Die Sonne schien sich, wild drehend, vom Firmament zu lösen und auf die Erde zu stürzen, als wollte sie uns mit ihrer gigantischen Glut vernichten. Das Gefühl während dieser Augenblicke war entsetzlich. (Bild-F)

Während des Sonnenphänomens, das ich jetzt in allen Einzelheiten beschrieben habe, wechselten die Farben in der Atmosphäre. Als ich zur Sonne schaute, stellte ich fest, dass sich rings um mich alles verdunkelt hatte. Ich richtete meine Augen zuerst auf die nächstgelegenen Objekte und dann weiter bis zum Horizont. Alle Gegenstände rings um mich hatten die Farbe von Amethysten angenommen. Eine Eiche neben mir warf einen Schatten in dieser Farbe auf die Erde.

Ich fürchtete, meine Netzhaut habe Schaden genommen, allerdings eine unwahrscheinliche Erklärung, denn in diesem Falle sähe man ja nicht alles purpurn gefärbt. Ich schloss die Augen und bedeckte sie mit den Händen, um den Lichteinfall zu unterbrechen. Nun stellte ich mich mit dem Rücken zur Sonne und öffnete die Augen. Die Landschaft hatte jedoch die purpurne Farbe wie zuvor – eine Sonnenfinsternis war das aber auch nicht! Während ich noch zur Sonne schaute, stellte ich fest, dass die Atmosphäre wieder klar geworden war. Kurz darauf hörte ich einen Bauern in meiner Nähe erstaunt ausrufen: Seht, diese Frau ist ganz gelb! Und wirklich, alles rings um mich, nah und fern, sah aus wie alter, gelber Damast. Die Leute sahen aus, als hätten sie die Gelbsucht, und ich erinnere mich noch, dass es mich etwas amüsierte, sie so wenig attraktiv zu sehen. Meine Hand hatte die gleiche Farbe. Dieses von mir hier beschriebene Phänomen habe ich in gesunder geistiger Verfassung und ohne emotionale Störungen erlebt. Ich überlasse es anderen, dies alles zu erklären.“ (Bild-G)

(Quelle: Andreas Resch. 100 Jahre Fatima)

Bild-A – Cova da Iria, 13. Oktober 2017, bei strömendem Regen
Bild-B – Sonnenwunder, Menschen starren in den Himmel
Bild-C – Sonnenwunder. Menschen schauen direkt in die Sonne
Bild-D – Sonnenwunder. Menschen schauen direkt in die Sonne
Bild-E – Sonnenwunder: Menschen schauen direkt in die Sonne
Bild-F – Sonnenwunder: Polizist hält verängstigte Jacinta in den Armen
Bild-G – Menschen besinnlich nach dem Sonnenwunder

+

 

 

Advertisements

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz – 7. Oktober

Das Rosenkranzfest wurde von Papst Pius V. im Jahr 1573 gestiftet, der damit seinen Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto ausdrücken wollte. Es wurde am ersten Sonntag im Oktober begangen. 1716 nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen, unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen, über das osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein in Ungarn, nahm man das Fest in den Römischen Kalender auf. 1913 legte man es auf den 7. Oktober.

Aus dem Rundschreiben „SUPREMI APOSTOLATUS” von Papst Leo XIII.

„Dieses Gebet erwies auch im sechzehnten Jahrhundert seine Wirksamkeit und Kraft, als unermessliche Türkenscharen fast ganz Europa mit dem Joche des Aberglaubens und ihrer Barbarei bedrohten. Damals war es Papst Pius V., welcher die christlichen Fürsten aufrief zum Schutze in dieser gemeinsamen Gefahr und mit allem Eifer ganz besonders dahin wirkte, daß die Christenheit durch das Rosenkranzgebet die hochmächtige Gottesmutter anrufe, damit sie gnädig ihr sei und zu Hilfe komme. Hier harrten die Gläubigen nicht weit vom Corinthischen Meerbusen furchtlos auf den Feind, bereit, für Religion und Vaterland Blut und Leben zu opfern; dort versammelten sie sich unbewaffnet zu frommem Gebete, riefen zu Maria, grüßten wieder und wieder Maria im Rosenkranze, daß sie den Streitenden beistehe zum Siege. In gleicher Weise wurde im vorigen Jahrhundert einmal bei Temesvar in Ungarn, einmal bei der Insel Corfu ein glorreicher Sieg über die türkischen Truppen errungen und zwar an Marienfesten, nachdem ein frommes Rosenkranzgebet vorausgegangen war. Hierdurch bewogen, führte Unser Vorfahre Clemens XI. das Rosenkranzfest zum dankbaren Gedächtnis für die ganze Kirche ein. Sixtus IV. erklärte den Rosenkranz geeignet, Gott und die allerseligste Jungfrau zu ehren und der Welt bevorstehende Gefahren abzuwenden. Leo X. sagte, er sei eingeführt gegen die Stifter von Ketzereien und die schleichenden Ketzerein, und Julius III. nannte ihn einen Schmuck der römischen Kirche. Ebenso sagt darüber der hl. Pius V.: Durch Verbreitung dieser Gebetsweise würden die Gläubigen, von diesen Betrachtungen erwärmt, durch diese Gebete entflammt, plötzlich in andere Menschen umgewandelt, die Finsternisse der Ketzereien ließen nach und das katholische Glaubenslicht gehe auf.”

Rosenkranzkönigin, Kerzenkapelle Kevelaer.

+

 

 

Fatima – 13. September 1917

„Betet weiterhin den Rosenkranz!“

Ein Regen aus Rosenblütenblättern….

In Fatima wirkte Unsere Liebe Frau mehrmals das Wunder des Regens von Rosenblättern: am 13. August und am 13. September, aber auch am 13. Mai 1918 und noch einmal am 13. Mai 1924. …

Hier werden Gnaden über alle ausgegossen, die mit Vertrauen darum bitten.

„Der Rosenregen von Fatima ist [… die] dringende Einladung Unserer Lieben Frau, zu ihrem unbefleckten Herzen zu kommen, wo alle Menschen Gottes Gnaden so reichlich und so unzählbar erhalten, wie die Rosen, die vom Himmel fielen, unzählbar waren.“

(aus: Fatima. Leitstern für die letzten Zeiten. Alverna Verlag)

+

 

 

Mariä Namen – 12. September

Allen, die den Namen MARIA tragen, herzliche Glückwünsche zum Namenstag!

Es sollte uns keineswegs gleichgültig sein, dass die seligste Jungfrau, die Mutter des Erlösers, den Namen „Maria“ trug.

Dieser Name ist nicht nur heilig, weil sie ihn getragen hat, sondern auch, weil er uns ihr unergründliches Wesen und ihre herrliche Heilsaufgabe kündet.

Tut er das? – Das ist es, was wir leider nicht wissen. Ja, wir müssen bekennen, dass weder die Heilige Schrift uns diesen Namen deutet noch die Wissenschaft es fertiggebracht hat, diesen kostbaren Namen unzweifelhaft sicher auszudeuten.

Wie auch immer, – der Name „Maria“ ist uns ein heiliger und heilskräftiger Name. Darum sprechen wir ihn nur in Ehrfurcht aus und Vertrauen auf unsere heilige Gottesmutter und Jungfrau Maria!

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnaden,
der Herr ist mit dir.
du bist gebenedeit!

Stefan Lochner, Detail, Muttergottes in der Rosenlaube, um 1440-42. Wallraf-Richartz-Museum Köln

+

 

Unbeflecktes Herz der allerseligsten Jungfrau Maria – O meine Gebieterin – 22. August

O meine Gebieterin,
o meine Mutter,
dir bringe ich mich ganz dar.
Und um dir meine Hingabe
zu bezeigen,
weihe ich dir heute
meine Augen,
meine Ohren,
mein Herz,
mich selber ganz und gar.
Weil ich also dir gehöre,
o gute Mutter, bewahre mich,
als dein Gut
und dein Eigentum.

Weihegebet des Jesuitenpaters Niccolo Zucchi (1586–1670)

+

 

Maria-Himmelfahrt – 15. August – Gregor von Tours über den Heimgang Mariens.

Venantius Fortunatius (+ 600) verwendet in seinem Hymnus die Wortform „Dormitans – Entschlafend“. Modestus von Jerusalem (+ 634) schreibt vom „seligsten Entschlafen Mariens“, German von Konstantinopel (+ 733) „Die Mutter des Lebens entschlummerte“ und Andreas von Kreta (+ 740) vom „glorreichen Entschlafen“. Das Zeugnis des heiligen Johannes von Damaskus (+ 749) ist von besonderem Wert wegen seiner Treue zur Heiligen Schrift und freikirchlichen Überlieferung. Er schreibt: „Der Herrin Heimgang war herrlich und wahrhaft heilig“ (Homilie über die selige Entschlafung Mariens).

Entschlafung Mariens. Fresko in der Kirche St.Petka, Vukova

Der Herrin Heimgang war herrlich und wahrhaft heilig. Seht, wie die Quelle des Lebens mitten durch den Tod zum Leben geführt wird. Seht, wie die heilige Seele, da sie sich von dem Gott aufnehmenden Zelte loslöst, vom Schöpfer aller Dinge mit eigenen Händen aufgenommen wird! O herrlicher Abschied, welcher die Ankunft bei Gott beschert! Denn mag dies auch allen Gott liebenden Menschen von Seiten Gottes gewährt sein – und es ist gewährt, wir glauben daran -, so besteht doch zwischen den Knechten Gottes und der Mutter ein unendlicher Unterschied. Wie sollen wir dieses an ihr gewirkte Geheimnis nennen? Tod? Doch wenn auch der Leib dem herkömmlichen Grab übergeben wird, er verbleibt nicht in der Gewalt des Todes und fällt nicht der Verwesung anheim. Denn wie beim Gebären ihre Jungfrauschaft unversehrt blieb, so wird beim Scheiden ihr Leib vor der Verwesung bewahrt und nur in ein besseres und göttlicheres Gezelt versetzt, welches keinem Tod unterliegt, sondern ohne Ende in alle Ewigkeiten bestehen wird.

Die so hell leuchtende und stets strahlende Sonne wird durch den Mond für eine kleine Weile verhüllt und scheint zwar zu erlöschen und im Dunkel zu versinken und den Glanz mit Finsternis zu vertauschen, trotzdem geht sie aber ihres Lichtes nicht verlustig, weil sie eine unaufhörlich sprudelnde Quelle des Lichtes in sich hat oder vielmehr selbst eine unversiegliche Quelle des Lichtes ist, wie Gott der Schöpfer bestimmt hat. So bist auch Du die unvergängliche Quelle des wahren Lichtes, der unerschöpfliche Schatz des Lebens selbst, der überreiche Sprudel des Segens, und wenn Du vorübergehend durch den Tod dem Leibe nach verhüllt wirst, so spendest Du uns doch in Überfülle unversiegliche und reine und unerschöpfliche Wasser unermesslichen Lichtes und himmlischen Lebens und wahrer Seligkeit, Ströme der Gnade, Quellen der Heilung, unaufhörlichen Segen. Deshalb werde ich Deinen heiligen Heimgang nicht Tod nennen, sondern Entschlafen oder Abschied oder, eigentlich zu reden, Ankunft.

Welch überwältigende Dinge! Jener Tod, der einst Gegenstand der Verwünschung und des Hasses war, wird jetzt gefeiert und seliggepriesen. Er, der einst Schmerz und Trauer, Tränen und Klage brachte, hat sich jetzt als Ursache der Freude und des Jubels erwiesen. Nun wird freilich bei allen Dienern Gottes, deren Tod gepriesen wird, ihre Gottwohlgefälligkeit erst nach dem Ende des Lebens sichergestellt: Und ihr Tod wird deshalb gepriesen, weil er sie vollendet und seligmacht, nachdem er ihnen die Unwandelbarkeit der Tugend verleiht, gemäß dem Worte, dass da sagt: „Preise keinen Menschen selig vor seinem Ende!“ (Sir 11,28)

Von Dir aber lassen wir das nicht gelten. Denn nicht der Tod erwirbt Dir die Seligpreisung, und nicht der Hingang gibt Dir die Vollendung, und nicht der Abschied gewährt Dir die Sicherheit. Nicht der Tod hat Dich seliggepriesen, sondern Du hast den Tod verherrlicht, indem Du seine Traurigkeit aufhobst und ihn zur Freude machtest.

So wollen wir unsere Seelen in der Hoffnung auf Dich als einen durchaus festen und sicheren Anker ketten, wollen Geist, Seele, Leib, alles was wir sind und haben, Dir zum Geschenke weihen und mit Psalmen, Hymnen und geistlichen Gesängen Dich verherrlichen, soweit wir es nur vermögen.

(vgl.: Johannes von Damaskus -gestorben um 750- in „Weisheit des christlichen Ostens. Der Himmel liebt die Erde“, Herder 1978)

+

Das Fest der seligen Entschlafung Mariens ist (wahrscheinlich) das älteste Marienfest. Im Sakramentar des heiligen Papstes Gelasius (492-496) ist das Fest der „Dormitio B.M.V.“ bereits erwähnt. Unter Kaiser Mauritius wurde das Fest der seligen Entschlafung Mariens (Koimesis) zwischen 588 und 602 über das ganze byzantinische Reich ausgebreitet.

In Portugal wurde am 13. August das Fest der Entschlafung Mariens gefeiert. Manche Mariologen sehen hierin sogar einen der Gründe, warum die Gottesmutter in Fatima an einem 13. erschien.

Man kann am 4. August mit einer Novene zu Ehren der seligen Entschlafung Mariens beginnen und für sich selber und für andere um eine gute Todesstunde bitten.

Durch die Andacht zur seligen Entschlafung Mariens legen wir unsere Todesstunde in ihre Hände und weihen sie ihrem Unbefleckten Herzen.

Wir bitten die Gottesmutter, Fürsprache einzulegen, zum richtigen Zeitpunkt zu sterben (wann), an dem richtigen, von Gott bestimmten Ort zu sterben (wo) und ähnlich wie sie auf der höchsten Stufe der Liebe zu sterben (wie).

+