Die Tradition über Maria – (Hl. Irenäus) – 4/4

Entsprechend trifft man aber auch die Jungfrau Maria gehorsam an, wenn sie sagt: Sieh, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort (Lk 1,38). Eva war dagegen ungehorsam, und zwar fiel ihr Ungehorsam in die Zeit, da sie noch Jungfrau war. Wie sie zwar Adam zum Mann hatte, aber trotzdem noch Jungfrau war, ….. so hatte auch Maria den Mann (Josef), der für sie vorbestimmt war, und war doch Jungfrau und wurde durch ihren Gehorsam für sich und für die gesamte Menschheit zur Ursache des Heils …. Damit zeigt es die Kreisbewegungen von Maria zu Eva an, denn was gebunden ist, kann nicht anders gelöst werde, als dass die Knoten im Band zurückgeschlungen werden, so dass die ersten Bindungen durch die zweiten gelöst werden und die zweiten wieder die ersten befreien… Damit hat er gezeigt, dass nicht sie ihn, sondern er sie zum Evangelium des Lebens wiedergeboren hat. So fand aber der Knoten des Ungehorsams Evas seine Auflösung durch den Gehorsam Marias. Denn was die Jungfrau Eva durch ihren Unglauben gebunden hat, das hat die Jungfrau Maria durch ihren Glauben gelöst.

(Irenäus. Gegen die Häresien 3)

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Die Tradition über Maria – (Hl. Irenäus) – 3/4

Denn wie durch den Ungehorsam eines einzigen Menschen die Sünde Eingang fand und durch die Sünde der Tod sich behauptet, so ist auch durch den Gehorsam eines einzigen Menschen die Gerechtigkeit eingekehrt, die den Menschen , die einst tot waren, als Frucht das Leben bringt. Und wie der ersterschaffene Mensch, eben Adam, aus der unkultivierten und noch jungfräulichen Erde – Gott hatte es nämlich noch nicht regnen lassen, und der Mensch hatte die Erde noch nicht bearbeitet (Gen 2,5) – sein Wesen hatte von der Hand Gottes, das heißt vom Logos Gottes gebildet wurde – denn alles ist durch ihn gemacht worden (Jo 1,3), und der Herr nahm das Leben von der Erde und bildete den Menschen -, so rekapitulierte das Wort selbst den Adam in sich und wurde aus Maria, die noch Jungfrau war, richtigerweise in einer Art geboren, in der Adam rekapituliert wurde. Wenn also der erste Adam einen Menschen zum Vater gehabt hätte und aus dem Samen eines Mannes geboren wäre, dann würde sie aus gutem Grund sagen, auch der zweite Adam sei aus Josef gezeugt. Wenn der erste aber von der Erde genommen und vom Logos Gottes gebildet wurde, dann muss-te eben der Logos selbst genauso wie Adam geboren sein, wenn er dessen Rekapitulation in sich bewirken wollte. Warum hat Gott nun nicht wieder Lehm genommen, sondern das Geschöpf aus Maria entstehen lassen? Damit nicht ein anderes Geschöpf entstünde und es kein anderes Geschöpf wäre, das gerettet würde, sondern damit ein und dasselbe Geschöpf unter Fortbestand der Gleichheit rekapituliert würde.“

(Irenäus. Gegen die Häresien 3)

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Die Tradition über Maria – (Hl. Irenäus) – 2/4

(Der Geist Gottes) hat durch Apostel verkündet, dass die Fülle der Zeiten der Annahme an Sohnes statt gekommen (vgl. Gal 4,4) und das Himmelreich nahe ist und in den Menschen wohnt, die an ihn, den Immanuel, glauben, der aus der Jungfrau geboren ist. So bezeugen die Apostel, dass Maria, noch bevor sie mit Josef zusamengekommen und also noch Jungfrau war, schwanger wurde vom Heiligen Geist (Mt 1,18) und dass der Engel Gabriel zu ihr gesagt hat: Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten , denn das Heilige, das aus dir geboren wird, wird Sohn Gottes heißen (Lk 1,35), und dass der Engel im Traum Josef gesagt hat: Das ist geschehen, damit erfüllt wird, was vom Propheten Jesaja gesagt worden ist: Siehe, die Jungfrau wird empfangen (Mt 1,22).

(Irenäus. Gegen die Häresien 3)

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Die Tradition über Maria – (Hl. Irenäus) – 1/4

Das ist also der Sohn Gottes, unser Herr, Wort des Vaters und Sohn eines Menschen, da er ja aus Maria, die von Menschen abstammte und auch selbst ein Mensch war, wie jeder Mensch geboren ist und Sohn eines Menschen wurde. Deshalb hat uns auch der Herr selbst ein Zeichen gegeben (vgl. Jes 7,14) in der Tiefe und in der Höhe oben (vgl. Jes 7,11), das der Mensch gar nicht verlangt hatte (vgl. Jes 7,12), weil er überhaupt nicht damit gerechnet hat, dass eine Jungfrau als Jungfrau schwanger werden und einen Sohn gebären kann. Und der da geboren wurde, war der Gott mit uns (Jes 7,14).

(Irenäus. Gegen die Häresien 3)

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Rosenkranz mit 12 Ave-Perlen

Ave Maria Kaiserin,
Hilfe der Christen,
bitte für das Dir geweihte Bistum,
besonders für den Bischof,
alle Priester und Gottgeweihten
und ganz besonders
für ein christliches Europa. Amen.

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Der Herr verheißt […]: „Durch die Medaille und durch diesen bestimmten Rosenkranz wird in Europa eine Wandlung geschehen, wie in Kana: Der Herr wird durch die Vermittlung Mariens das Wasser in Wein verwandeln.“

Die Zeit ist nun reif: Das Rosenkranzgebet mit den 12 Ave muss stärker gebetet werden! Es muss mit viel mehr Innigkeit, Vertrauen und Intensität gebetet werden! Die teuflischen Terrorattacken in Europa werden sich vermehren, es wird viel Blut fließen um des Namens meines Sohnes willen! …

Lesen Sie und beginnen Sie mit dem Gebet!
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Ave Maria Kaiserin + 12 Perlenrosenkranz

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MARIÄ OPFERUNG – 21. November

Gemäß einer Überlieferung soll die Mutter Anna nach der Verkündigung der Geburt Mariens durch einen Engel das Gelübde gemacht haben, dieses Kind dem Herrn als Weihegeschenk aufzuopfern. Schon mit drei Jahren soll Maria zum Tempel gebracht worden sein. – Allerdings bietet die Heilige Schrift dafür keine Grundlage.
Die Feier des Festes „Mariä Opferung“ ist dennoch sehr alt. Im Morgenland ist sie schon im 8. Jahrhundert bekannt, und zwar unter dem Titel: „Einzug der Gottesmutter in den Tempel“. Durch einen Gesandten von Cypern am päpstlichen Hof zu Avignon (wo Gregor XI. damals residierte) veranlaßt, wurde dieses Fest in der abendländischen Kirche 1372 zum erstenmal feierlich begangen. Es wurde aber bereits im 11. Jahrhundert mancherorts gefeiert. Papst Sixtus IV. ordnete es im Jahre 1472 für die ganze Kirche an. Pius V. (1566-1572) strich diesen Festtag wieder aus dem römischen Kalender. Sixtus V. führte ihn jedoch 1585 wieder ein. Klemens VIII. approbierte das Offizium in seiner Form, wie es bis nach den 2. Vatikanischen Konzil Gültigkeit besaß.

Mariä Tempelgang – Mariä Opferung

Als der Erzengel Gabriel Maria die inhaltschwere Botschaft überbrachte, sie solle Mutter des Herrn werden, gab die seligste Jungfrau ihre Herzenseinstellung in den schlichten und doch tiefen Worten kund: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Worte!“ Maria hätte bei dieser dunklen Botschaft ein solches Wort nicht so schnell und so echt sprechen können, wenn sonst ihr Leben auf etwas anderes ausgerichtet gewesen wäre, als den Willen Gottes zu erfüllen. Wir spüren förmlich bei dieser Szene, daß diese Antwort nur aus einer lebenslang geübten Einstellung auf den Willen des Herrn herausgeflossen ist. Auf diesen Tatbestand möchte das Fest der Opferung Mariens aufmerksam machen. Es hat zwar zum geschichtlichen Ausgangspunkte die Auffassung, Maria sei als kleines Kind von ihren Eltern zum Tempel nach Jerusalem gebracht worden, um dort als gottgeweihte Tempeljungfrau dem Dienste des Allerhöchsten zu leben. Darum Mariä Opferung genannt. Da die Heilige Schrift uns nichts von dem berichtet, was im Leben der Auserwählten der Verkündigungsszene vorangegangen ist, so schweigt sie auch über diese Auffassung. Leider wissen wir auch aus andern Quellen nichts geschichtlich Sicheres, was diese fromme Legende stützen könnte.

Aber der innere Kern, der in dieser Auffassung ausgesprochen werden soll. ist sicherlich echt. Gott bereitet nämlich seine Werke in feinster Weise vor. Da er das Kind Maria von Nazareth nur als die vorausbestimmte Mutter seines Sohnes. ins Dasein treten ließ, so hat er durch seine Gnaden in diesem Mädchenherzen darauf hingearbeitet, daß sie in besonderer und in vollster Weise des Herrn sein wollte. Wollte er doch seine Menschwerdung nur verwirklichen mittels der freiwilligen Zustimmung Mariens. Darum wird er ihre gesamte Seelenerziehung darauf abgestellt haben, daß es ihr stets eine Lebensspeise war, dem Willen Gottes. zu folgen. Maria ist darum nicht nur jenes Wesen, das der Allerhöchste ganz und gar für sich und seine Pläne mit Beschlag gelegt hatte. Sie ist auch ihrerseits in freier sittlicher Entscheidung jenes Menschenkind, das sich ganz und allein dem Herrn hingibt.

Durch Gottes Einfluß lebte Maria als Mädchen injener inneren Haltung, welche später als das Ideal christlicher Jungfräulichkeit bezeichnet wurde. Von ihr sagt ja der heilige Paulus: „Die Jungfrau aber ist um die Sache des Herrn bedacht, sie will an Leib und Seele heilig sein.“ Mit Recht hat man seit unvordenklichen Zeiten diese Haltung aus dem Worte Mariens herausgelesen: „Wie soll mir das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“

In solcher Einstellung, die Maria ein ganzes langes Leben begleitet hat, steht Maria in der göttlichen Heilsgeschichte als die Jungfrau aller Jungfrauen. Leuchtendes Vorbild christlicher Jungfräulichkeit. Kaum spricht man je den Namen „Maria“ aus, ohne hinzuzufügen: die „Jungfrau“. Keineswegs darf bei dieser Aussage Mariens wunderbare leibliche Unversehrheit trotz echter Mutterschaft im Vordergrunde stehen. Das Ausschlaggebende ist vielmehr ihre seelische Unverletztheit oder Sündenlosigkeit, ihre innere Totalhingabe an den Herrn.

Ohne diese hätte Maria niemals jene Heilsaufgaben an der Seite ihres Sohnes Jesus erfüllen können, welche die Liebe Gottes ihr zugedacht hatte. Darum wird auch die Kirche als der fortlebende Christus der jungfräulichen Seelen nicht entraten können. Nie wird das Reich Gottes auf dieser Erde zur Blüte kommen, wenn es nicht Menschen gibt, die in ganzer jungfräulicher Hingabe sich dem Reiche Gottes zur Verfügung stellen, sei es in seiner Ausbreitung unter allen Völkern der Erde, sei es zu seiner Vertiefung in den Seelen der Christen.

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Kirchengebet
O Gott, Du wolltest, daß am heutigen Tage die heilige, allzeit reine Jungfrau Maria, die Wohnung des Heiligen Geistes, im Tempel Dir dargebracht werde; daher bitten wir Dich: gib, daß wir auf ihre Fürsprache würdig seien, dereinst selber im Tempel Deiner Glorie vor Dich gebracht zu werden.

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