Tabernakel des Mutterleibs – Schoß Mariens

„Im Tabernakel des Mutterleibs Mariens
verblieb Christus neun Monate,

– im Tabernakel des Glaubens der Kirche
bleibt Christus bis zum Ende der Welt,

– in der Erkenntnis und Liebe
einer treuen Seele – in alle Ewigkeit.“

(nach dem Zisterzienserabt Isaak von Stella)

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Unbefleckt empfangen – 8. Dezember

Der hl. Maximilian Kolbe über die Erneuerung der Weihe an die Immaculata

Der 8. Dezember ist der Tag der Unbefleckten Empfängnis, unser Fest, unser Fest im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es ist der Namenstag der Mutter Gottes und unserer Mutter, eben unter dem Titel Immaculata. Für die männlichen und weiblichen Mitglieder der MI ist es ein Tag besonderer Gnaden, auf den sie sich entsprechend vorbereiten sollten.

Wie sollten sie das tun? – An diesem Tag dürfen ausnahmslos alle, die unter ihrem Banner stehen, die heilige Kommunion nicht vernachlässigen. Sie sollen mit reinem Herzen und möglichst alle zusammen zum Tisch des Herrn gehen. Denn nur eine reine Seele kann bereit sein, Gnaden zu empfangen. Das Allerheiligste Herz Jesu ist die Quelle der Gnade, aus der die Immaculata, unsere Frau und Königin, schöpft und reichlich austeilt, nicht nach unseren Verdiensten – denn wir sind alle unwürdig -, sondern nach ihrer Barmherzigkeit. Der heilige Bernhard sagt über sie, dass Gott die Wirtschaft der Gerechtigkeit sich selbst vorbehalten hat, ihr aber die ganze Wirtschaft der Barmherzigkeit anvertraut hat. Reinigen wir also unsere Herzen und nehmen wir den Herrn der Herren, die Quelle aller Wahrheit, alles Guten und allen Glücks, in unser Herz auf … Was sonst?

Beten wir mit Inbrunst zur Immaculata, dass sie uns als ihr Eigentum annimmt. Wir können das tun, indem wir den Weiheakt an die Immaculata benutzen, der auf unseren Einschreibekarten abgedruckt ist. So erneuern wir Ritter der Immaculata an diesem Tag alle unseren Akt der bedingungslosen Hingabe an sie. Lasst es uns gemeinsam tun, wenn wir können; wir alle. In Polen gibt es jetzt etwa 20.000 von uns.

Entfachen wir in uns die Liebe und das Vertrauen zu unserer geliebten Frau, Königin, Mutter, Führerin, Hoffnung… Einige von uns haben vielleicht schon vergessen, jeden Tag dieses kurze Gebet zu sprechen: das Stoßgebet, das die Immaculata selbst uns gelehrt hat und das in unseren Aufnahmekarten als eines der Mittel aufgeführt ist, die [uns] zur Verfügung stehen. Mögen solche Menschen neu entfacht werden und sich entschließen, es nicht länger zu vernachlässigen. Auch … sollte sich jeder von uns fragen: Habe ich im Laufe dieses Jahres alles getan, was ich für die Immaculata, für das Heil und die Heiligung meiner Seele und der meines Nächsten tun konnte? Oder macht mir mein Gewissen Vorwürfe wegen meiner Faulheit, meiner Trägheit, meines mangelnden Eifers … oder meines Mangels an Selbstaufopferung?

… Prüfen wir uns selbst … Lassen wir diesen Tag zu einem Tag der Wiedergeburt für unsere Seelen werden, zu einem Tag der Erneuerung unseres Eifers für die Ausbreitung des Reiches der allerliebsten Königin des Himmels und der Erde. Wir sollten uns keineswegs auf uns selbst verlassen. Wir dürfen aber auch unser Vertrauen in sie nicht einschränken. In jeder Schwierigkeit oder Versuchung sollen wir uns an sie wenden, und wir werden nicht versagen. Vertrauen wir ihr alle unsere Bemühungen an, und wir werden sicher erreichen, was sie will.

Bartolomé Esteban Murillo and studio, 1617 – 1682 The Immaculate Conception of the Virgin 17th century Oil on canvas, 211 x 126 cm Bequeathed by Joseph Trueman Mills, 1924 NG3910 https://www.nationalgallery.org.uk/paintings/NG3910

Oh, wann wird die Zeit kommen, in der du,
o Königin des Himmels,
die Königin aller Menschen und eines jeden Einzelnen wirst?
Mit deiner Hilfe
und im Rahmen unserer Möglichkeiten
werden wir bis zum letzten Atemzug
für dieses Ziel kämpfen.
Hilf uns also, o Königin, Frau,
liebevollste Mutter!

(Quelle: Maximilian Maria Kolbe. Die Schriften des heiligen Maximilian Maria Kolbe – Band II – Verschiedene Schriften, Nerbini International. Kindle-Version., aus dem „Ritter der Immaculata“ von 1924 – Übersetzter Originalartikel, mit dem sich der hl. Maximilian Kolbe in der Zeitschrift „Ritter der Immaculata“ 1924 an die Mitglieder der MI wendete)

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Alma Redemptoris Mater – Marianische Antiphon im Advent

Alma Redemptoris Mater,
quae pervia caeli Porta manes
et stella maris,
succurre cadenti,
Surgere qui curat populo;
tu quae genuisti,
Natura mirante,
tuum sanctum Genitorem.
Virgo prius ac posterius,
Gabrielis ab ore
Sumens illud Ave,
peccatorum miserere.

Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn.
Du hast geboren,
der Natur zum Staunen,
deinen heiligen Schöpfer.
die du, Jungfrau davor und danach,
aus Gabriels Mund
vernahmst das selige Ave,
o erbarme dich der Sünder.

Maria Muttergottes – am Samstag

Gebet von der Mutterschaft
der seligen Jungfrau Maria:

O Gott, durch die fruchtbare Jungfrauschaft
der seligen Maria
hast Du dem Menschengeschlecht
die Güter des ewigen Heils geschenkt.
Lass uns, so bitten wir, erfahren,
dass sie selbst für uns Fürsprache einlegt,
durch die wir den Urheber des lebens
empfangen durften,
unseren Herrn, Jesus Christus,
deinen Sohn.
Amen.

Ave, grátia plena, Dóminus tecum: benedícta tu in muliéribus – Luc 1,27

Mutterschaft Mariens – 11. Oktober

Als im Jahre 1931 unter Zustimmung des ganzen katholischen Erdkreises feierlich das 1500 jährige Jubiläum begangen wurde, seitdem auf dem Konzil von Ephesus die seligste Jungfrau Maria, von der Christus geboren wurde, gegenüber der Irrlehre des Nestorius von den Vätern unter Führung des Papstes Cölestin als Mutter Gottes verkündet wurde, beschloß Papst Pius XI., die Erinnerung an dieses glückliche Ereignis durch ein Zeichen seiner Güte für ewige Zeiten festzuhalten.

In Rom bestand schon ein herrliches Denkmal zur Erinnerung an die Konzilsentscheidung zu Ephesus, der Triumphbogen in der Basilika St. Maria Maggiore auf dem Esquilin; von seinem Vorgänger Sixtus III. war dieser mit einem wundervollen Mosaikbild geschmückt worden, hatte jedoch durch die Ungunst der Zeit etwas gelitten. Diesen ließ nun zugleich mit dem Querschiff der Kirche Pius XI. in seiner Freigebigkeit wieder glücklich Herrichten.

Ferner schilderte er in einer Enzyklika die hohe Bedeutung des allgemeinen Konzils von Ephesus und legte darin mit liebevollen, ausführlichen Worten den unsagbar erhabenen Vorzug der Gottesmutterwürde der seligen Jungfrau Maria dar.

So konnte sich also diese hohe, geheimnisvolle Lehre immer tiefer den Herzen der Gläubigen einprägen. Zugleich stellte er die Gottesmutter Maria, die Hochgebenedeite unter allen Frauen, sowie die Familie von Nazareth als das edelste Vorbild für die Erhabenheit und Heiligkeit einer reinen Ehe und für die gottgefällige Erziehung der Jugend hin.

Kirchengebet

O Gott, Du wolltest,
daß Dein Wort auf die Botschaft des Engels hin
im Schoße der seligen Jungfrau Maria Fleisch annehme;
so gewähre denn unsre Bitte
und laß durch ihre Fürsprache bei Dir uns Hilfe finden,
die wir sie geläubig als wahre Gottesmutter bekennen.
Durch Ihn, unsern Herrn.

(Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962)

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Rosenkranz beten!

„Mit dem marianischen Rosenkranz werden wir nicht nur die Gotteshasser und Feinde der Religion niederwerfen, dieses Gebet wird uns auch zu einem Streben nach den Tugenden des Evangeliums anspornen und uns dafür erwärmen. Es wird besonders den katholischen Glauben stärken; denn die Betrachtung der heiligen Geheimnisse erhebt den Geist zu den von Gott geoffenbarten Wahrheiten.“

Papst Pius XI. – Enzyklika Ingravescentibus Malis

AVE MARIA

„La Morenita“ die Rosenkranzkönigin – 7. Oktober

Seeschlacht von Lepanto

Am 6. Oktober 1571, am Vorabend der Schlacht, ging der Oberbefehlshaber Don Juan d’Austria mit gutem Beispiel voran und forderte seine Männer zum Rosenkranzgebet auf, währenddessen leitete Pius V. selbst das Rosenkranzgebet im Dominikanerkloster Santa Maria Sopra Minerva in Rom. Der Papst war fest überzeugt, dass die Rettung Europas von der Fürsprache der Jungfrau Maria abhängt.

Die christliche Flotte stach am Morgen des 7. Oktober 1571 in See. Mit an Bord eines der Schiffe befand sich „La Morenita“, eine erste Kopie des Gnadenbildes von Guadalupe in Europa, welches der spanische König Philipp II. Don Juan d’Austria übergeben hatte. Don Juan gab dieses weiter an Admiral Andrea Dorea, der es als Feldzeichen der christlichen Flotte mit nach Lepanto führte. Als sich die christlichen und moslemischen Flotten gegenüberstanden, kämpften die Christen mit einem Gegenwind, der die Vorwärtsbewegung ihrer Schiffe fast verunmöglichte. Glücklicherweise drehte der Wind und ein leichter Rückenwind begünstigte die christliche Flotte. Die Christen deuteten diesen Richtungswechsel als „Wind Gottes“. Der christlichen Flotte gelang nach übereinstimmenden Aussagen der historischen Quellen an jenem 7. Oktober 1571, dem ersten Sonntag im Oktober, ein überwältigender Sieg, der den Vormarsch des osmanischen Islams nach Westen beendete. – (m-i.info)

Maria hat uns zum Sieg verholfen.

LO MORENITA, Guadalupe-Mexico

Oktober – Rosenkranzmonat

Der Rosenkranz sollte immer, nicht nur zu einer bestimmten Zeit gebetet werden.

Der Rosenkranz ist – nach dem liturgischen Gebet der Kirche, das in der Feier der hl. Messe seinen Höhe- und Mittelpunkt findet – das herausragende Mittel, nicht nur zur persönlichen Heiligung, sondern auch zur Bekehrung der Welt.

Maria unterrichtet uns im Rosenkranz wie eine gute Pädagogin, die nicht nur zu ihrem Sohn spricht, sondern ihn uns zeigt, wenn wir in der Betrachtung auf die Geheimnisse seines Lebens schauen.

Die Theologie der Gottesmutter ist kein trockenes und abstraktes Studium aus Büchern, sondern ein liebevoller Blick auf all das, was sie uns zeigen möchte.

Der Rosenkranz ist „Theologie auf Knien“, der den ‚sensus fidei‘, jenen Glaubenssinn eines jeden getauften und in der Gnade lebenden Christen, festigt und verfeinert.

Das Diplom, das in der Schule der Mutter Jesu zu erlangen gilt, ist die Heiligkeit, d.h. ein leben in der Nachfolge oder besser in der Nachahmung Christi.

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