Mutterschaft Mariens – 11. Oktober

Als im Jahre 1931 unter Zustimmung des ganzen katholischen Erdkreises feierlich das 1500 jährige Jubiläum begangen wurde, seitdem auf dem Konzil von Ephesus die seligste Jungfrau Maria, von der Christus geboren wurde, gegenüber der Irrlehre des Nestorius von den Vätern unter Führung des Papstes Cölestin als Mutter Gottes verkündet wurde, beschloß Papst Pius XI., die Erinnerung an dieses glückliche Ereignis durch ein Zeichen seiner Güte für ewige Zeiten festzuhalten.

In Rom bestand schon ein herrliches Denkmal zur Erinnerung an die Konzilsentscheidung zu Ephesus, der Triumphbogen in der Basilika St. Maria Maggiore auf dem Esquilin; von seinem Vorgänger Sixtus III. war dieser mit einem wundervollen Mosaikbild geschmückt worden, hatte jedoch durch die Ungunst der Zeit etwas gelitten. Diesen ließ nun zugleich mit dem Querschiff der Kirche Pius XI. in seiner Freigebigkeit wieder glücklich Herrichten.

Ferner schilderte er in einer Enzyklika die hohe Bedeutung des allgemeinen Konzils von Ephesus und legte darin mit liebevollen, ausführlichen Worten den unsagbar erhabenen Vorzug der Gottesmutterwürde der seligen Jungfrau Maria dar.

So konnte sich also diese hohe, geheimnisvolle Lehre immer tiefer den Herzen der Gläubigen einprägen. Zugleich stellte er die Gottesmutter Maria, die Hochgebenedeite unter allen Frauen, sowie die Familie von Nazareth als das edelste Vorbild für die Erhabenheit und Heiligkeit einer reinen Ehe und für die gottgefällige Erziehung der Jugend hin.

Kirchengebet

O Gott, Du wolltest,
daß Dein Wort auf die Botschaft des Engels hin
im Schoße der seligen Jungfrau Maria Fleisch annehme;
so gewähre denn unsre Bitte
und laß durch ihre Fürsprache bei Dir uns Hilfe finden,
die wir sie geläubig als wahre Gottesmutter bekennen.
Durch Ihn, unsern Herrn.

(Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch 1962)

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Rosenkranz beten!

„Mit dem marianischen Rosenkranz werden wir nicht nur die Gotteshasser und Feinde der Religion niederwerfen, dieses Gebet wird uns auch zu einem Streben nach den Tugenden des Evangeliums anspornen und uns dafür erwärmen. Es wird besonders den katholischen Glauben stärken; denn die Betrachtung der heiligen Geheimnisse erhebt den Geist zu den von Gott geoffenbarten Wahrheiten.“

Papst Pius XI. – Enzyklika Ingravescentibus Malis

AVE MARIA

„La Morenita“ die Rosenkranzkönigin – 7. Oktober

Seeschlacht von Lepanto

Am 6. Oktober 1571, am Vorabend der Schlacht, ging der Oberbefehlshaber Don Juan d’Austria mit gutem Beispiel voran und forderte seine Männer zum Rosenkranzgebet auf, währenddessen leitete Pius V. selbst das Rosenkranzgebet im Dominikanerkloster Santa Maria Sopra Minerva in Rom. Der Papst war fest überzeugt, dass die Rettung Europas von der Fürsprache der Jungfrau Maria abhängt.

Die christliche Flotte stach am Morgen des 7. Oktober 1571 in See. Mit an Bord eines der Schiffe befand sich „La Morenita“, eine erste Kopie des Gnadenbildes von Guadalupe in Europa, welches der spanische König Philipp II. Don Juan d’Austria übergeben hatte. Don Juan gab dieses weiter an Admiral Andrea Dorea, der es als Feldzeichen der christlichen Flotte mit nach Lepanto führte. Als sich die christlichen und moslemischen Flotten gegenüberstanden, kämpften die Christen mit einem Gegenwind, der die Vorwärtsbewegung ihrer Schiffe fast verunmöglichte. Glücklicherweise drehte der Wind und ein leichter Rückenwind begünstigte die christliche Flotte. Die Christen deuteten diesen Richtungswechsel als „Wind Gottes“. Der christlichen Flotte gelang nach übereinstimmenden Aussagen der historischen Quellen an jenem 7. Oktober 1571, dem ersten Sonntag im Oktober, ein überwältigender Sieg, der den Vormarsch des osmanischen Islams nach Westen beendete. – (m-i.info)

Maria hat uns zum Sieg verholfen.

LO MORENITA, Guadalupe-Mexico

Oktober – Rosenkranzmonat

Der Rosenkranz sollte immer, nicht nur zu einer bestimmten Zeit gebetet werden.

Der Rosenkranz ist – nach dem liturgischen Gebet der Kirche, das in der Feier der hl. Messe seinen Höhe- und Mittelpunkt findet – das herausragende Mittel, nicht nur zur persönlichen Heiligung, sondern auch zur Bekehrung der Welt.

Maria unterrichtet uns im Rosenkranz wie eine gute Pädagogin, die nicht nur zu ihrem Sohn spricht, sondern ihn uns zeigt, wenn wir in der Betrachtung auf die Geheimnisse seines Lebens schauen.

Die Theologie der Gottesmutter ist kein trockenes und abstraktes Studium aus Büchern, sondern ein liebevoller Blick auf all das, was sie uns zeigen möchte.

Der Rosenkranz ist „Theologie auf Knien“, der den ‚sensus fidei‘, jenen Glaubenssinn eines jeden getauften und in der Gnade lebenden Christen, festigt und verfeinert.

Das Diplom, das in der Schule der Mutter Jesu zu erlangen gilt, ist die Heiligkeit, d.h. ein leben in der Nachfolge oder besser in der Nachahmung Christi.

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Maria Geburt – 8. September

Denke an Maria

Mitten in Gefahren, Nöten und Unsicherheiten
denke an Maria,
rufe Maria an.

Ihr Name weiche nicht aus deinem Mund,
weiche nicht aus deinem Herzen!
Damit du aber ihre Hilfe und Fürbitte erlangst,
vergiss nicht, ihr Vorbild nachzuahmen.

Folge ihr,
dann wirst du dich nicht verirren.
Rufe sie an,
dann kannst du nicht verzweifeln,
denk an sie,
dann irrst du nicht.

Hält sie dich fest,
dann kannst du nicht fallen.
Schützt sie dich,
dann fürchte nichts!
Führt sie dich,
wirst du nicht müde.
Ist sie dir gnädig,
dann kommst du sicher ans Ziel!

Hl. Bernhard von Clairvaux
(In laudibus Virginis Matris, Hom. 2,17)

Hinter Gittern im Kloster der Dominikanerinnen – Maria advocata, Rom

IN ASSUMPTIONE B.M.V. – 15. August

Oration des Festes:

Omnipotens sempiterne Deus,
qui Immaculatam Virginem Mariam, Filii tui Genitricem,
corpore et anima ad cælestem gloriam assumpsisti:
concede quæsumus; ut ad superna semper intenti,
ipsius gloriæ mereamur esse consortes.
Per eundem Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: …

Allmächtiger ewiger Gott,
Du hast die unbefleckte Jungfrau Maria, die Mutter Deines Sohnes,
mit Leib und Seele aufgenommen in die Herrlichkeit des Himmels;
wir bitten Dich, verleihe, daß wir allezeit auf das Himmlische bedacht sind
und so dereinst teilhaftig werden ihrer Herrlichkeit.
Durch Ihn…

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Vigil von Maria Himmelfahrt – 14. August

Gebenedeit und hochverehrt bis du, Jungfrau Maria;
in unversehrter Jungfräulichkeit bist du des Heilandes Mutter geworden.
Jungfrau, Gottesgebärerin!
Er, den die ganze Welt nicht faßt,
Er schloß bei Seiner Menschwerdung Sich ein
in deinen Schoß.

(vgl. Graduale)

Benedicta et venerabilis es, Virgo Maria:
quæ sine tactu pudoris inventa es Mater Salvatoris.
Virgo, Dei Genitrix, quem totus non capit orbis,
in tua se clausit viscera factus homo.

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Gebet zur Friedenskönigin

O Mutter der Barmherzigkeit,
erflehe du uns von Gott den Frieden!
Und vor allem jene Gnaden, die in einem Augenblick die menschlichen Herzen umwandeln können, jene Gnaden, die den Frieden vorbereiten, schließen und sichern!
Königin des Friedens, bitte für uns und gib der streitenden Welt den Frieden, den die Völker ersehnen, den Frieden in der Wahrheit, in der Gerechtigkeit und in der Liebe Christi! Gib ihr den Frieden der Waffen und den Frieden der Seelen, damit Gottes Reich sich in der Ruhe der Ordnung ausbreite.
(Pius XII).

Maria, Königin des Friedens,
schenke uns den Frieden mit Gott, verleihe uns den wahren Frieden des Herzens, erfülle uns mit Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern, tröste die Kranken, bekehre die Sünder, verbreite immer mehr den Frieden unter den christlichen Familien, führe die Völker der Erde zu aufrichtiger Eintracht, behüte uns alle an Leib und Seele, erbitte den Lebenden die Gnade deines göttlichen Sohnes und den Sterbenden einen seligen Heimgang zum Vater im Himmel. Amen.