Maria-Himmelfahrt – 15. August – Gregor von Tours über den Heimgang Mariens.

Venantius Fortunatius (+ 600) verwendet in seinem Hymnus die Wortform „Dormitans – Entschlafend“. Modestus von Jerusalem (+ 634) schreibt vom „seligsten Entschlafen Mariens“, German von Konstantinopel (+ 733) „Die Mutter des Lebens entschlummerte“ und Andreas von Kreta (+ 740) vom „glorreichen Entschlafen“. Das Zeugnis des heiligen Johannes von Damaskus (+ 749) ist von besonderem Wert wegen seiner Treue zur Heiligen Schrift und freikirchlichen Überlieferung. Er schreibt: „Der Herrin Heimgang war herrlich und wahrhaft heilig“ (Homilie über die selige Entschlafung Mariens).

Entschlafung Mariens. Fresko in der Kirche St.Petka, Vukova

Der Herrin Heimgang war herrlich und wahrhaft heilig. Seht, wie die Quelle des Lebens mitten durch den Tod zum Leben geführt wird. Seht, wie die heilige Seele, da sie sich von dem Gott aufnehmenden Zelte loslöst, vom Schöpfer aller Dinge mit eigenen Händen aufgenommen wird! O herrlicher Abschied, welcher die Ankunft bei Gott beschert! Denn mag dies auch allen Gott liebenden Menschen von Seiten Gottes gewährt sein – und es ist gewährt, wir glauben daran -, so besteht doch zwischen den Knechten Gottes und der Mutter ein unendlicher Unterschied. Wie sollen wir dieses an ihr gewirkte Geheimnis nennen? Tod? Doch wenn auch der Leib dem herkömmlichen Grab übergeben wird, er verbleibt nicht in der Gewalt des Todes und fällt nicht der Verwesung anheim. Denn wie beim Gebären ihre Jungfrauschaft unversehrt blieb, so wird beim Scheiden ihr Leib vor der Verwesung bewahrt und nur in ein besseres und göttlicheres Gezelt versetzt, welches keinem Tod unterliegt, sondern ohne Ende in alle Ewigkeiten bestehen wird.

Die so hell leuchtende und stets strahlende Sonne wird durch den Mond für eine kleine Weile verhüllt und scheint zwar zu erlöschen und im Dunkel zu versinken und den Glanz mit Finsternis zu vertauschen, trotzdem geht sie aber ihres Lichtes nicht verlustig, weil sie eine unaufhörlich sprudelnde Quelle des Lichtes in sich hat oder vielmehr selbst eine unversiegliche Quelle des Lichtes ist, wie Gott der Schöpfer bestimmt hat. So bist auch Du die unvergängliche Quelle des wahren Lichtes, der unerschöpfliche Schatz des Lebens selbst, der überreiche Sprudel des Segens, und wenn Du vorübergehend durch den Tod dem Leibe nach verhüllt wirst, so spendest Du uns doch in Überfülle unversiegliche und reine und unerschöpfliche Wasser unermesslichen Lichtes und himmlischen Lebens und wahrer Seligkeit, Ströme der Gnade, Quellen der Heilung, unaufhörlichen Segen. Deshalb werde ich Deinen heiligen Heimgang nicht Tod nennen, sondern Entschlafen oder Abschied oder, eigentlich zu reden, Ankunft.

Welch überwältigende Dinge! Jener Tod, der einst Gegenstand der Verwünschung und des Hasses war, wird jetzt gefeiert und seliggepriesen. Er, der einst Schmerz und Trauer, Tränen und Klage brachte, hat sich jetzt als Ursache der Freude und des Jubels erwiesen. Nun wird freilich bei allen Dienern Gottes, deren Tod gepriesen wird, ihre Gottwohlgefälligkeit erst nach dem Ende des Lebens sichergestellt: Und ihr Tod wird deshalb gepriesen, weil er sie vollendet und seligmacht, nachdem er ihnen die Unwandelbarkeit der Tugend verleiht, gemäß dem Worte, dass da sagt: „Preise keinen Menschen selig vor seinem Ende!“ (Sir 11,28)

Von Dir aber lassen wir das nicht gelten. Denn nicht der Tod erwirbt Dir die Seligpreisung, und nicht der Hingang gibt Dir die Vollendung, und nicht der Abschied gewährt Dir die Sicherheit. Nicht der Tod hat Dich seliggepriesen, sondern Du hast den Tod verherrlicht, indem Du seine Traurigkeit aufhobst und ihn zur Freude machtest.

So wollen wir unsere Seelen in der Hoffnung auf Dich als einen durchaus festen und sicheren Anker ketten, wollen Geist, Seele, Leib, alles was wir sind und haben, Dir zum Geschenke weihen und mit Psalmen, Hymnen und geistlichen Gesängen Dich verherrlichen, soweit wir es nur vermögen.

(vgl.: Johannes von Damaskus -gestorben um 750- in „Weisheit des christlichen Ostens. Der Himmel liebt die Erde“, Herder 1978)

+

Das Fest der seligen Entschlafung Mariens ist (wahrscheinlich) das älteste Marienfest. Im Sakramentar des heiligen Papstes Gelasius (492-496) ist das Fest der „Dormitio B.M.V.“ bereits erwähnt. Unter Kaiser Mauritius wurde das Fest der seligen Entschlafung Mariens (Koimesis) zwischen 588 und 602 über das ganze byzantinische Reich ausgebreitet.

In Portugal wurde am 13. August das Fest der Entschlafung Mariens gefeiert. Manche Mariologen sehen hierin sogar einen der Gründe, warum die Gottesmutter in Fatima an einem 13. erschien.

Man kann am 4. August mit einer Novene zu Ehren der seligen Entschlafung Mariens beginnen und für sich selber und für andere um eine gute Todesstunde bitten.

Durch die Andacht zur seligen Entschlafung Mariens legen wir unsere Todesstunde in ihre Hände und weihen sie ihrem Unbefleckten Herzen.

Wir bitten die Gottesmutter, Fürsprache einzulegen, zum richtigen Zeitpunkt zu sterben (wann), an dem richtigen, von Gott bestimmten Ort zu sterben (wo) und ähnlich wie sie auf der höchsten Stufe der Liebe zu sterben (wie).

+

 

Erscheinung von Tre Fontane: Die Jungfrau der Offenbarung

Am Samstag, den 12. April 1947, plante Bruno Cornacchiola, mit seinen drei Kindern Gianfranco (4 Jahre), Carlo (7 J.) und Isola (12 J.) an den Strand von Ostia zu fahren. Er verpasste den Zug und wollte nicht eine ganze Stunde auf den nächsten warten. So machte er sich auf den Weg in das Eukalyptus-Wäldchen beim Trappistenkloster „Tre Fontane“ [in Rom]. Die Ortsbezeichnung, welche „Drei Quellen“ bedeutet, geht auf die Überlieferung zurück, dass an dieser Stelle der hl. Paulus enthauptet worden ist. Der abgeschlagene Kopf sei auf der Böschung der Straße nach Neapel dreimal aufgeschlagen und an jeder Stelle habe sich eine Quelle gebildet.

Während die Kinder mit ihrem Ball spielten, setzte sich Bruno Cornacchiola auf ein Mäuerchen und begann einen Artikel über Maria zu verfassen. Außer seiner Mappe hatte er eine Bibel bei sich. Er wollte auf kämpferische Weise aufzeigen, dass die Lehre der katholischen Kirche über Maria der Heiligen Schrift widerspricht. Schon hatte er sich die Stichpunkte „Jungfrau“, „Unbefleckte“ und „Aufnahme in den Himmel“ notiert, da wird er von den Kindern, die den Ball verloren haben, unterbrochen. Bei der Suche findet er die Kinder, wie sie der Reihe nach vor einer Grotte niederknien, ins Innere schauen und ständig die Worte „Schöne Frau!“ wiederholen. Nachdem sich die Kinder nicht ansprechen und aufgrund einer geheimnisvollen Schwere auch nicht aufheben lassen, will er dem Rätsel auf die Spur kommen. Er tritt in die Höhle ein, sieht aber nur den kahlen Fels und will die Grotte wieder verlassen. Verzweifelt erhebt er seine Hände und seine weinenden Augen zum Himmel und ruft: „Gott, rette uns!“ Plötzlich sieht er zwei strahlende Hände, die sich auf ihn zu bewegen und sein Gesicht berühren. Er hat das Gefühl, als ob ihm etwas von den Augen weggerissen würde. Im selben Augenblick empfindet er einen leichten Schmerz. Eine tiefe Finsternis umhüllt ihn, die sich langsam löst. Schließlich strahlt ein Licht auf und es zeigt sich auch ihm die Erscheinung. Cornacchiola ist überwältigt von der ungeheuren Schönheit und Milde der Frauengestalt. Sie trägt eine leuchtend weiße Tunika, ein rosafarbenes Band um die Hüften und einen grünen Schleier, der vom Kopf bis zum Boden reicht. Cornacchiola bezeugt später: „Wer das einzigartige Glück hatte, eine so himmlische Schönheit zu schauen, wünscht sich nichts anderes mehr als den Tod, um sich in alle Ewigkeit an einer solchen Glückseligkeit erquicken zu können.“

Die geheimnisvolle Frau beginnt zu sprechen, langsam und ohne Unterbrechung. „Von diesem außergewöhnlichen Gespräch habe ich nicht eine einzige Silbe vergessen. Und selbst, wenn ich mir nicht sogleich Notizen gemacht hätte, hätte sich alles in meinem Geist eingeprägt. Es war, als ob eine Schallplatte in mir alles wiederholte“, so Cornacchiola. Immerhin dauerte die Erscheinung von 15.20 Uhr bis 16.40 Uhr. Die ersten Worte lauteten: „Ich bin die, die ich bin in der göttlichen Dreifaltigkeit. Ich bin die Jungrau der Offenbarung. Du verfolgst mich. Nun reicht es! Betritt den heiligen Schafstall, den himmlischen Hof auf Erden. Das Versprechen Gottes ist und bleibt unabänderlich: die neun Freitage des Heiligen Herzens, die du gefeiert hast, liebevoll von deiner treuen Braut dazu gedrängt, bevor du dich auf den Weg des Irrtums begeben hast, haben dich gerettet.“

Vergine della Rivelazione, Tre Fontane

Es folgten Belehrungen über die „gelebte Glaubenslehre“ und die Wichtigkeit des Gebets für „die Bekehrung der Sünder und der Ungläubigen und die Einheit der Christen“, aber auch eine geheime Botschaft für den Papst. Unter anderem erklärte die Erscheinung: „Mein Leib konnte nicht verwesen und verweste nicht. Mein Sohn und die Engel sind im Augenblick meines Übergangs gekommen, mich in den Himmel zu führen.“

Cornacchiola verstand sofort, dass sich ihm die Gottesmutter Maria geoffenbart hatte. Schon bei ihrer Vorstellung bot sie ihm fast das Buch an, das sie in Händen hielt. „Ich bin die Jungfrau der Offenbarung“, diese Worte deutete er sowohl auf die Heilige Schrift im Allgemeinen als auch auf die Offenbarung des Johannes im Besonderen, so, als wolle Maria selbst sagen, dass die Lehre der Kirche über ihre Vorzüge mit der Bibel übereinstimmt und darin grundgelegt ist.

Am 9. Dezember 1949 konnte Bruno Cornacchiola dem Papst persönlich den Dolch mit der Aufschrift „Tod dem Papst!“ und seine protestantische Bibel übergeben. Auf ihr standen die Worte: „Sie wird das Ende der katholischen Kirche herbeiführen und der Papst wird das erste Opfer sein.“ Mit Tränen in den Augen sagte er: „Heiligkeit, hier ist die protestantische Bibel, die ich falsch ausgelegt und mit der ich viele Seelen getötet habe.“

Ganzer Artikel bei kath-info nachlesbar.

+

 

Fatima – Brief von Schwester Lucia, damals Dorotheen-Schwester

Der außergewöhnliche Artikel „Deutschlands Zukunft –eine Prophetie“ von Dorothea und Dr. Wolfgang Koch in „Kirchliche Umschau Nr. 7/8,2017“ dokumentiert den nachfolgenden Brief Schwester Lucias an Ludwig Fischer, damals Schriftleiter des „Boten von Fatima“:

Institut der Dorotheen-Schwestern – Tuy                                 19. 3. 1940
Hochwürdiger Herr Dr. Fi[s]cher!

Durch Vermittlung Seiner Exzellenz, des hochwürdigen Herrn Bischofs von Leiria, erhielt ich das Heiligenbild, das Sie mir freundlicherweise geschickt haben, sowie auch die Worte, die Sie mir zum Dank für meine so armseligen Gebete schrieben. Mir scheint, daß dies meine Pflicht ist, so habe ich es versprochen.
Ich hege Ihnen gegenüber ein wahres Gefühl der Dankbarkeit, für den Segen, den Sie so feinfühlig für mich vom Heiligen Vater erlangten und nach dem ich so sehr verlangte. Und schließlich für das hohe Maß an Mühe und Leiden zum Ruhm und zur Ehre unseres guten Gottes und seiner so geliebten Mutter im Himmel.
Seit langem wünschte ich Ihnen meine Dankbarkeit zu zeigen, aber ich wagte es nicht. Heute, da seine Exzellenz, der hochwürdige Herr Bischof, es mir nahelegt, indem er sich anbietet, meinen Brief zusammen mit einem eigenen zu schicken, ergreife und nutze ich die Gelegenheit. Da wir schon so nahe an Ostern sind, sende ich meine aufrichtigen guten Festtagswünsche, wenn sie denn zu einer Zeit passen, wie wir sie erleben; es ist der Herr, der uns reinigt durch Krieg und Verfolgung; Er sei unsere Kraft und unsere Hilfe.
In meinen armseligen Gebeten vergesse ich nicht Deutschland, es wird noch in den Schafstall des Herrn zurückkehren; dieser Augenblick nähert sich sehr langsam, sehr mühsam, aber er wird schließlich eintreffen, und die Herzen Jesu und Marias werden dann mit Glanz herrschen. Ich schicke ein ärmliches Heiligenbild als Dank an Euer Hochwürden.
Ihre niedrige Magd +
Maria Lucia von Jesus r.S.D.

Ludwig Fischer

Schwester Lucia als Dorotheerin etwa 1940

+

 

Mariä Heimsuchung – 2. Juli

Mutter der Glaubenden – hilf unserem Unglauben!

Früher hatte sich das Fest Mariä Heimsuchung großer Beliebtheit beim christlichen Volk erfreut. Dies lag wohl im Festgeheimnis selbst begründet. Liegt doch überaus Liebliches und vertraut Familiäres über die Begegnung der beiden heiligen Frauen, einer Begegnung, die sich so kraftvoll auswirkte in der Heiligung des Johannes im Mutterschoße. Außerdem schenkte uns Mariens Mutterfreude bei dieser Begegnung das unsterbliche Magnifikat! Es ist darum leicht begreiflich, daß dieses bedeutungsvolle Geschehen als Festgeheimnis auch heute noch gefeiert wird.

Die ersten historischen Nachweise reichen zurück bis ins 13. Jahrhundert. Der hl. Bonaventura führte im Jahre 1263 das Fest Mariä Heimsuchung im Franziskanerorden ein. Später eiferten die Päpste Urban VI. und Bonifatius IX. für dessen Feier. Letzterer verpflichtete die ganze Kirche im Jahre 1389 zur Feier dieses Marienfestes, um durch die Fürbitte der Gottesmutter die Beilegung des bendländischen Schismas zu erwirken. Das Konzil von Basel bestätigte am 1. Juli 1441 erneut diese Anordnung. Da am 2. Juli 1849 die Stadt Rom befreit wurde und Pius IX. am gleichen Tage aus Gaeta wieder nach Rom zurückkehren konnte, erhob er 1850 dieses Fest in den Rang eines Doppelfestes 1. Klasse, nachdem Pius V. es als Doppelfest 2. Klasse eingesetzt hatte.

Visitatio – Heimsichung, Mosaik

Der Besuch Mariens bei ihrer Base Elisabeth bietet dem betrachtenden Geiste vielerlei Möglichkeiten, von denen nur eine genommen werden kann. Es sei das bedeutsame Wort, das Elisabeth zu Maria gesprochen hat: „Selig bist du, weil du geglaubt hast.“ Hiermit wird Mariens Glaube und ihr Vertrauen gegenüber der Engelbotschaft als etwas Besonderes und Vorbildliches herausgestellt. Auf Grund dieses Wortes, das nur der Heilige Geist der aus menschlichen Quellen noch nichts wissenden Base eingegeben haben kann, dürfen wir uns die selige Jungfrau im Augenblicke der Empfängnis Christi keineswegs als Voll- Wissende vorstellen, d. h. nicht als eine solche, die etwa in mystischer Erhebung oder gar entsprechend der ewigen seligen Schau das bisher noch unbekannte Geheimnis der Dreifaltigkeit klar durchschaut hätte und ihr somit nichts selbstverständlicher gewesen wäre als die wesenhafte Gottessohnschaft des Kindes, das ihr verheißen wurde. Warum wohl nicht? Nun, weil angesichts einer solchen Erkenntnis nein zu sagen, der zur Entscheidung aufgerufenen Jungfrau ebenso unmöglich gewesen wäre, wie es den Seligen im Himmel ist. Wo bliebe dann Mariens vielgepriesene Vorbildlichkeit in der Verkündigungsszene? Wo bliebe ihr Verdienst? Gewiß wird Gottes besondere Gnade und eine innere Erleuchtung ihr in diesem hochwichtigen Augenblicke der Heilsgeschichte zu Hilfe gekommen sein, aber irgendwie sollte sie doch im Dunkeln und Geheimnisvollen tappen, damit ihr Jawort zu dem wahrhaft großen Beitrag zu unserer Erlösung werde.

Schauen wir es so, dann müssen wir fürwahr die tapfere Glaubenshaltung einer noch zarten Jungfrau von vielleicht vierzehn Lebensjahren als eine Riesenleistung bewundern. Völlig allein steht sie. Keinen kann sie um Rat fragen. Unbekanntes, das für uns Menschen leicht die Gestalt von Drohendem annimmt, liegt vor ihr. Darum gehörte zu ihrem Ja ein starker Glaube und ein tiefgläubiges Vertrauen. Maria blieb Zeit ihres Lebens eine Glaubende. Oder was gehört dazu: Tag für Tag eines Kindes Unbeholfenheit zu Hilfe kommen, einem Kinde das Gehen und Sichgeben, das erste menschliche Wissen vermitteln, es im täglichen Leben sich von anderer Leute Kind nicht viel unterscheiden sehen – und dann glauben müssen: es sei der auserwählte und vorausverkündigte Messias, es sei Gottes Sohn? Welche Kraft es Glaubens Tag um Tag! Gilt da nicht von ihr ihres Sohnes Wort: „Selig, die nicht sehen und doch glauben!“ Maria wird also mit Recht in unsern Tagen gerne die Mutter der Glaubenden genannt. In den Zeiten der modernen Glaubensmüdigkeit möchte man den
Ruf des hl. Petrus an Jesus an sie richten: „Hilf unserm Unglauben!“

Kirchengebet
Wir bitten Dich, O Herr: laß Deinen Dienern das Geschenk
Deiner himmlischen Gnade zukommen, damit allen,
denen die Mutterschaft der seligen Jungfrau
zum Anfang des Heils geworden,
die Gedächtnisfeier ihrer Heimsuchung
den Frieden vermehre.

(vgl.: Feckes. So feiert dich die Kirche)

+

 

13. Juni 1917 – Fatima – 2017

Das Unbefleckte Herz Mariens

Es kam der 13. Juni, an dem man in Fatima den heiligen Antonius als Kirchenpatron mit großen Festlichkeiten ehrte. Die drei Kinder verzichteten jedoch auf die verlockenden Freuden und begaben sich nach der hl. Messe zur Cova da Iria, wo sie gegen 11 Uhr ankamen. Lucia betete mit den etwa 50 Personen, die sich dort eingefunden hatten, den Rosenkranz. Nach dem Rosenkranz ordnete Lucia ihre Kleider und rief plötzlich:
„Hier der Lichtschein… Unsere Liebe Frau wird kommen!“

(Lucia) –
Wir sahen von neuem das Licht, das sich näherte, und dann Unsere Liebe Frau über der Steineiche, genau wie im Mai. …

(Unsere Liebe Frau) –
„Ich will, dass ihr am Dreizehnten des nächsten Monats wieder hierherkommt, dass ihr alle Tage den Rosenkranz betet […].“

„Jesus möchte sich deiner bedienen, damit die Menschen mich kennen und lieben lernen. Er will in der Welt die Verehrung meines Unbefleckten Herzens begründen. Jedem, der diese Andacht annimmt und übt, dem verspreche ich das Heil.“

Unser Herr Jesus Christus bestätigte das Geheimnis und die Macht des Unbefleckten Herzens, als er zu Lucia sprach (Brief Schwester Lucias vom 27. Mai 1943):

„Es ist mein sehnlichster Wunsch, dass die Verehrung und die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens verbreitet wird, weil dieses liebende Herz der Magnet ist, der die Seelen zu mir hinzieht, der Feuerherd, der die Strahlen meines Lichtes und meiner Liebe über die ganze Erde hin aussendet, und die unversiegbare Quelle, welche die lebendigen Wasser meines Erbarmens auf die Erde herabströmen lässt.“

+